{"id":680881,"date":"2022-10-27T06:56:01","date_gmt":"2022-10-27T04:56:01","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=680881"},"modified":"2022-10-27T10:40:58","modified_gmt":"2022-10-27T08:40:58","slug":"buchauszug-dorothea-assig-und-dorothee-echter-eines-tages-werden-sie-sehen-wie-gut-ich-bin-wie-karrieremythen-ihren-erfolg-blockieren-und-sie-dennoch-weiterkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/10\/27\/buchauszug-dorothea-assig-und-dorothee-echter-eines-tages-werden-sie-sehen-wie-gut-ich-bin-wie-karrieremythen-ihren-erfolg-blockieren-und-sie-dennoch-weiterkommen\/","title":{"rendered":"Buchauszug Dorothea Assig und\u00a0Dorothee Echter: \u201eEines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin!\u201c\u00a0Wie Karrieremythen Ihren Erfolg blockieren und Sie dennoch weiterkommen"},"content":{"rendered":"<h1>Buchauszug Dorothea Assig und\u00a0Dorothee Echter: \u201eEines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin!\u201c\u00a0Wie Karrieremythen Ihren Erfolg blockieren und Sie dennoch weiterkommen<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_680993\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-680993\" class=\"size-full wp-image-680993\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/AssigEchter.2022-Assig-Echter-e1666817904370.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"264\" \/><p id=\"caption-attachment-680993\" class=\"wp-caption-text\">Dorothee Echter und Dorothea Assig (Foto: Privat, Assig\/Echter)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Mythos: Gro\u00dfe Leistungen werden entdeckt und belohnt<\/h1>\n<h1>Wie der Mythos sich zeigt: \u00bbEines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin.\u00ab<\/h1>\n<p>Entdeckt zu werden, ist eine Allmachtsfantasie nach der Devise \u00bbIch bin so gro\u00dfartig, das muss doch gesehen werden\u00ab. Mit der Realit\u00e4t hat das wenig zu tun. Es sei denn, Sie wollen ins Modelbusiness, da gibt es Entdeckungen durch Scouts bei Spazierg\u00e4ngen oder im Caf\u00e9. F\u00fcr alle anderen gilt: Entdeckt zu werden, ist ein \u00e4u\u00dferst komplexer sozialer Prozess.<\/p>\n<p>In Unternehmen, in der Kunst, im Sport, \u00fcberall werden viele Menschen, die Au\u00dfergew\u00f6hnliches leisten, \u00fcbersehen. Ihre Leistungen bleiben unbeachtet, auch wenn sie f\u00fcr das Unternehmen oder f\u00fcr die Gesellschaft \u00e4u\u00dferst gewinnbringend sind. Sie gehen im Alltagsgesch\u00e4ft unter, die Menschen bleiben unsichtbar. So kann es geschehen, dass eine vielversprechende Karriere ins Stocken ger\u00e4t. Personalverantwortliche und Vorgesetzte suchen mit gro\u00dfem Aufwand die besten Talente. Doch wer gefunden werden will, muss sich zeigen. Diejenigen, die an den Entdecktwerden-Mythos glauben, sind stattdessen mit Arbeiten und Hoffen besch\u00e4ftigt. Iris Bohnet, Verhaltens\u00f6konomin und Professorin in Harvard, kommt zu dem Schluss: \u00bbDass Leistung entscheidend f\u00fcr die Karriere ist, ist ein Mythos\u00ab. (Anmerkung 19)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Arbeiten, h\u00e4rter arbeiten, weiterhoffen<\/h1>\n<p>Let\u2019s face it: Beste Ergebnisse allein f\u00fchren nicht zum Erfolg. Da hilft kein Trotz, keine Beschuldigung anderer, keine noch gr\u00f6\u00dfere Anstrengung. Denn herausragende Leistungen erbringen und Karriere machen sind zwei unterschiedliche Systeme.<\/p>\n<p>Zu Beginn einer Karriere ist Leistung die W\u00e4hrung, um gef\u00f6rdert zu werden. Ab dem mittleren Management reicht das nicht mehr, allenfalls ist es ausreichend, um den Status zu erhalten. Leistungsbeweise werden zunehmend unwichtiger, weil mit mehr Verantwortung \u2013 und schlie\u00dflich mit der Verortung im Topmanagement \u2013 Spitzenleistung vorausgesetzt wird. Entscheidend ist, ob die Ergebnisse mit Ihrem Namen verbunden sind. T\u00e4uschen Sie sich nicht, Arbeitsprozesse sind heute so komplex, dass dies keineswegs automatisch geschieht.<\/p>\n<p>Viele Menschen tragen zum Erfolg eines Unternehmens bei und schm\u00fccken sich damit. Was Ihr besonderer Beitrag, Ihr spezifisches K\u00f6nnen ist, m\u00fcssen Sie selbst beschreiben und kundtun. Was Sie nicht selbst mit gro\u00dfartigen, treffenden Worten benennen, das gibt es nicht \u2013 nicht einmal f\u00fcr Ihre direkten Vorgesetzten.<\/p>\n<p>Antonia G\u00f6tsch, Editor in Chief beim Fachmagazin Harvard Business Manager, pr\u00e4sentierte in ihrem Newsletter vom Februar 2022 eine entscheidende Studie f\u00fcr alle, die an den Leistungsmythos glauben: \u00bbDie meisten F\u00fchrungskr\u00e4fte kennen nur einen Bruchteil der Aufgaben, die ihr Team regelm\u00e4\u00dfig bearbeitet. Im Schnitt waren es 40 Prozent, wie eine Studie der Harvard Business School und Wharton School zeigt. In einem extremen Fall konnte die F\u00fchrungskraft sogar nur 4 Prozent der Aufgaben ihrer Mitarbeitenden beschreiben\u00ab.<\/p>\n<p>Wenn Ihre Vorgesetzten nicht einmal wissen, was Sie machen, dann erkennen sie auch nicht Ihre Erfolge. Sie k\u00f6nnen von allen in Ihrer direkten Umgebung anerkannt werden, aber es sind Vorgesetzte, die Ihre Karriere befl\u00fcgeln \u2013 oder auch nicht. Wer sich auf Leistungsbeweise f\u00fcr die weitere Karriere verl\u00e4sst, verkennt auch, dass \u00fcber Karrieren heutzutage von immer mehr Menschen entschieden wird. Je anspruchsvoller die Position ist, umso mehr Menschen sind an ihrer Besetzung beteiligt. Menschen, die Sie nicht einmal pers\u00f6nlich kennen. Allesamt mit h\u00f6chst unterschiedlichen Interessen, Themen und Kenntnissen, sodass sie Ihre fachliche Leistung nicht einmal beurteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00bbHier wissen alle, wie gut ich bin\u00ab, reden sich viele Menschen ein. Doch im Alltag werden Erfolge vergessen und auch der renommier- teste Preis verliert nach einiger Zeit an Glanz. Vergangene Erfolge sind f\u00fcr die anderen eben nur eins: vergangen. Sie haben dazu beigetragen, dass Ihr Kollege bef\u00f6rdert wurde? Vergessen. Sie haben die Verhandlungen f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Erfolg der Firmengeschichte gef\u00fchrt? Sie selbst wissen es, k\u00f6nnen sich aber nicht darauf verlassen, dass auch andere sich erinnern. Niemand wei\u00df auf Anhieb, welche Ehrungen, Preise und Erfolge Teammitglieder erreicht haben. Das bedeutet, Sie m\u00fcssen Ihre Erfolge im Alltag kommunizieren und in gro\u00dfe Worte fassen. \u00bbWir m\u00f6chten auf diesem Erfolgslevel gro\u00dfe Deals realisieren, deshalb bin ich daf\u00fcr, dass \u2026\u00ab Der Kontext, das Anliegen, um das es Ihnen geht \u2013 in diesem Fall, Big Deals zu erreichen \u2013, muss in jedem Gespr\u00e4ch, in jeder E-Mail, in jedem Meeting mitgeliefert werden, direkt oder indirekt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Treten Sie in Erscheinung<\/h1>\n<p>Claudia liebt alles an ihrem Job, vor allem den Kontakt zu den Auftraggebern vom ersten Telefonat bis hin zur Abschlussbewertung. Sie leitet ein Team in einem gro\u00dfen Catering-Unternehmen. Ganz besonders stolz ist sie darauf, dass aus jedem einzelnen Auftrag, den sie erledigt, neue Empfehlungen entstehen. Egal, ob alles perfekt geklappt hat oder es auch mal Beschwerden gab. Sie hat es genau mitverfolgt: Aus den letzten 22 Events, f\u00fcr die sie in diesem Jahr bisher verantwortlich war, konnten knapp 100 neue Leads (Kundenanfragen) und \u00fcber 20 neue Auftr\u00e4ge generiert werden. Das sind im Vergleich zu \u00e4hnlichen Unternehmen sensationelle Zahlen!<\/p>\n<p>Claudia w\u00fcrde gern noch mehr mit noch gr\u00f6\u00dferen, wichtigeren Kunden zu tun haben und weniger mit der organisatorischen Abwicklung. Sie k\u00f6nnte sich vorstellen, eine neue regionale Niederlassung zu gr\u00fcnden und zu leiten. Da die bisherigen Erfolge nicht ihr zugerechnet werden, sondern ihrem Chef Gerd, h\u00e4ngt sie sich noch mehr rein. Sie will ihm beweisen, wie gut sie ist, und legt ihm ihre Zahlen vor. Ihr Chef freut sich: \u00bbWeiter so! Leute wie dich brauchen wir. Aber jetzt entschuldige mich, ich muss in ein wichtiges Kundengespr\u00e4ch. Stell dir vor, es ist Herr Meyer vom Meyer-Konzern.\u00ab Und weg ist er.<\/p>\n<p>Herrn Meyer hat Claudia mit gro\u00dfer Expertise pers\u00f6nlich angeworben. \u00bbUnversch\u00e4mtheit!\u00ab, denkt Claudia und schreibt auf der Stelle eine emp\u00f6rte E-Mail: \u00bbLieber Gerd, mir geht es genau darum, dass du meine Leistung nicht w\u00fcrdigst. Wei\u00dft du \u00fcberhaupt, dass ich es war, die den Kontakt zwischen dir und Herrn Meyer hergestellt hat? Und dass ich dir in diesem Jahr schon mehr als 90 Kundengespr\u00e4che verschafft habe? Wie viele Kunden hast du eigentlich neu akquiriert? Ich arbeite 60 Stunden die Woche und bringe der Firma sattes Umsatzwachstum. Du willst mich da behalten, wo ich jetzt bin. Aber ich kann so viel mehr. Deshalb fordere ich eine Bef\u00f6rderung innerhalb von zw\u00f6lf Monaten. Gru\u00df, Claudia.\u00ab<\/p>\n<p>Warum k\u00f6nnen andere, oft nicht einmal Vorgesetzte, Erfolge kaum zuordnen? Weil zu viele Menschen und Faktoren beteiligt sind und sich die Erfolgsdynamiken und Prozesse st\u00e4ndig \u00e4ndern. Was haben die anderen Teammitglieder bewirkt? Was das neue CRM-System? Wie haben sich die Ideen dieses Social-Media-Marketers ausgewirkt? Welchen Einfluss hatte die Mikrokonjunktur? Was war Zufall und was die eigene Ausstrahlung? Zu behaupten, Claudia habe hier bewiesen, dass sie auf der Basis ihres exzellenten K\u00f6nnens und ihrer besonderen Kommunikationsbegabung das Firmenergebnis innerhalb eines Jahres um fast ein Viertel nach oben gebracht habe, wird ohne Claudias explizite Erl\u00e4uterung nicht gesehen. Was allerdings sehr wohl wahrgenommen und bewertet werden kann, ist Claudias Verhalten, wenn ihr Erfolg nicht gew\u00fcrdigt wird: n\u00f6rgeln, beschuldigen und Anerkennung einfordern. So jemand wird f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Aufgaben sicher nicht entdeckt.<\/p>\n<p>Wenn die wichtigen Entscheider*innen nicht sehen, wie herausragend der eigene Beitrag ist, ist das schmerzhaft. Manchmal braucht es viel Zeit, sich einzugestehen: \u00bbVon Vorgesetzten und Personalverantwortlichen werde ich untersch\u00e4tzt.\u00ab Die eigenen Mitarbeiter, Klient*innen und Kolleg*innen sind l\u00e4ngst zu Fans geworden, die Arbeit selbst ist befriedigend, die Ergebnisse sind spektakul\u00e4r. Die Erkenntnis, trotz tats\u00e4chlicher Erfolge von denen \u00fcbersehen zu werden, die sie entdecken sollten, wird von den Betroffenen lange verdr\u00e4ngt. Schlie\u00dflich resignieren sie, beklagen sich, fordern Anerkennung ein und suchen nach Erkl\u00e4rungen, warum sie keine Wertsch\u00e4tzung erfahren. Chefs, die Unternehmen \u2013 oder gleich die ganze Welt \u2013 scheinen ein Irrenhaus zu sein. \u00bbMindestens die H\u00e4lfte ist leicht irre, es gibt aber auch schwere F\u00e4lle.\u00ab Diese Schlussfolgerung ist ebenso popul\u00e4r wie t\u00fcckisch. Sie wird durch Ver\u00f6ffentlichungen verst\u00e4rkt und bringt Menschen dazu, den Grund f\u00fcr ihre Frustration bei anderen zu suchen, statt selbst f\u00fcr ihre Sichtbarkeit und Anerkennung zu sorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-680994\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/cover.assigechter2022.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/cover.assigechter2022.jpg 350w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/cover.assigechter2022-197x300.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"h6\"><strong><a class=\"link-black\" href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Autor\/Dorothea-Assig\/p737148.rhd\">Dorothea Assig<\/a>,\u00a0<a class=\"link-black\" href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Autor\/Dorothee-Echter\/p737149.rhd\">Dorothee Echter: <\/a><\/strong><strong>\u201eEines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin!\u201c\u00a0<\/strong><strong>Wie Karrieremythen Ihren Erfolg blockieren und Sie dennoch weiterkommen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Der Prozess des Sichtbarwerdens<\/h1>\n<p>Der Entdecktwerden-Mythos ist eine Erfolgsbremse, die von der Vorstellung lebt, andere Menschen seien f\u00fcr Ihre Karriere verantwortlich, in der Lage, willens oder gar verpflichtet, Ihre Leistung zu erkennen, korrekt zu benennen und Sie als F\u00fchrungskraft zu entdecken. Hier schlie\u00dft sich nahtlos Mythos 5 \u00bbKarriereplanung ist Sache des Unternehmens\u00ab an. Wodurch sollten Sie anderen auffallen? Warum sollten sich andere die M\u00fche machen, Ihre Erfolge zu erkennen, zu benennen, anderen davon zu berichten und Sie zu f\u00f6rdern? Um entdeckt zu werden, m\u00fcssen Sie selbst den komplexen Prozess des Sichtbarwerdens gestalten. Daf\u00fcr brauchen Sie ein entsprechendes Verhaltensrepertoire.<\/p>\n<p>Das Feld, in dem eine Leistung erbracht wird, ist ein anderes als das, von dem Anerkennung ausgeht. Doch was ist \u00fcberhaupt ein \u00bbFeld\u00ab? Ein Feld ist ein Personenkreis mit einer speziellen Agenda. Wenn die Beraterin von ihren Seminarteilnehmer*innen hochgelobt wird, aber die Entscheider*innen und Auftraggeber*innen das nicht interessiert, weil es als selbstverst\u00e4ndlich gilt. Wenn der Ingenieur seinen Projektvorschlag, mit dem Millionen eingespart werden k\u00f6nnen, dem Vorstand schickt, aber dieser ihn dennoch nicht zu seiner samst\u00e4glichen Golfrunde einl\u00e4dt. Wenn das interne Konzernberatungsteam bei einer \u00e4u\u00dferst schwierigen Zielgruppe unbestrittene Erfolge erzielt und beim Topmanagement selbst als \u00bbschwierig\u00ab gilt, dann kann die Hoffnung auf Anerkennung nicht erf\u00fcllt werden. Diese beiden Felder k\u00f6nnen so unterschiedlich sein, dass es nicht einmal eine gemeinsame Sprache gibt.<\/p>\n<p>In diesem Feld wird die Leistung erbracht:<br \/>\n\u00bbEr hat das neue Unternehmen integriert.\u00ab<br \/>\n\u00bbSie konnte 30 Prozent Wachstum erreichen.\u00ab<br \/>\n\u00bbEr hat seinen Bonus wirklich verdient.\u00ab<br \/>\n\u00bbSie ist ein Vorbild an Disziplin.\u00ab<br \/>\n\u00bbEr macht jedes Projekt erfolgreich.\u00ab<br \/>\n\u00bbDeshalb hat sie diese hervor- ragende Jahresbewertung bekommen.\u00ab<\/p>\n<p>In diesem Feld entsteht Anerkennung:<br \/>\n\u00bbEr versteht es, Menschen zu verbinden.\u00ab<br \/>\n\u00bbSie hat mich neulich eingeladen.\u00ab<br \/>\n\u00bbEr hat mir gratuliert.\u00ab<br \/>\n\u00bbSie bringt die interessantesten Personen zusammen.\u00ab<br \/>\n\u00bbEr ist ein sehr aufmerksamer Zuh\u00f6rer.\u00ab<br \/>\n\u00bbSie wei\u00df unsere Anstrengung zu w\u00fcrdigen.\u00ab<\/p>\n<p>Das Feld, auf dem Ihre Leistung gilt, ist nicht das Feld, auf dem Ihre Karriere gemacht wird. Im Alltag ist es manchmal schwer zu erkennen, denn es kann in beiden Feldern positiv \u00fcber Sie gesprochen werden. Sie werden beide Male gesehen. Beides motiviert. Beides verhei\u00dft Anerkennung. Erkennen Sie, wie Sie gesehen werden? Ob als Erfolgsversprechen oder als Leistungsversprechen?<\/p>\n<p>Wie sich der Mythos mit Ihren inneren Widerst\u00e4nden verb\u00fcndet und Ihrer Karriere schadet: \u00bbWenn niemand meine Erfolge sieht, bettle ich nicht um Anerkennung.\u00ab<\/p>\n<p>Manche Menschen sch\u00e4men sich, sie f\u00fchlen sich wie Bittsteller oder Angeber*innen, weil sie ihren Erfolg selbst benennen m\u00fcssen. Sie gehen davon aus, zum Erfolg geh\u00f6re es, dass andere ihre Leistung sehen und feiern. Es kommt fast einem gesellschaftlichen Tabu gleich, dass die eigene Gro\u00dfartigkeit selbst herausgestellt werden muss.<br \/>\nIhrem inneren Widerstand folgend, argumentieren sie: \u00bbIch habe es nun wirklich nicht n\u00f6tig, mich zu pr\u00e4sentieren. Das sollen andere f\u00fcr mich tun.\u00ab Und: \u00bbQualit\u00e4t sollte f\u00fcr sich selbst sprechen.\u00ab<\/p>\n<p>Solange es keine Gewohnheit ist, auf eigene Erfolge hinzuweisen, ist es kr\u00e4nkend, exzellente Leistungen zu erbringen und sich dennoch erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen. \u00bbIch arbeite hart und gut, meine Leistung wird aber nicht wertgesch\u00e4tzt \u2013 und dann soll ich auch noch Wohlwollen ausl\u00f6sen?\u00ab Stimmt genau. Was ist so schwer daran, selbst daf\u00fcr zu sorgen? Wie kommt es zu diesem l\u00e4hmenden Widerwillen, die eigene Gr\u00f6\u00dfe zu kommunizieren und ein Repertoire zu entwickeln, mit dem Sie in Erscheinung treten k\u00f6nnen? Hier ein paar m\u00f6gliche Ursachen:<br \/>\n\u2022 Sie f\u00fcrchten, Ihre soziale Zugeh\u00f6rigkeit zu verlieren, wenn Sie \u00bbabheben\u00ab.<br \/>\n\u2022 Bescheidenheit geh\u00f6rt zu Ihren Werten. Sie m\u00f6chten sich nicht \u00fcber andere erheben.<br \/>\n\u2022 Sie zweifeln insgeheim an Ihren F\u00e4higkeiten. Wenn Sie endlich entdeckt w\u00fcrden, w\u00e4re das eine Zertifizierung durch die Anerkennung von au\u00dfen.<br \/>\n\u2022 Sie tr\u00e4umen, wenn der Erfolg endlich \u2013 von au\u00dfen \u2013 zu Ihnen gekommen sei, w\u00e4re automatisch auch das K\u00f6nnen da, damit um- gehen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n\u2022 Sie sehen es als ein Zeichen von Erfolg, dass Sie es nicht n\u00f6tig haben, sich zu pr\u00e4sentieren, weil es in Ihrer Karriere bisher immer von allein aufw\u00e4rts gegangen ist.<br \/>\n\u2022 Sie sind gekr\u00e4nkt, weil Sie so erfolgreich sind, aber dennoch f\u00fcr die Anerkennung selbst sorgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn Ihnen der eine oder andere dieser Gedanken bekannt vor- kommt, kennen Sie Ihre inneren Widerst\u00e4nde. Das kollektive Mantra lautet: \u00bbIch bin kein*e Selbstvermarkter*in. Ich warte lieber.\u00ab Sie wollen nicht werden wie jene, die st\u00e4ndig \u00fcber sich selbst sprechen, Erfolge nur f\u00fcr sich verbuchen, sich nur den M\u00e4chtigen gegen\u00fcber gro\u00dfz\u00fcgig und sympathisch zeigen, sich untereinander vergleichen, ohne sich dabei wirklich f\u00fcr andere zu interessieren. Doch das eine geht nicht zwangsl\u00e4ufig mit dem anderen einher: Menschen k\u00f6nnen sich karrierebewusst verhalten und trotzdem empathisch sein. Der egozentrische Selbstvermarkter ist ein Geistwesen, er wandert in der kollektiven Widerstandsfantasie herum und sobald sich jemand nur ansatzweise so verh\u00e4lt, ist sofort klar: \u00bbIch geh\u00f6re zu den Guten und w\u00fcrde so etwas nie tun! Dieses Verhalten lehne ich komplett ab.\u00ab<\/p>\n<p>Wenn Sie mit Ihrem K\u00f6nnen die Welt besser machen wollen, brauchen Sie Einfluss und Renommee. Sie finden, es braucht eine schnelle Entwicklung von Wasserstoffantrieben f\u00fcr Schiffsmotoren, und arbeiten daran als Softwareentwicklerin erfolgreich und f\u00fchrend mit? Dann m\u00fcssen Sie das genau so sagen. Nur mit pr\u00e4zisen Worten bieten Sie anderen eine sichere Orientierung, wof\u00fcr Sie stehen und wohin Sie geh\u00f6ren. Sie k\u00f6nnen nicht wollen, dass jemand \u00fcber Sie sagt: \u00bbIch kenne da eine IT-Frau, die hat irgendwie mit Schiffen zu tun und die ist gar nicht so schlecht.\u00ab Um Ihr Anliegen in die Welt zu bringen, brauchen Sie klare und gro\u00dfe Worte, die ein- flussreiche Menschen exakt so weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>Wie Menschen sich selbst beschr\u00e4nken oder die eigenen Karrierew\u00fcnsche sabotieren, ist \u00e4u\u00dferst trickreich.<\/h1>\n<p>Karriereambitionen l\u00f6sen starke Gef\u00fchle aus. Bei Ihnen selbst und bei den Menschen in Ihrer Umgebung. St\u00e4ndig \u00e4ndern sich Menschen, aber bei gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen, wie dem n\u00e4chsten Karriereschritt, werden gleichzeitig Zuversicht und \u00c4ngste mobilisiert.<br \/>\nMenschen brauchen innere Widerst\u00e4nde, damit sie sich nicht zu viel zumuten. Sie bewahren Sie vor dem Scheitern und vor zu gro\u00dfen Herausforderungen. Manchmal erweisen sich innere Wider- st\u00e4nde aber auch als selbstsch\u00e4digend \u2013 und zwar, wenn sie sich mit den Karrieremythen verbinden. Dann k\u00f6nnen Menschen mit gro\u00dfen Talenten sich von ihren Karrierew\u00fcnschen abbringen lassen.<\/p>\n<p>Zwischen mir und meiner Karriere stehe(n) \u2026<\/p>\n<p>\u2026 ich. Die eigene Karriere wird mehr von der eigenen Person behindert oder forciert, als Menschen sich vorstellen k\u00f6nnen. Manchmal erscheint es so, als ob sich Menschen mit aller Kraft gegen ihre Karrierew\u00fcnsche stemmten. Sie haben das K\u00f6nnen, eine Ambition, und dann wollen sie keine Kontakte pflegen, stellen keine N\u00e4he her, halten ihre Vorgesetzten f\u00fcr miese Typen und ihre Unternehmen f\u00fcr r\u00fccksichtslos, Ver\u00e4nderungen f\u00fcr verwerflich et cetera. Und dennoch w\u00fcnschen sie sich nichts mehr, als dass eines Tages erkannt wird, wie gut sie sind und sie endlich bef\u00f6rdert und gefeiert werden.<\/p>\n<p>\u2026 vertraute Menschen. Manchmal gibt es ein regelrechtes Gerangel, um jemanden von seinen Karriereambitionen abzuhalten: \u00bbDu willst wegen deiner Karriere nach New York ziehen? Hast du dir gut \u00fcberlegt, was passiert, wenn du scheiterst?\u00ab, fragen Sie besorgte enge Freundinnen und Freunde. Ihre Familie ist in Alarmbereitschaft:<br \/>\n\u00bbWillst du uns etwa zur\u00fccklassen?\u00ab \u00bbZur\u00fccklassen\u00ab ist hier das entscheidende Wort. Es muss als Narrativ aus der Herkunftsfamilie verstanden werden und wirkt wie eine Trance, die W\u00fcnsche verschwimmen l\u00e4sst und \u00c4ngste vor dem eigenen Mut mobilisiert. Menschen bleiben ihren Narrativen treu, wenn sie sie nicht erkennen, weil sie ihnen vertraut sind und Sicherheit bieten. Sich daraus zu erheben, ist auch ein Abschied aus der Macht famili\u00e4rer Dynamik.<\/p>\n<p>Jo Nesb\u00f8, der norwegische Krimischriftsteller, hat \u00fcber Familien- und andere Narrative geschrieben: \u00bbEs hei\u00dft, dass die Geschichten, die wir uns wieder und wieder erz\u00e4hlen, die mehr oder weniger wahren Berichte \u00fcber das, was uns und anderen widerfahren ist, der Kitt einer jeden Familie, jedes Freundeskreises, jeder Gesellschaft ist. (Anm. d. Autorinnen: und auch jedes Unternehmens!) Dass diese Geschichten best\u00e4tigen, wer wir sind, oder pr\u00e4ziser: wer wir sein wollen. Aber wenn das so ist, warum spricht man dann mit viel gr\u00f6\u00dferem Enthusiasmus und viel mehr Herzblut \u00fcber die Niederlagen als \u00fcber die Siege, in denen wir uns sonnen k\u00f6nnten? Ist es damit zu erkl\u00e4ren, dass Niederlagen und Dem\u00fctigungen st\u00e4rkere gemeinsame Gef\u00fchle wecken? Bindet uns die Trag\u00f6die \u2013 als eine Art evolution\u00e4re \u00dcberlebensstrategie \u2013 enger zusammen als der Triumph und erf\u00fcllt damit die Kriterien einer guten Geschichte?\u00ab<\/p>\n<p>\u2026 untaugliche Karriereaktivit\u00e4ten. Manchmal wird die L\u00f6sung f\u00fcr einen Karrierestillstand dort gesucht, wo die Karriere erst recht verhindert wird. Wenn eine junge Ingenieurin auf LinkedIn mit viel M\u00fche Weisheitslehren gro\u00dfer Meister verk\u00fcndet, hat sie zwar Follower, aber ihre berufliche Ambition wird auf diese Weise nicht gesehen. Auch der freigestellte 40-j\u00e4hrige Vertriebler, der pomp\u00f6s verk\u00fcndet, dass er jetzt Zeit f\u00fcr sich braucht und er deshalb eine lange Coaching-Ausbildung im Ausland machen wird, findet so keine neue Position. Erkennen Sie die Karrieremythen, denen Sie anh\u00e4ngen und die Sie von weiteren Karriereschritten abhalten!<\/p>\n<p>\u2026 Ehrgeiz. Menschen aus der zweiten Reihe, in exponierten Positionen oder mit einer erf\u00fcllenden Fachaufgabe, die gl\u00fccklich und anerkannt sind, kommen leicht auf die Idee, auch die n\u00e4chsth\u00f6here Position meistern zu k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnten das bestimmt, nur \u2013 ist es wirklich der richtige Platz f\u00fcr sie? Es braucht nicht immer den Aufstieg, auch eine horizontale Ver\u00e4nderung kann erf\u00fcllend sein.<\/p>\n<p>\u2026 Entertainment. Wer nicht den Kern des Karrierestillstands erkennt, sondern stattdessen zum Beispiel eine Coaching-Ausbildung bei einem Esoterik-Guru macht, f\u00fchlt sich zwar bestens unterhalten, schadet aber seiner Karriere, weil das Renommee fehlt. Diese Besch\u00e4ftigungen bes\u00e4nftigen das Unterbewusstsein, das einerseits nach Ver\u00e4nderung strebt und gleichzeitig die Komfortzone nicht verlassen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-680941\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/assig.Bild1_WieMenschen_sich_selbst_beschraenken-002.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"520\" \/><\/p>\n<p>Abbildung 1: Wie Menschen sich selbst beschr\u00e4nken oder in ihren Karrierew\u00fcnschen sabotieren, ist \u00e4u\u00dferst trickreich<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Ausbildungsfalle<\/strong><\/p>\n<p>Mit einer zus\u00e4tzlichen Ausbildung bessere Karrierechancen zu haben \u2013 dieser Glaube rankt sich bis hinauf in die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungsebene. Die kaufm\u00e4nnische Leiterin macht lieber eine Weiterbildung zur zertifizierten Aufsichtsr\u00e4tin, weil sie nicht wei\u00df, dass f\u00fcr diese Position ihre Kompetenz l\u00e4ngst als erwiesen gilt und die Erfolgsw\u00e4hrung daf\u00fcr eine andere ist: ihre Reputation und viele hochkar\u00e4tige Kontakte.<\/p>\n<p>Die IT-Spezialistin denkt, sie w\u00fcrde in ihrem Unternehmen nicht bef\u00f6rdert, weil sie nur einen Masterabschluss gemacht hat. H\u00e4tte sie auch den Doktortitel, w\u00e4re sie bestimmt schon l\u00e4ngst weiter. Sie wurde neulich von ihrem Personalmanager gefragt, warum sie eigentlich nicht promoviert habe. Au\u00dferdem ist sie von promovierten Mathematikern umzingelt, die alle eine h\u00f6here Position innehaben als sie. Sie strebt deswegen neben ihrem Job ebenfalls eine Promotion an. Angefeuert wird die Ausbildungsfalle durch Bemerkungen wie diese:<\/p>\n<p>\u2022 \u00bbNur noch diese eine Ausbildung, dann kommt die Karriere sofort in Schwung.\u00ab<br \/>\n\u2022 \u00bbAm besten sind die teuren Ausbildungen. Und das Geld daf\u00fcr holst du im Nu wieder rein, wenn du erst einmal aufgestiegen bist.\u00ab<br \/>\n\u2022 \u00bbJe aufwendiger, desto besser: Was sind schon diese f\u00fcnf Jahre f\u00fcr die Promotion angesichts deiner Traumkarriere?\u00ab<br \/>\n\u2022 \u00bbEin Aufsichtsratsmandat bekommen Sie eher, wenn Sie eine Aufsichtsratsausbildung gemacht haben.\u00ab<\/p>\n<p>Dass Sie auf der H\u00f6he der Zeit sind, an ihrer Qualit\u00e4t st\u00e4ndig arbeiten, geh\u00f6rt zu Ihrer Ambition. Wenn Sie Ihr K\u00f6nnen vervollkommnen m\u00f6chten, suchen Sie sich eine zu Ihrer Ambition passende M\u00f6glichkeit. Das ist sehr oft gar keine Weiterbildungsma\u00dfnahme, sondern eine neue zus\u00e4tzliche Aufgabe, ein Onlinekurs oder ein Jobwechsel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Die Anstrengungsfalle<\/h1>\n<p>Es ist eine Gewohnheitsschleife: Arbeit verlangt nach mehr Arbeit und alles wird dem Arbeitsmodus untergeordnet. Das Anstrengungsgehirn fragt nicht: \u00bbWozu sollte das gut sein?\u00ab Im Gegenteil, sich Zeit zu nehmen f\u00fcr einen Museumsbesuch oder ein ausf\u00fchrliches Freund*innen-Telefonat, erscheint vor diesem Hintergrund geradezu l\u00e4cherlich, wenn doch gro\u00dfe Themen, Vortr\u00e4ge oder wichtige Entscheidungen warten.<br \/>\nArbeit beruhigt. Wenn es schwierig wird, sind Sie mit Ihrem Leistungsethos zur Stelle. Weil Sie Sicherheit, Kontrolle und Routine \u00fcber alles lieben, setzen Sie sich gern Ziele. Diese Anstrengung beruhigt Sie, weil alles in Bewegung ist. Nur Ihre Karriere nicht, daf\u00fcr bleibt keine Zeit &#8230;<br \/>\nErst wenn die Anstrengungen zu Lernschritten werden, die der eigenen Ambition dienen, f\u00fchren sie zu Erfolgen.<br \/>\nWer die eigene Ambition sp\u00fcrt, wenn auch noch so vage, kennt die Sehnsucht danach, sie ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen und daf\u00fcr gefeiert zu werden. Wer wollen Sie sein? Wie wollen Sie leben? Was wollen Sie in die Welt bringen? Wohin m\u00f6chte Ihre Ambition Sie f\u00fchren?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-680940\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/10\/assig.Bild2_Wie-Anstrengungen_zu_Karriereerfolgen_fuehren-002.jpg\" alt=\"\" width=\"387\" height=\"496\" \/><br \/>\nAbbildung 2: Wie Anstrengungen zu Karriereerfolgen f\u00fchren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihre Karrierestrategie: Sprechen Sie gro\u00dfartig \u00fcber sich selbst. Sprechen Sie noch gro\u00dfartiger \u00fcber andere Menschen.<\/p>\n<p>In dieser ersten Phase ihrer Karriere k\u00f6nnen viele Menschen ihre Ambition noch nicht genau oder gar nicht benennen. Sie haben kein pers\u00f6nliches Branding und ihr K\u00f6nnen ist noch nicht zu einer einzigartigen Gr\u00f6\u00dfe geworden. Menschen, die bereits mit 18 oder 25 Jahren gro\u00dfe Erfolge erzielen, gibt es nat\u00fcrlich, sie sind jedoch Ausnahmen. Es ist nicht m\u00f6glich, berufliche Entwicklungsschritte zu \u00fcberspringen. Es geht zun\u00e4chst um Lernen, harte Arbeit, Anpassung und die Identifizierung der eigenen Talente.<\/p>\n<p>Erkennen Sie Ihre Gr\u00f6\u00dfe<\/p>\n<p>Ihr K\u00f6nnen ist so einzigartig, dass andere nicht einmal wissen, dass es diese F\u00e4higkeit<\/p>\n<p>\u00fcberhaupt gibt, geschweige denn, warum sie so herausragend ist. Deshalb brauchen Ihre Mitmenschen ein Erfolgsnarrativ statt Schilderungen von T\u00e4tigkeiten. F\u00fcr dieses Konzeptualisieren und Priorisieren gelten diese Grundregeln:<\/p>\n<p>\u2022 Beschreiben Sie Ihr Wirken im Kontext und aus Ihrer Rolle her- aus. Kompetenzen wie Team- oder F\u00fchrungsf\u00e4higkeit sind wertvoll f\u00fcr die erste F\u00fchrungsfunktion, danach nicht mehr.<br \/>\n\u2022 Beschreiben Sie Ihr K\u00f6nnen ausschlie\u00dflich positiv, nicht vergleichend, und ohne zu l\u00fcgen.<br \/>\n\u2022 Priorisieren Sie und lassen Sie alle Details weg.<br \/>\n\u2022 W\u00e4hlen Sie ein hohes Abstraktionsniveau.<\/p>\n<p>So z\u00e4hlt Jenni nicht einfach alle Banalit\u00e4ten und Aktivit\u00e4ten auf: \u00bbDann bin ich nach Rom gefahren und habe dieses Expertengespr\u00e4ch gef\u00fchrt, und dann habe ich die Konstruktionszeichnung mit Prof. Neumann von der TU durchgesprochen und bin auch noch mal mit den Materialleuten zusammengekommen.\u00ab Stattdessen sollte sie lieber sagen: \u00bbUnsere Br\u00fcckenkonstruktion soll nicht nur \u00e4sthetisch ansprechend, sondern auch vollkommen sicher sein und Jahrhunderte \u00fcberdauern. Ich habe jedes Wissen genutzt, um alles zu evaluieren. Jetzt entspricht die Konstruktion meinen Qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4ben.\u00ab<br \/>\nIhr Branding lautet dann: \u00bbBr\u00fcckenkonstruktionen von h\u00f6chster \u00c4sthetik und sicherster Bauqualit\u00e4t.\u00ab Das ist ihr pers\u00f6nlicher Erfolgscode.<br \/>\nSie schreiben auch nicht kurz: \u00bbHier ist der Vertragsabschluss, den der Aufsichtsrat nur noch unterschreiben muss\u00ab, denn dann hei\u00dft es nur: \u00bbJa, danke\u00ab \u2013 und das war\u2019s. Wie es richtig geht, hat Dr. Doris M\u00e4rtin in ihrem wegweisenden Buch Habitus (Anmerkung 23) beschrieben: welche Bedeutung Sprache als entscheidendes Kapital f\u00fcr den Erfolgshabitus hat \u2013 sich sprachlich Raum zu nehmen, ohne \u00fcberbordende Redelust.<\/p>\n<p>Was Sie sagen oder schreiben, ist Folgendes: \u00bbDieser Vertragsabschluss ist in einem \u00e4u\u00dferst schwierigen politischen Umfeld zustande gekommen. Drei andere hochkar\u00e4tige Mitbewerber wollten auch diesen Auftrag in Venezuela gewinnen. Mir ist es gelungen, weil ich von Anfang an glaubw\u00fcrdig in meinen Aussagen war, keinen Druck aufgebaut habe und immer diskret geblieben bin. Ich habe Ruhe bewahrt, weil ich in schwierigen Verhandungssituationen immer zur diplomatischen Hochform auflaufe. Damit komme ich zu Verhandlungsabschl\u00fcssen. Die drei Verhandlungsjahre haben sich f\u00fcr diesen 100-Millionen-Auftrag gelohnt.\u00ab<\/p>\n<p>Ihr Branding lautet dann: \u00bbreibungslose Verhandlungen f\u00fcr gro\u00dfartige Ergebnisse\u00ab oder auf Englisch \u00bbsmooth negotiations for great results\u00ab. Das ist Ihr pers\u00f6nlicher Erfolgscode. Wenn Sie f\u00fcr ein deutsches Unternehmen mit deutschen Kunden arbeiten, etwa im regionalen Mittelstand, muss Ihr Branding zum Beispiel auf LinkedIn oder in Ihrem Lebenslauf deutsch formuliert sein; sind Sie in einer international t\u00e4tigen Company t\u00e4tig, ist eine Formulierung auf Englisch oder auch auf Englisch und Deutsch wichtig.<\/p>\n<p>Achim erl\u00e4utert seinen Erfolg so: \u00bbBereits nach zwei Jahren waren wir wieder in der Gewinnzone \u2013 geplant hatten wir daf\u00fcr jedoch mehr als drei Jahre. Die internen Voraussetzungen und das externe Umfeld f\u00fcr den Turnaround waren \u00e4u\u00dferst schwierig, aber welches Umfeld ist heute schon leicht? Wir haben \u00e4u\u00dferst wirksame neue Gesch\u00e4ftsideen entwickelt, die unser Kerngesch\u00e4ft erg\u00e4nzen und extrem gut eingeschlagen haben. So hat sich auch unser Kerngesch\u00e4ft in kurzer Zeit wieder erholt. Mir war es wichtig, auf das K\u00f6nnen der Menschen zu setzen, und das hat sich direkt ausgezahlt.\u00ab<br \/>\nSein Branding lautet: \u00bbRessourcen mobilisieren, die Wende gestalten\u00ab oder \u00bbMultiple resource turnaround\u00ab. Das ist sein pers\u00f6nlicher Erfolgscode.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Sprechen Sie gro\u00dfartig \u00fcber sich selbst<\/h1>\n<p>Decodieren Sie Ihren Erfolg und setzen Sie damit die Anerkennung-f\u00fcr-Erfolge-bekommen-Dynamik in Gang: Die innere Ver\u00e4nderung f\u00fchrt zur \u00e4u\u00dferen Verhaltens\u00e4nderung, damit viele Menschen positiv und treffend \u00fcber Sie sprechen k\u00f6nnen. Von diesen Gespr\u00e4chen \u00fcber Sie in Small Talks, Pr\u00e4sentationen, Telefonaten erfahren Sie nichts. Sie k\u00f6nnen nicht kontrollieren, wie andere \u00fcber Sie sprechen. Beeinflussen k\u00f6nnen Sie es schon. Ihr pers\u00f6nliches Branding ist f\u00fcr Sie selbst eine sichere Verortung und f\u00fcr andere eine Regieanweisung, wie Ihre Arbeit zu verstehen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Sprechen Sie gro\u00dfartig \u00fcber andere<\/h1>\n<p>Sie wollen empfohlen werden? Dann entdecken Sie Ihrerseits das K\u00f6nnen anderer und empfehlen Sie sie. Nutzen Sie die gr\u00f6\u00dften Worte, die Ihnen einfallen, sodass Sie die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6hen, dass diese entdeckt werden, denn so bauen Sie um sich herum ein Erfolgsumfeld auf:<br \/>\n\u2022 Bewundern Sie andere in deren Gegenwart oder wenn sie nicht dabei sind.<br \/>\n\u2022 Schreiben Sie Bravo-E-Mails und Gratulationskarten. Machen Sie Komplimente.<br \/>\n\u2022 Feiern Sie die Erfolge anderer.<br \/>\n\u2022 Stellen Sie Menschen einander mit gro\u00dfen Zuschreibungen vor. Verbinden Sie Menschen, die sich kennen sollten.<\/p>\n<p>Eine wirksame M\u00f6glichkeit, Gemeinsamkeit herzustellen und gleichzeitig positiv \u00fcber andere und \u00fcber sich selbst zu sprechen, ist es, Ihr eigenes Branding auch anderen Menschen zuzuschreiben \u2013 es wirkt dann umso st\u00e4rker als Aussage einer Autorit\u00e4t. Es bedeutet, dass Sie diese Qualit\u00e4t bei anderen beurteilen k\u00f6nnen. Die W\u00e4hrung f\u00fcr Wertsch\u00e4tzung ist Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Denken Sie langfristig<\/h1>\n<p>Ist es richtig, ins Ausland zu wechseln? Einen MBA anzustreben oder sich selbstst\u00e4ndig zu machen? Ein Buch zu schreiben? Von der Beratung in die Operative oder umgekehrt zu wechseln? Ant- worten auf diese Fragen gibt nicht losgel\u00f6st von Ihrer Karriereambition. An eine amerikanische Universit\u00e4t zu wechseln, ist eine gute Idee, falls \u2013 und nur falls! \u2013 es dort die wichtigsten Forscher*innen in Ihrem Feld gibt. Als Beraterin zus\u00e4tzlich zur vorhandenen Qualifikation ein MBA-Studium abzuschlie\u00dfen, scheint dagegen eher in den Bereich \u00bbHobbys\u00ab zu fallen.<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt ist, ob eine Ver\u00e4nderung Sie n\u00e4her mit den wichtigen Pers\u00f6nlichkeiten und Ihren Karrierew\u00fcnschen zusammenbringt.<br \/>\nIn wenigen speziellen Bereichen kann und muss die Karriereentwicklung schnell gehen, etwa im Sport. Hier ist das Leistungsniveau sofort eindeutig zu erkennen und eine Karriere oft mit 35 Jahren bereits beendet. Eine feste Regel gibt es aber nicht. Ambitionierte Menschen halten sich nicht mit F\u00fcnfjahrespl\u00e4nen auf, sie nehmen den Prozess an und entwickeln ihr Talent. (Fu\u00dfnoten im Buch)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-680760\" class=\"post-680760 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-auslander tag-bezuege tag-dax tag-dax-vorstande tag-deutsche-bank tag-deutsche-schutzvereinigung-fur-wertpapierbesitz-dsw tag-frauen tag-linde tag-quiagen tag-technische-universitaet-muenchen-tum tag-vorstandinnen\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/pressemeldungen\/blogger-relevanzindex-das-sind-deutschlands-top-100-blogs\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-680063\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/06\/Wiwo.top_.10.blog_.2022.Blogger-Relevanzindex_Top-10-Blogs-2022.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"primary\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-679588\" class=\"post-679588 post type-post status-publish format-standard hentry category-allgemein tag-arbeitsbedingung tag-arbeitsklima tag-betriebsklima tag-big-quit tag-ey-ernst-young tag-fachkraftemangel tag-gehalt tag-great-resignation tag-jobwechsel tag-kundigung tag-kuendigungsabsicht tag-loehne tag-umfrage\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/52884\/5255623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"at-below-post addthis_tool\" data-url=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/09\/01\/680577\/\" data-title=\"Quiet Quitting: Warum Arbeitgeber schlaflose N\u00e4chte haben und nichts gegen das l\u00e4stige Ph\u00e4nomen tun k\u00f6nnen, erkl\u00e4rt Willms Buhse\" data-description=\"Quiet Quitting - Gastkommentar von Internet-Ikone Willms Buhse: Grade soviel arbeiten, dass man nicht gek\u00fcndigt werden kann Aus den USA kommt das Modewort, das Arbeitgeber pl\u00f6tzlich aufschreckt: Quiet Quitting, ruhiges Au. 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