{"id":679522,"date":"2022-04-27T01:05:58","date_gmt":"2022-04-26T23:05:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=679522"},"modified":"2022-05-01T22:04:31","modified_gmt":"2022-05-01T20:04:31","slug":"wirtschaftsanwaelte-warum-us-kanzleien-horrende-einstiegsgehaelter-bieten-und-was-sie-dafuer-verlangen-155-000-euro-fuer-einsteiger-und-fuer-doppelte-schichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/04\/27\/wirtschaftsanwaelte-warum-us-kanzleien-horrende-einstiegsgehaelter-bieten-und-was-sie-dafuer-verlangen-155-000-euro-fuer-einsteiger-und-fuer-doppelte-schichten\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsanw\u00e4lte: Warum US-Kanzleien horrende Einstiegsgeh\u00e4lter bieten und was sie daf\u00fcr verlangen. 155.000 Euro f\u00fcr Einsteiger \u2013 und f\u00fcr doppelte Schichten"},"content":{"rendered":"<div class=\"o-page-wrapper\">\n<div class=\"js-tt\">\n<div class=\"js-tt\">\n<div class=\"c-hblock c-hblock_t2\" data-cy=\"header\" data-command=\"{&quot;headerNavigation&quot;: &quot;&quot;}\">\n<div class=\"c-hblock__wrap\">\n<div class=\"c-hblock__float-cell\">\n<div class=\"c-hblock__line\"><\/div>\n<div class=\"c-nav \">\n<div class=\"c-nav__wrap\">\n<div class=\"c-nav__line c-nav__line_toptheme\">\n<div class=\"c-nav__line-left\">\n<div class=\"c-nav__line-tabs\">\n<div class=\"c-nav__line-tab active\">\n<div class=\"c-nav__breadcrumbs-wrap\">\n<h1 title=\"Wirtschaftsanw\u00e4lte: Warum US-Kanzleien horrende Einstiegsgeh\u00e4lter bieten und was sie daf\u00fcr verlangen\"><\/h1>\n<h1 title=\"Wirtschaftsanw\u00e4lte: Warum US-Kanzleien horrende Einstiegsgeh\u00e4lter bieten und was sie daf\u00fcr verlangen\">Wirtschaftsanw\u00e4lte: Warum US-Kanzleien horrende Einstiegsgeh\u00e4lter bieten und was sie daf\u00fcr verlangen. 155.000 Euro f\u00fcr Einsteiger \u2013 und doppelte Schichten<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"js-tt\">\n<article class=\"o-article u-margin-top-xxxxl\" data-command=\"{&quot;trackLinks&quot;: &quot;&quot;}\" data-isarticle=\"true\">\n<div class=\"o-article__element\">\n<div class=\"c-metadata u-margin-xl \">(zuerst erschienen auf wiwo.de am 14. Juni 2021)<\/div>\n<div data-macro=\"lead-media\">\n<div class=\"o-media o-media--lead o-media--image u-margin-xxxxl o-media--landscape \">\n<div class=\"c-metadata \">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Insbesondere die US-Kanzleien mit nur wenigen Anw\u00e4lten an Bord zahlen ihren Youngsters 20 Prozent mehr Jahressal\u00e4r als andere.<\/h1>\n<p>Wenn renommierte US-Kanzleien Einstiegsgeh\u00e4lter von 155.000 Euro und mehr versprechen, erregt das Aufsehen \u2013 und genau darum geht es. Die obsz\u00f6nen Verg\u00fctungen sollen jene unter den allerbesten Nachwuchskr\u00e4ften locken, die bereit sind, ihr Leben hinter die Arbeit zu stellen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--iqadtile3_header\">\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P1_mobile\">\n<div class=\"wiwo-cls-1\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"u-separator u-margin-xl\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content c-richText\">\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>Die blanke Nachricht klingt haarstr\u00e4ubend und Neid erregt sie sowieso: 155.000 Euro Gehalt zahlt die US-Kanzlei Willkie Farr &amp; Gallagher ihren Berufseinsteigern in\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/themen\/deutschland\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>. Dennoch kommuniziert die Kanzlei diese Zahl nicht blo\u00df in diskreten Gespr\u00e4chsrunden mit Bewerbern, sondern geht offen damit um. Die Zahl dient n\u00e4mlich als Marketinginstrument, soll ein ganz bestimmtes Image st\u00e4rken und nat\u00fcrlich auch daf\u00fcr sorgen, dass sich m\u00f6glichst viele Top-Jura-Absolventen bei Willkie bewerben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEs immer dasselbe Szenario: Eine der sehr ertragreichen US-Kanzleien, die nur wenige Neueinstellungen im Jahr haben, prescht vor. Rasch ziehen die Kanzleien mit \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe und Kundenstruktur nach und irgendwann, mit geh\u00f6rigen Abschl\u00e4gen gegen\u00fcber der Marktspitze, die mittelst\u00e4ndischen Kanzleien\u201c, schildert J\u00f6rg Schneider-Brodtmann, Partner bei Menold Bezler, die zu den Top-30-Wirtschaftskanzleien geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P2_mobile\">\n<div class=\"wiwo-cls-3\">\n<div id=\"ad-iqadtile3-mob\" class=\"iqadtile\">\n<div id=\"attachment_679523\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-679523\" class=\"size-full wp-image-679523\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/schneider_brodtmann_joerg_0747.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/schneider_brodtmann_joerg_0747.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/schneider_brodtmann_joerg_0747-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/schneider_brodtmann_joerg_0747-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-679523\" class=\"wp-caption-text\">J\u00f6rg Schneider-Brodtmann (Foto: PR\/Menold Bezler)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Mal ist es der US-Konkurrent Milbank, der Tage sp\u00e4ter nicht nur nachzog, sondern noch einen drauflegte. Die Kanzlei verspricht ihren Berufseinsteigern ebenso \u00f6ffentlichkeitswirksam 200.000 Dollar \u2013 weltweit. In Deutschland entspricht das ungef\u00e4hr 160.000 Euro Jahresgehalt. Die Aufmerksamkeit der ganzen Branche ist diesen PR-Offensiven sicher. So geht es immer wieder und das bereits seit \u00fcber zehn Jahren. Ebenso lange schon rankt das Fachblatt \u201eAzur\u201c in gro\u00dfen Tabellen die Spannen der Jahresgeh\u00e4lter f\u00fcr Berufseinsteiger von Gro\u00dfkanzleien wie Gleiss Lutz bis zu viel kleineren M&amp;A-Boutiquen wie Glade Michel Wirtz.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<h1><\/h1>\n<h1>US-Kanzleien zahlen 20 Prozent mehr<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-teaser c-teaser-inline isPremiumTeaser\">\n<div id=\"t27038434\" class=\"c-teaser-inline__wrapper\" data-macro=\"teaser\">\n<div class=\"c-teaser-inline__image\"><\/div>\n<div class=\"c-teaser-inline__title\">\n<h2 class=\"c-teaser-inline__headline c-headline\"><span style=\"color: #333333;font-weight: 300\">Die Faustregel lautet: Insbesondere die US-Kanzleien mit nur wenigen Anw\u00e4lten an Bord zahlen ihren Youngsters ein um 20 Prozent h\u00f6heres Jahressal\u00e4r als andere. Angef\u00fchrt von Milbank und Willkie sind die Top-Zahler jetzt Sullivan &amp; Cromwell mit 145.000 Euro, Skadden, Arps, Slate, Meagher &amp; Flom mit 140.000 Euro und 135.000 Euro bei Quinn Emanuel Urquhart &amp; Sullivan. Das liest sich so, als seien diese Spitzengeh\u00e4lter quasi Branchenstandard, dabei geht es nur um eine sehr kleine Gruppe: Bei Willkie Farr sind es in diesem Jahr neun Jungjuristen, bei Milbank sollen es zw\u00f6lf werden, bei McDermott immerhin 20.<\/span><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P4_desktop\">\n<div id=\"ad-iqadtile4\" class=\"iqadtile\">\n<h1 id=\"iqadtile4\">Angelsachsen zahlen am meisten &#8211; ihr Massstab sind die Honorare in London und New York<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--CT_contentteaser_mobile_1\">\n<div class=\"iqadtile\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>Warum gerade die Angelsachsen so hohe Einstiegsgeh\u00e4lter zahlen? Der Grund sind die hohen Honorare, die sie von ihren Mandanten selbst kassieren. Diese Kanzleien berechnen ihren Kunden \u2013 meist keine deutschen Mittelst\u00e4ndler sondern internationale Konzerne \u2013 1.000 oder 1.200 Euro Stundenhonorar und beraten nur in wenigen, hoch bezahlten Gebieten wie M&amp;A. Die internationalen Konzerne haben die Bereitschaft, die teils doppelt so hohen Stundens\u00e4tze f\u00fcr Wirtschaftsanw\u00e4lte zu zahlen, weil sie an die hohen Rechnungen aus\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/themen\/usa\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">USA<\/a>\u00a0und Gro\u00dfbritannien gew\u00f6hnt sind. In London und New York sind die Honorare wie die Geh\u00e4lter f\u00fcr Juristen deutlich h\u00f6her als in Deutschland, selbst Unternehmensjuristen verdienen ein Mehrfaches. Dagegen nehmen sich durchschnittliche Stundens\u00e4tze hierzulande von 600 Euro f\u00fcr Kartellrechtler oder f\u00fcr M&amp;A-Experten preiswert aus.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die hohen Einstiegsgeh\u00e4lter sind also wirtschaftlich ein lohnendes Gesch\u00e4ft und ein einfaches Rechenbeispiel: \u201eRechnet eine Topkanzlei f\u00fcr einen Anwalt im Schnitt eine Million Euro Umsatz im Jahr ab, bedeuten 160.000 Euro Jahresgehalt f\u00fcr diese perspektivisch immer noch ein sehr lohnendes Gesch\u00e4ft\u201c, erkl\u00e4rt Jan Feigen, M&amp;A-Anwalt bei EY Law.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\">\n<h1><\/h1>\n<h1>Hohes Gehalt, hohe Erwartung<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P3_desktop\"><\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>So hoch die Geh\u00e4lter sind, so hoch ist auch die Erwartungshaltung an die Kandidaten: Die Berufseinsteiger bekommen klare Vorgaben, wie viele abrechenbare Stunden \u2013 Billable hours \u2013 sie leisten m\u00fcssen, die dem Klienten unmittelbar in Rechnung gestellt werden k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen 1.500, aber auch 2.200 sein je nach Kanzlei. Compliance-Anw\u00e4ltin Karin Holloch, die selbst viele Jahre in mehreren angels\u00e4chsischen Kanzleien arbeitete, berichtet: \u201e2.100 Billables \u2013 so der Fachjargon \u2013 sind im Jahr problemlos zu schaffen. Dann ist aber f\u00fcr gar nichts anderes mehr Zeit.\u201c Zumal rund 20 Prozent B\u00fcrostunden im Schnitt obendrauf kommen, die keinem Klienten im \u00fcblichen Sechs-Minuten-Takt \u00fcberbordet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678933\" style=\"width: 495px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678933\" class=\"size-full wp-image-678933\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/02\/holloch.3.-in-2021-e1643932868341.jpg\" alt=\"\" width=\"485\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/02\/holloch.3.-in-2021-e1643932868341.jpg 485w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/02\/holloch.3.-in-2021-e1643932868341-300x231.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/02\/holloch.3.-in-2021-e1643932868341-390x300.jpg 390w\" sizes=\"auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><p id=\"caption-attachment-678933\" class=\"wp-caption-text\">Karin Holloch (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der D\u00fcsseldorfer Sportrechtsanwalt Paul Lambertz spottete denn auch \u00fcber die Milbank-Meldung mit dem 200.000-Dollar-Gehalt: \u201ePraktisch ist auch, dass man sich eine eigene Wohnung spart, weil man eh immer in der Kanzlei ist. Das vergessen viele. Bleibt also noch mehr h\u00e4ngen!\u201c Denn was sich als Einstiegsgehalt so \u00fcppig anh\u00f6rt, verliert seinen Zauber bei n\u00e4herem Hinsehen. G\u00e4ngiger Anw\u00e4lte-Scherz ist: Verl\u00e4sst ein Anwalt die Kanzlei um 19 Uhr, wird er oft gefragt: \u201eSind Sie auf einen Halbtagsjob umgestiegen?\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P2_mobile\">\n<div class=\"wiwo-cls-3\">\n<div id=\"ad-iqadtile3-mob\" class=\"iqadtile\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>Ihre 70 Wochenarbeitsstunden geben Junganw\u00e4lte nur hinter vorgehaltener Hand zu, denn der Arbeitsschutz erlaubt diese Dauer-Exzesse eigentlich nicht. Aber die Beh\u00f6rden kontrollieren es kaum. Bekommt eine Kanzlei doch mal eine Bu\u00dfe aufgebrummt, weil sie verpfiffen wurde, zahlt sie, schweigt und heftet das Ganze nur ab \u2013 um genauso weiterzumachen. Die einfache Formel f\u00fcr diese Gro\u00dfkanzlei-Jobs lautet also: Doppeltes Gehalt f\u00fcr doppelte Schicht. T\u00e4gliche Arbeitszeiten bis 22 oder 23 Uhr sind normal, Samstagsarbeit gerne obendrauf und wenn es um einen aktuellen Deal geht, bleibt grade noch ein paar Stunden, um zu schlafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<h1><\/h1>\n<h1>Nicht jeder Top-Kandidat will zur Gro\u00dfkanzlei<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">Das muss man wollen und so viel Einsatz verringert die Zahl der m\u00f6glichen Kandidaten f\u00fcr die 160.000-Euro-Jobs. Von den f\u00fcnf bis zehn Prozent, die die hohen Einstellungsbedingungen und die Top-Noten vorweisen k\u00f6nnen, will nur jeder zweite \u00fcberhaupt in eine Gro\u00dfkanzlei, sch\u00e4tzt Schneider-Brodtmann. Auch das Richteramt, Staatsanwaltschaft oder die vielen Jobs in Kommunen reizen viele dieser Top-Talente, die sich wom\u00f6glich auch eine bessere Work-Life-Balance versprechen. Zudem gibt es in <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/themen\/deutschland\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>\u00a0mit seinen insgesamt 165.000 Anw\u00e4lten sowieso nur 500 im Jahr von diesen Top-Kandidaten \u201emit voller Kriegsbemalung\u201c \u2013 so nennen sie Insider. Dazu geh\u00f6ren: Zwei Pr\u00e4dikatsexamina nach Studium beziehungsweise Referendarzeit mit einem voll befriedigend, obendrauf ein LLM aus den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/themen\/usa\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">USA<\/a>\u00a0oder Gro\u00dfbritannien und am besten auch noch ein Doktortitel. Allein dieser Abschluss ist ein echtes Investment und kostet die Absolventen je nach H\u00f6he der jeweiligen Uni-Geb\u00fchren rund 50.000 Euro.<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<div><\/div>\n<article class=\"o-article u-margin-top-xxxxl\" data-command=\"{&quot;trackLinks&quot;: &quot;&quot;}\" data-isarticle=\"true\">\n<div class=\"o-article__content c-richText\">\n<div class=\"iqadtile\"><\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--P4_desktop\">\n<div id=\"js-stepstone-listing--article\" class=\"o-stepstone-listing o-stepstone-listing--large js-stepstone-listing--large o-stepstone-listing--active\">\n<div class=\"o-stepstone-listing__backside\"><\/div>\n<div class=\"o-stepstone-listing__frontside\">\n<div class=\"o-stepstone-listing__padding\">\n<div id=\"attachment_679524\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-679524\" class=\"size-full wp-image-679524\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/hendricks_michael_junior.1000x84072.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"546\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/hendricks_michael_junior.1000x84072.png 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/hendricks_michael_junior.1000x84072-300x252.png 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/04\/hendricks_michael_junior.1000x84072-357x300.png 357w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-679524\" class=\"wp-caption-text\">Michael Hendricks (Foto: PR\/Freshfields)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"o-stepstone-listing__clearfix\">Die renommierten Kanzleien fordern als Einstellungsbedingung unisono zwei Pr\u00e4dikatsexamen, also mindestens mit der Note \u201evoll befriedigend\u201c. Michael Hendricks, Junganwalt bei Freshfields, erkl\u00e4rt: \u201eEin voll befriedigend h\u00f6rt sich in der Schule fast wie sitzenbleiben an, doch f\u00fcr einen Jurastudenten ist das super.\u201c Die Note \u201egut\u201c ist sehr selten, ein \u201esehr gut\u201c kommt praktisch nicht vor. Ohnehin besteht von drei Jurastudenten im ersten Semester am Ende nur einer das Examen. Dann kommt noch die Referendarzeit, wer dann noch Zusatzqualifikation wie LLM oder die Promotion absolviert, startet fr\u00fchestens mit 30 Jahren ins Berufsleben. Dann haben manche gut bezahlten Facharbeiter schon einen Verdienstvorsprung erarbeitet, der sich fr\u00fchestens Jahre sp\u00e4ter einholen l\u00e4sst.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch auch wenn die hohen Geh\u00e4lter Benchmarks setzen, so wollen doch immer mehr junge Menschen nicht mehr auf ein Familienleben verzichten und nehmen daf\u00fcr auch Gehaltsabstriche in Kauf. Jens Ortmanns, Partner bei McDermott spricht f\u00fcr viele, wenn er sagt: \u201eNachhaltiger ist es, den Nachwuchs durch exzellente Ausbildung, eigenverantwortliche T\u00e4tigkeiten, gute Teamkultur und eine ausgewogene Work-Life-Balance zu \u00fcberzeugen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-advertisment__fullWidth c-advertisment--CT_contentteaser_desktop_1\">\n<div id=\"ad-iqadtile99\" class=\"iqadtile\">\n<div id=\"iqadtile99\" class=\"\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<h1>M&amp;A-Banker verdienen noch besser<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"u-flex\">\n<div class=\"o-teaser-list js-tt o-artbox o-artbox--articlebox\">Andere gehen zwar zu den renommierten Kanzleien, suchen sich da aber weniger exponierte Berufsfelder wie Baurecht oder Verwaltungsrecht, die zwar viel niedrigere Stundens\u00e4tze einspielen \u2013 aber daf\u00fcr planbar sind und ohne Wochenend- und Nachteins\u00e4tze wie bei M&amp;A-Deals auskommen. Doch selbst die teuren M&amp;A-Anw\u00e4lte schielen ganz neidisch auf eine andere Berufsgruppe: die M&amp;A-Banker, mit denen sie immer verhandeln. An die komme sein Sal\u00e4r selbst in den besten Zeiten nicht heran, sagt ein renommierter Anwalt. Und erg\u00e4nzt: Das w\u00e4re sein Beruf im n\u00e4chsten Leben.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"o-teaser-list js-tt o-artbox o-artbox--articlebox\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"o-article__content c-richText\">\n<div class=\"o-article__content-element o-article__content-element--richtext\">\n<div class=\"u-richtext\" data-command=\"{&quot;richtext&quot;: {}}\">\n<p><strong>Lesetipp:<\/strong><br \/>\n<strong>Mehr zum Thema:\u00a0Keine Branche wurde so radikal amerikanisiert wie die der Wirtschaftsanw\u00e4lte.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/my\/finanzen\/steuern-recht\/wirtschaftsanwaelte-entmuendigte-millionaere\/27038434.html\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Die Profite stiegen kr\u00e4ftig, doch der Preis ist hoch: Partnerschaften verdienen oft den Namen nicht mehr.<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"o-article__element o-article__element-block\">\n<div class=\"c-authorbox c-authorbox--default u-flex u-flex--wrap u-flex--start u-flex--iphone-disable\" data-cy=\"authorBox\">\n<div class=\"u-flex__item u-flex__item--static\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ob-smartfeed-wrapper feedIdx-0\">\n<div id=\"outbrain_widget_0\" class=\"OUTBRAIN\" data-src=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/wirtschaftsanwaelte-155-000-euro-fuer-einsteiger-und-doppelte-schichten\/27284640-all.html\" data-widget-id=\"AR_1\" data-ob-mark=\"true\" data-browser=\"chrome\" data-os=\"win32\" data-dynload=\"\" data-idx=\"0\"><\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<div class=\"js-tt\">\n<div class=\"js-tt\">\n<div class=\"c-teasergallery js-tt c-teasergallery--content-whitehub \">\n<div class=\"c-teasergallery__inbox\">\n<div class=\"c-teasergallery__content-hub-normalizer\">\n<div class=\"c-teasergallery__content-hub-wrap c-teasergallery__content-hub-wrap-dark\">\n<div class=\"slick-carousel slick-initialized slick-slider slick-dotted\" data-command=\"{&quot;contentHub&quot;: &quot;&quot;}\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.faktenkontor.de\/blogger-relevanzindex\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaftsanw\u00e4lte: Warum US-Kanzleien horrende Einstiegsgeh\u00e4lter bieten und was sie daf\u00fcr verlangen. 155.000 Euro f\u00fcr Einsteiger \u2013 und doppelte Schichten (zuerst erschienen auf wiwo.de am 14. Juni 2021) &nbsp; Insbesondere die US-Kanzleien mit nur wenigen Anw\u00e4lten an Bord zahlen ihren Youngsters &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/04\/27\/wirtschaftsanwaelte-warum-us-kanzleien-horrende-einstiegsgehaelter-bieten-und-was-sie-dafuer-verlangen-155-000-euro-fuer-einsteiger-und-fuer-doppelte-schichten\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[124,9650,415,1396,467,530,10767,10770,1355,8604,5286,4812,10768,8730,10769,6584,6061,6057,5335,1178],"class_list":["post-679522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-azur","tag-einstiegsgehaelter","tag-freshfields","tag-glade-michel-wirtz","tag-gleiss-lutz","tag-honorare","tag-jens-ortmanns","tag-joerg-schneider-brodtmann","tag-kanzleien","tag-karin-holloch","tag-mcdermott","tag-menold-bezler","tag-michael-hendricks-jr","tag-milbank","tag-paul-lambertz","tag-quinn-emanuel-urquhart-sullivan","tag-skadden-arps-slate-meagher-flom","tag-sullivan-cromwell","tag-willkie-farr","tag-wirtschaftsanwalte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=679522"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679522\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":679539,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679522\/revisions\/679539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=679522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=679522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=679522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}