{"id":130,"date":"2013-02-08T16:32:23","date_gmt":"2013-02-08T14:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/?p=130"},"modified":"2015-10-31T19:03:25","modified_gmt":"2015-10-31T17:03:25","slug":"laktat-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/2013\/02\/08\/laktat-test\/","title":{"rendered":"Laktat-Test, Lackmus-Test, The Larch &#8211; ich verstehe nur Bahnhof"},"content":{"rendered":"<p>Das Laktat. Keine Zutat, keine Arznei, sondern der Stoff, der Schmerzen bringt. Ich zitiere, weil ich es nicht besser definieren kann, von der Webseite Sportdiagnostik.de: &#8222;Laktat ist das Endprodukt des anaeroben laktaziden Stoffwechsels&#8220;. Aha. Ich wei\u00df nicht, was es ist, aber wenn es da ist. Ein wenig verst\u00e4ndlicher als das Wort Laktat und anaerober laktazider Stoffwechsel ist das Wort &#8222;\u00dcbers\u00e4uerung&#8220; in den Muskeln. Das sp\u00fcrt jeder, der mal zu schnell irgendwo die Treppe hoch will. Der Muskel meldet sich mit dem dumpfen Schmerz. Das ist wohl das Laktat, der Muskel muss sich nicht nur anspannen, sondern auch dieses Zeug los werden, ist&#8217;s zuviel, streikt er. Ich habe die Kapitel zu diesem Thema in drei verschiedenen B\u00fcchern gelesen (Friel\/Hanson\/Steffny) und es noch immer nicht begriffen. Mir k\u00f6nnte man auch einen Rotkohl an den Oberschenkel binden und das ganze Lackmus-Test nennen &#8211; ich w\u00fcrde das auch glauben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich dennoch einen Laktat-Test machen lassen. In einer Gruppe von 12 Athleten. Ein f\u00fcnfstufiger Laktat-Test, der messen soll, wo mein anaerobe Schwelle liegt. Das w\u00e4re die Grenze, das Tempo, ab dem meine Muskeln das Laktat produzieren und ich \u00fcbers\u00e4uere und wegen Schmerzen nicht mehr kann. Diese Grenze l\u00e4sst sich durch trainieren verschieben. Aber wo liegt sie und wof\u00fcr reicht sie?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/IMG-20130119-01767.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-133\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/IMG-20130119-01767-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Im Bild sehen Sie die R\u00f6hrchen mit meinem Blut. Es wurde mir aus dem Ohr entnommen, im Ruhezustand und dann nach jeweils mindestens vier Minuten Belastung, vulgo Rundenlaufen. Jedesmal in einem schnelleren Tempo. Dazu notiere ich Zahl der Runden und ben\u00f6tigte Zeit und die per Pulsuhr gemessene Herzfrequenz. Aus allen diesen Daten k\u00f6nnen die Tester dann herausrechnen, wo meine &#8222;individuelle anaerobe Schwelle&#8220; liegt. Der Test war eigentlich ganz vergn\u00fcglich, ein wenig f\u00fchlt man sich wie Jogis Kicker, die bei der Nationalmannschaft erstmal ihre Leistungsdaten abliefern m\u00fcssen. Man f\u00fchlt sich wichtig. F\u00fcr 50 Euro. So viel kostet der Gruppentest, es k\u00f6nnen auch 90 sein in einer Einzelsitzung mit neun Mal Blut abnehmen. Aber ich bleibe bescheiden. Schauen Sie doch bitte mal das folgende Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ug8nHaelWtc\">Monty Python The Larch<\/a><\/p>\n<p>Das verstehen Sie nicht? So ging es mir mit meiner Auswertung der Daten. Sehen Sie hier: <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/laktat1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-135\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/laktat1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich habe dann einen befreundeten Sportler gefragt, was das alles zu bedeuten h\u00e4tte. Die Grenze l\u00e4ge bei etwa bei einem Tempo von 4 Minuten und 16 Sekunden pro Kilometer und das sei doch gar nicht schlecht. Aha. Gut, ich kenne das Tempo. Es ist das Tempo, wo ich ziemlich hechle, keuche und auch nicht wirklich mehr viel schneller laufen kann \u00fcber eine l\u00e4ngere Strecke. Der Test hat mir also best\u00e4tigt, was ich wusste, sp\u00fcrte und sehen konnte.<\/p>\n<p>Aber ich habe mal einen gemacht.<\/p>\n<p>Das eigentlich Bemerkenswerte daran: Wer das alles so genau wissen will. Das Dutzend Athleten war bei allem n\u00f6tigen Respekt nicht dringend verd\u00e4chtig, \u00fcbermorgen f\u00fcr Olympia nachzumelden. Der Wissensdurst der Hobbysportler ist offensichtlich riesig gro\u00df. Wir \u00fcberwachen uns mit Pulsmessern, lassen den Weg von GPS-Sendern vermessen, f\u00fcttern Datenbanken und vergleichen. N\u00f6tig ist das alles eigentlich nicht.<\/p>\n<p>Aber es kann motivieren. Denn jede bessere Zeit, notiert und festgehalten ist ein Ansporn. (So wie schlechtere Zeiten demotivieren, aber die kann man ja l\u00f6schen).<\/p>\n<p>Ich habe also nicht wirklich ganz verstanden, was mir diese Grafik sagt: <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/laktat21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-140\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/schweinehund\/files\/2013\/02\/laktat21-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber es sieht h\u00fcbsch aus. Und ich mache das sicher nochmal. Und frage meinen Freund, was es zu bedeuten hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Laktat. Keine Zutat, keine Arznei, sondern der Stoff, der Schmerzen bringt. Ich zitiere, weil ich es nicht besser definieren kann, von der Webseite Sportdiagnostik.de: &#8222;Laktat ist das Endprodukt des anaeroben laktaziden Stoffwechsels&#8220;. Aha. 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