{"id":5093,"date":"2021-04-28T15:45:12","date_gmt":"2021-04-28T13:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=5093"},"modified":"2021-05-27T10:13:37","modified_gmt":"2021-05-27T08:13:37","slug":"test-suunto-9-baro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2021\/04\/28\/test-suunto-9-baro\/","title":{"rendered":"Test Suunto 9 Baro"},"content":{"rendered":"<p>Sportarten, die auf den ersten Blick viele \u00c4hnlichkeiten haben, zeichnen sich bisweilen dennoch dadurch aus, dass deren Aus\u00fcbende bei der Ausr\u00fcstung Vorlieben haben. Laufen macht da keine Ausnahme. An den Startlinien eines Stadtmarathons sieht man den F\u00fc\u00dfen der Teilnehmer andere Modelle als bei dem &#8211; sagen wir &#8211; eines Zugspitzmarathons. Die Welt des Traillaufens und der des Asphaltlaufens, zu denen sich viele L\u00e4ufer gleichzeitig z\u00e4hlen, bringen dennoch Eigenheiten hervor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1857.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5101\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1857-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Da macht das Equipment am Arm keinen gro\u00dfen Unterschied. Beim Triathlon &#8211; immerhin zu einem Drittel &#8211; spielen bestimmte Marken nur eine untergeordnete Rolle. Bei allem, was \u00fcber Stock und Stein geht oder gerne auch \u00fcber Stunden oder gar Tage dauert, ist bei den Sportuhren die finnische Marke Suunto beliebt &#8211; die im \u00fcbrigen auch im Tauchsport aktiv ist, wo wiederum beispielsweise der\u00a0Wettbewerber Polar nicht zu finden ist. Bei wie vielen der Sportarten der 80 Modi der Suunto 9 Baro geh\u00f6rt, vermag ich nicht zu sagen. Aber mit den 80 zur Verf\u00fcgung stehenden Sportmodi d\u00fcrfte so gut wie alles abgedeckt sein bis auf Rh\u00f6nrad.<\/p>\n<p>Ganz oben und ganz unten &#8211; in Bezug auf das Terrain &#8211; da ist Suunto erfolgreich zuhause und genie\u00dft einen hervorragenden Ruf. F\u00fcr diejenigen, die ganz oben laufen, klettern, trailen, ist nun die Suunto 9 Baro erschienen, die einige der wichtigsten Anforderungen von Traill\u00e4ufern in bergigen Regionen aufgreift. H\u00f6henmessung und Akku. Und selbst wenn der Akku der Suunto 9 im unmittelbaren Vergleich nicht mit dem der hier getesteten Enduro von Garmin mithalten kann &#8211; der Akku der Suunto reicht laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang. Er reicht in einem Ma\u00dfe aus, die f\u00fcr den Athleten entscheidend ist und nicht f\u00fcr die Datenfreaks. Bis zu sieben Tage ununterbrochener Trainingsaufzeichung. Ich kenne Athleten, die wilde Dinge tun, doch selbst die turnen nicht mehrmals im Jahr f\u00fcr fast eine Woche durch die Berge ohne jeden Kontakt zur Zivilisation &#8211; vulgo Steckdose.<\/p>\n<div id=\"attachment_5103\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1860.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5103\" class=\"size-medium wp-image-5103\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1860-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5103\" class=\"wp-caption-text\">Alles gesch\u00fctzt, gut gepanzert &#8211; eine Uhr f\u00fcr ein langes MIteinander<\/p><\/div>\n<p>Wer unterwegs ist auf Pfaden, die schlechter beschildert sind als der gerade Weg zur ersten Million, muss sich auf GPS-Funktion, Navigationsangaben und Widerstandsf\u00e4higkeit des Materials verlassen k\u00f6nnen. Es h\u00e4ngt unter Umst\u00e4nden mehr davon ab als nur ein erreichtes Ziel.<\/p>\n<p>Nun konnte ich in den vergangenen Wochen logischerweise keine auch nur\u00a0 ann\u00e4hernd so komplexe Situation simulieren oder in echt erleben, die dem Anspruch gerecht werden w\u00fcrde. Es blieben die \u00fcblichen Wege und Einheiten. Den Batteriemodus Tour, der eben die bis zu sieben Tage Aufzeichnung erlaubt, musste ich also nicht w\u00e4hlen. Doch selbst mit dem Modus Performance ist in einem normalen Leben der Akku nie ein echtes Problem. Der Custom-Modus erlaubt eine Einstellung der eigenen Priorit\u00e4ten &#8211; ein Maximum an Flexibilit\u00e4t in extremen Situationen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die ist das Geh\u00e4use samt Band und Schlie\u00dfe definitiv ebenfalls ger\u00fcstet. Die Titaniuml\u00fcnette und das Saphirglas w\u00fcrde eine Reihe von Misshandlungen wegstecken, die ich h\u00e4tte anwenden k\u00f6nnen, um ein Tag in bergigem Terrain mit Kletterpartien zu simulieren. Das Material ist in der Uhrenindustrie ein alter Bekannter und hat seine Kratzfestigkeit millionenfach unter Beweis gestellt. Das Armband selber ist ebenfalls robust und soll Standards des US-Milit\u00e4rs gen\u00fcgen. Auch die zwei Ringe der Schlie\u00dfe sind mehr als kr\u00e4ftig &#8211; und damit leider arg unbequem, wenn man die Uhr nicht nur in Gletscherspalten sondern auch am Schreibtisch tr\u00e4gt.<a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1864.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5104\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1864-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das ist nicht ihr Einsatzgebiet, klar &#8211; aber da die Suunto wie die Wettbewerber ebenfalls die \u00dcberwachung und Auswertung der Herzfrequenz in Einheiten wie Ruhephasen anbietet, lohnt es sich eben doch, sie rund um die Uhr zu tragen. Leider ist die Messung der Herzfrequenz am Arm mit der Suunto bei mir nicht sehr genau gewesen &#8211; ich betone &#8222;bei mir&#8220;, denn die Pr\u00e4zision dieser Werte ist von Mensch zu Mensch verschieden. Abgleiche mit anderen Modellen und Nutzung eines Gurtes, der immer noch verl\u00e4sslicher misst, l\u00e4sst aber keinen Zweifel zu. Bei mir war das teils nicht nur knapp, sonder gr\u00fcndlich daneben. Dabei gilt es zu ber\u00fccksichtigen, dass Suunto recht pr\u00e4zise Angaben macht, wo genau die Uhr zu tragen sei im Ruhezustand &#8211; das ist n\u00e4mlich eine andere Stelle als bei einer Einheit, wo sie einige Zentimeter weiter oben sitzen soll f\u00fcr mehr Genauigkeit. Und damit kommen wir zum n\u00e4chsten Problem, dem ich begegnet bin. Soll die Uhr gut zwei Finger breit oberhalb des Handgelenks in einer Einheit bleiben, musste ich das Armban schon ziemlich fest ziehen. Mit den erwartbaren deutlichen anschlie\u00dfenden Spuren.<\/p>\n<p>Und, ich mecker ja ungern so viel, selbst wenn alle Daten stimmen w\u00fcrden &#8211; unterwegs ablesen ist nicht einfach. Der Kontrast des Displays ist schlicht zu gering. Die Beleuchtung muss mindestens aktiviert werden.<\/p>\n<p>Die Funktion Touchdisplay hingegen funktioniert tadellos. Umherspringen im Men\u00fc mit einer Ber\u00fchrung des Displays ist pr\u00e4zise und komfortabel. Daf\u00fcr kann die Uhr auf Kn\u00f6pfe auf der linken Seite verzichten, was je nach Situation ein Gewinn an Komfort bedeutet.<\/p>\n<p>Ich habe keine M\u00f6glichkeit, die Genauigkeit des barometrischen H\u00f6henmeters genau zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Angabe der H\u00f6he, in der mich befand, schwankte jedoch um einige Meter. Gemessen habe ich das an einem fixen Punkt an meiner Strecke. Selbst wenn es nicht so relevant sein sollte, ob dieser Punkt nun 54 oder 63 Meter \u00fcNN liegt &#8211; im Rennen sind die Differenzen zwischen zwei Punkten f\u00fcr den ein oderen L\u00e4ufer sicher relevant. Sehr gesch\u00e4tzt habe ich in der Zeit die stets verf\u00fcgbare Messung des Luftdrucks. In den Bergen ist diese Information f\u00fcr den Tr\u00e4ger teils sicher von gro\u00dfer Bedeutung.<a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1870.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5106\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2021\/04\/IMG_1870-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einige der damit verbundenen Funktionen &#8211; wie Wetter oder Climb &#8211; sind abrufbar \u00fcber die Funktion SuuntoPlus, das der Nutzer gesondert ausw\u00e4hlen muss. Bei einer Laufeinheit werden mit SuuntoPlus beispielsweise Sprints automatisch erkannt und als Intervall anschlie\u00dfend in der App ausgewiesen. Suunto hat angek\u00fcndigt, weitere Funktionen dazuzustellen.<\/p>\n<p>So hinterl\u00e4sst die Suunto 9 Baro Titanium einen gemischten Eindruck bei mir. Vorbildlich das Angebot an Navigationsfeatures und den SuuntoPlus-Funktionen. Verarbeitung und Akkudauer sind beeindruckend und versprechen eine insgesamt lange Lebensdauer der Uhr. Das ist bei einem UVP von 600 Euro (wenngleich sie selbst auf der Webseite von Suunto bereits mit 20 Prozent Rabatt f\u00fcr 479 Euro angeboten wird&#8230;) sicher nicht v\u00f6llig uninteressant vor allem f\u00fcr jene, die sie wirklich durchg\u00e4ngig tragen. Andere Modelle verleben sich durchaus binnen zwei bis drei Jahren &#8211; hier scheint alles auf Ausdauer ausgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sportarten, die auf den ersten Blick viele \u00c4hnlichkeiten haben, zeichnen sich bisweilen dennoch dadurch aus, dass deren Aus\u00fcbende bei der Ausr\u00fcstung Vorlieben haben. Laufen macht da keine Ausnahme. 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