» 24.02.2011, 17:48

Greentech-Gründer: Die interessantesten Startups

Wer an grüne Technik denkt, hat meist nur Photovoltaik oder Windstrom im Kopf. Doch dieser Blick greift viel zu kurz. Die Vielfalt unter deutschen Greentech-Startups ist enorm. Und die Auswahl könnte in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Denn Investoren und Banken sammlen gerade Millionenbeträge ein, um sie in junge Unternehmen aus dem Sektor zu stecken. Die aufstrebenden Jungunternehmer haben sogar schon ihr eigenes Event: Beim Ecosummit kommen am 24. und 25. März rund 400 Gründer und Investoren in Berlin zusammen, um sich über die neuesten Trends, Ideen und Probleme auszutauschen.

Doch auf welche Unternehmen sollte man besonders achten?

Um eine Antwort auf dieses Frage zu finden, haben die Initiatoren des Ecosummit und die WirtschaftsWoche eine Liste der spannendsten Greentech-Unternehmen zusammengetragen.

Die aber ist nur der Beginn einer gemeinsamen Diskussion. Denn nun sind Sie gefragt: Welches Unternehmen steht hier zu Recht? Welches ist überschätzt? Und vor allem: Welcher Name fehlt? Ich bin gespannt auf Ihr Feedback.

  • Novaled ist eines der interessantesten deutschen Technologieunternehmen. Die Dresdner entwickelnbesonders energiesparende Displays aus Organischen Leuchtdioden (OLED). Bei dieser Technik ist Novaled weltweit führend.
  • Heliatek gehört zu den Pionieren bei der Entwicklung sogenannte organischer Solarzellen, die sich auf dünne Folien drucken lassen. Organische Solarzellen gelten als eine der wichtigsten Innovationen der Sonnenstrombranche.
  • O-Flexx will aus Wärmeströmen verschiedenster Herkunft Strom erzeugen, insbesondere aus Abwärme. Eingesetzt werden soll die Technik in Geothermie-Anlagen und Blockheizkraftwerken.
  • Geohumus produziert ein Granulat, das in der Nähe von Pflanzenwurzeln Wasser speichert. Damit lässt sich Landwirtschaft mit weniger Wasser betreiben.
  • Avocadostore ist ein Marktplatz für grüne Produkte. Das Unternehmen wurde mit dem ersten Preis beim WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb ausgezeichnet.
  • WeSustain wurde von Ex-SAP-Managern gegründet. Sie arbeiten an einer Software, die Unternehmen hilft, ihr Nachhaltigkeitsmanagement zu verbessern.
  • Streetscooter will ein Elektroauto für die Stadt bauen, das nicht viel mehr als 5000 Euro kostet.
  • Phytolutions produziert Biosprit aus Algen und versucht das Verfahren immer weiter zu verbessern.
  • Sunfire will Kraftstoffe aus CO2 herstellen.  Dabei wird Kohlendioxid und Wasser mit Energie aus erneuerbaren Quellen (Wind, Solar, Wasser) wieder aufgeladen und in ihren ursprünglichen, energetisch höherwertigen Zustand zurückgeführt.
  • Flinc ist eine neuartige Mitfahrzentrale, die sich über das Handy ansteuern lässt und die in Echtzeit nach freien Plätzen sucht. Soll schneller und flexibler sein, als bisherige, internetbasierte Systeme.
  • Tamyca bietet eine Plattform, auf der Privatleute sich gegenseitig Autos leihen können. Das dazu passende Stichwort ist Peer-2-Peer Car-Sharing. Ähnliche Angebote sind in den USA bereits erfolgreich.
  • Clean Mobile baut und entwickelt Elektromotoren für Zweiräder.
  • JouleX hat eine Software entwickelt, die Unternehmen helfen soll, Energie zu sparen. Das Programm kann alle Geräte im Unternehmen ferngesteuert ausschalten, etwa Drucker, Telefone, Computer, Lampen.
  • InvenSor produziert Kältemaschinen, die mit Wärme angetrieben werden. Dafür nutzen die innovativen Klimageräte zur Kälteerzeugung die ungenutzte Abwärme etwa von industriellen Anlagen.
  • ZIM ermöglicht es mit einem neuartigen Sensor, den Wasserhaushalt von Pflanzen über das Internet zu überwachen. Heißt: Landwirte müssen die Bewässerungsanlagen dann nur noch anwerfen, wenn die Pflanzen wirklich Bedarf haben.
  • Next Kraftwerke Die Kölner Unternehmer Jochen Schwill und Hendrik Sämisch haben Notstrom-Aggregate in Krankenhäusern und Fabriken quer durch die Republik via Mobilfunk mit speziellen Fernsteuermodulen ausgerüstet. Damit können sie die verteilten Generatoren wie virtuelle Kraftwerke steuern. Seither dienen die meist ungenutzten Aggregate bei kurzfristigen Energieengpässen im Stromnetz als Kapazitätsreserve (siehe auch WirtschaftsWoche 9/2011).
» 24.02.2011, 17:48

    Ein Kommentar zu “Greentech-Gründer: Die interessantesten Startups”


  1. Wetterman sagt:

    Tolle Liste: Mir fallen aber noch Entelios (www.entelios.com) aus München und Cargobeamer aus Leipzig ein (www.cargobeamer.de) – sehr interessante und weit reichende Konzepte