Wieder so ein Flip-Flop-Ding von Romney

Spricht Präsidentschaftskandidat Mitt Romney eigentlich zwischendurch auch mal mit seinem Wahlkampfteam? Es sieht nicht so aus.

Kaum hatte Romneys Wahlkampfberater Eric Fehrnstrom am zweiten Juli in die Welt hinausposaunt, die Pflicht, dass alle Amerikaner demnächst eine Krankenversicherung abschließen müssen, sei eine Steuer und keine Strafzahlung, widersprach ihm sein Chef, heute. Doch, doch – so ein Mandat sei natürlich eine Steuer, beteuerte der Republikaner heute im Fernsehsender CBS News. Ja, was denn nun?

Steuer oder Strafe, das Hin und Her im eigenen Lager der Republikaner zeigt, wie absurd und von reinen Wahlkampfinteressen diese Diskussion geprägt ist. Romney will mit dem Argument in den Wahlkampf ziehen, dass US-Präsident Obama die Steuern erhöhen will. Wer den anderen der Steuererhöhung bezichtigt, der kann bei den Wählern immer punkten.

Offensichtlich geht es Romney gar nicht um das dringende Problem wie es in Amerika mit der Krankenversicherung weitergehen soll. Ja, die Gesundheitskosten laufen aus dem Ruder, ja, es kann nicht sein, dass Millionen Amerikaner überhaupt nicht krankenversichert sind – aber, was bitte Mr. Romney ist Ihr Vorschlag, dieses Problem zu lösen? Hören wir davon etwas? Nö.

Es sieht tatsächlich so aus, als hätte Medienzar Rupert Murdoch einmal Recht: Romney sollte sich mal schnellstens ein professionelles Wahlkampfteam zusammensuchen, hatte Murdoch kürzlich über Twitter verlautbart. Recht hat er – so wird das nichts mit dem Einzug ins Weiße Haus, Mr. Romney.

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Alle Kommentare [1]

  1. Ich bezweifle , dass Mitt Romney wirkliches Interesse an der Krankenversicherung hat. Als ehemaliger Hedge Fond-Manager dreht er sein Fähnchen eben in den Wind, wo ihn die meisten vornehmlich republikanischen Wähler wohl sehen wollen. Würde ihn die Gegenposition ins Amt bringen, so würde er sicherlich wohl auch diese Krankenversicherung befürworten. Ich finde dieses ganze Wahlsystem ganz einfach korrupt. Es werden Wahlparties veranstaltet, wo man Geld einsammelt und im Sinne des alten Spruches „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeur springt“, werden eben politische Positionen bessetzt. Hauptsache man geniesst den Glamour mal Präsident gewesen zu sein. Ich hätte beispielsweise eher Michael Bloomberg für einen veritablen Kandidaten gehalten. Aber selbst diesem Multimilliardär, waren wohl die Kosten i. H. v. ca, US$ 1 Mrd. für Wahlwerbung aus der eigenen Tasche zu hoch. Ist man jedoch einer der zwei gekorenenen Kandidaten von Demokraten oder Republikanern, so lautet doch nur das Motto: „The show must go on!“. Auch Barack Obama hat sich doch schliesslich bei der letzten Wahl bereits prostitituiert, weil er Dinge versprach (Yes we can!“) bei denen von vorn herein klar war, dass er sie nicht halten konnte.