{"id":687718,"date":"2026-03-19T06:00:41","date_gmt":"2026-03-19T05:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=687718"},"modified":"2026-03-15T22:21:34","modified_gmt":"2026-03-15T21:21:34","slug":"buchauszug-miriam-fritsch-kuempel-keep-it-cool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2026\/03\/19\/buchauszug-miriam-fritsch-kuempel-keep-it-cool\/","title":{"rendered":"Buchauszug Miriam Fritsch-K\u00fcmpel: &#8222;Keep it cool &#8211; Emotionen verstehen, Stressmuster durchbrechen, gelassen handeln. Die Quick-Win-Methode f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte\u201c"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Buchauszug Miriam Fritsch-K\u00fcmpel: &#8222;<\/strong><a class=\"bookProductTitle\" href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/karriere\/keep_it_cool-18888.html\">Keep It Cool &#8211; <\/a>Emotionen verstehen, Stressmuster durchbrechen, gelassen handeln \u2013 Die Quick-Win-Methode f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte&#8220;<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_687734\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-687734\" class=\"size-full wp-image-687734\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/Fritsch-Kuempel.Miriam.jpg\" alt=\"Miriam Fritsch-K\u00fcmpel (Foto: PR \/ Privat)\" width=\"650\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/Fritsch-Kuempel.Miriam.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/Fritsch-Kuempel.Miriam-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/Fritsch-Kuempel.Miriam-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-687734\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Fritsch-K\u00fcmpel (Foto: PR \/ Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was den einen nervt, l\u00e4sst den anderen kalt<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt keine allgemeing\u00fcltige Regel, um Stress zu verhindern. Zu unterschiedlich sind Menschen mit ihren Pr\u00e4gungen und Erfahrungen. Auch Charakter, Temperament und der pers\u00f6nliche Zeittakt spielen eine Rolle f\u00fcr das individuelle Muster. Nie k\u00f6nnen wir es in einer einzigen Farbe darstellen, nie nur eine Webart bestimmen. Stress ist so bunt und verschieden wie die Menschen, die sich von ihm treiben lassen. Wollen wir ihn also durchschauen und seine Gefahr minimieren, m\u00fcssen wir uns den Menschen ansehen, der ihn schmerzlich empfindet.<\/p>\n<p>Das bedeutet, Ja zu sagen zu einer Begegnung mit sich selbst und zur Arbeit am eigenen Ich. Aber es wird sich lohnen. Sie werden Zeit und Stille mit einer Selbstreflexion verbringen und manches Mal w\u00e4hrenddessen eine Tr\u00e4ne verdr\u00fccken, weil Sie sich an ungute Umst\u00e4nde in Ihrer Kindheit erinnert f\u00fchlen, die nicht mehr zu korrigieren sind. Sie werden ein wenig Reue empfinden, weil Sie dachten, dass Stress zu Ihrem Job geh\u00f6re wie der Montblanc-Stift in der Brusttasche Ihres Jacketts. Und vermutlich werden Sie \u00fcber dieses Sinnieren endlich einsehen, dass Stress niemals eine positive Seite hat. Ob Eustress oder Distress, das ist f\u00fcr mich keine Frage. Denn dieses kleine Pr\u00e4fix am Anfang des Wortes macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil, es verwischt die Gefahr, die immer von Stress ausgeht, n\u00e4mlich das \u00dcberdrehen der Hormone und Botenstoffe, das ungesunde Aufpeitschen der Emotionen.<\/p>\n<p>Es gilt, Ihren speziellen inneren Antreiber zu identifizieren, also jene Trigger, die unweigerlich die Emotionen in Wallung bringen. Sicherlich haben Sie es oft bemerkt, dass eine Kollegin die Ruhe im Meeting bewahrt, w\u00e4hrend Sie vor Wut \u00fcber so viel Unverst\u00e4ndnis oder Ignoranz aus der Haut fahren k\u00f6nnten. Da sitzen zwei Manager, hochdotiert und hochgesch\u00e4tzt, der eine regt sich auf, der andere bleibt in seiner Mitte, obwohl beide von den gerade verk\u00fcndeten Sparma\u00dfnahmen betroffen sind.<\/p>\n<p><strong>Der Ursprung des Stressmusters<\/strong><\/p>\n<p>Dass Reaktionen auf eine Botschaft unterschiedlich ausfallen, hat oft einen tief zur\u00fcckliegenden Ursprung. Es f\u00fchrt zur\u00fcck auf l\u00e4ngst vergangene, sich in vielen Jahren verfestigende Erfahrungen, meist wurden diese von der Kindheit an gelegt. Sie wurden geformt, gepflegt und stets best\u00e4tigt. Und diese Erfahrungen wurden mit den Jahren zu einer Wahrheit, \u00fcber der ein Glaubenssatz schwebte. Er tut es bis heute. Denn nichts ist best\u00e4ndiger als diese kindlichen Pr\u00e4gungen, deren sozialer, erzieherischer und kultureller F\u00e4rbung wir ausgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Durch wiederkehrende Botschaften, implizit oder explizit gesetzt, erhielten wir unsere individuelle angebliche Wahrheit \u00fcber unsere Person und unsere Handlungen. Meist waren es die prim\u00e4ren Bezugspersonen, Eltern, Lehrer, Geschwister, die gebetsm\u00fchlenartig sagten: \u00bbWenn du alles richtig machst, dann haben wir dich ganz doll lieb\u00ab. Solch ein Satz f\u00f6rdert den Perfektionismus. Oder unser Enthusiasmus wurde niedergemacht mit den Worten: \u00bbDas kriegst du sowieso nicht hin\u00ab. Solch ein Satz f\u00f6rdert den R\u00fcckzug und die Kapitulation. Und mit jeder Wiederholung brennt sich solch ein Satz tief in die Gehirnwindungen ein.<\/p>\n<p>Und gleichsam will das Kind sich vor den derart getriggerten Gef\u00fchlen wie Angst, Scham, Schuld sch\u00fctzen. Es strengt sich an, um keine Scham zu empfinden, um tats\u00e4chlich perfekt zu sein. Es geht in die Defensive, um der Angst vor einer Niederlage zu entkommen. Unter Druck und Unsicherheit werden diese Antreiber besonders aktiv. Ein Kind, das in eine Perfektionisten-Ecke gedr\u00e4ngt wird, steigert die Anstrengung zur Leistung, denn es will den Eltern gefallen. Oder es zieht sich zur\u00fcck, wird einsam, wortkarg, denn es glaubt, sowieso keine akzeptablen Ergebnisse zu erreichen.<\/p>\n<p>Um die Stressmuster einer Managerin zu durchschauen, brauchen wir den R\u00fcckblick. Niemals k\u00f6nnen wir von einer aktuellen Situation auf die Ganzheit schlie\u00dfen. Die Wissenschaft der Epigenetik geht noch weiter zur\u00fcck, sie sieht sich die Stressfaktoren an, denen ein Ungeborenes im Mutterleib ausgeliefert war. Sie untersucht die Anordnung der Zellen der Mutter und deren Weiterreichung auf das Kind im Hinblick auf die epigenetische Modifikation. Und im weiteren Sinne k\u00f6nnen wir sagen, dass deren Antreiber f\u00fcr Stress sich im Denken, F\u00fchlen, Verhalten wiederfindet und die Stressmuster des Ungeborenen beeinflussen.<\/p>\n<p>Bereits im Mutterleib nimmt der individuelle Stress seinen Anfang. Vorgeburtlich, wenn sich das Neuralrohr zum Stammhirn formt, entsteht die Sensitivit\u00e4t der Amygdala. Sie ist zust\u00e4ndig f\u00fcr den Stressalarm. Erf\u00e4hrt die Mutter in dieser Zeit eine belastende Schwangerschaft, erf\u00e4hrt sie zunehmend ihre Triggerpunkte, muss sie auf Emotionen wie Angst, Wut, \u00c4rger, Scham reagieren, werden ihre gesendeten neuronalen Botenstoffe das sich entwickelnde Gehirn des Kindes beeinflussen. Hier entscheidet sich der genetische beziehungsweise neurobiologische Anteil am individuell gepr\u00e4gten Stressmuster des Kindes.<\/p>\n<p>Ebenso hat die F\u00e4higkeit der Impulskontrolle in diesem fr\u00fchen Stadium ihren Ursprung. Sobald das Gehirn sich ausbildet, kommt es zu Verbindungen zwischen der Amygdala und dem pr\u00e4frontalen Cortex, der f\u00fcr die Emotionsregulation zust\u00e4ndig ist. Eine stetig aktive und \u00fcberlastete Amygdala sendet ein Feuerwerk an Impulsen. Kommt die Mutter jedoch zur Ruhe, g\u00f6nnt sie sich Pausen, Zeiten der Entspannung und Stille, reguliert sie den emotionalen Stress, statt sich ihm \u00fcber lange Strecken auszuliefern, wird das Einfluss auf die sich heranbildenden Systeme des ungeborenen Kindes haben.<\/p>\n<p>Vieles kann sp\u00e4ter nach der Geburt, in den pr\u00e4genden ersten Lebensjahren durch einen liebevollen Umgang mit dem Kind aufgefangen werden. Das Kind kann emotionale Sicherheit erfahren, sich an Vorbildern orientieren, es kann Bew\u00e4ltigungsstrategien erwerben. Dann sind Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich. Denn all das nimmt Einfluss auf den erlernten Umgang mit Stress. Und sp\u00e4ter, als Jugendlicher und junger Erwachsener wird die individuelle Sozialisierung mit ihren gesellschaftlichen Normen, schulischen Erfahrungen oder die Akzeptanz in der Peer-Group eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich als Psychologin bleibt es eine gute Botschaft, dass nichts in Stein gemei\u00dfelt ist. Jeder Abdruck im Stressmuster kann weichgezeichnet, unter Umst\u00e4nden gar korrigiert werden. Kein Manager muss ein ganzes\u00a0Karriereleben lang unter den Effekten eines Verdr\u00e4ngens leiden und sich damit selbst ausbremsen. Und eine extravertierte Managerin kann lernen, dass das Delegieren von Aufgaben kein Eingest\u00e4ndnis von Schw\u00e4che ist, sondern im Gegenteil, ein sich \u00f6ffnender Raum f\u00fcr die wesentlichen Dinge. Durch Selbstreflexion, Einsicht, Achtsamkeit, Therapie oder Coaching, durch die Bereitschaft, fortw\u00e4hrend an den emotionalen Treibern zu arbeiten, wird das Ver\u00e4ndern der sch\u00e4dlichen Stressmuster gelingen.<\/p>\n<p><strong>Stressver\u00e4nderndes Verhalten braucht einen unabdingbaren Willen zum Erfolg<\/strong><\/p>\n<p>Je mehr Sie an sich und Ihre Kraft zur Ver\u00e4nderung glauben, je mehr Sie von dem Erfolg einer Stressreduktion \u00fcberzeugt sind, desto eher und nachhaltiger werden Sie die Effekte sp\u00fcren. Deshalb werde ich hellh\u00f6rig, wenn ein Manager in meinem Seminar behauptet, er habe schon alles versucht, aber falle immer wieder seinem eigenen Stress anheim. \u00bbDann haben Sie kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem\u00ab, lautet meine Antwort. Was hart klingt, ist ehrlich gemeint. Denn wer wirklich an sich und seinen Reaktionen arbeiten und seine Emotionen im Griff haben will, der wird Besserung erfahren. Man muss nur wissen, welche Trigger die Emotionen hochschaukeln lassen \u2013 und mit einem Konzept wie dem, das in diesem Buch vorgestellt wird, dagegenhalten.<\/p>\n<p>Gute Worte der Beruhigung allein reichen nicht aus. Sie brauchen den regelm\u00e4\u00dfig get\u00e4tigten Hebel f\u00fcr vier Ebenen, und zwar auf der emotionalen, mentalen, k\u00f6rperlichen und verhaltensm\u00e4\u00dfigen. Nur dann lernt Ihr Gehirn um und vergisst, was bislang die Wahrheit war. Das h\u00e4ngt mit der Neuroplastizit\u00e4t dieses wunderbaren, komplexen Organs zusammen. In ihm n\u00e4mlich verbinden sich Milliarden Nervenzellen und tauschen Informationen aus. Hier werden Atmung, Herzschlag und Verdauung organisiert. Es ist die Schaltzentrale Ihres Lebens, der Taktgeber Ihrer Pers\u00f6nlichkeit. Wie Sie denken, f\u00fchlen, handeln, wie Sie sich verhalten, wird in diesem \u00fcberlebenswichtigen Organ bestimmt. Wen wundert es, dass da keine Ver\u00e4nderung auf Fingerschnippen passieren kann! Damit\u00a0sich die Nervenenden neu verbinden und ein korrigiertes Muster entstehen kann, ben\u00f6tigen wir den Willen, das Wiederholen und das best\u00e4ndige Verfestigen unserer Absicht. Erst dann treten Effekte auf und die Wirkung wird erlebbar.<\/p>\n<p>Das best\u00e4tigen die studienspezifischen Aussagen im Bereich von Stressbew\u00e4ltigungsprogrammen. Hier wurde eine Wirksamkeit von knapp 40 Prozent nachgewiesen, wenn Arbeitnehmende \u00fcber mehrere Wochen hinweg an stressver\u00e4nderndem Verhalten arbeiten.1<\/p>\n<p><strong>Kindheitsdenken und Erwachsenenverhalten: Dysfunktionale Antreiber stoppen<\/strong><\/p>\n<p>Der erste Schritt zur Ver\u00e4nderung ist die Selbsterkenntnis. Dieser Satz ist vermutlich so alt wie die Philosophie der Antike, dennoch gilt er bis heute, wenn es darum geht, sich selbst besser einsch\u00e4tzen zu lernen. Sie brauchen ein ehrliches Bild von sich selbst, an dem Sie den Feinschliff vornehmen k\u00f6nnen. Damit meine ich nicht die Bewertung durch andere und auch nicht das Profil, das man Ihnen in Pers\u00f6nlichkeitstests aufgedr\u00fcckt hat. Diese unterliegen oft einem momentanen Hoch oder Tief, einer g\u00fcnstigen oder ung\u00fcnstigen Laune. Was ich meine, liegt tiefer, im Verborgenen. Ich will mit Ihnen an der Oberfl\u00e4che kratzen, um Ihre versch\u00fctteten Stressantreiber zu identifizieren.<\/p>\n<p>Das bedeutet konkret: Bevor Sie handeln und Ihre Emotionen in den Griff bekommen k\u00f6nnen, brauchen Sie Kenntnisse \u00fcber Ihren Stresstyp. Ich habe in den Tabellen dieses Kapitels all jene abgebildet, die im Management sehr h\u00e4ufig Karriere machen. Nat\u00fcrlich sind Reinformen eines einzelnen Stresstyps selten, \u00fcblich sind die Mischformen.<\/p>\n<p>Meine identifizierten Stresstypen unterliegen \u00fcbrigens keiner Wertung. Sie sind neutral. Gehen Sie deshalb vor der Selbsteinsch\u00e4tzung davon aus: So wie Sie sind, sind Sie okay. Wie Sie managen, ist es gut. Mir geht es weder um Kritik noch um Lob. Sie sind okay! Allerdings gibt es diese Triggerpunkte, die in manchen Situationen eine Emotion erzeugen, die Ihnen auf Dauer schadet. Darauf will ich Ihren Blick lenken.<\/p>\n<p>Auch die neuere Forschung geht fast ausnahmslos davon aus, dass die emotionalen Erfahrungen in der Kindheit langfristige Denk- und Verhaltensmuster formen. Diese werden in belastenden Situationen aktiviert. Machen wir uns das nicht bewusst, bleiben wir in diesen Mustern gefangen, f\u00fchlen uns hilflos. Es halten uns dann dysfunktionale Antreiber im Griff, sie verhindern, dass uns die Flucht in positive Emotionen gelingt. Ein Dilemma? K\u00f6nnte man denken. Es sei denn, die Aufl\u00f6sung solch verkrusteter Muster gelingt. Dazu will ich Sie ermutigen, denn Sie haben die psychologische Flexibilit\u00e4t, Ihre Glaubenss\u00e4tze zu hinterfragen. Sie k\u00f6nnen feststellen, was genau mit Ihrer pers\u00f6nlichen Leistungsf\u00e4higkeit korreliert.<\/p>\n<p>Und sehr oft ist dieses Hinwenden und Bearbeiten alter Glaubenss\u00e4tze wie das Schaffen eines inneren Freiraums, eine wunderbare Weite aller Spielarten der Reaktionen. Sie verlassen den schmalen Pfad, treten auf ein weites Feld, sehen Gegenwart und Zukunft in viel hellerem Licht. Pl\u00f6tzlich gibt es in Ihnen nicht mehr diese Handlungsschranken, nicht mehr diese Emotionen aus Angst, Scham, \u00c4rger. Endlich schweigt die miese innere Stimme, die Ihnen so oft zufl\u00fcstert: \u00bbDas kannst du nicht! Brauchst du gar nicht erst zu probieren.\u00ab \u00bbMach es allen recht, sonst bist du unbeliebt.\u00ab \u00bbSei stark, du musst da durch, also rei\u00df dich zusammen.\u00ab Welche Situationen triggern Sie? Was l\u00e4dt Sie emotional auf und l\u00e4sst Sie unreflektiert handeln? Welchen inneren Dialog f\u00fchren Sie in solchen Momenten? Was in Ihrem Kopf treibt Ihren Stress an? Wenn Sie all das auf eine Formel herunterbrechen w\u00fcrden: Wie lautet Ihr Satz? Schreiben Sie diesen Satz auf! Lassen Sie ihn wirken. Sp\u00fcren Sie, wie die Worte Ihre Stimmung, Ihr Hautgef\u00fchl, Ihren Herzschlag ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein einziger Satz kann Sie innerhalb von 3 Sekunden in ein Emotionsloch schleudern. Sie m\u00fcssen das nicht zulassen! Sie sind diesem Satz nicht wehrlos ausgeliefert. Sie sind stark genug, diesem Satz die Stirn zu zeigen. Denn Sie sind f\u00e4hig, eine ganze Abteilung zu leiten, als Chef ein Vorbild zu sein. Sie k\u00f6nnen kraft Ihrer Intelligenz und Ihres Willens ein ganzes Unternehmen auf der Erfolgsspur halten. Da m\u00fcssen Sie nicht vor diesem einen Kindheitssatz in die Knie gehen. Machen Sie sich das bitte klar. Es ist Ihre Entscheidung, jetzt dagegenzuwirken, nicht hilflos im Stress zu bleiben. Mit dem Wissen um die Wirkung und Auswirkung von\u00a0Emotionen, die Sie steuern, wird das gelingen. Und sollte ich den Kern all dieser negativen Emotionen benennen, so w\u00e4re es die Angst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Angst ist der Ursprung allen Stresses:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Angst vor Kontrollverlust<\/li>\n<li>Angst vor Ablehnung<\/li>\n<li>Angst vor Verletzung<\/li>\n<li>Angst vor Zur\u00fcckweisung<\/li>\n<li>Angst vor Leistungsverlust<\/li>\n<li>Angst, nicht zu gen\u00fcgen, nicht respektiert, \u00fcbergangen zu werden, sich l\u00e4cherlich zu machen, Letzter zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was ist Ihre Angst? Benennen Sie Ihre Angst. Denn ich bin mir sehr sicher, dass sich hinter Ihrem aktuellen Stress eine Farbe von Angst verbirgt. Ich beharre hier auf dieser Wortgenauigkeit, weil das f\u00fcr die Identifizierung Ihres Antreibers wichtig ist.<\/p>\n<p>Wenn ich den Finger auf diesen Punkt in meinem Seminar \u00bbKeep Cool \u2013 Die Emotionen im Griff\u00ab halte, h\u00f6re ich oft: nichts. Ich frage:<\/p>\n<p>\u00bbWelche Emotion empfinden Sie bei Stress?\u00ab<\/p>\n<p>Die Teilnehmenden \u00fcberlegen lange und erkl\u00e4ren mir anschlie\u00dfend die Situation. Sie beschreiben die Umst\u00e4nde, unter denen Sie Stress empfinden. Das aber ist nicht das, was ich h\u00f6ren m\u00f6chte, was uns weiterbringt auf der Spurensuche der Antreiber. Ich brauche die Emotion, beschrieben mit einer Wortgenauigkeit. Also frage ich nach: \u00bbWas l\u00f6st den Stress aus, welche Emotion versteckt sich dahinter?\u00ab Als Antwort h\u00f6re ich: \u00bbIch bin gestresst, weil ich schlecht geschlafen habe.\u00ab \u00bbIch bin gestresst, weil meine Chefin mich aus dem Verteiler gestrichen hat.\u00ab All das verstehe ich, es sind \u00e4rgerliche oder belastende Situationen, aber sie beschreiben nicht die Emotion, die den Stress ausl\u00f6st. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Emotion, die hinter dem Stress steht: \u00bbIch habe Angst, dass ich aufgrund meiner Schlaflosigkeit keine Leistung bringen kann. Ich habe Angst, dass meine Chefin mich nicht mehr im engsten Kreis der Vertrauten sieht.\u00ab Da ist sie, die Angst, die den empfundenen Stress befeuert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_687733\" style=\"width: 242px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-687733\" class=\"size-full wp-image-687733\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/cover.Fritsch-Kuempel.jpg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/cover.Fritsch-Kuempel.jpg 232w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2026\/03\/cover.Fritsch-Kuempel-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><p id=\"caption-attachment-687733\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: PR\/Campus)<\/p><\/div>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/karriere\/keep_it_cool-18888.html\">Keep It Cool, ein Buch von Miriam Fritsch-K\u00fcmpel &#8211; Campus Verlag,<\/a>\u00a0231 Seiten, 28 Euro<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Am Anfang steht die Reflexion<\/strong><\/p>\n<p>Die inneren Stresstreiber und damit die Farbe der Angst zu erkennen, das kann eine knifflige Angelegenheit sein. Eine spontane Selbsteinsch\u00e4tzung nach dem Motto: Ich bin eben ein nerv\u00f6ser, schnell reizbarer, ungeduldiger oder besserwisserischer Typ, reicht leider nicht aus, um diesen l\u00e4stigen Antreibern auf die Spur zu kommen. Mit solchen spontanen \u00c4u\u00dferungen w\u00fcrden Sie die Symptome identifizieren und nicht die Ursachen bek\u00e4mpfen. Sie h\u00e4tten vielleicht f\u00fcr wenige Stunden das Gef\u00fchl, sich selbst bes\u00e4nftigt zu haben, aber schon bald w\u00fcrden die Antreiber von Neuem zuschlagen. Das wollen wir verhindern. Denn mir geht es darum, die inneren Antreiber endg\u00fcltig zu entlarven.<\/p>\n<p>Deshalb sollten Sie statt der Spontaneit\u00e4t die Reflexion bevorzugen, und das bedeutet konkret: Gehen Sie in eine gewisse Distanz zu sich selbst. Jede Ver\u00e4nderung, ob im Denken, F\u00fchlen oder Verhalten, beginnt mit einem bewussten Arbeiten an Mustern und deren Kontexten. Zwar kann eine spontane Einsch\u00e4tzung wie ein T\u00fcr\u00f6ffner in unbewusste R\u00e4ume sein, doch erst die systematische Lenkung bringt die Kenntnis.<\/p>\n<p><strong>Sechs Stresstypen und ihre Trigger<\/strong><\/p>\n<p>Die folgende erste Tabelle bietet sechs grundlegende Stresstypen an. Sie implizieren klar umrissene Charaktermerkmale und Temperamente. Ich bitte Sie, sich den Typen (meist sind Sie mehr als ein Typ) zuzuordnen. Fragen Sie sich: Welcher Typ spiegelt meine Grundbed\u00fcrfnisse? Dort, wo diese sich abbilden, erkennen Sie in der ersten Spalte Ihren Stresstypen. In der zweiten Spalte beschreibe ich die Grundbed\u00fcrfnisse des Stresstyps und in der dritten Spalte die jeweiligen Trigger, die eine emotionale Belastung ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>In der zweiten Tabelle betrachte ich mit Ihnen die tiefliegenden Glaubenss\u00e4tze, die sich \u00fcber viele Jahre mit bestimmten Emotionen verhakt haben. Diese sind durch Lernerfahrungen, Sozialisierung und Erwartungen entstanden und konnten durch eine unreflektierte Befolgung sehr, sehr stark in Ihnen werden. In der dritten und vierten Spalte erkennen Sie die mit dem Glaubenssatz verbundenen Emotionen.<\/p>\n<p>In der dritten Tabelle beleuchte ich die Stressfalle der jeweiligen Stresstypen und m\u00f6gliche Bew\u00e4ltigungsstrategien als Wege aus der Falle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"106\">Grundbed\u00fcrfnis<\/td>\n<td width=\"193\">Trigger: Wenn \u2026<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Hektiker<\/td>\n<td width=\"106\">Selbstwerterh\u00f6hung durch Aktivit\u00e4t und Leistung<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen sind<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zeitdruck und\/oder enge Deadlines bestehen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ein langsames Umfeld vorherrscht (z\u00f6gerliche Kollegen, tr\u00e4ge Abl\u00e4ufe)<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 er warten muss und durch Pausen wertvolle Zeit verloren geht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der K\u00fcmmerer<\/td>\n<td width=\"106\">Bindung und Zugeh\u00f6rigkeit<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Konflikte entstehen oder drohen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 er eigene Bed\u00fcrfnisse oder Meinungen vertreten soll<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ein klares Nein erforderlich w\u00e4re<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 andere keine Unterst\u00fctzung brauchen oder ihn ausgrenzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Perfektionist<\/td>\n<td width=\"106\">Selbstwertschutz durch Fehlervermeidung<\/p>\n<p>und Kontrolle<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fehler passieren k\u00f6nnten<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Misserfolg oder Kritik droht<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 schnelle Entscheidungen gefordert sind<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tempo wichtiger scheint als Genauigkeit<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erwartungen unklar oder<\/p>\n<p>Standards undefiniert sind<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Un- abh\u00e4ngige<\/td>\n<td width=\"106\">Autonomie<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Drucksituationen vorherrschen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 er auf Hilfe angewiesen ist<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 es emotional oder pers\u00f6nlich wird<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 andere Offenheit oder N\u00e4he<\/p>\n<p>erwarten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"106\">Grundbed\u00fcrfnis<\/td>\n<td width=\"193\">Trigger: Wenn \u2026<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Kontroll- typ<\/td>\n<td width=\"106\">Kontrolle und Sicherheit<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Situationen unsicher sind<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Risiken oder Kontrollverlust drohen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 etwas anders verl\u00e4uft als erwartet<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 schnelle Entscheidungen ohne gr\u00fcndliche Pr\u00fcfung verlangt<\/p>\n<p>werden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Beste<\/td>\n<td width=\"106\">Selbstwert\u2011Erh\u00f6hung durch Erfolg und Anerkennung<\/td>\n<td width=\"193\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zielerreichung gef\u00e4hrdet ist oder hohe Erwartungen bestehen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 andere scheinbar besser sind<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Konkurrenzdruck entsteht<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 er sich im Mittelma\u00df wieder- findet<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dauerhafte Anstrengung<\/p>\n<p>gefragt ist, um Anerkennung zu behalten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 1: Die sechs h\u00e4ufigsten Stresstypen im Management (eigene Darstellung, erg\u00e4nzt mit Inhalten aus Brandt, E. und Fritsch-K\u00fcmpel, M. (2018): <em>Stress? Du entscheidest, wie du lebst<\/em>, Frankfurt: Campus)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stresstypen spiegeln zentrale Grundbed\u00fcrfnisse wider. Sie sind nicht willk\u00fcrlich, sondern haben etwas mit uns und unserer Pr\u00e4gung und Sozialisation zu tun. Dabei verletzen die Trigger \u2013 das k\u00f6nnen Kritik, Angriffe, Drohungen der anderen sein \u2013 die eigenen Bed\u00fcrfnisse. Deshalb gilt: Wer seine Trigger identifiziert, ist im Vorteil. Er kennt die typischen \u00dcberforderungsmuster. Statt automatisiert und impulsiv zu reagieren, ist es m\u00f6glich, innezuhalten, zu reflektieren und neu zu bewerten und die Lage besser zu steuern.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"70\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"204\">Glaubenss\u00e4tze<\/td>\n<td width=\"106\">Ursprungs- emotion<\/td>\n<td width=\"246\">Emotion bei unreflektiertem Glaubenssatz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Hektiker<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbBeeil dich!\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch muss effizient sein und jede freie Minute nutzen.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch darf mich nicht ausruhen.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst, wertlos und nutzlos zu sein, wenn man nicht funktioniert<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gereiztheit und Rastlosigkeit<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gef\u00fchl des Getriebenseins<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ungeduld mit sich und anderen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Scham, wenn etwas liegen bleibt<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst, Ziele nicht zu erreichen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der K\u00fcmmerer<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch muss es allen recht machen.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch darf nicht Nein sagen.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbEs ist egoistisch, an mich selbst zu denken.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst vor Liebes- entzug<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberforderung<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schuld, wenn eigene W\u00fcnsche ge\u00e4u\u00dfert werden<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zweifel am Selbstwert<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Traurigkeit oder Wut bei Undankbarkeit<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst vor Zur\u00fcckweisung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Perfektionist<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbAlles, was ich tue, muss perfekt sein.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch darf keine Fehler machen.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbEs ist inakzeptabel, eine Arbeit nicht zu schaffen.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst vor Abwertung<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Scham und Schuld, weil Fehler internalisiert werden<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00c4rger bei Fehlern<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Innere Anspannung, perfekt sein zu m\u00fcssen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Traurigkeit, nie zu gen\u00fcgen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst, Fehler zu machen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"204\">Glaubenss\u00e4tze<\/td>\n<td width=\"106\">Ursprungs- emotion<\/td>\n<td width=\"246\">Emotion bei unreflektiertem Glaubenssatz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Un- abh\u00e4ngige<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbSei stark!\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbWie es in mir drinnen aussieht, geht keinen etwas an.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch brauche niemanden \u2013\u00a0ich komme allein klar.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst vor Verletzlichkeit und der Abh\u00e4ngigkeit von anderen<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verachtung von eigener Schw\u00e4che<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Traurigkeit aufgrund innerer Leere und Isolation<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wut und H\u00e4rte mit sich selbst<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst, entt\u00e4uscht zu werden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Kontroll- typ<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbSei vorsichtig!\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch bin\u00a0 verantwortlich, dass alles richtig l\u00e4uft.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbNur wer vorbereitet ist, wird\u00a0nicht \u00fcberrascht.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst vor Un- kontrollierbarkeit und Unsicherheit<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00c4ngstliche Wachsamkeit und Spannung<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hilflosigkeit<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wut, wenn Kontrolle entgleitet<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst vor Ungewissheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Beste<\/td>\n<td width=\"204\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbStreng dich an!\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbIch darf keine Schw\u00e4che zeigen, sonst verliere ich Respekt.\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbNur wenn ich etwas leiste,\u00a0bin ich liebenswert.\u00ab<\/td>\n<td width=\"106\">Angst vor Bedeutungs- losigkeit<\/td>\n<td width=\"246\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Inneres Getriebensein und Druck<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Versagensangst<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Scham, wenn Ziele nicht erreicht werden<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neid auf andere<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wut auf sich selbst bei Misserfolg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 2: Glaubenss\u00e4tze und damit verbundene Emotionen (eigene Darstellung, erg\u00e4nzt mit Inhalten aus Brandt, E. und Fritsch-K\u00fcmpel, M. (2018): <em>Stress? Du entscheidest, wie du lebst<\/em>, Frankfurt: Campus)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Glaubenssatz ist eine verinnerlichte \u00dcberzeugung \u00fcber uns selbst, \u00fcber andere Menschen oder \u00fcber das Funktionieren der Welt. Er erzeugt Emotionen. Wie diese sich f\u00e4rben, ist abh\u00e4ngig vom Glaubenssatz. Der Glaubenssatz ist eine mentale Schutzstrategie gegen die Verletzung eines zentralen Bed\u00fcrfnisses. Er hilft zwar kurzfristig beim \u00bbpsychischen \u00dcberleben\u00ab, verhindert langfristig aber das Aufbl\u00fchen der Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"140\">Stressfalle<\/td>\n<td width=\"159\">Wege aus der Falle<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Hektiker<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hektik<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aktionismus<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ungeduld<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fehler und Qualit\u00e4ts- m\u00e4ngel durch Schnelligkeit<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Entschleunigungs- techniken<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Achtsamkeitspausen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Regeneration als we- sentliches Element von Gesundheit anerkennen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der K\u00fcmmerer<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selbstaufgabe\/ Grenzenlosigkeit<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberh\u00f6hte Anpassung<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ignorieren eigener<\/p>\n<p>Bed\u00fcrfnisse<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selbstkl\u00e4rung st\u00e4rken<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neinsagen \u00fcben<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eigene Standpunkte vertreten<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eigene Bed\u00fcrfnisse<\/p>\n<p>ernst nehmen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Perfektionist<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verlieren im Detail<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pedanterie<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberkontrolle<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nie zufrieden<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angst vor Fehlern<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 80\/20-Regel leben<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00bbGut genug\u00ab statt<\/p>\n<p>\u00bbperfekt\u00ab<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bewusst Entscheidungen zulassen, auch wenn nicht alles optimal ist<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Un- abh\u00e4ngige<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Isolation,<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Keine Hilfe annehmen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Emotionale Abschottung und<\/p>\n<p>Distanz zu anderen<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verletzlichkeit zulassen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterst\u00fctzung aktiv suchen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gef\u00fchle benennen \u00fcben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Kontroll- typ<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zwang der Kontrolle<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberh\u00f6htes Ver- antwortungsgef\u00fchl<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fehlendes Vertrauen<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Akzeptanz von Unkontrollierbarem<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Loslassen<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unsicherheiten zulassen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">Stresstyp<\/td>\n<td width=\"140\">Stressfalle<\/td>\n<td width=\"159\">Wege aus der Falle<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">Der Beste<\/td>\n<td width=\"140\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selbstausbeutung<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Anstrengung als Selbstzweck<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberh\u00f6htes Erfolgs- streben<\/td>\n<td width=\"159\">\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leichtigkeit \u00fcben<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kleine Erfolge feiern<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Milde mit sich sein<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eigene Leistungsgrenzen akzeptieren<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selbstf\u00fcrsorge<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 3: Die Stressfallen und die Wege hinaus (eigene Darstellung, erg\u00e4nzt mit Inhalten aus Brandt, E. und Fritsch-K\u00fcmpel,<\/p>\n<ol>\n<li>(2018): <em>Stress? Du entscheidest, wie du lebst<\/em>, Frankfurt: Campus)<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein unreflektierter Glaubenssatz erzeugt eine innere Verpflichtung, \u00e4hnlich einem unbewussten Gebot. Das f\u00fchrt dauerhaft zur inneren Anspannung. Deshalb ist das Bewusstwerden und die Flexibilisierung der Glaubenss\u00e4tze einer der wirksamsten Hebel im Hinblick auf emotionale Gesundheit! In Kapitel 6 arbeiten wir an der Ver\u00e4nderung dieser Glaubenss\u00e4tze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"378\"><strong>Nicht mit dem Holzhammer auf den Glaubenssatz schlagen!<\/strong><\/p>\n<p>Nehmen Sie sich Zeit f\u00fcr Ihre h\u00f6chstpers\u00f6nliche Innenreise. Seien Sie mitf\u00fchlend mit sich selbst.<\/p>\n<p>Bitte bedenken Sie: Dieser Glaubenssatz n\u00e4hrt sich seit Jahren, seit Jahrzehnten von Ihren Emotionen. Er hat tiefe Wurzeln geschlagen, sitzt dick und breit auf seinem Platz. Draufschlagen und killen mit einem Schwung \u2013 das wird nicht funktionieren. Deshalb ist Behutsamkeit angesagt. Zun\u00e4chst geht es darum, die Herkunft zu erforschen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"378\">Dann sollten Sie sich die Frage stellen, welchen Nutzen er Ihnen in der Vergangenheit garantiert hat. Es hatte einen Grund, warum er sich irgendwann formulierte und festsetzte. Vielleicht sollte er Sie als Kind sch\u00fctzen, damit ein K\u00fcmmerer sich von allen geliebt f\u00fchlte, wenn er Ihnen zurief: \u00bbMach das, tu den anderen den Gefallen, daf\u00fcr werden sie dich m\u00f6gen.\u00ab Oder es konnte sich der Kontrolltyp in Sicherheit w\u00e4hnen, wenn der Satz in ihm laut wurde: \u00bbErledige das allein und schnell, dann hast du es im Griff, dann wei\u00dft du, was du geleistet hast.\u00ab In dieser Weise rechtfertigen die verschiedenen Stresstypen ihr Handeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fragen Sie sich:<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie hat Ihnen Ihr Glaubenssatz fr\u00fcher geholfen?<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie hat er Sie zu Ihrem Ziel angespornt?<\/p>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Was sch\u00fctzt dieser Satz bis heute in Ihnen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nehmen Sie sich Zeit f\u00fcr diese Forschungsreise. Vermutlich geht sie weit zur\u00fcck, und Sie begegnen Ihrem inneren Kind wieder. Nehmen Sie es in den Arm und machen Sie ihm keine Vorw\u00fcrfe. Es hat diesen Satz gebraucht, um zu \u00fcberleben. Der Satz hatte fr\u00fcher einen Nutzwert.<\/p>\n<p>Aber heute ist eine andere Zeit, heute ist er st\u00f6rend. Sie d\u00fcrfen ihn loslassen. Dabei ist es wichtig, dass Sie ihn noch einmal mit aller Intensit\u00e4t beleuchten. Fragen Sie sich in dieser Reflexion, welche Folgen h\u00e4tte es, wenn Sie daran festhalten w\u00fcrden. Sch\u00e4len Sie in Gedanken all das Schadhafte dieses Satzes heraus. Nur wenn Ihnen klar wird, dass er heute f\u00fcr Sie nachteilig ist, k\u00f6nnen Sie ihn ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Hier bitte ich Sie, in eine selbstmitf\u00fchlende Haltung zu gehen. Sie sind es wert, dass Sie in Ruhe, Entspannung und mit einem inneren Frieden leben k\u00f6nnen. Das verhindert Ihr alter Glaubenssatz. Daher brauchen Sie ihn nicht. Machen Sie sich bitte<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"378\">klar, dass dieser alte stressverst\u00e4rkende Satz best\u00e4ndig an Ihrer Energie frisst. Mehr noch, er verletzt Ihre Werte als Managerin, als Mensch. Der Hektiker zum Beispiel hat eine hohe Ressource, viel zu leisten. Es ist der Wert Ehrgeiz, der ihn treibt. Dazu hat er eine beachtliche Kondition entwickelt. Wenn Sie diesem Stresstyp entsprechen, sehen Sie sich diese t\u00e4glichen Multitasking-Sprints, die Sie vollf\u00fchren, aus einer weiten liebevollen Distanz an. Sp\u00fcren Sie Ihre unterdr\u00fcckte Sehnsucht, einmal Ruhe zu halten, die F\u00fc\u00dfe hochzulegen, ein Buch zu lesen, ein Glas Wein zu trinken, und zwar ohne schlechtes Gewissen? Fragen Sie sich, welche Auswirkungen dieser Glaubenssatz \u00bbIch muss mich beeilen, Ausruhen ist Zeitverschwendung\u00ab auf Ihre Lebensqualit\u00e4t hat. Atemlosigkeit. Stress. Gesundheitliche Sch\u00e4den. Das sind die Folgeerscheinungen, die Ihr alter Glaubenssatz verursacht. Fragen Sie sich bitte, wie sich ein Satz anf\u00fchlen w\u00fcrde, der so oder \u00e4hnlich lautet: \u00bbIch darf auftanken. Ich freue mich auf die Erholung nach dem Job. Sie steht mir zu.\u00ab<\/p>\n<p>Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn ich Ihnen verspreche, sobald Sie diese Kenntnis \u00fcber sich selbst haben, werden Sie endlich ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr sich selbst entwickeln. Damit kommen Sie Ihren tieferen Bed\u00fcrfnissen auf die Schliche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedarf der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Miriam Fritsch-K\u00fcmpel: &#8222;Keep It Cool &#8211; Emotionen verstehen, Stressmuster durchbrechen, gelassen handeln \u2013 Die Quick-Win-Methode f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte&#8220; &nbsp; &nbsp; Was den einen nervt, l\u00e4sst den anderen kalt Es gibt keine allgemeing\u00fcltige Regel, um Stress zu verhindern. 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