{"id":684756,"date":"2024-08-07T12:00:33","date_gmt":"2024-08-07T10:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=684756"},"modified":"2024-08-07T00:18:48","modified_gmt":"2024-08-06T22:18:48","slug":"buchauszug-peter-brandl-kommunikation-3-0-die-wichtigste-kompetenz-unserer-zeit-erfolgreich-nutzen-e-3290-d-e-3390-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2024\/08\/07\/buchauszug-peter-brandl-kommunikation-3-0-die-wichtigste-kompetenz-unserer-zeit-erfolgreich-nutzen-e-3290-d-e-3390-a\/","title":{"rendered":"Buchauszug Peter Brandl: &#8222;Kommunikation 3.0 &#8211; Die wichtigste Kompetenz unserer Zeit erfolgreich nutzen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug <a href=\"https:\/\/www.gabal-verlag.de\/autor\/peter-brandl\/711\">Peter Brandl<\/a>: &#8222;<a href=\"https:\/\/www.gabal-verlag.de\/buch\/kommunikation-3-0\/9783967391657\">Kommunikation 3.0<\/a> &#8211;\u00a0Die wichtigste Kompetenz unserer Zeit erfolgreich nutzen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_684867\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-684867\" class=\"size-full wp-image-684867\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/brandl.Peter_.foto_.Jamie-Lee-Arnold_Peter-Brandl-1061_1200x800-005.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/brandl.Peter_.foto_.Jamie-Lee-Arnold_Peter-Brandl-1061_1200x800-005.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/brandl.Peter_.foto_.Jamie-Lee-Arnold_Peter-Brandl-1061_1200x800-005-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/brandl.Peter_.foto_.Jamie-Lee-Arnold_Peter-Brandl-1061_1200x800-005-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-684867\" class=\"wp-caption-text\">Peter Brandl (Foto: PR\/Jamie Lee Arnold)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wir liegen h\u00e4ufiger falsch, als wir glauben<\/strong><\/p>\n<p>In den vorangegangenen Kapiteln haben wir ja schon ansatzweise dar\u00fcber gesprochen, wie die Wahrnehmung funktioniert. In diesem Kapitel gehen wir noch ein ganzes St\u00fcck weiter. Wir schauen uns die wichtigsten Kommunikations-Hemmnisse an, und au\u00dferdem steigen wir tiefer in die Wahrnehmungspsychologie ein und untersuchen die relevantesten und gleichzeitig gravierendsten Verzerrungseffekte. Diese Effekte gibt es bei jedem, also auch bei Dir und mir. Sie sind nat\u00fcrlich unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt, aber, und das ist das Schlimme, sie k\u00f6nnen Dich zu katastrophalen Fehleinsch\u00e4tzungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie das \u201eGedankenlesen\u201c: \u201eIch wei\u00df, was Du sagen willst\u201c, \u201eIch wei\u00df, was Dir jetzt gut tut\u201c, \u201eIch wei\u00df, wie Du das meinst\u201c \u2013 so oft glauben wir zu wissen, was in dem anderen vorgeht. Wenn Du Menschen beobachtest, die etwas emotional erregt sind, zum Beispiel, weil sie sich \u00fcber etwas \u00e4rgern, dann siehst Du ganz oft, dass der eine den anderen gar nicht ausreden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der eine Gespr\u00e4chspartner hat seinen Satz noch nicht mal zur H\u00e4lfte gesprochen, da f\u00e4llt ihm der andere schon ins Wort. Kannst Du Dich noch an die \u00dcbung vom Anfang dieses Buches erinnern? Die mit dem Gesch\u00e4ftsmann, der die Lichter l\u00f6scht, und dem Mann, der den Laden betritt? Wir sind nicht in der Lage, eine kurze Geschichte so aufzunehmen, dass wir danach 100 Prozent zuverl\u00e4ssig simple Ja\/Nein-Fragen zu der Geschichte beantworten k\u00f6nnen. Wir kriegen also noch nicht mal mit, was explizit gesagt wurde, wie soll das dann mit den Aussagen funktionieren, die noch gar nicht get\u00e4tigt wurden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine besondere Form des \u201eGedankenlesens\u201c sind \u00fcbrigens die Interpretationen. \u201eDamit kann der doch nur gemeint haben, dass \u2026\u201c, \u201eIch habe doch geh\u00f6rt, wie er das gesagt hat. Das kann nur bedeuten, dass \u2026\u201c. Wenn wir noch nicht mal das genau verstehen, was gesagt wurde \u2013 wie wollen wir dann verstehen, was nicht gesagt wurde?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Grund, warum wir das tun, ist ein ganz einfacher: Im Zusammenleben ist es wichtig, dass man mitbekommt, wie es den einzelnen Gruppenmitgliedern geht \u2013 auch wenn sie nicht dar\u00fcber kommunizieren wollen. Bei unseren Vorfahren (und nicht nur da) war es zum Beispiel \u00fcberlebenswichtig zu bemerken, wenn ein anderer aggressiv war. Es war und ist genauso wichtig zu erkennen, wenn es einem Gruppenmitglied nicht gut geht und er oder sie Hilfe braucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Albert Mehrabian, ein Psychologe, der an der University of California in Los Angeles lehrte, fasst das in einer einfachen Formel zusammen: In ambivalenten, also uneindeutigen Situationen oder bei inkongruenten Botschaften erschlie\u00dfen wir die Botschaft des anderen nur zu 7 Prozent aus dem, was wirklich gesagt wurde, also aus den W\u00f6rtern. Zu 38 Prozent leiten wir die Wirkung aus der Art ab, wie es gesagt wurde, und zu 55 Prozent aus K\u00f6rpersprache und Mimik. (Obacht: Mehrabian hat nie gesagt, dass Worte nur 7 Prozent der Botschaft ausmachen \u2013 auch wenn das leider immer noch regelm\u00e4\u00dfig so erz\u00e4hlt wird.)<\/p>\n<p>Es geht hier wirklich nur um die uneindeutigen Situationen, in denen Worte und K\u00f6rpersprache z. B. im Widerspruch stehen. Stell Dir zum Beispiel vor, Dein Partner\/ Deine Partnerin sagt zu Dir: \u201eDas hast Du ganz toll gemacht.\u201c Dabei verschr\u00e4nkt er oder sie die Arme, der Oberk\u00f6rper ist leicht nach hinten geneigt und die Augenbrauen sind hochgezogen. Ich glaube, wir sind uns einig, dass das wahrscheinlich kein Lob war. Wir wissen einfach, dass man mit Worten leicht l\u00fcgen kann \u2013 mit dem K\u00f6rper ist das deutlich schwieriger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch genau hier wurzelt auch das Dilemma: Eigentlich ist unser Vorgehen, eine uneindeutige Situation zu interpretieren, ganz sinnvoll. Problematisch wird das Ganze nur, wenn wir unsere Interpretation als Tatsache setzen. In diesem Moment st\u00fclpen wir n\u00e4mlich unsere Wahrnehmung \u00fcber den anderen. Also, wenn Du Gedanken lesen kannst, oder wenn Du jemanden kennst, der es kann, dann nimm bitte unbedingt mit mir Kontakt auf. Ich h\u00e4tte da so eine Businessidee. Wenn Du es aber nicht kannst, dann lass es bitte<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kommunikationsbarrieren<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Neben dem Gedankenlesen gibt es aber weitere bestimmte Muster, die immer wieder auftauchen und die die Kommunikation zumindest stark erschweren. Obwohl es eigentlich offensichtlich ist, dass uns diese Dinge im Weg stehen, scheinen sie so tief im Betriebssystem unseres Gehirns eingegraben zu sein, dass sie regelm\u00e4\u00dfig immer wieder aufploppen. Im Folgenden nehmen wir einige davon unter die Lupe:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Killerphrasen,<\/li>\n<li>Harmoniesucht<\/li>\n<li>Biases<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas haben wir schon immer so gemacht\u201c, \u201eDas haben wir noch nie so gemacht\u201c, \u201eWenn das so leicht w\u00e4re\u201c \u2013 ich bin mir ziemlich sicher, dass Du solche Spr\u00fcche kennst. Das Problem bei Killerphrasen ist, dass sie den anderen quasi mundtot machen. Da bringst Du zwei, drei gute Ideen oder Vorschl\u00e4ge, und ich rolle jedes Mal mit den Augen und sage: \u201eNa, das war ja klar, das so was wieder von Dir kommt.\u201c Wie wahrscheinlich ist es, dass Du weiterhin Vorschl\u00e4ge machst? Genau, mit ziemlicher Sicherheit wirst Du in Zukunft einfach Deine Klappe halten und denken: Das macht ja sowieso keinen Sinn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In schwierigen Situationen ist es aber wichtig, dass alle Beteiligten sich artikulieren und sagen, was sie denken und was sie wollen. Killerphrasen jedoch unterbinden das.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Okay, vielleicht hast Du gerade festgestellt, dass es in Deinem Umfeld Leute gibt, die gern mit Killerphrasen um sich werfen. Wie kriegst Du sie dazu, das in Zukunft sein zu lassen? Das Sch\u00f6ne an Killerphrasen ist, dass man sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht loswird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Killerphrasen-Poster<\/strong><\/p>\n<p><em>In meinen Workshops empfehle ich den Teilnehmern und Teilnehmerinnen dann immer, sich einfach ein Killerphrasen-Poster zu machen. Und das geht so: <\/em><\/p>\n<p><em>Schnapp Dir einfach einen Flipchart-Bogen, schreib oben \u201eKillerphrasen-Poster\u201c drauf und dann kleb das Ding irgendwohin, wo es m\u00f6glichst jeder immer wieder sieht, z. B. an die Wand von Eurem Meetingraum. Jetzt schreibst Du alles auf dieses Poster, was Dir so an Killerphrasen um die Ohren fliegt. Killerphrasen k\u00f6nnen nur unerkannt, quasi im Dunkeln, existieren. Sobald sie ans Licht kommen und thematisiert werden, l\u00f6sen sie sich auf. Manche meiner Coachees halten es dann f\u00fcr eine gute Idee, immer auch die Quelle der Killerphrase mit anzugeben, also dazuzuschreiben, wer das gesagt hat. Kann man wohl machen. Allerdings musst Du dann davon ausgehen, dass die Leute um Dich herum auch das aufschreiben, was Du so von Dir gibst. Das nennt man dann Feedback. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-684868\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/cover.brandl.jpg\" alt=\"\" width=\"458\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/cover.brandl.jpg 458w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/08\/cover.brandl-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gabal-ecampus.de\/gabal-eshop\/course\/kommunikation-3-0-peter-brandl\"><strong>Peter Brandl: &#8222;Kommunikation 3.0 &#8211; Die wichtigste Kompetenz unserer Zeit erfolgreich mutzen&#8220;. Gabal Verlag, 192, Seiten, 32,90 Euro\u00a0<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Harmonie oder Desinteresse?<\/strong><\/p>\n<p>Harmoniesucht ist wahrscheinlich die gravierendste Kommunikationsbarriere. Klar, es macht Sinn, in einer Beziehung nach Harmonie zu streben, egal ob privat oder am Arbeitsplatz. Die gro\u00dfe Gefahr ist nur, dass aus diesem Harmoniestreben ein \u201eKonflikten-aus-dem-Weg-Gehen\u201c wird. Dieses \u201eAus-dem-Weg-Gehen\u201c l\u00f6st ja nun aber ein Problem nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe vor l\u00e4ngerer Zeit mal ein Interview mit einem \u00e4lteren Ehepaar gelesen. Beide haben gesagt, sie h\u00e4tten sich in den mehr als vierzig Ehejahren niemals gestritten. Gut, unterstellen wir, das w\u00e4re die Wahrheit \u2013 was muss das f\u00fcr ein Leben gewesen sein. Kann es vielleicht sein, dass die beiden einfach nur tierische Angst vor einem Konflikt hatten? \u201eBlo\u00df nichts ansprechen \u2013 es k\u00f6nnte mir um die Ohren fliegen.\u201c Oder k\u00f6nnte es sein, dass die beiden sich einfach nur egal waren, nach dem Motto: \u201eIn Gottes Namen machen wir halt, was Du willst. Mir doch egal.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube, Konflikte und Reibereien geh\u00f6ren zum Leben mit anderen dazu. Wenn Menschen gemeinsam und engagiert an etwas arbeiten, dann muss es doch Punkte geben, wo Meinungen oder Interessen vielleicht sogar diametral auseinandergehen. Wenn ich mit Teams arbeite, die scheinbar super harmonisch sind und in denen es keine Konflikte zu geben scheint \u2013 dann zeigt sich meistens ziemlich schnell, dass die Konflikte, die es nat\u00fcrlich auch gibt, einfach unter den Teppich gekehrt werden und das Team den Weg des geringsten Widerstandes geht. Dass diese Strategie nicht effektiv ist, ist offensichtlich, oder? Ich glaube: Wenn Menschen zusammenleben und\/oder zusammenarbeiten und nie einen Konflikt haben, dann sind sie noch nicht mal in der N\u00e4he ihrer M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das zeugt dann von Desinteresse an den oder dem anderen und am Job. Wenn man mit dem Herzen, mit Engagement dabei ist, dann gibt es auch Emotionen, dann kocht auch mal was hoch, dann rumst es eben auch mal, aber das ist gut so \u2013 das zeigt, dass Leben in der Sache ist, dass es wichtig ist, dass es sich lohnt, sich daf\u00fcr einzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ja, schon wieder eine Banalit\u00e4t. Nat\u00fcrlich ist Desinteresse eine Kommunikationsbarriere. Aber ganz ehrlich: Interessiert uns wirklich immer, was der andere sagt und denkt? Dumm ist es, wenn es eigentlich unser Job w\u00e4re, sich f\u00fcr den anderen zu interessieren. Wie oft hast Du schon ein Telefonat mit irgendeiner Hotline gef\u00fchrt und dich dabei gefragt, ob der andere dir \u00fcberhaupt zuh\u00f6rt. Wie oft hast Du schon erlebt, dass Du mit einem Verk\u00e4ufer sprichst, und der l\u00e4sst Dich \u00fcberhaupt nicht zu Wort kommen, geschweige denn, dass er versucht herauszufinden, was Dein echter Bedarf ist. Klar ist man im Alltag oft auch mit eigenen Gedanken besch\u00e4ftigt, und au\u00dferdem machen wir unseren Job ja nicht erst seit gestern und sind deswegen so routiniert, dass wir alles praktisch nebenbei machen k\u00f6nnen. Beides zusammen aber, Routine und Abgelenktsein, f\u00fchrt dann dazu, dass wir irgendwo sind, aber eben nicht bei unserem Gespr\u00e4chspartner. Dass dann keine erfolgreiche Kommunikation zustande kommt, versteht sich. Zu einem effektiven Gespr\u00e4ch geh\u00f6ren eben Aufmerksamkeit und Mitdenken, Nachfragen und Zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Interessiert uns wirklich, was der oder die andere denkt bzw. was er\/sie will?<\/p>\n<p>Ich stehe jetzt seit \u00fcber 25 Jahren auf B\u00fchnen, halte Vortr\u00e4ge, gebe Seminare und coache Top-Manager. Ich \u00fcbernachte zwischen 120- und 150-mal pro Jahr im Hotel. Dazu kommen noch die ganzen Empfehlungen f\u00fcr Kunden, die nach einer geeigneten Location f\u00fcr ihr Event suchen. Ich w\u00fcrde schon sagen, dass ich mich mit Hotels aus der Sicht eines Kunden ein bisschen auskenne. Aber glaubst Du, dass ich deswegen von Hotels nach fundiertem Feedback gefragt werde? Fehlanzeige! Wenn ein Hotel es wirklich ernst nimmt mit dem Servicegedanken, dann w\u00fcrde es doch sicher helfen, zu wissen, was mich gest\u00f6rt hat, aber auch, was die Gr\u00fcnde waren, weswegen ich bei ihnen gebucht habe. Von dem einen k\u00f6nnten sie weniger und von dem anderen mehr machen \u2013 zumindest, wenn sie \u00f6fter mal nachfragen w\u00fcrden. Daf\u00fcr m\u00fcssten wir aber ins Gespr\u00e4ch kommen, und das geht halt nur, wenn Interesse da ist. Manchmal habe ich sogar das Gef\u00fchl, es wird extra nicht gefragt \u2013 man k\u00f6nnte ja etwas h\u00f6ren, was einem nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>Check doch f\u00fcr Dich mal, gegen welche dieser Barrieren Du immer wieder rennst und welche Du wom\u00f6glich unbewusst aufbaust. Und nat\u00fcrlich gilt auch hier wieder:<\/p>\n<p>Es geht nicht darum, etwas als richtig oder falsch, als gut oder schlecht zu bewerten. Es geht schlicht darum, die Kommunikations-Bremsen zu l\u00f6sen und nicht immer\u00a0wieder in dieselbe Sackgasse zu fahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Cognitive Biases<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten der Punkte, \u00fcber die wir bisher gesprochen haben, sind individuell. Ob Dir zum Beispiel eher positive oder eher negative Abweichungen auffallen, ist individuell. Was Dich aufregt, ist individuell, was Dich motiviert aber auch. Und das Gute dabei: Mehr oder weniger alle Punkte, \u00fcber die wir bisher gesprochen haben, kannst Du \u00e4ndern. Nimm Dir einfach vor, was Du \u00e4ndern willst, etabliere ein System, das Dich daran erinnert, am Ball zu bleiben, und lies Dir noch mal den Abschnitt \u00fcber das Kleinhirn durch \u2013 Du brauchst Selbstdisziplin und Ausdauer, um eine Pers\u00f6nlichkeitseigenschaft zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den Punkten, die jetzt kommen, ist das anders. Diese Punkte sind nicht individuell, sondern allgemein. Sie sind mehr oder weniger in der Hardware angelegt. Voreingestellt, per Default quasi. Im Computerjargon w\u00fcrde man diese Dinger wahrscheinlich \u201eBugs\u201c, also Fehler im Programm nennen. Wenn Du Dich jetzt fragst, warum wir diese Bugs haben, denk einfach daran, dass unser Gehirn, also unsere Hardware, f\u00fcr eine ganz andere Umgebung konstruiert wurde. Die Informationsmenge und die Geschwindigkeit, mit der Informationen und Reize heute auf uns einstr\u00f6men \u2013 damit hat einfach niemand gerechnet, als unser Gehirn konstruiert wurde. Aber unser Gehirn hat eine L\u00f6sung: Shortcuts, also Abk\u00fcrzungen bzw. Heuristiken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter \u201eHeuristiken\u201c versteht man Methoden, mit denen man trotz begrenztem Wissen in kurzer Zeit zu praktikablen L\u00f6sungen bzw. zu wahrscheinlichen Aussagen kommen kann. Und Du ahnst es wieder: Dieses Verfahren ist kosten-\/nutzenoptimiert, d.h. es funktioniert meistens. Manchmal reitet es uns aber auch direkt in den Mist. Wenn unser Gehirn einen Beipackzettel mit Nebenwirkungen h\u00e4tte, w\u00fcrde hier stehen, warum das so ist. Die Nebenwirkungen der Heuristiken, also der L\u00f6sungen unseres Gehirns f\u00fcr die Verarbeitung der Flut an Informationen, nennen wir Cognitive Bias oder kognitive Verzerrungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt eine ganze Reihe von Verzerrungen, die unsere Wahrnehmung, unser Denken und unsere Entscheidungen beeinflussen. Wenn Dich dieses Thema vertieft interessiert, dann kannst Du Dir das Buch \u201eSchnelles Denken, langsames Denken\u201c von Daniel Kahneman besorgen oder, wenn Du es kompakter m\u00f6chtest, mein Buch \u201eEntscheidungen treffen\u201c, das auch hier bei Gabal in der 30-Minuten-Reihe erschienen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An dieser Stelle habe ich drei Bias herausgesucht, die f\u00fcr das Gelingen von Kommunikation besondere Relevanz haben:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Focus Bias<\/li>\n<li>Emotional Tagging\/Labeling<\/li>\n<li>Halo-Effekt<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Focus Bias<\/strong><\/p>\n<p>Das, worauf Du Deinen Fokus richtest, beeinflusst das, was Du wahrnimmst. Klingt erst mal simpel und einleuchtend, hat aber relativ weitreichende Konsequenzen. Weiter vorn in diesem Buch haben wir schon \u00fcber den Filter des Interesses gesprochen: Du siehst, wonach Du schaust. Der Focus Bias umfasst aber noch ein ganzes St\u00fcck mehr. Und hier hilft es, kurz dar\u00fcber nachzudenken, warum Du Deinen Fokus auf etwas richtest, aber eben auch, warum nicht. Ein ganz simples Beispiel daf\u00fcr kennt wahrscheinlich jeder: Stell Dir vor, Du machst einen St\u00e4dtetrip, bummelst gerade bei wundersch\u00f6nem Wetter durch die historische Innenstadt \u2013 und musst nach einer Weile dringend aufs Klo, aber richtig dringend. Von den Sehensw\u00fcrdigkeiten bekommst Du ab jetzt nicht viel mit, aber die Information, wo dann letztlich die Toilette war, die Dein Problem gel\u00f6st hat, wirst Du noch nach Jahren abrufen k\u00f6nnen. Dein Fokus wird aber auch von fr\u00fcheren Erlebnissen und Erfahrungen beeinflusst. Wenn Du zum Beispiel von einem Menschen sehr entt\u00e4uscht worden bist, dann werden Dir kleinste Inkongruenzen im Verhalten dieses Menschen deutlich st\u00e4rker auffallen als bei anderen. Du misst mit zweierlei Ma\u00df, weil Du Deinen Fokus bei dem einen Menschen von vornherein auf das Negative richtest, w\u00e4hrend Du bei anderen auf das Positive siehst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Labeling\/Emotional Tagging<\/strong><\/p>\n<p>Emotional Tagging und Labeling sind, streng genommen, zwei verschiedene Bias. F\u00fcr unsere Zwecke passt es aber, beide zu einem Ph\u00e4nomen zusammenzufassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Labeling bezeichnet das, was passiert, wenn Du einem Menschen oder einer Sache einen Stempel aufdr\u00fcckst. Du redest zum Beispiel von \u201eden Guten\u201c und \u201eden B\u00f6sen\u201c, von \u201eLinken\u201c und \u201eRechten\u201c, von \u201eKlimaklebern\u201c, \u201eQuerdenkern\u201c, \u201eGutmenschen\u201c, \u201eSchwurblern\u201c und \u201ebesorgten B\u00fcrgern\u201c. Du merkst schon, diese Labels gibt es zuhauf, und sie werden auch inflation\u00e4r benutzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was nun passiert, ist, dass einzelne Eigenschaften auf das ganze Thema oder, noch gravierender, dass einzelne Eigenschaften einzelner Mitglieder der Labelgruppe auf die ganze Gruppe \u00fcbertragen werden. Klingt ein bisschen sperrig, kannst Du Dir aber ganz einfach vorstellen: Nimm das Label \u201eCorona-Leugner\u201c, das vor einiger Zeit noch sehr weit verbreitet war. Dieses Label hast Du sehr schnell aufgedr\u00fcckt bekommen, wenn Du Dich kritisch gegen\u00fcber bestimmten Ma\u00dfnahmen ge\u00e4u\u00dfert hast. Vorneweg: Ja, es gab sehr viele \u00c4u\u00dferungen, die nur sehr schwer nachvollziehbar waren, und ja, es gab teilweise sehr krude Theorien. Bei diesem Labeling ist aber nun Folgendes passiert: Das Label \u201eCorona-Leugner\u201c ist mit den negativsten und aberwitzigsten Thesen und Theorien aufgeladen wurden. Wenn jetzt irgendjemand auch nur eine klitzekleine Kritik vorgebracht hat, dann musste man ihn oder sie nur einen \u201eCorona-Leugner\u201c nennen, und schon war Ruhe. Das negative Label tat seine Wirkung, damit wollte man nicht bedacht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und hier kommt das Emotional Tagging ins Spiel: \u201eTagging\u201c bedeutet im Englischen, z.B. Ware mit einem Etikett zu versehen. Das ist dann so \u00e4hnlich wie das Labeling. Das \u201eEmotionale\u201c kommt dann aber noch on top: Man will \u2013 in unserem Beispiel \u2013 ja nicht einer von \u201ediesen Corona-Leugnern\u201c sein und nicht mit denen in eine Schublade gepackt werden. Also h\u00e4lt man sich lieber mit seinen Kommentaren zur\u00fcck, auch wenn sie lange nicht so \u00fcberdreht und an den Haaren herbeigezogen sind wie die der \u201eechten\u201c Leugner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Versteh mich bitte richtig: Mir geht es \u00fcberhaupt nicht darum, irgendwelche Ma\u00dfnahmen zu bewerten. Du kannst dieses Label auch f\u00fcr berechtigt oder angemessen halten \u2013 in einem wollten wir uns aber einig sein: Die Kommunikation f\u00f6rdert es ganz sicher nicht. Wenn aber keine Kommunikation, im Sinne von Austausch, auch \u00fcber unterschiedliche Meinungen mehr stattfindet, dann fallen halt auch potenzielle L\u00f6sungsans\u00e4tze unter den Tisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Halo-Effekt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eHalo\u201c kommt aus dem Englischen und hei\u00dft so viel wie \u201eHeiligenschein\u201c oder \u201eLichthof\u201c. Der Halo-Effekt meint, dass eine Eigenschaft oder ein Merkmal so dominiert \u2013 wie eben ein Heiligenschein \u2013, dass alles andere dahinter verblasst und dem untergeordnet wird. Auch hier macht es sich unser Gehirn einfach: Es schlie\u00dft von einem Merkmal auf das Ganze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Kommunikation hat das zwei Auswirkungen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Eine bestimmte Eigenschaft der Person \u00fcberstrahlt alles andere.<br \/>\n<\/strong>Wenn jemand z. B. das gleiche Hobby hat wie Du, ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass Du diesen Menschen als tendenziell sympathisch wahrnehmen wirst. Du kannst Du es aber zum Beispiel auch mit einer Person zu tun haben, die einen (f\u00fcr Dich) unglaublich s\u00fc\u00dfen Akzent hat. Du findest diesen Akzent super sympa thisch, niedlich und vielleicht sogar etwas anziehend. Ich glaube, Du stimmst mir zu: Ein Akzent sagt vielleicht etwas \u00fcber die Herkunft aus, aber ganz sicher nichts \u00fcber Pers\u00f6nlichkeit und Charakter. Nichtsdestotrotz \u00fcberstrahlt er alles, und wir nehmen die Person viel positiver wahr und werden seine\/ihre Handlungen auch tendenziell positiver bewerten. In die negative Richtung geht das \u00fcbrigens auch.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Eine einmal gefasste Einstellung \u00fcberstrahlt alle zuk\u00fcnftigen Informationen.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch, wenn diese der Einstellung eigentlich widersprechen w\u00fcrden. Wenn Du Dich irgendwann mal entschieden hast, etwas gut zu finden, dann kann relativ viel Negatives passieren, bis Du Dein Urteil revidierst. Besonders sch\u00f6n kannst Du das zum Beispiel bei Fu\u00dfballvereinen oder Automarken beobachten \u2013 Fans bleiben lange treu, Abstiegen und Modellr\u00fcckrufen zum Trotz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den zweiten Fall kannst Du Dir auch gut vorstellen, wenn Du an den Effekt des ersten Eindrucks denkst. Du wei\u00dft: Wenn Du den ersten Eindruck bei Deiner zuk\u00fcnftigen Schwiegermutter versaust, dann werden die n\u00e4chsten Jahre schwer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Auswirkungen dieser Verzerrung gehen aber noch ein ganzes St\u00fcck weiter: Stell Dir zwei verschiedene Situationen vor, die beide etwas mit mir zu tun haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Situation eins:<\/strong><\/p>\n<p>Stell Dir vor, Du w\u00fcsstest noch gar nichts von mir: Jetzt erz\u00e4hlt Dir jemand von mir und schw\u00e4rmt in den h\u00f6chsten T\u00f6nen. So nach dem Motto: \u201eEiner der besten Kommunikationstrainer Deutschlands; trainiert normalerweise nur Top-Vorst\u00e4nde; h\u00e4lt Vortr\u00e4ge vor Tausenden von Menschen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Situation zwei:<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt ist es das genaue Gegenteil. Du h\u00f6rst nur Negatives wie: \u201eSchw\u00e4tzer, verallgemeinert, einer von diesen ,Speakern\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Du hast also zwei unterschiedliche Briefings (also Vorabinformationen). Und jetzt bekommst Du dieses Buch. Kannst Du Dir vorstellen, dass Du das Buch mit unterschiedlichen Augen lesen w\u00fcrdest? Und was w\u00fcrde mit den Informationen, dem Inhalt dieses Buches passieren? Wahrscheinlich w\u00fcrdest Du auch den Inhalt anders bewerten. In diesem Fall \u00fcberstahlt eine Vorabinformation alles, was danach kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Achte also immer darauf, was Deine Vorabinformationen sind bzw. was Deine \u201eVorabeinstellung\u201c zu Deinem Gespr\u00e4chspartner ist, und passe sie ggf. an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Du siehst, Biases sind Teil unserer Informationsverarbeitung. Es gibt sie immer und \u00fcberall und das ist weder gut noch schlecht. Wichtig ist nur, dass wir ihnen auf die Spur kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich trifft das Ganze auch auf mich zu: Ich habe z. B. Vorlieben f\u00fcr alles, was mit Flugzeugen und gutem Essen zu tun hat. Und ja, die beiden Sachen passen auch hervorragend zusammen. Wenn ich nun einen Menschen kennenlerne, der genau wie ich eine Verbindung zur Fliegerei hat, werde ich diesem Menschen gegen\u00fcber wahrscheinlich erst einmal offener und positiver gegen\u00fcbertreten. Das gilt sicher genauso, wenn Du mich f\u00fcr etwas gewinnen willst. Und in dem Fall ist es sicher ein guter Plan, mich zum Essen einzuladen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis dahin war es vielleicht noch witzig. Problematischer wird es aber dann, wenn es um negative Konsequenzen geht. Ich kann mich gut an eine Situation erinnern, wo mein Fokus mich nahezu hat blind werden lassen. Es ging in diesem Fall um ein ganz bestimmtes Projekt, das bei mir mit vielen Hoffnungen und positiven Emotionen besetzt war. In dieser Zeit lernte ich einen Menschen kennen, mit dem ich dieses Projekt durchziehen wollte. Kennst Du das? Du hast einen Traum und Du hast Partner, bei denen Du sicher bist, dass Du mit Ihnen gemeinsam Deinen Traum erreichen kannst. Vielleicht sogar, dass diese Leute es Dir erst erm\u00f6glichen, Deinen Traum zu leben. In meinem Fall war das genauso. Das Problem war jedoch, dass dieser Partner nur hei\u00dfe Luft produzierte. Die war aber so gut verpackt, dass ich lange Zeit den K\u00f6der schluckte, ohne den Haken wahrzunehmen. Mein Fokus (-Bias) war so auf die Chancen gerichtet, dass ich alle Warnsignale konsequent ignorierte. Nat\u00fcrlich ging das nicht ewig \u2013 aber es hat ausgereicht, dass ich sehr viel Lehrgeld zahlen musste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stufe 3 \u2013 kurz gefasst<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Neben den bei uns Menschen von Natur aus vorhandenen \u201ebiologischen\u201c Filtern und Verzerrungen gibt es noch erworbene Verhaltens-bzw. Denkweisen, die die Wahrnehmung beeinflussen.<\/li>\n<li>Die wichtigsten sind: Killerphrasen, Harmoniesucht und Desinteresse.<\/li>\n<li>In ambivalenten, also uneindeutigen Situationen vertrauen wir den nonverbalen \u00c4u\u00dferungen unseres Gegen\u00fcbers (also Tonalit\u00e4t und K\u00f6rpersprache) mehr als den Worten, die er\/sie spricht.<\/li>\n<li>Nach Wahrnehmung und Wahrnehmungsfiltern werden die Informationen im Gehirn weiterverarbeitet (und ver\u00e4ndert).<\/li>\n<li>Um Zeit und Energie zu sparen, benutzt das Gehirn regelm\u00e4\u00dfig Abk\u00fcrzungen (Heuristiken bzw. Shortcuts).<\/li>\n<li>Daraus resultieren dann die Cognitive Bias (Wahrnehmungsverzerrungen).<\/li>\n<li>Die wichtigsten kognitiven Verzerrungen sind: Focus Bias, Labeling\/Emotional<\/li>\n<li>Tagging und der Halo-Effekt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M\u00f6chten Sie einen Blog-Beitrag nutzen, um nicht von Links abh\u00e4ngig zu sein? Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte, um Inhalte dauerhaft zu sichern: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Peter Brandl: &#8222;Kommunikation 3.0 &#8211;\u00a0Die wichtigste Kompetenz unserer Zeit erfolgreich nutzen&#8220; &nbsp; &nbsp; Wir liegen h\u00e4ufiger falsch, als wir glauben In den vorangegangenen Kapiteln haben wir ja schon ansatzweise dar\u00fcber gesprochen, wie die Wahrnehmung funktioniert. 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