{"id":4307,"date":"2018-04-27T14:14:55","date_gmt":"2018-04-27T12:14:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=4307"},"modified":"2018-04-27T15:00:31","modified_gmt":"2018-04-27T13:00:31","slug":"t-98-reden-wir-ueber-equipment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2018\/04\/27\/t-98-reden-wir-ueber-equipment\/","title":{"rendered":"T -98 Reden wir \u00fcber Equipment f\u00fcr den Norseman"},"content":{"rendered":"<p>Das Wasser wird kalt sein, die Berge hoch. So viel ist klar \u00fcber den Norseman. Wenn das Wetter besonders warm sein sollte, dann ist das Wasser gegebenenfalls noch k\u00e4lter &#8211; klingt zun\u00e4chst widerspr\u00fcchlich. Liegt aber am Schmelzwasser, das dann von den Bergen in den Fjord runter flie\u00dft.<\/p>\n<p>Der Sprung von der F\u00e4hre ist f\u00fcnf Meter tief. Das wiederum braucht kein besonderes Equipment, sondern lediglich ein wenig Mut.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr mich bislang \u00fcberraschendste Unterschied des Norseman zu allen Triathlons, die ich bislang absolviert habe, ist, dass ich mich um Beleuchtung und Warnweste k\u00fcmmern muss. Richtig gelesen &#8211; ich ben\u00f6tige eine Fahrradleuchte und eine Warnweste.<\/p>\n<div id=\"attachment_4276\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2018\/03\/IMG_4397.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4276\" class=\"size-thumbnail wp-image-4276\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2018\/03\/IMG_4397-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4276\" class=\"wp-caption-text\">Der Athlet in seinem Habitat.<\/p><\/div>\n<p>Doch beginnen wir beim Schwimmen. Das Wasser wird nie w\u00e4rmer als 14 Grad in dem Fjord hei\u00dft es. Das w\u00e4re noch kuschelig, in einem Jahr waren es gar nur 10 Grad. Weniger allerdings war es Anfang August auch noch nicht. Ein beruhigender Gedanke.<\/p>\n<p>Was tr\u00e4gt man da so? Ich habe &#8211; als Warmduscher &#8211; das Geld in die Hand genommen und einen neuen Neoprenanzug gekauft, der vom Ausr\u00fcster Huub stammt, der als Sponsor des Norseman hoffentlich wei\u00df, was die Athleten dort brauchen. Im Gegensatz zu allen Anz\u00fcgen, die ich je gesehen habe, besitzt er zus\u00e4tzlich zu dem dicken Neopren eine frotteeartige F\u00fctterung. Wenn man ihn bei Raumtemperatur anzieht, dann schwitzt man ihn dabei voll.<\/p>\n<p>Mein anderer Anzug, den ich nach meinem ersten Triathlon am 11. Juni 2013 in der Hamburger Alster (noch in Badehose) kaufte, ist lediglich einen Millimeter dick &#8211; und mithin das d\u00fcnnste, das man so bekommen kann. Mir war Beweglichkeit wichtiger als Isolation &#8211; was ich dann bei den gerade mal 14,8 Grad, die bei meiner ersten Langdistanz in einem Kanal in Hannover-Limmer herrschten auch bitter bezahlt habe. Ich war &#8211; trotz der Verk\u00fcrzung des Schwimmens auf die H\u00e4lfte &#8211; nach den gut 33 Minuten solide durchgek\u00fchlt.<\/p>\n<p>Eines ist also v\u00f6llig klar &#8211; mit dem brauche ich nicht nach Eidfjord fahren, das ginge schief. Der Thermal Suit ist deutlich das Gegenteil von dem Orca Equipe Lite. So dick, wie es laut Regeln der ITU (International Triathlon Union) noch genehmigt ist. Dazu eine ziemlich dicke Kappe, die mich ziemlich d\u00e4mlich aussehen l\u00e4sst, aber darauf kommt es sicher nicht so an.<\/p>\n<div id=\"attachment_4081\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2017\/08\/033.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4081\" class=\"size-thumbnail wp-image-4081\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2017\/08\/033-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4081\" class=\"wp-caption-text\">Das Rad wird auch beim Norseman verwendet, vielleicht noch mit einem anderen Vorderrad, je nach Wind.<\/p><\/div>\n<p>Auch besonders am Norseman &#8211; Neo-Socken w\u00e4ren erlaubt. Ob ich sie nehme, entscheide ich vor Ort. In einem der Videos, in dem die Veranstalter die Teilnehmer informieren, erw\u00e4hnte ein mehrfacher Teilnehmer, dass die Socken kaum etwas br\u00e4chten. Wollen wir mal hoffen, dass er recht hat. Nicht erlaubt hingegen &#8211; Neo-Handschuhe. Schlicht, weil sie wie Paddel wirken w\u00fcrden. Es ist also davon auszugehen, dass ich wie jeder Teilnehmer frisch aus dem Wasser zun\u00e4chst mal die Finger wieder warm und bewegungsf\u00e4hig bekommen muss.<\/p>\n<p>Pluspunkt meines Equipments: Keines meiner Radschuhmodelle besitzt Schn\u00fcrsenkel.<\/p>\n<p>Und damit sind wir auch schon beim Radsplit und DER Frage: Rennrad oder Triathlonrad. Auch dazu gibt es eine Videofolge mit den Veranstaltern. Die ist &#8211; f\u00fcr mich etwas \u00fcberraschend &#8211; aber noch so viel Basisarbeit, dass ich denke, ich fahre damit gut, was ich auch sonst in Wettbewerben nutze: Mein Carbon-Triathlonfahrrad. Aerodynamik wird der Teil sein, mit dem ich am schnellsten Kraft sparen kann auf dem Kurs &#8211; die paar Gramm weniger am Rennrad werden nicht so spielentscheidend sein. Da reicht, sich vorher genau zu \u00fcberlegen, wo ich die Getr\u00e4nkeflaschen aufs Minimum reduziere, um beim Anstieg m\u00f6glichst wenig Gewicht hochwuchten zu m\u00fcssen, oder wo es keine Rolle spielt, da es bergab oder geradeaus geht.<\/p>\n<p>Der Norseman hei\u00dft ja nicht umsonst Extrem-Triathlon. Das liegt eben auch an der abschreckend hohen Zahl an zu absolvierenden H\u00f6henmetern. Ich bin noch immer unsicher, wie viele es genau sein werden &#8211; je nach Quelle wohl zwischen 3500 und 4000 H\u00f6henmetern. Nat\u00fcrlich bin ich noch nie im Leben so viele H\u00f6henmeter an einem St\u00fcck gefahren und es ist auch gar nicht so leicht, so eine Strecke zu finden, wenn man nicht in den Bergen wohnt. 1800 auf 120 Kilometer war bislang das meiste, das ich im Training zusammenkratzen konnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_1841\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2014\/07\/Generation-2-e1406144673838.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1841\" class=\"size-thumbnail wp-image-1841\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2014\/07\/Generation-2-e1406144673838-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1841\" class=\"wp-caption-text\">Mittelalt und leichter. Generation 2 meines Lieblingsschuhs. Der wirds sicher werden.<\/p><\/div>\n<p>Nach 140 Kilometern kommt im Radkurs die garstigste Steigung des Wettbewerbs. Ich habe mir deswegen noch ein Ritzelpaket gekauft, dessen gr\u00f6\u00dfter Zahnkranz 32 Z\u00e4hne hat &#8211; eine kleine Extra-Versicherung, die Anstiege von mehr als 10% zu packen. Sonst enden meine R\u00e4der alle bei 28 Z\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Nun zu dem noch ungekl\u00e4rten Problem: Beleuchtung. Vorne muss wegen der Passage mehrerer Tunnel im normalen Stra\u00dfenverkehr eine Leuchte mit mindestens 100 Lumen montiert sein, die auch den vollen Radsplit durchh\u00e4lt. Noch habe ich keine gefunden, die auch noch leicht ist und die ich an meinen Lenker bekomme. Nun. Es sind ja noch 98 Tage. Die R\u00fcckleuchte ist easy.<\/p>\n<p>Die Sichtbarkeit ist es auch, die es erfordert, dass alle Teilnehmer eine Warnweste auf dem Rad tragen. Und es ist gar nicht so leicht, herauszufinden, welche Modelle regelkonform sind. Und wer m\u00f6chte schon beim Bike-Check-In am Wettbewerbstag feststellen, dass er keine korrekte besitzt? Zu flatterig soll sie bitte auch nicht sein, denn das nervt und kostet vermutlich Energie, sprich Zeit. Ich habe jetzt mal eine bestellt, mal sehen, wie es sich damit f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Darunter plane ich derzeit tats\u00e4chlich mit einem klassischen Rennradoutfit &#8211; allein wegen der besseren Hose. In allen meinen Trisuits scheuere ich mich am Ende trotz Cremes auf &#8211; das zu vermeiden, scheint mir sinnvoll angesichts der doch zu vernachl\u00e4ssigenden 30-60 Sekunden, die es mich kostet, von Radklamotten in eine Laufhose zu wechseln in T2.<\/p>\n<p>Und vielleicht noch dieser eingeschobene Nachtrag f\u00fcr alle, die es wirklich genau wissen wollen. Ich schwanke noch zwischen Conti GP4000iis (meinem Standard f\u00fcr Rennen) und dem Conti GP All Season wegen der Regenwahrscheinlichkeit dort. Auf jeden Fall fahre ich wenn auf 25mm wegen des Komforts.<\/p>\n<p>Dann bliebe eigentlich nur noch die Wahl des Schuhs f\u00fcr den Marathon. Bislang ist da keine Entscheidung gefallen. Angesichts des &#8211; hoffentlich &#8211; abschlie\u00dfenden Anstiegs auf den Gaustatoppen \u00fcber Gestein w\u00e4re sicher ein Trailschuh eine Idee, allerdings geht es die ersten 32km vergleichsweise flach \u00fcber Asphalt, da wirds mein Standardschuh tun (Brooks Pure Connect).<\/p>\n<p>Hochnehmen muss ich auch einen Laufrucksack, in dem die warmen Klamotten f\u00fcr den Zielbereich stecken. Das wird kontrolliert vor dem Aufstieg. Vergleichsweise sicher ist eigentlich nur die Verwendung einer ultraleichten, wind- und wasserdichten Jacke, die besitze ich schon. Warmes Pull\u00f6verchen noch, gef\u00fctterte Laufhose vielleicht. Mal abwarten. Ich werde sicher mit einem vollen Koffer anreisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wasser wird kalt sein, die Berge hoch. So viel ist klar \u00fcber den Norseman. 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