{"id":685724,"date":"2025-01-16T06:00:33","date_gmt":"2025-01-16T05:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=685724"},"modified":"2025-01-17T02:55:34","modified_gmt":"2025-01-17T01:55:34","slug":"buchauszug-kara-swisher-burn-book-a-tech-love-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2025\/01\/16\/buchauszug-kara-swisher-burn-book-a-tech-love-story\/","title":{"rendered":"Buchauszug Kara Swisher: \u201eBurn Book \u2013 A Tech Love Story\u201c"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1>Buchauszug Kara Swisher: &#8222;Burn Book. A Tech Love Story&#8220;<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_685725\" style=\"width: 418px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-685725\" class=\"size-full wp-image-685725\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/01\/cover.burn_.book_.jpg\" alt=\"\" width=\"408\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/01\/cover.burn_.book_.jpg 408w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2025\/01\/cover.burn_.book_-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><p id=\"caption-attachment-685725\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: Plassen Verlag)<\/p><\/div>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.hugendubel.de\/de\/buch_kartoniert\/kara_swisher-burn_book-48279696-produkt-details.html?adCode=920R10L22A31M&amp;msclkid=ddb0b44c2f3410244bc5d3c474cec160&amp;utm_source=bing&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=Hug_Bing_Shopping_B%C3%BCcher_Pmax_FeedOnly&amp;utm_term=2324642460373607&amp;utm_content=B%C3%BCcher\">Kara Swisher: Burn Book bei hugendubel.de. &#8211;\u00a0<\/a> 24,90 Euro, 336 Seiten, Plassen Verlag<\/strong><\/p>\n<h1 class=\"entry-title\"><\/h1>\n<p><strong>Der gef\u00e4hrlichste Mann der Welt<\/strong><\/p>\n<p>Womit k\u00f6nnen wir die gro\u00dfen M\u00e4chte bes\u00e4nftigen?<\/p>\n<p>Und ich glaube, das war am Ende die Frage, die Agamemnon zerst\u00f6rte, dort am Strand, die griechischen Schiffe in Bereitschaft, das Meer unsichtbar jenseits des ruhigen Hafens,\u00a0die Zukunft todbringend und schwankend: er war ein Narr,\u00a0weil er glaubte, man k\u00f6nne sie lenken. Er h\u00e4tte sagen m\u00fcssen Ich habe nichts, ich bin dir ausgeliefert.<\/p>\n<p>\u2013 LOUISE GL\u00dcCK, \u201eDAS LEERE GLAS\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Schwei\u00df \u00fcber Mark Zuckerbergs teigiges, rundliches Gesicht rann, fragte ich mich, ob er mir gleich vor meine F\u00fc\u00dfe kippen w\u00fcrde. Mehrere F\u00fchrungskr\u00e4fte von Facebook hatten mir erz\u00e4hlt, dass das manchmal passierte, wenn ihr CEO nerv\u00f6s wurde. Aber ich wusste nicht, ob es ein Scherz war oder nicht. \u201eEr hat Panikattacken, wenn er in der \u00d6ffentlichkeit spricht\u201c, hatte mich einer schon vor Jahren gewarnt. \u201eEs kann durchaus sein, dass er in Ohnmacht f\u00e4llt.\u201c<\/p>\n<p>Ich hatte den Verdacht, dass es ein Trick war, um uns dazu zu bringen, netter zu Zuckerberg zu sein. Wenn es einer war, hat er nicht funktioniert. Walt und ich grillten den schm\u00e4chtigen jungen Mann 2010 auf der Hauptb\u00fchne unserer j\u00e4hrlichen All Things Digital-Konferenz im kalifornischen Rancho Palos Verdes. Zuckerberg sa\u00df auf einem unserer ikonischen roten St\u00fchle, auf denen auch Tech-Legenden wie Steve Jobs gesessen hatten, der in diesem Jahr zum letzten Mal dabei war. Zuckerberg erz\u00e4hlte mir, dass er gern einmal mit Jobs bei einem Abendessen am Pazifik zusammensitzen w\u00fcrde, was ich sehr r\u00fchrend und aufrichtig fand. Das ATD-Interview fand nur f\u00fcnf Jahre nach der Gr\u00fcndung von Facebook und zwei Jahre vor dessen B\u00f6rsengang statt. In vielerlei Hinsicht war Zuckerbergs Treffen mit Walt und mir sein aufsehenerregendes Deb\u00fct in der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Aber nun liefen die Rinnsale \u00fcber sein immer blasser werdendes Gesicht. Im Nachhinein betrachtet war ein solches Desaster wohl unvermeidlich. Wir hatten zwar h\u00e4ufig miteinander gesprochen, seit Zuckerberg 2004 in seinem Wohnheimzimmer in Harvard Facebook gegr\u00fcndet hatte, ehe er damit nach Palo Alto umzog, aber er hatte nur ein einziges gr\u00f6\u00dferes \u00f6ffentliches Interview mit mir gef\u00fchrt und damals war er nicht allein gewesen. Seine damalige COO Sheryl Sandberg sa\u00df an seiner Seite und bog schwierige Fragen gekonnt ab. Das war gleichsam der Markenkern dieser enorm effektiven F\u00fchrungskraft, schon kurz nachdem sie als die \u201eErwachsene\u201c eingestellt worden war, wobei ihre Rolle f\u00fcr meine Begriffe eher der einer hippen \u00e4lteren Schwester glich. \u00dcber die Jahre war sie in vielerlei Hinsicht Marks Zufluchtsort.<\/p>\n<p>Ich hatte dar\u00fcber berichtet, wie Sandberg vom Todesstern geflohen war, zu dem sich Google entwickelt hatte, wo sie die profitgierige AdWords-Abteilung geleitet hatte. Sie hatte sich mit dem au\u00dferordentlich unbeholfenen Zuckerberg in einem putzigen Tech-Moment auf einer Weihnachtsfeier angefreundet und sehr schnell und vorausschau-end zugestimmt, sich als seine Stellvertreterin einstellen zu lassen und damit auch f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil von Facebook die Zust\u00e4ndigkeit zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Aus Zuckerbergs Perspektive war der Schachzug sogar noch besser, da er Schwierigkeiten hatte, einen geeigneten Gesch\u00e4ftspartner f\u00fcr sein hei\u00dfes Start-up zu finden. Der Ruch von anhaltendem operativen Chaos umgab das Unternehmen, obwohl es nach einer Investition von 240 Millionen Dollar durch Microsoft im Jahr 2007 mit unvorstellbaren 15 Milliarden Dollar bewertet wurde. Bill Gates war zu einem Mentor des jungen Unternehmers geworden, aber Sandberg sollte sich im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre als Zuckerbergs wichtigste Verb\u00fcndete erweisen.<\/p>\n<p>Und in der Tat verf\u00fcnffachte sich die Reichweite des Unternehmens in den ersten beiden Jahren ihrer Zusammenarbeit auf 500 Millionen Nutzer, w\u00e4hrend Sandberg die gewinnbringende Werbemaschine optimierte und Zuckerberg die aggressive Produkterweiterung leitete. Die Bewertung von Facebook stieg sogar noch weiter, da die Einnahmen schnell wuchsen. Aber es gab auch Dinge, die besorgniserregend waren \u2013 wie schon in den ersten Tagen des Dienstes, als interne Memos von Zuckerberg seine wahren Gef\u00fchle gegen\u00fcber den Nutzern offenbarten, die ihre Daten so leichtfertig hergaben. \u201eSie \u201avertrauen mir\u2018, diese Idioten\u201c, schrieb er. Klingt echt nett.<\/p>\n<p>Auch wenn Mark sp\u00e4ter sein Bedauern \u00fcber diese \u00c4u\u00dferung zum Ausdruck brachte, so war es doch eine zutreffende Momentaufnahme einer sich verh\u00e4rtenden Kultur, die Wachstum Vorrang vor Sicherheit einr\u00e4umte. Und sie war auch in die DNA des Unternehmens eingebaut. Facebook hatte im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Kunden-daten bereits zahlreiche Katastrophen \u00fcberstehen m\u00fcssen. Beacon war eine Werbesoftware, die entwickelt worden war, um die Aktivit\u00e4ten der Nutzer zu tracken, zum Beispiel den Kauf von G\u00fctern abseits der Website, und diese Informationen dann an Facebook weiterzuleiten. Facebook stellte Beacon als \u201ekommerzielles Warnsystem\u201c vor, aber es wirkte in Wirklichkeit eher wie ein Stalker-System. Die Federal Trade Commission segnete sie zun\u00e4chst ab, beanstandete aber 2007 die Verwendung der Software. Sean Parker, der Mark bei der anf\u00e4nglichen Entwicklung von Facebook beriet, erkl\u00e4rte sp\u00e4ter, dass das Ziel der Website schlicht war: \u201eWie k\u00f6nnen wir so viel von deiner Zeit und deiner bewussten Aufmerksamkeit wie m\u00f6glich in Anspruch nehmen?\u201c Was er nicht im positiven Sinne meinte.<\/p>\n<p>Bald stand Facebook im Ruf, den popul\u00e4ren Begriff \u201eGrowth Hacking\u201c auf eine Spitze zu treiben, die AOL, Yahoo und selbst Google sch\u00fcchtern erscheinen lie\u00df. So war es nicht verwunderlich, dass sich Facebook im Sommer 2010 mit beh\u00f6rdlichen Untersuchungen konfrontiert sah, in deren Fokus die schlampige, ja r\u00e4uberische Datenschutzpraxis stand, die das Unternehmen bei seinem Vormarsch hatte schleifen lassen. Gleichzeitig sollte in K\u00fcrze der Film The Social Network von Aaron Sorkin \u00fcber die Gr\u00fcndung von Facebook in die Kinos kommen. Im Vorfeld hie\u00df es bereits, dass der Film Zuckerberg in einem wenig schmeichelhaften Licht darstellte. Sein aalglattes Gebaren solle das gesamte Unternehmen infiziert haben.<\/p>\n<p>Bei einem Essen kurz vor unserem Interview sa\u00df Mark neben mir und war sichtlich emp\u00f6rt \u00fcber die bevorstehende Ver\u00f6ffentlichung, auch dar\u00fcber, dass der Film ihn darstellte, als h\u00e4tte er die Idee f\u00fcr das soziale Netzwerk von seinen Harvard-Kommilitonen gestohlen, den Winklevoss-Br\u00fcdern. Die beiden gut aussehenden Gauner, die meisterhafte Zweierruderer waren, wurden sp\u00e4ter von Facebook ausbezahlt und gr\u00fcndeten daraufhin eine Kryptow\u00e4hrungsb\u00f6rse, insofern m\u00fcssen wir ihretwegen nicht unbedingt eine Tr\u00e4ne verdr\u00fccken. Facebook hatte sich jedenfalls selbstgerecht und lautstark bei den Verantwortlichen in Hollywood \u00fcber die Darstellung ihres Unternehmens beschwert, was dem Film nat\u00fcrlich noch mehr Aufmerksamkeit bescherte. Ich riet Zuckerberg, einfach dar\u00fcber zu lachen. Das Beste sei, wenn er zur Premiere gehe und den Schauspieler Jesse Eisenberg, der Zuckerberg spielte, umarme. \u201eSie m\u00fcssen das Heft des Handelns in der Hand behalten, Mark. Der Film wird in die Kinos kommen, ob es Ihnen gef\u00e4llt oder nicht. Und am Ende ist es doch egal, weil Sie reicher und ber\u00fchmter sein werden als irgendwer von denen.\u201c<\/p>\n<p>Zwar lachte er sp\u00e4ter tats\u00e4chlich dar\u00fcber und trat sogar mit Eisenberg bei Saturday Night Live auf, aber zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht so weit. \u201eDie Leute denken doch, dass ich wirklich so bin, weil sie alles glauben, was sie auf der Leinwand sehen\u201c, entgegnete er und runzelte die Stirn. Mark war gerade 26 Jahre alt geworden und hatte noch kein Gef\u00fchl daf\u00fcr entwickelt, dass das Leben lang ist und er sich besser auf einen Durchleuchtungsmarathon vorbereiten sollte. Er war genervt und seine emotionale Aufregung wurde durch eine sich ank\u00fcndigende Grippe noch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Auf mich wirkte Zuckerberg sehr verletzlich, zumal er eher ratlos als w\u00fctend schien. Er verstand nicht, weshalb die Welt so ungerecht zu ihm war. Immerhin hatte er ihr Facebook geschenkt. Hier blitzte zum ersten, aber beileibe nicht zum letzten Mal seine hartn\u00e4ckige Opfermentalit\u00e4t auf, die ihn und das Unternehmen in den kommenden Jahren plagen sollte, als die berechtigte Kritik zunahm.<\/p>\n<p>Die Opferrolle war ein allgegenw\u00e4rtiges Gef\u00fchl, das sich in der ge-samten Tech-Bruderschaft ausbreitete, insbesondere als die Gr\u00fcnder und F\u00fchrungskr\u00e4fte den wohlverdienten Gegenwind zu sp\u00fcren bekamen. Diese Haltung hatte von Mark Besitz ergriffen, als der Harvard-Abbrecher 2017 an die Uni zur\u00fcckkehrte, um dort eine Rede vor den Absolventen zu halten. Er begann mit der erhabenen Idee, sich von einem Ziel leiten zu lassen, um dann schnell auf die Stra\u00dfe der Beschwerden abzubiegen. \u201eEs ist gut, idealistisch zu sein. Aber seien Sie darauf vorbereitet, missverstanden zu werden. Jeder, der an einer gro\u00dfen Vision arbeitet, wird f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt, selbst wenn er am Ende recht hat. Jeder, der an einem komplexen Problem arbeitet, wird beschuldigt, die Herausforderung nicht vollst\u00e4ndig zu verstehen, obwohl es unm\u00f6glich ist, alles im Voraus zu wissen\u201c, prophezeite er. \u201eWer die Initiative ergreift, wird daf\u00fcr kritisiert, dass er zu schnell vorgeht, denn es gibt immer jemanden, der ihn aufhalten will.\u201c<\/p>\n<p>Die Saat dieser Mentalit\u00e4t keimte bereits 2010 auf, als er sich fragte, warum der Drehbuchautor Aaron Sorkin auf ihm herumhackte. Ich konnte einfach nicht begreifen, warum er sich mehr f\u00fcr einen dummen Film interessierte als f\u00fcr die Auswirkungen, die er auf die reale Welt hatte. \u201eSeien Sie verrufen, Mark\u201c, scherzte ich, bevor ich aufstand, um mich auf unser Interview auf der B\u00fchne vorzubereiten.<\/p>\n<p>Zu seinem Pech wurde er genau das: verrufen. Als Walt ihn auf das Thema Datenschutz und \u201esofortige Personalisierung\u201c ansprach, wurde Zuckerbergs Angst auf der B\u00fchne physisch sichtbar. Sandberg sa\u00df in der ersten Reihe und verzog ihr Gesicht zu einer entsetzten Grimasse, als sie sah, was ich aus n\u00e4chster N\u00e4he sehen konnte. Mark schmolz in sich zusammen. Buchst\u00e4blich.<\/p>\n<p>Sein sich verschlimmernder Schwei\u00dfausbruch erinnerte mich an die Szene in dem Film Nachrichtenfieber, in dem der von Albert Brooks gespielte Aaron Altman zu einer Schwei\u00dfpf\u00fctze wird, w\u00e4hrend er f\u00fcr den Wochenend-Nachrichtensprecher einspringt und dabei komplett versagt. Bei Zuckerberg war es sogar noch schlimmer und so sehr ich auch meinen Ruf als k\u00e4mpferische Interviewerin genoss, wollte ich nicht als die Person Ber\u00fchmtheit erlangen, die das neueste Wunderkind des Silicon Valley in einer Pf\u00fctze versenkte. Deshalb schaltete ich mich ein und schlug ihm vor, seinen notorischen Hoodie auszuziehen, um ein wenig abzuk\u00fchlen. In meiner Mutterrolle versuchte ich ihm damit aus dieser augenf\u00e4lligen Klemme zu helfen. Dabei war der Versuch, das n\u00e4ssende Desaster zu stoppen, nicht ganz uneigenn\u00fctzig. Ich wollte nicht, dass der Abend damit endet, dass ich ihm eine Ohrfeige verpassen musste, wenn er in Ohnmacht fiel. Mark lehnte meinen Vorschlag ab, auch wenn ihm allm\u00e4hlich d\u00e4mmerte, dass er \u00fcbel litt. \u201eIch ziehe meinen Hoodie niemals aus\u201c, sagte er in dem schlaffen Versuch, noch einen Witz zu machen.<\/p>\n<p>Aber als er kurz darauf bemerkte, wie schlimm es um ihn stand, gab er nach. \u201eVielleicht ziehe ich den Pulli doch besser aus\u201c, sagte er. W\u00e4hrend er seine Schutzschicht abstreifte und die metastasierenden Schwei\u00dfflecken unter Marks Achseln und auf seinem R\u00fccken zum Vorschein kamen, versuchte ich, Small Talk zu machen, damit er sich beruhigte.<\/p>\n<p>Kara: Dieser Hoodie ist aber auch wirklich sehr warm.<\/p>\n<p>Mark: Er ist sehr dick \u2013 das ist ein Firmen-Hoodie. Auf die Innenseite haben wir unsere Mission gedruckt.<\/p>\n<p>Kara: Oh? Was steht da? \u201eF\u00fcr eine \u2026\u201c<\/p>\n<p>Mark: \u201eF\u00fcr eine offenere, vernetztere Welt.\u201c<\/p>\n<p>Kara: Ach du lieber Gott. Das ist ja wie eine geheime Sekte. Hier, sehen Sie sich das an: \u201eF\u00fcr eine offenere, vernetztere Welt.\u201c Und weiter: \u201eStream. Graph. Platform.\u201c Und dann dieses seltsame Symbol in der Mitte, ich vermute, das steht f\u00fcr die Illuminaten.<\/p>\n<p>Alle lachten. Und auch Zuckerberg entspannte sich, sodass der ganze Raum erleichtert aufatmete und das Interview weitergehen konnte. Sp\u00e4ter schickte er Walt und mir eine freundliche E-Mail. Er bedankte sich sogar f\u00fcr das Interview, was er sicher nicht h\u00e4tte tun m\u00fcssen, vor allem angesichts der schmerzhaften Bilder, die sehr bald in der Tech-Welt die Runde machten. Es war eine einmalig schwache Leistung eines CEO in einem entscheidenden Moment. Aber wie sich herausstellen sollte, war es nicht einmal sein schlechtester Auftritt.<\/p>\n<p>Von dem Tag, an dem wir uns kennen lernten, schien Mark mich\u00a0\u2013 und wom\u00f6glich die gesamte Presse \u2013 als seinen Gegner zu betrachten.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel ist das Erste, was Mark jemals zu mir gesagt hat.<\/p>\n<p>\u201eIch habe geh\u00f6rt, dass Sie mich f\u00fcr ein Arschloch halten.\u201c<\/p>\n<p>Seine Er\u00f6ffnung \u2013 in der Tat ein aggressiver Zug. Die meisten Unternehmensgr\u00fcnder versuchten mich bestm\u00f6glich zu bezirzen, da ich f\u00fcr eine gro\u00dfe Wirtschaftszeitung arbeitete und es f\u00fcr sie wichtig war, was ich \u00fcber sie schrieb. Doch trotz seiner Er\u00f6ffnungssalve wirkte Zuckerberg im Grunde harmlos, wie ein neugeborenes kleines Ding mit rehbraunen Augen und breiter Stirn oder wie eine nicht besonders interessante Anime-Kreatur.<\/p>\n<p>Aber er hatte unrecht. Ich hielt ihn nicht f\u00fcr ein Arschloch. Ich vermutete, dass er ein Arschloch war, und dieser Eindruck beruhte auf dem, was mir viele andere erz\u00e4hlt hatten. Einige Leute, die ich sehr respektierte und die Zuckerberg getroffen hatten, hatten nach der Begegnung einen Eindruck von ihm, der am ehesten mit einem Schul-terzucken vergleichbar w\u00e4re. Einige hielten ihn f\u00fcr ein Leichtgewicht.<\/p>\n<p>Einige hielten ihn f\u00fcr extrem arrogant. Die meisten hielten ihn f\u00fcr einen von vielen Tech-Bros, der \u2013 sagen wir es mal so \u2013 oft im Unrecht war, aber niemals Zweifel hegte. Mit Sicherheit hielt ihn niemand f\u00fcr einen bahnbrechenden Wegbereiter. Sein soziales Netzwerk war damals noch in den Kinderschuhen und Zuckerberg war noch nicht der Mann, der er sp\u00e4ter werden sollte: einer der reichsten und m\u00e4chtigsten Menschen auf dem Planeten.<\/p>\n<p>Der damalige COO von Facebook, Owen Van Natta, den ich seit seiner Zeit als F\u00fchrungskraft bei Amazon kannte, hatte mich zu einem Treffen mit Zuckerberg gedr\u00e4ngt. Van Natta war ein gewiefter Gesch\u00e4ftsmann, der einerseits den ganzen Unsinn der Tech-Szene mit-zumachen schien, andererseits aber auch unerkl\u00e4rlicherweise mit dieser Witzbranche gutes Geld verdiente. Er hatte es geschafft, sich in Zuckerbergs Gunst einzuschmeicheln, und er schien sich trotz Zuckerbergs Unart, seine m\u00e4nnlichen F\u00fchrungskr\u00e4fte erst zu verh\u00e4tscheln und dann zu entlassen, irgendwie im Unternehmen halten zu k\u00f6nnen. \u201eSie werden ihn lieben, er ist der Beste, ich schw\u00f6re, der Beste\u201c, gurrte Van Natta und versuchte wie ein Pfadfinder zu klingen, obwohl er eher wie ein Gebrauchtwagenverk\u00e4ufer wirkte. \u201eHaben Sie diese ganzen Google-Typen nicht etwa auch satt?\u201c<\/p>\n<p>Guter Punkt. Ich hatte tats\u00e4chlich die Nase voll von diesen Google-Typen, die ihr Suchunternehmen 2004 an die B\u00f6rse gebracht hatten. Seitdem hatten sich Brin und Page von liebenswert tollpatschig zu zunehmend bizarr weiterentwickelt. Alle Welt bewunderte rund um die Uhr die unz\u00e4hligen Schrullen dieser beiden, da sie nun Milliard\u00e4re waren. Gl\u00fccklicherweise war das Silicon Valley immer schon auf der Suche nach dem n\u00e4chsten gro\u00dfen Ding und Facebook war definitiv das Start-up der Stunde. Ich wusste, dass ich Zuckerberg irgendwann treffen musste. Und so schlenderte ich 2006 die University Avenue hinunter und holte mir bei Pizza My Heart noch ein St\u00fcck Pizza Fun-ghi auf die Hand, ehe ich mich auf den Weg zu Facebook machte. Als ich dort eintraf, stand er schon im T\u00fcrrahmen seines sch\u00e4bigen B\u00fcros und platzte mit dem Satz heraus, er habe geh\u00f6rt, dass ich ihn f\u00fcr ein Arschloch hielt.<\/p>\n<p>Und meine ersten an Zuckerberg gerichteten Worte waren: \u201eDa ich Sie gerade erst kennengelernt habe, wei\u00df ich noch nicht, ob Sie ein Arschloch sind oder nicht. Aber ich werde es bald herausfinden.\u201c Wer dieser Zuckerberg war, sollte mir lange Zeit nicht klar werden, schon gar nicht an jenem Tag, als er mich zu einem Spaziergang durch Palo Alto einlud. Diese etwas kuriose Idee war eine Praxis, die er von Steve Jobs \u00fcbernommen hatte, der in der Gegend auch gern spazieren ging.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Jobs, der ein Dauerfaszinosum war, hatte Zuckerberg fast keinerlei Charme und es tat mir fast physisch weh, wie unbeholfen er damals in der \u00d6ffentlichkeit auftrat. Er r\u00e4usperte sich st\u00e4ndig, stockte beim Sprechen und sah \u00fcberall hin, nur nicht in Ihre Augen. Das war bei den vielen Tekkies, \u00fcber die ich im Laufe der Jahre berichtet hatte, nicht ungew\u00f6hnlich, auch nicht bei Microsoft-Gr\u00fcnder Bill Gates, der im Gespr\u00e4ch die ganze Zeit auf seinem Stuhl wippte \u2013 ein Tick, den er sp\u00e4ter zum Gl\u00fcck \u00fcberwand. Gates hatte hart daran gearbeitet, seine Kanten abzuschleifen, so wie viele andere Unternehmer auch, die zu Reichtum und Macht gelangt waren und sich bessere Kleidung, bessere Frisuren und bessere K\u00f6rper zulegten.<\/p>\n<p>Zuckerberg war zu Beginn noch nicht der muskelbepackte MMA-K\u00e4mpfer, noch nicht der patriotische Foilboarder, Bisonm\u00f6rder und K\u00e4lberm\u00e4ster, zu dem er sich im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre entwickeln sollte. Auf einer Aufnahme meiner Videokamera, die ich damals mit mir herumtrug, um die Tekkies in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung zu filmen, k\u00f6nnen Sie diesen jungen Mann im Jahr 2007 sehen. Mark und einer seiner ersten Risikokapitalgeber, Jim Breyer von Accel Partners, gr\u00fc\u00dften mich, w\u00e4hrend ich mit meinen Mitarbeitern von AllThingsD im Il Fornaio zu Mittag a\u00df, wo das halbe Silicon Valley abhing.<\/p>\n<p>Seinerzeit schrieb ich: \u201eGn\u00e4digerweise gibt Zuckerberg \u2013 vor allem, weil er keine andere Wahl hatte, nachdem ich meine l\u00e4stige winzige wei\u00dfe Pure-Digital-Videokamera herausgeholt hatte \u2013 in dem Video unten ein kurzes Update \u00fcber die viel gepriesene \u00d6ffnung seiner hei\u00dfen Social-Networking-Plattform f\u00fcr Drittentwickler. Aber als ich ihn nach den \u00dcbernahmeger\u00fcchten frage, die schon seit geraumer Zeit um das Unternehmen kursieren \u2013 neuerdings wird kolportiert, dass auch Google hier herumschn\u00fcffelt \u2013, reagiert er erst sp\u00f6ttisch, wird dann aber schnell sehr unangenehm.\u201c In dem peinlichen Video \u2013 das dem Wall Street Journal irgendwie abhandengekommen ist, obwohl der Artikel dazu erhalten geblieben ist \u2013 begann Mark zu stammeln und zu schnaufen, fast als h\u00e4tte ich ihn gebeten, f\u00fcr mich einen Jig zu tanzen. Die Angebote trudelten in der Tat schnell und heftig wie der Blitz ein, angefangen mit einem Angebot \u00fcber eine Milliarde Dollar von Yahoo im Jahr 2006.<\/p>\n<p>Aber er schien darauf bedacht zu sein, sich st\u00e4ndig zu verbessern \u2013 ein Charakterzug, den ich bewunderte. So war etwa 2009 auf einer Geburtstagsfeier f\u00fcr Sheryl Sandberg im St. Regis Hotel in San Francisco eindeutig zu erkennen, dass er an seiner Gespr\u00e4chskultur und an seinen \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentationen arbeitete, was f\u00fcr ihn, wie mir seine F\u00fchrungskr\u00e4fte verrieten, eine Priorit\u00e4t war. \u201eIch glaube, ich mache es jetzt besser als bei unserem ersten Treffen\u201c, sagte Zuckerberg im Ernst.<\/p>\n<p>\u201eAuf jeden Fall\u201c, sagte ich laut, um in meinem Kopf noch hinzuzuf\u00fcgen: \u201eMinimal\u201c. In Wahrheit hat mir unser erstes Treffen trotz des Unbehagens viel Spa\u00df gemacht, auch wenn es mit einem kleinen Wermutstropfen endete. Als ich ging, wurde mir eine von Zuckerbergs ber\u00fchmten Visitenkarten ausgeh\u00e4ndigt, auf der stand: \u201eI\u2019m CEO \u2026 bitch\u201c \u2013 ein widerw\u00e4rtiger Spruch, der sich als Witz verkleidete. Gott, ich habe diese Karte wirklich gehasst. Dennoch beeindruckte mich Zuckerbergs erster verbaler Schachzug. Er hatte eine Eigenschaft, die ich tats\u00e4chlich sch\u00e4tzte: Er versteckte seinen bodenlosen Ehrgeiz nicht wie andere, glattere Jungunternehmer. In ihren weichen Fleece-Hoodies und bequemen Schuhen erinnerten sie mich oft an erwachsene Kleinkinder. Ich hatte mir sogar angew\u00f6hnt, sie als \u201eM\u00e4nnerjungs\u201c zu bezeichnen, was nicht nett war, ich wei\u00df, aber es traf auf diese Leute einfach zu, die mir halbfertig und undurchsichtig vorkamen, ohne erkennbare Ecken und Kanten oder interessante Facetten. Das Schlimmste aber war, dass ihre Art, anders zu sein, keinen Unterschied machte. Sie behaupteten, dass sie \u201edie Welt ver\u00e4ndern\u201c wollten und dass es ihnen \u201enur um den Weg ging\u201c und dass \u201eGeld nicht das Ziel war\u201c. Das waren nat\u00fcrlich alles glatte L\u00fcgen, die dadurch noch problematischer wurden, dass diese M\u00e4nner vor allem sich selbst belogen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Haifischbabys, die versuchten, sich kuschelig zu geben, strebte Zuckerberg von Anfang an offen nach Macht und historischer Bedeutung. Lange Zeit stand am unteren Rand der Facebook-Startseite der Hinweis: \u201eA Mark Zuckerberg Production\u201c. Doch damit nicht genug: \u201eSein Held ist Augustus C\u00e4sar, verdammt\u201c, verriet mir einer seiner Investoren eines Abends beim Abendessen. W\u00e4hrend die meisten mir bekannten Risikokapitalgeber dazu neigten, ihre Start-ups nach den niedrigsten ethischen Ma\u00dfst\u00e4ben zu beurteilen, nahm ich an, dass dieser Investor erleichtert war, dass Zuckerbergs Kindheitsheld halbwegs unproblematisch war. (Nicht Stalin, nicht Hitler, nicht Mussolini? Puuh! Dann kann Finanzierungsrunde A ja weitergehen!) Zuckerberg hatte diese Schw\u00e4rmerei f\u00fcr den alten r\u00f6mischen Kaiser 2018 in einem Profil im New Yorker eingestanden, nachdem er ihm beim \u201eStudium guter und schlechter und komplexer Figuren\u201c begegnet war, als er zu Highschool-Zeiten noch die Phillips Exeter Academy besuchte. Das war Augustus definitiv, der nach der Ermordung seines Adoptivvaters und verhinderten Diktators Julius C\u00e4sar in Rom die Macht \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>\u201eIm Grunde hat er durch seine harte Vorgehensweise f\u00fcr 200 Jahre Weltfrieden gesorgt\u201c, erkl\u00e4rte Zuckerberg dem Schriftsteller Evan Osnos. \u201eWas f\u00fcr Kompromisse waren damit verbunden? Einerseits ist der Weltfrieden ein langfristiges Ziel, \u00fcber das heute alle sprechen. 200 Jahre kommen uns unerreichbar lang vor.\u201c Das war die CliffsNotes-Version von Pax Romana mit nur einem fl\u00fcchtigen Hinweis auf den<\/p>\n<p>Preis dieses Friedens, von Unterwerfung, Kolonisierung und unz\u00e4hligen Toten. Zuckerberg schien sich der Schattenseiten immerhin bewusst zu sein und stellte fest, dass diese \u00c4ra \u201eeinen Preis hatte\u201c. Er r\u00e4umte sogar ein, dass Augustus \u201egewisse Dinge\u201c tun musste, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Trotz dieser merkw\u00fcrdigen Vorbehalte schien Zuckerberg auf der Seite von Augustus Caesar zu stehen und zu glauben, dass ein Kaiser tun muss, was ein Kaiser tun muss.<\/p>\n<p>Osnos fasste Zuckerbergs Haltung perfekt zusammen: \u201eZwischen Rede und Wahrheit entschied er sich f\u00fcr die Rede. Zwischen Geschwindigkeit und Perfektion entschied er sich f\u00fcr die Geschwindigkeit. Zwischen Gr\u00f6\u00dfe und Sicherheit entschied er sich f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe.\u201c Der Gedanke, dass \u201eFehler gemacht wurden\u201c, um einer gr\u00f6\u00dferen Idee zu dienen, zog sich durch Zuckerbergs gesamte Karriere und schlug sich auch in der Unternehmenskultur von Facebook nieder. Dieser Ansatz wurde auch auf den Plakaten mit dem Slogan \u201eSchnell handeln und alles kaputt machen\u201c deutlich, die schon fr\u00fch die Firmenzentrale schm\u00fcckten. Dieses Motto war zwar eine Anspielung, die unter Computerfreaks auf Software gem\u00fcnzt war, aber es war dennoch treffend. Das Ziel war es, \u201eDinge kaputt zu machen\u201c, anstatt \u201eDinge zu ver\u00e4ndern\u201c oder \u201eDinge zu reparieren\u201c oder \u201eDinge zu verbessern\u201c.<\/p>\n<p>Im Juli 2021 sprach Casey Newton von Platformer Zuckerberg auf die \u2013 sp\u00e4ter abgeschw\u00e4chte \u2013 Erkl\u00e4rung von Pr\u00e4sident Joe Biden an, dass Fehlinformationen \u00fcber Impfstoffe und Covid auf Facebook \u201eMenschen umbringen\u201c w\u00fcrden. Zuckerbergs Antwort war sehr auf-schlussreich: \u201eWenn man \u00fcber die Integrit\u00e4t eines solchen Systems nachdenkt, ist es ein bisschen wie bei der Verbrechensbek\u00e4mpfung in einer Stadt. Niemand erwartet, dass es in einer Stadt irgendwann keine Kriminalit\u00e4t mehr gibt. Das Ziel der Polizei ist es nicht, dass man im Falle eines Verbrechens sagen kann, dass die Polizei versagt hat\u201c, sagte Zuckerberg. \u201eDas ist nicht vern\u00fcnftig. Ich denke, wir erwarten stattdessen, dass die Integrit\u00e4tssysteme \u2013 wenn Sie so wollen, die Polizeibeh\u00f6rden \u2013 gute Arbeit leisten, um abzuschrecken und schlimme Dinge zu erkennen, wenn sie passieren, und sie auf ein Minimum zu beschr\u00e4nken und den Trend in eine positive Richtung zu lenken und auch bei anderen Problemen die Nase vorn zu haben. Genau das werden wir tun.\u201c<\/p>\n<p>Was er nicht erw\u00e4hnte, war die Tatsache, dass die B\u00fcrger einen Polizeichef entlassen und einen anderen B\u00fcrgermeister w\u00e4hlen k\u00f6nnen, wenn es Probleme gibt, was h\u00e4ufig der Fall ist. Im Gegensatz dazu hatte Zuckerberg als Facebook-Herrscher auf Lebenszeit einen sicheren Arbeitsplatz. Dank der bewusst gew\u00e4hlten Unternehmensstruktur von Facebook kontrolliert er die stimmberechtigten Anteile und den Vorstand und kann niemals auf irgendeine demokratische Art und Weise f\u00fcr schlechtes Management abgesetzt werden. Lassen Sie es mich noch einfacher sagen: Mark. Kann. Nicht. Entlassen. Werden. Niemals. Und seine Nachkommen auch nicht. Er ist ein absoluter Imperator. Und ganz wie der analoge Augustus C\u00e4sar tr\u00e4umt er davon, die Welt zu vernetzen, koste es, was es wolle. Dar\u00fcber hat er in unseren vielen Gespr\u00e4chen \u00fcber die Jahre hinweg immer wieder geredet, manchmal bis sp\u00e4t in die Nacht am Telefon: eine Welt, die durch seine Erfindung enger zusammenw\u00e4chst, durch digitale Verbindungen, in der wir endlich alle vereint sind.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte jedes Mal, wenn Mark das Wort \u201eGemeinschaft\u201c in den Mund nahm, eine Aktie von Facebook bekommen \u2013 wobei er damit eigentlich meinte, sein Imperium mit den Massen aufzuf\u00fcllen. Ich w\u00e4re jedenfalls sehr reich. Schon fr\u00fch in der Geschichte von Facebook bot mir einer von Marks Untergebenen eine Stelle an. Ich solle mich mit unspezifischen \u201eredaktionellen\u201c Themen befassen. \u201eInteressieren Sie sich \u00fcberhaupt f\u00fcr redaktionelle Fragen, f\u00fcr Journalismus, f\u00fcr irgendetwas anderes als daf\u00fcr, dass der Algorithmus regiert?\u201c, fragte ich die F\u00fchrungskraft arrogant und rittlings auf meinem hohen Medienpferd.<\/p>\n<p>\u201eNein, aber Sie k\u00f6nnten sich daf\u00fcr eines Tages eine Gulfstream kaufen\u201c, antwortete er. Gutes Argument, nur hat es bei mir nicht verfangen. Die Touristenklasse war f\u00fcr mich in Ordnung und vielleicht w\u00fcrde ich eines Tages sogar in die erste Klasse aufsteigen. Das Beste aber war, dass ich nicht dasitzen und eifrig mit dem Kopf nicken musste, als ein CEO 15 Jahre sp\u00e4ter dar\u00fcber fabulierte, wie er Facebook in ein allumfassendes Virtual-Reality-Erlebnis verwandeln w\u00fcrde. Das \u201eMetaverse\u201c war \u00fcbrigens eine Idee, die Zuckerberg vom Autor des Buches Snow Crash Neal Stephenson und anderen geklaut hatte, bevor er im Sommer 2021 seine Version dieser Vision vorstellte. Statt mit einem Haufen Geld einzusteigen kann ich also sagen: Schei\u00df auf dein Metaversum, Mark. Schei\u00df einfach drauf.<\/p>\n<p>Es ist auch erw\u00e4hnenswert, dass er seine Analogie \u201eVerbrechensbek\u00e4mpfung in der Stadt\u201c nur sechs Monate nach dem Angriff eines Mobs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 zu Protokoll gab. Die sozialen Medien, allen voran Facebook, waren f\u00fcr den damaligen Pr\u00e4sidenten Donald Trump und seine Gefolgsleute Steigb\u00fcgelhalter, um Hass und L\u00fcgen zu verst\u00e4rken und in Gewalt zu verwandeln. Es l\u00e4sst sich zwar schwer beziffern, wie viel Schuld die Tech-Unternehmen tragen \u2013 und sie alle haben nachher versucht, sich irgendwie rauszureden, anstatt einfach nur entsetzt \u00fcber ihre Rolle zu reflektieren \u2013, aber es steht au\u00dfer Frage, dass die Spannungen durch das lasche Handling dieser allgegenw\u00e4rtigen Plattformen versch\u00e4rft wurden. (Ja, nat\u00fcrlich, die Tekkies haben recht, dass auch Rupert Murdoch und Fox News eine Mitschuld trugen. Das ist unbestritten.)<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend die Verfechter der Technologien, auf einige Studien gest\u00fctzt, argumentieren, dass Korrelation nicht gleich Kausalit\u00e4t ist, sind andere, auf andere Studien gest\u00fctzt, anderer Meinung. Ein paar Dinge sind jedenfalls absolut klar: Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt beziehen ihre Nachrichten und Leitgedanken aus den sozialen Medien, die eine be\u00e4ngstigende F\u00e4higkeit haben, Angst und Wut zu erzeugen, und sie machen s\u00fcchtig. Alle Experten, mit denen ich im Laufe der Jahre gesprochen habe, sagten das Gleiche: In dem neuen Paradigma, in dem wir leben, ist Engagement gleichbedeutend mit Emp\u00f6rung. Dies wird noch verschlimmert durch die Menschen, die diese Unternehmen leiten, weil sie nicht in der Lage sind, die Konsequenzen zu antizipieren, und weil ihr Antrieb ist, alles durchgehen zu lassen, ohne R\u00fccksicht auf m\u00f6gliche Sch\u00e4den oder Gefahren. Was ist das Gegenteil von staatlicher Bemutterung? Elternfreies Chaos.<\/p>\n<p>Und alles ist Privatsache, ohne Rechenschaftspflicht. Wenn man Zuckerbergs malerische Stadtmetapher erweitern wollte, k\u00f6nnte man sich eine digitale Megalopolis vorstellen, in der ein einziges Unternehmen alle wirtschaftlichen Aspekte kontrolliert bis hin zur Miete, die mit Ihren Daten bezahlt wird, w\u00e4hrend es nur unzureichend f\u00fcr Wasser, Kanalisation, Polizei, Brandschutz, Gas, Strom und Stra\u00dfen sorgt \u2013 und sogar die Beschilderung ist miserabel. Au\u00dferdem funktionieren einige Teile der Stadt wie in The Purge. Und wir haben \u00fcbrigens f\u00fcr das alles bezahlt, indem wir die Schaffung des Internets zuerst mit Steuergeldern und dann mit unseren eigenen Daten finanziert haben. Sie sind uns etwas schuldig. Aber wenn die Gewalt tats\u00e4chlich Schaden anrichtet, reagieren die Unternehmen nur mit Entschuldigungen und dem beharrlichen Beteuern, dass sie es \u201ebesser machen werden\u201c. Doch sie werden es nicht besser machen, weil sie dazu nicht in der Lage sind. Tats\u00e4chlich macht es die Art und Weise, wie die Plattform aufgebaut ist \u2013 die Architektur, die DNA, der Kern der Plattform \u2013, ihnen unm\u00f6glich, es \u201ebesser zu machen\u201c.<\/p>\n<p>Um es halbwegs zivilisiert zu sagen: Wir sind am Arsch.<\/p>\n<p>Beweisst\u00fcck A: 2016 postete Zuckerberg auf Facebook: \u201eEs ist toll, wieder in Peking zu sein! Ich habe meinen Besuch mit einem Lauf \u00fcber den Platz des Himmlischen Friedens begonnen, vorbei an der Verbotenen Stadt und r\u00fcber zum Himmelstempel.\u201c Das Foto, das er mit der Welt teilte, zeigt ihn in einem grauen T-Shirt und schwarzen Shorts, wie er an einem Portr\u00e4t von Mao Zedong im Hintergrund vorbeil\u00e4uft. Er grinst breit, ohne zu erw\u00e4hnen, dass an diesem Ort Hunderte, vielleicht Tausende protestierende Studenten von den chinesischen Regierungstruppen massakriert wurden. Zuckerberg war zum Zeitpunkt des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens erst f\u00fcnf Jahre alt, aber es ist schwer zu glauben, dass das Thema w\u00e4hrend seiner exklusiven Ausbildung in Exeter und Harvard nie zur Sprache gekommen w\u00e4re. Auf dem Foto ist Zuckerberg von f\u00fcnf oder sechs anderen Joggern umgeben, die vermutlich zu seinem Team geh\u00f6ren. Wusste keiner von ihnen von der historischen Bedeutung des Ortes? Hat es jemand Zuckerberg erz\u00e4hlt und er hat es ignoriert? Oder hatten sie zu gro\u00dfe Angst, um es zu erw\u00e4hnen? Als ich ihn in einem Meeting darauf ansprach, er scheine ein Werkzeug der chinesischen Regierung zu sein \u2013 die mit dem Foto hausieren ging \u2013, sagte er mir rundheraus, dass ihn niemand auf dieses Problem angesprochen habe.<\/p>\n<p>Beweisst\u00fcck B: Mein zweites langes Interview mit Mark nach dem schwei\u00dftreibenden ersten fand Mitte 2018 statt, als er beim Podcast Recode Decode war, wo er mir weismachen wollte, dass Holocaust-Leugner vielleicht gar nicht l\u00fcgen wollten. Wie bitte?, dachte ich bei mir, auch wenn klar war, dass er die Gefahren der Verbreitung unausgegorener Verschw\u00f6rungstheorien, Falschmeldungen und Fehlinformationen auf Facebook einfach nicht verstanden hatte. Wir hatten uns zun\u00e4chst \u00fcber Alex Jones unterhalten, einen der schlimmsten Menschen im Internet (und auf der Welt), der verlogene Verschw\u00f6rungstheorien \u00fcber den Massenmord an Kindern bei der Schie\u00dferei in Sandy Hook verbreitet hatte. Er nutzte Zuckerbergs soziales Netzwerk als Vehikel, auch wenn er es manipulierte, indem er alle Regeln brach, die das Unternehmen aufgestellt hatte.<\/p>\n<p>Ich wollte wissen, warum Jones nicht von der Plattform geworfen worden war, aber Mark entschied sich in dem Interview, noch einen draufzusetzen. \u201eSehen Sie, so abscheulich einige dieser Inhalte auch sein m\u00f6gen, geht es, denke ich, um das Prinzip, Menschen eine Stimme zu geben\u201c, erkl\u00e4rte er. Dann beschloss er, wohl um mich vor den Kopf zu sto\u00dfen, das Gespr\u00e4ch auf den Holocaust zu bringen, was keine gute Idee ist, wenn man \u00fcber keine guten Geschichtskenntnisse verf\u00fcgt. Au\u00dferdem war der Holocaust wie schon erw\u00e4hnt eines meiner Hauptstudienf\u00e4cher. Er fuhr trotzdem fort und meinte: \u201eIch bin Jude und es gibt ein paar Menschen, die leugnen, dass der Holocaust stattgefunden hat.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, da gibt es viele\u201c, sagte ich, nicht ganz sicher, worauf er hinauswollte. Aber anstatt den Faden aufzunehmen und ihn zu belehren, was mein erster Impuls war, beschloss ich, ausnahmsweise zu schweigen und dabei zuzusehen, wie die Sache au\u00dfer Kontrolle geriet. Was nicht lange dauerte.<\/p>\n<p>\u201eIch finde das zutiefst beleidigend. Aber letzten Endes glaube ich nicht, dass unsere Plattform solche Eintr\u00e4ge l\u00f6schen sollte, weil ich denke, dass manche Leute Dinge einfach falsch verstehen. Ich glaube nicht, dass sie es absichtlich falsch verstehen, aber ich denke \u2026\u201c<\/p>\n<p>An dieser Stelle musste ich ihn einfach unterbrechen, weil es erstaunlich dumm war, was er da sagte. Also entgegnete ich: \u201eIm Fall der Holocaust-Leugner k\u00f6nnte das schon sein.\u201c Aber dann hielt ich mich wieder zur\u00fcck und beschloss, der Sache ihren Lauf zu lassen, weil ich ergr\u00fcnden musste, wie tief sein oberfl\u00e4chliches Denken zu diesem wichtigen und gef\u00e4hrlichen Thema war. Manchmal ist es am besten, sich in Interviews still zu verhalten.<\/p>\n<p>Deshalb sagte ich nur: \u201eAber sprechen Sie bitte weiter.\u201c Und das tat er auch, er drehte auf volle Geschwindigkeit auf, w\u00e4hrend ich ihm dabei zusah, wie er gegen die Wand fuhr. \u201eEs ist schwer, Absicht zu unterstellen und die Absicht zu verstehen\u201c, sagte er, was aber zumindest bei Holocaust-Leugnern wohl nicht stimmt. Mein Produzent Eric Johnson, der das Podcast-Interview in Marks B\u00fcro im 1 Hacker Way in Menlo Park aufzeichnete, konnte ebenfalls nicht glauben, was Zuckerberg gesagt hatte, und unterdr\u00fcckte ein Schnaufen. Weder Mark noch seine anwesenden Mitarbeiter schienen zu begreifen, dass das, was er gesagt hatte, Aufmerksamkeit erregen w\u00fcrde. Vielleicht f\u00fchlte er sich in seinem B\u00fcro sicherer als auf meiner B\u00fchne, vielleicht hielt er sich f\u00fcr aufrichtig, indem er seine eigene Religion ins Feld f\u00fchrte, um ein Argument vorzubringen, vielleicht aber hatte er auch einfach kein Gesp\u00fcr f\u00fcr Geschichte und viel zu viel Macht. Ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nur, dass wir nachher so schnell wir nur konnten zu unserem Auto rannten, \u00fcber die 101 nach San Francisco rasten und das Interview ver\u00f6ffentlichten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gingen Zuckerbergs \u00c4u\u00dferungen um die Welt, woraufhin er mir eine E-Mail schrieb, in der er versuchte, seine \u00c4u\u00dferungen klarzustellen. \u201eIch pers\u00f6nlich finde die Leugnung des Holocausts zutiefst beleidigend und ich hatte absolut nicht die Absicht, die Absichten von Menschen zu verteidigen, die das tun\u201c, schrieb er \u2013 obwohl er genau das getan hatte. Und trotz alledem lie\u00df Mark die Holocaust-Leugner noch ganze zwei Jahre auf der Plattform w\u00fcten, erst dann beschloss er, die Plattform sollte \u201ejegliche Inhalte verbieten, die den Holocaust leugnen oder verzerrt darstellen\u201c.<\/p>\n<p>Zwei Jahre lang haben diese abscheulichen Menschen Schaden angerichtet, bis bei Zuckerberg endlich der Groschen fiel. \u201eIch habe mit der Spannung zwischen dem Eintreten f\u00fcr die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und dem Schaden, der durch die Verharmlosung oder Leugnung des Holocausts verursacht wird, gek\u00e4mpft\u201c, schrieb er in einem Facebook-Post. \u201eMein eigenes Denken hat sich weiterentwickelt, als ich Daten gesehen habe, die eine Zunahme antisemitischer Gewalt zeigten, so wie sich unsere Richtlinien zu Hassreden weiterentwickelt haben.\u201c<\/p>\n<p>Weiterentwickelt? Du meine G\u00fcte! In einer sp\u00e4teren Kolumne nannte ich es die \u201eteure Fortbildung des Mark Zuckerberg\u201c \u2013 womit ich die Kosten f\u00fcr die Gesellschaft meinte und nicht seine. Danach habe ich nie wieder ein Interview mit ihm gef\u00fchrt, aber ich hoffe, dass es irgendwann mal wieder dazu kommt. (Aller guten Dinge sind drei, Mark! Ruf mich an!) Zuckerberg hatte es Augustus gleichgetan, indem er die Welt nach seinem Bilde umgestaltete, ohne dass er dazu speerwerfende Legionen ben\u00f6tigte. Zuckerberg war zwar kein b\u00f6ser, b\u00f6swilliger oder gar grausamer Mensch, aber er war au\u00dferordentlich naiv im Hinblick auf die Kr\u00e4fte, die er entfesselt hatte, und blieb es auch. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass Zuckerberg in keiner Weise darauf vorbereitet war, die Macht seiner digitalen Plattform zu z\u00fcgeln, als die Zahl der aktiven Facebook-Nutzer auf drei Milliarden anschwoll und es zum wichtigsten und gr\u00f6\u00dften Kommunikations-, Informations-, Werbe- und Medien-Riesen wurde, den die Welt je gesehen hatte.<\/p>\n<p>Nein, Zuckerberg war kein Arschloch. Er war schlimmer. Er war einer der leichtsinnigsten und gef\u00e4hrlichsten M\u00e4nner in der Geschichte der Technologie \u2013 und es war ihm noch nicht einmal bewusst. Und leider war er nicht einmal der Schlimmste von allen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M\u00f6chten Sie einen Blog-Beitrag nutzen, um nicht von Links abh\u00e4ngig zu sein? Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte, um Inhalte dauerhaft zu sichern: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Kara Swisher: &#8222;Burn Book. A Tech Love Story&#8220; &nbsp; Kara Swisher: Burn Book bei hugendubel.de. &#8211;\u00a0 24,90 Euro, 336 Seiten, Plassen Verlag Der gef\u00e4hrlichste Mann der Welt Womit k\u00f6nnen wir die gro\u00dfen M\u00e4chte bes\u00e4nftigen? Und ich glaube, das war &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2025\/01\/16\/buchauszug-kara-swisher-burn-book-a-tech-love-story\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1890,12173,743,3869,12172],"class_list":["post-685724","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-buchauszug","tag-kara-swisher","tag-mark-zuckerberg","tag-plassen-verlag","tag-burn-book-a-tech-love-story"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=685724"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685724\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":685735,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685724\/revisions\/685735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=685724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=685724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=685724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}