{"id":2869,"date":"2015-09-08T16:39:26","date_gmt":"2015-09-08T14:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=2869"},"modified":"2015-09-09T13:53:31","modified_gmt":"2015-09-09T11:53:31","slug":"kopfhorer-fur-laufer-im-test-feat-dr-dre-powerbeats-bluetooth-etymotics-bw-cs5-jaybirds-bluebuds-and-special-guest-runphones","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2015\/09\/08\/kopfhorer-fur-laufer-im-test-feat-dr-dre-powerbeats-bluetooth-etymotics-bw-cs5-jaybirds-bluebuds-and-special-guest-runphones\/","title":{"rendered":"Kopfh\u00f6rer f\u00fcr L\u00e4ufer im Test feat. Dr. Dre Powerbeats Bluetooth, Etymotics, B&amp;W CS5, Jaybirds Bluebuds and special guest Runphones"},"content":{"rendered":"<p>Bass macht s\u00fcchtig. Bass wird geliebt. Bass ist die Basis.<\/p>\n<p>Und davon hat der Musikh\u00f6rer gerne viel. Einige schrecken nicht davor zur\u00fcck, riesige L\u00f6cher in ihre Hutablagen zu bohren, um ordentlich Wumms ins Auto zu bringen. Andere installieren monstr\u00f6se Lautsprecher im Wohnzimmer, um daheim das Rockkonzert mit Manowar zu simulieren.<\/p>\n<p>Bass ist aber auch tr\u00fcgerisch. Bass ist verf\u00fchrerisch. Bass lenkt ab.<\/p>\n<p>Er ist wie Salz, Fett und Zucker. Er macht alles auf Anhieb geschmackvoller, aber meist gibt es einen Preis daf\u00fcr zu zahlen. Der Vorteil des Bass im Ohr gegen\u00fcber anderen Versuchen: Krank macht er erst mal nicht. (Meiner bescheidenen Meinung nach \u00fcbert\u00fcncht er im \u00dcberma\u00df die wichtigeren musikalischen Infos.)<\/p>\n<p>Auf das sch\u00f6ne befriedigende Gef\u00fchl eines satten volumin\u00f6sen Tieftons m\u00f6chten viele Hobbysportler auch beim Sport nicht verzichten. Andere wiederum m\u00f6chten eher mitbekommen, was der Verkehr um sie herum so an akustischen Informationen f\u00fcr sie bereit h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Allen gemein ist aber eines: Die Kopfh\u00f6rer sollen bitte anst\u00e4ndig sitzen beim Laufen. Das st\u00e4ndige Auf und Ab des K\u00f6rpers in Zusammenarbeit mit dem Schwei\u00df, der vorm Ohr kein Halt macht, lockert den Sitz der meisten Kopfh\u00f6rer der sogenannten InEar-Gattung, sprich Stopfen, aus dem Musik kommt. B\u00fcgelkopfh\u00f6rer sind da im Vorteil aber wegen des Gewichts auch nicht ganz ohne.<\/p>\n<p>In diesem Test nun also eine \u00dcbersicht \u00fcber Modelle, die frisch am Markt sind, teils l\u00e4nger am Markt sind und aus meiner Sicht geeignet sind, beim Sport ihren Dienst zu tun. Es sind technisch unterschiedliche Konzepte, einige ein wenig abseitig. Weder erhebe ich den Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, noch werde ich weniger geeignete Modelle hier schlecht besprechen.<\/p>\n<p>Auftritt Dr. Dre.<\/p>\n<p><strong>Powerbeats 2 (um 160 Euro)\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p>Das Unternehmen Beats wurde von Apple \u00fcbernommen. Es w\u00e4re allerdings falsch, anzunehmen, die Produkte h\u00e4tten nun die gleiche Qualit\u00e4t wie Appleger\u00e4te. Und damit direkt zum gr\u00f6\u00dften \u00c4rgernis des Powerbeats 2: Der Anschluss. Eine Gummiklappe \u00fcber einem Standard-Micro-USB-Anschluss sch\u00fctzt den Kopfh\u00f6rer vor Dreck und Feuchtigkeit. Das ist fummelig und die Chance gar nicht klein, dass man die mal kaputt macht.<\/p>\n<p>Ansonsten ist der Powerbeats 2 jene Art von Bass-Verf\u00fchrer, den viele Menschen so lieben. Reichlich und volumin\u00f6s. Das passt sicher zu zahlreichen Musikstilen aus der Szene von Dr. Dre. Es passt nur noch schlecht zu Musik, die nicht einem die tiefen T\u00f6ne um die Ohren ballern will. Aber &#8211; die Powerbeats 2 tun das sehr zuverl\u00e4ssig in jeder Lauflage. Die B\u00fcgel, die \u00fcber die Ohren gehen, halten ihn dort, wo er sein soll. Wer etwas Pech hat, bekommt die Silikonpolster aber vielleicht nicht so in den Ohrgang platziert, dass sie vollst\u00e4ndig abdichten. Aber genau das ist das wichtigste f\u00fcr: fetten Bass. Desweiteren schlabbert das Kabel noch rum. Es l\u00e4sst sich zwar k\u00fcrzer justieren, aber dann zieht es wieder am Ohr. Meine L\u00f6sung: Das Kabel an der M\u00fctze fixieren. Wer ohne M\u00fctze l\u00e4uft: Dann wird es etwas st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Bluetoothverbindung ist stabil, wenn das Abspielger\u00e4t am Arm getragen wird. Bei einigen L\u00e4ufen hatte ich den iPod jedoch hinten in der Hosentasche. Und bei einer Kopfbewegung nach rechts setzte das Signal kurz aus. Wiederholt. An verschiedenen Tagen. Wieso weshalb warum? Ich konnte keinen Grund erkennen. Aber unterm Strich ist der Powerbeats in allen Aspekten so gut, dass er empfehlenswert bleibt. So ein 2 Minus-Ger\u00e4t. Kann alles gut, aber irgendwie fehlt der Glanz und ein dummer Fehler ist auch dabei, so dass es f\u00fcr eine 1 nicht reicht.<\/p>\n<p><strong>Bowers &amp; Wilkins C5 (um 180 Euro)<\/strong><\/p>\n\n<p>Der C5 ist in einer neuen Auflage auf dem Markt. Was ihn gro\u00df von der vorigen unterscheidet, bleibt das Geheimnis der Marketing-Schw\u00e4rmer. Geblieben ist das ziemlich einzigartige, einfache und gleichzeitig bestechend \u00fcberzeugende Konzept zur Fixierung des Ohrh\u00f6hrers. Das Kabel ist am Ohrst\u00fcck dick ummantelt und verl\u00e4uft durch das Geh\u00e4use. Dort l\u00e4sst es sich mit etwas Druck verschieben. Auf der Oberseite entsteht so eine kleine runde Kabelschleife. Ist das Silikonteil im Ohrgang, l\u00e4sst sich das Kabel so lange in die Ohrmuschel schieben, bis es fest sitzt. Und das h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Kleiner &#8222;Nachteil&#8220;. Es ist eine Kabell\u00f6sung. Kabel brechen. An Kopfh\u00f6rern: Alle. Eine Frage der Zeit. Die Klinkenstecker brechen irgendwann alle. Mal schneller, mal langsamer. Aber sie brechen. Und: Das Kabel baumelt an einem rum. Und es schl\u00e4gt an den K\u00f6rper, was man h\u00f6ren kann. Da hilft nur fixieren. M\u00fctze &#8211; siehe oben.<\/p>\n<p>Der C5 macht einen fetten, aber nicht unnat\u00fcrlichen Bass. Einen der reicht. Man k\u00f6nnte fast sagen: Mit ihm kann man Musik h\u00f6ren und nicht nur die Trommelfelle massieren.<\/p>\n<p><strong>Jaybirds Bluebuds (um 130 Euro)\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Jaybirds sind sehr kleine Bluetooth-Kopfh\u00f6rer, die ich schon 2013 getestet habe. Sie \u00a0werden im Ohr mit einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Verfahren fixiert. Es sind Gummielemente, die \u00fcber den Korpus geschoben werden (nicht auf den Fotos abgebildet!). In drei Gr\u00f6\u00dfen. Je nachdem, ob das Kabel zwischen beiden H\u00f6rern ober- und unterhalb des Ohres verlaufen soll, werden die Elemente aufgesteckt. Um ehrlich zu sein: Ich habe sie mittlerweile entfernt und lasse das Kabel unten verlaufen, nicht ohne es &#8211; Achtung, das kennen Sie &#8211; am Klettverschluss meiner Laufm\u00fctze zu fixieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr so einen kleinen Korpus halten die Akkus erstaunlich lange, aber sie nach jeder Einheit aufzladen ist dennoch ratsam. Zum Sound: Das ist echtes Hifi. Damit kann man Musik h\u00f6ren. Bass, der da ist, weil die Musik ihn erfordert, Transparenz und Durchsichtigkeit. Ich habe eine Vergangenheit als Hifi-Nerd: Ich verschone Sie lieber mit weiteren Fabelbeschreibungen. Klingt am besten von allen Kopfh\u00f6rern hier im Test. Sitzt nur nicht am allerbesten. Schade.<\/p>\n<p><strong>Etymotics HF3 (um 130 Euro)<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Gegenentwurf zu allen Kopfh\u00f6rern in diesem kleinen Feld. Kaum Bass, superleicht, keine auff\u00e4llige Optik. Weniger geht nicht. Dieser Kopfh\u00f6rer wird einem sehr gro\u00dfen Kreis an Menschen gar nicht gefallen, denn sein tiefer Bass ist so d\u00fcnn, das halten viele geradewegs f\u00fcr falsch. Richtig ist: Die wesentlichen musikalischen Informationen sind alle vorhanden, keine dr\u00e4ngt sich in den Vordergrund oder \u00fcberdeckt andere. In Hifi-Sprech w\u00e4re das &#8222;neutral&#8220;. Zum einen l\u00e4sst sich mit den Etymotics &#8211; ich verwende das Modell HF3 &#8211; sehr lange gut Musik h\u00f6ren, weil er frei ist von allen auf lange Sicht anstrengenden Verzerrungen. Zum anderen ist der Korpus so leicht, dass sich die Stopfen selber beim Laufen nicht bewegen. Nachteil: Sie sind so leicht, dass das baumelnde Kabel beim Laufen sie raus ziehen kann. Abhilfe: Die kleine Klammer, mit der das Kabel an der Kleidung befestigt wird.<\/p>\n<p><strong>Runphones (um 40 Euro)<\/strong><\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-5 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-5' class='gallery galleryid-2869 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2015\/09\/08\/kopfhorer-fur-laufer-im-test-feat-dr-dre-powerbeats-bluetooth-etymotics-bw-cs5-jaybirds-bluebuds-and-special-guest-runphones\/img_3181\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2015\/09\/IMG_3181-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-5-2918\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2015\/09\/IMG_3181-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2015\/09\/IMG_3181-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2015\/09\/IMG_3181.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-5-2918'>\n\t\t\t\tMuss man nat\u00fcrlich wollen. \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Das zweifelsfrei kurioseste Konzept dieser kleinen Auswahl, sogar seltsamer als diese hier:<a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2013\/07\/11\/der-passende-kopfhorer-fur-den-sport-2-teil-heute-aftershokz-sportz-2\/\"> Afterschokz Sportz2<\/a>. Der Runphones ist ein Stirnband aus typischen atmungsaktiven Material. Das Stirnband ist ein Schlauch. Im Inneren befinden sich drei Filzteile, in zweien davon stecken kleine Lautsprecher. Diese beschallen das Ohr und lassen dennoch genug Luft um die Ohren, um den Stra\u00dfenl\u00e4rm ans Ohr zu lassen. Viele L\u00e4ufer sch\u00e4tzen es, wenn sie unterwegs ein Fahrradklingeln oder einen Hund oder allgemein Umgebungsger\u00e4usche wahrnehmen. Sie werden hier gl\u00fccklich. Ist das Stirnband nach dem Lauf verschwitzt, holt man die Filzkissen heraus und w\u00e4scht den Stirnschlauch. Und das funktioniert alles erstaunlich gut. Wunder an Schalldruck darf man nicht erwarten, aber sehr solide Musik h\u00f6ren ist mit diesem Konzept absolut m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bass macht s\u00fcchtig. Bass wird geliebt. Bass ist die Basis. Und davon hat der Musikh\u00f6rer gerne viel. Einige schrecken nicht davor zur\u00fcck, riesige L\u00f6cher in ihre Hutablagen zu bohren, um ordentlich Wumms ins Auto zu bringen. Andere installieren monstr\u00f6se Lautsprecher &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2015\/09\/08\/kopfhorer-fur-laufer-im-test-feat-dr-dre-powerbeats-bluetooth-etymotics-bw-cs5-jaybirds-bluebuds-and-special-guest-runphones\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":56,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2869","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/users\/56"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2869"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2869\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}