{"id":681577,"date":"2023-02-08T06:00:19","date_gmt":"2023-02-08T05:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=681577"},"modified":"2023-02-08T01:33:57","modified_gmt":"2023-02-08T00:33:57","slug":"buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-alpha-mann-und-alpha-frau-internationale-topmanager-ueber-strategien-zu-mehr-gender-diversitaet-und-gemischten-fuehrungsspitzen10-2-al-sadik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/02\/08\/buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-alpha-mann-und-alpha-frau-internationale-topmanager-ueber-strategien-zu-mehr-gender-diversitaet-und-gemischten-fuehrungsspitzen10-2-al-sadik\/","title":{"rendered":"Buchauszug Bettina Al-Sadik-Lowinski: &#8222;Alpha-Mann und Alpha-Frau. Internationale Topmanager \u00fcber Strategien zu mehr Gender Diversit\u00e4t und gemischten F\u00fchrungsspitzen&#8220;"},"content":{"rendered":"<h1>Buchauszug\u00a0Bettina Al-Sadik-Lowinski: &#8222;Alpha-Mann und Alpha-Frau: Internationale Topmanager \u00fcber Strategien zu mehr Gender Diversit\u00e4t und gemischten F\u00fchrungsspitzen&#8220;<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678267\" style=\"width: 404px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678267\" class=\"size-full wp-image-678267\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/al-sadik.eiffelturm-e1675296301671.jpg\" alt=\"\" width=\"394\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/al-sadik.eiffelturm-e1675296301671.jpg 394w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/al-sadik.eiffelturm-e1675296301671-279x300.jpg 279w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><p id=\"caption-attachment-678267\" class=\"wp-caption-text\">Bettina Al-Sadik (Foto Privat)<\/p><\/div>\n<h1><\/h1>\n<h1>Boys-Clubs und Business Meetings- die nat\u00fcrliche Spielwiese der M\u00e4nner<\/h1>\n<p>In der Debatte zu den Ursachen geringer Frauenanteile am Topmanagement spielen Netzwerke einflussreicher M\u00e4nner eine Rolle, denen nachgesagt wird, Frauen systematisch auszuschlie\u00dfen. Es sind die sogenannten \u201eOld Boys Clubs\u201c. Zusammenh\u00e4nge von Beziehungspflege und Mitgliedschaften in starken Netzwerken mit Karriereerfolg sind durch die Forschung gut untersucht worden. Hier wird ein Blick auf die Wahrnehmung der Alpha-M\u00e4nner, und im Anschluss daran der Spitzenfrauen, auf die Karriererelevanz von Netzwerkstrukturen geworfen. Die Alpha-M\u00e4nner beschreiben ihre Verbindungen als nat\u00fcrliches Resultat von M\u00e4nnerfreundschaften, die sie als selbstverst\u00e4ndlich ansehen. Gerade deutsche F\u00fchrungskr\u00e4fte beschreiben dabei interne m\u00e4nnliche Machtzirkel, die Frauen systematisch ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Spitzenm\u00e4nner w\u00fcnschen sich, dass Frauen in den Arenen der Unternehmen, den Meetings, sichtbarer werden und zugleich das Aggressionsverhalten von M\u00e4nnern befrieden. Daf\u00fcr m\u00fcssen sich Frauen auf eigene St\u00e4rken konzentrieren und gleichzeitig ihre Zur\u00fcckhaltung aufgeben.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>M\u00e4nnerb\u00fcnde und Wettbewerb bei gleichzeitiger Solidarit\u00e4t sind Kernelemente m\u00e4nnlicher Vergemeinschaftung<\/h2>\n<p>Der Begriff der Old Boys Netzwerke oder Clubs beschreibt informelle Systeme, in denen sich M\u00e4nner mit \u00e4hnlichem sozialem Hintergrund gegenseitig unterst\u00fctzen (Webster, 2022). Urspr\u00fcnglich geht der Begriff zur\u00fcck auf die Absolventen von privaten britischen Eliteschulen f\u00fcr Jungen. Heute wird der Begriff weiter gefasst und bezeichnet jede Art von geschlossenem System, welches Chancen nur den Mitgliedern erm\u00f6glicht (Palmer, 2000; Lalanne, 2022). Es kann also auch Mitglieder einer bestimmten Universit\u00e4t oder Schule unabh\u00e4ngig vom Geschlecht bezeichnen und k\u00f6nnte dann mit einer Alumni Assoziation gleichgesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>International wird der Begriff in leichten Variationen verwendet. W\u00e4hrend in Australien neben Old Boy auch Old Girl Clubs die Alumni von privaten sehr bekannten Eliteschulen bezeichnet, gibt es in Finnland \u201eBr\u00fcder Netzwerke\u201c, die von einflussreichen M\u00e4nnern besetzt sind, die sich gegenseitige Vorteile verschaffen. Auch in der Schweiz und den UK, Hong Kong oder in Indien beziehen sich Old Boys Netzwerke auf m\u00e4nnliche Absolventen von privaten Eliteschulen. In den USA wird der Begriff \u00fcberwiegend auf im beruflichen Kontext verwobene einflussreiche Mitglieder bezogen, aber teilweise auch auf die Zugeh\u00f6rigkeit zu den amerikanischen Eliteschulen (McClain, 2018). Der Studentenclub der Old-Boys wird im Zeitablauf zu einem beruflichen M\u00e4nnerclub. Diese Systeme sorgen\u00a0f\u00fcr eine grundlegende Gruppenst\u00e4rkung der bereits in der Universit\u00e4t gekn\u00fcpften Bande. Nach dem Prinzip des Alt-Bekannten und des Vertrauten- Gleichen greifen die Mitglieder bei Arbeitsstellensuche auf die \u201eOld-Boys\u201c aus zur\u00fcck. In den Antworten der Topmanager vermischen sich Beispiele von externen M\u00e4nnerclubs mit unternehmensinternen Verb\u00fcnden, die vor allem bei den deutschen Interviewten genannt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Deutsche F\u00fchrungskraft: Da ist man halt eben im Kamin und dieser Kamin, der wird halt befeuert. Und er wird nicht notwendigerweise befeuert durch eigene, individuelle Leistung, sondern er ist eben befeuert durch ein Network und ein Boys Netzwerk. Ich habe mal mit X (Unternehmen) f\u00fcr eine Position interviewt und da kam ein interessanter Satz, der hie\u00df dann, \u201eHerr Doktor S., Sie m\u00fcssen erst einmal Xsianisiert werden.\u201c Das beschreibt genau dieses Thema. Es ist eben dieser Kamin, dieser X-Kamin, der hat eben eine professionelle Seite, und dann die neben dem eigentlichen Job, diese in Anf\u00fchrungszeichen \u201esoziale\u201c Seite, aber die ist mehr als sozial. Die ist eben sehr beruflich bedingt und dar\u00fcber werden dann auch Karrieren gemacht, das ist halt ganz einfach so bei X (Unternehmen).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Spanischer CEO: Ich denke, es stimmt, dass M\u00e4nner diese soziale Ader haben. Wir lieben es, Zeit zusammen zu verbringen, Party zu machen, essen zu gehen, Sport zusammen zu machen, weil wir wie Jungen sind oder gro\u00dfe Teenager. Das bleibt bei M\u00e4nnern ein ganzes Leben so, egal wie alt sie werden. Das Gef\u00fchl von Freunden umgeben zu sein, Kameraden, unter M\u00e4nnern, trinken und Witze machen, es ist einfach die Wahrheit. Das ist ein Fakt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ich mache all das, aber nicht innerhalb des Unternehmens. Ganz selten gibt es ein Essen oder eine Party im Unternehmen. Sicher nicht mit Mitarbeitern. Auch selten mit meinem Chef oder Peers. Ich mache das mit Leuten aus anderen Unternehmen. Es geht dabei um Spa\u00df und ein dichtes Netzwerk, was nicht so sehr f\u00fcr die Karriere ist, aber f\u00fcr das Business. Und wenn das Business l\u00e4uft, dann ist es gut f\u00fcr die Karriere. Ich denke erst kommt der Spa\u00df, weil wir das einfach m\u00f6gen und dann resultiert das in gute Kontakte f\u00fcr Business. Dann l\u00e4uft die Karriere.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Boys Clubs sind eine Form von Netzwerken, die innerhalb von Unternehmen aktiv werden oder sich \u00fcber viele Berufszweige hinweg unternehmensunabh\u00e4ngig formieren. Verschiedene Forscher definieren Networking als eine mikropolitische Machttaktik, mit der organisatorische Akteure strategisch-planvoll, bewusst versuchen, das Beziehungsnetzwerk, das sie umgibt, zur Verwirklichung eigener Interessen zu gestalten und zu nutzen (Reiners 2008; Rastetter, 2011). Prozesse werden aus einer sozialen und interessengeleiteten Rationalit\u00e4t erkl\u00e4rbar und nicht mehr vor allem \u00f6konomisch rational (Ortmann, 2003).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mikropolitik ist nach Neubauer (2006) <em>\u201edas Arsenal jener allt\u00e4glichen \u201akleinen\u2018 Techniken, mit denen Macht aufgebaut und eingesetzt wird, um den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern und sich fremder Kontrolle zu entziehen\u201c<\/em>. Organisationen sind hier definiert als Arenen, in denen die Mitwirkenden interessensgeleitet intervenieren und verhandeln. In diesem Zusammenhang spielen die zugrundeliegenden Motive f\u00fcr Netzwerke eine Rolle. Max Weber definiert Macht in dieser Rationalit\u00e4t als Chance den eignen Willen innerhalb einer sozialen Beziehung auch gegen Widerstreben durchzusetzen (Weber, 1972). Pers\u00f6nliche Macht ergibt sich anders als hierarchische Macht aus dem mikrotaktischen Verhalten zu dem Networking geh\u00f6rt. Jede F\u00fchrungskraft ist in ein Netzwerk von internen und externen Beziehungen eingebunden. Die sich individuell abgeleitete Matrix von Beziehungen ist dynamisch, da sich jedes Mitglied mit dem Erwerb von Machtmitteln besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Macht wird konkret, wenn sie auf der Beziehungsebene als Machttaktik aufgebaut, ausgebaut und genutzt wird. Zur mikropolitischen Kompetenz geh\u00f6rt das Erkennen von mikropolitischen Strategien anderer und die Integration geeigneter mikropolitischer Taktiken in das eigene Handlungsrepertoire (Cornils, 2020). Networking und das Bilden von tragf\u00e4higen Stakeholder Beziehungen, also enger Koalitionen, sind aufstiegsf\u00f6rdernde Strategien. Eng verbunden mit Networking, ist die Taktik Koalitionen zu bilden. F\u00fchrungskr\u00e4fte im Management haben in der Regel eine F\u00fclle von Stakeholder wie Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte, Dienstleister, Gesch\u00e4ftspartner und viele andere. Jeder dieser Akteure hat das Ziel bestimmte Interessen durchzusetzen und ist auf situativ richtige Taktiken angewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Deutsche F\u00fchrungskraft: Es gibt gen\u00fcgend Unternehmen, glaube ich, in denen diese Kultur dieser B\u00fcndelei durchaus ausgepr\u00e4gt ist. Es gibt aber auch Unternehmen, in denen es, es zum guten Ton geh\u00f6rt, dass dort Frauen ganz normal auch mit dabei sind. Da gibt es halt diese sozialen Events, wobei, die haben insgesamt eine ganz andere Dynamik und da ist es jetzt nicht notwendigerweise damit verbunden. Ich glaube, da ist der soziale Aspekt dann ein ausgepr\u00e4gterer, als eben in diesem klassischen M\u00e4nner-Barbecue-und- \u201eWir reden \u00fcber Autos, Fu\u00dfball und Frauen\u201c- Kind of Thing. Ich glaube, es h\u00e4ngt nat\u00fcrlich immer von dem Unternehmen ab. Aber es ist, glaube ich, unheimlich schwer f\u00fcr eine Frau, sich da reinzureklamieren und ich glaube auch nicht notwendigerweise, dass sie daran Freude h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grundelemente aller hierarchischen Ordnung sind Ausschluss und Vergemeinschaftung (T\u00fcrk, 1995). Spezifische Ausschlussmechanismen sichern die Realisierung exklusiven Chancen, die \u00fcber Netzwerken realisiert werden. Frauen im Management sind von dem Ausschluss oder fehlenden Zugang zu karriererelevanten Netzwerken besonders h\u00e4ufig betroffen. Dieses Ph\u00e4nomen l\u00e4sst sich aus dem Zusammenhang von Geschlecht, Vergemeinschaftung und sozialer Schlie\u00dfung erkl\u00e4ren. Max Weber (1972) pr\u00e4gte den Begriff der \u201esozialen Schlie\u00dfung\u201c und bezeichnet damit die Monopolisierung von Privilegien, Macht und Ressourcen.\u00a0 Vergemeinschaftung und soziale Schlie\u00dfung z\u00e4hlen zu zentralen Funktionen und Wirkungsweisen von M\u00e4nnernetzwerken (Ju\u0308ngling, 2009). Die Prinzipien der Vergemeinschaftung \u00e4hneln jenen rein homogen zusammengesetzten m\u00e4nnlichen Gemeinschaften oder M\u00e4nnerb\u00fcnden, wie sie im Milit\u00e4r, in Kirchen, M\u00e4nnerclubs und Burschenschaften zu finden sind (Doppler, 2007).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Japanischer CEO: Es ist richtig. Wir haben viele M\u00e4nner-Clubs. Golf ist da ein typisches Beispiel. Ich spiele zwei Mal im Monat Golf. Ich geh\u00f6re zu einem Club und habe Freunde dort, bin Mitglied und klar, da sind Senior F\u00fchrungskr\u00e4fte. Die reden immer \u00fcbers Gesch\u00e4ft, Politik, Zeitungsartikel. Da ist keine Frau dabei, um es ganz ehrlich zu sagen. Da schlie\u00dfen wir Verbindungen, vielleicht \u00fcber das Golf spielen hinaus. Ich kann zum H\u00f6rer greifen und einen davon anrufen und ihn was fragen. Informationen bekommen \u00fcber Gesch\u00e4fte. Das ist so. Das sind M\u00e4nner Clubs, die sogenannten. Ich bevorzuge es, ehrlich gesagt, nur mit meinen m\u00e4nnlichen Freunden zu trinken. Mit diesen Drinks oder Essen baue ich meine Business Beziehungen aus und bekomme Informationen \u00fcber andere Unternehmen, Insider Informationen. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das ist der japanische Stil, vielleicht auch US oder Europa. M\u00e4nner Welten. Die Frage ist, wie Frauen da hineinkommen? Ich habe da keine Antwort darauf. Aber ich habe einige sehr hohe Frauen kennengelernt. Auch in der Regierung. Die haben ihr eigenes Netzwerk. Vielleicht ein Netzwerk unter Frauen. An einem Punkt werden M\u00e4nner erkennen, dass sie auch in die Frauennetzwerke hineinm\u00fcssen, weil es f\u00fcr das Business besser w\u00e4re. Ein gemischtes Netzwerk? Nicht so einfach denke ich. Weil viele Frauen Kinder haben. Ich spiele am Wochenende Golf und meine Frau ist bei den Kindern. Sie beschwert sich dann. Deshalb gehe ich nur zwei Mal im Monat.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Teamspielen lernen Jungen und M\u00e4nner fr\u00fch, miteinander zu kooperieren und gleichzeitig Konkurrenten zu sein. Pierre Bourdieu (1982) nennt dies die \u201eernsten Spiele des Wettbewerbs\u201c, die M\u00e4nner unter sich austragen. M\u00e4nnlicher Habitus wird demnach in einem nur M\u00e4nnern vorbehaltenen Raum \u201ekonstruiert und vollendet\u201c, in dem sich Wettbewerb unter M\u00e4nnern abspielt. Die Wettbewerbsspiele, die Bourdieu anf\u00fchrt, werden in verschiedenen Handlungsfeldern gespielt, wie beispielsweise der Wirtschaft, der Politik, Wissenschaft und weiteren Bereichen. Auch Vereine und Freundschaftskreise z\u00e4hlen hierzu. Frauen kommt dabei eine nicht unwichtige Rolle zu, die der Zuschauerinnen, die den M\u00e4nnern ein m\u00f6glichst positives Bild ihrer selbst zur\u00fcckspiegeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00e4nner stehen sich als Partner-Gegner gegen\u00fcber. Der Wettbewerb trennt also M\u00e4nner nicht voneinander, sondern ist ein wesentliches Mittel m\u00e4nnlicher Vergemeinschaftung (Meuser, 2003). Wettbewerb und Solidarit\u00e4t sind dabei zentrale Elemente. Studentenverbindungen sind gute Beispiele hierf\u00fcr. In ihnen erleben M\u00e4nner Konkurrenzdruck bei gleichzeitiger Kameradschaft. Trinkrituale, bei denen M\u00e4nner um die Wette gegeneinander und miteinander trinken veranschaulichen den scheinbaren Gegensatz. Das Mensur-Schlagen ist ein anderes Beispiel, wo in dem wechselseitigen Versuch den anderen zu verletzen, Gemeinschaft gestiftet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Konstruktion von M\u00e4nnlichkeit liegt eine Logik der Unterscheidung von Dominanzverhalten anderen M\u00e4nnern, sekund\u00e4r aber auch Frauen gegen\u00fcber, zu Grunde, welches Bourdieu (1982) als \u201eLibido dominandi\u201c bezeichnet. Der erste m\u00e4nnliche Freundeskreis, die Clique, verdeutlicht die Abgrenzung gegen\u00fcber Frauen, die oft mit einer Abwertung einhergeht. Darin kommt auch die \u201eSt\u00e4rke schwacher Beziehungen\u201c zum Ausdruck. M\u00e4nner profitieren voneinander, ohne sich zwangl\u00e4ufig sympathisch oder in der Sache einig zu sein. Wettbewerbsdenken tr\u00e4gt dazu bei, Beziehungen instrumentell zu bewerten und von sich als Person zu trennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es sind m\u00e4nnliche Vergemeinschaftungspraxen, auf denen m\u00e4nnerbu\u0308ndische Netzwerke basieren. F\u00fcr m\u00e4nnerbu\u0308ndische Strukturen in Unternehmen ist die Stabilisierung m\u00e4nnlicher Identit\u00e4t ein zentrales Motiv. Dabei konstruiert sich M\u00e4nnlichkeit trotz des Wandels hin zu mehr Gender Diversit\u00e4t im Management \u00fcber die F\u00fchrungst\u00e4tigkeit. In den Interviews beschreiben vor allem europ\u00e4ische und japanische Alpha-M\u00e4nner den Ausschluss von Frauen aus internen Netzwerken. Die in Asien und Russland t\u00e4tigen M\u00e4nner bewerten das Thema positiver und berichten von f\u00fcr Frauen offenen Netzwerken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Networking im chinesischen Kontext bekommt besondere Bedeutung vor dem Hintergrund chinesischer Guangxi-Prinzipien, die gesellschaftlich fest verankert sind und somit weitaus gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr Karrieren bekommen k\u00f6nnen als das Networking im rein westlichen Verst\u00e4ndnis. Guangxi kann als ein definiertes System betrachtet werden, das verwendet wird, um Gef\u00e4lligkeiten auszutauschen und Ziele zu erreichen (Yang, 1986). Diese Gef\u00e4lligkeiten sind ein gleichwertiger Austausch zwischen zwei oder drei Parteien, versto\u00dfen gegen keine Regeln und sind als solche in der engen Definition des Begriffs nicht korrupt. Chinesen sind sich des Guangxi sehr bewusst, wenn es darum geht, Beziehungen aufzubauen, zwischenmenschliche Bindungen zu intensivieren und pers\u00f6nliche Abh\u00e4ngigkeit aufzubauen. Nach Leung (2002) \u00fcbt Guanxi Macht \u00fcber die eigene Karriere aus und hat einen signifikanten Einfluss auf das Erreichen pers\u00f6nlicher Ziele.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl M\u00e4nner und Frauen Guangxi dieselbe starke Wirkung zusprechen, sehen sie den Nutzen f\u00fcr ihre Karrieren unterschiedlich. Studien zu folge, sind M\u00e4nner eher in der Lage, Guangxi relationships aufzubauen. Guangxi ist dabei assoziiert mit \u201e<em>face<\/em>\u201c, dem Selbst-Image was jemand \u00f6ffentlich anstrebt. Der Grund f\u00fcr eine weniger starke Nutzung von Guangxi bei Frauen wird haupts\u00e4chlich darin gesehen, dass traditionell der Ruf einer Frau in der chinesischen Gesellschaft leiden k\u00f6nnte, wenn sie zu starke Verbindungen zu M\u00e4nnern mit dem Ziel aufbauen, in ihrer Karriere aufzusteigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>GM China: Netzwerke? Meinen Sie Guangxi oder die Verbindungen zu Ausl\u00e4ndern. Das funktioniert etwas anders. Ohne Guangxi geht in China nichts. Frauen machen das genau wie M\u00e4nner. Manchmal ist es vielleicht f\u00fcr M\u00e4nner einfacher, im Norden. Aber hier in Shanghai sind Frauen stark darin. Unternehmerinnen machen ihre Gesch\u00e4fte genau wie die M\u00e4nner mit Guangxi. Vielleicht m\u00fcssen Frauen manchmal mehr aufpassen, aber die wissen schon, was sie wollen, im Umgang mit m\u00e4nnlichen Gesch\u00e4ftspartnern.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO Deutschland: Ich kann es nachvollziehen. Ich kann es sehr gut nachvollziehen sogar und ich habe es auch so erlebt. Ich habe es aber nie so gespielt. Ich fand es durchaus auch immer mal wieder l\u00e4stig. Also ich muss dazu sagen, diese Boys-Clubs, um dieses Wort zu nehmen, ich wei\u00df, dass es sie gibt und sie haben mich immer wahnsinnig angekaast, weil ich gar nicht der Typ bin, der das tut. Also abgesehen davon, dass ich kein Barbecue mag, also kein Fleisch esse. Aber sagen wir mal so, es klingt stereotyp. Es ist in der Tat so, es ist die Realit\u00e4t, so, wie ich sie in den unterschiedlichsten Kulturkreisen, in den unterschiedlichsten Unternehmen kennengelernt habe.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Holl\u00e4ndischer CEO: Ich habe mich das \u00f6fter gefragt, wie das wohl w\u00e4re, wenn ich eine Frau w\u00e4re. Auf den langen Fahrten. Wie w\u00fcrde das wohl gehen? Die Witze waren oft, naja\u2026. Ich habe darauf keine Antwort. Ich denke, man muss seine Limits ganz klar machen. Dann bekommt man auch Respekt. Ich selbst habe mich auch an zwei Abenden ausgeklinkt, weil ich genug hatte. Zwei Abende war ich dabei und zwei nicht. Das wurde dann respektiert. Es ist schwieriger f\u00fcr eine Frau. Da w\u00fcrde viel mehr Druck entstehen. Man muss irgendwie einen guten Kontakt herstellen, aber immer seine eigenen Grenzen klarmachen. Auch ich muss das. Einer der Ausl\u00e4nder erz\u00e4hlte mir in China, dass er abends eigentlich zu m\u00fcde war. Und am n\u00e4chsten Tag waren die Entscheidungen alle beim Abendessen gefallen, ohne ihn. Man muss da mit, ob man will oder nicht. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Frauen m\u00fcssen ihren eigenen Weg finden, an dem Tisch dabei zu sein. Wenn sie sagen, dass sie nicht an dem Dinner teilnehmen, hmm, dann sind sie nicht Teil der wichtigen Diskussionen. Die Frage w\u00e4re dann, wie sie Teil der wichtigen Diskussionen sein k\u00f6nnten und gleichzeitig ihre eigenen Grenzen durchsetzen. Ich denke, wenn man das gar nicht will, ist man drau\u00dfen. Das ist die Wahrheit.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-681658\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/01\/Cover.Al-Sdik2023.jpg\" alt=\"\" width=\"460\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/01\/Cover.Al-Sdik2023.jpg 460w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2023\/01\/Cover.Al-Sdik2023-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/p>\n<h1>Bettina A-Sadik-Lowinski: &#8222;Alpha-Mann und Alpha-Frau: Internationale Topmanager \u00fcber Strategien zu mehr Gender Diversit\u00e4t und gemischten F\u00fchrungsspitzen&#8220;, DeGruyter, 364 Seiten, 24,95 Euro.<\/h1>\n<h1><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/isbn\/9783111052182\/html?lang=de\">Alpha-Mann und Alpha-Frau (degruyter.com)<\/a><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verschiedene Wissenschaftler haben sich mit der Frage des Einflusses von Netzwerken auf Karrierechancen und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten besch\u00e4ftigt. Den Einfluss von sogenannten \u201eSchattenstrukturen\u201c (aus dem engl. \u201eshadow structures\u201c) innerhalb von Unternehmen beschreiben Forscher wie Kanter (1977) und decken auf, wie Frauen und Minderheitsgruppierungen von informellen Informationen und sozialen Aktivit\u00e4ten ausgeschlossen werden. Die Folge daraus, so die Forscher, ist prim\u00e4r ein schlechterer Zugang zu Bef\u00f6rderungschancen. Diese Argumentation steht im Einklang mit den Vorteilen, die den sogenannten \u201eOld-Boy\u201c Netzwerken zugeschrieben werden, in denen in der Regel einflussreiche M\u00e4nner Mitglied sind und durch ihre Zugeh\u00f6rigkeit Zugang zu Einfluss und Status erhalten. Die Mitgliedschaft in diesen Netzwerken wird auch verbunden mit informellem Zugang zu karriererelevanten Informationen und einer erh\u00f6hten Chance zu Bef\u00f6rderungen (Hogan 2008; Oakley, 2000). Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Ausschluss aus den Netzwerken, den Zugang zu wichtigen Informationen erschwert oder unm\u00f6glich macht und Auswirkungen auf den Aufstieg in einem Unternehmen hat. Auch der Zugang zu guten Positionen im Markt wird ohne Netzwerk erschwert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Franz\u00f6sischer CEO: Ja das stimmt alles. Ich spiele Golf und ich liebe Barbecue und ich mache so Gesch\u00e4fte. Gerade habe ich ein Fu\u00dfballspiel f\u00fcr alle Kunden organisiert. Wir haben viel Spa\u00df, die Familien kommen alle, die Kinder. Wir trinken zusammen, es ist eine gro\u00dfe Familie. So kann ich als CEO nahbarer werden, mich mit den normalen Mitarbeitern mischen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><br \/>\nInnerhalb des Unternehmens l\u00e4uft das nicht. Gerade in Frankreich haben wir keine Burschenschaften wie in den USA, aber wir haben eine spezielle Beziehung der Absolventen der gleichen Schulen. Ich denke nicht, dass man seine Karriere dadurch macht, viel Zeit mit internen Beziehungen zu verbringen. Sicher, wenn man Beziehungen hat, hilft das schon. Aber am besten geht das, wenn die Leute, die die eigene Karriere beeinflussen k\u00f6nnen, sich an einen erinnern. Laut und klar sprechen w\u00e4hrend der Meetings. In den Meetings beobachten die Entscheider und manchmal identifizieren sie Kandidaten dort. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Eigentlich ist es verr\u00fcckt. Man nimmt das Mikro, redet drei Minuten brillant, jeder erinnert sich und man kommt auf die Liste der fast Tracks. Nur weil man drei Minuten brillant geredet hat. Es ist schon verr\u00fcckt. In Frankreich ist es so. Du bist Ingenieur dieser Ecole. Dann nimmst Du einen Ingenieur von Deiner Universit\u00e4t f\u00fcr den Job. Egal ob Mann oder Frau. Das ist gleich. Das Netzwerk der Ecole ist ausschlaggeben, nicht das Geschlecht. Ob Frauen da mitmachen sollten? Ich denke, sie sollten, ganz klar.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CFO Deutschland: Also sagen wir mal so, ich fand diese Boys Clubs immer l\u00e4stig. Ich meine, es ist ja nicht so, dass ich mich da immer zu hundert Prozent entziehen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Sagen wir es mal so, jetzt in prozentualen Anteilen: An etwa f\u00fcnf Prozent habe ich teilgenommen. Also von eben hundert Treffen bin ich eben zu f\u00fcnf Treffen gegangen, so ungef\u00e4hr. Vielleicht waren es auch zehn, also zehn Prozent. Warum geht man da hin? Es geht ganz einfach darum, ein enges Netzwerk zu pflegen. Man ist mit dem Line Manager dort, man ist mit seinem Abteilungsleiter dort. Es geht eben darum, das Gesicht zu zeigen, es soll die Karriere bef\u00f6rdern. Streckenweise, f\u00fcr mich war es immer ein bisschen b\u00fcndeln sozusagen. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was ich im UK erlebt hatte, war dann eben halt ein Club. Dann war es eben halt ein guter Ton, dass man eben einem Club angeh\u00f6rt hat, teilweise eben halt auch ein reiner Gentlemen-Club, wo eben nur M\u00e4nner reingehen konnten. Man war unter sich und es war halt eben fast schon wie eine Kaste. Das hatte eben etwas sehr Konservatives an sich, etwas sehr eben B\u00fcndlerisches oder fr\u00fcher waren es eben diese Verbindungen, diese studentischen Verbindungen. Ein \u00dcberbleibsel eines Relikts aus l\u00e4ngst vergangenen Zeiten, an denen man halt gerne festh\u00e4lt. In Deutschland ist es dann die Grillparty bei jemandem zuhause, wo halt die Frauen auch nicht mit dabei sind. Aber die Hierarchie ist mit dabei. Die Vorgesetzten, die klassischen Alpha-Tiere, verharren dann in ihrer Rolle und die Themen werden dann relativ schnell sehr, sehr eindimensional. Die k\u00f6nnen sich bei den Treffen \u201eentsprechend produzieren\u201c. Und eben, es gibt gen\u00fcgend Leute, die sich da sehr, sehr wohlf\u00fchlen da drin. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>F\u00fcr viele stellt es sicherlich auch eine gewisse Flucht dar, so nach dem Motto, in der Tat, \u201eWas soll ich zuhause machen? Da sitzt meine Frau mit den beiden kleinen Kindern. Also bevor ich jetzt die Kinder ins Bett bringe und ich wei\u00df nicht was, dann bin ich doch lieber mit meinen Kumpels oder ich gehe am Samstag zum Golf.\u201c Und ja, da ist sehr viel Wahres dran.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Holl\u00e4ndischer CEO: Na klar, mache ich das. Ich nehme dann zwei Whisky, obwohl ich eigentlich nicht viel trinke, aber f\u00fcr meinen Kunden ist es wichtig. Er mag \u00fcber Strategien reden, wenn wir im Auto herumfahren. Weite Strecken. Einmal bis Kroatien. So ohne Plan. Abends dann trinken. Ich musste da mit und habe meine eigene Agenda im Hinterkopf behalten und den Moment gesucht die Dinge anzusprechen, die ich wollte. Ich habe also zwei bis drei Drinks genommen, weil ich wusste, dass es nicht gut ankommt, wenn ich das ablehne. Ich wei\u00df aber jederzeit, was ich erreichen will, bei solchen Abenden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Befragt nach der Bedeutung von \u201eOld Boys Clubs\u201c f\u00fcr die eigene Karriere unterscheiden die Alpha-M\u00e4nner zwischen Businessnetzwerken au\u00dferhalb des Unternehmens und internen Beziehungen. Die Mehrheit pflegt externe Netzwerke mit Mitgliedern aus anderen Unternehmen. Prim\u00e4re Motivation, gerade bei den Expat CEO ist es, gemeinsam Hobbies nachzugehen, Sport zu machen und als guter Nebeneffekt Kontakte f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsleben aufzubauen. Einige der CEOs, die in China t\u00e4tig sind, schildern, dass hier auch selbstverst\u00e4ndlich Frauen dabei sind, wenn sie das Hobby teilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mehrere der M\u00e4nner erl\u00e4utern, dass sie in ihrem Unternehmen vor Ort keine Netzwerkaktivit\u00e4ten pflegen, die einzelne Gruppen ausschlie\u00dfen. Sie begr\u00fcnden das mit ihrer verantwortlichen Rolle in der Landesorganisation und dem Wert, die Mitarbeiter gleich zu behandeln. Gerade in China entspricht das der g\u00e4ngigen Businesspraxis und gemeinsame Abende finden mit Frauen und M\u00e4nnern gleicherma\u00dfen statt. Die Netzwerkaktivit\u00e4ten verlagern sich auf au\u00dferhalb des Unternehmens. Da sie selbst bereits an der Spitze der Macht angekommen sind, sind n\u00fctzliche interne Beziehungen nicht vor Ort, sondern im weit entfernten Mutterhaus angesiedelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Franz\u00f6sischer CEO: Sie haben Recht. Ich mache das auch. Sport und so- m\u00e4nnliches bonding, Beziehungspflege. Ich mache auch gern Musik. Ich hatte immer m\u00e4nnliche Freunde und wir haben zusammen unsere Zeit verbracht. Aber das ist ja nicht exklusiv. Meine Frau hat auch ihre Girls-Runden. F\u00fcr mich sind diese Freundschaften Zeit f\u00fcr mich. Teil meiner pers\u00f6nlichen Entwicklung, Beziehungspflege. M\u00e4nner Bindungen sind f\u00fcr mich Freundschaften. Das hat nichts mit \u201ewir gehen jetzt mal trinken\u201c zu tun. Das gibt es in China. Abendessen und dann muss man dann betrunken werden, als Business Ritual. Da sind \u00fcbrigens auch Frauen in hohen Positionen mit dabei. Es ist nicht so mein Ding. Ich habe keinen guten Drink mit Leuten, die ich kaum kenne oder mit Mitarbeitern. Mit mir w\u00fcrde man nicht unbedingt trinken gehen wollen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur wenige der M\u00e4nner, die sich selbst als eher introvertiert sehen, halten nicht viel von den \u00fcblichen Trink- und Grillabenden, die im englischsprachigen Raum f\u00fcr die M\u00e4nnerrunden stehen.\u00a0 Sie geh\u00f6ren der Minderheitsgruppe von m\u00e4nnlichen F\u00fchrungskr\u00e4ften an, die soziale Zusammenk\u00fcnfte unter M\u00e4nnern aber auch gemischte Events meiden, weil sie nicht ihrer Grundpers\u00f6nlichkeit entsprechen. Sie berichten, dass dieses Verhalten auch bei diesen M\u00e4nnern zu kritischen Bemerkungen oder Wertungen f\u00fchrte. Bei ihnen selbst vollzog sich der Aufstieg \u00fcber andere Mechanismen, die keinen Schwerpunkt auf Vernetzung haben, wohl aber auf Sponsoring. <strong>Sie kommen zu dem Schluss, dass es trotzdem f\u00fcr sie als Mann immer leichter war, Karriere zu machen als f\u00fcr eine Frau.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>US CEO: Was f\u00fcr ein interessanter Gespr\u00e4chsstart. Es ist beleidigend zu glauben, dass alle M\u00e4nner gleich ticken, genauso wie es beleidigend w\u00e4re zu glauben, dass alle Frauen gleich ticken. Ich selbst spiele kein Golf, ich trinke nicht. Ich bin ein Introvertierter. Ich mag die Gesellschaft meiner Frau als Freund und als Partnerin mehr als alles. Wenn ich diese bl\u00f6den Interviewfragen von Zeitungen bekomme \u201eMit wem w\u00fcrden Sie gern essen gehen?\u201c Dann sage ich \u201eMit meiner Frau\u201c. Weil ich dann ganz ich selbst sein kann. Ich bin also nicht der richtige f\u00fcr diese Frage. Ich mag es nicht, das trinken und golfen. Ich bin ein Arbeiter. Ich wei\u00df, dass andere denken, dass ich nicht in ihrem Club bin. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Unabh\u00e4ngig davon ist es klar, dass es f\u00fcr M\u00e4nner bisher einfacher war, egal welchen Weg sie w\u00e4hlen. Das \u00e4ndert sich aber gerade. Ich glaube, es h\u00e4ngt auch davon ab, was man als Boys-Club definiert. Ist es leichter f\u00fcr M\u00e4nner? Historisch gesehen, eindeutig ja. Ich glaube in jeder Gesellschaft wird die dominante Gruppe die bef\u00f6rdern, die ihnen \u00e4hnlich sind, eher als die die anders sind. Ich glaube das gilt f\u00fcr einen Stamm in Australien, wie f\u00fcr Jugendliche in Schottland, die im Park trinken am Samstag. Das ist also nicht erstaunlich, dass das als Boys Club gesehen werden kann. Ich bin mir nicht so sicher, ob diese Boys Clubs so viel Wert haben. Bis zur Mitte der Karriere sind sie wertvoll, aber dar\u00fcber hinaus, bis zum CEO, muss man performen. Ich w\u00fcrde es als Netzwerk und nicht als Boys-Club bezeichnen, da das zwei unterschiedliche Dinge sind. Ein Netzwerk von Beziehungen ist nat\u00fcrlich von Vorteil. Solange man es nicht nur zum Trinken oder Golf nutzt. Wenn Frauen das als Boys-Clubs interpretieren, denke ich, dass das Wort Netzwerk positiver w\u00e4re. Netzwerke sind positiv, wenn sie richtig genutzt werden. So wie ich ausschlie\u00dflich LinkedIn nutze, keine anderen Social-Media-Kan\u00e4le. So wie wir uns f\u00fcr diese Forschung vernetzt haben. Sie machen etwas Sinnvolles. Das hat ein sinnvolles Ziel. Also ist es gut zu Netzwerken, egal ob sechzig oder einundzwanzig, egal ob Mann oder Frau.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Australischer Executive: Ich komme nach Hause und verbringe Zeit mit der Familie. Ich spiele kein Golf. Ich habe definitiv keinen Boys Club. Ich habe aber definitiv m\u00e4nnliche Freunde, aber auch weibliche Freunde. Der Grund, warum ich nach Hause gehe, ist bei meiner Familie zu sein, meiner Frau, meinen T\u00f6chtern und meinem Sohn. Fr\u00fcher gab es das wirklich, aber auch heute immer noch, diese Kerle, die zur Arbeit gehen und dann trinken gehen, rumh\u00e4ngen. Traditionell ist es nun mal so, dass die Frauen f\u00fcr die Erziehung zust\u00e4ndig waren. Ich denke erst in der letzten Generation \u00e4ndert sich das. Aber es \u00e4ndert sich noch nicht so viel, wie n\u00f6tig w\u00e4re. Bei meiner Schwester ist der Ehemann zu Hause und sie ist die Senior F\u00fchrungskraft. Meine andere Schwester leitet ihr eigenes Unternehmen. Ich komme also aus einem eher untypischen Umfeld.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Literatur werden auch die sogenannten \u201eNeuen Old Boys\u201c-Netzwerke diskutiert. Damit gemeint sind Netzwerke, die sich durch die Internet Communities gegr\u00fcndet haben. Gab es am Anfang die Hoffnung, dass diese sich hinsichtlich der Diversity von den \u201eOld Boys\u201c Netzwerken unterscheiden, kommen Forscher zu der Erkenntnis, dass sie zwar von au\u00dfen betrachtet j\u00fcnger und trendiger scheinen, im Kern aber viele Gemeinsamkeiten mit den alten Strukturen aufweisen. Der Grund wird darin gesehen, dass auch in der Internetindustrie eine Mehrheit der entscheidenden Toppositionen von M\u00e4nnern bekleidet wird (Griffith, 2000). Technologie ist seit je her ein Bereich, in dem Frauen Mangelware sind und die \u201eNeuen Old Boys Netzwerke\u201c erschweren den Aufstieg f\u00fcr die wenigen Frauen, die es in diesem Bereich versuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO US: Ich sehe jetzt neue Arten von Boys Clubs. Ich sehe das in Silicon Valley, in den STEM Jobs mit weniger als zehn Prozent Frauen. Es geht um Computer, Coding, vierundzwanzig Stunden am Tag. Das machen die Jungs scheinbar lieber als die Frauen. Es gibt einfach mehr M\u00e4nner dort.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf die Frage, wie Frauen in relevante Netzwerke im Unternehmen kommen k\u00f6nnen, gibt es verschiedene Sichtweisen und auch nachdenkliche Momente. Den M\u00e4nnern ist bewusst, dass Frauen bei M\u00e4nnerrunden oder l\u00e4ngeren Ausfl\u00fcgen in einem Dilemma sein k\u00f6nnten, welches oftmals als der \u201efeine Grad\u201c beschrieben wird. Sie kennen Beispiele von Frauen, die mit stereotypen m\u00e4nnlichen Verhalten in Trinkrunden ihren \u201eMann standen\u201c. Und sie beschreiben auch, die M\u00f6glichkeit sozial ge\u00e4chtet zu werden, wenn eine Frau m\u00e4nnliches Feierverhalten im Gesch\u00e4ftsumfeld adaptiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Japanischer CEO: Ja, fr\u00fcher war das sehr normal. In Japan ist Golf Freizeit, aber auch um Business Kontakte zu pflegen. Manchmal auch eine Ausrede, um raus zu kommen, jemanden zu treffen. <strong>Diese M\u00e4nner Clubs haben also eine Menge von Gr\u00fcnden.<\/strong> Aus Sicht einer Frau ist das nat\u00fcrlich merkw\u00fcrdig. Wir haben auch Barbecue und das Trinken. Nach der Arbeit Essen gehen und dann trinken, das ist Tradition, vor allem auch mit Kunden. Jetzt wird das alles etwas weniger. Jetzt wollen einige das nicht mehr. Sie bevorzugen Fr\u00fchst\u00fcckstreffen oder Mittagessen. Das ist der neue Kompromiss. Aber es gibt immer noch viele M\u00e4nner, die den alten Stil bevorzugen. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ich selbst passe sehr auf solche Dinge auf, da ich f\u00fcnf Frauen unter mir habe und sieben M\u00e4nner. Wir machen dann Mittagstermine, denn abends wollen viele Frauen nicht kommen, wegen der Kinder. Und es gibt jetzt auch Mitarbeiter, die tats\u00e4chlich Geld f\u00fcr \u00dcberstunden am Abend verlangen. Es ist auch eine Generationenfrage. Im Unternehmen denke ich ist es jetzt halb und halb bei den M\u00e4nnern. Frauen m\u00fcssen ihr Unternehmen leider sehr sorgsam w\u00e4hlen, w\u00e4hlen in welche Kultur sie kommen.<br \/>\nEin Beispiel aus den Medien ist von einer Politikerin. Sie beschrieb in einem Interview, dass sie niemals ein Abendmeeting mit Trinkerei ausgelassen hat. Das hat sehr kontroverse Reaktionen ausgel\u00f6st. Einige sagen, so m\u00fcssen wir Frauen das machen. Andere meinen, das sei Vergangenheit. Fr\u00fcher bekamen die Politikerinnen, die abends mit ausgegangen sind, bessere Positionen. Heute gibt es dazu gemischte differenzierte Reaktionen. In einigen Unternehmen l\u00e4uft es weiter so, in anderen nicht. F\u00fcr Bef\u00f6rderungen ist der soziale Aspekt wichtig. Bei gleicher Qualifikation, wenn eine F\u00fchrungskraft nicht am Sozialleben teilnehmen kann, dann ist es ein Minusfaktor, egal ob Mann oder Frau.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Russischer CEO: Ich denke, das ist irgendwie Vergangenheit. Vielleicht in der Vergangenheit, da war es so, aber heute sehe ich keinen Unterschied in den Karriereverl\u00e4ufen von M\u00e4nnern und Frauen. Ich selbst zum Beispiel trinke kein Bier, ich trinke eh keinen Alkohol und mag kein Barbecue. Ich spiele kein Golf, aber was ich mache ist viel Sport, Judo. Da sind viele M\u00e4nner, viele F\u00fchrungskr\u00e4fte kommen dahin, um Stress abzubauen. Deshalb haben wir unseren M\u00e4nner Club. Ich gehe auch schwimmen und laufen, da ist nicht wirklich Unterhaltung mit Frauen dabei. Wenn ich Business in China gemacht habe, waren wir oft im Restaurant, im Nachtleben, auch Sauna und haben da unsere Verhandlungen gef\u00fchrt. Wenn Frauen aus Russland dazu kamen, hatte ich meine chinesische Partnerin und sie ist mit den Frauen gegangen. Dann haben wir hinterher verhandelt. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Meine chinesischen Gesch\u00e4ftspartnerinnen hatten immer m\u00e4nnliche Mitarbeiter dabei und die sind dann hinterher f\u00fcr die Nachverhandlungen mitgegangen. Der Kern, wie sie Gesch\u00e4fte machen, war derselbe. Die Verhandlungen wurden im Konferenzraum gef\u00fchrt. Hinterher waren die M\u00e4nner unter sich. Wenn die Frau die Entscheiderin war, gab es aus meiner Sicht keinen Unterschied, bis auf, dass sie beim Ausgehen nicht in der M\u00e4nnergruppe war.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Deutscher Marketingleiter: Bei einigem kann ich zustimmen, bei anderen nicht. Wo ich auf jeden Fall zustimmen w\u00fcrde, ist, dass M\u00e4nner l\u00e4nger im B\u00fcro bleiben, um die Kinder nicht mehr zu sehen. Das ist bei mir auf gar keinen Fall der Fall, aber ich habe ganz viele davon beobachtet. Wenige, die so wirklich mit anpacken und nochmal einkaufen und so. Ich kannte da einige, f\u00fcr die war es ganz nett, wenn da die Kinder noch auf einen Gutenachtkuss kamen, aber ansonsten keine Arbeit mehr. Ich pers\u00f6nlich habe das 1997 noch in Australien gesehen, dieses Barbecue und trinken und Club und so weiter. Aber das baut sich sehr stark ab, finde ich. Weil wir M\u00e4nner nun auch mehr Verantwortung \u00fcbernehmen, im Haus helfen. Ich glaube, das, <strong>was die Amerikaner so oder Engl\u00e4nder so Butch nennen, diese M\u00e4nnerclique, das ver\u00e4ndert sich gerade.<\/strong><\/em><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>M\u00e4nner empfehlen mehr eigene Frauen-Clubs und Solidarit\u00e4t unter Frauen<\/h2>\n<p>Die M\u00e4nner reflektieren verschiedene M\u00f6glichkeiten, wie Frauen ihr Netzwerkverhalten st\u00e4rken k\u00f6nnen. Neben der Empfehlung geschickt bei den M\u00e4nnern mitzumischen, stehen eigene Frauennetzwerke oben auf der Liste der Empfehlungen. Die M\u00e4nner sehen weiterhin zu wenig kritische Masse in den verschiedenen L\u00e4ndern. Au\u00dferdem beobachten sie eine Schw\u00e4che bei einiger Frauen, die diese an effektiver Unterst\u00fctzung hindert. Sie beobachten <strong>mangelnde Solidarit\u00e4t vieler Frauen, mit besonders erfolgreichen Geschlechtsgenossinnen. M\u00e4nner beobachten, wie Frauen andere Frauen durch Bias und negative Urteile ihrer Kompetenz in ihrer Position schw\u00e4chen.<\/strong> Diejenigen M\u00e4nner, die sich ausf\u00fchrlich mit Diversit\u00e4tsfragen besch\u00e4ftigt haben, verstehen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Frauen weiterhin nicht gelernt haben, gleichzeitig im Wettbewerb zueinander zu stehen und Solidarit\u00e4t zu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde liegen wiederum in den erlernten Rollen und den weiblichen Regeln f\u00fcr die Gemeinschaft in Frauengruppen, die nicht auf Wettbewerb ausgerichtet waren. Die M\u00e4nner geben Sch\u00fctzenhilfe, wenn sie Situationen beobachten, in denen Frauen andere Frauen bek\u00e4mpfen. Sie empfehlen den Kolleginnen unbedingte gegenseitige Unterst\u00fctzung. Das gilt f\u00fcr die Vernetzung zwischen Frauen in Frauen-Clubs und genauso f\u00fcr die Pr\u00e4senz mehrerer Frauen in Meetings.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CFO Deutschland: Ob jetzt dann eine Parallel-Veranstaltung eingerichtet wird und man es eben ganz einfach in gleicher Form tut, aber halt eben als Frau oder unter Frauen oder ganz bewusst einen Kontrapunkt setzt und eben eine entsprechend gemischte, also eine diverse Veranstaltung dann da ins Leben ruft, das bedarf nat\u00fcrlich dann auch, wenn man jetzt in einer Linien-Organisation ist, nat\u00fcrlich auch entsprechender Umsetzungsst\u00e4rke, indem dann halt wirklich auch Frauen dann Wortf\u00fchrer werden, die jetzt beispielsweise im Vorstand sind. Bei der Deutschen Telekom beispielsweise mit einer C. oder bei einer PWC mit einer P. Und ich glaube, es wichtig, dass es eben diese Diversit\u00e4t, dass die wesentlich st\u00e4rker gelebt wird, und auch tats\u00e4chlich gemacht wird.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO US: Ich denke, Frauen schaffen manchmal einen Wettbewerb, der viel grausamer sein kann als bei M\u00e4nnern. M\u00e4nner sind wie ein stumpfes Instrument. Wir sind wie ein Hammer. Es ist sehr klar, wenn ein Mann einen anderen verpr\u00fcgelt, und ich meine nicht k\u00f6rperlich, ich meine verbal, ich meine, intellektuell. <strong>Frauen sind viel mehr wie ein Skalpell<\/strong>. Es gibt eine Annahme, ich denke, dass viele M\u00e4nner es f\u00f6rdern, dass Frauen sich gegenseitig helfen, weil sie immer noch in der Minderheit sind. Wenn ich mit Frauen aus meinen Teams spreche, erfahre ich \u00f6fter, dass sie von einer anderen Frau niedergemacht wurden, anstatt sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen. Anstatt zu sagen: &#8222;Oh, das ist fantastisch, dass Frau zum VP-Quality bef\u00f6rdert wurde. Das ist super.&#8220; beginnt die Subtilit\u00e4t der Erosion mit ihrer Kompetenz. <strong>Negative Kommentare kommen von Frauen.<\/strong> Nat\u00fcrlich m\u00f6gen nicht alle Frauen alle Frauen, nicht alle M\u00e4nner m\u00f6gen alle M\u00e4nner. Aber wir denken dann \u00f6fter <strong>\u201eWow, das sind zwei Frauen in der H\u00f6hle des L\u00f6wen, man k\u00f6nnte meinen, sie w\u00fcrden sich gegenseitig besch\u00fctzen, anstatt sich gegenseitig zu opfern\u201c.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Deutscher Regionen Leiter: Das deutsche Umfeld ist da vielleicht auch noch fairer, kommt drauf an, wo man fragt. Also, im Osten wird gedolcht, bis zum geht nicht mehr. Da wird auch pr\u00e4ventiv intrigiert. Und in Russland war es ganz krass. Also was ich da erlebt habe, wie die Frauen auch untereinander waren. Also, meine Chefin musste einfach die st\u00e4rkste sein im Wolfsrudel, weil da wirklich auch alle anderen ihren Job haben wollten und das auch sehr eindeutig gemacht haben. Die ist ja jetzt die Leiterin der Ukraine. Also dieses pr\u00e4ventiv abmurxen, das hat schon was Stalinistisches. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das ist hier \u00e4hnlich, also da hat Deutschland wirklich spezielle Kultur. Von den anderen L\u00e4ndern in Europa kann ich es nicht sagen, Frankreich ist vielleicht auch noch anders durch diese Elite Kader. Das ist nochmal was anderes. In Amerika war es teilweise auch sehr aggressiv. Also, da wurde auch gut \u00fcbereinander hergezogen, das was ich erlebt habe. Denn in Amerika ging alles um den letzten Kampf, den Kampf um VP zu werden.<\/em><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Alpha-Frau kann Aggressionsverhalten von M\u00e4nnern in Meetings befrieden<\/h2>\n<p>Meetings sind in Unternehmen wie Arenen, in denen wichtige soziale Prozesse stattfinden. Die Anteile von m\u00e4nnlichen und weiblichen Teilnehmern in Meetings hat Auswirkungen auf die sozialen Interaktionen in den Besprechungen. Die Geschlechterzusammensetzung von Teams zeigen signifikante Auswirkungen auf die Teamleistung, Verhaltensma\u00dfst\u00e4be, Bewertungen und soziale Einfl\u00fcsse. Meetings sind entscheidende Orte, um Mitarbeitern Schl\u00fcsselbotschaften zu vermitteln \u00fcber die Organisationskultur, Organisationsziele und Umgangsformen im Unternehmen.\u00a0 Die Teilnehmer von Unternehmensmeetings erfahren schnell, welche Rolle sie und ihre Teams im Unternehmen haben. Meetings sind also Arenen, in denen die Teilnehmenden auch erkennen, welchen Stellenwert Gender Diversity in ihren Organisationen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Franz\u00f6sischer CEO: Die Qualit\u00e4ten, die sie bringen, mehr H\u00f6flichkeit, Frauen sind in gewisser Weise emotional reifer. M\u00e4nner driften, wenn sie zusammen sind, in diese Geschichte der Jungen ab, was in einem bestimmten Alter wirklich nur noch l\u00e4cherlich ist. Ich denke, Frauen bringen mehr Reife mit.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Forscher wie McGrath (1964) unterscheiden Interaktionen und Beziehungen zwischen den Teilnehmenden, die bereits vor dem Meeting bestehen. W\u00e4hrend des Meetings beobachtet er die Dynamik zwischen den Teilnehmenden und den Einfluss auf Ergebnisse des Meetings. In Bezug auf Meetings fanden weitere Forscher wie Baines (2010) und Berger (2015) drei zentrale Aspekte.<\/p>\n<ul>\n<li>Erstens wurde analysiert, dass es oftmals zu abwertenden Haltungen gegen\u00fcber Frauen und ihrer beruflichen Rolle kommt, zum Beispiel in Form von Witzen auf Kosten der Frauen. Dar\u00fcber hinaus konnte beobachtet werden, wie zum Beispiel Frauen systematisch als Assistentinnen oder Sekret\u00e4rinnen eingestuft und behandelt wurden.<\/li>\n<li>Zweitens verb\u00fcnden sich M\u00e4nner mehr mit anderen M\u00e4nnern und dabei spielen alte Bindungen eine wichtige Rolle, die von au\u00dfen in das Meeting getragen werden und im Meeting gefestigt wurden. Neue Verbindungen zu Frauen werden dadurch erschwert.<\/li>\n<li>Diese Punkte f\u00fchren drittens dazu, dass Frauen sich von ihrer Weiblichkeit distanzierten durch Anpassung ihres Verhaltens und ihrer Einstellungen. Beispiele hierf\u00fcr sind starke Demonstration von Fachwissen oder das Herunterspielen kritischer Situationen in den Sitzungen durch die weiblichen Teilnehmerinnen selbst. Diese Untersuchung verdeutlicht die zentrale Rolle der Geschlechterkonstruktion in organisatorischen Kontexten, insbesondere in Meetings. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sich stereotype Konstrukte in Meetings negativ auf Teilnehmerinnen auswirken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO Irland: Was tun M\u00e4nner, um Frauen in Meetings ein wenig zu untergraben? Ich denke, sie reden zu viel, sie unterbrechen, sie erniedrigen sie in gewisser Weise. Sie \u00e4ndern das Thema ein wenig, ohne dass es offensichtlich ist, so dass Frauen von dort weggelenkt wurden, wo ihre Meinung eigentlich sehr richtig und wichtig war. \u00c4ndern das Szenario ein wenig. Du h\u00f6rst M\u00e4nner sagen: &#8222;Ja, aber du warst noch nie drau\u00dfen im Feld, oder du warst noch nie bei einem Kunden, wette ich.&#8220; Na und? Die Frau k\u00f6nnte sagen, \u201eUnd du warst noch nie in der Produktionsst\u00e4tte. Du hast nie Qualit\u00e4t verantwortet.\u201c <strong>Anstatt den Einwand aufzul\u00f6sen, l\u00e4sst eine Frau sich meiner Meinung nach einsch\u00fcchtern.<\/strong> Sie k\u00f6nnte sagen, \u201eDer Mann hat Recht. Ich war nicht bei den Kunden. Ich kenne sie nicht so gut wie er, aber der Mann war daf\u00fcr nicht in den Produktionsst\u00e4tten. Er kennt sich nicht mit der Produktion aus.\u201c Frauen machen das selten.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Deutscher CFO: Was aber halt unheimlich wichtig ist, gerade f\u00fcr einen CEO, ist eben, diese Atmosph\u00e4re zu schaffen, dass Frauen sich in diesen Gespr\u00e4chskreisen auch wohlf\u00fchlen. Und da muss ich halt auch sagen, in einer solchen Situation war ich nie, dass diese Situation geschaffen war, dass sich auch eine Frau wohlf\u00fchlt in dem Gespr\u00e4ch, in der unmittelbaren Sitz-Atmosph\u00e4re. Nur in einem Fall war es mal anders. Also, wenn selbst ich dann manchmal G\u00e4nsehaut bekomme, dann will ich gar nicht wissen, was eine Frau dann dar\u00fcber gedacht h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO US: M\u00e4nner sind unangenehm. M\u00e4nner streiten sich gerne. M\u00e4nner gewinnen gerne. M\u00e4nner schaffen gerne Konflikte, auch wenn es nicht n\u00f6tig ist. Frauen nehmen in der Regel ein etwas gr\u00f6\u00dferes Bild ein. Sie sind weniger an Konflikten interessiert. Sie interessieren sich mehr f\u00fcr den Gruppensieg. Nun, wenn ich ein Profil zeichne, wenn ich ein Pareto zeichne, \u00fcberlappen sich M\u00e4nner und Frauen, aber wenn ich sagen wollte, f\u00fcge das Angenehmste und das sehr hohe Extrem von Annehmbar hinzu, wette ich, dass es haupts\u00e4chlich Frauen sind. Auf dem sehr niedrigen Extrem von unangenehm, ich wette, es sind haupts\u00e4chlich M\u00e4nner. Das bedeutet nicht, dass alle Frauen angenehmer sind als alle M\u00e4nner.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>CEO Russland: Wenn Frauen im Meeting sind, wird die Atmosph\u00e4re sofort eine andere. Erwachsener? Freundlicher, so k\u00f6nnte man es sagen. Dazu m\u00fcssen die Frauen aber sie selbst sein und nicht in die aggressiven Spielchen unter M\u00e4nnern einsteigen.<\/em><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Geliebte M\u00e4nnerrunden sollen bleiben, neue Frauen-Power-Netzwerke entstehen<\/h2>\n<p>Die Alpha-M\u00e4nner stehen vor allem zu ihren Boys-Clubs und den Vorteilen, die aus ihnen resultieren, wenn es sich um unternehmensexterne Netzwerke handelt. Nicht alle F\u00fchrungskr\u00e4fte denken, dass unternehmensinterne Boys-Clubs wichtig waren f\u00fcr ihren Aufstieg. Vor allem die Expat-CEO halten lokale interne Netzwerke f\u00fcr nicht so bedeutsam wie ihre externen Netzwerke. Sie sehen f\u00fcr die eigene Karriere eher die Bedeutung von Sponsoren und gezielten Stakeholder-Beziehungen im Mutterkonzern. Umfelder, in denen m\u00e4nnliche Netzwerke innerhalb von Unternehmen Frauen bewusst ausschlie\u00dfen, werden von den Interviewten negativ beurteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beispiele kommen aus Europa und Japan. Frauen, die Erfolg haben wollen, sollten sich aus Sicht der Alpha-M\u00e4nner in bestimmten Netzwerkaktivit\u00e4ten einbinden. Die Frage, wie sie sich als Frauen hier positionieren k\u00f6nnen, bleibt offen. Die interviewten M\u00e4nner bleiben in ihrer Dissonanz verhaftet, dass sie eigentlich ihre reinen M\u00e4nnerrunden sehr genie\u00dfen, aber gleichzeitig wissen, dass Frauen bisher Nachteile dadurch haben, nicht so einfach in die Clubs und Netzwerke aufgenommen zu werden. Die Alpha-M\u00e4nner sehen die Herausforderung, als Frau unter M\u00e4nnern vor allem bei Abenden unter Alkohol zu bestehen, ohne dass Kontakte die \u201efeinen Linien\u201c \u00fcberschreiten. Da, wo es um externe Kontakte geht, werden verschiedene Beispiele gegeben, wie Frauen dieses Problem umgehen k\u00f6nnen. Die Spitzenm\u00e4nner denken au\u00dferdem, dass Frauen in ihren eigenen Frauen-Clubs und Verbindungen gleiche Vorteile wie M\u00e4nner erzielen k\u00f6nnten, sehen aber das Problem noch geringerer Reichweiten. <strong>Unzureichende gezielte Unterst\u00fctzung von Frauen untereinander und mangelnder Solidarit\u00e4t zwischen Frauen schw\u00e4chen qualifizierte Frauen beim Aufstieg bzw. beim Halten von Leitungspositionen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Meetings haben Frauen einen befriedenden Einfluss auf M\u00e4nner. Ihre Kernst\u00e4rken, wie etwas Empathie und Kommunikation, lassen die Effizienz der Meetings steigen. Dieser Mechanismus funktioniert nur, wenn Frauen sich auf ihre St\u00e4rken konzentrieren und nicht die m\u00e4nnlichen Verhaltensweisen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lesetipp Bettina Al-Sadik-Lowinski:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/03\/08\/was-frauen-brauchen-fuer-top-karrieren-zielstrebigkeit-nehmerqualitaeten-und-solidaritaet-mit-anderen-frauen-interview-mit-bettina-al-sadik\/\">Was Frauen brauchen f\u00fcr Top-Karrieren: Zielstrebigkeit, Nehmerqualit\u00e4ten und Solidarit\u00e4t mit anderen Frauen. Interview mit Bettina Al-Sadik. | Management-Blog (wiwo.de)<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-680760\" class=\"post-680760 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-auslander tag-bezuege tag-dax tag-dax-vorstande tag-deutsche-bank tag-deutsche-schutzvereinigung-fur-wertpapierbesitz-dsw tag-frauen tag-linde tag-quiagen tag-technische-universitaet-muenchen-tum tag-vorstandinnen\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"at-below-post addthis_tool\" data-url=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/01\/10\/betriebsraete-mit-viel-geld-gewogen-machen-ist-strafbar-es-ist-untreue-der-top-manager-gegenueber-der-firma-sagt-der-bundesgerichtshof\/\" data-title=\"Betriebsr\u00e4te mit viel Geld gewogen machen, ist strafbar: Es ist Untreue der Top-Manager gegen\u00fcber der Firma, sagt der Bundesgerichtshof\" data-description=\"Da braucht es die h\u00f6chste Instanz, um gerade zu r\u00fccken, dass ein Ehrenamt wie ein Betriebsratsposten kein Managementposten ist - und folglich auch nicht so bezahlt geh\u00f6rt. Auch wenn offenbar viele gro\u00dfe Unternehmen sich diese Sichtweise zurecht gelegt hatten und ihren Betriebsr\u00e4ten sofort mit ihrer Wahl deren Gehalt vervierfachten oder \u00e4hnliches. Auch Boni-Zahlungen an Betriebsr\u00e4te...\">\n<div id=\"atstbx\" class=\"at-share-tbx-element at-share-tbx-native addthis_default_style addthis_20x20_style addthis-smartlayers addthis-animated at4-show\">\n<div class=\"fb-like fb_iframe_widget\" data-layout=\"button_count\" data-show_faces=\"false\" data-share=\"false\" data-action=\"like\" data-width=\"90\" data-height=\"25\" data-font=\"arial\" data-href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/01\/10\/betriebsraete-mit-viel-geld-gewogen-machen-ist-strafbar-es-ist-untreue-der-top-manager-gegenueber-der-firma-sagt-der-bundesgerichtshof\/\" data-send=\"false\"><\/div>\n<div class=\"atclear\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-680760\" class=\"post-680760 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-auslander tag-bezuege tag-dax tag-dax-vorstande tag-deutsche-bank tag-deutsche-schutzvereinigung-fur-wertpapierbesitz-dsw tag-frauen tag-linde tag-quiagen tag-technische-universitaet-muenchen-tum tag-vorstandinnen\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/149798077.v2.pressablecdn.com\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"at-below-post addthis_tool\" data-url=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/01\/10\/betriebsraete-mit-viel-geld-gewogen-machen-ist-strafbar-es-ist-untreue-der-top-manager-gegenueber-der-firma-sagt-der-bundesgerichtshof\/\" data-title=\"Betriebsr\u00e4te mit viel Geld gewogen machen, ist strafbar: Es ist Untreue der Top-Manager gegen\u00fcber der Firma, sagt der Bundesgerichtshof\" data-description=\"Da braucht es die h\u00f6chste Instanz, um gerade zu r\u00fccken, dass ein Ehrenamt wie ein Betriebsratsposten kein Managementposten ist - und folglich auch nicht so bezahlt geh\u00f6rt. Auch wenn offenbar viele gro\u00dfe Unternehmen sich diese Sichtweise zurecht gelegt hatten und ihren Betriebsr\u00e4ten sofort mit ihrer Wahl deren Gehalt vervierfachten oder \u00e4hnliches. Auch Boni-Zahlungen an Betriebsr\u00e4te...\">\n<div id=\"atstbx\" class=\"at-share-tbx-element at-share-tbx-native addthis_default_style addthis_20x20_style addthis-smartlayers addthis-animated at4-show\">\n<div class=\"fb-like fb_iframe_widget\" data-layout=\"button_count\" data-show_faces=\"false\" data-share=\"false\" data-action=\"like\" data-width=\"90\" data-height=\"25\" data-font=\"arial\" data-href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/01\/10\/betriebsraete-mit-viel-geld-gewogen-machen-ist-strafbar-es-ist-untreue-der-top-manager-gegenueber-der-firma-sagt-der-bundesgerichtshof\/\" data-send=\"false\"><\/div>\n<div class=\"atclear\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"atstbx\" class=\"at-share-tbx-element at-share-tbx-native addthis_default_style addthis_20x20_style addthis-smartlayers at4-visually-hidden\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug\u00a0Bettina Al-Sadik-Lowinski: &#8222;Alpha-Mann und Alpha-Frau: Internationale Topmanager \u00fcber Strategien zu mehr Gender Diversit\u00e4t und gemischten F\u00fchrungsspitzen&#8220; &nbsp; &nbsp; Boys-Clubs und Business Meetings- die nat\u00fcrliche Spielwiese der M\u00e4nner In der Debatte zu den Ursachen geringer Frauenanteile am Topmanagement spielen Netzwerke einflussreicher &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2023\/02\/08\/buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-alpha-mann-und-alpha-frau-internationale-topmanager-ueber-strategien-zu-mehr-gender-diversitaet-und-gemischten-fuehrungsspitzen10-2-al-sadik\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[11249,1890,5227],"class_list":["post-681577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-alpha-mann-und-alpha-frau-internationale-topmanager-ueber-strategien-zu-mehr-gender-diversitaet-und-gemischten-fuehrungsspitzen","tag-buchauszug","tag-de-gruyter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=681577"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":681685,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681577\/revisions\/681685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=681577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=681577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=681577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}