Die besten Kindle-Tools

Nun rollt die Welle auch in Deutschland: Unter meinen Bekannten und Kollegen nimmt die Zahl der Kindle-Besitzer gerade rapide zu. Und die Reaktionen sind meistens, nun ja, euphorisch. Nicht ganz zu Unrecht, wie ich bereits erwähnte. Ein paar Zusatzprogramme machen den E-Book-Reader allerdings erst richtig nützlich.

  1. Nur ein winziges Programm hat gereicht, um den Kindle zu einem der meistgenutzten Geräte in meinem Alltag zu machen. Es heißt „Send to Kindle“ und ist so simpel wie genial: Es ist ein Plugin, das kurz nach der Installation als orangefarbener Button im Browser angezeigt wird. Findet man im Netz einen interessanten Text, hat aber gerade keine Zeit zum Lesen, klickt man auf das orangene „K“ – schon wird der Text ausgeschnitten und an den Kindle weitergeleitet. So kommen bei mir immer wieder stattliche Artikelsammlungen zusammen, die ich in Ruhe abends im Bett lesen kann. (Mit Dank an Thomas Knüwer für den Hinweis)
  2. Nun nutzen allerdings viele Menschen bereits Programme wie Instapaper, um lange Texte fürs spätere Lesen abzulegen. Doch auch hier lässt sich der Kindle einschalten: Auf Wunsch liefert Instapaper die abgelegten Artikel auch an den Kindle.
  3. Wer einen Kindle anschafft, sollte zugleich die Kindle Apps für iPhone, iPad und PC herunterladen. Zwar ist es nicht sehr angenehm, Bücher auf einem Telefon oder dem Laptop zu lesen. Es ist aber ungemein praktisch, unterwegs Zugriff auf die gesamte Bibliothek zu haben. Wie oft habe ich schon Bücher Zuhause vergessen, die ich im Büro für einen aktuellen Text brauchte. Das ist nun kein Problem mehr.
  4. Mit greader2kindle lassen sich auch Blogs und andere persönlich ausgewählte Nachrichtenquellen auf dem Kindle verfolgen. Das Programm schickt die jeweils neuesten Artikel aus dem Google Readers an den Kindle. Perfekt für lange Reisen.
  5. In einem Wired Blog gibt es zudem eine Beschreibung, wie Besitzer eines Kindle 3 den Google Reader auch direkt ansteuern können. Ist aber etwas kompliziert, denn der Kindle-Browser gewinnt nicht unbedingt Preise für seine Nutzerfreundlichkeit.
  6. Das Programm KindleFeeder schickt Inhalte sogar direkt von einem Dutzend RSS Feeds an den Kindle. Habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
  7. Auch lange PDFs lassen sich auf dem E-Reader anzeigen. Das Problem: Schickt man sie einfach auf das Gerät, ist die Schrift oft nicht zu lesen. Es gibt daher massenhaft Programme, die PDF-Dateien in Kindle-freundlichere Formate umwandeln. Ich habe mit dem PDF Creator ganz gute Erfahrungen gemacht. Ähnlich gut: K2pdfopt.
  8. Viele kostenlose E-Books akzeptiert der Kindle nicht. Der E-Book-Hamster konvertiert sie entsprechend, dann klappts.
  9. Und mit Calibre können Nutzer unterschiedlicher E-Reader ihre elektronischen Bibliotheken verwalten und die einzelnen Titel so konvertieren, dass sie auf allen Geräten angezeigt werden können.
Ich hoffe, ich habe die wichtigsten erwischt. Wenn nicht, bin ich über jeden Hinweis dankbar.

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Alle Kommentare [4]

  1. Vielen Dank. Tolle Zusammenstellung. Aber das Bild auf der Hauptseite ist falsch, oder? Hier sind doch nicht Programme für den Kindle Fire gemeint.

  2. Hallo,

    danke für die Auflistung der Tools. KindleFeeder scheint sehr interessant zu sein.

    Ich habe in meinem Weblog beschrieben, wie man mit SendToReader.com Artikel über Browser oder den Google Reader an Kindle schickt:

    „An Kindle über Browser oder Google Reader senden“
    http://www.perun.net/2011/06/03/an-kindle-ueber-browser-oder-google-reader-senden/

    Seit dem ich das so mache, lese ich längere Webartikel zu 95% auf dem Kindle. Ist angenehmer als auf dem PC-Monitor.

  3. Danke für die gelungene Liste. Werde diese mal durchgehen und Testen. Vielleicht ist ja noch das eine oder andere dabei 🙂

  4. Ich bin ein großer Kindle Fan und finde diese Liste absolut spitze. Den Send to Kindle Button kannte ich noch nicht. Vielen Dank!