Mobile Shopping: Wie Kunden Tablet und Smartphone einsetzen

Millionen Menschen nutzen iPhone und iPad zum Einkaufen. Eine neue Studie zeigt, welche Produkte sie mobil am liebsten kaufen.

Zu den mobilen Bestsellern gehören Bücher, Elektrogeräte und Modeartikel. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Mobile Commerce in Deutschland des Kölner Beratungsinstituts ECC, die Statista exklusiv für die WirtschaftsWoche zu zwei intererssanten Daten verdichtet hat. Erstaunlicherweise zählen zu den meistgekauften Produkten aber auch Tierbedarf, Autoteile und Möbel. Das ist ein überraschend hoher Anteil physischer Güter in der Top 20. Die Kunden kaufen also längst nicht mehr nur Apps und E-Books mit ihren mobilen Endgeräten.

Die Studie zeigt damit, dass Tablet und Smartphone schneller als von vielen erwartet in der realen Einkaufeswelt der Kunden angekommen sind: So haben 82 Prozent der rund 1000 befragten Nutzer bereits Smartphones zur Informationssuche vor dem Kauf genutzt. 60,5 Prozent suchen sogar mehrmals pro Monat nach Informationen zu lokalen Händlern.

Wer aufmerksam durch Kaufhäuser geht, kann den Mega-Trend längst beobachten. In Mediamarkt, Kaufhof & Co. sind immer öfter Kunden zu sehen, die Barcodes von Produkten scannen, um zusätzliche Informationen wie Testergebnisse zu lesen oder um Preise zu vergleichen. Manche schicken auch einfach ein Foto an Freunde und Bekannte, um sie nach ihrer Meinung zu fragen, wie die Grafik unten zeigt.

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Alle Kommentare [8]

  1. Ich selbst habe noch nie etwas physisch anfassbares über mein Smartphone gekauft. Bin gespannt, wann das das erste Mal passiert. Außerdem würde mich interessieren, wie viel Prozent der Deutschen ein Tablet haben.

  2. Die Zahlen sind etwas älter, geben aber einen Anhaltspunkt: „Laut der Untersuchung von Initiative D21 verfügen lediglich fünf Prozent der Deutschen über einen Flachrechner. Weitere 4,4 Prozent der Befragten plane für das laufende Jahr die Anschaffung eines Tablets.“ Quelle: http://bit.ly/wIcfYf

  3. Spannend… vielen Dank. Ich selbst ertappe mich laufend dabei, dass ich in Buchläden online gehe, um Rezensionen zu lesen oder bei Amazon.de nach Alternativen zu schauen.

  4. …und oft genug auch gleich bei Amazon bestelle, weil ich es dort zurückgeben kann, wenn es mir nicht gefällt. Kaum zu glauben, wie viele Einzelhändler sich immer noch stur gegen „money back“ sträuben („bei uns gibt’s nur eine Gutschrift“).

  5. Sehr interessante Statistik. Ich frage mich gerade, warum man so teure Gegenstände wie Möbel über das Handy/den Tablet bestellt?

    Bücher und geringwertige Gegenstände kann ich ja verstehen, aber wer bestellt bitte einen Schrank, wenn er gerade unterwegs ist? Da geht man doch lieber in ein Möbelhaus und schaut sich die Sachen direkt an oder irre ich da.

    Auf jeden Fall zeigt die Statistik eindrucksvoll, dass sich kein Kaufmann mehr vor der mobilen Ausrichtung des eigenen Betriebs drücken kann.

    Viele Grüße
    Gabriele Kontor

  6. @Gabriele Kontor: Viele gehen zwar ins Möbelhaus, bestellen die Dinge anschließend, soweit möglich, via Internet. Allerdings sind Möbel nun ja laut der Studie auch nicht die allerwichtigsten Produkte beim mobilen Einkauf.

  7. Ich finde die Statistik sehr beeindruckend aber frage mich zugleich ob der Einsatz von mobilen Geräten wie Handys, eBook Reader und Tablet PCs wirklich sicher ist. Bei Laptops und Computern hat man eine Firewall und ein Virenschutzprogamm installiert. Für Tablet PC laut http://www.tablet-pc-vergleichsportal.de gibt es auch Apps die vor Viren schützen sollen aber shoppen mit Handys und eBook Readern im Internet halte ich sehr gefährlich. Hier müsste eigentlich ebenfalls der Markt genauso wachsen um den steigenden Wünschen nach sicheren mobilen Shopping gerecht zu werden.