{"id":686788,"date":"2025-10-21T06:00:34","date_gmt":"2025-10-21T04:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=686788"},"modified":"2025-10-07T15:11:05","modified_gmt":"2025-10-07T13:11:05","slug":"buchauszug-tijen-onaran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2025\/10\/21\/buchauszug-tijen-onaran\/","title":{"rendered":"Buchauszug Tijen Onaran: &#8222;Nur wer&#8217;s richtig sagt, kommt ans Ziel. Schlagfertig kontern, klug argumentieren, selbstbewusst auftreten&#8220;"},"content":{"rendered":"<h1>Buchauszug Tijen Onaran: &#8222;Nur wer&#8217;s richtig sagt, kommt ans Ziel. Schlagfertig kontern, klug argumentieren, selbstbewusst auftreten&#8220;<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_686789\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-686789\" class=\"size-full wp-image-686789\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/tijen.onaran.2025.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/tijen.onaran.2025.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/tijen.onaran.2025-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/tijen.onaran.2025-449x300.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-686789\" class=\"wp-caption-text\">Tijen Onaran (Foto: PR\/Daniel Sommer\/Tijen Onaran)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Dein Standpunkt braucht kein Megafon, nur Klarheit<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Angela Merkel ist in einer weiteren Hinsicht ein Ph\u00e4nomen. Nicht nur, dass sie es als evangelische (!) Frau (!) aus Ostdeutschland (!) in der katholisch, m\u00e4nnlich und westdeutsch gepr\u00e4gten CDU zur Vorsitzenden gebracht hat und schlie\u00dflich als CDU Bundeskanzlerin\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">16 Jahre das Land regiert hat, und das auch und gerade in Krisenzeiten: Finanzkrise 2008, Flu\u0308chtlingsfrage 2015 und Pandemie 2020.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Sie hat diese Herausforderungen auch noch meist ger\u00e4uschlos, unaufgeregt und sachlich bew\u00e4ltigt. Und das ist der Punkt. Sie war immer sehr sachlich, sehr von Fakten geleitet und vor allem immer in Kompromissen denkend. Ihre Rhetorik war dementsprechend selten hochemotional. Wer den Kompromiss sucht, kann nicht st\u00e4ndig hochemotional und beinhart seinen eigenen Standpunkt vertreten. Kompromissf\u00e4higkeit zeigt sich auch in einer Sprache, die anderen zugewandt ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><i><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Angela Merkel sprach daher meist nu\u0308chtern, manchmal auch langatmig. Ein rhetorisches Feuerwerk waren ihre Reden und Beitr\u00e4ge selten. Trotzdem wurde sie gew\u00e4hlt, trotzdem wurde sie von vielen Menschen sehr gesch\u00e4tzt. Trotzdem ist sie bis heute eine der weltweit angesehensten Pers\u00f6nlichkeiten aus Deutschland. Sie war u\u0308ber viele Jahre hinweg die m\u00e4chtigste Frau der Welt und sprach nie so, als sei sie es. Das ist das Ph\u00e4nomen.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201e\u00dcberzeugungskraft entsteht nicht durch Lautst\u00e4rke oder Dominanz, sondern durch Klarheit, Konsistenz und Authentizit\u00e4t\u201c<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Der Clou bei Merkels Rhetorik ist: Sie kann ja ganz anders reden. Wer sie mal im kleinen Kreis erlebt hat, der kennt vor allem ihren Humor \u2013 sie ist eine richtig witzige Frau, die eine Runde zum Lachen bringen kann. Sie kann sehr unterhaltsam erz\u00e4hlen, hat gute Storys und viele dachten wohl: Warum redet sie in der \u00d6ffentlichkeit nicht so? Weil ihre Wirkung nicht ausschlie\u00dflich u\u0308ber ihre Worte entsteht, sondern durch die Kombination von verbaler \u00c4u\u00dferung mit der paraverbalen Ebene \u2013 sprich: wie etwas gesagt wird, <\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">also Tonalit\u00e4t (Stimmlage, Lautst\u00e4rke, Betonung), Sprechtempo, Sprachrhythmus oder Pausen \u2013 und der nonverbalen Ebene, also K\u00f6rpersprache (Mimik, Gestik, Haltung), Blickkontakt, physischer Abstand, Aussehen oder Kleidung. Und gerade in dieser Gesamtheit wirken S\u00e4tze wie \u201eWir schaffen das\u201c, weil sie in ihrem gesamten Auftreten durch Haltung gedeckt sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><i><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Merkel hat nie dramatisiert, nie zugespitzt, nie personalisiert. Ihre Sprache war nicht auf Effekt, sondern auf Wirkung angelegt \u2013 und diese Wirkung entstand durch Konsistenz. Wer so spricht, sendet ein anderes Signal als jemand, der auf Bu\u0308hne, Lautst\u00e4rke oder Pathos setzt. Merkels St\u00e4rke lag im Understatement. Darin liegt ihre Rhetorik begru\u0308ndet: Zuru\u0308ckhaltung als Strategie. Kein rhetorisches Blendwerk, keine aufgesetzte Inszenierung \u2013 sondern das Vertrauen darauf, dass Klarheit und ruhige Autorit\u00e4t mehr bewirken als jede Schockformel. Ihre Kommunikation folgte damit dem Prinzip: erst Wirkung, dann Worte. In der Psychologie wu\u0308rde man sagen: Ihre Positionierung stu\u0308tzte sich auf den Ankereffekt der Glaubwu\u0308rdigkeit\u2013 die erste Information ist nicht ein lauter Satz, sondern eine Haltung, ein Tonfall, ein Gesichtsausdruck. Und dieser erste Eindruck rahmt wie oben erkl\u00e4rt alles, was danach kommt. Genau das machte ihre Rhetorik so besonders: Sie setzte keinen lauten Akzent \u2013 sie verankerte eine Erwartung von Verl\u00e4sslichkeit und Ma\u00df. Das ist nicht spektakul\u00e4r. Aber es ist wirksam.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><i><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Der Dreiklang als Grundprinzip: einordnen, versachlichen, wertsch\u00e4tzen<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Bevor Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde, war sie Wissenschaftlerin und wahrscheinlich war es fu\u0308r sie unter anderem deswegen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, sich Themen gru\u0308ndlich zu erarbeiten. Auch wenn es eine Binsenweisheit ist: In jeder Diskussion hilft es sehr, wenn du tief im Thema steckst. Noch besser ist, wenn du schon \u00f6fter mit Gegnerinnen und Gegnern sowie mit Befu\u0308rworterinnen und Befu\u0308rwortern u\u0308ber dein Thema diskutiert hast. Dann wei\u00dft du einfach, was dich erwartet. Eines meiner Themen ist Vielfalt und daru\u0308ber diskutiere ich nun schon einige Jahre. Daher wei\u00df ich, was bei diesem Thema auf mich zukommt, und kann entsprechend reagieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Ein beliebter Angriff ist zum Beispiel der Verweis auf die vermeintlich falsche Priorit\u00e4t: \u201eGibt es nicht wichtigere Dinge als Vielfalt? Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, Frau Onaran!\u201c. Um so einen Angriff ganz nu\u0308chtern zu entkr\u00e4ften, wu\u0308rde ich empfehlen, die Sorge ernst zu nehmen. In diesem Fall wu\u0308rde ich klarmachen, warum Vielfalt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kein Nebenschauplatz, sondern Teil der L\u00f6sung ist. Nicht, um das Problem kleinzureden. Aber was hier z\u00e4hlt, ist der gr\u00f6\u00dfere Zusammenhang. Unternehmen mit vielf\u00e4ltigen Teams sind nun mal innovativer, krisenfester und wirtschaftlich erfolgreicher.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><i><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Aber wie reagiere ich darauf, wenn die anderen \u2013 meist M\u00e4nner \u2013 unsachlich auf meine Ideen reagieren oder diese sarkastisch kommentieren? Wie bleibe ich da souver\u00e4n und schlagfertig? Um nicht selbst emotional zu werden, versuche ich es immer mit dem Dreiklang: einordnen, versachlichen, wertsch\u00e4tzen. Wenn es etwa um Einw\u00e4nde gegen die Frauenquote geht, sage ich: \u201eDas ist nicht das erste Mal, dass ich das h\u00f6re. Das hei\u00dft nicht, dass ich es nicht verstehe, aber mir geht es doch darum, dass auch Frauen mehrere Optionen und die M\u00f6glichkeit haben sollten, sich fu\u0308r einen Lebensweg zu entscheiden, der nicht nur aus Familie und nicht nur aus Beruf besteht \u2013 wie das M\u00e4nner ja auch haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Was passiert hier? Ich ordne den Einwand zuerst ein: Ich mache deutlich, dass er mir nicht neu ist. Dann versachliche ich das Thema, indem ich erkl\u00e4re, worum es mir inhaltlich geht. Und schlie\u00dflich wertsch\u00e4tze ich die Perspektive meines Gegenu\u0308bers, ohne sie u\u0308bernehmen zu mu\u0308ssen. Genau das ist der Dreiklang: einordnen, versachlichen, wertsch\u00e4tzen. Ein Prinzip, das hilft, ruhig zu bleiben \u2013 gerade in aufgeheizten oder pers\u00f6nlichen Situationen.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><strong><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eEinordnen, versachlichen, wertsch\u00e4tzen \u2013 das ist der beste Weg, um mit verbalen Angriffen umzugehen, auch wenn\u2019s pers\u00f6nlich wird. Wer im Thema ist und sich auf wiederkehrende Einw\u00e4nde vorbereitet, bleibt souver\u00e4n. Denn viele Angriffe sind weniger sachlich motiviert als emotional aufgeladen.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><i><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Argumentieren ohne Angriffsmodus<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Gerade wenn Diskussionen emotional werden, ist es entscheidend, dass du nicht in denselben Modus verf\u00e4llst. Wer souver\u00e4n argumentiert, reagiert nicht impulsiv, sondern strategisch \u2013 mit klarem Kopf und gezielten Mitteln. Bei einer Diskussion sagte ein Mann mal zu mir: \u201eWenn ich mir Sie so anschaue, dann scheint Ihnen das Thema \u00c4u\u00dferlichkeit ziemlich wichtig.\u201c Es ging um Vielfalt, und sein Beitrag war natu\u0308rlich v\u00f6llig unangebracht. Was tun? Entweder ich reagiere gar nicht, gehe nicht darauf ein \u2013 oder ich reagiere und sage, was ich ihm gesagt habe: \u201eWir k\u00f6nnen gern u\u0308ber die Auswahl meiner Kleider reden, oder wir reden daru\u0308ber, wie es in der deutschen Wirtschaft wieder besser. werden kann.\u201c Das sind aber S\u00e4tze, die fallen dir erst ein, wenn du schon \u00f6fter solche Diskussionen gefu\u0308hrt hast, wenn du wei\u00dft, wie unfair M\u00e4nner in Debatten agieren, die sie als bedrohlich fu\u0308r sich selbst empfinden (auch wenn sie nicht bedrohlich fu\u0308r sie sind). Auch hier hilft, sich entsprechende Konters\u00e4tze vorab zurechtzulegen. \u201eIch verstehe ja Ihr Interesse, aber ich habe leider nicht die Zeit, mich mit Ihnen u\u0308ber meine Kleidung zu unterhalten \u2013 uns geht es doch um etwas Wichtigeres. Oder?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Gerade wenn sie dich schon vor deinem ersten Wort abwerten wollen, solltest du auf dem Posten sein. Wenn du deine eigene Abwertung zul\u00e4sst, wirst du wenig Chancen haben, sie mit deinen Ideen und deinen Anregungen zu u\u0308berzeugen. Ein kluger, gezielt gesetzter Satz stoppt nicht nur alberne Einw\u00e4nde \u2013 sondern steigert das Interesse an dem, was du zu sagen hast.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Zwei m\u00e4chtige Tools: Definition und Humor<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Was im Gespr\u00e4ch wirkt, ist kein spontaner Geistesblitz, sondern schlicht gute Vorbereitung. Wenn du wei\u00dft, dass dein Thema Widerst\u00e4nde ausl\u00f6st \u2013 und du kennst die typischen Spielarten dieser Widerst\u00e4nde \u2013, kannst du dich darauf einstellen. Zwei Techniken sind in solchen Momenten besonders hilfreich: Definition und Humor.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Definition bedeutet: Du setzt den Rahmen. Du entscheidest, woru\u0308ber gesprochen wird \u2013 und woru\u0308ber nicht. Statt dich auf Nebenschaupl\u00e4tze einzulassen, fu\u0308hrst du zuru\u0308ck zur Sache.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Humor bedeutet: Du konterst scharf, aber nicht verletzend. Du zeigst, dass du dich nicht provozieren l\u00e4sst \u2013 und gewinnst damit die Gespr\u00e4chsfu\u0308hrung zuru\u0308ck.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Die Definition nutze ich besonders gern. Das bedeutet, am Anfang zu kl\u00e4ren, warum wir zusammensitzen und was die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer denken. In einem Workshop mit Top-Fu\u0308hrungskr\u00e4ften sollte es beispielsweise darum gehen, warum Vielfalt in Unternehmen wichtig ist. Ich leitete den Workshop und vor mir sa\u00dfen zehn Leute: neun M\u00e4nner, eine Frau.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Statt etwas vorzugeben, statt direkt in mein Programm einzusteigen, sagte ich: \u201eBevor wir anfangen, gehen wir reihum und jede Person erz\u00e4hlt, was er oder sie unter Vielfalt versteht.\u201c Das war spannend. Denn bei zehn Leuten gibt es zehn verschiedene Definitionen von Vielfalt. Es war gut, dass ich diese zu Beginn alle abgefragt hatte. So fiel es mir dann auch leichter, die Diskussion zu versachlichen, denn die Standpunkte waren ja klar, ich wusste, wie alle drauf sind, was ihnen durch den Kopf geht, was sie belastet. Selbst als einer zum Rundumschlag ausholte und sinngem\u00e4\u00df sagte: \u201eAn der Vielfalt nervt mich alles, ich finde das furchtbar, auch dass mir jetzt vorgeschrieben wird, was ich machen soll, dass ich gendern muss, dass das jetzt alles vorgegeben wird, das macht die Sprache kaputt, und Sie sind ja auch eine von denen!!\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Wir haben weiter oben bereits gelernt, dass viele M\u00e4nner bei diesem Thema Angst haben, dass ihnen etwas weggenommen wird. Da ich das \u2013 nach vielen \u00e4hnlich gelagerten Debatten \u2013 wei\u00df, reagiere ich nicht mehr emotional, sondern ordne den Beitrag ein, bleibe sachlich. Dennoch ist es mehr als empfehlenswert, sich zu Beginn anzuh\u00f6ren, was die anderen sich unter dem Thema vorstellen, wie sie es definieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Wenn Sachlichkeit nicht hilft, wenn auch die Abfrage der Definition nicht hilft, dann hilft eine Sache immer: Humor. Humor ist immer ein guter Weg, um schon vorab hitzige Debatten zu entkr\u00e4ften \u2013 und eine Steigerung von Humor ist die Selbstironie. Einmal habe ich bei einem Vortrag zum Thema Diversity gesagt: \u201eIch wei\u00df, was Sie jetzt denken: Da kommt diese Feministin, die uns umerziehen will und dafu\u0308r sorgt, dass wir alle zwangsgendern mu\u0308ssen \u2013 aber es tut mir leid, diesen Gefallen werde ich Ihnen nicht tun.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Oder wenn es beim Thema Frauenquote immer hei\u00dft, die Qualit\u00e4t und die Leistung mu\u0308ssten doch entscheidend sein, nicht das Geschlecht \u2013 dann entgegne ich inzwischen: \u201eAlso ich pers\u00f6nlich habe es noch nicht erlebt, dass ich auf der Stra\u00dfe von einem Unternehmen gefragt wurde, ob ich nicht Aufsichtsratsvorsitzende bei ihnen werden wolle, weil ich doch eine Frau sei.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Ja, es hilft, wenn etwas ins L\u00e4cherliche gezogen wird, Humor kann entwaffnend sein. Denn der sch\u00f6ne Nebeneffekt bei Humor: Er wirkt entlarvend. Gerade der Satz, ich sei noch nie auf der Stra\u00dfe angesprochen und in den Vorstand eines Unternehmens eingeladen worden, macht \u2013 humorvoll \u2013 deutlich, wie absurd doch der Einwand ist, durch die Quote wu\u0308rden einfach irgendwelche Frauen in Spitzenpositionen gesetzt, blo\u00df weil sie Frauen sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_686790\" style=\"width: 421px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-686790\" class=\"size-full wp-image-686790\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/cover.tijenonaran.2025.jpg\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/cover.tijenonaran.2025.jpg 411w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/10\/cover.tijenonaran.2025-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><p id=\"caption-attachment-686790\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: PR\/Tijen Onaran\/Verlag Goldmann)<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.penguin.de\/buecher\/tijen-onaran-nur-wer-s-richtig-sagt-kommt-an-sein-ziel\/paperback\/9783442180608\">Tijen Onaran: &#8222;Nur wer&#8217;s richtig sagt, kommt ans Ziel.\u00a0Schlagfertig kontern, klug argumentieren, selbstbewusst auftreten&#8220;. Goldmann Verlag. 256 Seiten, 18 Euro<\/a>,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Kurz und gut: Wenn deine Zuh\u00f6rerinnen oder Zuh\u00f6rer unsachlich werden, musst du nicht auch unsachlich werden.<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Bei hitzigen Diskussionen hei\u00dft es Haltung bewahren: Bleib einfach bei dir. Du reagierst nicht auf die Ebene des Angriffs, sondern steuerst das Gespr\u00e4ch zuru\u0308ck auf die Sachebene. Die sogenannte Gewaltfreie Kommunikation unterscheidet zwischen Beobachtung und Bewertung \u2013 eine Differenz, die in hitzigen Gespr\u00e4chen oft verloren geht. Wer diese Unterscheidung aktiv aufrechterh\u00e4lt, bleibt handlungsf\u00e4hig.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Wenn Menschen in Gespr\u00e4chen einen scharfen Ton anschlagen, liegt das selten nur an den Fakten. Es geht um Deutung, um Selbstbild, um Emotion. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist ein Modell, das Marshall Rosenberg entwickelt hat, um Verst\u00e4ndigung auch in schwierigen Situationen m\u00f6glich zu machen. Ihr Prinzip: Sprich so, dass du verstanden wirst \u2013 und so, dass dein Gegenu\u0308ber nicht blockiert.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Die GFK erfolgt in vier Schritten:<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\" style=\"margin-left: 35.4pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">1. Beobachtung: Was ist konkret passiert \u2013 ohne Wertung?<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\" style=\"margin-left: 35.4pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">2. Gefu\u0308hl: Was l\u00f6st das bei dir aus?<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\" style=\"margin-left: 35.4pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">3. Bedu\u0308rfnis: Welches Bedu\u0308rfnis steckt dahinter?<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\" style=\"margin-left: 35.4pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">4. Bitte: Was brauchst du jetzt?<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Einiges davon du\u0308rfte dir bekannt vorkommen, da es hier eine gewisse Verwandtschaft mit dem Vier-Seiten-Modell der Kommunikation gibt. Allerdings setzt die GFK einen anderen Schwerpunkt: Sie zielt auf Verst\u00e4ndigung im Krisen- und Konfliktfall ab und ist handlungsleitend. Darum verlangt sie nicht nur sprachliche Umsicht, sondern insbesondere innere Klarheit von der Sprecherin bzw. dem Sprecher. Du musst wissen, was du wirklich willst \u2013 und lernen, das auszudru\u0308cken, ohne zu moralisieren oder zu dominieren. Gerade in Situationen, in denen du dich angegriffen fu\u0308hlst, kann das den Unterschied ausmachen. Wenn Sachlichkeit auf Emotionalit\u00e4t trifft Wenn es emotional wird, setzen viele instinktiv auf Durchsetzung. Sie wollen recht behalten, u\u0308berzeugen und Widerstand brechen. Aber: Wer in den \u00dcberzeugungsmodus geht, verliert oft die Verbindung zum Gegenu\u0308ber.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Es ist einer der Klassiker in vielen Paarsituationen: Die eine Person fu\u0308hlt sich durch herumliegende Dinge gestresst \u2013 die andere versteht das Problem nicht. Bu\u0308cherstapel auf dem Tisch, Jacke u\u0308ber dem Stuhl, die Kaffeetasse vom Vortag auf der Fensterbank. Fu\u0308r die eine ist das ein Zeichen von Nachl\u00e4ssigkeit. Fu\u0308r die andere einfach Alltag.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Solche Situationen kippen schnell \u2013 oft in Vorwu\u0308rfe oder in stille Genervtheit. Was dabei fehlt, ist nicht ein gemeinsames Ordnungssystem, sondern ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis. Warum st\u00f6rt dich das? Was brauchst du? Und was davon habe ich bisher vielleicht nie gesehen?<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Genau hier setzt das Konzept des Mutual Learning an \u2013 also: gegenseitiges Lernen statt gegenseitiger Kampf.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Mutual Learning bedeutet in solchen Momenten: nicht u\u0308berzeugen, sondern verstehen. Nicht: \u201eDu musst es so sehen wie Ich\u201c \u2013 sondern: \u201eIch will verstehen, wie du das erlebst.\u201c Und manchmal reicht genau das, damit ein Gespr\u00e4ch aufh\u00f6rt, sich im Kreis zu drehen \u2013 und endlich in Bewegung kommt.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Die Grundidee dahinter lautet folgenderma\u00dfen: Statt in ein Gespr\u00e4ch zu gehen mit dem Ziel, dein Gegenu\u0308ber zu u\u0308berzeugen, gehst du mit der Haltung hinein, etwas u\u0308ber die Sichtweise des anderen zu lernen \u2013 und gleichzeitig deine eigene Perspektive verst\u00e4ndlich zu machen. Das hei\u00dft nicht, dass du dich unterordnest oder relativierst. Es hei\u00dft: Du \u00f6ffnest die M\u00f6glichkeit, dass ihr gemeinsam zu einem besseren Verst\u00e4ndnis kommt \u2013 auch bei Widerspruch. Diese Haltung ver\u00e4ndert die Gespr\u00e4chsdynamik grundlegend:<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsolistparagraph\" style=\"text-indent: -18.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u2013<span style=\"font-size: 7.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Du fragst, statt sofort zu antworten.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsolistparagraph\" style=\"text-indent: -18.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u2013<span style=\"font-size: 7.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Du h\u00f6rst zu, ohne gleich zu bewerten.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsolistparagraph\" style=\"text-indent: -18.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u2013<span style=\"font-size: 7.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Mit Worten u\u0308berzeugen \u2013 ohne laut zu werden<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsolistparagraph\" style=\"text-indent: -18.0pt\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u2013<span style=\"font-size: 7.0pt;font-family: 'Times New Roman',serif\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Du machst deine Annahmen transparent \u2013 und hinterfragst die deines Gegenu\u0308bers.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Mutual Learning funktioniert besonders gut, wenn Emotionen im Spiel sind. Denn es bricht mit dem Impuls, sofort zu kontern. Stattdessen entsteht Raum fu\u0308r Reflexion. Und oft auch fu\u0308r<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Respekt. Wer so kommuniziert, geht nicht in den Angriffsmodus \u2013 und wird trotzdem geh\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Umgang mit typischen Killerphrasen<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Killerphrasen sind in diesem Zusammenhang nicht nur \u00e4rgerlich<b>\u00a0<\/b>\u2013 sie sind effektiv. Sie stoppen Argumente, bremsen Denkprozesse<b>\u00a0<\/b>und legen ganze Gespr\u00e4che lahm. Klassiker wie \u201eDas<b>\u00a0<\/b>haben wir schon immer so gemacht\u201c, \u201eJetzt wird\u2019s aber emotional<b>\u201c\u00a0<\/b>oder \u201eSie sind ja parteiisch\u201c zielen nicht auf Inhalte, sondern<b>\u00a0<\/b>auf Wirkung: auf Abwertung, auf Verunsicherung, auf Gespr\u00e4chsdominanz.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Auch pers\u00f6nliche Angriffe funktionieren so. Sie sollen nicht u\u0308berzeugen \u2013 sie sollen dich aus dem Tritt bringen. Deshalb ist es wichtig, diese Muster zu erkennen und bewusst zu durchbrechen. Hier sind drei Strategien, die dabei helfen k\u00f6nnen:<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 13.5pt\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Erstens: Rahmen setzen. Mach klar, woru\u0308ber du sprichst \u2013 und woru\u0308ber nicht. Du kannst h\u00f6flich, aber bestimmt Grenzen setzen:<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eIch bin gern im Gespr\u00e4ch, aber nur auf Sachebene.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eLassen Sie uns beim Thema bleiben \u2013 sonst verlieren wir\u00a0beide den Faden.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 13.5pt\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Zweitens: umdeuten statt zuru\u0308ckschlagen. Wenn dir eine Killerphrase\u00a0begegnet, nimm sie auf \u2013 aber lenke sie um:\u00a0\u201eDas haben wir schon immer so gemacht.\u201c \u2192 \u201eGenau deshalb lohnt sich der Blick nach vorn.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eJetzt wird\u2019s aber emotional.\u201c \u2192 \u201eGut, dass wir u\u0308ber ein Thema sprechen, das Menschen bewegt.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 13.5pt\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Drittens: den Fokus verschieben. Frag zuru\u0308ck. Nicht konfrontativ, sondern kl\u00e4rend:<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eWas genau meinen Sie damit?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u201eWie kommen Sie zu dieser Einsch\u00e4tzung?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Diese Ru\u0308ckfragen nehmen Tempo raus \u2013 und geben dir die Gespr\u00e4chsfu\u0308hrung zuru\u0308ck.<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"xmsonormal\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif\">Lege dir fu\u0308r typische Killerphrasen, die dir oft begegnen, eigene kurze Reaktionss\u00e4tze zurecht. So bleibst du souver\u00e4n \u2013 auch dann, wenn es pers\u00f6nlich wird.<\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M\u00f6chten Sie einen Blog-Beitrag nutzen, um nicht von Links abh\u00e4ngig zu sein? Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte, um Inhalte dauerhaft zu sichern: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Tijen Onaran: &#8222;Nur wer&#8217;s richtig sagt, kommt ans Ziel. 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