{"id":845,"date":"2013-09-16T12:01:52","date_gmt":"2013-09-16T10:01:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=845"},"modified":"2013-09-16T12:01:52","modified_gmt":"2013-09-16T10:01:52","slug":"mein-verein-das-internet-heute-stella-schwimmt-26-kilometer-am-stuck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2013\/09\/16\/mein-verein-das-internet-heute-stella-schwimmt-26-kilometer-am-stuck\/","title":{"rendered":"Mein Verein, das Internet. Heute: Stella schwimmt. (26 Kilometer am St\u00fcck!!!)"},"content":{"rendered":"<p>Es geht immer wilder. In den Zeitschriftenregalen rangeln die Laufmagazine um die Aufmerksamkeit der etwaigen Kunden. Sie tun das in h\u00fcbscher Regelm\u00e4\u00dfigkeit auch mit dem Thema: &#8222;10 Kilometer Laufen &#8211; so schaffen Sie das&#8220;. Die Distanz von 10 Kilometer ist f\u00fcr untrainierte Menschen oft schon eine unvorstellbare &#8211; aus guten Gr\u00fcnden. Danach kommt f\u00fcr viele die Frage nach einem Halbmarathon oder eben einem ganzen Marathon. Der Halbmarathon ist mit 21 Kilometer schon nichts mehr, was man mal eben so macht. Er ist aber immer noch 5,4 Kilometer k\u00fcrzer als die Distanz, die Stella Pechmann zur\u00fcckgelegt hat im Juni. Schwimmend.<\/p>\n<p>26,4 Kilometer.<\/p>\n<p>Schwimmen.<\/p>\n<p>Lassen wir das sinken.\u00a0 Ich schreib&#8216; mal, was ich dachte, und viele andere sicher auch: &#8222;Waaaaas?????&#8220;.<\/p>\n<div id=\"attachment_862\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/09\/stella-z\u00fcrichsee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-862\" class=\"size-thumbnail wp-image-862\" alt=\"Z\u00fcrichsee von oben bis unten. Bild von Bijoy Imhof, Sri Chinmoy Marathon Team\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/09\/stella-z\u00fcrichsee-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-862\" class=\"wp-caption-text\">Z\u00fcrichsee von oben bis unten. Bild von Bijoy Imhof, Sri Chinmoy Marathon Team<\/p><\/div>\n<p>Es fehlt mir jede Phantasie, wie das gehen soll, auch wenn ich nat\u00fcrlich wei\u00df, dass der \u00c4rmelkanal durchquert wurde. Aber so mitten unter uns, Menschen, die solche Distanzen machen? Spannend.\u00a0 Deswegen stelle ich hier Stella Pechmann, die f\u00fcr einen norddeutschen Autokonzern arbeitet (richtig, der), die Fragen:<\/p>\n<p><strong>Warum machen Sie das?<\/strong><br \/>\nWeil ich es kann, andere Sportarten liegen mir deutlich weniger.<br \/>\nAu\u00dferdem soll schwimmen gut f\u00fcr den R\u00fccken sein und die Tage im B\u00fcro sind oft sehr lang. Vor allem aber schwimme ich einfach gern. Gilt allerdings nur, wenn sich das, was ich im Wasser tue, auch wie Schwimmen anf\u00fchlt. Bis es soweit ist, vergeht schon mal eine Stunde. Um das zu begreifen, brauchte ich allerdings viel l\u00e4nger. Um Spa\u00df zu haben, und das ist mir wichtig, muss ich also blo\u00df etwas l\u00e4nger schwimmen. Fr\u00fcher war das anders.<\/p>\n<p>Als Sch\u00fclerin trainierte ich ein paar Jahre ganz klassisch in einem<br \/>\nVerein und schwamm dabei selten mehr als 800 Meter am St\u00fcck. Meine<br \/>\nBestzeiten waren ordentlich, reichten aber nie f\u00fcr ganz gro\u00dfe<br \/>\nWettbewerbe. Heute h\u00e4tte ich damit oft beste Chancen in meiner<br \/>\nAltersklasse. Aber mit Beginn des Studiums endete die Schwimmerei<br \/>\nzun\u00e4chst.<\/p>\n<p>Erst zwei Jahrzehnte sp\u00e4ter fing ich wieder an. Um mich zu motivieren,<br \/>\nbuchte ich einen Schwimmurlaub. Auf dem Programm stand K\u00fcstenschwimmen vor Malta und Gozo, in kleinen Gruppen, abgesichert durch Begleitboote und Rettungsschwimmer. Das war 2009. Mittlerweile bin ich begeisterte Freiwasserschwimmerin und taste mich an immer l\u00e4ngere Distanzen heran.<\/p>\n<p><strong>Wann machen Sie das?<\/strong><br \/>\nIch schwimme beinahe t\u00e4glich. Unter der Woche bin ich morgens um sechs oder abends ab acht Uhr f\u00fcr ein bis zwei Stunden im Schwimmbad. An den Wochenenden stehen oft lange Einheiten an, also drei und mehr Stunden, gern mal am St\u00fcck und m\u00f6glichst im Freiwasser. Im Schnitt\u00a0 kommen so mehr als 20 Kilometer pro Woche zusammen, in der Spitze mehr als 40.<\/p>\n<div id=\"attachment_864\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/09\/stella-isst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-864\" class=\"size-thumbnail wp-image-864\" alt=\"Wer viel schwimmt, hat mehr Hunger. Ein Bild nach einer langen Trainingseinheit. \" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/09\/stella-isst-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-864\" class=\"wp-caption-text\">Wer viel schwimmt, setzt auf &#8222;Biopren&#8220;. Ein Bild nach einer langen Trainingseinheit.<\/p><\/div>\n<p>Mittlerweile habe ich auch das eine oder andere Kaltwassertraining mit<br \/>\n\u00c4rmelkanal-Aspiranten und anderen nebenberuflichen Marathonschwimmern absolviert. Eine Woche lang geht es jeden Tag mehrere Stunden in 14-15 Grad kaltes Wasser, ohne w\u00e4rmenden Neoprenanzug. Der Marathonschwimmer an und f\u00fcr sich bevorzugt Biopren, weist also einen deutlich h\u00f6heren K\u00f6rperfettanteil auf als zum Beispiel Triathleten oder L\u00e4ufer. Was das angeht, bringe ich die besten Voraussetzungen f\u00fcrs Langstreckenschwimmen mit.<\/p>\n<p><strong>Wo soll das hinf\u00fchren?<\/strong><br \/>\nIch wei\u00df es noch nicht. Ich w\u00fcrd gern wieder etwas schneller schwimmen k\u00f6nnen und am Schwimmstil gibt es immer was zu verbessern. Da kann das Training richtig m\u00fchsam werden. Aber Ziele motivieren\u00a0 ungemein. Deshalb sehe ich mich gerade nach geeigneten Events f\u00fcr 2014 um. Mehr als 25 Kilometer m\u00fcssen es allerdings nicht sein. Der Z\u00fcrichsee ist toll und ich werde mich wieder um einen der raren Startpl\u00e4tze bewerben. Aber auch in Gro\u00dfbritannien, Skandinavien, in den USA und in Neuseeland gibt es tolle Langstreckenveranstaltungen f\u00fcr alle Leistungsklassen. Der \u00c4rmelkanal oder der Fehmarnbelt reizen mich weniger, da sind mir zu viele Feuerquallen unterwegs.<\/p>\n<p><strong>Was sagen Familie und Freunde?<\/strong><br \/>\nViele staunen immer noch, dass es Leute gibt, die 26 Kilometer am St\u00fcck schwimmen k\u00f6nnen und das ganz ohne Not tun. Mir geht das \u00fcbrigens mit bis dahin unauff\u00e4lligen Freunden so, sobald sie f\u00fcr einen Halbmarathon oder sogar Marathon trainieren. Jedenfalls unterst\u00fctzt meine Familie mich, wo sie nur kann. Daf\u00fcr bin ich sehr dankbar, es macht alles leichter. Einige Freunde sind Langstreckensportler oder auf dem Weg dahin oder w\u00e4ren es gern mal. Sie verfolgen mein Training und muntern mich auf, wenn es mal nicht so gut l\u00e4uft. Letzteres gilt aber<br \/>\nauch f\u00fcr die, die gar keinen Sport machen.<\/p>\n<p><strong>Was machen Sie, wenn Sie mal keine Lust haben?<\/strong><br \/>\nDas kommt vor und h\u00e4ngt sehr direkt mit der Tageszeit zusammen. Ich<br \/>\nstehe einfach ungern vor sechs Uhr auf. Ich bedauere mich dann auch<br \/>\ngern mal einen Moment und tue das bei Twitter kund. Nat\u00fcrlich mit dem Hashtag #mimimi. Und dann schwimme ich trotzdem, weil die Bahnen um die Uhrzeit weniger belegt sind. Wenn es mal gar nicht geht, g\u00f6nne ich mir die Pause.<\/p>\n<p><a title=\"stellaschwimmt.blogspot.com\" href=\"https:\/\/stellaschwimmt.blogspot.com\">stellaschwimmt.blogspot.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht immer wilder. In den Zeitschriftenregalen rangeln die Laufmagazine um die Aufmerksamkeit der etwaigen Kunden. Sie tun das in h\u00fcbscher Regelm\u00e4\u00dfigkeit auch mit dem Thema: &#8222;10 Kilometer Laufen &#8211; so schaffen Sie das&#8220;. 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