Filme und TV im Internet: Die wichtigsten Streaming-Anbieter

Google hat seine App- und Inhalte-Plattform Google Play in Deutschland um eine Online-Videothek ergänzt. Damit begibt sich der Konzern in ein umkämpftes Feld. Denn andere Anbieter sind schon wesentlich weiter.

Das dürfte jenen Prozess noch beschleunigen, an dessen Ende auch das Ende der Videotheken steht. Das Ende dieser muffigen, oft schlecht sortierten Blockbuster-Verbreitungsstellen, deren Angestellten von Filmen außerhalb des Horror-Genres oft wenig Ahnung haben. Kurz: Eine erfreuliche Entwicklung.

Denn um die neuesten Filme anschauen zu können – sei es auf dem Rechner, dem Fernseher oder dem Projektor – müssen wir das Haus längst nicht mehr verlassen. Zig virtuelle Videotheken liefern mittlerweile auch in Deutschland ein sehr akzeptables Film-Programm zu annhembaren Preisen.

  • Seit heute ist mit Google Play ein großer Player hinzugekommen. Der Suchmaschinenriese sucht dringend nach Möglichkeiten, endlich mehr Geschäft auch abseits der werbefinanzierten Angebote zu machen. Und so verleiht Google nun auch in Deutschland Filme. „Wir haben fantastische Filme für jeden Geschmack dabei – von Blockbustern wie Underworld Awakening, Safe House, Hugo and Contraband“, teilt Google mit. Dafür hat der Konzern Deals mit zahlreichen Filmstudios geschlossen. Die Filme lassen sich gleich im Netz oder via Smartphone unterwegs anschauen. Die Kosten zwischen 2,99 und 4,99 Euro für eine Leihdauer von 48 Stunden.
    Ähnlich sind die Konditionen der anderen Anbieter in Deutschland. Allein: Sie haben in der Regel eine wesentlich größere Auswahl. Denn Googles Angebot ist mit ein paar Hundert Streifen aktuell noch recht überschaubar.
  • Weit verbreitet ist Apples iTunes Store, der schon länger Spielfilme, Serien und Dokumentationen verleiht, viele davon auch in HD-Bildqualität. Preislich liegt das Angebot ähnlich wie Google, allerdings ist die Auswahl mit einigen Tausend Titeln wesentlich größer. Daneben lässt sich iTunes auch sehr komfortabel mit der Set-Top-Box Apple TV anzapfen. Eine Film-Flatrate bietet Apple nicht.
  • Das Erste Mediathek: Nutze ich recht häufig. Hier kann jeder das ARD-Angebot verfolgen oder Sendungen ansehen, die man verpasst hat. Optisch finde ich die Seite etwas unübersichtlicher als die Seite der ZDF-Mediathek.
  • Der Online-Videoanbieter Maxdome gehört zu den bekanntesten deutschen Anbietern. Die Seite bietet nach eigenen Angabenm über 45.000 Filme, Serien und sonstige Videos zum anschauen. Spielfilm-Flatrates gibt es bei Maxdome ab rund fünf Euro im Monat. In dem Paket sind allerdings keine aktuellen Blockbuster enthalten.
  • MyVideo hat in Sachen Streaming auch aufgerüstet. Neben einigen hundert Kinofilmen finden Nutzer dort Abertausende kostenlose Musikvideos und noch viel mehr von Nutzern selbst aufgenommene Videos. Daneben steigt auch das Angebot an TV-Serien. Bislang sind einige Dutzend im Programm.
  • RTLnow ist ein kostenloses Video on Demand Portal des TV-Senders RTL. Analog dazu: RTL2now und Voxnow.
  • Lovefilm ist eine Tochter von Amazon. Der Dienst bietet nicht nur Streaming sondern verleiht auch (via Post verschickte) DVDs. Ab sieben Euro pro Monat bietet Lovefilm Streaming-Flatrates. Lovefilm hat 45.000 Titel im Programm – wie viele davon via Streaming zu haben sind, verrät das Unternehmen nicht. Mir gefällt allerdings die Seite nicht wirklich. Sie wirkt unaufgeräumt und chaotisch.
  • Videoload gehört zur Deutschen Telekom. Die Seite bietet 10.000 Filme aus 18 Kategorien. 1.500  davon in HD-Qualität. Preis pro Film: Zwischen 2,99 und 4,99 Euro. Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet.
  • Telekom Entertain ist das TV-Angebot des Bonner Konzerns, das aber nicht recht in diese Liste passt. Um das Angebot vollständig nutzen zu können, brauchen Sie einen Telekom-Anschluss und zudem weitere Hardware des Konzerns. Ähnliches gilt für die Unitymedia Videothek und Vodafone TV.
  • Auch Mediamarkt hat eine Web-Viodeothek im Programm. Hier können Sie Filme ab 1,49 Euro streamen und ab 5,99 Euro kaufen. Ich finde die Seite allerdings unerträglich, allein schon wegen des knalligen Rots. Nach eigenen Angaben bietet das Portal jedenfalls über 8000 Filme.
  • Wem das Angebot der deutschen Seiten nicht reicht, kann auch über einen kleinen Umweg das amerikanische Programm von Apples iTunes nutzen. Dort sind viele Filme schon abrufbar, die in Deutschland gerade erst ins Kino kommen. Wichtiger noch: Sie sind – soweit auf Englisch – im Original zu haben. An einen solchen Account zu kommen ist recht einfach: Sie brauchen lediglich einen US-Account bei iTunes, in dem Sie eine amerikanische Adresse angeben. Beides geht auch von Deutschland aus. Um das Konto aufzuladen, bieten zig Dienstleister amerikanische iTunes-Gutscheine über Ebay an.
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Alle Kommentare [2]

  1. Vielen Dank für den nützlichen Artikel! Ich befinde mich mit dem Service der layout factory gerade in der Startphase und da ist solch eine Anleitung sehr nützlich!