{"id":4360,"date":"2018-07-04T14:22:16","date_gmt":"2018-07-04T12:22:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=4360"},"modified":"2018-07-09T11:44:12","modified_gmt":"2018-07-09T09:44:12","slug":"t-30-einen-monat-noch-bis-zum-norseman-die-drei-saeulen-der-zuversicht-fuer-das-hoffentlich-erfolgreiche-grossartigste-sporterlebnis-meines-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2018\/07\/04\/t-30-einen-monat-noch-bis-zum-norseman-die-drei-saeulen-der-zuversicht-fuer-das-hoffentlich-erfolgreiche-grossartigste-sporterlebnis-meines-lebens\/","title":{"rendered":"T -30. Einen Monat noch bis zum Norseman. Die drei S\u00e4ulen der Zuversicht f\u00fcr das hoffentlich erfolgreiche gro\u00dfartigste Sporterlebnis meines Lebens."},"content":{"rendered":"<p>Alles hat ein Ende. Die vermutlich mental und organisatorisch intensivste Vorbereitung auf einen Wettkampf n\u00e4hert sich dem Schluss. Auch wenn es noch exakt einen Monat bis zum Start des <a href=\"https:\/\/www.nxtri.com\">Norseman<\/a> ist &#8211; die Zielgerade ist erreicht. Gut zweieinhalb Wochen an m\u00f6glichst noch mal intensiverem Training f\u00fcr den letzten Schliff sind es noch, dann kommt die Phase des kontrollierten Ausruhens &#8211; was im Ausdauersport als Tapern bezeichnet wird. Den K\u00f6rper die Belastungen verarbeiten lassen, ihn nur schonend fordern, damit an Tag X dann alle Reserven zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4363\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2018\/07\/IMG_20911.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4363\" class=\"size-thumbnail wp-image-4363\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2018\/07\/IMG_20911-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4363\" class=\"wp-caption-text\">Wenn es Einh\u00f6rner im Lendkanal in Klagenfurt gibt, dann kann ich auch in Norwegen den Norseman im schwarzen Shirt beschlie\u00dfen. M\u00f6glich ist alles.<\/p><\/div>\n<p>Ich befinde mich mit dem Abschluss des Ironman in Klagenfurt also in der letzten Schleife, der finalen zyklischen Phase des Formaufbaus, die mir mehr schlecht als recht gelungen ist. Von einem professionellen Standpunkt aus gesehen &#8211; als Hobbysportler ohne Trainer &#8211; ist das, was ich mache, f\u00fcr Profis vermutlich ziemlich rumgegurkt. Ich bin Amateur, das muss es tun, und es l\u00e4uft ja eigentlich auch gar nicht schlecht.<\/p>\n<p>Die beiden Wettbewerbe, die ich in den vergangenen Jahren absolviert habe &#8211; Mitteldistanz in Kraichgau und <a href=\"https:\/\/eu.ironman.com\/triathlon\/events\/emea\/ironman\/austria.aspx#axzz5KHJZUq9K\">Langdistanz in Klagenfurt<\/a> &#8211; waren als Test und harte Trainingseinheit gelungen. Kann man nicht anders sagen. Auch wenn ich immer einen Schnaps \u00fcber meinen Bestzeiten dort lag. So nah, dass es schon fast zu vernachl\u00e4ssigen ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Kopf &#8211; zumindest f\u00fcr meinen &#8211; ist es entscheidend, dass ich in Klagenfurt den abschlie\u00dfenden Marathon \u00fcberraschend gut gelaufen bin. \u00dcberraschend, weil ich auf dem Rad auf der zweiten 90-Kilometer-Runde schon ein wenig den letzten Biss verloren hatte &#8211; was durch den teils kr\u00e4ftigen Gegenwind sicher nicht bef\u00f6rdert wurde.<\/p>\n<p>Ich stieg mit einer gerade noch akzeptablen Radzeit angesichts der intensiven Radvorbereitung nach 180km mit leichtem Magengrummeln ab und machte mich auf den Weg in der Annahme, dass das ein ziemlich langer Marsch werde. Und dann lief&#8217;s. Von Beginn bis Ende.<\/p>\n<p>Umso \u00fcberraschender, als es die erste Distanz von mehr als 30 Kilometer dieses Jahr war. Richtig &#8211; dies Jahr kein Fr\u00fchjahrsmarathon. Im Kalender steht ein einfacherer Trainingsplan, der erst jetzt an die Distanzen jenseits der 30 Kilometer geht. Gut &#8211; ich war mit Jens beim Whew100 unterwegs und wir liefen jeder 5&#215;10 Kilometer &#8211; aber eben immer unterbrochen von einer Pause auf dem Rad.<\/p>\n<p>Und dann trabte es &#8211; so locker, wie ich es tats\u00e4chlich noch von keiner meiner vorigen vier Teilnahmen in Klagenfurt kannte. Der Gegenwind auf dem Rad war l\u00e4stig &#8211; die einhergehenden tieferen Temperaturen daf\u00fcr f\u00fcr mich aber glasklar ein Vorteil. Es war immer noch warm, ich bin immer noch alle 2,5 Kilometer in den Verpflegungsstationen dankbar gewesen f\u00fcr die Schw\u00e4mme mit kaltem Wasser &#8211; aber doch insgesamt so k\u00fchl, dass ich nicht wie eine Primel einging.<\/p>\n<p>Und so f\u00fchlte das sich von Meter eins an verd\u00e4chtig ungef\u00e4hrdet an &#8211; wie sp\u00e4ter der Verlauf der Herzfrequenz zeigt auf einem sehr konstanten Niveau. Erst die finalen zwei Kilometer ging er nach oben &#8211; die Beine reichten noch daf\u00fcr, in dieser Passage noch mal anzuziehen und mit die schnellsten Kilometer des gesamten Marathons zu laufen.<\/p>\n<p>Ich dachte noch &#8211; das l\u00e4uft heute nicht schlecht, du wirst insgesamt mit einer immerhin soliden Zeit ins Ziel laufen. Auf die Uhr habe ich nicht mehr geschaut &#8211; das Gef\u00fchl war gut &#8211; warum das Risiko eingehen, mich zu deprimieren, dass es sich zwar fix anf\u00fchlt aber langsam ist.<\/p>\n<p>Und so lief ich durchs Zieltor, drehte mich um, sah dass ich gut 15 Minuten schneller war als ich die ganze Zeit annahm. Ich las, dass ich nur knapp \u00fcber meiner Bestzeit lag, mich prima f\u00fchlte &#8211; und lachte laut. Hat man nicht oft auf meinen Finisherfotos. Ich lache. Supertag.<\/p>\n<p>Dieses Erlebnis, das gute Ergebnis in Kraichgau und auch die Erfahrung beim Whew100 die letzen drei von 5x10km als mit weitem Abstand schnellsten richtig rennen zu k\u00f6nnen, das sind die S\u00e4ulen an Zuversicht, die ich mit nach Norwegen nehme. Ich kann rennen, wenn es muss.<\/p>\n<p>Vorfreude ist nach wie vor gro\u00df, klar, Unsicherheit auch, denn nichts, was mich dort erwartet, kenne ich &#8211; genau deswegen ist es ja auch so faszinierend.<\/p>\n<p>Auf in die letzte Runde!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles hat ein Ende. Die vermutlich mental und organisatorisch intensivste Vorbereitung auf einen Wettkampf n\u00e4hert sich dem Schluss. Auch wenn es noch exakt einen Monat bis zum Start des Norseman ist &#8211; die Zielgerade ist erreicht. 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