Infografiken in wenigen Sekunden selbstgemacht – mit infogr.am

Das Internet kann so hässlich sein. Vor allem, wenn man an selbstgebauten Tabellen oder Grafiken vorbeikommt. Nun aber könnte das Netz ein gutes Stück hübscher werden – dank des neuen Web-Tools infogr.am, mit dem jeder in wenigen Sekunden sehenswerte Grafiken bauen kann.

Und es funktioniert. Man öffnet die Seite, meldet sich mit seinem Facebook- oder Twitter-Account an und kann schon das Grundgerüst der Grafik basierend auf einige bereitstehende Vorlagen festlegen. Ein weiterer Klick und ein Excel-Datensatz ist hochgeladen und importiert.

Schließlich eine nette Überschrift – fertig.

All das funktioniert so simpel und intuitiv, dass nicht auffällt, dass infogr.am keine Bedienungsanleitung ins Netz gestellt hat.

Egal ob Journalisten, PR-Leute oder Marketingmenschen – infogr.am wird all diejenigen begeistern, die viel mit Daten hantieren – und diese für ein großes Publikum verständlich aufbereiten wollen.

Ich glaube, dass Angebote wie infogr.am eine große Zukunft haben. Vor allem erfüllen sie die wichtigste Bedingung für den Erfolg einer neuen Geschäftsidee: Sie lösen ein Problem. Viele Nutzer dürften die Situation kennen: Sie sitzen vor einem Excel-Sheet, wollen die Informationen grafisch ansprechend darstellen, haben aber die Mittel nicht.

Das ändert sich mit  infogr.am.

Wahrscheinlich wird es in einem Jahr zig ähnliche Anbieter geben. Zusätzlichen Schwung wird ihnen der immer wichtiger werdende Datenjournalismus verleihen. Seien es offizielle Behördeninformationen, Klimadaten oder geheime Firmenzahlen – weltweit wühlen sich Journalisten, Daten-Experten und Hobby-Rechercheure durch online verfügbare Datenmassen, um sie anschließend grafisch auf Nachrichtenseiten oder Blogs darzustellen.

Kein Wunder also, dass der neue Dienst gut ankommt. Auch heute schon, nach den ersten großen Veröffentlichungen, war der Andrang bei Instagr.am scheinbar groß. So groß, dass das Angebot zeitweilig in die Knie ging. Ich konnte mich jedenfalls stundenlang nicht einloggen.

Entwickelt wurde die Seite übrigens von einem Team im lettischen Riga – mit Unterstützung des Inkubators HackFwd von Xing-Efinder Lars Hinrichs, einem der wichtigsten Köpfe der deutschen Web-Wirtschaft.

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