{"id":683214,"date":"2023-11-01T06:00:50","date_gmt":"2023-11-01T05:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=683214"},"modified":"2023-11-01T01:07:13","modified_gmt":"2023-11-01T00:07:13","slug":"buchauszug-gabriele-rehbock-kai-markus-mueller-das-unsichtbare-spiel-die-verborgene-psychologie-von-verhandlungen-und-kaufentscheidungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/11\/01\/buchauszug-gabriele-rehbock-kai-markus-mueller-das-unsichtbare-spiel-die-verborgene-psychologie-von-verhandlungen-und-kaufentscheidungen\/","title":{"rendered":"Buchauszug Gabriele Rehbock \/ Kai-Markus M\u00fcller: &#8222;Das unsichtbare Spiel. Die verborgene Psychologie von Verhandlungen und Kaufentscheidungen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug Gabriele Rehbock \/ Kai-Markus M\u00fcller: &#8222;<\/strong><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Das unsichtbare Spiel. <\/span><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Die verborgene Psychologie von Verhandlungen und Kaufentscheidungen&#8220;<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_683218\" style=\"width: 434px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-683218\" class=\"size-full wp-image-683218\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Rehbock_Gabriele-_3020263_209507_final_PRINT_picturepeople-e1698792185382.jpg\" alt=\"\" width=\"424\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Rehbock_Gabriele-_3020263_209507_final_PRINT_picturepeople-e1698792185382.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Rehbock_Gabriele-_3020263_209507_final_PRINT_picturepeople-e1698792185382-300x252.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Rehbock_Gabriele-_3020263_209507_final_PRINT_picturepeople-e1698792185382-357x300.jpg 357w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><p id=\"caption-attachment-683218\" class=\"wp-caption-text\">Gabriele Rehbock (Foto: PR\/Redline Verlag\/picturepeople)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_683219\" style=\"width: 551px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-683219\" class=\"size-full wp-image-683219\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Mueller_Kai-Markus_3020264_209643_final_PRINT_privat-e1698792354379.jpg\" alt=\"\" width=\"541\" height=\"457\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Mueller_Kai-Markus_3020264_209643_final_PRINT_privat-e1698792354379.jpg 541w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Mueller_Kai-Markus_3020264_209643_final_PRINT_privat-e1698792354379-300x253.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Autor.Mueller_Kai-Markus_3020264_209643_final_PRINT_privat-e1698792354379-355x300.jpg 355w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><p id=\"caption-attachment-683219\" class=\"wp-caption-text\">Kai-Markus M\u00fcller (Foto: PR\/Redline Verlag\/picturepeople)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein \u00bbNein!\u00ab, das alle Optionen offen h\u00e4lt<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Duden ist ein Preis der \u00bbGeldwert\u00ab beziehungsweise der \u00bbBe\u00adtrag, der beim Kauf einer Ware bezahlt werden muss\u00ab. Eine sol\u00adche rein mathematische Betrachtungsweise greift allerdings zu kurz, weil sie die emotionale Seite au\u00dfen vor l\u00e4sst. Mit anderen Worten: Ein Preis ist auch eine unangenehme Last. Dieser emotionale Faktor spielt bei Verkaufsverhandlungen eine substanzielle Rolle. Denn am Ende geht es immer auch darum, wer die gr\u00f6\u00dften emotionalen und finanziellen Zu\u00adgest\u00e4ndnisse machen musste. Diese Frage wird in Verhandlungen gerne \u00bb\u00fcbersehen\u00ab, was vor allem dem Verk\u00e4ufer das Leben schwer macht. Und die im vorangegangenen Kapitel beschriebenen Scheinl\u00f6sungen, die ein \u00bbJa!\u00ab zu Rabattierungen schwieriger machen sollen, laden ihm noch zu\u00ads\u00e4tzliche B\u00fcrden auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was aber, wenn wir das Problem aus anderer Perspektive betrachten? Anstatt zu versuchen, es Verk\u00e4ufern schwerer zu machen, \u00bbJa!\u00ab zu sagen, sollten wir es ihnen nicht leichter machen, \u00bbNein!\u00ab zu sagen? Dieser Unter\u00adschied mag m\u00f6glicherweise ein wenig wie Haarspalterei klingen, aber die beiden Formulierungen k\u00f6nnten aus praktischer und verhaltenswissen\u00adschaftlicher Sicht kaum weiter voneinander entfernt sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt zwei gute Gr\u00fcnde, warum es besser ist, Verk\u00e4ufern das \u00bbNein!\u00ab-Sagen zu erleichtern, anstatt k\u00fcnstliche H\u00fcrden aufzubauen, die sie vom \u00bbJa!\u00ab-Sagen abhalten sollen. Der erste wesentliche Grund betrifft die Denkfehler und die emotionalen Aspekte des Rabattierens, die dem Homo oeconomicus fremd sind. Denken Sie an die Weinexperimente und die Preis-Qualit\u00e4ts-Heuristik im vierten Kapitel zur\u00fcck: Preise haben starke emotionale Auswirkungen, nicht nur finanzielle. Dar\u00fcber hinaus gibt es mentale Faustregeln, die das \u00bbJa!\u00ab als untrainierte, dominante Reaktion verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Kapitel 7 sind wir darauf eingegangen, wie Gro\u00dfunternehmen ver\u00adsuchen, das Rabattierungsproblem in den Griff zu bekommen, indem sie sich preislich einigeln. Das f\u00fchrt zu einem hohen Verwaltungsaufwand und einer starken mentalen Belastung der Verk\u00e4ufer. Es ist dar\u00fcber hinaus sogar kontraproduktiv, weil Verk\u00e4ufer immer Wege finden werden, all diese Regeln und Prozesse zu umgehen, um die Forderungen ihrer Kunden doch irgendwie zu erf\u00fcllen. Das hei\u00dft, dass diese Regeln die Tendenz haben, eher gebrochen, oder besser gesagt, eher umgangen als eingehalten zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was meinen wir damit? Nehmen wir an, ein Rabatt von mehr als 10 Pro\u00adzent muss von der Vertriebsleitung genehmigt werden. Verk\u00e4ufer k\u00f6nnen diese Regelung sehr einfach umgehen, indem sie den Rabatt staffeln (in\u00addem sie zum Beispiel zuerst 6 und dann 4 Prozent gew\u00e4hren), um unter dem Schwellenwert zu bleiben. Selbst die Vertriebsleitung geht manchmal den Weg des geringsten Widerstands. Wenn ein Verk\u00e4ufer um 11:30 Uhr per E-Mail ein 20-seitiges Formular vorlegt, um einen von ihm geplanten Rabatt genehmigen zu lassen, und die Zustimmung kommt zwei Minuten sp\u00e4ter, hat dann wirklich irgendjemand all diese Seiten gelesen? Dieser Ansatz f\u00fchrt noch zu einer anderen, wohl eher unbeabsichtigten Interpre\u00adtation bei Verk\u00e4ufern: Wenn sie aufgefordert werden, Rabatte so aufwen\u00addig zu verteidigen, dann m\u00fcssen es die Rabatte doch wirklich wert sein, verteidigt zu werden, oder etwa nicht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommen wir nun zum zweiten Grund, warum es vern\u00fcnftiger ist, das \u00bbNein!\u00ab zu erleichtern, als ein \u00bbJa!\u00ab zu erschweren. Die \u00bbNew Economy<em>\u00ab <\/em>mit ihrem rasanten digitalen Fortschritt zeichnet sich durch flache Hierarchien und Agilit\u00e4t aus. Schnelligkeit und eine hohe Anpassungsf\u00e4higkeit sind die neuen Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr den Erfolg dieser Unternehmen. Gro\u00dfunter\u00adnehmen ver\u00e4ndern ihre Organisation, um mit der Agilit\u00e4t kleinerer Wettbe\u00adwerber Schritt zu halten. Diese agilen Start-ups vertrauen organisatorisch auf das Konzept lernender Teams. Entscheidungskompetenzen verlagern sich von der Zentrale weg an die Verantwortlichen vor Ort, damit die Unter\u00adnehmen \u2013 so nah wie m\u00f6glich am Kunden \u2013 entscheiden und schneller handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deren Kunden wiederum erwarten, dass sie mit Mitarbeitern zu tun ha\u00adben, die eigenst\u00e4ndig und kompetent agieren k\u00f6nnen und nicht durch lang\u00adsame Prozesse und b\u00fcrokratische Hemmnisse aufgehalten werden. Denn wer will in dieser Situation schon mit einem Verk\u00e4ufer verhandeln, dessen Handlungsspielraum durch eine Vielzahl von Regeln und Prozessen stark eingeschr\u00e4nkt ist? Die digitale Wirtschaft braucht Verk\u00e4ufer, die \u00fcber eine sinnvolle Preisgestaltungsautonomie verf\u00fcgen. Der Aufbau und die Pflege von administrativen H\u00fcrden und komplizierten internen Prozessen ist in dieser Welt obsolet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist das schlagende Argument daf\u00fcr, es Verk\u00e4ufern und Verk\u00e4u\u00adferinnen leichter zu machen, \u00bbNein!\u00ab zu sagen, wenn sie nach Preisnach\u00adl\u00e4ssen gefragt werden. Diese F\u00e4higkeit \u2013 die geschulte dominante Re\u00adaktion \u2013 wird in Zukunft immer wichtiger werden, weil das Fortschreiten der Digitalisierung und weitgehende Automatisierung von Prozessen die Art und Weise menschlicher Zusammenarbeit ver\u00e4ndern wird. In dieser neuen Welt greifen Verk\u00e4ufer viel sp\u00e4ter in den Verkaufsprozess ein. Sie werden wohl h\u00e4ufig nur noch in Situationen gebraucht, in denen die beste verf\u00fcgbare Maschine \u2013 ein menschliches Gehirn \u2013 nachdenken, abw\u00e4gen und echte Entscheidungen treffen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Laut Daten der Boston Consulting Group (BCG) bearbeiten professio\u00adnelle Eink\u00e4ufer im Durchschnitt 57 Prozent eines Einkaufsprozesses, be\u00advor sie \u00fcberhaupt mit einem Verk\u00e4ufer in Kontakt treten. Dies zeigt, wie grundlegend sich die Rolle des Verk\u00e4ufers bereits ver\u00e4ndert hat. In der Old Economy waren Verk\u00e4ufer daf\u00fcr verantwortlich, ihr Produkt bekannt zu machen und potenziellen Interessenten alle grundlegenden Informationen zukommen zu lassen. In der New Economy verf\u00fcgt ein Eink\u00e4ufer oft \u00fcber mehr Informationen, Daten und Fakten, als ein einzelner Verk\u00e4ufer ihm je vermitteln k\u00f6nnte. Das bedeutet, dass Verk\u00e4ufer sich heutzutage eher als \u00bbInfluencer<em>\u00ab <\/em>positionieren sollten, anstatt sich darauf zu konzentrieren, Informationen zu vermitteln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-683217\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Cover_Das_unsichtbare_Spiel_Hires-002.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Cover_Das_unsichtbare_Spiel_Hires-002.jpg 439w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/10\/Cover_Das_unsichtbare_Spiel_Hires-002-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.m-vg.de\/redline\/shop\/article\/24406-das-unsichtbare-spiel\/\"><strong>Gabriele Rehbock \/ Kai-Markus M\u00fcller: &#8222;<\/strong><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Das unsichtbare Spiel. <\/span><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Die verborgene Psychologie von Verhandlungen und Kaufentscheidungen&#8220;, Redline Verlag, 304 Seiten, 25 Euro<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Wissenschaft des Jasagens<\/strong><\/p>\n<p>Sie wollen in Zukunft agiler und autonomer handeln und Entscheider ak\u00adtiver beeinflussen k\u00f6nnen? Dann sollten Sie verinnerlichen, was wir zu Beginn von Teil II dieses Buches gesagt haben: Verk\u00e4ufer k\u00f6nnen Preise nicht steuern, solange sie nicht verstehen, wie Preise menschliches Ver\u00adhalten steuern. \u00bbVerhalten\u00ab bezieht sich in diesem Fall explizit auf beide Seiten des Verhandlungstisches, dasjenige von Eink\u00e4ufern und Verk\u00e4u\u00adfern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein leicht \u00fcber die Lippen kommendes \u00bbNein!\u00ab zu Rabattanfragen ist also das Ziel. Allerdings verst\u00e4rken vier universelle Effekte das \u00bbJa!\u00ab als dominante Antwort:<\/p>\n<ol>\n<li>Es f\u00e4llt leichter, \u00bbJa!\u00ab zu sagen, wenn Ressourcen begrenzt sind oder k\u00fcnstlich Druck aufgebaut wird.<\/li>\n<li>Es ist leichter, unbequeme Fakten zu ignorieren, als sie zu akzep\u00adtieren.<\/li>\n<li>Selbst wenn letztendlich das Gleiche dabei herauskommt: Es schmerzt mehr, zu verlieren, als dass gewinnen begeistert.<\/li>\n<li>Ein Gesichtsverlust oder der Verlust einer Gesch\u00e4ftsbeziehung schmerzt st\u00e4rker als der Verlust von Geld.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Einfachheit dieser Aussagen t\u00e4uscht dar\u00fcber hinweg, wie allgemein\u00adg\u00fcltig und tief verwurzelt diese Effekte im menschlichen Denken sind. Sie sind m\u00e4chtig und allgegenw\u00e4rtig. Deshalb haben sie auch einen wesent\u00adlichen Einfluss auf das Ergebnis von Verkaufsverhandlungen. Preise adjus\u00adtieren nicht nur den Wert im herk\u00f6mmlichen finanziellen Wortsinn. Preise ver\u00e4ndern auch das emotionale Spektrum einer Verhandlung und deren Intensit\u00e4t, so wie ein h\u00f6herer Preis den Geschmack ein und desselben Glases Wein beeinflusst.<\/p>\n<p>Es gibt nat\u00fcrlich auch viele Faktoren, die w\u00e4hrend einer Verkaufsver\u00adhandlung auf den Eink\u00e4ufer einwirken. Die wichtigsten werden wir in Teil III dieses Buches vorstellen, wenn wir dar\u00fcber sprechen, wie Sie Preisan\u00adpassungen und -erh\u00f6hungen offensiv angehen k\u00f6nnen. F\u00fcr den Moment konzentrieren wir uns darauf, was im Kopf des Verk\u00e4ufers vor sich geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Es f\u00e4llt leichter, \u00bbJa!\u00ab zu sagen, wenn Ressourcen begrenzt sind oder k\u00fcnstlich Druck aufgebaut wird.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus psychologischer Sicht f\u00fchlt sich ein Verk\u00e4ufer erleichtert und emo\u00adtional gel\u00f6st, wenn er einfach mal \u00bbJa!\u00ab sagen darf. Das gilt besonders f\u00fcr Unternehmen, die selbst unter gro\u00dfem Umsatzdruck stehen. Es kann verlockend sein, einer Forderung nach einem niedrigeren Preis zuzustim\u00admen, um den Kunden zufriedenzustellen. Wenn man zustimmt, endet die Verkaufsverhandlung meist mit einem Abschluss, und alle \u00c4ngste und das Risiko einer Niederlage fallen weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es liegt in der Natur der Sache, dass sich in diesem Moment des Ja\u00adsagens auch die eigene Arbeitsbelastung verringert. Dieses schnelle \u00bbJa!\u00ab kann auf der pers\u00f6nlichen Ebene sofort f\u00fcr einen freien Tag mit der Familie sorgen. Ein \u00bbNein!\u00ab hingegen kann zu vielen weiteren zus\u00e4tzlichen Arbeits\u00adstunden f\u00fchren, bis das Problem mit dem Kunden endlich gel\u00f6st ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Es ist leichter, unbequeme Fakten zu ignorieren, als sie zu akzeptieren.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie lesen in einem Werbeprospekt, dass die Teil\u00adnehmer einer Konferenz lernen werden, die Gewinne ihrer Unternehmen um die H\u00e4lfte zu reduzieren. Der Veranstalter verkauft sogar T-Shirts und Tassen mit der Aufschrift Money Loser. W\u00fcrden Sie Ihren Vertriebsleiter wirklich darum bitten, Ihre Teilnahme an dieser Konferenz zu genehmigen? Nat\u00fcrlich nicht. Jeder vern\u00fcnftige Mensch w\u00fcrde sich von einer solchen Konferenz fernhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und doch \u2026tagt\u00e4glich unterschreiben Unternehmen Vertr\u00e4ge, die Rabattierungen vorsehen und damit auf das Gleiche hinauslaufen. Ein Deckungsbeitrag von 20 Prozent reduziert sich durch einen Rabatt von 15 Prozent um mehr als 70 Prozent, selbst wenn durch den Preisnachlass zus\u00e4tzliche Mengen verkauft werden und der Umsatz stabil gehalten wird, wie wir in Tabelle 7.3 gesehen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Also warum gew\u00e4hren wir Rabatte, wenn wir doch die damit verbunde\u00adnen Kosten genau kennen? Warum tun wir das, selbst wenn wir die Gegen\u00adargumente auswendig aufsagen und den Schaden auf einem Bierdeckel ausrechnen k\u00f6nnen? Laut dem Bremer Hirnforscher Gerhard Roth ist es f\u00fcr Menschen wichtig, dass sie mit ihren Entscheidungen \u00bbleben k\u00f6nnen<em>\u00ab<\/em>, also dass ihre Erfahrungen, \u00dcberzeugungen und Handlungen \u2013 in der Ver\u00adgangenheit, in der Gegenwart und auch in Zukunft \u2013 in sich stimmig sind und bleiben. Im Idealfall sollte das, was wir heute tun, nicht nur mit unse\u00adrem riesigen Erfahrungsschatz aus der Vergangenheit \u00fcbereinstimmen, sondern auch etwas sein, zu dem wir auch morgen noch stehen k\u00f6nnen. Wir alle streben nach dieser Kongruenz, nach Stimmigkeit zwischen dem, wie wir uns in der Au\u00dfenwelt verhalten, und unserem inneren Selbstbild. Unsere heutigen Entscheidungen werden oft von unseren fr\u00fcheren Erfah\u00adrungen beeinflusst, selbst wenn wir bewusst versuchen, diesen Einfluss zu reduzieren oder ganz zu verdr\u00e4ngen. Nicht jeder von uns lebt in der Ver\u00adgangenheit, aber die Vergangenheit lebt in jedem von uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir also auf Konflikte statt auf Kongruenz sto\u00dfen, erleben wir ein psychologisches Ph\u00e4nomen, das als \u00bbkognitive Dissonanz<em>\u00ab <\/em>bekannt ist. Diese Dissonanz entsteht zum Beispiel, wenn Verk\u00e4ufer zwar die trockene Mathematik hinter den Tabellen 7.1, 7.2 und 7.3 verstehen, die Konse\u00adquenzen aber mit einer Ausrede wie beispielsweise \u00bbDas Wachstum wird die Verluste schon ausgleichen\u00ab einfach sch\u00f6nreden. Selbst die Tatsache, dass es auf manchen M\u00e4rkten gar nicht genug zus\u00e4tzlichen Bedarf gibt, um ihren Umsatzverlust auszugleichen, wird dann schnell mal ignoriert. Signifikante Rabattzusagen f\u00fchren fast zwangsl\u00e4ufig dazu, dass Unterneh\u00admen weniger Geld verdienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir vor dem Dilemma stehen, \u00bbNein!\u00ab sagen zu m\u00fcssen, aber \u00bbJa!\u00ab sagen zu wollen, dann wirken mit System 2 und System 1 zwei ge\u00adgens\u00e4tzliche Kr\u00e4fte auf uns ein. Damit bleiben Ihnen als Verk\u00e4uferin oder Verk\u00e4ufer zwei Alternativen, damit Ihre Handlung mit Ihrer prinzipiellen Ein\u00adstellung kongruent, also in sich stimmig bleibt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sie \u00e4ndern Ihre Handlungsweise: <\/strong>Sie w\u00e4hlen den schwierigeren Weg, indem Sie lernen, \u00bbNein!\u00ab zu sagen. Und g\u00f6nnen Sie sich das Gef\u00fchl, das Richtige getan zu haben.<\/li>\n<li><strong>Sie \u00e4ndern Ihre Einstellung: <\/strong>Sie sagen \u00bbJa!\u00ab zu der Rabattanfrage und finden daf\u00fcr vermeintlich gute rationale Gr\u00fcnde, die ein \u00bbJa!\u00ab rechtfertigen und Ihnen erlauben, weiterhin daran zu glauben, ein \u00bbJa!\u00ab sei sinnvoller ist als ein \u00bbNein!\u00ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Menschen finden immer Wege, um ein \u00bbJa!\u00ab scheinbar <em>rational <\/em>zu begr\u00fcn\u00adden, obwohl diese Reaktion einfach nur ihre untrainierte dominante Sys\u00adtem-1-Reaktion ist. Manchmal begr\u00fcnden Verk\u00e4ufer ihr Entgegenkommen damit, das Gesch\u00e4ft oder der Kunde sei schlie\u00dflich \u00bbstrategisch\u00ab bedeut\u00adsam, k\u00f6nnen aber nicht erkl\u00e4ren, worin denn diese Strategie besteht. Auch wenn das aktuelle Volumen, um das es geht, zun\u00e4chst unver\u00e4ndert bleibt, geben sich Verk\u00e4ufer manchmal der Illusion hin, dass Kunden ein Zuge\u00adst\u00e4ndnis dadurch belohnen, dass sie \u00bbin Zukunft\u00ab mehr kaufen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wunsch nach \u00bbeinem guten Grund\u00ab, nach <em>rationalen <\/em>Begr\u00fcndun\u00adgen, warum etwas nicht geklappt hat, kann so stark sein, dass manche Verkaufsteams ihre Ausreden im Voraus genauso gut planen wie das ei\u00adgentliche Verkaufsgespr\u00e4ch. Menschen finden Trost darin, schon im Vor\u00adfeld \u00fcber m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen nachzudenken, warum ein bestimmtes Er\u00adgebnis nicht zu erzielen sein wird. Diese dem Geschehen vorauseilenden Entschuldigungsstrategien k\u00f6nnen jedoch leicht zu sich selbst erf\u00fcllenden Prophezeiungen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die englische Sprache kennt den Begriff \u00bbrationalization<em>\u00ab <\/em>sogar als Be\u00adzeichnung daf\u00fcr, dass jemand \u00bbnach Entschuldigungen f\u00fcr etwas sucht\u00ab. Das Wort impliziert damit, dass das Geschehen, das mit einem unerwar\u00adteten oder ung\u00fcnstigen Ergebnis in Zusammenhang steht, von Anfang an irgendwie irrational gewesen sein muss. Aber wie wir im ersten Teil dieses Buches erl\u00e4utert haben, geht es bei den Konflikten zwischen System 1 und System 2 nicht um Fragen von Rationalit\u00e4t oder Irrationalit\u00e4t. Beide Denksysteme erf\u00fcllen jedes f\u00fcr sich einen sinnvollen Zweck. Beide f\u00fchren zu w\u00fcnschenswerten Ergebnissen, wenn wir verstehen, wie sie funktionie\u00adren und wann wir sie einsetzen sollten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die dramatischste Folge kognitiver Dissonanz ist eine \u00c4nderung der Einstellung mit der Folge, dass sich die Aktivit\u00e4ten eines Verk\u00e4ufers ge\u00adgen sein eigenes Unternehmen richten. Er denkt dann vielleicht: \u00bbMein Unternehmen k\u00fcmmert sich nicht um mich. Sie zahlen mir nicht genug und wissen meine Arbeit nicht zu sch\u00e4tzen. Also muss ich mich um mich selbst k\u00fcmmern und mein Eigeninteresse und meine pers\u00f6nliche \u203aRenta\u00adbilit\u00e4t\u2039 an die erste Stelle setzen.\u00ab Verk\u00e4ufer mit diesem Mindset f\u00fchlen sich besser, wenn sie einen Preisnachlass anbieten, und sind selbst dann noch mit sich zufrieden, wenn das \u00bbJa!\u00ab sie einiges an Provisionen kostet. Wenn ein Verk\u00e4ufer eine \u00bbSelbstoptimierungsstrategie\u00ab verfolgt, die den Interessen des Arbeitgebers zuwiderl\u00e4uft, f\u00fchrt das immer in eine gef\u00e4hr\u00adliche Sackgasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedes \u00bbJa!\u00ab mag wie eine einmalige Sache erscheinen, aber wenn je\u00admand seine Einstellung \u00e4ndert, ist das praktisch eine Garantie daf\u00fcr, dass er diese Handlung wiederholen wird. So werden einmalige rationale Be\u00adgr\u00fcndungen zu dauerhaften Denkmustern und verst\u00e4rken die dominante Reaktion. Es ist eine Henne-Ei-Frage, ob die Einstellung das Handeln oder das Handeln die Einstellung bestimmt. Bei Verk\u00e4ufern ist oft Letzteres der Fall. Der Wunsch, \u00bbJa!\u00ab zu sagen, \u00fcberwiegt und kann sich im Laufe der Zeit zu einer starken Doktrin entwickeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Selbst wenn letztendlich das Gleiche dabei herauskommt: Es schmerzt mehr, zu verlieren, als dass gewinnen begeistert.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nun folgt eine neue, diesmal etwas komplexere Fragestellung. Schauen Sie sich bitte die zwei folgenden Ereignisse an, die jeder Verk\u00e4ufer, der lange genug im Gesch\u00e4ft ist, sicher irgendwann mal erleben wird. Nach\u00addem Sie das erste Ereignis gelesen haben \u2013 aber bevor Sie fortfahren \u2013 schreiben Sie bitte kurz auf, wie Sie sich f\u00fchlen w\u00fcrden, wenn Ihnen so etwas passieren w\u00fcrde. Vielleicht k\u00f6nnen Sie sich ja sogar an ein \u00e4hnli\u00adches Erlebnis in Ihrer eigenen Karriere erinnern? Verfahren Sie dann bitte genauso beim zweiten Ereignis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ereignis A: <\/strong>Ein neuer Kunde k\u00fcndigt an, Produkte im Wert von 500.000 Euro bei Ihnen einzukaufen. Sie und Ihr Team verlassen die Videokonfe\u00adrenz zufrieden und planen, diesen Abschluss bald zu feiern. W\u00e4hrend Sie auf das Eintreffen der formellen Bestellung warten, informieren Sie bereits den Rest der Organisation und kl\u00e4ren Produktions- und Lieferfristen ab. Zwei Tage sp\u00e4ter kommt die b\u00f6se \u00dcberraschung. Sie erhalten eine E-Mail von der Einkaufsleitung Ihres vermeintlich neuen Kunden. Die Mail beginnt mit einer besch\u00f6nigenden Erkl\u00e4rung, dass es eine ausf\u00fchrliche interne Pr\u00fcfung Ihres Angebotes gegeben habe. Man s\u00e4he einige potenzielle In\u00adteressenskonflikte, m\u00fcsse dringend noch offene rechtliche Fragen kl\u00e4ren und so weiter. Und dann kommt der eigentliche sprichw\u00f6rtliche Schlag ins Gesicht: Die telefonisch erkl\u00e4rte Bestellabsicht wird zur\u00fcckgezogen. Das Gesch\u00e4ft ist geplatzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor Sie Ereignis B lesen, schreiben Sie jetzt bitte schnell auf, wie Sie sich f\u00fchlen. Dann pausieren Sie bitte f\u00fcr einen Moment, um zu \u00fcber\u00adlegen, was eigentlich gerade passiert ist und was Ihre n\u00e4chsten Schritte sein k\u00f6nnten. So erhalten Sie eine System-1- und eine erste System-2-Per\u00adspektive.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Danach k\u00f6nnen Sie mit Ereignis B fortfahren.<\/p>\n<p><strong>Ereignis B: <\/strong>Sie und Ihr Team verhandeln mit einem Kunden die Verl\u00e4nge\u00adrung eines Auftrags im Wert von 500.000 Euro. Das Gesch\u00e4ft hatten Sie eigentlich f\u00fcr das laufende Jahr schon fest budgetiert. In den letzten drei Jahren waren diese Verhandlungen kaum mehr als eine Routineangelegen\u00adheit mit vielleicht ein paar kleinen \u00c4nderungen an den Randbedingungen. Die Gesch\u00e4ftsbeziehung an sich wurde dabei allerdings nie infrage ge\u00adstellt. Nicht so in diesem Jahr. Sie verlassen die Videokonferenz ersch\u00f6pft und entt\u00e4uscht. Nach diesem langwierigen Verhandlungsprozess, den Sie Ihrer Meinung nach ganz gut gemeistert haben, tauchen ernstzunehmen\u00adde Ger\u00fcchte auf, dass der Kunde den Vertrag nicht verl\u00e4ngern wird. Die 500.000 Euro, mit denen Sie gerechnet haben, scheinen sich in Luft auf\u00adgel\u00f6st zu haben. Noch bevor eine Post-mortem-Analyse angesetzt wird, schmieden Sie Pl\u00e4ne, wie Sie das unerwartete Loch in Ihrem Budget f\u00fcllen k\u00f6nnen. Zwei Tage sp\u00e4ter kommt die \u00dcberraschung und Sie erhalten eine E-Mail vom Einkaufsleiter. Er entschuldigt sich daf\u00fcr, dass er in der letzten Sitzung etwas vage und ausweichend war, aber es gab noch einige interne Fragen zu kl\u00e4ren. Dann kommt er zum Kern der Sache: Sie werden den Auftrag doch erhalten. Das Gesch\u00e4ft l\u00e4uft weiter!<\/p>\n<p>Schreiben Sie nun bitte kurz auf, wie Sie sich ganz spontan f\u00fchlen und was Ihnen bei einigem Nachdenken dazu einf\u00e4llt. Vergleichen Sie dann Ihre Reaktionen auf jedes der beiden Ereignisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Verhaltens\u00f6konomie prognostiziert, dass Sie sich durch Ereignis A wahrscheinlich w\u00fctend, ver\u00e4rgert, \u00fcbervorteilt oder gedem\u00fctigt gef\u00fchlt h\u00e4t\u00adten, w\u00e4hrend Ereignis B bei Ihnen eher Erleichterung, Zufriedenheit oder vielleicht sogar Gl\u00fcckszust\u00e4nde erzeugt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Ereignis A dachten Sie, Sie h\u00e4tten ein Zusatzgesch\u00e4ft im Wert von 500.000 Euro gewonnen. Doch tats\u00e4chlich kam dieses Gesch\u00e4ft dann ein paar Tage sp\u00e4ter nicht zum Abschluss. Bei Ereignis B gingen Sie davon aus, Sie w\u00fcrden 500.000 Euro Ihres fest eingeplanten Umsatzes verlie\u00adren, nur um einige Tage sp\u00e4ter festzustellen, dass Sie Ihr Gesch\u00e4ft behal\u00adten haben. In beiden F\u00e4llen ist der finanzielle Nettoeffekt gleich Null. Ihre Einnahmebasis bleibt in beiden F\u00e4llen unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie Sie sich f\u00fchlen, ist jedoch etwas ganz anderes. Die Erkl\u00e4rung liegt in der sogenannten \u00bbProspect Theory<em>\u00ab<\/em>, die eine Reihe hochrelevan\u00adter Konzepte vereint, f\u00fcr die Daniel Kahneman 2002 den Nobelpreis er\u00adhalten hat. F\u00fcr Verkaufsverhandlungen hat die Prospect-Theorie einen hohen praktischen Nutzen. Tversky und Kahneman f\u00fchrten verschiede\u00adne Studien durch, in welchen die Teilnehmer monet\u00e4re Entscheidungen treffen mussten, die mit Unsicherheit behaftet waren. Ihre Ergebnisse brachten sie auf einen einfachen Nenner: Die psychologische Wahrneh\u00admung von Gewinnen und Verlusten ist nicht rational im \u00f6konomischen Sinn. Menschen haben eine psychologische oder emotionale Baseline, die von ihrem objektiven finanziellen Nullpunkt abweichen kann. Wenn bestimmte Ergebnisse in einer bestimmten Reihenfolge pr\u00e4sentiert werden, kann dies zu einer Neukalibrierung der emotionalen Baseline f\u00fchren, auch wenn die finanziellen Auswirkungen eigentlich gleich null sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Ein Gesichtsverlust oder der Verlust einer Gesch\u00e4ftsbeziehung schmerzt mehr als der Verlust von Geld.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine Gruppe von Vertriebsmitarbeitern wurde gebeten, die Qualit\u00e4t der Kundenbeziehungen des Unternehmens zu bewerten. Die Kunden wa\u00adren zuf\u00e4llig aus einer Liste ausgew\u00e4hlt worden. Verwendet wurde ein Ampelsystem: Gr\u00fcn bedeutete, dass man gut miteinander auskam. Der Kunde mochte einen und umgekehrt. Die Verhandlungen verliefen in der Regel reibungslos. Gelb bedeutete, dass die Beziehung neutral und fair war, wobei beide Seiten auf Kompromisse hinarbeiteten, bei denen sich keine Seite benachteiligt f\u00fchlen musste. Der Verk\u00e4ufer betrachtete den Kunden weder als besonders freundlich noch als besonders streits\u00fcch\u00adtig. Rot dagegen bedeutete, dass die Kundenbeziehung Reibungs- oder Konfliktpunkte aufwies. Der Umgang mit diesen Kunden war unange\u00adnehm und schwierig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Bewertungen wurden dann in einem Streudiagramm zusammengefasst, in dem die Kundengr\u00f6\u00dfe mit dem durchschnittlichen Rabatt verglichen wurde, den der Kunde f\u00fcr das Hauptprodukt des Unter\u00adnehmens erhielt (siehe Abbildung 8.1). Die Grauschattierung zeigt den Unterschied zwischen Rot, Gelb und Gr\u00fcn (von oben nach unten).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hier bitte die angeh\u00e4ngte Grafik einf\u00fcgen<\/strong><strong>.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Abbildung 8.1: <\/strong>Hier werden Preise und Einkaufsvolumina in einem Schaubild ab\u00adgetragen und diese Relation wird mit der Qualit\u00e4t der Kundenbeziehungen (Rot-Gelb-Gr\u00fcn) verglichen.<\/p>\n<p>Die roten Kunden im oberen Oval \u2013 die als die schwierigsten wahrge\u00adnommen wurden \u2013 erhielten unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Auftr\u00e4ge die niedrigsten Rabatte. Die Rabatte f\u00fcr die gelben Kunden (mittleres Oval) schienen sowohl intuitiv als auch \u00f6konomisch richtig angepasst zu sein. Auftragsvolumina und Rabatte korrelierten positiv: je gr\u00f6\u00dfer der Auftrag, desto gr\u00f6\u00dfer der Rabatt. Das Unternehmen verf\u00fcgte hier offensichtlich \u00fcber ein Rabattsystem, das plangem\u00e4\u00df funktionierte. Den gelben Kunden wurde die n\u00f6tige Aufmerksamkeit zuteil und das Verkaufspersonal widme\u00adte ihnen mehr Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die gr\u00fcnen Kunden im unteren Oval erhielten jedoch in der Regel die h\u00f6chsten Rabatte, und zwar unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Auftr\u00e4ge. In anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4chen mit den Verk\u00e4ufern stellte sich heraus, dass es im gr\u00fcnen Kundensegment auch die meisten \u00bbService-Schnorrer\u00ab gab, also Kunden, die st\u00e4ndig kostenfreien Service einforderten und diesen auch in vielf\u00e4ltigster Form erhielten. Scheinbar <em>erkauften <\/em>sich die Verk\u00e4u\u00adfer die freundschaftlichen Beziehungen, indem sie diese Kundengruppe mit st\u00e4ndigen Zugest\u00e4ndnissen bevorteilte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Ampel-Farbschema schien die Beziehungen zwischen K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer ironischerweise gut widerzuspiegeln. Ein gr\u00fcner Kunde hatte freie Fahrt, mehr zu verlangen, da klar war, dass der Verk\u00e4ufer stets sei\u00adnen W\u00fcnschen nachkommen w\u00fcrde. Gelbe Kunden handelten nach dem Prinzip des Gebens und Nehmens. Rote Kunden erhielten keine Zuge\u00adst\u00e4ndnisse, kauften das Produkt jedoch erstaunlicherweise trotzdem und sogar zu vergleichsweise hohen Preisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch warum erhalten die gr\u00fcnen Kunden so hohe Rabatte und Zuge\u00adst\u00e4ndnisse? \u00bbJa!\u00ab zu sagen, ist zu einer Gewohnheit geworden, die einen evolution\u00e4ren Selektionsvorteil darstellt: dem Wunsch, gemocht zu wer\u00adden. Gemocht zu werden, ist eine zentrale Motivation f\u00fcr die gr\u00fcnen Bezie\u00adhungen. Anders ausgedr\u00fcckt: Wenn \u00bbJa!\u00ab die untrainierte, vorherrschende Reaktion eines Verk\u00e4ufers ist, wird er sich unwohl f\u00fchlen, wenn er \u00bbNein!\u00ab zu einem Preisnachlass sagt. Er stimmt einer Bitte um einen Preisnach\u00adlass zu, um die als positiv empfundene Beziehung nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das angeborene Verlangen, gemocht zu werden, ist der Hauptgrund f\u00fcr das Problem, nicht \u00bbNein!\u00ab sagen zu k\u00f6nnen. Aus evolution\u00e4rer Sicht ist dies ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, warum der moderne Mensch im Grunde ein Steinzeitmensch in Designerkleidung ist. Vor 10.000 Jahren war es ein Todesurteil, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen oder aus dem Stamm versto\u00dfen zu werden. Gemocht zu werden, spielte eine wichtige Rolle bei der Eingliederung und damit bei der Verbesserung der eigenen \u00dcberlebenschancen. Dieses Bed\u00fcrfnis bringt uns dazu, alles zu verstecken oder zu unterdr\u00fccken, was unsere Zugeh\u00f6rigkeit zum Stamm gef\u00e4hrden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Anthropologe Clifford Geertz hat dieses Konzept in seinem bahn\u00adbrechenden Werk <em>The Interpretation of Cultures <\/em>erl\u00e4utert: \u00bbDie \u00dcberein\u00adstimmungen von Blut, Sprache, Sitte etc. haben eine [\u2026] Zwangsl\u00e4ufig\u00adkeit an und f\u00fcr sich [&#8230;]. Die allgemeine St\u00e4rke solcher urspr\u00fcnglichen Bindungen und die Spielarten von ihnen unterscheiden sich von Person zu Person, von Gesellschaft zu Gesellschaft und sind ein wenig abh\u00e4ngig vom Zeitgeist. Aber f\u00fcr praktisch jeden Menschen, in jeder Gesellschaft und zu fast allen Zeiten, scheinen einige Bindungen mehr aus einem Ge\u00adf\u00fchl nat\u00fcrlicher [\u2026] Affinit\u00e4t als aus sozialer Interaktion zu erwachsen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einer extremen Variante kognitiver Dissonanz kann der Wunsch, mit einer Gruppe verbunden zu bleiben, sogar st\u00e4rker sein als der Glaube an den Stamm selbst. Bei der Beschreibung des Verhaltens von Balinesen in ihren Tempeln \u2013 einer Kultur, die er ausgiebig studierte \u2013 h\u00e4lt Geertz fest: \u00bbMan kann praktisch alles glauben, was man will [\u2026]. Aber wenn man die rituellen Pflichten, deren Einhaltung allgemein erwartet wird, nicht erf\u00fcllt, wird man ge\u00e4chtet, und zwar nicht nur von der Tempelgemeinde, sondern von der ganzen Gemeinschaft.\u00ab In Verkaufsverhandlungen kann es f\u00fcr einen Verk\u00e4ufer be\u00e4ngstigend sein, \u00bbNein!\u00ab zu einer Rabattanfrage sagen zu m\u00fcssen, da er unbewusst bef\u00fcrchtet, dass er dadurch aus wichtigen Vorg\u00e4ngen ausgeschlossen wird. Die gleiche Angst vor Ausgrenzung tritt auch bei Mitgliedern eines Stammes auf. Dieses Abgeschnittensein kann sich darin \u00e4u\u00dfern, dass man keinen Zugang zum Kunden mehr hat, also der Kunde nicht mehr bereit ist, den Verk\u00e4ufer zu treffen, oder dass die gesamte Gesch\u00e4ftsbeziehung beendet wird. In einer Zeit, in der Beziehun\u00adgen f\u00fcr den Erfolg eines Verk\u00e4ufers entscheidend sind, m\u00f6chte niemand das Risiko eingehen, sich am Spielfeldrand als Zuschauer wiederzufinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und wo stehen wir jetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Bevor wir Ihnen im folgenden Kapitel konkrete und bew\u00e4hrte Schritte zeigen, die Ihnen helfen k\u00f6nnen, \u00bbNein!\u00ab zu Ihrer dominanten Antwort zu machen \u2013 und damit eine Grundlage f\u00fcr unwiderstehliche Preise zu schaf\u00adfen \u2013 lassen Sie uns zun\u00e4chst die bisherigen Erkenntnisse aus dem zwei\u00adten Teil des Buches rekapitulieren.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Preise k\u00f6nnen sowohl Freude als auch Schmerz verursachen: <\/strong>Sie l\u00f6sen verschiedene Emotionen aus. Das bedeutet, dass eine Preis\u00adentscheidung immer auch eine emotionale Entscheidung ist und keine rein mathematische oder logische. Diese Entscheidung stellt Anforderungen an System 1 und System 2. Es gibt mehrere men\u00adtale Faktoren, die die Risiko- und Ergebniseinsch\u00e4tzung von Eink\u00e4u\u00adfern und Verk\u00e4ufern verzerren. Diese Kr\u00e4fte wirken universell.<\/li>\n<li><\/li>\n<li><strong>Preisnachl\u00e4sse sind f\u00fcr den Verk\u00e4ufer der Weg des geringsten Widerstands<\/strong>: Der Verk\u00e4ufer tendiert meist dazu, der Forderung des Eink\u00e4ufers um ein Zugest\u00e4ndnis nachzugeben, insbesondere der Bitte um einen niedrigeren Preis oder einen Rabatt. Dies entspricht seiner untrainierten, dominanten Reaktion.<\/li>\n<li><\/li>\n<li><strong>Rabatte sind kostspielig: <\/strong>Der Geist des Homo oeconomicus hat im\u00admer noch einige Wahrheiten auf Lager. Die Mathematik zeigt, dass es f\u00fcr ein Unternehmen schwierig ist, sein Umsatzniveau zu halten, wenn Rabatte gew\u00e4hrt werden. Noch schwieriger, wenn nicht voll\u00adkommen unm\u00f6glich ist es, den Deckungsbeitrag auf vergleichbarem Niveau zu halten.<\/li>\n<li><\/li>\n<li><strong>Mehrere Effekte machen es schwer, vom Weg des geringsten Wi\u00adderstands abzuweichen: <\/strong>Manchmal wird argumentiert, Geld sei f\u00fcr Verk\u00e4ufer der einfachste Weg, Kunden zufriedenzustellen und eine Kundenbeziehung ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand intakt zu halten, weil Geld die einfachste Stellschraube sei. Der Effekt der kognitiven Dissonanz verleitet uns, Mathematik und Logik zu ignorieren, die uns doch eigentlich deutlich zeigen, dass Rabatte nicht nur den Ge\u00adwinn des Unternehmens auffressen, sondern dar\u00fcber hinaus m\u00f6g\u00adlicherweise auch langfristig den Unternehmenswert mindern. Die Prospect-Theorie zeigt uns, wie wir dazu verleitet werden, den Wert unserer Kundenbeziehungen falsch einzusch\u00e4tzen. Und schlie\u00dflich haben Menschen ein tief verwurzeltes Bed\u00fcrfnis, gemocht zu wer\u00adden. Die allseits grassierende Wachstumsbesessenheit verst\u00e4rkt diese drei Effekte noch, weil es f\u00fcr Verk\u00e4ufer heutzutage immer und \u00fcberall einfach ist, ihre Ums\u00e4tze genau zu verfolgen. Im Gegensatz dazu braucht es meist ein Team \u2013 und manchmal viel Zeit \u2013, um die Gesamtrentabilit\u00e4t eines Gesch\u00e4fts zu ermitteln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die L\u00f6sung besteht darin, die dominante Antwort des Verk\u00e4ufers hin zu einem \u00bbNein!<\/strong>\u00ab <strong>zu \u00e4ndern: <\/strong>Preisnachl\u00e4sse sind emotionale Entscheidungen. Sie einzuschr\u00e4nken oder zu verhindern, erfordert daher eine emotionale, wissenschaftlich fundierte Gegenstrategie. Die nat\u00fcrliche, selbstbewusste und konsequente <em>dominante Reak\u00adtion <\/em>eines Verk\u00e4ufers sollte \u00bbNein!\u00ab lauten, wenn ein K\u00e4ufer um ein Zugest\u00e4ndnis bittet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Der Schl\u00fcssel zum Erfolg liegt darin, das <\/strong>\u00bb<strong>Nein!<\/strong>\u00ab <strong>zu erleichtern: <\/strong>Herk\u00f6mmliche Ans\u00e4tze, eine dominante Reaktion zu ver\u00e4ndern, be\u00adinhalten oft den Versuch, die untrainierte, dominante Reaktion zu unterdr\u00fccken, um ein \u00bbJa!\u00ab zu erschweren. Doch der Fokus sollte eigentlich darauf liegen, das Neinsagen leichter zu machen. Trotz Schulungen, Anreizen, Regeln und Verfahren zur Unterdr\u00fcckung oder Verhinderung der untrainierten, zustimmenden Reaktion blei\u00adben Preisnachl\u00e4sse nach wie vor weit verbreitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Fu\u00dfnoten sind im Buch)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Erfolg im unsichtbaren Spiel setzt Verhaltens\u00e4nderung voraus. Des\u00adhalb besch\u00e4ftigt sich das n\u00e4chste Kapitel unter anderem mit modernen Selbst-Management-Techniken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Gabriele Rehbock \/ Kai-Markus M\u00fcller: &#8222;Das unsichtbare Spiel. 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