{"id":679269,"date":"2022-04-15T06:00:56","date_gmt":"2022-04-15T04:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=679269"},"modified":"2022-04-15T02:24:52","modified_gmt":"2022-04-15T00:24:52","slug":"die-dunkle-seite-des-unternehmertums-die-verschiedenen-formen-von-dark-entrepreneurship-was-man-von-ihnen-lernen-kann-und-wann-sie-sogar-gesellschaftlichen-nutzen-stiften-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/04\/15\/die-dunkle-seite-des-unternehmertums-die-verschiedenen-formen-von-dark-entrepreneurship-was-man-von-ihnen-lernen-kann-und-wann-sie-sogar-gesellschaftlichen-nutzen-stiften-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Die dunkle Seite des Unternehmertums: Die verschiedenen Formen von Dark Entrepreneurship, was man von ihnen lernen kann und wann sie sogar gesellschaftlichen Nutzen stiften (Gastbeitrag)"},"content":{"rendered":"<h1>Die dunklen Seiten des Entrepreneurships<\/h1>\n<p><strong>Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Professional MBA Entrepreneurship und Innovation der WU Executive Academy in Wien, zeigt im Gastbeitrag die unterschiedlichsten Facetten des dunkle Unternehmertums:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-679308\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WU.Grafik.Die_dunklen_Seiten_des_Entrepreneurships.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WU.Grafik.Die_dunklen_Seiten_des_Entrepreneurships.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WU.Grafik.Die_dunklen_Seiten_des_Entrepreneurships-300x181.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WU.Grafik.Die_dunklen_Seiten_des_Entrepreneurships-497x300.jpg 497w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><b>The Dark Side of Entrepreneurship (Teil 1-3)<\/b><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Beim Stichwort \u201eEntrepreneur\u201c denkt man unweigerlich an unternehmerische Helden wie Elon Musk, Steve Jobs und Jeff Bezos, die durch ihre Innovationskraft f\u00fcr Fortschritt, Wohlstand und Besch\u00e4ftigung sorgen. Doch auch jenseits des gesetzlichen Rahmens oder bestehender Konventionen finden Innovatoren neue Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten, die sie mit Kreativit\u00e4t und Energie erfolgreich nutzen. Weltweit untersuchen daher immer mehr Forschungsprojekte, welche Formen von Dark Entrepreneurship es gibt, was man von ihnen lernen kann und unter welchen Bedingungen die dunkle Seite des Unternehmertums sogar gesellschaftlichen Nutzen stiften und damit die helle Seite st\u00e4rker strahlen l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">In dieser dreiteiligen Serie nimmt Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Professional MBA Entrepreneurship und Innovation der WU Executive Academy, die unterschiedlichsten Facetten des dunkle Unternehmertums unter die Lupe:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoListParagraph\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Informal Entrepreneurship<\/b>\u00a0&#8211; illegal, aber legitim: Was Robin Hood und Uber gemeinsam haben<\/p>\n<p class=\"x_MsoListParagraph\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Controversial Entrepreneurship<\/b> &#8211; legal, aber illegitim: Gl\u00fccksspiel, Rotlicht und Tabakkonsum<\/p>\n<p class=\"x_MsoListParagraph\"><span lang=\"EN-US\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><b><span lang=\"EN-US\">Criminal Entrepreneurship<\/span><\/b><span lang=\"EN-US\">\u00a0\u2013 illegal und illegitim: Was man von Al Capone &amp; Co. lernen kann<\/span><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><span lang=\"DE\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_679282\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-679282\" class=\"size-full wp-image-679282\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WHU.Nikolaus-Franke-e1648039939671.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WHU.Nikolaus-Franke-e1648039939671.jpg 464w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WHU.Nikolaus-Franke-e1648039939671-300x250.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/03\/WHU.Nikolaus-Franke-e1648039939671-361x300.jpg 361w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><p id=\"caption-attachment-679282\" class=\"wp-caption-text\">Nikolaus Franke (Foto: WU\/PR)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>The Dark Side of Entrepreneurship (Teil 1): <\/strong><\/p>\n<p><strong>Was Robin Hood und Uber gemeinsam haben<\/strong><\/p>\n<p>Lange Zeit haben sich die Wirtschaftswissenschaften auf den Bereich der Wirtschaft konzentriert, der sich innerhalb geltender Gesetze \u2013 legal &#8211; und gesellschaftlicher Wertvorstellungen \u2013 legitim &#8211; abspielt. Dies gilt auch f\u00fcr Entrepreneurship und Innovation. Doch es existiert auch eine Welt jenseits dieses Rahmens. Sch\u00e4tzungen zufolge macht sie bis zu 17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Industrienationen und bis zu 40 Prozent in Entwicklungsl\u00e4ndern aus. Welche Rolle spielen hier Entrepreneurship und Innovation?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hierzu ist es n\u00f6tig, zwischen Legalit\u00e4t und Legitimit\u00e4t zu unterscheiden. In einer idealen Welt stimmen Recht und Moralempfinden nat\u00fcrlich \u00fcberein. In der realen nicht immer.<\/p>\n<p>Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn das formale Gesetz nur den Interessen einiger weniger dient. Ein Gesetzloser wie Robin Hood, der sich f\u00fcr die soziale Gerechtigkeit einsetzt, handelt nicht legal nach den herrschenden rechtlichen Rahmenbedingungen, wird aber aufgrund seines Tuns von weiten Teilen der Gesellschaft als legitim empfunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Illegal, aber legitim: Informal Entrepreneurship<\/h1>\n<p>Eine wissenschaftliche Fallstudie zeigt exemplarisch, welcher gesellschaftliche Nutzen von \u201eInformal Entrepreneurship\u201d ausgehen kann. In der verarmten Provinz Anhui in den 1970er Jahren kamen kreative chinesische Bauern auf die Idee, das zwangskollektivierte Land insgeheim untereinander aufzuteilen und eigenverantwortlich zu bewirtschaften. Dieses Gesch\u00e4ftsmodell einer Quasi-Privatisierung war eindeutig illegal. Die kommunistische Wirtschaftsordnung war ideologisch auf Planwirtschaft und gemeinschaftlichen Besitz ausgerichtet. Die Wirkung der Innovation war aber \u00fcberaus positiv. Schon im ersten Jahr erreichten die Ernteertr\u00e4ge der informellen Entrepreneure die der letzten f\u00fcnf Jahre zusammengenommen. Dieser betr\u00e4chtliche Erfolg blieb der Regierung nicht verborgen. Sie beeinflussten die gro\u00dfe Reform des Agrarsystems 1984 ma\u00dfgeblich und f\u00fchrten dazu, dass die Gesetzgebung sehr viel st\u00e4rker auf Privatbesitz setzte \u2013 mit segensreichen Wirkungen f\u00fcr Millionen von Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>\u201eInformal Entrepreneurship\u201d kann auch bei uns zu sinnvollen Reformen f\u00fchren<\/h1>\n<p>Ideologie spielt in der Gesetzgebung westlicher Volkswirtschaften zweifellos eine geringere Rolle als im kommunistischen China. Auch macht unsere demokratische Gesellschaftsordnung Gesetze unwahrscheinlich, die nur einer kleinen Elite dienen. Dennoch ist auch bei uns nicht jede formale Regelung gesellschaftlich sinnvoll. In New York f\u00fchrte die Regulierung des Transportwesens beispielsweise dazu, dass eine Taxilizenz mit \u00fcber einer Million US Dollar gehandelt wurde. Die hohen Kosten f\u00fchrten zu hohen Eintrittsbarrieren, geringem Wettbewerb und damit zu geringer Kundenorientierung und schlechter Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Uber und Lyft umgingen viele der Regelungen, indem sie sich als Technologieunternehmen positionierten. Viele St\u00e4dte und L\u00e4nder reagierten auf den Druck, den diese neue Art der Dienstleistung aus\u00fcbte, und reformierten die Bestimmungen. \u00c4hnliche Wirkungen gingen von vielen anderen Entrepreneuren der sogenannten Shared Economy aus, wie Airbnb oder der File Sharing Plattform Pirate Bay. Je gr\u00f6\u00dfer die technologische \u00c4nderungsgeschwindigkeit ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Gesetze und Bestimmungen veraltet sind und sinnvollen Innovationen im Weg stehen. Informelle Entrepreneure k\u00f6nnen also Treiber des Wandels sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Drei Dinge, die wir vom Informal Entrepreneurship lernen k\u00f6nnen<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>1. Radikalit\u00e4t und Nonkonformismus<\/h1>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr die informellen Entrepreneure ist ihre Radikalit\u00e4t. Sie orientieren sich nicht an bestehenden Regelungen und ihren engen Spielr\u00e4umen. Sie stellen die Welt, wie sie ist, in Frage und definieren sie neu. Sie sind Nonkonformisten. Diese geistige Unabh\u00e4ngigkeit und Offenheit ist f\u00fcr jeden Entrepreneur sinnvoll. Innovationen sind sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rungen, und nur wer in der Lage ist, weitsichtig und vision\u00e4r \u00fcber den Tellerrand hinaus zu denken, hat das Zeug zum gro\u00dfen Unternehmer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>2. Pragmatismus<\/h1>\n<p>Ein zweites Merkmal ist ihr Pragmatismus. Sie suchen den Sinn, nicht die Regelkonformit\u00e4t. Der Sinn, das eigentliche Ziel, der \u00fcbergeordnete Nutzen leitet ihr Handeln. Einen Schuss dieses Informal Entrepreneurship braucht auch heute jeder Manager, der etwas ver\u00e4ndern will. Je gr\u00f6\u00dfer das Unternehmen und je zentralistischer es organisiert ist, desto ausufernder ist die Menge an b\u00fcrokratischen Regelungen. Ein sehr erfolgreicher Manager dr\u00fcckte es mir gegen\u00fcber so aus: \u201eWenn ich wirklich alle Vorschriften wortw\u00f6rtlich einhalten w\u00fcrde, dann w\u00e4re ich 24 Stunden pro Tag damit besch\u00e4ftigt, Formulare auszuf\u00fcllen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>3. Der ethische Kompass<\/h1>\n<p>Die dritte wichtige Folgerung ist, dass Entrepreneure einen guten ethischen Kompass ben\u00f6tigen. Was ist legitim? F\u00fcr wen ist es legitim und nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben? In welcher Weise werden gesellschaftliche Kosten oder Risiken mit gesellschaftlichem Nutzen \u201everrechnet\u201c? Es ist klar, dass diese Fragen nicht einfach zu beantworten sind, und die Einsch\u00e4tzung eines Entrepreneurs m\u00f6glicherweise durch Eigennutzmotive beeinflusst sind. Dies zeigt die Wichtigkeit von Ethik auch in der Entrepreneurship-Ausbildung. Im schlechtesten Fall ist die \u201eLegitimit\u00e4t\u201c sonst eine billige Ausrede, die die beiden Formen des Dark Entrepreneurship erm\u00f6glicht, die wir in den n\u00e4chsten beiden Teilen dieser Serie behandeln.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>The Dark Side of Entrepreneurship (Teil 2): <\/strong><\/p>\n<p><strong>Gl\u00fccksspiel, Rotlicht und Tabakkonsum<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im zweiten Teil der Serie geht es um legales, aber illegitimes Unternehmertum.<\/strong> <strong>Nach den Informal Entrepreneurs im ersten Teil geht es nun um die Controversial Entrepreneurs.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Schon immer gab es in der Gesellschaft Bereiche, bei denen die rechtliche Situation vom allgemeinen Moralempfinden abweicht. Im europ\u00e4ischen Mittelalter waren die sogenannten ehrlosen Berufe wie Gassenkehrer, K\u00f6hler oder Henker und das fahrende Volk &#8211; Lumpensammler, Spielleute oder Kesselflicker \u2013 keineswegs illegal. Doch ihre Angeh\u00f6rigen waren sozial ausgegrenzt. Ihre T\u00e4tigkeit galt als illegitim. Dieses Auseinanderklaffen von Recht und Moralempfinden gibt es auch in modernen Gesellschaften.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1>Legal, aber illegitim: \u201eControversial Entrepreneurship\u201d<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr Controversial Entrepreneurship ist der Bereich des Gl\u00fccksspiels. Es wird angeboten, weil es Nachfrage danach gibt. Die Menschheit ist seit jeher vom Kitzel des ungewissen Ausgangs fasziniert \u2013 die \u00e4ltesten erhaltenen W\u00fcrfel sind \u00fcber 5.000 Jahre alt. Und genauso alt wie der Reiz des Gl\u00fccksspiels sind die Bedenken bez\u00fcglich m\u00f6glicher negativen Folgewirkungen wie Spielsucht, Verarmung oder Verbrechen. Trotz vielf\u00e4ltiger rechtlicher Regulierungen wird entsprechend auch der v\u00f6llig legale Teil dieses Wirtschaftsbereichs von der Gesellschaft kontrovers beurteilt. Das gleiche gilt f\u00fcr Bereiche wie das sogenannte Rotlichtmilieu, gesundheitssch\u00e4dliche Produkte wie Tabak und viele andere mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn gr\u00f6\u00dfere Teile der Gesellschaft bez\u00fcglich eines Wirtschaftssektors moralische Bedenken haben, kann dies einen wichtigen Effekt auf die Angebotsseite haben: sie wird schmaler. Viele Menschen und viele Unternehmen schlie\u00dfen eine Bet\u00e4tigung in diesem Bereich aus. Bei einer gegebenen &#8211; hohen &#8211; Nachfrage kann dies zu einer au\u00dferordentlich hohen wirtschaftlichen Attraktivit\u00e4t f\u00fchren und entsprechend Entrepreneure anziehen. Las Vegas und Monte Carlo\/Monaco sind historische Zeugnisse dieses Prinzips \u2013 sie entstanden ma\u00dfgeblich durch unternehmerischer Initiativen auf Basis von Gl\u00fccksspiel.<\/p>\n<p>Heute sind beispielsweise die immer neuen Formen des Online-Gamblings Ergebnis von Controversial Entrepreneurship in diesem Bereich. Interessant ist, dass das Gl\u00fccksspiel auch auf wissenschaftliche Entrepreneure eine starke Anziehungskraft aus\u00fcbt. Der wichtige Bereich von Wahrscheinlichkeitsrechnung beziehungsweise Statistik geht beispielsweise ma\u00dfgeblich auf Arbeiten des Mathematikers Pascal zu W\u00fcrfelspielen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1>Entrepreneure sind Regelbrecher<\/h1>\n<p>Eigene Spuren zu hinterlassen, etwas zu schaffen und Anerkennung f\u00fcr ihre Leistung zu bekommen, sind wichtige Motive f\u00fcr Entrepreneure. Entsprechend sind den meisten von ihnen moralische Werturteile nicht egal. Im Gegenteil: Der rasant wachsende Bereich von Social und Sustainable Entrepreneurship zeigt, wie sinnorientiert viele Gr\u00fcnder sind. Doch der Kern des Start-ups ist die Innovation, und eine Innovation ist per Definition eine Abweichung vom bestehenden Zustand. Entrepreneure sind daher Regelbrecher. Sie denken out of the box. Oft ecken sie an. Die Tabubr\u00fcche und Provokationen von Entrepreneuren wie Richard Branson oder Elon Musk sind Legion, und die Erfolgswirkung des so genannten Red Sneakers Effect \u2013 gib Dich unkonventionell, und Du erntest Respekt &#8211; ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Entsprechend gibt es auch unternehmerisch denkende Menschen, die diese Haltung auf geltende moralische Normen beziehen. Beate Uhse, Hugh Hefner (Playboy) oder Larry Flynt (Hustler) beispielsweise scherten sie sich nicht um die \u00f6ffentliche Meinung und die damals herrschenden Moralvorstellungen, als sie ihre Unternehmen gr\u00fcndeten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Drei Dinge, die wir vom \u201eControversial Entrepreneurship\u201d lernen k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n<h1><strong>\u00a01. <\/strong><u>Trends fr\u00fchzeitig erahnen \u2013 und pr\u00e4gen<\/u><\/h1>\n<p>Ein wichtiger Grund f\u00fcr ihren enormen Erfolg war, dass gesellschaftliche Normen nicht starr sind. Sie wandeln sich und sie k\u00f6nnen ver\u00e4ndert werden. Die Controversial Entrepreneurs aus der Erotik-Branche ahnten fr\u00fcher als andere, dass die so genannte sexuelle Revolution Raum f\u00fcr eine riesige Industrie schaffen w\u00fcrde. Das, was in den 50er Jahren als gesellschaftlich undenkbar galt, ist heute Mainstream \u2013 auch wegen der zahllosen Tabubr\u00fcche und Skandale, die diese Entrepreneure vom Zaun brachen. Wer Trends fr\u00fchzeitig erkennt, kann auch mit kleinen Investitionen enormen wirtschaftlichen Erfolg haben. So ist der profitabelste Film aller Zeiten, mit einer Rendite von 2,4 Mio. Prozent weder \u201eTitanic\u201c noch \u201eAvatar\u201c \u2013 sondern ein billiger Porno aus dem Jahr 1972.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1><u>2. Umgang mit Widerstand<\/u><\/h1>\n<p>Eine Innovation ist nach Schumpeter eine sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung. Entsprechend trifft jeder Entrepreneur auf Widerstand von denen, die vom gegenw\u00e4rtigen Zustand profitieren. Bei Controversial Entrepreneurs kommt der gesellschaftliche Gegenwind dazu. Man kann von ihnen nicht nur Beharrlichkeit und Unbeirrtheit abschauen. Interessant ist auch, wie sie mit den wirtschaftlichen und organisatorischen Folgeeffekten ihrer Au\u00dfenseiterrolle umgehen. Marketing, Vertrieb, externe Kooperationen und Personalakquise ist f\u00fcr ein von der Gesellschaft als illegitim empfundenes Business beispielsweise sehr viel schwieriger als f\u00fcr normale Entrepreneure. Es kann sich lohnen, ihre Kreativit\u00e4t und Innovationsf\u00e4higkeit in diesem Bereich zu studieren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1><u>3. Identifikation schaffen<\/u><\/h1>\n<p>F\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen und dessen Leistungen identifizieren. F\u00fcr Sozial- und humanit\u00e4re Unternehmen ist dies beispielsweise meist ein geringeres Problem. Die gesellschaftlichen Werte sind auf ihrer Seite. Sie tun etwas, das hohe gesellschaftliche Anerkennung genie\u00dft. \u201eControversial\u201d Unternehmen dagegen sind umstritten, manchmal stigmatisiert. Erneut gilt, dass man am Extremfall sehr gut lernen kann. Wie schaffen sie es, innerbetrieblich und im engeren Umfeld dennoch ein Gef\u00fchl von Legitimit\u00e4t, vielleicht sogar von einer gemeinsamen Mission zu erzeugen? Ihre Ma\u00dfnahmen und Framing-Techniken k\u00f6nnen auch f\u00fcr Entrepreneure im legalen und legitimen Bereich aufschlussreich sein.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1>Was Controversial Entrepreneurs lernen sollten<\/h1>\n<p>Kein formales Rechtssystem kann alles regeln. Es muss durch gesellschaftliche Normen erg\u00e4nzt werden. Werte wie Anstand, H\u00f6flichkeit, Mitgef\u00fchl, Solidarit\u00e4t und viele andere spielen nicht ohne Grund f\u00fcr das Funktionieren von Gesellschaften eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>\u201e<\/strong>Was nicht verboten ist, ist erlaubt<strong>\u201c (Schiller), ist daher eine Devise, die zu kurz greift. <\/strong><\/h1>\n<p>Als ich einen ungew\u00f6hnlich erfolgreichen Entrepreneur einmal gefragt habe, was aus seiner Sicht die wichtigste Regel sei, dachte er lange nach. Dann sagte er: \u201eManchmal muss man zu unternehmerischen Gelegenheiten auch nein sagen k\u00f6nnen.\u201c Ein ethischer Kompass ist unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dies gilt umso mehr, als der \u00dcbergang vom Controversial Entrepreneurship zu Criminal Entrepreneurship oft flie\u00dfend ist. Diesem Bereich widmet sich der dritte Teil dieser \u201eThe Dark Side of Entrepreneurship\u201c-Serie.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>The Dark Side of Entrepreneurship (Teil 3): Was man von Al Capone &amp; Co. lernen kann<\/h1>\n<p>Verbrechen fasziniert. Nach einer repr\u00e4sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS lesen 70 Prozent der \u00d6sterreicher Krimis. F\u00fcr das &#8222;ZDF&#8220; analysierte der Journalist Glenn Riedmeier das Programm des Jahres 2015 und kam auf \u00fcber viereinhalbtausend gesendete Morde \u2013 mehr als zehnmal so viele wie in Deutschland tats\u00e4chlich stattfanden. Millionen Menschen bestaunen die Cleverness der Raubz\u00fcge in der Ocean\u2019s Trilogie oder der \u201eHaus-des-Geldes\u201c-Serie, vom Computerspiel Grand Theft Auto wurden 240 Millionen Einheiten verkauft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Entrepreneurship und Verbrechen<\/h1>\n<p>Entrepreneure stellen Regeln in Frage. Geh\u00f6ren dazu auch rechtliche Regeln? In einer vielzitierten Studie untersuchten Zhang und Arvey anhand von L\u00e4ngsschnittdaten, ob Eintr\u00e4ge ins Strafregister als Jugendliche eine Prognose erlauben w\u00fcrde, ob sie sp\u00e4ter als Erwachsene eine Laufbahn als Manager oder als Entrepreneur einschlagen w\u00fcrden. Es zeigte sich, dass milde Formen der Gesetzes\u00fcbertretung (zum Beispiel betrunken Auto fahren, Beteiligung an Schl\u00e4gereien in der Schule, Schulverweise undsoweiter) bei Entrepreneuren tats\u00e4chlich signifikant h\u00e4ufiger vorkamen als bei Managern.<\/p>\n<p>F\u00fcr wirklich kriminelle Taten (zum Beispiel Diebstahl) ergab sich dagegen kein Unterschied. Man kann daraus folgern, dass Entrepreneure in ihrer Entwicklung tats\u00e4chlich eine Tendenz haben, auch rechtliche Grenzen auszuloten. Allerdings beschr\u00e4nken sie sich dabei auf vergleichsweise harmlose Delikte.<\/p>\n<p>Umgekehrt gibt es jedoch auch Verbrecher, die unternehmerisch handeln. Manchen Verbrechen liegt eine innovative Idee zugrunde, und man kann ihre Taten als Identifikation und Nutzung einer \u2013 zwar dunklen und b\u00f6sen, aber eben doch &#8211; unternehmerischen Gelegenheit interpretieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei aller gebotenen Distanzierung von der rechtlichen und moralischen Verwerflichkeit ihrer Taten, sie illustrieren wichtige unternehmerische Prinzipien sehr gut:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Prinzip 1: Mit Innovation \u00fcberraschen<\/h1>\n<p>Louis Moore, Henry Jackson und Melvin Cale waren gew\u00f6hnliche Verbrecher, als sie am 10. November 1972 dem Piloten des Southern-Airways Fluges 49 aus Birmingham, Alabama, eine Pistole an die Schl\u00e4fe hielten. Flugzeugentf\u00fchrungen waren damals beinahe an der Tagesordnung. Seit Ende der 60er Jahre kam es allein in den USA fast jede zweite Woche zu einem Vorfall. Sie forderten zehn Millionen Dollar, man hielt sie hin. Da kam Jackson eine Idee, die die Luftfahrt ver\u00e4ndern sollte. Er drohte: Wenn nicht gezahlt wird, dann w\u00fcrden sie das Flugzeug in das Atomkraftwerk Oak Ridge rasen lassen. Bundespolizei, Air Force und die Betreiber waren wie gel\u00e4hmt. Niemand war je auf diesen Gedanken gekommen.<\/p>\n<p>Es gab keine Vorkehrung, keine Abwehrpl\u00e4ne, nicht einmal eine Vorstellung von der Dimension der m\u00f6glichen Katastrophe. Die Radikalit\u00e4t dieser innovativen Drohung und die L\u00e4hmung der beteiligten Stellen waren so gro\u00df, dass man die Entf\u00fchrer bei einer Zwischenlandung in Lexington, Kentucky, sogar noch frisch auftanken und starten lie\u00df. Mit zwei Millionen Dollar Beute endete die Entf\u00fchrung schlie\u00dflich auf Kuba.<\/p>\n<p>Ein anderer besonders innovativer Verbrecher war der als \u201eDagobert\u201c bekannt gewordene Kaufhauserpresser Arno Funke. Er die \u00fcberraschte Polizei bei den 30 versuchten Geld\u00fcbergaben mit immer neuen technischen Konstruktionen. Einmal lie\u00df er das Geld beispielsweise in einer Streusandkiste deponieren. W\u00e4hrend die Polizei dem Erpresser auflauerte, griff er sich die Beute unbemerkt von unten und fl\u00fcchtete in der Kanalisation \u2013 er hatte die Kiste auf einen pr\u00e4parierten Kanaldeckel gestellt. Kreativit\u00e4t und neuartige Ideen stellen auch f\u00fcr Entrepreneure im legalen und legitimen Bereich DEN zentralen Wettbewerbsfaktor dar. Der Erfolg von Steve Jobs, Dietrich Mateschitz und Walt Disney basiert zu einem guten Teil auf der F\u00e4higkeit, die Welt mit Innovation zu \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Prinzip 2: Fake it till you make it<\/h1>\n<p>Ein seri\u00f6s wirkender Herr namens Charles Ponzi versprach 1920 in Boston eine Verzinsung von 50 Prozent innerhalb von 45 Tagen. Und tats\u00e4chlich: Die ersten Geldgeber erhielten das Geld. Ponzi bezahlte es aus den Einlagen derjenigen, die schnell von der m\u00e4rchenhaften Rendite angelockt worden waren. Innerhalb von wenigen Wochen raffte auf diese Weise ein stattliches Verm\u00f6gen zusammen, nach heutiger W\u00e4hrung fast 200 Millionen Euro. Als alles zusammenbrach, war es der bis dahin der gr\u00f6\u00dfte Finanzbetrug aller Zeiten. Bis heute steht das \u201ePonzi Scheme\u201c im Englischen f\u00fcr Schneeballsysteme im Allgemeinen.<\/p>\n<p>In den Schatten gestellt wurde Ponzi 2008 von Bernie Madoff. Der schaffte sogar 65 Milliarden Dollar Schaden und zeigte damit, dass man auch als Imitator erfolgreich sein kann \u2013 zumindest eine Zeit lang. Der zeitweilige Erfolg von Hochstaplern wie dem Verk\u00e4ufer des Eifelturms Victor Lustig 1925 oder dem Postboten Gert Postel, der sich in den 90er Jahren als Psychiater Dr.med. Dr. phil. Clemens Bartholdy ausgab, ist erstaunlich. Dem \u201eHauptmann von K\u00f6penick\u201c wurde sogar ein literarisches Denkmal gesetzt.<\/p>\n<p>Vollmundige Versprechen und gro\u00dfartige Prognosen kann man auf jedem Pitch-Wettbewerb und jeder Crowdfunding-Plattform beobachten. Ein Entrepreneur, der seine Start-up-Idee still, bescheiden und voll Understatement kommuniziert, wird kaum einen Investor \u00fcberzeugen. Das beste Beispiel f\u00fcr \u201eFake it till you make it\u201c im Entrepreneurship ist vermutlich der Vertrag \u00fcber die Lieferung eines Betriebssystems, den ein gewisser Bill Gates 1980 mit der riesigen IBM schloss. Gates wusste, dass es f\u00fcr Microsoft unm\u00f6glich sein w\u00fcrde, die Software in so kurzer Zeit selbst zu entwickeln. Also kaufte er der Firma Seattle Computer f\u00fcr 50.000 Dollar ihr System ab und modifizierte es leicht zu MS-DOS. Der Deal beschert ihm nach wie vor Milliarden und gilt als einer der lukrativsten Vertr\u00e4ge der Wirtschaftsgeschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Prinzip 3: Business Planning ist die halbe Miete<\/h1>\n<p>Der Dresdner Juwelendiebstahl 2019 war vorbereitet wie in einem Heist-Movie. Schon Tage vor dem Einbruch hatten die T\u00e4ter ein Fenstergitter am Historischen Gr\u00fcnen Gew\u00f6lbe durchtrennt und wieder eingesetzt. In der Tatnacht legten sie den Theaterplatz in Dunkelheit, indem sie einen brennenden Kochtopf unter einen Stromkasten in den Katakomben des Dresdner Pegelhauses unter der Augustusbr\u00fccke stellten. Dann dr\u00fcckten sie ein Fenster des Schatzgew\u00f6lbes aus der Verankerung und stiegen \u00fcber eine Leiter in den dunklen Pretiosensaal ein. Von dort gingen sie zum Juwelenzimmer, zertr\u00fcmmerten die Vitrine mit einer Axt und entnahmen ihr zielgerichtet drei besonders wertvolle Garnituren aus dem 18. Jahrhundert. Der Verlust betrug \u00fcber 100 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Komplexit\u00e4t, Zeitdruck und Dynamik eines Start-ups machen es ebenfalls n\u00f6tig, professionell, integriert und gr\u00fcndlich zu planen. Wer die parallele Entwicklung der Technologie, die Partner- und Investorensuche, den Aufbau einer Organisation sowie die Erschlie\u00dfung der Kundensegmente spontan und aus dem Bauch heraus betreibt, hat schlechte Karten. In allen Entrepreneurship-Ausbildungen stellt das Business Planning daher ein zentrales Element dar.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>Prinzip 4: Agilit\u00e4t und Wissensmanagement<\/h1>\n<p>Die Illegalit\u00e4t schafft f\u00fcr das organisierte Verbrechen besonders herausfordernde Bedingungen. Alle schriftlichen Dokumente sind potenzielle Beweismittel. F\u00fchrung, Zust\u00e4ndigkeiten, Aufbauorganisation, Prozesskoordination und -regeln, Anweisungen und Befehle, Personalentwicklung, CRM, Wissensspeicherung und -weitergabe sowie das gesamte Rechnungswesen sind damit deutlich erschwert. Es verwundert nicht, dass einem Gangster wie Meyer Lansky, einem der wichtigsten K\u00f6pfe der sogenannten Kosher Nostra in den USA, ein ungew\u00f6hnliches Zahlenged\u00e4chtnis nachgesagt wurde. Verhaftungen und Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Banden schaffen zus\u00e4tzlich die Notwendigkeit, besonders schnell und koordiniert zu handeln. Das organisierte Verbrechen ist daher ein Musterbeispiel f\u00fcr schlanke, dezentrale und agile Strukturen.<\/p>\n<p>Diese Eigenschaft teilen sie mit Start-ups, die der \u00fcberlegenen Finanzkraft bestehender Unternehmen in gleicher Weise mit Schnelligkeit und Flexibilit\u00e4t begegnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Entrepreneurship und Innovation f\u00fcr eine friedlichere und bessere Welt<\/h1>\n<p>Die Analyse der dunklen Seite von Entrepreneurship schafft nicht nur eine Lernchance f\u00fcr die wichtige und gesellschaftlich wertvolle helle Seite. Das Entrepreneurship-Toolset hilft auch bei der Bek\u00e4mpfung der illegalen und illegitimen Formen.<\/p>\n<p>Als im 13. Jahrhundert im S\u00fcden von China ein erschlagener Bauer gefunden wurde, lie\u00df sich der ermittelnde Beamte von allen 70 Bauern des Dorfes ihre Sicheln zeigen. An keiner waren Blutspuren zu sehen. Doch der Beamte hatte eine innovative Idee. Er lie\u00df die Klingen auf das Feld legen und beobachtete, was geschah. Innerhalb kurzer Zeit war eine von Schmei\u00dffliegen bedeckt \u2013 ein klares Indiz. Der \u00fcberraschte Eigent\u00fcmer der Sichel gestand den Mord.<\/p>\n<p>Die Geschichte der Kriminalistik ist voll von kreativen und wirkungsvollen Innovationen, vom Fingerabdruck bis zur DNS-Analyse, und von unternehmerischen Ermittlern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dunklen Seiten des Entrepreneurships Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Professional MBA Entrepreneurship und Innovation der WU Executive Academy in Wien, zeigt im Gastbeitrag die unterschiedlichsten Facetten des dunkle Unternehmertums: &nbsp; &nbsp; &nbsp; The Dark Side of Entrepreneurship (Teil 1-3) &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/04\/15\/die-dunkle-seite-des-unternehmertums-die-verschiedenen-formen-von-dark-entrepreneurship-was-man-von-ihnen-lernen-kann-und-wann-sie-sogar-gesellschaftlichen-nutzen-stiften-gastbeitrag\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[10755,428,10709,10754,9439,10607],"class_list":["post-679269","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-dunkle-seiten","tag-gastbeitrag","tag-nikolaus-franke","tag-unternehmertum","tag-wu","tag-wu-wien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=679269"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":679444,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679269\/revisions\/679444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=679269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=679269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=679269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}