{"id":4661,"date":"2019-07-02T12:37:46","date_gmt":"2019-07-02T10:37:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=4661"},"modified":"2019-07-02T12:39:10","modified_gmt":"2019-07-02T10:39:10","slug":"test-garmin-forerunner-945-und-marq-athlete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2019\/07\/02\/test-garmin-forerunner-945-und-marq-athlete\/","title":{"rendered":"Test Garmin Forerunner 945 und MarQ Athlete"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachricht bekam ich unter der Dusche. Das Geh\u00e4use der Forerunner 945 vibrierte und das Display leuchtete auf: &#8222;Ihr K\u00f6rper hat sich zu 38 % an die Hitze angepasst&#8220; stand da. Ich war \u00fcberrascht. Zum einen, dass es wohl m\u00f6glich zu sein scheint, die Gew\u00f6hnung an h\u00f6here Temperaturen messen zu k\u00f6nnen. Und zum anderen, dass die Sportuhr das tut.<\/p>\n\n<p>Schreiben Sie \u00f6fter mal einen Brief oder einen Text in Microsoft Word? Wenn ja, was meinen Sie, wie viel Prozent der Funktionen nutzen sie nicht, oder kennen Sie erst gar nicht? Wenn es um Rechtschreibprogramm geht, sind die Funktionen weit \u00fcber das angewachsen, was ein normaler Mensch braucht.<\/p>\n<p>Diesem Punkt n\u00e4hern wir uns mit den Sportuhren. Apples EKG-genaues Messen der Herzfrequenz, das, so sagt es der Hersteller, in der Lage sei, Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Herzschlag so zu interpretieren, dass vor einem drohenden Herzinfarkt gewarnt werden k\u00f6nne, ist da nur ein Beispiel. Aus der reinen Sportuhr wird ein umfassender Alltagsbegleiter, der analog zum Smartphone einige Aufgaben \u00fcbernimmt, die zuvor mehrere Einzelger\u00e4te erledigten.<\/p>\n<p>Smartwatches \u00fcbernehmen &#8211; so es der Tr\u00e4ger m\u00f6chte &#8211; immer mehr Aufgaben. Sie taugen als Zahlungsmittel (Garmin Pay, Apple Pay), als Musikspieler (Garmin, Apple) oder eben als intensiver Beobachter von Verhalten, Bewegung und der Herzfrequenz.<\/p>\n\n<p>Vermutlich wiederhole ich mich an dieser Stelle &#8211; aus Sicht des Hobbyathleten gibt es da bald nicht mehr viel zu testen in dieser Generation der Sportuhren &#8211; wenn man dies ausschlie\u00dflich unter Geschichtspunkten der Pr\u00e4zision der Messungen und der Vielfalt an Informationen f\u00fcr die Verbesserung der Form tut.<\/p>\n<p>Fragestellungen der Vergangenheit nach Geschwindigkeit der Satellitensuche oder Genauigkeit der Herzfrequenzmessung am Arm r\u00fccken in den Hintergrund, da es in diesem Sektor umfassend gut bis sehr gute Ergebnisse sind. Man kann immer bei dem ein oder anderen Modell etwas zum m\u00e4keln finden. Wer mich etwas kennt, wei\u00df, dass ich zwar gerne viele Funktionen nutze, mir aber auch im klaren bin, dass ich als Sportler am Ende nicht die allerletzten Millimeter Pr\u00e4zision brauche, wenn ich mal bei einem Lauf um die Kurve biege und das GPS es so erscheinen l\u00e4sst, als sei ich durchs Wasser gegangen &#8211; oder \u00fcber.<\/p>\n\n<p>Sehr wohl beobachte ich, welche Interpretation meines Leistungsstandes die Uhren, und nun konkret die Forerunner 945, ausspuckt. Die Vielzahl der Parameter von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilit\u00e4t, Bewegung generell, Stress, Schlafphasen oder die sogenannte &#8222;Body Battery&#8220; erlaubt es auch Menschen, die sich vielleicht nur normal fit halten wollen, R\u00fcckmeldungen zu bekommen, wo sie sich hinbewegen. Klar, wer auf einen Saisonh\u00f6hepunkt hintrainiert, hat mehr davon als jemand, der zwei bis drei Mal die Woche um den See l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Aber &#8211; es werden Messstationen des Lebens. Und als solche keine Instrumente mehr, die man nutzt, wenn man trainiert, sondern Alltagsgegenst\u00e4nde. Und damit zu etwas, das man stets sichtbar tr\u00e4gt. Entsprechend hat sich auch das Design ge\u00e4ndert, hin zu massenkompatiblen Uhren.<\/p>\n<p>Der Hersteller Garmin wagt deswegen nun den Schritt in die n\u00e4chste Sph\u00e4re &#8211; die der Welt der Uhren. MarQ hei\u00dft die Serie aus f\u00fcnf Uhren mit Titangeh\u00e4use und hochwertigen Armb\u00e4ndern. Die Modelle, Driver, Aviator, Captain, Expedition und Athlete besitzen jeweils eine f\u00fcr eine bestimmte Bet\u00e4tigung von Rennauto fahren bis Segeln spezifische Funktionen. Die Athlete, die ich f\u00fcr einige Tage trug, stellt grafisch den VO2Max dar &#8211; also jene Grenze, mit der Sportler kennzeichen, wo sie noch im Aeroben Bereich sind. Danach \u00fcberschreiten sie die Anaerobe Schwelle, oder auch Laktatschwelle und dann wird es Aua.<\/p>\n<p>Ein barometrischer H\u00f6henmesser ist verbaut, wie auch Karten von Skigebieten und Golfpl\u00e4tzen. Satte 32 Gigabyte Speicher sind ebenfalls drin, allein schon f\u00fcr die Musik, die der Nutzer sich runterladen kann, um unterwegs nur mit einem Bluetooth-Kopfh\u00f6rer aber ohne eigenen MP3-Spieler Musik h\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Nutzung von GPS und Musik schl\u00e4gt nat\u00fcrlich auf die Akkuleistung. Wer auf Musik verzichtet, kann immerhin 28 Stunden am St\u00fcck mit GPS trainieren. Wer die Uhr einfach so tr\u00e4gt und faul bleibt, muss erst nach 12 Tagen wieder aufladen. W\u00e4re es eine mechanische Uhr, w\u00e4re das weit \u00fcber dem normalen &#8211; man m\u00fcsste schon eine Lange 31 f\u00fcr eine sechsstellige Summe kaufen.<\/p>\n<p>In meinem Alltag hat sich dank der von mir gerne genutzten Musikfunktion der Akku fr\u00fcher abgemeldet. Noch immer reichen sowohl die der 945 als auch der MarQ locker l\u00e4nger als zwei, drei Tage &#8211; aber die Aufladezyklen sind so bei intensiver Nutzung, dass man nicht mehr vergisst, wo man noch mal das Ladekabel hatte. Noch mehr Energie wird ben\u00f6tigt, wenn man die sogenannte Pulsoxymetrie anwirft. Die misst den Sauerstoffgehalt im Blut &#8211; eine Funktion, die allerdings nur bei Bewegung mit vielen H\u00f6henmetern wirklich sinnvoll ist.<\/p>\n<p>Die MarQ markiert eine Wende in dem Segment Smartwatches. Verarbeitung und Preis machen sie zu einem Produkt, das man nicht so locker mit der n\u00e4chsten Entwicklungsstufe austauscht. Die Athlete kostet 1500 Euro, die Forerunner, die nur wenige Funktionen nicht besitzt, rund 600 Euro. Die Athlete besitzt auf der R\u00fcckseite Schrauben &#8211; der Service kann so den Akku tauschen, was bei der 945 nicht so einfach geht, da das Geh\u00e4use aus einem Guss ist.<\/p>\n<p>Beide Modelle erlauben es auch, via Garmin Pay mit der Uhr zu bezahlen. Noch ist die Auswahl an Geldinstituten, die mit <a href=\"https:\/\/www.garmin.com\/de-DE\/garminpay\/banks\/\">Garmin kooperieren in Deutschland \u00fcberschaubar<\/a>. Ich selber kann es nicht nutzen, besser gesagt, m\u00fcsste ein VIMpay oder boon-Account zulegen, was ich derzeit nicht m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Als Triathlet gibt es derzeit wenig &#8211; au\u00dfer noch mehr Akkuleistung &#8211; was man sich noch fundamental w\u00fcnschen kann von den beiden Modellen. Und Stand heute bin auch schon zu 49 Prozent an die Hitze akklimatisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachricht bekam ich unter der Dusche. 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