{"id":683488,"date":"2023-12-06T06:00:49","date_gmt":"2023-12-06T05:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=683488"},"modified":"2023-12-06T01:29:31","modified_gmt":"2023-12-06T00:29:31","slug":"buchauszug-magdalena-neuner-christopher-spall-und-christian-grams-peak-performer-von-spitzenleistern-lernen-das-echte-leben-zu-meistern-leistungskultur-neu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/12\/06\/buchauszug-magdalena-neuner-christopher-spall-und-christian-grams-peak-performer-von-spitzenleistern-lernen-das-echte-leben-zu-meistern-leistungskultur-neu-denken\/","title":{"rendered":"Buchauszug Magdalena Neuner, Christopher Spall und Christian Grams: &#8222;Peak Performer: Von Spitzenleistern lernen, das echte Leben zu meistern. Leistungskultur neu denken&#8220;"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"ProductMeta__Title Heading u-h2\">Buchauszug Magdalena Neuner, Christopher Spall und Christian Grams: &#8222;Peak Performer: Von Spitzenleistern lernen, das echte Leben zu meistern. Leistungskultur neu denken&#8220;<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Autoren pl\u00e4dieren in ihrem neuen Buch <span class=\"a-text-bold\">\u00bb<\/span><span class=\"a-text-bold\"><a href=\"https:\/\/www.murmann-verlag.de\/products\/magdalena-neuner-peak-performer\">Peak Performer<\/a>\u00ab<\/span>\u00a0f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Leistungskultur. Ihre Botschaft: Du kannst dein Leben meistern. Aus eigener Kraft. Daf\u00fcr musst du nicht partout jede Grenze \u00fcberschreiten, sondern genau trainieren und wissen, wann du es tun willst, und wann nicht. Gemeinsam haben sie das erste Inspirationsbuch f\u00fcr eine sinnvolle Leistungskultur geschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_683504\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-683504\" class=\"size-full wp-image-683504\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/12\/buchuszug.murmann.3autoren.Peak-Performer_c-Steffen-Eirich.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/12\/buchuszug.murmann.3autoren.Peak-Performer_c-Steffen-Eirich.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/12\/buchuszug.murmann.3autoren.Peak-Performer_c-Steffen-Eirich-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/12\/buchuszug.murmann.3autoren.Peak-Performer_c-Steffen-Eirich-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-683504\" class=\"wp-caption-text\">Cristopher Spall (r.), Michaela Neuner und Christian Grams (l.) (Foto: PR\/Murmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen oder die einzigartige Suche nach <\/strong><strong>dem eigenen Gipfel\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Januar 2007. Ein gro\u00dfer Tag. Bernard Krone \u00fcbernimmt offiziell die<br \/>\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Unternehmens, das sein Vater, Urgro\u00dfvater und<br \/>\nUrurgro\u00dfvater aufgebaut und weiterentwickelt haben. Dass es einmal<br \/>\nso kommen w\u00fcrde, stand f\u00fcr ihn schon fest, als er ein kleiner Junge<br \/>\nwar. Wie oft sind seine Kumpels und er in die Werkshalle geschlichen?<br \/>\nStromerten herum, versteckten sich vor dem Werksmeister, h\u00e4ngten<br \/>\nsich mit dem G\u00fcrtel an den Kran, um sich bis unters Dach ziehen zu<br \/>\nlassen.<\/p>\n<p>Das Unternehmen mit den gro\u00dfen Landmaschinen als gro\u00dfer Abenteuerspielplatz.<br \/>\n\u00bbManche denken, als einziger Sohn h\u00e4tte ich keine<br \/>\nandere Wahl gehabt, doch das ist Quatsch. Mein Vater hat es mir<br \/>\nfreigestellt, immer gesagt: Du kannst, musst aber nicht, Hauptsache<br \/>\ndu bist gl\u00fccklich und findest eine Lebensaufgabe, die dir Spa\u00df macht.<br \/>\nDurch seine Art hat er Unternehmertum als etwas Sch\u00f6nes, etwas Besonderes<br \/>\nvorgelebt. Er hat sich nie beschwert, nie gezaudert und<br \/>\nschon gar keine Probleme an den Abendbrottisch gebracht, h\u00f6chstens<br \/>\nspannende Geschichten. Ich habe mich da immer gesehen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Unternehmen in die vierte Generation zu f\u00fchren mag Antrieb genug<br \/>\nsein. Bewahren, was Vorfahren geschaffen haben. Doch wenn<br \/>\nKrone dar\u00fcber nachdenkt, was ihn im Leben pusht, ist da noch etwas<br \/>\nanderes. In der Schule war er nie besonders gut. \u00bbIch habe mich mit<br \/>\nAch und Krach durch die Wirtschaftsschule gequ\u00e4lt, tausend Sachen<br \/>\nwaren interessanter, erst Fu\u00dfball, dann Clique und M\u00e4dchen.\u00ab In seiner<br \/>\nAusbildung zum Industriemechaniker merkt er, dass es nicht egal<br \/>\nist, ob er seinen Stoff beherrscht und seinen Job gut macht, selbst als<br \/>\nAzubi kann er \u00bbDinge einen Tick besser machen\u00ab. Also hockt er sich<br \/>\n\u00fcber seine B\u00fccher, lernt nicht wie zu Schulzeiten um seinetwillen,<br \/>\n\u00bbum etwas bessere Noten in meinem Zeugnis stehen zu haben, das<br \/>\nLeistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen<br \/>\nhat mich nicht interessiert\u00ab, sondern f\u00fcr seine Kollegen, seinen Chef,<br \/>\nden Betrieb, einen gemeinsamen Erfolg. \u00bbDas hat mich massiv motiviert<br \/>\nund motiviert mich auch heute noch sehr. Im Team einen Beitrag<br \/>\nleisten f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Ganzes.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTIAN \u00bbKann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist es<br \/>\n\u00e4hnlich. Ich geh\u00f6re nicht zu den Menschen, die sich in ein<br \/>\nDetail verlieben und unbedingt wissen wollen, wie die letzte<br \/>\nSchraube in einer Maschine funktioniert. Ich bin Generalist.<br \/>\nMein Antrieb ist es, Menschen zusammenzubringen, die<br \/>\nAhnung von ihrem Fachgebiet haben. Um dann gemeinsam<br \/>\netwas Gr\u00f6\u00dferes, Ganzes, Echtes zu schaffen, das auch unabh\u00e4ngig<br \/>\nvon meiner t\u00e4glichen Arbeitskraft bestehen kann.<br \/>\nInsofern war es f\u00fcr mich nach meiner Festanstellung nie eine<br \/>\nOption, als Freiberufler auf eigene Rechnung zu arbeiten, um<br \/>\ndann nach Auftrag X die T\u00fcr von meinem B\u00fcro f\u00fcr immer<br \/>\nzu schlie\u00dfen. Bestand und Best\u00e4ndigkeit sind f\u00fcr mich zwei<br \/>\nzentrale Punkte.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MAGDALENA \u00bbSpannend, weil doch sehr unterschiedlich zu<br \/>\nmeinem Antrieb. Ich erinnere mich noch ziemlich genau:<br \/>\nEs war an meinem elften Geburtstag, ich durfte vor der Schule<br \/>\ndie Olympischen Winterspiele 1996 im Fernsehen anschauen.<br \/>\nDie Biathletin Uschi Disl holte Bronze. Sie strahlte, und auch<br \/>\nmeine Eltern feierten ihren Erfolg. Da habe ich zum ersten<br \/>\nMal gesp\u00fcrt, wie toll es ist, bei Olympia dabei zu sein, und<br \/>\nwelche Emotionen mein geliebter Sport ausl\u00f6sen kann. Beim<br \/>\nSportler, aber auch bei den Zuschauern. In meiner kindlichen<br \/>\nNaivit\u00e4t habe ich beschlossen: Dieses Gef\u00fchl will ich auch<br \/>\nerleben. Das war \u00fcber all die Jahre mein Antrieb, mein Ziel.<br \/>\nAls ich 14 Jahre sp\u00e4ter tats\u00e4chlich bei den Olympischen Winterspielen<br \/>\nantrat, wollte ich nicht mehr nur f\u00fcr mich Gold holen,<br \/>\nsondern auch f\u00fcr meine Eltern. Ich sah nach all den Jahren<br \/>\nder Unterst\u00fctzung Olympia 2010 als Gemeinschaftsprojekt<br \/>\nan. Es war mir wichtig, dass sie mitfahren und wir die Spiele<br \/>\ngemeinsam erleben k\u00f6nnen. Und bei dir, Christopher, was ist<br \/>\ndein Antrieb?\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTOPHER \u00bbIch kannte in meinen 20er-, beginnenden<br \/>\n30er-Jahren nur ein Ziel: Ich wollte mein eigenes Potenzial<br \/>\naussch\u00f6pfen, alles aus mir rausholen. Etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches<br \/>\nschaffen. Heute glaube ich zu wissen, woher das kommt.<br \/>\nMeine Vorfahren setzen sich so gut wie ausschlie\u00dflich aus<br \/>\nArbeitern und B\u00fcrgermeistern zusammen. Arbeit und Verantwortung.<br \/>\nDas war und ist meine DNA. Diesem Ziel habe<br \/>\nich alles andere untergeordnet. Vielleicht etwas \u00fcbertrieben.<br \/>\nIch wei\u00df noch, wie ich mit Anfang 20 zweimal die Woche in<br \/>\nder Freizeit zu einem Schreibmaschinenkurs und einen Kurs<br \/>\nin Business English gefahren bin, weil ich wusste, dass ich da<br \/>\nschwach auf der Brust war. Mit 24 war ich pl\u00f6tzlich Marketingleiter<br \/>\nund Chef von acht Leuten, unter denen selbst der Praktikant<br \/>\ndrei Jahre \u00e4lter war als ich \u2013 zum Gl\u00fcck wusste er das nicht.<br \/>\nDas war der beste Entwicklungsbooster, den man sich vor stellen<br \/>\nkann und ganz nach meinem Geschmack: auf einem Level<br \/>\nzu spielen, das andere normalerweise mit 35 oder 40 erreichen.<br \/>\nDahinter steckte sicherlich eine gute Portion Rebellion ge-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Statement<\/em><br \/>\n<em>\u00bbWenn Leistungsbereitschaft <\/em><em>und <\/em><em>Zielstrebigkeit<\/em><br \/>\n<em>auf Ehrlichkeit <\/em><em>und Hilfsbereitschaft <\/em><em>treffen,<\/em><br \/>\n<em>wird daraus Peak <\/em><em>Performance.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>Franz Reps<\/em><\/p>\n<p>gen den Glaubenssatz, mit dem ich aufgewachsen bin: \u203aWer<br \/>\nhoch hinaus will, wird tief fallen.\u2039 Auch heute suche ich nach<br \/>\nMomenten, in denen es einen Unterschied macht, ob ich da<br \/>\nbin oder nicht. Doch im Gegensatz zu fr\u00fcher geht es mir nicht<br \/>\nmehr so sehr um mein pers\u00f6nliches Fortkommen und meine<br \/>\nEntwicklung. Vielmehr will ich auf gesellschaftlicher Ebene<br \/>\neinen m\u00f6glichst gro\u00dfen, positiven Fu\u00dfabdruck hinterlassen.<br \/>\nIch will andere bef\u00e4higen, einen Unterschied zu machen.<br \/>\nDas ist der Grund, warum ich mit euch zusammen die Peak<br \/>\nPerformer Stiftung vorantreibe. Mit unserem Engagement<br \/>\nf\u00fcr Kinder und Jugendliche k\u00f6nnen wir zusammen einen<br \/>\nUnterschied machen. Wir setzen mit unseren Camps Impulse,<br \/>\ndamit Kinder Spa\u00df haben, etwas aus eigener Kraft zu erreichen<br \/>\n\u2013 so dass sich unsere Gesellschaft hoffentlich auch \u00fcbermorgen<br \/>\nnoch etwas leisten kann.\u00ab<\/p>\n<p>Was Menschen antreibt, kann unterschiedlich<br \/>\nsein. Und doch gibt es \u00dcberschneidungen.<\/p>\n<p>Lassen wir an dieser Stelle alle anderen Peak Performer zu Wort<br \/>\nkommen:<\/p>\n<p>Tobias Arlt und Tobias Wendl: \u00bbWir waren schon als Kinder viel drau\u00dfen,<br \/>\nhaben uns st\u00e4ndig bewegt. Nat\u00fcrlich wollen wir auch besser<br \/>\nwerden und gewinnen. Aber unser gr\u00f6\u00dfter Antrieb, der uns immer<br \/>\nwieder in den Eiskanal treibt, ist unser Spa\u00df an der Bewegung und<br \/>\nunsere Liebe zu unserem Sport.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen<\/p>\n<p>Anja Blacha: \u00bbDas Leben ist da, um gelebt zu werden, es macht einfach<br \/>\nSpa\u00df, neue Dinge zu entdecken, und es ist einfach nur unglaublich, was<br \/>\nman alles erleben kann, wenn man seine Zeit richtig zu nutzen wei\u00df.<br \/>\nEigentlich steckt Neugier in uns allen, nur leider verlieren viele Menschen<br \/>\ndiesen Reiz im Laufe ihres Lebens.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lars und Sven Bender: \u00bbAlle Kinder haben eine innere Freude, wissen<br \/>\nintuitiv, was ihnen gef\u00e4llt und was ihnen nicht gef\u00e4llt. Wir hatten das<br \/>\nGl\u00fcck, dass uns niemand diese Freude genommen hat beziehungsweise<br \/>\nnehmen konnte. F\u00fcr uns gab es keinen Plan B, Fu\u00dfball allein war<br \/>\nunser Antrieb \u2013 und der Wille, wenigstens einmal in unserem Leben<br \/>\ndas perfekte Spiel zu spielen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Benedikt B\u00f6hm: \u00bbIch finde es einfach gro\u00dfartig zu sehen, was in mir<br \/>\nsteckt. Leistung setzt sich aus so vielen Dingen zusammen. Talent<br \/>\nspielt sicherlich eine Rolle, doch gleich danach kommen Technik,<br \/>\nTaktik, Willenskraft, Disziplin \u2013 an all diesen Stellschrauben kannst<br \/>\ndu eigenm\u00e4chtig, selbstwirksam drehen und in Folge eine Leidenschaft<br \/>\nentwickeln, f\u00fcr die du auch bereit bist, im wahrsten Sinne des<br \/>\nWortes zu leiden.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bernhard Fragner: \u00bbInzwischen wei\u00df ich, dass es letztlich um Anerkennung<br \/>\ngeht, die ich durch meinen Vater nicht bekommen habe. Ich<br \/>\nsehe das nicht negativ, sondern als Antriebsfeder, immer wieder neue<br \/>\nStandards zu setzen \u2013 und \u00fcber das Lob vonseiten meiner Kunden das<br \/>\nDefizit auszugleichen, das sich in jungen Jahren aufgebaut hat.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Thomas Huber: \u00bbZum einen ist da dieser enorme Spa\u00df, der mir das<br \/>\nKlettern immer noch bereitet, in den Bergen sp\u00fcre ich intensiv das<br \/>\nLeben, es ist eine Welt, deren Sprache ich gelernt habe und beherr162<br \/>\nsche. Zum anderen ist da aber auch diese Dankbarkeit, durch den<br \/>\nSport so sein zu k\u00f6nnen, wie ich bin: wild, rebellisch, manchmal immer<br \/>\nnoch so verr\u00fcckt wie als kleiner Junge. Dieses Leben so leben<br \/>\nzu d\u00fcrfen empfinde ich als absolutes Privileg, und es l\u00e4sst mich weiterklettern.\u00ab<\/p>\n<p>Michaela Kirchgasser: \u00bbEs gab f\u00fcr mich nie etwas anderes, als Skirennfahrerin<br \/>\nzu werden. Solange ich denken kann, ist dieser Wunsch<br \/>\nin mir verankert. Ich hatte keinen Plan B. Insofern war mein Antrieb,<br \/>\ndiesen Lebenstraum in Erf\u00fcllung gehen zu lassen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dominik Klein: \u00bbIch will nicht wissen, was ich kann. Ich will wissen,<br \/>\nwas ich nicht kann. Denn wenn ich es schaffe, etwas aus eigener Kraft<br \/>\nzu erlernen, erlebe ich Selbstwirksamkeit. Dieses Gef\u00fchl motiviert<br \/>\nmich ungemein, ich suche danach. Insofern ist nach der Herausforderung<br \/>\nvor der Herausforderung.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alexander Penzkofer: \u00bbWenn ich in einer Sache Potenzial sehe, treibe<br \/>\nich sie so lange an, bis sie l\u00e4uft. Danach halte ich Ausschau nach etwas<br \/>\nNeuem. Ich kann nicht genau sagen, woher dieser Drang kommt. Er<br \/>\nist einfach da. Ich will Bestehendes verbessern, optimieren, auf ein<br \/>\nneues Level heben.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerd Sch\u00f6nfelder: \u00bbIch war schon immer ein Wettkampftyp. Das hat<br \/>\nmir sicherlich geholfen, nach meinem Unfall schnell wieder auf die<br \/>\nBeine zu kommen. Doch was mich noch st\u00e4rker antreibt, ist einerseits<br \/>\ndie Dankbarkeit, \u00fcberhaupt noch leben zu d\u00fcrfen. Und andererseits<br \/>\nder Wille, nicht behindert, nicht abh\u00e4ngig von anderen Menschen zu<br \/>\nsein.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Statement<\/em><br \/>\n<em>\u00bbPeak Performance funktioniert nur, wenn ein Mensch den n\u00f6tigen Willen,<\/em><br \/>\n<em>die n\u00f6tige Geduld und die n\u00f6tige Selbstdisziplin aufbringt.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>Raimund Russwurm<\/em><\/p>\n<p>Matthias Steiner: \u00bbEs hat lange gedauert, bis man mich als Gewichtheber<br \/>\nwahrgenommen hat. Ich war netter Nachwuchs, mehr nicht.<br \/>\nAls ich dann gesehen wurde und Anerkennung f\u00fcr meine Leistung erhielt,<br \/>\nwollte ich das n\u00e4chste Mal noch mehr zeigen. Gesehen-werdenwollen<br \/>\nund Anerkennung sind schon zentral f\u00fcr meinen Antrieb. Das<br \/>\nhat auch etwas mit meinem Vater zu tun, in den ersten Jahren interessierte<br \/>\ner sich nicht f\u00fcr mein Training und meine Wettk\u00e4mpfe, obwohl<br \/>\ner den Sport in seiner Freizeit selbst betrieben hat.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTIAN \u00bbIch finde es ziemlich spannend, die Unterschiede<br \/>\nund Gemeinsamkeiten zu sehen. Als Unternehmer bin ich<br \/>\ngefordert, den Antriebsnerv meiner Mitarbeitenden zu treffen.<br \/>\nIn F\u00fchrungskreisen diskutieren wir regelm\u00e4\u00dfig: Wer hat welchen<br \/>\nAntrieb, wem k\u00f6nnen wir welche Aufgabe geben? Die<br \/>\neinen arbeiten sich innerhalb von drei Tagen in ein neues<br \/>\nThemengebiet ein, sie lechzen nach immer Neuem. Die anderen<br \/>\ntreibt es in die erste Reihe, sie wollen Verantwortung<br \/>\n\u00fcbernehmen, mitentscheiden, gesehen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch die dritte Gruppe: Sie wollen wissen, welche Aufgaben<br \/>\nsie heute und welche Aufgaben sie morgen zu er ledigen<br \/>\nhaben, sie brauchen Struktur und Stabilit\u00e4t. Darauf zu achten<br \/>\nist aus meiner Sicht wichtiger, als auf Abschluss, Know-how<br \/>\nund Erfahrung zu blicken. Das bedeutet: Wir suchen nicht<br \/>\nper Stellenausschreibung passende Mitarbeiter, wir suchen<br \/>\nf\u00fcr Bewerber die passende Stelle. Denn nur wenn das Setting<br \/>\npasst und der Mensch gem\u00e4\u00df seinem Antrieb agieren kann,<br \/>\nwirft er sein K\u00f6nnen in die Waagschale und eignet sich fehlendes<br \/>\nWissen eigenst\u00e4ndig an. F\u00fcr mich bedeutet das keine<br \/>\nLeistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen<br \/>\ngro\u00dfe Anstrengung, mir hat es immer Spa\u00df gemacht, das Beste<br \/>\naus Menschen herauszuholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich als Jugendlicher Fu\u00dfball gespielt habe, hat mein Trainer zu mir gesagt: \u203aDu spielst nicht, weil du gut bist. Du spielst, weil du die anderen besser machen<br \/>\nwillst.\u2039 Das setzt jedoch voraus, dass Menschen sich von dem<br \/>\nZerrbild verabschieden, dass sie alles gleicherma\u00dfen gut zu<br \/>\nk\u00f6nnen haben, und gem\u00e4\u00df ihren St\u00e4rken auf einem Spielfeld<br \/>\ndie richtige Position beziehen. Im Bewerbungsprozess merke<br \/>\nich jedoch, dass die wenigsten offen, ehrlich und selbstbewusst<br \/>\nsagen k\u00f6nnen: Das kann ich, das kann ich nicht. Viele sind<br \/>\nsich ihres Antriebs auch nicht bewusst.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTOPHER \u00bbDas f\u00e4llt mir auch auf. Wenn ich \u00fcber Antrieb<br \/>\nspreche, fragen mich Menschen, wie sie ihren Antrieb finden<br \/>\nk\u00f6nnen. Ich denke, es f\u00e4ngt damit an, die richtigen Fragen zu<br \/>\nstellen. Beispiel: Woran mache ich fest, ob ein Tag ein gelungener<br \/>\nTag war? Wobei vergesse ich die Zeit und bin einfach<br \/>\nnur in meinem Element? Aber auch: Was l\u00e4sst mich v\u00f6llig<br \/>\nkalt? \u00dcber das Thema Geld hat tats\u00e4chlich nur Matthias<br \/>\nSteiner gesprochen. Es ist f\u00fcr ihn der Anti-Antrieb schlechthin.<br \/>\nBei einem Bundesligafinale hat ihm der Pr\u00e4sident eines<br \/>\ngegnerischen Vereins einmal eine Stange Geld geboten, damit<br \/>\ner absichtlich verliert. Steiner hat ihn abblitzen lassen<br \/>\nund auf der B\u00fchne eine Last gesto\u00dfen, die er zuvor noch nie<br \/>\ngeschafft hatte. Geld hat ihn, wie er sagt, \u203akeinen Zentimeter<br \/>\nweitergebracht\u2039.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Statement<\/em><br \/>\n<em>\u00bbEin Peak Performer sollte durch sein Tun junge Menschen motivieren,<\/em><br \/>\n<em>ihre Leidenschaften zu entdecken und ihre Tr\u00e4ume zu verfolgen. Er zeigt, dass Erfolg<\/em><br \/>\n<em>zwingend auf positiver Lebenseinstellung basiert.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>Gerd Sch\u00f6nfelder<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Blicken wir etwas grunds\u00e4tzlicher auf das Thema und gehen einen<br \/>\nSchritt weiter.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Psychologen Hans-Georg H\u00e4usel steuern drei gro\u00dfe Motiv- und<br \/>\nAntriebsysteme das menschliche Verhalten. Die \u00bbBalance-Instruktion ist ein Programm, das uns anh\u00e4lt, Gefahren zu vermeiden,<br \/>\nGewohnheiten aufzubauen, uns nicht zu verausgaben und Geborgenheit<br \/>\nin der Familie oder bei Freunden zu suchen\u00ab. Wer \u00fcberwiegend<br \/>\ndavon gesteuert wird, sehnt sich nach Sicherheit im Privaten wie im<br \/>\nBeruflichen: langlebige Partnerschaften, sicherer Arbeitsplatz mit<br \/>\ngeregelten Abl\u00e4ufen und Arbeitszeiten. Ganz anders funktioniert die<br \/>\n\u00bbStimulanz-Instruktion. Sie h\u00e4lt uns dazu an, Neues zu entdecken,<br \/>\nUnbekanntes zu erforschen, nach Abwechslung zu suchen\u00ab. Dieser<br \/>\nMensch braucht Abwechslung, Dynamik, immer wieder neue Herausforderungen.<\/p>\n<p>Der dritte Einfluss ist die \u00bbDominanz-Instruktion. Sie<br \/>\ndr\u00e4ngt uns dazu, besser zu sein als andere, nach oben zu streben, den<br \/>\neigenen Vorteil wahrzunehmen, Ideen durchzusetzen, unsere Macht<br \/>\nund unser Territorium zu erweitern.\u00ab Dieser Mensch will in F\u00fchrung<br \/>\ngehen, ben\u00f6tigt Autonomie und Verantwortung. Insgesamt definieren<br \/>\ndiese drei grundlegenden Einfl\u00fcsse das sogenannte limbische<br \/>\nSystem. Alle drei Motivsysteme kommen bei jedem Menschen in unterschiedlicher<br \/>\nAuspr\u00e4gung vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Peak Performer sind anf\u00e4nglich stark von der Dominanz- und Stimulanz-Instruktion gepr\u00e4gt. Das ist gut und wichtig, um die entsprechenden H\u00f6chstleistungen zu erreichen. Doch mit der Zeit tritt Balancierung ein.<br \/>\nWerte und Sichtachsen verschieben sich, es geht um die Suche nach<br \/>\neinem neuen Ma\u00df, das sich nicht mehr nur an den eigenen Bed\u00fcrfnissen<br \/>\norientiert. Blicken wir zu Benedikt B\u00f6hm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor 20 Jahren war sein Antrieb rein k\u00f6rperlicher und geistiger Natur.<br \/>\n\u00bbIch war regelrecht besessen, mich immer wieder neu herauszufordern.<br \/>\nWas packt mein K\u00f6rper, was packt mein Geist? Alles andere habe<br \/>\nich ausgeblendet. Wenn ich beispielsweise nach Nepal geflogen bin,<br \/>\ngab es f\u00fcr mich nur Basecamp, Gipfel, Rekord.\u00ab<br \/>\nAuch heute braucht der Extremsportler viele B\u00e4lle in der Luft, damit<br \/>\nes ihm gut geht. \u00bbDoch ich werde insgesamt ruhiger. Ich will ein guter<br \/>\nVater sein und wenigstens die Wochenenden mit meinen drei Kindern<br \/>\nverbringen \u2013 das klappt immer \u00f6fter, aber es gibt schon noch<br \/>\nkrasse Ausrei\u00dfer wie im Tierpark Aurach im vergangenen Jahr. Wir<br \/>\nsind so langsam zwischen den Hirschen und Rehen umhergeschlurft,<br \/>\ndass mein Puls unter 40 absackte und meine Sportuhr Alarm schlug.<br \/>\nIch bin fast ausgeflippt.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-683508\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/12\/cover.peakperformer-1.jpg\" alt=\"\" width=\"163\" height=\"259\" \/><\/p>\n<h1 class=\"ProductMeta__Title Heading u-h2\">Magdalena Neuner, Christopher Spall und Christian Grams: &#8222;Peak Performer: Von Spitzenleistern lernen, das echte Leben zu meistern. Leistungskultur neu denken&#8220; Murmann Verlag, 32,&#8211; Euro, 216 Seiten<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei seinen sportlichen Aktionen hat B\u00f6hm ebenso umgeschwenkt:<br \/>\n\u00bbIch muss mir nichts mehr beweisen und suche nach dem Higher<br \/>\nPurpose: Was will ich mit meinen Aktionen bezwecken, was bewirken?<br \/>\nWenn ich heute nach Nepal fliege, nehme ich mir Zeit, spreche<br \/>\nmit den Menschen vor Ort, versuche zu verstehen, wo die Probleme in<br \/>\npuncto Naturschutz liegen und wie ich mich engagieren kann. Es ist<br \/>\nunsere verdammte Aufgabe, daf\u00fcr zu sorgen, dass auch unsere Kinder<br \/>\nund Enkelkinder die Welt so sehen k\u00f6nnen, wie wir sie gesehen haben.<br \/>\nIch w\u00fcrde sagen, dass sich mein Antrieb heute zunehmend aus<br \/>\ndem Gef\u00fchl von Demut und Dankbarkeit speist. Dankbarkeit f\u00fcr das<br \/>\nLeben, das ich leben durfte und leben darf.\u00ab<br \/>\nLeistungsantrieb: Schubkraft von innen und au\u00dfen 169<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MAGDALENA \u00bbBei Dankbarkeit gehe ich total mit. Ich habe<br \/>\nso viel im meinem Leben bekommen, dass ich mich nur gl\u00fccklich<br \/>\nsch\u00e4tzen kann. Dadurch stehe ich heute an einem Punkt<br \/>\nin meinem Leben, an dem ich in der Lage bin, vollumf\u00e4nglich<br \/>\nzur\u00fcckzugeben. Ich w\u00fcrde schon sagen: Mein Antrieb hat<br \/>\nsich gedreht, vor allem seit ich Mama bin. Mein zentrales<br \/>\nZiel ist es, dass meine Kinder ein sch\u00f6nes Aufwachsen in<br \/>\neinem liebevollen Elternhaus haben. Damit sie sp\u00e4ter einmal<br \/>\nsagen k\u00f6nnen: Ich hatte eine tolle Kindheit und einen guten<br \/>\nDraht zu meinen Eltern. Ich bin jedoch \u00fcberzeugt, dass dieses<br \/>\nIn-Balance-Kommen nicht von selbst geschieht. Zack, auf<br \/>\neinmal hat sich der Antrieb ge\u00e4ndert. Es ist eine bewusste<br \/>\nEntscheidung, die man trifft, weil man sich der Konsequenzen<br \/>\nbewusst wird: Was passiert, wenn ich weiterhin nur auf<br \/>\nein Motiv- oder Antriebssystem setze, wie Hans-Georg H\u00e4usel<br \/>\nsagt. W\u00e4re ich bereit, den Preis daf\u00fcr zu bezahlen? Vermutlich<br \/>\nist dieser Prozess auch nie abgeschlossen, es ist ein st\u00e4ndiger<br \/>\nAushandlungsprozess mit sich selbst, mit seinen N\u00e4chsten,<br \/>\nmit dem Leben.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schauen wir uns ein zweites Modell an. Nahe an H\u00e4usel dran und<br \/>\ndoch mit zwei wichtigen Aspekten on top.<br \/>\nDie Rede ist von Paul R. Lawrence und Nitin Nohria mit ihrem Driven-<br \/>\nKonzept. Die beiden Professoren f\u00fcr Organisationsverhalten an der<br \/>\nHarvard Business School gingen der fundamentalen Frage nach: Was<br \/>\ntreibt Menschen im Grunde ihres Wesens an? F\u00fcr sie gibt es nicht<br \/>\ndrei, sondern vier Motivationskr\u00e4fte. Den Drang, m\u00f6glichst viele ma-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00bbEin Peak Performer<\/em><br \/>\n<em>ist ein Menschenfreund,<\/em><br \/>\n<em>der Lust auf<\/em><br \/>\n<em>Leistung hat, gerne<\/em><br \/>\n<em>Verantwortung<\/em><br \/>\n<em>\u00fcbernimmt, Grenzen<\/em><br \/>\n<em>auslotet und es liebt,<\/em><br \/>\n<em>andere mit seiner<\/em><br \/>\n<em>Begeisterung<\/em><br \/>\n<em>anzustecken.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>Peter Schr\u00f6ttle<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>terielle und immaterielle Dinge zu erwerben beziehungsweise zu<br \/>\nerleben (Erwerbstrieb). Das Bed\u00fcrfnis, langfristige Beziehungen einzugehen,<br \/>\ndie sich durch gegenseitiges Interesse und Engagement aus &#8211;<br \/>\nzeichnen (Bindungstrieb). Den Wunsch, zu lernen und seine Neugier<br \/>\nzu befriedigen, nicht zuletzt, um die Welt und sich selbst besser zu verstehen<br \/>\n(Lerntrieb). Und den Willen, sich selbst, seine N\u00e4chsten, seine<br \/>\n\u00dcberzeugungen, Werte und seinen Besitz vor Schaden zu bewahren<br \/>\n(Verteidigungstrieb).<\/p>\n<p>F\u00fcr Lawrence und Nohria sind diese vier Antriebe die Grundpfeiler in<br \/>\nden Denk- und Handlungsger\u00fcsten der Menschheit. Sie waren und<br \/>\nsind immer und \u00fcberall anzutreffen. In allen Kulturen. Kurzum, sie<br \/>\nsind angeboren und allgemeing\u00fcltig. Universell. Hinzu kommt: Der<br \/>\nMensch ist immer auf der Suche nach einer guten Methode, alle vier<br \/>\nGrundtriebe unter einen Hut zu bringen. Doch situationsbezogen<br \/>\noder phasenweise entscheidet er sich, welchem Trieb er den Vorrang<br \/>\ngibt. \u00bbDer Konflikt wird gel\u00f6st durch den intentionalen Willensakt,<br \/>\nder zu einer Handlung f\u00fchrt, die wiederum von den relevanten Trieben<br \/>\nangespornt wird.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der freie Wille, im besten Sinne.<\/strong><\/p>\n<p>Bleibt die Frage: Wie l\u00e4sst sich diese eine Sache finden, f\u00fcr die man<br \/>\neinen seiner Antriebe so gezielt nutzen kann, dass tats\u00e4chlich eine<br \/>\nPeak Performance herauskommt? Wie kam eine Michaela Kirchgasser<br \/>\nzum Skirennfahren, ein Thomas Huber zum Klettern, ein Dominik<br \/>\nKlein zum Handball oder ein Matthias Steiner zum Gewichtheben? Ist<br \/>\nes Zufall? F\u00fcgung? Der Hauptgewinn in der Lotterie des Lebens? Wir<br \/>\nhaben keine eindeutige Antwort. Was wir jedoch unisono herausge172<br \/>\nh\u00f6rt haben: Es hat etwas mit Neugier, Mut, Ehrlichkeit sich selbst und<br \/>\nanderen gegen\u00fcber zu tun: Was macht mir Spa\u00df, will ich \u00fcberhaupt<br \/>\nGipfel erklimmen, bin ich bereit, daf\u00fcr Opfer zu bringen, und wenn ja,<br \/>\nwie gro\u00df d\u00fcrfen sie sein? Auch die F\u00e4higkeit auszublenden, was den<br \/>\neigenen Antrieb gef\u00e4hrdet, spielt eine Rolle: Bedenken, negative Kommentare,<br \/>\nEntmutigungen, Neid. Und, passend dazu im Umkehrschluss:<br \/>\ndas positive Umfeld, das einen st\u00e4rkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Leben von Peak Performern gibt es in den<br \/>\nallermeisten F\u00e4llen mindestens einen Menschen,<br \/>\nder initial ihr Talent entdeckt, an sie geglaubt,<br \/>\nihnen den Weg gewiesen oder die Chance<br \/>\ngegeben hat, ihre Passion zu finden und sie<br \/>\nzu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mal ist es die Mutter.<\/strong><\/p>\n<p>Michaela Kirchgasser: \u00bbIn der Volksschule habe ich in mein Religionsheft<br \/>\ngeschrieben: \u203aIch will Skirennfahrerin werden, darf aber nicht,<br \/>\nweil es zu teuer ist.\u2039 Meine Mutter hat das Heft auf meinem Schreibtisch<br \/>\ngefunden und mich am selben Tag im Skiinternat angemeldet.<br \/>\nUm mich zu unterst\u00fctzen, nahm sie die Trennung von ihrer zehnj\u00e4hrigen<br \/>\nTochter in Kauf. Erst viele Jahre sp\u00e4ter hat sie mir erz\u00e4hlt, wie<br \/>\nsie am Tag der Einschulung zur\u00fcck im Auto erstmal geweint hat.<br \/>\nHeute, als Mama eines Sohnes, kann ich ihren damaligen Schmerz<br \/>\nund ihre Eifersucht zu hundert Prozent nachempfinden. Am Wochenende<br \/>\nhabe ich freudestrahlend von meiner Erzieherin erz\u00e4hlt: Sie ist<br \/>\nso toll, du bist so streng. Insofern: Meine Mutter hat einen M\u00f6rderjob gemacht!\u00a0 Auch weil sie es geschafft hat, f\u00fcr einen gerechten<br \/>\nAusgleich unter uns Geschwistern zu sorgen. Weder meine gro\u00dfe<br \/>\nSchwester noch mein kleiner Bruder f\u00fchlten sich je benachteiligt,<br \/>\njeder konnte sich darauf verlassen, dass er dasselbe bekommt, wenn<br \/>\nvielleicht auch nicht zur selben Zeit.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Mal ist es der Vater.<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Huber: \u00bbDu brauchst nicht zu glauben, dass wir als Kinder<br \/>\ngerne in die Berge gegangen sind. Das Bergsteigen war erstmal eine<br \/>\nKata strophe, st\u00e4ndig haben wir unseren Vater gefragt: Wie weit ist es<br \/>\nnoch? Doch mein Vater ist drangeblieben und hat verstanden, nach<br \/>\nund nach die T\u00fcr zu einer ganz eigenen Welt aufzumachen. Er hat<br \/>\nGeschichten erz\u00e4hlt, uns in Felsw\u00e4nde gestellt und zu verstehen gegeben,<br \/>\ndass Bergsteigen eine Auseinandersetzung mit sich selbst ist,<br \/>\nSchritt f\u00fcr Schritt lernt man sich besser kennen. Pl\u00f6tzlich war dieses<br \/>\nIn-die-Berge-gehen kein l\u00e4stiges Aufw\u00e4rtsgehen mehr, sondern ein<br \/>\nAbenteuer, und unsere Augen haben geleuchtet. F\u00fcr mich ist das die<br \/>\nKunst des Elternseins, das Feuer, das in einem selbst lodert, weiterzugeben.<br \/>\nF\u00f6rdern, nicht fordern. Das erfordert viel Geduld und viel<br \/>\nGef\u00fchl. Au\u00dferdem durften wir aufs Gymnasium gehen. Nicht falsch<br \/>\nverstehen: Ich bin kein Fan davon, dass jedes Kind aufs Gymnasium<br \/>\ngehen muss! Aber f\u00fcr mich bedeuteten Abitur und Studium vor allem<br \/>\nZeit f\u00fcrs Klettern zu haben und dadurch den Grundstein f\u00fcr meine<br \/>\nProfikarriere zu legen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mal sind es Geschwister.<\/strong><\/p>\n<p>Dominik Klein: \u00bbIch bin in einer Handballerfamilie gro\u00df geworden.<br \/>\nMein Papa, meine Mama, mein \u00e4lterer Bruder Marcel, meine j\u00fcngere<br \/>\nSchwester Christin \u2013 wir alle haben diesen Sport geliebt und betrieben.<br \/>\nDoch das gr\u00f6\u00dfte Vorbild war sicherlich mein Bruder, ich habe<br \/>\nihm nach geeifert, ich wollte so werden wie er, Jugendnationalspieler,<br \/>\nAdler auf der Brust. Nach jedem Spiel habe ich ihn gefragt: \u203aWie viele<br \/>\nTore hast du geworfen, wann darf ich mitspielen?\u2039 Als ich in die Herrenmannschaft<br \/>\naufstieg, hat mir mein Bruder mein allererstes Tor<br \/>\nvorbereitet, da bekomme ich heute noch G\u00e4nsehaut und feuchte Augen.<br \/>\nBei der TUSPO in Obernburg, die Halle mit 800 Menschen gef\u00fcllt,<br \/>\nder gro\u00dfe Klein gibt dem kleinen Klein an seinem 17. Geburtstag<br \/>\nden entscheidenden Ball. Mein Wurf geht ins Tor, alle stehen<br \/>\nauf, klatschen. Das als Jugendlicher erleben zu d\u00fcrfen war ein echtes<br \/>\nBrett.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mal ist es ein Trainer.<\/strong><\/p>\n<p>Matthias Steiner: \u00bbIch habe mein Talent lange Zeit nicht gesehen,<br \/>\nf\u00fchlte mich immer schlechter als meine Mitstreiter. Vor allem meine<br \/>\nTechnik lie\u00df zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Doch meinem Trainer Walter Legel<br \/>\nfiel auf, dass ich st\u00e4rker belastbar bin und schneller regeneriere. Er<br \/>\nhat an mich geglaubt und mich gef\u00f6rdert. Tra gischerweise ist er an<br \/>\neinem Gehirntumor gestorben, als ich 17 Jahre alt war. Ich sa\u00df an seinem<br \/>\nSterbebett, sah, wie er vor sich hinvege tierte, mit seinem Tod<br \/>\nwar auch meine Kindheit vorbei. Ich versp\u00fcrte eine starke Wut und<br \/>\nden Wunsch: F\u00fcr Walter mache ich weiter, ich schaffe es auf die internationale<br \/>\nEbene, so wie er es sich immer gew\u00fcnscht hat.\u00ab<\/p>\n<p>MAGDALENA \u00bbDie richtigen Menschen an seiner Seite zu<br \/>\nhaben ist ein Riesengl\u00fcck. Meine Eltern haben mich zum<br \/>\nLanglaufen gebracht, weil sie selbst diesen Sport leidenschaftlich<br \/>\nbetrieben haben. Meine Freunde haben mich spontan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Statement<\/em><br \/>\n<em>\u00bbEin Peak<\/em><br \/>\n<em>Performer h\u00f6rt<\/em><br \/>\n<em>niemals auf,<\/em><br \/>\n<em>seine positive<\/em><br \/>\n<em>Energie auf<\/em><br \/>\n<em>dem Spielfeld<\/em><br \/>\n<em>des Lebens<\/em><br \/>\n<em>zu zeigen.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>J\u00f6rg Simon<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>zum Biathlontraining mitgenommen, das ich bis dahin gar<br \/>\nnicht kannte. Meine Trainerin, eine Cousine meines Vaters,<br \/>\ndie ich schon als Kind sehr mochte, hat mich mit offenen<br \/>\nArmen empfangen. Genauso wie das Team, in dem ich mich<br \/>\nsofort wohlgef\u00fchlt habe. Das alles hat mir geholfen \u2013 neben<br \/>\ndem Fakt, dass ich direkt neben einer Loipe aufwuchs \u2013, mich<br \/>\nauszuprobieren und zu merken: Was ich hier mache, liegt mir<br \/>\ntotal, geht leicht von der Hand und macht Spa\u00df. Als Mama<br \/>\nsetzt mich das manchmal ziemlich unter Druck und ich stelle<br \/>\nmir Fragen: Was, wenn meinen Kindern dieses Riesengl\u00fcck<br \/>\nnicht zuteil wird? Kann ich als Mama herausfinden, welche<br \/>\nTalente in ihnen schlummern? Hat jedes Kind ein Talent,<br \/>\nauf dem eine besondere Leistung aufbauen kann? Und m\u00f6chten<br \/>\nmeine Kinder \u00fcberhaupt in einer Sache besonders gut<br \/>\nwerden \u2013 oder steckt da nicht vielmehr meine Biografie, mein<br \/>\nWunschdenken, mein Anspruch dahinter?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht m\u00f6chten sie von Anfang an ein Leben in Balance f\u00fchren. Ich denke, es<br \/>\ngilt zu beobachten, zu entdecken, zu erm\u00f6glichen, zu best\u00e4rken,<br \/>\nzu loben und sich in Gelassenheit zu \u00fcben. Interessant<br \/>\nbei Anja Blacha: Sie hat ihre Passion mit 23 gefunden. 2013<br \/>\nkaufte sie sich f\u00fcr ihren Peru-Urlaub zum ersten Mal in ihrem<br \/>\nLeben Wanderschuhe. Bis dahin hatte sie Bergsteigen nicht<br \/>\ninteressiert, sie wuchs in Bielefeld auf, im Urlaub ging es an<br \/>\nden Strand oder in eine Stadt. Sie sagt ganz klar: Unsere Vergangenheit<br \/>\nbestimmt nicht unsere Zukunft, man ist nie zu<br \/>\nalt, um neue Leidenschaften zu entdecken.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTIAN \u00bbIch musste bei dem Wort \u203aLoben\u2039 schmunzeln.<br \/>\nF\u00fcr mich als Bayer ist das schwierig. Es ist schon etwas an<br \/>\ndem Spruch dran: \u203aNicht geschimpft ist genug gelobt.\u2039 Ich<br \/>\nversuche mich diesbez\u00fcglich zu verbessern und mehr auf<br \/>\nmeine Leute zuzugehen. Aber leider kann ich nicht so gut aus<br \/>\nmeiner Haut raus, wie ich es gerne m\u00f6chte. Mir hat niemand<br \/>\ngesagt, das hast du aber gut gemacht, als Bub hast du funktioniert<br \/>\nund den allgemeinen Erwartungen entsprochen, diese<br \/>\nErfahrung sitzt tief. Heute geht das nicht mehr. Lob ist wichtig<br \/>\nund ein gro\u00dfer Motivationsfaktor f\u00fcr Menschen, vorausgesetzt,<br \/>\nes ist ehrlich gemeint. Ich nehme mich nicht aus, auch<br \/>\nich werde gerne gelobt. Meine jungen F\u00fchrungskr\u00e4fte tun<br \/>\nsich leichter und weisen mich darauf hin, wenn ich in mein<br \/>\naltes Muster falle und Leistung zu wenig anerkenne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Unsere Jahresziele f\u00fcr 2022 waren sportlich, wir haben<br \/>\nsie nicht erreicht, trotzdem haben wir das zweitbeste Jahr in<br \/>\nunserer Firmengeschichte realisiert. Nach meiner Jahresrede<br \/>\nwurde ich von mehreren Mitarbeitenden angesprochen, dass<br \/>\nich die Bem\u00fchungen nicht stark genug gew\u00fcrdigt h\u00e4tte. Ich<br \/>\nmuss mich da an meiner eigenen Nase fassen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTOPHER \u00bbLoben ist ein kompliziertes Thema. Ich<br \/>\nkonnte lange kein Lob annehmen. Erst wenn ich meine Leistung<br \/>\nselbst f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnlich halte, nehme ich Lob \u00fcberhaupt<br \/>\nernst. Und selbst dann konzentriere ich mich eher auf<br \/>\ndas, was ich noch verbessern kann. Irgendwann hat mir mein<br \/>\ndamaliger Coach Stefan G\u00fcnther gesagt: \u203aSei auch mal stolz<br \/>\nauf das Erreichte, nimm dir die Zeit, Lob anzunehmen und zu<br \/>\nreflektieren.\u2039 Seitdem gehe ich bewusster mit Lob um. Anderen<br \/>\nMenschen Wertsch\u00e4tzung zu vermitteln ist essenziell. Gleichzeitig<br \/>\nglaube ich nicht, dass Best\u00e4tigung von au\u00dfen ein Treiber<br \/>\nf\u00fcr Entwicklung ist. Der Mensch ver\u00e4ndert sich nicht, weil du<br \/>\nihm, platt gesagt, auf die Schultern klopfst und sagst: Gut<br \/>\ngemacht. Sondern nur, weil er sich ver\u00e4ndern will oder ver\u00e4ndern<br \/>\nmuss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lust oder Leid.<\/p>\n<p>Lob hat nicht nur positive Effekte.<br \/>\nDer Mensch lehnt sich m\u00f6glicherweise zur\u00fcck und denkt<br \/>\nsich, reicht schon, genug geleistet. Vor kurzem habe ich einen<br \/>\nBeitrag von Johannes K\u00f6lmel gelesen, selbst Fu\u00dfballer und<br \/>\nCoach. Darin stellt er sich die Frage, warum Deutschland nur<br \/>\nnoch Platz 15 in der FIFA-Weltrangliste belegt, hinter den USA,<br \/>\nMexiko, der Schweiz und Marokko. Er z\u00e4hlt f\u00fcnf Gr\u00fcnde auf,<br \/>\neiner davon: Aus Angst, Talente zu verlieren oder nicht f\u00fcr sich<br \/>\nzu gewinnen, schaffen die Leistungszentren \u203aabsolute Wohlf\u00fchloasen\u2039,<br \/>\nden Jungs werden hohe Geh\u00e4lter gezahlt, ihnen<br \/>\nwird alles abgenommen, sie werden mit Samthandschuhen<br \/>\nangefasst. Die Konsequenz: Hunger, Biss, Antrieb gehen verloren.<br \/>\nEs ist eine Gratwanderung zwischen Antrieb st\u00e4rken und<br \/>\nAntrieb abw\u00fcrgen, zwischen angemessener F\u00fcrsorge und zu<br \/>\nviel Komfort.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTIAN \u00bbL\u00e4sst mich an gestern denken. Nach l\u00e4ngerer<br \/>\nZeit war ich wieder bei einem Bewerbungsgespr\u00e4ch dabei. Wir<br \/>\nhaben der Uniabsolventin erz\u00e4hlt, was unser Unternehmen<br \/>\nausmacht, was uns wichtig ist und was ihre Aufgaben bei uns<br \/>\nw\u00e4ren. Die einzige Frage, die sie zum Abschluss an uns hatte:<br \/>\n\u203aWie sieht das Work-Life-Balance-Konzept Ihres Unternehmens<br \/>\nStatement &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00bbIntegrit\u00e4t, Empathie<\/em><br \/>\n<em>und Verantwortungsbewusstsein<\/em><br \/>\n<em>w\u00e4ren<\/em><br \/>\n<em>f\u00fcr mich die wichtigsten<\/em><br \/>\n<em>Bausteine, aus denen<\/em><br \/>\n<em>sich Peak Performance<\/em><br \/>\n<em>zusammensetzt. Es sind<\/em><br \/>\n<em>Werte, die Menschen<\/em><br \/>\n<em>inspirieren und positiv<\/em><br \/>\n<em>beeinflussen.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>Dominic Sonnberger<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230; aus? Ich m\u00f6chte von 7 bis 9 Uhr joggen, da kann ich auf keinen<br \/>\nFall ins B\u00fcro kommen. Und mein Feierabend ist mir auch wichtig.\u2039<br \/>\nDas ist inzwischen keine Ausnahme mehr, ich kenne das<br \/>\nund antworte schon mal absichtlich provokant: \u203aWork-Life-<br \/>\nBalance geht f\u00fcr Sie noch nicht, daf\u00fcr m\u00fcssen Sie erst einmal<br \/>\ngearbeitet haben.\u2039 An der Reaktion merke ich, ob der Mensch<br \/>\nvon seinem Mindset her zu uns passt. F\u00fchlt er sich ver\u00e4ppelt<br \/>\noder f\u00e4ngt er an zu lachen? Du kannst selbstbewusst Forderungen<br \/>\nstellen, keine Frage. Doch damit ein Unternehmen<br \/>\nfunktioniert, braucht es Austausch, Ausgleich und Flexibilit\u00e4t<br \/>\nauf beiden Seiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann nicht erwarten, dass sich ein<br \/>\nArbeitgeber auf jeden Menschen individuell einstellt, und zugleich<br \/>\nein starres Work-Life-Balance-Konzept f\u00fcr jedermann<br \/>\neinfordern. Zumal ich \u00fcberzeugt bin: Wenn dein Antrieb<br \/>\nstimmt, du einen spannenden Job suchst und nicht nur Geld<br \/>\nverdienen willst, stellst du diese Frage nicht. Du organisierst<br \/>\ndich selbst. Mal h\u00e4ngst du dich l\u00e4nger rein, mal gehst du<br \/>\nfr\u00fcher nach Hause \u2013 und wenn du morgens joggen willst,<br \/>\ndann arbeitest du danach schneller oder holst die Stunden<br \/>\nabends rein. Deine Antriebe weisen dir den Weg, spornen dich<br \/>\nan und sorgen f\u00fcr die richtige Balance. Jedenfalls ist das f\u00fcr<br \/>\nmich die neue Leistungswelt, wie ich sie verstehe. Und f\u00fcr<br \/>\ndie ich Lust habe zu arbeiten.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Magdalena Neuner, Christopher Spall und Christian Grams: &#8222;Peak Performer: Von Spitzenleistern lernen, das echte Leben zu meistern. Leistungskultur neu denken&#8220; &nbsp; Die Autoren pl\u00e4dieren in ihrem neuen Buch \u00bbPeak Performer\u00ab\u00a0f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Leistungskultur. 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