» 16.02.2013, 05:45

Vor dem Währungskrieg

Konflikte sucht man nicht; meist schlittert man hinein. Das ist das Gefährliche am aufflammenden Währungskrieg.

Währungskriege schaden allen Beteiligten. Und doch erzwingt ihn die innere Logik der Interessenkonflikte fast unvermeidlich. Das Drehbuch ist geschrieben, die ersten Kapitel sind schon bittere Realität: Die Notenbanken der USA und von Großbritannien kaufen massenhaft die Staatsanleihen ihrer Regierungen auf. Das macht das Schuldenmachen für die Regierungen leicht, es soll die Wirtschaft ankurbeln und schwemmt Dollar und Pfund in den Markt. Weil Abermilliarden dieser Währungen durch die Welt vagabundieren, sinken die Kurse für Dollar und Pfund – und steigt der Kurs anderer Währungen. „Wir haben die Dollar, ihr das Problem“, heißt es dazu. Weder Barack Obama noch David Cameron haben den Mut, die Gelddruckmaschinen zu stoppen – zu schwach die Konjunktur, zu schmerzhaft wären Sparprogramme. Und sie bleiben mit der heimlichen Abwertung via Gelddruckmaschine nicht allein: Japan ist grotesk verschuldet – und startet die monetäre Aggression. Gemessen an der Leistungsfähigkeit, ist die Schuldenlast weit höher noch als die Griechenlands. Bislang spart die einheimische Bevölkerung brav und finanzierte damit die Staatsschulden. Doch die japanische Gesellschaft ist die älteste der Welt. Rentner verdienen und sparen nicht – sie leben vielmehr vom Ersparten. Deshalb werden Japans Rentner bald ungeheure Mengen japanischer Staatsanleihen verkaufen, die Staatsschulden damit unfinanzierbar. Japan müsste ausländische Geldgeber finden – aber niemand wird sich wie die genügsamen Japaner mit mickrigen 0,7 Prozent zufriedengeben. Deshalb will Japans Regierungschef Shinzo Abe Geld drucken lassen – damit die Inflation endlich anspringt und die Staatsschulden sich von selbst abbauen, zulasten der Sparer. Einen anderen Ausweg sieht er nicht für Japan, das in einem selbst gebauten Schuldenturm gefangen ist.

Damit ziehen schon drei große Währungen marodierend durch das globale Finanzsystem. Hart getroffen sind Brasilien und Südkorea: Länder, in denen die Zinsen noch akzeptabel sind und daher Anleger anlocken – ihre Währungen werten auf, Importe werden billiger, die Exporte teurer. Um sich gegen den neuen Dollar-Imperialismus zu wehren, beginnen viele Länder, offene oder verdeckte Kapitalverkehrskontrollen und sogar Importverbote zu verhängen – der Beginn des heißen Konflikts. Die bisherige Friedensordnung der Weltwirtschaft, offene Märkte, wird angegriffen.

Europa wird doppelt getroffen: einerseits von Handelsbeschränkungen, die seine Exporte blockieren, andererseits weil noch mehr Fluchtgeld in das immer noch offene Europa fließt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat versprochen, dass sie mit der Dicken Bertha notfalls jede Menge Geld drucken will, um den Euro zu verteidigen. Seither gilt der Euro wieder als sicher, und ungehemmt strömen Dollar, Pfund und Yen nach Portugal, Spanien und Italien, um dort bis zu sechs Prozent Zinsen zu kassieren. Das ist gut und gewollt für die Finanzierung der Staatsverschuldung. Aber die damit ausgelöste Aufwertung des Euro sabotiert die Exportchancen und die wirtschaftliche Erholung in Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich. Mehr Schulden und Arbeitslosigkeit wären die Folge. Schon fordert Frankreichs Präsident François Hollande, endlich die Konfliktstrategie der USA und Großbritanniens zu übernehmen: billiges Geld für niedrige Wechselkurse und schnelleres Wachstum. EZB-Chef Mario Draghi ist in einem Dilemma: Handelt er nicht, bleibt Europa hilflos dem Geldbombardement ausgeliefert. Ballert er mit der Dicken Bertha und druckt Geld ebenso rücksichtslos wie die anderen – dann eskaliert der Währungskrieg und droht die Weltwirtschaft zu ruinieren.

Währungskriege töten nicht – aber sie machen arm. Nur weltweite monetäre Abrüstung, die die Notenpressen stoppt, könnte das verhindern. Aber warum sollten Staaten, die sich so verschuldet haben, jetzt plötzlich solide werden?

» 16.02.2013, 05:45

    268 Kommentare zu “Vor dem Währungskrieg”


  1. schaudiequoten sagt:

    das duftnoten setzen
    mach ich hier mit
    mit

    briget oder mich

    oh

    das ist böse
    aber ich werde mich bessern
    sprach der zeiungskleiber

  2. Magistrale Fatale sagt:

    yes he can :

    Staats – Pastor : “Ich liebe Euch doch Alle !”

    Ich SM-Patriot ! Fetischist !

  3. Pampa sagt:

    Eysel, das habe ich Dir doch schon vor fünf Jahren gesagt … ;-)

    … aber Zamir kramt das Blaue aus ihm wieder hervor … :-)

  4. Eysel sagt:

    @ all

    Betreff: Tragic 23:20

    – SOFORT! – NOTARZT FÜR TRAGIC! -
    ;-)

  5. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Michael,

    wenigstens Einer, der hier noch
    auskommt ohne bösartige ver-
    leumdungen und schlechtigkeiten
    aller art hinterher zu werfen;
    gescheite menschen sind eine
    wahre pracht, superschlaue
    dagegen, wie die finstre nacht.

    Schönen Gruss vom Kampf der Maulwürfe-l, Zamir

  6. Michael Klingseis sagt:

    ich muß mich für das geqassel
    der geister
    entschuldigen
    sie können halt nicht anders

  7. heckenScheere sagt:

    das verstecken
    hinter den hecken
    aus feigheit gewählt
    zum unkraut geworden

    andere kräuter für medizin
    sucht doch die pharmazie
    nur findet sie sie nie
    dem sei nun ab geholfen
    wir gehen namen golfen

    political incorrect?

  8. frischFisch sagt:

    viele grüße vom dünnbrettstör
    wie groß ist das trüppchen
    der socken püppchen
    von personality disorder mal abgesehn

  9. gelichter sagt:

    tick
    i
    trick
    o
    track

    das ist guter muckl

  10. blaßfeemi sagt:

    namen sind schall und rauch
    bei vielen ists der inhalt auch
    darum prüfe unbebindert
    was dich am auf steigen hindert

  11. mathlbratl sagt:

    stuß und qatsch im vorderhall
    ertage ich alle mal
    nur das ewige ausweichen
    der vermeintlichen eichen
    das ist keine nuß
    finden

    genauso wenig
    wie bis fünf zählen
    und auf alleins kommen

    zum thema gehört auch
    wohin verkriechen sich die eliten
    in den stiftungswald der mirnützigkeit
    wie üblich ertragenmüssen von der allgemeinheit
    versteckte kosten kichern wie?

    ein ander putz am haus
    des edlen tuns
    vom ausweichen

  12. Zamir Zebulovic sagt:

    Wer ist der saal?
    Vier, sechs oder acht?

    Was mit wirklich sorge bereitet,
    ist die art der unbekümmertheit,
    mit der ihr agiert und herumsaftelt.

    Seid ihr das einzig wahre, das es
    hier zu verkünden gibt und wie
    wollt ihr euere alleinvertretungs-
    ansprüche eigentlich geltend machen?

    Lesen, verstehen und analysieren,
    wieviele texte wollen wir gemeinsam
    durchgehen um welche beweise
    zu erbringen?

    Aber ansonsten geht es Euch doch
    wirklich noch gut, odda?

  13. Zamir Zebulovic sagt:

    Vier allein zu haus, wie idyllisch,
    es hagelt wieder voschriften, wie
    in der frühzeit unseres kennen-
    lernens.

    “Dauergeseiere, mumpitz, mittelwarmer
    stuss, volksverhetzendes niveau und
    selbstgespräche,” was hättet Ihr noch
    im angebot?

    Es ist Eure individuelle sicht der dinge,
    schaut auf Eure eigenen errungenschaften
    und schweigt, denn da ist kein tröpfchen
    besserer ver-äppelungs-woi vorhanden.

    Im gegenteil, für das was Ihr angeblich
    studiert, erlebt und berufskarrieremässig
    gemeistert habt …, na ich bin ein höflicher
    mensch und halte darüber mal die klappe,
    ansonsten ist jedoch alles schwarz auf
    weiss hier zu erfahren und das ist toll.

    Was Ihr drauf habt, ist anderen ein kommando
    zu erteilen, immer besser und auf jeden fall
    intelligenter und schlauer zu erscheinen,
    hat hier in fast fünf jahren anscheinend
    nicht ganz so wunderbar hingehauen,
    die beweise habe ich Euch des öfteren
    darlegen können, habt Ihr selbst das nicht
    gemerkt, tja das könnte genau passen.

    Beleidigungen, versuche andere lächerlich
    zu machen und immer sind die anderen
    die blöden und wenn es sein mus auch
    die bösen, merkt Ihr überhaupt noch was?

    Aus Euren tasten ist mir jedenfalls nichts
    bekannt, das so qualitativ höherwertiger sein
    sollte, als das was der rest der anderen teilnehmer
    hier bisher verkündet hat,
    obwohl Ihr SUPER-Sondergrössen, euch
    das zu jeder minute hier immer wieder
    aufs neue einbildet, einfach nur “Schuss in den Ofen.”

    Einbildung ist eben auch eine Bildung, gelle.

    Schönen Gruss von einer gelungenen Verunstaltung, Zamir

  14. Magic sagt:

    ?..da muss ich eysel – ausnahmsweise – mal unterstuetzen, du leerst den saal zamir, mit deiinem mittelwarmen stuss, und mach hier keinem weiss, du koenntest ganz anders, kannste nicht.
    Du fuehrst selbstgespraeche auf volksverhetzendem niveau und versuchst die beitraege aller anderen teilnehmer in deinen stussnebel einzulullen.
    Du hast wohl sonst nichts (mrhr) zu tun, streu wenigstens mal einen arzttermin ein…

  15. Pampa sagt:

    ich würde halt etwas weniger Talkshows gucken, wenn mich das so aufregte. Verstehe ohnehin nicht, was der ganze Mumpitz soll, Dauergeseierere für unterforderte Rentner, oder was? Da können sie ja schonmal auf dem Fernsehsessel für die Ewigkeit Probe liegen …

  16. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Eysel,

    es war stets das los grosser männer und
    genialer forscher alleine zu sein, räusper-krächz.

    Übrigens haben sich im nachhinein
    so manche “versteckte drohungen,”
    als glücksfälle erwiesen, aber das
    könntest Du doch zumindest wissen, odda!?

    Schönen Gruß von der Sprach- und Schriftbeherrschung, Zamir

  17. Eysel sagt:

    Bald Zamir,
    bist du mit deinen Sockenpüppchen und Kichererbse
    und top crews und kurzelpfurz
    und Schlauquatscher und … “Haste-nich-jesehn” alleine.
    FF!
    Das heißt „Viel Vergnügen“

  18. sockenpüppchen sagt:

    „Wo Wege vorgeschrieben sind, bleiben Entdeckungen aus.“ (Erhard Horst Bellermann, *1937, dt. Dichter und Aphoristiker)

  19. Zamir Zebulovic sagt:

    Einer geht immer noch.

    Wolf Schneiders verdienste sind unstrittig
    und ihm auch von keinem menschen
    zu nehmen, nur, die meisten seiner
    kommentare zu den themen:

    Multitasking, Arbeitshetze, Überarbeitung, Urlaub,
    Burnout, Arbeitsplatzbedingungen, Amazon usw.,
    waren an diesem abend mehr als zweifelhaft bis
    lächerlich, in merkwürdigen vergleichen mit völlig
    unterschiedlichen welten und anschauungen untergebracht.

    Vielleicht hatte er nur eine klitzekleine schwächeperiode,
    was es auch bei sehr angesehenen persönlichkeiten
    durchaus manchmal geben soll.

    Viele Grüsse vom schwankenden Worte- und Wertepapst, Zamir

  20. Zamir Zebulovic sagt:

    So können sich ja auch unzählige
    sockenpüppchen frei und ohne
    arbeitshetze, völlig losgelöst
    artikulieren und ihren senf
    ungehindert auf den blogwänden
    verstreichen, grandios wie
    nachrichten aus fernen galaxien,
    eine sehr feine sache, wems gfoidd.

    Schönen Gruss von der Kanzel aus der Frankfuter Paulskirche, Zamir

  21. Zamir Zebulovic sagt:

    Es zählt der augenblick und
    das gesagte in diesem augenblick,
    die verdienste des alten mannes
    bleiben ihm erhalten, nur sinn
    von unsinn zu unterscheiden, das
    darf in einem freien land auch jedem
    zuhörer/zuseher offen bleiben, sonst
    sind wir wieder um jahrhunderte
    zurückversetzt, es geht lediglich um
    die aussagen des W.Schneider in
    der einen gestrigen sendung von gestern
    abend im ZDF und sonst nichts,
    ist das denn nun so schwer?

    Nocheinmal, jeder hat die möglichkeit
    diese aussagen ohne weiteres nach-
    zuprüfen und sich danach ein eigenes
    urteil zu bilden.

    Schönen Gruss von den Verdiensten aus der Jungsteinzeit, Zamir

  22. schlauquatscher sagt:

    satiere ? satire !

  23. schlauquatscher sagt:

    ein grosser alter mann, der sich leider als dummquatscher
    herauskristallisiert hat: Wolf Schneider.

    in wiki steht zum dummquatscher:

    1979 wurde er zum Leiter der neu gegründeten Hamburger Journalistenschule (später: Henri-Nannen-Schule) berufen. Er stand bis 1995 an der Spitze dieser Ausbildungsstätte für Journalisten, trug in diesen Jahren zum guten Ruf der Schule bei und machte sich einen Namen als Sprachlehrer und -kritiker

    ziehvater vieler dummquatscher ?
    satiere ?
    oder was

  24. top crews sagt:

    direct from live-ticker

    keine Überstunden bei Trümmerfrauen
    Mutti ist noch beim Friseur
    der neue englisch-sprachige EU-Fernseh-Kanal ist in den 17,98 nicht enthalten, der Bupräse, wie gewöhnlich gut informierte Kreise melden

    tick
    i
    trick
    o
    track

  25. Zamir Zebulovic sagt:

    Nun im schnelldurchlauf noch maybritt illner
    und beckmann von gestern abend angesehen.

    Thema bei illner der fall amazon, ein grosser
    alter mann, der sich leider als dummquatscher
    herauskristallisiert hat: Wolf Schneider.

    Mit den unetrirdischsten vergleichen,
    dass z.b die trümmerfrauen nach dem 2. WK,
    unglaublich viele “unbezahlte überstunden”
    leisteten und viele millionen arbeiter in china
    und indien das wörtchen urlaub nur vom
    hörensagen kennen.

    Thema bei beckmann F.Schirrmachers neuestes
    buch, EGO.
    Schirrmachers berechtigter einwand, dass uns
    google, facebook, amazon und weitere solcher
    rattenfänger-inszenierungen, fast alle lebensbedingungen
    erleichtern und künftig auch noch das eigene
    denken abnehmen und für einen hocheffizienten
    informations-kapitalismus den menschen zum
    perfekten hochleistungsdeppen umerziehen,
    der bereitwillig in jedes dann dafür vorgesehene
    kästchen springt und sich am ende noch artig bedankt
    für sämtliche verdummungsmechanismen.

    Schöne neue Arbeits- und Privatwelten,
    aus dem Lande der unbegrenzten Schnöseleien, Zamir

  26. kurzelpfurz sagt:

    welche geister kleiben
    an welchen scheiben

    das neue sozioanoweil
    ist isi geil

    beim scheiben heil
    am glaser

    schweigende geigen
    am beigenbaum
    man glaubt es kaum

    ist ja nur sattmire?

    und danke für die ehrlichkeit
    der geisterkunde dreierweih

  27. kichererbse deuminischief sagt:

    Die meisten Menschen sind aber sehr sicherheitsbedürftig?

    wie verträgt sich das mit dem landser
    im itali panzer

    so viel vergoren?

    das ist wirkli gut zweischeidi

  28. Ghost sagt:

    Pampa
    Nun, das mit dem Berufswechsel ist kein einfaches Kapitel. Wenn ich hier bei uns die Durchschnittsangestellten als Beispiel nehme, dann kommt das wohl kaum in Frage, ganz einfach weil die Leute Verpflichtungen haben, materieller Art versteht sich. Je ungebundener oder finanziell unabhängiger, um so besser. Wichtig ist, dass der Lebenspartner mitzieht. Ein Familienvater mit Krediten auf den Schultern hat es da schwerer; er wird eher für den Erhalt seines Arbeitsplatzes beten. Oder, bei höherer Qualifikation, auf den Anruf eines Headhunters warten.
    Nichtsdestoweniger unterstreiche ich Deinen Text. Man muss sich verändern wollen/ können, und das ist in der Hauptsache eine Frage der Einstellung. Die meisten Menschen sind aber sehr sicherheitsbedürftig.

  29. Ghost sagt:

    Randnotiz
    Ein Medium ist ein Medium, es kommt darauf ob und wie man es benutzt. Ich mache in keinem dieser neuartigen Medien mit, aus Prinzip, bekomme aber am Rande mit, welcher Schwachsinn da produziert wird. Wieviel vulgärer Narzissmus, Neurotizismus und Geschwätzigkeit die geistige Leere in unserer Gesellschaft dokumentiert.

  30. fraglos in südamerika sagt:

    freiheit und verantwortung
    das ist es
    nur

    sollzu
    große freiheit viel verantwortung
    geht ja nicht anders wenn nicht krabum

    istzu
    viel freiheit und keine verantwortung
    das geld des einen sind die schulden der anderen
    heutzutage ein lächerliches geschwafel
    die freiheit des einen ist das sklaventum des anderen
    schon ein anderes kaliber aber man ißt ja falafel

    wandel sklave dreh dich um
    sonst gibs ein krabum
    so läufts

    der begierliche rollentausch ändert am system nichts
    man verbraucht nur immer mehr sklaven

    wie konnte sich dieser albtraum nur etablieren
    buchstabieren kann keiner mehr

    stete mit der machete

  31. Magic sagt:

    Pampa,
    schau mal, zwischen 1815 und 1848 wurde feste gefestet…quer durch europa von frankreich bis polen

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Fest

  32. Ghost sagt:

    Pampa
    Ich will die genannten Orte gerne besuchen, komme ja hin und wieder nach Frankfurt.
    Das 19. Jahrhundert war in der Tat ein relativ stabiles Jahrhundert, wenn man von Konflikten wie die von 1866 oder 1870 absieht. Mit einer 1810 geprägten 5-Francs-Münze konnte man noch 1914 einkaufen.
    Aber damals gab es noch alte monarchische Dynastien und die Macht der Kriche, der technologische Fortschritt war weniger atemberaubend als in neuerer Zeit; das hielt das Ganze zusammen.
    Ich meine, dass die deutsche Geschichte einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn damals der preussische König abgedankt hätte. Meine Vorfahren hätten sich dann ausschliesslich ihrer Freizeitbeschäftigung widmen müssen, aber vielleicht wäre der 1. Weltkrieg nicht möglich gewesen. Die Franzosen dagegen haben ja 1848/49 den Louis-Philippe weggejagt und wieder eine Republik ausgerufen. Alles immer so halbherzig, in Deutschland.

  33. Pampa sagt:

    MÄNNER???

  34. Zamir Zebulovic sagt:

    Angsthasen-Rennen im virtuellen räumchen
    und jeder TROLL klettert schnell aufs bäumchen.

    Schnell noch einen lästerspruch
    in tagebuch geschrieben,
    morgen füh um sechs
    da gibt es rote rüben.

  35. kartoffelreibe sagt:

    es kommt auf die kniescheibe an
    defekt oder nicht
    und darauf daß die Hauben
    im glauben
    sich für manche willig füllen

    mus mußt müssen wer
    vor dieser Frage wird immer ausgerissen
    was Pippi nie gemacht hat

  36. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    das ist doch meine rede, seit 1780,
    sämtliche sozialsysteme sind fast
    unnötig, wenn …
    wenn das system, dem wir alle
    tagtäglich huldigen, auch richtig
    funktionieren würde.

    Nur, dazu müssen die mitspieler alle
    an den tisch, ihre rechenwunder
    auspacken, die software umprogrammieren
    und jedes stündlein updaten, je nach
    geopolitischem umlageverfahren, woll.

    Die technischen und maschinellen
    hilfsmittel stehen dazu längst zur
    verfügung, nur dieses ruinöse
    0,0001% kommt nicht aus den latschen
    und veschläft in aller seelenruhe den
    tatsächlichen, mit den blossen händen
    greifbaren fortschritt; der druck ist
    nicht gross genung und zuerst muss
    es wieder schlimmer werden, ehe
    es besser werden kann; alles freie
    willens-sache.

    Schönen Gruss von den vielen, lieben Tages-Socken-Süppchen, Zamir

  37. Pampa sagt:

    @Ghost
    Die Zäsur in Europa war doch 1815 beim Wiener Kongress nach den napoleonischen Kriegen, nachdem den Aggressor Wellington und der König der Sachsen in die Schranken verwies und ihn bei Waterloo entscheidend schlug.

    Das 19. Jahrhundert blieb erstaunlich ruhig, friedlich, es entwickelte sich sehr viel, u.a. die Paulskirchenverfassung von 1848, die Wiege der deutschen Demokratie. Ich lade Dich herzlich ein Dir diesen Ort anzusehen. Wie mächtig dieser Gedanke schon immer war wirst Du erkennen, wenn Du überdenkst, was er alles überdauert hat. Kriege kamen, Kriege gingen, aber dieser Gedanke überdauerte alles bisher.

    Jetzt auf die Schnelle ohne Recherche, meines Wissens stammt die deutsche Nationalflagge von der Albingia anno 1919, aber darauf kommt es auch gar nicht an, unser heutiges Staatswesen gründet weit gehend auf den Gedanken von 1848, der Paulskirchenverfassung, der Demokratie.

    Wenn Du mal ins historische Museum in Frankfurt gehst, es wurde alles nieder gebombt und gebrannt, ein Bild Frankfurts nach dem Kriege gleicht einer Wüste mit Ruinen, Schutt und Asche. Was stehen blieb waren die Gemäuer der Paulskirche. Die ganzen Türmchen täuschen imho, die Paulskirche ist das größte Gebäude, verkörpert sie doch die deutsche Idee heutiger Ausprägung.

    Dort steht unsere Wiege Ghost, kaum beachtet, from the craddle to the grave …

    Gruß
    Pampa

  38. Haxn Bruch sagt:

    “Alte Männer sind gefährlich, Ihnen ist die Zukunft gänzlich gleich.” Shaw

  39. Knie Scheibe sagt:

    bei ebay, da kannst du kaufen

    beim Spendenaufruf, da kannst du spenden

    bei Gauck Sado-Maso-Patriotismus, da mußt du spenden!

    das ist der Unterschied im Glauben

    Viel Bla Bla aus Schloß Bullabue

  40. Pampa sagt:

    Ja ja, eigentümlich liberal, diese Münze hat zwei Seiten, Freiheit und! Verantwortung.

    Manchmal erscheint es mir, dass unsere Sozialsysteme geradezu Entantwortlichung hervor rufen, der Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht. Manche erscheinen mir geradezu Gefangene ihrer selbst zu sein. Statt nach drei oder fünf Jahren zu sagen, okay, das war es jetzt, mein Job ist getan, klammern sie sich an Betriebszusagen und Rentenansprüche, halten nur noch durch, warten auf die Pension, was auch immer, geistig und körperlich flexibel wie ein Brückenpfeiler.

    Freunde des Blogs, die Zeit ist für uns alle begrenzt. Es ist nie zu spät nochmal etwas neues zu beginnen, alte Zöpfe abzuschneiden, ein neues Kapitel aufzuschlagen, sich nochmal zu versuchen.

    Der damalige Lebensplan, one job, one wife, two kids, bis in alle Ewigkeit, funktioniert so schon länger nicht mehr, es gibt kaum noch gerade Lebensläufe, was auch nicht unbedingt schlecht ist oder sein muss.

    Dieses Ideal wurde unter dem Eindruck der Not in den Nachkriegsjahren geprägt, heute?

    Heute bist du karrieretechnisch tot, wenn du zehn Jahre lang das gleiche machst. Festgefahren, unflexibel, altbacken, hinterher hechelnd, klammernd … das wirkt irgendwie reichlich unsouverän.

    Mal als Denkanstoss, damit der Bude hier die Füße nicht einschlafen … ;-)

    Gruß
    Pampa

  41. heisterdiplomiker sagt:

    Aus wer hat angst vorm freien markt

    Wem vertrauen Sie mehr?
    Ebay oder unserem Rentensystem?
    Wo ist es sicherer?

    Darunter gleich ein Spendenaufruf für die gute Sache

    Das ist echtes liberales Denken

  42. Ein Sturz sagt:

    ~~Ich glaube, manchmal ist es besser, nichts zu tun, als das falsche.~~

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wer_hat_angst_vorm_freien_markt/

  43. geisterscheibe sagt:

    kleinliches tun und groß reden
    ist heute liberal
    wenig reden, großes tun
    war einmal

  44. Magistrale Fatale sagt:

    Zwittschern doch Dächern von den Vögeln: Wenn Sonne nicht scheint, werden Solaranlage befeuert mit Hackschnitzel aus Druckermaschine von EZB. Staat geht nie pleite, DU pleite Pampa. Alles wo sehen aus wie Papier muß geben auf Toalett.

    Hah Heh Hoppe will viel noch mehr AnarchKapitlisme und weg mit Staat und magic jaulen, Zamir will Staatssozialisme, ist kleine Unterschied.

  45. großer denker sagt:

    wenn man demokratie und
    medienkratie verwechselt
    sind die analysen halbwegs treffend
    die schlußfolgerungen ganzwegs falsch

    der reiter reitet rückwärts

  46. Pampa sagt:

    @RTY
    Nun lese ich so etwas Ihre Zwitscherei nebenbei. Was meinen Sie eigentlich, wie sich etwas zurück drehen ließe, das treudoof öko-labelt rechtsstaatlich garantiert wurde, wie Solar-Subventionen?

    Das steht, und zwar für die nächsten Jahrzehnte. So ineffizient es ökologisch sein mag, so ökonomisch effizient war es für Investoren, money for nothing and the chicks for free. Die Solardächer sind längst auf die Scheunen genagelt, die Parks besiedeln bestes Agrar-Land, Konzerne wie BP haben das wie wild angebaut, staatlich garantiert, nichts einfacher als das, ohne jedes Risiko.

    Man langt sich ans Hirn … aber es steht, unumstößlich. Es gab kaum etwas Besseres in dieser Rendite-Klasse ohne jedes Risiko.

    Sie sind doch auch Bayer. Der Gäuboden ist nach der Magdeburger Börde der fruchtbarste Boden in D, höchste Bodenpunktzahlen, gerade der Raum zwischen Straßkirchen und Straubing. Da wachsen neuerdings nicht mehr Mais, Weizen oder Zuckerrüben, sondern Solarparks.

    Absoluter Wahnsinn mit Methode … aber das nachträglich aufheben? No way, sonst bekommen unsere Polit-Hansel richtig Ärger, nicht mit dem Huaba Sepp, sondern BP oder Royal Dutch. Was meinen Sie eigentlich, de san a ned auf der Brennsuppen daher gwschumma …

    Perfide ist ja, dass der deutsche Stromkunde so die chinesische Solarindustrie zwangsbeglückt bezahlt. Indirekte Subventionen haben noch nie funktioniert.

    Gruß
    Pampa

  47. zubztanz sagt:

    Hoppe, hoppe, reiter…schnauzbartzamirismus…anarcho-rififfi aus nevada

  48. Zamir Zebulovic sagt:

    “Demokratie – Der Gott, der keiner ist”
    ein werk aus dem jahre 2003
    von Hans-Hermann Hoppe, 547 seiten.

    Die endgültige fassung vom und
    über der anarcho-fiffi-kapitalismus.

    Schönen Gruss von den altbekannten Werten und Dingen, Zamir

  49. großer denker sagt:

    schäker den henkel
    im gefrenkel
    des durchdacht

    obacht und pariert
    meist ists nicht erdacht
    sondern lose zitiert
    aus twitter von twitter kopiert

    was wäre die heutige intelligenzia
    ohne twitter und dergleichen?

    kopierlos

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