{"id":683741,"date":"2024-01-13T06:00:12","date_gmt":"2024-01-13T05:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=683741"},"modified":"2024-01-13T00:45:25","modified_gmt":"2024-01-12T23:45:25","slug":"buchauszug-verena-bogner-not-your-business-babe-alles-was-du-als-frau-ueber-die-arbeitswelt-wissen-musst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2024\/01\/13\/buchauszug-verena-bogner-not-your-business-babe-alles-was-du-als-frau-ueber-die-arbeitswelt-wissen-musst\/","title":{"rendered":"Buchauszug Verena Bogner: &#8222;Not Your Business, Babe!\u00a0Alles, was du als Frau \u00fcber die Arbeitswelt wissen musst&#8220;"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1>Buchauszug Verena Bogner:<a href=\"http:\/\/Not Your Business, Babe! - Verena Bogner | Kiepenheuer &amp; Witsch (kiwi-verlag.de)\"> &#8222;Not Your Business, Babe! Alles, was du als Frau \u00fcber die Arbeitswelt wissen musst&#8220;\u00a0<\/a><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-683742\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/bogner.AF_Verena-Bogner_2023H_003-002.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/bogner.AF_Verena-Bogner_2023H_003-002.jpg 431w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/bogner.AF_Verena-Bogner_2023H_003-002-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>The Future is solidarisch!<\/h1>\n<p>\u00bbHaters gonna hate\u00ab besagt schon ein altes, weises Sprichwort, das auch vor Rihanna nicht haltmacht. Und ich als \u00d6sterreicherin bin nat\u00fcrlich besonders gut im \u00bbSudern\u00ab, also im Beschweren \u00fcber alles M\u00f6gliche. Bei all den erdr\u00fcckenden Fakten, Statistiken, Erfahrungswerten und fehlenden Aussichten auf Besserung ist das schlie\u00dflich auch nur menschlich, oder?<\/p>\n<p>Trotzdem ist es irgendwann an der Zeit, sich neben der Frage, warum die Sachlage so frustrierend ist, wie sie nun mal ist, auch folgende zu stellen: Was muss passieren, damit es besser wird? Eine Frage, von der ich mir manchmal w\u00fcnschte, dass ich sie mir schon fr\u00fcher gestellt und deren Wichtigkeit ich gerne fr\u00fcher verstanden h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns eingestehen mussten, dass der Girlboss doch nicht die L\u00f6sung all unserer Probleme sein kann, und wir festgestellt haben, dass unsere Hustle Culture ebenfalls nicht zukunftstauglich ist, gilt es, eine Leere zu f\u00fcllen. Was k\u00f6nnte anstelle von machtgeilen, gewinnorientierten, egoistischen Frauen als N\u00e4chstes kommen? Was kommt nach der Hustle Culture? Achtung, jetzt wird\u2019s deep, aber: Die Antwort auf diese Frage liegt auch ein bisschen an uns, die wir f\u00fcr uns selbst entscheiden k\u00f6nnen, wie wir die Steine (und Felsbrocken), die uns in der Sph\u00e4re der Lohnarbeit in den Weg gelegt werden, aus dem Weg schaffen wollen. Ich bin der Meinung, wir sollten sie vor allem gemeinsam aus dem Weg r\u00e4umen und nicht als Einzelk\u00e4mpfer*innen, die sich aus Unwissenheit nicht um die Menschen in ihrem Umfeld scheren.<\/p>\n<h1>Frauen halten zusammen! Oder?<\/h1>\n<p>Von klein auf wird uns eingetrichtert, dass wir selbst f\u00fcr unseren Erfolg verantwortlich sind. Wen wundert es da, dass wir diese ganze Schei\u00dfe internalisieren? Ein Anzeichen daf\u00fcr ist das sogenannte Queen-Bee-Syndrom\u00a0\u2013 und nein, ich rede gerade nicht von Beyonc\u00e9, sondern von richtigen Bienenk\u00f6niginnen. Expertin Marita Haas kennt das Ph\u00e4nomen aus der Forschung: \u00bbWenn du es als individuelle Frau in stark m\u00e4nnlich dominierten Organisationen geschafft hast, dich hochzuarbeiten, dann erwartest du von anderen Frauen oft unglaublich viel.<\/p>\n<p>Du hast es also als Queen Bee geschafft\u00a0\u2013 und die anderen Frauen m\u00fcssen dir erst mal beweisen, dass sie mindestens so gut sind wie du.\u00ab Somit seien Frauen, die den harten Weg gegangen sind und sich einen Platz am Vorstandstisch erk\u00e4mpft h\u00e4tten, oftmals diejenigen, die von anderen auch verlangten, denselben Weg zu gehen. \u00bbSie legen oft noch h\u00e4rtere Ma\u00dfst\u00e4be an den weiblichen Nachwuchs an, als man es von M\u00e4nnern erwartet. Das zeigt, dass sich an unserer Arbeitskultur nichts ver\u00e4ndert hat. Wenn man nicht aufgrund seines Geschlechts dazugeh\u00f6rt, muss man sich durchk\u00e4mpfen. Am System hat man aber dadurch nichts ver\u00e4ndert\u00ab, so Haas.<\/p>\n<p>Wer den Bienenk\u00f6niginnen allein die Schuld an diesem Verhalten gibt, macht es sich aber auch ein bisschen zu einfach: \u00bbAls Frau bleibt dir oft nichts anderes \u00fcbrig, als dich durchzuk\u00e4mpfen. Deswegen ist es auch wichtig, f\u00fcr Ver\u00e4nderungen bei den Entscheidungstr\u00e4ger*innen anzusetzen, denn sonst muss sich wieder jede einzelne Frau nach oben fighten.\u00ab Ein spannender Faktor an dieser Sache, den die Forschende Jane Hurst festhielt, die sich mit Beziehungen zwischen Frauen im beruflichen Kontext besch\u00e4ftigte: Verstehen sich M\u00e4nner im Job nicht besonders gut, wird ihr Konflikt nur selten gelabelt. Ist dies unter Frauen der Fall, sind sie direkt \u00bbstutenbissig\u00ab und unsolidarisch. Von Frauen erwarten wir au\u00dferdem viel st\u00e4rker, dass sie sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams fokussieren. Und somit ist das Ganze wieder mal ein Fall von: Man kann\u2019s auch wirklich niemandem recht machen.<\/p>\n<p>Zu verstehen, wie wir diese Verhaltensweisen m\u00f6glicherweise hinterfragen und ablegen k\u00f6nnen, um in weiterer Folge nicht so streng mit uns selbst und anderen zu sein, verlangt uns so einiges an Selbstreflexion und Ver\u00e4nderungswillen ab\u00a0\u2013 und ist nat\u00fcrlich nur ein Teil der L\u00f6sung eines umfassenden, systemisch verankerten Problems. Ob wir als einzelne Frauen diesen Willen haben, muss jede von uns f\u00fcr sich selbst herausfinden. Haas h\u00e4lt fest, dass es schwierig sei, von jeder Frau automatisch zu erwarten, dass sie sich solidarisch und feministisch verhalte, stetig die patriarchalen und kapitalistischen Strukturen hinterfrage und besonders sensibel f\u00fcr Ungerechtigkeiten sei, nur weil sie eine Frau ist: \u00bbVon M\u00e4nnern erwarten wir das auch nicht. Hier m\u00fcssen wir auch ein bisschen tolerant sein.\u00ab<\/p>\n<p>Dass Awareness in Hinblick auf derartige Strukturen und Verhaltensmuster jedoch unabh\u00e4ngig davon ist, ob man eine Position als Entscheider*in bekleidet oder nicht, wei\u00df auch Vera Steinh\u00e4user aus ihrer Arbeit\u00a0\u2013 und erkl\u00e4rt dies anhand eines anderen Beispiels: \u00bbIch h\u00f6re von Frauen Anfang 30 oft Aussagen wie \u203aMit dem Job, den ich jetzt habe, bin ich happy, weiter hinauf muss ich gar nicht\u2039. Das Spannende ist dann, zu hinterfragen, woher diese Idee kommt.\u00ab Der Hintergrund sei n\u00e4mlich meistens nicht, dass die Frauen nicht mehr k\u00f6nnen. Sondern dass sie denken, mehr st\u00fcnde ihnen nicht zu und mehr k\u00f6nnten sie nicht fordern, erkl\u00e4rt die systemische Coachin. \u00bbDas Wichtige ist, dass wir hinterfragen und sehen, was wirklich dahintersteckt. Diese Awareness bringt extrem viel Freiheit und schafft Basis f\u00fcr systemische Ver\u00e4nderung. Denn wenn viele Individuen ihre Awareness sch\u00e4rfen, passiert etwas im Kollektiv.\u00ab<\/p>\n<p>Wie diese kollektive Awareness und die darauffolgende Ver\u00e4nderung aussehen k\u00f6nnen, zeigt sich zum Beispiel auf ganz besondere Weise im Vereinigten K\u00f6nigreich, wo sich immer mehr Frauen und junge Menschen im Allgemeinen Gewerkschaften anschlie\u00dfen. Die Zeit der Girlbosses ist vorbei, jetzt kommen die (Girl-)Unions! Eine britische aktivistische Gruppierung, die hinter dem j\u00e4hrlich am feministischen Kampftag stattfindenden Streik steht, hat sich zum Ziel gemacht, den Feminismus neu zu politisieren, den die Girlbosses und Businessbabes der letzten Jahre \u00fcbrig gelassen haben. \u00bbWir haben kein Interesse daran, die Gl\u00e4serne Decke aufzubrechen, wenn das bedeutet, dass die Mehrheit der Frauen die Scherben aufr\u00e4umen muss\u00ab, so ein Statement der Aktivist*innen in ihrem Manifest.<\/p>\n<p>Aber um unsere eigenen Verhaltensweisen (vor allem gegen\u00fcber anderen Frauen) aus einem systemischen Blickwinkel zu hinterfragen und uns vielleicht sogar im Kollektiv zu engagieren, m\u00fcssen wir erst einmal dar\u00fcber sprechen, was Solidarit\u00e4t eigentlich bedeutet. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen, wo \u00bbsolidus\u00ab so viel wie \u00bbfest\u00ab bedeutet\u00a0\u2013 so weit, so logisch. Laut Begriffsdefinition beschreibt die solidarische Idee eine gewisse Verbundenheit unter Menschen, die beispielsweise ihre Erfahrungen und Werte miteinander teilen. Und jetzt kommt ein besonders wichtiger Punkt: Solidarit\u00e4t ist das Gegenteil von Konkurrenz.<\/p>\n<p>Ich habe schon oft erlebt, sei es im beruflichen oder privaten Umfeld, dass man als Frau hart dagegen ank\u00e4mpfen muss, sich nicht st\u00e4ndig in Konkurrenz zu anderen zu sehen\u00a0\u2013 oder sogar von au\u00dfen dazu gedr\u00e4ngt zu werden. Der Drang, mich selbst mit anderen zu vergleichen und mich dadurch in direkte Konkurrenz zu begeben, ist mir nicht fremd. Angefangen von \u00c4u\u00dferlichkeiten bis hin zur Leistung im Job: Wie kann sie so gut aussehen, regelm\u00e4\u00dfig Sport machen, und dann auch noch auf Instagram ihre beachtlichen beruflichen Erfolge mit uns teilen? Wie schafft die das?<\/p>\n<p>Es ist ein bisschen so wie mit Nicki Minaj und Cardi B\u00a0\u2013 den zwei aktuell wohl gr\u00f6\u00dften, erfolgreichsten Rapperinnen der Welt. Nicki Minaj war schon lange Teil der Industrie und bescherte uns Hits wie \u00bbAnaconda\u00ab oder \u00bbSuper Bass\u00ab, als pl\u00f6tzlich Cardi B auf der Bildfl\u00e4che auftauchte, mit ihrem Hit \u00bbBodak Yellow\u00ab die Charts st\u00fcrmte und alle m\u00f6glichen Rekorde brach. Die erste Reaktion von \u00d6ffentlichkeit und Medien: Es kann nur eine Queen of Rap geben! Immer wieder wurden die beiden K\u00fcnstlerinnen miteinander verglichen und gegeneinander ausgespielt\u00a0\u2013 aber warum eigentlich? Warum m\u00fcssen wir uns f\u00fcr eine K\u00f6nigin entscheiden und die andere im gleichen Atemzug schlechtmachen und hassen, wenn sie doch offensichtlich beide toll sind? Das letzte Mal, als ich nachgesehen habe, gab es n\u00e4mlich auch mehrere sehr erfolgreiche m\u00e4nnliche Rapper, die einfach so nebeneinander existieren und sogar kollaborieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dieses Denkmuster, dass es nur eine geben k\u00f6nne, hinter sich zu lassen, ist gar nicht so einfach, oder? Ich bin Fan von Nicki und Cardi\u00a0\u2013 und finde, wir sollten uns gegenseitig Erfolge g\u00f6nnen, ja, stellt euch vor, sogar gegenseitig supporten k\u00f6nnten wir uns doch eigentlich, oder? Kennt ihr dieses Meme, das meist mit Captions wie \u00bbThis is the Future Liberals want\u00ab daherkommt und ein Bild einer utopischen und ultra-spacigen Stadt mit fliegenden Autos zeigt? Ungef\u00e4hr so stelle ich mir unsere Welt vor, wie sie sein k\u00f6nnte, wenn wir unsere Solidarit\u00e4t zueinander neu entdecken w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ein wesentliches Merkmal von Solidarit\u00e4t ist es, sich gegenseitig rein freiwillig und ohne Hintergedanken zu helfen und f\u00fcreinander einzusetzen\u00a0\u2013 blo\u00dfe Lippenbekenntnisse auf Instagram reichen da nicht aus. Der Soziologe J\u00fcrgen Habermas hielt au\u00dferdem fest, Solidarit\u00e4t bedeute, sich darauf zu verlassen, dass das Gegen\u00fcber in \u00e4hnlichen Situationen genauso handeln w\u00fcrde, und man sogar etwaige Nachteile in Kauf nehme, um sich f\u00fcr andere einzusetzen. F\u00fcr Gender Consultant Marita Haas spielt Solidarit\u00e4t auch eine gro\u00dfe Rolle, wenn es um Ph\u00e4nomene wie die Great Resignation geht: \u00bbViele haben nicht das Privileg, zu entscheiden, dass sie einen Job k\u00fcndigen. Darum ist es noch wichtiger, sich solidarisch zu zeigen, f\u00fcreinander einzustehen und sich gegenseitig zu st\u00e4rken.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-683747\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/Cover.Bogner_Not-your-Business-Babe.jpg\" alt=\"\" width=\"428\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/Cover.Bogner_Not-your-Business-Babe.jpg 428w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2024\/01\/Cover.Bogner_Not-your-Business-Babe-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><\/p>\n<p><strong>Verena Bogner:<a href=\"http:\/\/Not Your Business, Babe! - Verena Bogner | Kiepenheuer &amp; Witsch (kiwi-verlag.de)\"> &#8222;Not Your Business, Babe!\u00a0Alles, was du als Frau \u00fcber die Arbeitswelt wissen musst&#8220;<\/a> &#8211; KiWi Verlag, 224 Seiten, 14 Euro <a href=\"https:\/\/www.kiwi-verlag.de\/buch\/verena-bogner-not-your-business-babe-9783462005028\">Not Your Business, Babe! &#8211; Verena Bogner | Kiepenheuer &amp; Witsch (kiwi-verlag.de)<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Brauchen wir eine kollektivistische Arbeitskultur?<\/h1>\n<p>In den bisherigen Kapiteln habe ich euch unz\u00e4hlige Ausw\u00fcchse unserer individualisierten Gesellschaft aufgezeigt: Von der Hustle Culture \u00fcber den Girlboss-Hype und den Selfcare-Trend bis hin zur toxischen Confidence Culture. All diese Ph\u00e4nomene r\u00fccken uns als Individuen in den Mittelpunkt, k\u00f6nnen uns belasten, verlangen uns unglaublich viel ab und lassen uns letzten Endes immer wieder gegen W\u00e4nde oder gegen Gl\u00e4serne Decken laufen. Apropos Gl\u00e4serne Decke: Oftmals ist es so, dass auch Frauen, die die Gl\u00e4serne Decke durchbrechen, immer noch weniger verdienen als M\u00e4nner. Der Glass-Ceiling-Index, der die Situation von arbeitenden Frauen misst und Faktoren wie Bildung, Beteiligung am Arbeitsmarkt oder Kosten f\u00fcr Kinderbetreuung mit einbezieht, macht fest, wie \u00bbeinfach\u00ab Frauen in einem jeweiligen Land die Gl\u00e4serne Decke durchbrechen und in ihren Jobs aufsteigen k\u00f6nnen.123 Deutschland liegt 2022 auf dem 22. Platz und somit unter dem OECD-Durchschnitt. Frauen haben in Deutschland lediglich 29 Prozent der Managementpositionen inne. \u00d6sterreich schafft es \u00fcbrigens auf Platz 13.<\/p>\n<p>Trotz dieser niedrigen Werte h\u00e4mmern wir so lange gegen die Decken, bis wir merken: Wenn ich nur an mich und meinen eigenen Fortschritt denke, ist das Ganze fr\u00fcher oder sp\u00e4ter aussichtslos, denn die Strukturen des Patriarchats holen uns immer wieder ein. Der starke Individualismus spiegelt sich auch in der Arbeitskultur wider, die wir t\u00e4glich erleben. Der Fokus liegt hier auf den Leistungen der Einzelnen, nur selten auf dem Team als Einheit. Der Vorteil dieser Arbeitskultur, die ich nur allzu gut kenne: Wir erleben als Individuen immer wieder Momente des Erfolgs, sp\u00fcren ein Gef\u00fchl der Selbstwirksamkeit und f\u00fchlen uns als Personen gesehen.<\/p>\n<p>Der Nachteil: Jede*r k\u00e4mpft f\u00fcr sich\u00a0\u2013 von Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt ist hier h\u00e4ufig keine Spur. Hat nicht jede*r von uns Kolleg*innen, von denen wir wissen, dass sie uns bei der erstbesten Gelegenheit unter den Bus werfen w\u00fcrden (im \u00fcbertragenen Sinne nat\u00fcrlich), wenn sich f\u00fcr sie ein pers\u00f6nlicher Vorteil daraus ergeben w\u00fcrde? Das, meine Damen, Herren und Non-Binaries, ist die individualistische Arbeitskultur.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu steht die kollektivistische Kultur, die sich logischerweise durch Zusammenarbeit, Zusammenhalt und gemeinsame Leistung auszeichnet. Hier spielen die Dynamiken innerhalb des Teams eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle, es wird mehr auf Beziehungspflege, Empathie und Emotionen geachtet, da all diese Faktoren die Ergebnisse beeinflussen, die das Team hervorbringen kann. Hat das Team gute Arbeit geliefert, werden hier alle gelobt, auch wenn m\u00f6glicherweise manche Personen mehr dazu beigetragen haben als andere. F\u00fcr fragile Egos ist in so einem Setting, das bis zu einem gewissen Grad auf Selbstlosigkeit basiert, also wenig Platz.<\/p>\n<p>Die Dinge, die wir als Gesellschaft aktuell als erstrebenswert ansehen, gelten in einer kollektivistischen Arbeitskultur als egoistisch. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit hier (wie fast immer) irgendwo in der Mitte. Beide Stile haben ihre Vor- und Nachteile\u00a0\u2013 nur blenden wir aktuell die Nachteile der individualistisch ausgerichteten Arbeitskultur nur allzu gerne aus und melken die Kuh so lange, bis entweder alle Mitarbeiter*innen am Burn-out kratzen oder noch rechtzeitig die Rei\u00dfleine ziehen und sich umorientieren. Ich finde, die Vorteile einer kollektivistischen Arbeitsweise sollten viel mehr Einzug in unsere Lebensrealit\u00e4t finden\u00a0\u2013 denn ich glaube, dass nur so ein solidarisches Arbeiten funktionieren kann. N\u00e4mlich dann, wenn unsere Arbeitgeber*innen uns den richtigen N\u00e4hrboden daf\u00fcr bieten.<\/p>\n<p>Expertin Marita Haas findet beispielsweise, dass wir F\u00fchrungskonzepte grunds\u00e4tzlich \u00fcberdenken sollten. Von Schlagworten wie Female Leadership h\u00e4lt sie nicht viel: \u00bbWas genau soll das sein? Die weibliche F\u00fchrung wird gerne als kooperativer und empathischer dargestellt, wodurch wir wieder einen Unterschied herstellen. Eigentlich muss man sagen: F\u00fchrungskonzepte, wie sie heute sind, sind \u00fcberholt. Und wir m\u00fcssen uns \u00fcberlegen, wie wir sie neu gestalten wollen.\u00ab<\/p>\n<p>Wir machen uns die Welt, wie sie uns gef\u00e4llt<\/p>\n<p>Manche Frauen, die sich genau diese Frage nach einer m\u00f6glichen Neugestaltung stellen, w\u00e4hlen den Weg der Selbstst\u00e4ndigkeit und gr\u00fcnden ihre eigenen Unternehmen. Das ergibt auch Sinn, denn die bestehenden Strukturen in einem Unternehmen einfach so zu ver\u00e4ndern, ist offensichtlich mehr als schwierig und braucht immer Entscheidungstr\u00e4ger*innen, die bereit sind, einen solchen Prozess mitzutragen. Da sich die Anzahl der Feminist Kings in den Chef*innensesseln der Firmen dieser Welt in Grenzen h\u00e4lt, ist das ein logischer Ausweg f\u00fcr all jene, die es sich leisten k\u00f6nnen und privilegiert genug sind. Bevor ihr jetzt entt\u00e4uscht dieses Buch wegschmei\u00dft, weil ihr denkt, mein L\u00f6sungsvorschlag f\u00fcr all unsere Probleme sei, dass wir einfach alle etwas gr\u00fcnden sollten, gebt mir bitte noch einen Moment. Denn wenn wir weiterdenken, ergibt dieser Ansatz schon Sinn.<\/p>\n<p>Angenommen, Frauen, die tats\u00e4chlich inklusive, feministische, solidarische Leader*innen werden wollen, die sich nicht an altehrw\u00fcrdigen m\u00e4nnlichen Idealen orientieren, stellen eine Organisation auf die Beine \u2013 sie werden auch Arbeitnehmer*innen brauchen, oder? Frauen in F\u00fchrungsebenen besch\u00e4ftigen sich au\u00dferdem laut einer Studie eher mit den Problemen von Women of Color und anderen diskriminierten Gruppen und machen sich eher gegen Diskriminierung stark.124 Win-win f\u00fcr alle also. Von Frauen gegr\u00fcndete Unternehmen bringen laut Studien \u00fcbrigens auch mehr \u00bbReturn on Investment\u00ab, da weibliche CEOs risiko\u00e4rmer und profitorientierter planen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle auch alle M\u00e4nner, die unter den Strukturen des Patriarchats leiden, einladen, zu ebendiesen solidarischen F\u00fchrungskr\u00e4ften zu werden. Dass es absurd ist, gute Arbeitsbedingungen und sinnvolle Visionen an einem Geschlecht festzumachen, sollten wir n\u00e4mlich sp\u00e4testens seit dem Girlboss-Hype wissen.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>4 Tipps f\u00fcr solidarisches Verhalten im Job \u2013 von Expertin Marita Haas<\/h1>\n<p>Such den positiven Dialog. Du wirst immer Personen in deinem Team finden, die auch bereit sind, etwas zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Such dir Verb\u00fcndete! Es gibt immer jemanden, der open-minded ist und der vielleicht wie du im organisationalen Konstrukt feststeckt. Diese Personen sind oft sehr offen f\u00fcr Ver\u00e4nderungsprozesse.<\/p>\n<p>Tritt f\u00fcr andere ein! Ungleichheiten und Ungerechtigkeit aufzeigen kann man immer. Und: Nicht zu lange warten!<\/p>\n<h1>Erkenne strukturelle Rahmenbedingungen!<\/h1>\n<p>Ein Beispiel: \u00bbStell dir vor, du wirst in einem Meeting nicht geh\u00f6rt, weil es der organisatorische Ablauf nicht erlaubt\u00a0\u2013 und weil unsere Vorstellung von Meetings sehr hierarchisch ist. Wenn du als junge Frau nicht zu Wort kommst oder \u00fcbergangen wirst, hat das sicher eine Seniorit\u00e4tskomponente, aber auch eine organisationsspezifische. Damit du nicht verzweifelst, solltest du erkennen, dass es Strukturen gibt, die das beg\u00fcnstigen. \u00dcberlege dir L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge: Wie w\u00e4re es, wenn jedes Mal jemand anderes im Meeting spricht? Eine Option ist auch, von sich weg und ans Ganze zu denken. Wie k\u00f6nnte man das Meeting f\u00fcr alle verbessern?\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Was ist Erfolg?<\/h1>\n<p>\u00bbWas ist Erfolg?\u00ab ist eine der Fragen, die mich abgesehen von \u00bbMeinen wir alle dasselbe, wenn wir etwas als \u203aBlau\u2039 bezeichnen?\u00ab und \u00bbWann erscheint Lady Gagas n\u00e4chstes Album?\u00ab immer wieder besch\u00e4ftigen. Urban Dictionary listet verschiedene Definitionen von Erfolg\u00a0\u2013 hier eine kleine Auswahl:126 \u00bbWenn du einmal \u00f6fter aufstehst, als du niedergeschlagen wurdest\u00ab, \u00bbDas Ergebnis von konstantem Streben nach Selbst\u00adoptimierung\u00ab und \u00bbNot Sucking\u00ab. Ganz grunds\u00e4tzlich beschreibt das Wort Erfolg das Erreichen eines gesetzten Zieles. Dieses Ziel kann erst mal ganz individuell sein, denn schlie\u00dflich wollen wir alle andere Dinge im Leben: eine gl\u00fcckliche Beziehung, eine Wohnung, in der wir uns voll entfalten k\u00f6nnen, eine Weltreise, ein minimalistisches Leben\u00a0\u2013 was auch immer.<\/p>\n<p>Die Autorin Melissa Orr erkl\u00e4rte in einem Interview mit Forbes, wie Frauen es schaffen k\u00f6nnen, neue Standards f\u00fcr sich zu setzen und ihr eigenes Narrativ zu verfolgen, anstatt sich von der Gesellschaft vorgegebenen Meilensteinen zu f\u00fcgen. Sie r\u00e4t unter anderem, zu verstehen, welche Bed\u00fcrfnisse im Leben ein Job oder ein Unternehmen nie erf\u00fcllen werden (k\u00f6nnen). Echtes Empowerment sei es, diese Bed\u00fcrfnisse vom aktuellen Job zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Ein Punkt, den sie besonders hervorhebt: eine neue Definition von Erfolg. Sie halte es f\u00fcr sinnvoll, Erfolg rund um sein eigenes Wohlbefinden anstatt um ein Gef\u00fchl des Gewinnens zu definieren. In diesem Sinne k\u00f6nne der Begriff \u00bbWohlbefinden\u00ab verschiedenste Bedeutungen haben: zum Beispiel das Gef\u00fchl der Kontrolle \u00fcber das eigene Leben und den Weg, den man gehen will, genauso wie ein Gef\u00fchl von Authentizit\u00e4t oder einer bewussten Entscheidung f\u00fcr bestimmte Ziele.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gender Consultant Marita Haas bedeutet Erfolg, \u00fcber sich selbst hinausgewachsen zu sein\u00a0\u2013 auch wenn ihr klar sei, dass es nach wie vor eine sehr \u00bb\u00fcberh\u00f6hte\u00ab Vorstellung davon gebe, was Erfolg eigentlich bedeutet. \u00bbVielleicht geht es in der heutigen Zeit gar nicht mehr darum, erfolgreich zu sein, sondern darum, ein gutes Leben zu f\u00fchren. Ein Leben, in dem diejenigen, die \u203aerfolgreich\u2039 sind, und die, die es \u203anicht sind\u2039, nicht so weit auseinanderklaffen.\u00ab Coachin Vera Steinh\u00e4user findet, dass sich unsere Definition von Erfolg gezwungenerma\u00dfen im Laufe der Zeit \u00e4ndert\u00a0\u2013 und begr\u00fc\u00dft diesen Wandel: \u00bbDenken wir an die Achtziger. In Filmen wie \u203aWall Street\u2039 wurde Erfolg in der Popkultur extrem m\u00e4nnlich dargestellt, mit sehr eindeutigen Symbolen wie Aktenkoffern, Nadelstreif-Anz\u00fcgen oder Sportwagen. Das ist heute nicht mehr so eindimensional. Ich glaube, wir claimen als Gesellschaft immer mehr die Definition, dass Erfolg auch etwas mit Purpose zu tun hat, und nicht mehr nur mit finanziellen Markern oder Hierarchien, die man erklimmt, egal f\u00fcr welchen Preis, und egal, auf wessen Kosten.\u00ab<\/p>\n<p>Die Autorin, Business-Frau und Mentorin Dr.\u2006Margie Warrell schrieb in einem Artikel f\u00fcr Forbes, unsere Gesellschaft m\u00fcsse verstehen, dass wir unser Leben lang einem von anderen definierten, unerreichbaren Ideal nachhecheln werden, wenn wir nicht definieren, was Erfolg f\u00fcr uns pers\u00f6nlich bedeutet.128 Diese Ma\u00dfst\u00e4be von au\u00dfen seien meistens davon gepr\u00e4gt, dass sie uns das Gef\u00fchl geben, nie genug zu sein und die Erwartungen von anderen erf\u00fcllen zu m\u00fcssen, anstatt unsere eigenen. Das f\u00fchre zu Situationen, in denen eigentlich erfolgreiche Menschen zutiefst ungl\u00fccklich mit ihrem Leben seien. Warrell r\u00e4t dazu, nach einem Sinn im eigenen Tun zu suchen\u00a0\u2013 einer davon k\u00f6nnte sein, dass wir andere empowern und in ihrer Laufbahn best\u00e4rken wollen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen bedenken, dass das Suchen und Finden von Sinn in unserem Job zwar positiv sein kann, jedoch im Grunde blo\u00df das System f\u00fcttert. Denn wie Studien zeigen, sind Menschen, die das Gef\u00fchl haben, sinnvolle Arbeit zu verrichten, produktiver und zeigen mehr Einsatz \u2013 und verdienen mehr. Hier bei\u00dft sich die Katze in den Schwanz, was nicht bedeuten muss, dass der Ansatz grundfalsch ist. Es wird nur deutlich, dass wir in einem kapitalistischen System niemals g\u00e4nzlich ohne die zugrunde liegenden Mechanismen werden arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss ich mir an dieser Stelle auch die Frage stellen, was f\u00fcr mich pers\u00f6nlich Erfolg bedeutet. Die Art von Erfolg, die mir in den letzten Jahren als erstrebenswert vorgelebt wurde, hatte in erster Linie mit Finanzen, Zahlen und der eigenen Position im Job zu tun und weniger mit Menschlichkeit, Erf\u00fcllung oder gar Solidarit\u00e4t. Bitte versteht mich nicht falsch, ich m\u00f6chte an dieser Stelle nicht v\u00f6llig den Bezug zur Realit\u00e4t verlieren und euch sagen, dass wir alle uns vom Streben nach finanzieller Sicherheit und Prestige l\u00f6sen m\u00fcssen, um ins n\u00e4chste Level aufsteigen zu k\u00f6nnen. Wir leben immer noch in einem kapitalistischen System, in dem wir alle zurechtkommen und \u00fcberleben m\u00fcssen, und au\u00dferdem verlangt niemand von euch, euch so einfach von den Dingen, die die Gesellschaft uns als erstrebenswert und wichtig verkauft hat, frei zu machen.<\/p>\n<p>Aber wir k\u00f6nnten doch einfach mal dar\u00fcber nachdenken, was Erfolg im Job f\u00fcr uns in der Zukunft bedeuten k\u00f6nnte. Und im Zuge dessen k\u00f6nnen wir auch direkt neu framen, welche Verhaltensweisen im Job als schwach und negativ angesehen werden. Stellt euch vor, ihr sitzt bei einem Bewerbungsgespr\u00e4ch und euer Gegen\u00fcber fragt euch nach euren St\u00e4rken\u00a0\u2013 und anstatt von No-Brainern wie Teamf\u00e4higkeit und Ehrgeiz sagt ihr selbstbewusst: \u00bbFeminismus, Solidarit\u00e4t und Mental Health!\u00ab Und stellt euch vor, der oder die Vorgesetzte w\u00e4re schwer beeindruckt von eurer Meinung und w\u00fcrde erkennen, wie wichtig diese St\u00e4rken sind und wie deine Werte das gesamte Arbeits- und Firmenumfeld positiv beeinflussen k\u00f6nnten. You\u2019re hired, Girl!<\/p>\n<p>Zu Beginn meiner Karriere f\u00fchlte ich mich erfolgreich, wenn einer meiner Artikel gut geklickt wurde\u00a0\u2013 eine nicht sehr nachhaltige Definition, wenn ihr mich fragt. Mein Fokus verschob sich immer mehr und ich feierte es als Erfolg, wenn mir zum Beispiel jemand eine DM schickte, in der er oder sie mir erkl\u00e4rte, dass meine Arbeit f\u00fcr ihn oder sie unterhaltsam, hilfreich oder inspirierend sei. Heute versuche ich immer noch, mein pers\u00f6nliches Erfolgsgef\u00fchl in manchen Momenten vom Au\u00dfen loszul\u00f6sen und mich so ganz selfcarem\u00e4\u00dfig zu fragen, was ich eigentlich m\u00f6chte und anstrebe. Die bestm\u00f6gliche Antwort, die ich darauf geben kann: Ich bin stolz, erste Schritte weg aus einer toxischen Arbeitskultur gemacht zu haben, die bei mir zu einem problematischen Selbstbild gef\u00fchrt hat. Und diese Schritte mit euch zu teilen. Wenn das kein Erfolg ist, dann wei\u00df ich auch nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Die 7 besten Songs \u00fcber Solidarit\u00e4t unter Frauen<\/h1>\n<p>\u00bbHey Girl, we can make it easy if we lift each other, we don\u2019t have to keep on one-in\u2019 up another\u00ab: Wir m\u00fcssen uns nicht st\u00e4ndig gegenseitig \u00fcbertreffen, lass uns einander doch best\u00e4rken! Diese Botschaft verpacken Lady Gaga und die fabelhafte Florence Welch in ihrem gemeinsamen Song \u00bbHey Girl\u00ab, der f\u00fcr mich den Inbegriff von weiblicher Solidarit\u00e4t verk\u00f6rpert und mir jedes Mal ein Gef\u00fchl der Leichtigkeit und einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt, dass wir es gemeinsam vielleicht doch schaffen k\u00f6nnen. Und ich wei\u00df, ihr werdet es auch sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Hey Girl\u00a0\u2013 Lady Gaga &amp; Florence Welch<\/p>\n<p>I\u2019m Every Woman\u00a0\u2013 Chaka Khan<\/p>\n<p>Rebel Girl\u00a0\u2013 Bikini Kill<\/p>\n<p>Independent Women Part\u2005I\u00a0\u2013 Destiny\u2019s Child<\/p>\n<p>Formation\u00a0\u2013 Beyonc\u00e9<\/p>\n<p>Q.\u2006U.\u2006E.\u2006E.\u2006N.\u00a0\u2013 Janelle Mon\u00e1e (feat. Erykah Badu)<\/p>\n<p>Wannabe\u00a0\u2013 Spice Girls<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Verena Bogner: &#8222;Not Your Business, Babe! Alles, was du als Frau \u00fcber die Arbeitswelt wissen musst&#8220;\u00a0 &nbsp; The Future is solidarisch! \u00bbHaters gonna hate\u00ab besagt schon ein altes, weises Sprichwort, das auch vor Rihanna nicht haltmacht. 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