In Deutschland sinkt die Zahl der High-Tech-Gründungen – das ist die traurige Bilanz einer Studie von ZEW und Microsoft Deutschland. Einzig die Softwarebranche macht Hoffnung: Dort ist die Zahl der Startups weiter gestiegen – dank Internet, Cloud Computing und Smartphones. » Weiterlesen
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“Ich musste eine Menge lernen”
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Gründerraum: Herr Näf, Doodle wird inzwischen jeden Monat von über sechs Millionen Nutzern verwendet. Hätten Sie das vor ein paar Jahren für möglich gehalten?
Näf: Als ich Doodle im Jahr 2003 erfunden habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass es sich eines Tages so weit verbreitet. Insofern hat mich der Erfolg anfangs schon überrascht.
Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee?
Weil ich mich mit Freunden zum Abendessen verabreden wollte und dabei gemerkt habe, wie schwer es ist, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben. Also habe ich Doodle programmiert.
Informationsflut: Twine und die Zukunft des Internets
Seit Monaten wird über Twine diskutiert, nun steht es zum Test bereit. Twine ist ein Tool für Wissens-Netzwerke. Man verknüpft dabei nicht mehr seine Kontakte, sondern sein Wissen. Es geht nicht darum, wen man kennt, sondern was man weiß.
Dafür legen Nutzer sogenannte „Twines“ an. Das sind Informationsknotenpunkte, die sie selbst mit Links, Texten, Fotos und anderen Dokumenten bestücken können. Testweise habe ich solche Knotenpunkte mit Namen Gründerraum und Indiabusiness angelegt und ihnen ein paar Links zugewiesen.
Strategien gegen die Info-Flut
Das nämlich werde die Informationsüberflutung sein. Der Hauptgrund: Die vielen Unterbrechungen, nach denen es Minuten dauert, um wieder zur eigentlichen Arbeit zurück zu kehren, sagen die Experten des New Yorker Beratungshauses Basex. Und die werden in den nächsten Monaten weltweit noch zunehmen. Gerade jetzt steigt die Zahl der Menschen rapide, die mobil Emails verschicken und von überall das Internet nutzen.
Unterbrechungen sind das Hauptproblem, zumindest in meinem Alltag. Ich habe mitgezählt und komme im Schnitt auf 35 Anrufe pro Arbeitstag, auf 87 Emails, drei SMS, ein Meeting, ein Essenstermin.

