{"id":679700,"date":"2022-05-30T06:00:35","date_gmt":"2022-05-30T04:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=679700"},"modified":"2022-05-30T02:15:24","modified_gmt":"2022-05-30T00:15:24","slug":"buchauszug-alex-steffen-der-pionier-in-dir-wie-du-veraenderungsprozesse-beschleunigst-und-durch-adaptive-intelligenz-aq-eine-moderne-fuehrungskraft-wirst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/05\/30\/buchauszug-alex-steffen-der-pionier-in-dir-wie-du-veraenderungsprozesse-beschleunigst-und-durch-adaptive-intelligenz-aq-eine-moderne-fuehrungskraft-wirst\/","title":{"rendered":"Buchauszug Alex Steffen: &#8222;Der Pionier in Dir. Wie Du Ver\u00e4nderungsprozesse beschleunigst und durch adaptive Intelligenz (AQ) eine moderne F\u00fchrungskraft wirst&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Pionier-Ver%C3%A4nderungsprozesse-beschleunigst-F%C3%BChrungskraft-Kompetenzanalyse\/dp\/3000720014\/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&amp;qid=&amp;sr=\">Alex Steffen: &#8222;Der Pionier in Dir. Wie Du Ver\u00e4nderungsprozesse beschleunigst und durch adaptive Intelligenz (AQ) eine moderne F\u00fchrungskraft wirst&#8220;<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_679795\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-679795\" class=\"size-full wp-image-679795\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/steffen.alex_-e1653868660528.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/steffen.alex_-e1653868660528.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/steffen.alex_-e1653868660528-300x186.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/steffen.alex_-e1653868660528-483x300.jpg 483w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-679795\" class=\"wp-caption-text\">Alex Steffen (Foto. PR)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Strategien des Forschers\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Denkmuster lenken mit Achtsamkeit<\/strong><\/p>\n<p>Wa\u0308hrend die ko\u0308rperliche Hygiene selbstversta\u0308ndlich ist fu\u0308r unsere Gesundheit, erscheint uns die Gedankenhygiene durch Meditation als eher befremdliche Idee. Bei solchen Achtsamkeitsu\u0308bungen geht es aber nicht immer nur um eine spirituelle Erfahrung oder um Stressreduktion. Fu\u0308r beides ist die Meditation gut geeignet, aber darauf liegt hier nicht der Fokus. Mir geht es darum, eine U\u0308bung zu pra\u0308sentieren, mit der wir nachgewiesenerma\u00dfen ein Bewusstsein fu\u0308r die eigenen Gedankenga\u0308nge entwickeln ko\u0308nnen. Das ist die Grundlage dafu\u0308r, unsere Adaptive Intelligenz zu trainieren und anzuerkennen, dass es stets einen alternativen Lo\u0308sungsweg gibt. Ich argumentiere in diesem Kapitel also dafu\u0308r, dass Praktiken wie Meditation uns helfen ko\u0308nnen, mit den Hu\u0308rden beim institutionellen Wandel umzugehen, indem sie die eigene Adaptive Intelligenz und damit das agile Mindset fo\u0308rdern und scha\u0308rfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuerst einmal eine Klarstellung: Mit Meditation ist nicht Stillsitzen und Atmen gemeint. Das wa\u0308re eine Methode fu\u0308r einen ruhigen Geist. Wir aber bewegen uns weg von der Spiritualita\u0308t und hin zur Toolbox fu\u0308r Hochleistung. Mein Ziel ist es, dass Menschen in Situationen, in denen der Plan versagt, u\u0308ber mehr Kompetenzen und Spielraum verfu\u0308gen. Ich will dir helfen, zu erkennen, wo der Fokus deiner Gedanken liegt, und zu lernen, und wie du ihn bewusst umlenkst. Wie du u\u0308ber eine Beobachtung urteilst und welche alternativen Beurteilungen es gibt. Wie dir eine hohe <em>Refresh Rat<\/em><em>e <\/em>bei deinen Glaubenssa\u0308tzen gelingt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denken ist eigentlich eine Art Selbstgespra\u0308ch. Basierend auf deinen individuellen Erwartungen und Erfahrungen (Sensibilita\u0308t, Traumata, Wu\u0308nsche, A\u0308ngste und so weiter) folgt dieses Selbstgespra\u0308ch stets einem bestimmten, von der Perso\u0308nlichkeit abha\u0308ngigen Schema. Der Eine stuft einen Kommentar als Anmerkung ein, die andere empfindet ihn als perso\u0308nlichen Angriff. Wa\u0308hrend das Schema deine erlebte Realita\u0308t widerspiegelt, hat es aus der Vogelperspektive keine Allgemeingu\u0308ltigkeit. Es ist nur ein Legostein in einem Ozean von Legosteinen, von denen in jeder erdenklichen Situation zahlreiche Stu\u0308cke passen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Neurowissenschaftler Andrew Huberman ist u\u0308berzeugt, dass man mit Bewusstseinsu\u0308bungen wie Meditation seine emotionale Stabilita\u0308t wiederherstellen kann, wenn sie ins Wackeln gera\u0308t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Machen wir also direkt eine praktische U\u0308bung: Sicherlich sind deine Gedanken schon das ein oder andere Mal abgeschweift, wa\u0308hrend du dieses Buch liest. Dafu\u0308r hast du vermutlich entweder mich oder einen a\u0308u\u00dferen Umstand (wie zum Beispiel Nachrichten auf dem Smartphone, Verkehrsla\u0308rm oder verfu\u0308hrerischen Essensgeruch) oder mo\u0308glicherweise auch dich selbst verurteilt. \u201eIch kann mich nicht konzentrieren. Das Kapitel ist unversta\u0308ndlich. Die Musik nebenan ist zu laut. Ich bin zu wenig fokussiert.\u201d Erlaube dir diese Gedanken, aber ho\u0308re ihnen zu, wie du Vo\u0308geln vor deinem Fenster zuho\u0308rst. Und jetzt kannst du dich aktiv dafu\u0308r entscheiden, diese Verurteilung(en) fallen zu lassen und deine Gedanken sanft wieder auf die Lektu\u0308re umzulenken. Gratulation \u2013 du hast gerade meditiert!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dein Verstand wird jetzt mo\u0308glicherweise direkt protestieren. \u201eHumbug! Es ist doch gar nichts passiert! Ich hab doch schon Kontrolle u\u0308ber\u00a0meine Gedanken!\u201d Vielleicht stimmt das. Vielleicht aber auch nicht. Wissenschaftlich bewiesen ist jedenfalls, dass jeder Mensch den allergro\u0308\u00dften Teil seiner Entscheidungen im Verlauf eines normalen Tages unbewusst fa\u0308llt. Existierende Denkkonzepte lenken also fast alle Beurteilungen und Entscheidungen. Und zwar zwischen 95 und 98 Prozent, je nachdem, welche wissenschaftliche Quelle man zu Rate zieht. Lass dich also von diesen unbewussten Konzepten nicht mehr automatisch leiten. Die linke Gehirnha\u0308lfte will fu\u0308r alles eine Bewertung finden. Eine gesunde Skepsis gegenu\u0308ber den Machenschaften des sogenannten rationalen Hirns ist aus meiner Sicht jedenfalls gesund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Falls du Gefallen an der U\u0308bung gefunden hast, kannst du sie direkt in weiteren Situationen erproben und deinen Change-Muskel trainieren. Wenn du spa\u0308ter am Tage eine Unterhaltung hast, dann versuche einfach, dass Abschweifen deiner Gedanken zu beobachten, wie ein Au\u00dfenstehender. Nun kannst du die Initiative u\u0308bernehmen, <em>wie <\/em>du u\u0308ber ein Ereignis denkst, statt dem Automatismus zu folgen. Du unternimmst eine Umdeutung deiner Beobachtung. Als na\u0308chstes versuchst du es wieder heute Abend im Bett. Und dann morgen fru\u0308h in der Dusche. Die Schritte, die no\u0308tig sind, um deine Gedanken aktiv umzulenken, folgen immer derselben Systematik:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein Gedanke kommt auf.<\/li>\n<li>Du erkennst ihn ohne Beurteilung an.<\/li>\n<li>Du entscheidest dich bewusst dafu\u0308r, anders u\u0308ber den Sachverhalt zu denken.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Je o\u0308fter und in je mehr Lebenslagen du genau das tust, desto mehr trainierst du deinen Change-Muskel. Mo\u0308glicherweise fragst du dich jetzt, warum es den zweiten Schritt gibt: den Gedanken anzuerkennen. Sicherlich gibt es Gedanken, die dich sehr frustrieren, zum Beispiel ein bestimmtes Verhalten eines Kollegen oder ein eigener Misserfolg. Toleranz ist das letzte, an was du denkst. Aber genau das ist die Krux: Der A\u0308rger la\u0308sst dich am Gedanken selbst festhalten, und die alternative Betrachtungsweise bleibt in weiter Ferne. Neu denken erfordert es, voru\u0308bergehend <em>nicht <\/em>zu\u00a0denken. Das neu Bewerten (Schritt 3) erfordert, das Alte zu betrachten und dann gehen zu lassen (Schritt 2). Buddhisten sagen: \u201eWhat you resist persists, what you look at disappears.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum das gut ist? Das, was wir als Kontrollbedu\u0308rfnis bezeichnen, kann u\u0308ber diese Methode aktiv reduziert werden. Das Resultat ist ein flexiblerer Geist. Du wirst weniger verbissen und zuga\u0308nglicher fu\u0308r neue Ideen. Eine kreative Lo\u0308sung kann entstehen. Schleichend gewinnst du die geistige Grundlage, um aufgeschlossen an neue Situationen heran- gehen zu ko\u0308nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-679796\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/cover.steffen.jpg\" alt=\"\" width=\"433\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/cover.steffen.jpg 433w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/05\/cover.steffen-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Pionier-Ver%C3%A4nderungsprozesse-beschleunigst-F%C3%BChrungskraft-Kompetenzanalyse\/dp\/3000720014\/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&amp;qid=&amp;sr=\">Alex Steffen: &#8222;Der Pionier in Dir. Wie Du Ver\u00e4nderungsprozesse beschleunigst und durch adaptive Intelligenz (AQ) eine moderne F\u00fchrungskraft wirst&#8220; &#8211;\u00a0 198 Seiten, 19,99 Euro, Verlag Moonlander<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorsprung durch Sprache: Die Macht der Worte <\/strong><\/p>\n<p>Die Sprachpsychologin Lera Boroditsky erforscht, wie die Sprache unser Denken formt. So enthu\u0308llt sie, wie wir Wissen erzeugen und die Realita\u0308t konstruieren. Boroditsky ist Assistenzprofessorin fu\u0308r kognitive Psychologie an der Stanford University in Kalifornien. \u201eWas die Forscher \u201aDenken\u2018 nennen, ist offenbar in Wirklichkeit eine Ansammlung linguistischer und nichtlinguistischer Prozesse\u201d, sagt sie. In unza\u0308hligen Studien haben Forscher bewiesen, was Johann Gottfried Herder (1744\u20131803) und Wilhelm von Humboldt (1767\u20131835) ihrerzeit schon vermuteten: Unsere Sprachgewohnheiten formen unsere Realita\u0308t und damit unser Handeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Jagd nach Anglizismen und Buzzwords ist in Besprechungen und bei Konferenzen geradezu zum Volkssport herangewachsen. Man darf den selbsternannten Sprachkontrolleuren ein gewisses Versta\u0308ndnis schenken. Natu\u0308rlich lebt Sprache vom gemeinsamen Versta\u0308ndnis. Jeder, der einen Satz aus zehn Wo\u0308rtern mit fu\u0308nf Akronymen, Anglizismen und Kunstwo\u0308rtern zumu\u0308llt, kommuniziert nicht effektiv und versto\u0308rt seine Zuho\u0308rer. Nur wenn ein gemeinsames Versta\u0308ndnis gegeben, ist, ko\u0308nnen wir gemeinsam etwas erreichen. Doch dieser Volkssport verbirgt einen viel wichtigeren Trend. Viele Menschen, die so u\u0308berempfindlich auf Buzzwords und Anglizismen reagieren, merken gar nicht, dass sie, neben der Komfortzone Deutsch, auch die Komfortzone Abkotzen nicht verlassen haben. Ganz oft stelle ich fest: Ihre Wortwahl ist zwar sprachlich korrekt und verzichtet auf die (manchmal praktischeren und treffenderen) englischen Begriffe aus der Business-Sprache, demotiviert ihre Teammitglieder aber zutiefst. Unser Problem sind nicht Anglizismen, sondern toxische Sprache am Arbeitsplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kommunikationsstil der Vorgesetzten spielt eine gro\u00dfe Rolle fu\u0308r den Kulturwandel. Er kann Werkzeug und Taktgeber zur Lo\u0308sung von Problemen sein und im Idealfall gute Gefu\u0308hle vermitteln und Antrieb geben. Er kann aber auch als Waffe verwendet werden, indem die Sprache der Chefs Vorgehensweisen diskreditiert, neue Ideen grundsa\u0308tzlich anzweifelt und Menschen verletzt. Anne M. Schu\u0308ller beschreibt in diesem Zusammenhang die Forschung der Harvard-Psychologin Teresa Amabile. Diese kam zu dem Schluss, dass Kritiker oft als intelligenter wahrgenommen werden. Man spricht ihnen ein scha\u0308rferes Urteilsvermo\u0308gen zu. \u201eSchwarzseher erscheinen leicht als scharfsinnig und weitsichtig, wa\u0308hrend positive A\u0308u\u00dferungen schnell als naiv abgetan werden\u201c, sagt Amabile.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wirtschaftspsychologe Hans Eicher erkla\u0308rt in seinem Buch <em>Die verblu\u0308ffende Macht der Sprache: <\/em>\u201eHa\u0308lt jemand ein Ziel fu\u0308r nicht erreichbar, obwohl es innerhalb des Mo\u0308glichen liegt, wirken Worte wie \u2018Das schaffst du nie!\u2019 gleichsam als Befehl und Aufforderung an das Gehirn, von diesem Ziel wieder abzulassen. \u2018Negatives Hellsehen\u2019 hat die gleiche Wirkung. Das sind Gedanken, die einen Menschen glauben lassen, er ko\u0308nne ein Ziel nicht erreichen, beispielsweise: \u2018Ich fu\u0308rchte, da habe ich keine Chance.\u2019\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wu\u0308nsche mir eine Debatte um <em>konstruktive <\/em>Sprache am Arbeitsplatz. Bei konstruktiver Sprache steht der Ton im Vordergrund. Formale Kriterien, also welche Fachbegriffe als solche anerkannt werden oder wie \u201ein\u201c ein Wort gerade ist, sind nachgelagert. Manche englischen Begriffe sind von Haus aus positiver oder pra\u0308ziser als ihre deutsche U\u0308bersetzung. Dazu za\u0308hlen fu\u0308r mich Ausdru\u0308cke wie das Substantiv (<em>unternehmerischer) hustle <\/em>(zu deutsch weder Eile noch Betru\u0308gerei, wie im Duden beschrieben, sondern in etwa das \u201eunentwegte erka\u0308mpfen von kecken Lo\u0308sungen\u201d), oder das Adjektiv <em>resourceful <\/em>(das knackige deutsche Wort \u201efindig\u201d trifft es leider nicht ganz, denn hierbei handelt es sich eben auch um die Fa\u0308higkeit einer Person, zu\u0308gig fachfremde Konzepte in die Lo\u0308sungsfindung\u00a0einflie\u00dfen zu lassen). Beim Versuch einer U\u0308bersetzung verrenkt sich die deutsche Sprache entweder, oder es kommt zu einem Minimalkompromiss (siehe Worte in Klammern oben).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leonie Sanke erkla\u0308rt in ihrem <em>jetzt<\/em>-Beitrag \u201eAnglizismen sind besser als ihr Ruf\u201c ihren Lieblingsanglizismus <em>this is not helping<\/em>. \u201eEtwa, wenn [man] in einer ausweglosen Situation einen unangebrachten Ratschlag [bekommt]. Jedes Mal, wenn mir selbst dieser Satz auf der Zunge lag, u\u0308berlegte ich, wie er sich elegant und a\u0308hnlich lustig u\u0308bersetzen la\u0308sst. Nicht hilfreich? Das hilft nicht? Bringt das Gefu\u0308hl beides nicht richtig ru\u0308ber.\u201c Sanke schreibt weiter, \u201eviele Anglizismen dru\u0308cken etwas aus, das die deutsche Sprache einfach nicht hinbekommt. Manchmal sind andere Sprachen einfach flexibler, knackiger oder massentauglicher.\u201c Das gilt u\u0308brigens fu\u0308r bestimmte deutsche Begriffe im Englischen (z.B Schaden- freude) ebenfalls.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viel scha\u0308dlicher als Anglizismen jedenfalls sind Killerphrasen, schreibt Anne M. Schu\u0308ller in ihrem Buch <em>Bahn frei fu\u0308r U\u0308bermorgen-Gestalter! <\/em>Diese kann man im eigenen Bu\u0308ro oder Team ganz einfach sammeln und auf einem physischen oder einem digitalen Poster (dem Friedhof) fu\u0308r alle anderen sichtbar machen. Der Grundstein fu\u0308r die Selbstreflexion und konsequenten Wandel der Sprachgewohnheiten ist somit gelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Friedhof fu\u0308r Killerphrasen (8 Beispiele) <\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><em>Das haben wir hier schon immer so gemacht. <\/em><\/li>\n<li><em>So tickt unsere Firma einfach nicht. <\/em><\/li>\n<li><em>Sowas wollen die Kunden nicht. <\/em><\/li>\n<li><em>Das wird nie funktionieren. <\/em><\/li>\n<li><em>Es ist nicht unsere Aufgabe, das zu a\u0308ndern. <\/em><\/li>\n<li><em>Davon haben Sie doch gar keine Ahnung. <\/em><\/li>\n<li><em>Never Change a Running System. <\/em><\/li>\n<li><em>Sie mu\u0308ssen noch sehr viel lernen.\u00a0<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Genau hier tritt der Pionier-Archetyp des <em>Forschers <\/em>auf die Bu\u0308hne. Er fragt: \u201eIst das wahr? Wollen die Kunden das wirklich nicht, wie der Zweifler vorgibt? Oder ist das nur eine Ausrede? Wird es wirklich nicht funktionieren oder nutzen wir einfach nur eine eingeschra\u0308nkte Methodik?\u201d Er will die Wahrheit erkennen, statt sich mit defensiven Aussagen zufrieden zu geben. Seine Vehemenz ist der Startpunkt fu\u0308r Wandel. Ohne sie wird die Transformation im Keim von Killerphrasen erstickt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Glu\u0308ck gibt es auch eine Fu\u0308lle von motivierenden, aufgeschlossenen Phrasen, die das kreative Denken anregen und ergebnisoffen auf Neuerungen zusteuern. Hier ein paar Beispiele, um die eigene Liste zu erschaffen und zu pflegen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schatztruhe fu\u0308r Powerphrasen (11 Beispiele) <\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Wie ko\u0308nnte es funktionieren?<\/li>\n<li>Wer hat die notwendigen Mo\u0308glichkeiten?<\/li>\n<li>Hat es schon mal jemand versucht?<\/li>\n<li>Probieren Sie es aus!<\/li>\n<li>Ist unsere Vorgehensweise geeignet?<\/li>\n<li>Ich wei\u00df zwar nicht wie, aber ich glaube daran!<\/li>\n<li>Wenn es jemandem gelingt, dann Ihnen!<\/li>\n<li>Welche unserer Prozesse stehen dem im Weg?<\/li>\n<li>Das ist mir nicht gelungen, ich versuche es erneut.<\/li>\n<li>Was brauchen Sie,\u00a0um daran zu arbeiten?<\/li>\n<li>Ich bin froh, dass Sie das anpacken, und ich unterstu\u0308tze Sie!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Form der Kommunikation erfordert vom Chef ein hohes Ma\u00df an Bescheidenheit. Er muss vermitteln, dass er etwas nicht wei\u00df und der bestehende Prozess es manchmal nicht kann. Zweitens muss der Vorgesetzte das Risiko eingehen, dass der neuartige Lo\u0308sungsversuch (wieder- holt) scheitert und die dafu\u0308r verwendete Arbeitszeit verschwendet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie Monique demonstriert, kann man mit solcher Bescheidenheit und Zuversicht Respekt ernten. Das Mitarbeitererlebnis floriert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fazit: <em>Wie <\/em>kommuniziert wird, entscheidet u\u0308ber den Erfolg. Power- phrasen verbinden immer zwei Elemente: Empathie und Entschlossenheit. Denn ein Mangel an Selbstbewusstsein kann die Autorita\u0308t schnell untergraben. Aber ein u\u0308berzogenes (und unbegru\u0308ndetes) Selbstbewusst- sein vermittelt toxische U\u0308berlegenheit statt Ergebnisoffenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/blogger-relevanzindex\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die m\u00e4nnliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleicherma\u00dfen mit gemeint.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Alex Steffen: &#8222;Der Pionier in Dir. Wie Du Ver\u00e4nderungsprozesse beschleunigst und durch adaptive Intelligenz (AQ) eine moderne F\u00fchrungskraft wirst&#8220; &nbsp; &nbsp; Strategien des Forschers\u00a0 Denkmuster lenken mit Achtsamkeit Wa\u0308hrend die ko\u0308rperliche Hygiene selbstversta\u0308ndlich ist fu\u0308r unsere Gesundheit, erscheint uns &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/05\/30\/buchauszug-alex-steffen-der-pionier-in-dir-wie-du-veraenderungsprozesse-beschleunigst-und-durch-adaptive-intelligenz-aq-eine-moderne-fuehrungskraft-wirst\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[10822,10821,1890,10823],"class_list":["post-679700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-der-pionier-in-dir-wie-du-veraenderungsprozesse-beschleunigst-und-durch-adaptive-intelligenz-aq-eine-moderne-fuehrungskraft-wirst","tag-alex-steffen","tag-buchauszug","tag-moonlander-verlag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=679700"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":679798,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679700\/revisions\/679798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=679700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=679700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=679700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}