iPad & Co.: Die Nachrichten-(R)evolution

Tablet-Rechner gehören zu den am schnellsten wachsenden Technologien überhaupt: Eineinhalb Jahre, nachdem Steve Jobs das iPad vorstellte, besitzen bereits elf Prozent der Amerikaner ein solches Gerät. Und das Lesen von Nachrichten gehört zu ihrer Hauptbeschäftigung, wie die vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie des  Pew Research Center’s Project for Excellence in Journalism zeigt.

Doch das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht für die Verlage. Denn die Zahlungsbereitschaft der Kunden ist immer noch nicht umwerfend.

Die interessantesten Ergebnisse dieser Studie haben die Medienwissenschaftler in einer interessanten Infografik zusammengefasst.

Demnach…

… konsumieren 53 Prozent der Tablet-Nutzer jeden Tag News auf ihrem Gerät, was ich auch beobachtet habe.

… nutzen sie ihren Tablet-Rechner täglich länger als 90 Minuten.

… lesen sie zunehmend auch Bücher elektronisch (17 Prozent von ihnen täglich). Was viel ist. Interessant an der Stelle ist aber auch, dass immer mehr Tablet-Besitzer zugleich einen Kindle kaufen wollen, weil es sich darauf letztlich doch am besten lesen lässt.

… interessieren sie sich überdurchschnittlich stark für Nachrichten und tiefgründige Analysen.

… haben nur 14 Prozent der Tablet-Nutzer für Nachrichten auf ihrem Gerät bezahlt, was viele Verlage enttäuschen dürfte.

… würden 21 Prozent von ihnen fünf Dollar im Monat für Nachrichten zahlen, zehn Prozent von ihnen wären Nachrichten monatlich zehn Euro wert. Die Zahlungsbereitschaft dürfte in Deutschland ähnlich sein. Die Kosten vieler Digitalabos liegen aber weit über 20 Euro. Kein Wunder also, das die nicht so recht zünden.

… nutzen 40 Prozent vor allem den Browser, um News zu lesen. Schlechte Nachrichten für teure Apps.

The Tablet Revolution and the Future of News

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Alle Kommentare [1]

  1. jaja, da werden „ergebnisse“ aus dem amerikanischen markt für allgemeingültige weisheiten ausgegeben… mal zum mitschreiben: der amerikanische medienmarkt funktioniert anders! in nutzung, vertrieb, struktur und angebot lassen sich keine/kaum rückschlüsse (insbesondere) auf den markt in d machen.