{"id":678792,"date":"2022-01-25T15:24:02","date_gmt":"2022-01-25T14:24:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=678792"},"modified":"2022-01-25T15:24:02","modified_gmt":"2022-01-25T14:24:02","slug":"buchauszug-attila-albert-ich-will-doch-nur-meinen-job-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2022\/01\/25\/buchauszug-attila-albert-ich-will-doch-nur-meinen-job-machen\/","title":{"rendered":"Buchauszug Attila Albert: \u201eIch will doch nur meinen Job machen\u201d"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1>Buchauszug Attila Albert: \u201eIch will doch nur meinen Job machen\u201d<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu viel Arbeit, zu wenig Geld, und dann h\u00e4lt der Chef auch noch Moralpredigten! So empfinden inzwischen viele Arbeitnehmer ihren Alltag, sagt Coach und Buchautor Attila Albert (49). \u201eIn vielen Unternehmen schwebt das Management l\u00e4ngst in h\u00f6heren Sph\u00e4ren, will jedes gesellschaftliche Problem angehen und die Welt retten. Gleichzeitig scheitert es dann oft schon am Tarifgehalt f\u00fcr die eigenen Angestellten oder stabilem WLAN auf der Etage.\u201d Hier ein Auszug aus seinem neuen Buch \u201eIch will doch nur meinen Job machen\u201d.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_677544\" style=\"width: 577px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-677544\" class=\"size-full wp-image-677544\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/attila.albert.1-e1631315553312.jpg\" alt=\"\" width=\"567\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/attila.albert.1-e1631315553312.jpg 567w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/attila.albert.1-e1631315553312-300x238.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/attila.albert.1-e1631315553312-379x300.jpg 379w\" sizes=\"auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px\" \/><p id=\"caption-attachment-677544\" class=\"wp-caption-text\">Attila Albert (Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich noch daran, als es \u00fcberall hie\u00df, dass sich die <em>Work-Life-Balance <\/em>erledigt h\u00e4tte? Das w\u00e4re ein \u00fcberholtes Konzept, so 90er-Jahre, geradezu r\u00fchrend altmodisch. Die Gutgl\u00e4ubigen unter uns waren begeistert. Das konnte nur hei\u00dfen, dass man auch bei einer Vollzeitstelle zuk\u00fcnftig regelm\u00e4\u00dfig schon nach sechs Arbeitsstunden nach Hause d\u00fcrfte, um sich verst\u00e4rkt Familie, Hobbys und Ehren\u00e4mtern zu widmen. Eine gelegentliche dienstliche E-Mail nach Feierabend war f\u00fcr diese neue Freiheit doch ein l\u00e4cherlicher Preis!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute kennen wir das Ergebnis: mehr Arbeit, weniger Leben. Wer Balance will, soll zum Yoga. Ein langweiliger Arbeitsvertrag wie zu alten Zeiten, unbefristet und mit Weihnachts- und Urlaubsgeld in H\u00f6he je eines Monatsgehaltes? Das ist nur noch etwas f\u00fcr Leute, die nicht verstanden haben, dass es heute um Gr\u00f6\u00dferes geht, n\u00e4mlich um <em>Purpose<\/em>, wie ihn der CEO auf der Managertagung auf Korsika f\u00fcr alle definiert hat, der sich ausweislich seines Millionengehaltes am besten auskennt. Falls Sie nicht aus besserem Hause stammen, also f\u00fcr Ihren finanziellen Lebensunterhalt arbeiten und nicht zur pers\u00f6nlichen Sinnfindung, haben Sie nat\u00fcrlich Pech gehabt. Diese Umstellung hat ihre Vorteile, aber nicht f\u00fcr Sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Ihnen jemand vor einigen Jahren gesagt h\u00e4tte, dass Sie sich einmal freiwillig einen Arbeitsrechner und einen selbst gekauften Drucker mit Scanner-Funktion in der Wohnung installieren w\u00fcrden, um bis Mitternacht gratis f\u00fcr die Firma weiterzuarbeiten \u2013 Sie h\u00e4tten laut gelacht! So etwas machten doch fr\u00fcher h\u00f6chstens die Japaner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft, ungef\u00e4hr f\u00fcr das Jahr 2000, hatten die Experten schlie\u00dflich versprochen, dass die Wohnung die Arbeit sogar allein erledigen w\u00fcrde. Kauft Ihr K\u00fchlschrank inzwischen selbst ein, putzt ein Roboter \u2013 oder rennen Sie noch immer nach Ihren unbezahlten \u00dcberstunden erst zur Kita, dann zum Discounter, bevor Sie sich an die Hausarbeit machen, weil Ihr Partner ebenfalls am Ende ist?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungskr\u00e4fte schweben derweilen l\u00e4ngst in h\u00f6heren Sph\u00e4ren und f\u00fchlen sich erm\u00e4chtigt, in jedem privaten Lebensbereich ihrer Angestellten mitzureden. Sie sind sich pers\u00f6nlich nicht sicher, ob Sie <em>Fridays for Future<\/em>, <em>Black Lives Matter <\/em>oder die <em>LGBTQ-Bewegung<\/em> gut finden oder haben gar keine Meinung dazu? Kein Problem und nicht mehr notwendig. Die Konzernleitung hat bereits ein Statement auch in Ihrem Namen ver\u00f6ffentlicht und das Unternehmenslogo passend eingef\u00e4rbt. So laufen Sie bequem automatisch als Unterst\u00fctzer mit, egal, was Sie privat so denken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mancher ist aus der Kirche ausgetreten, nur um festzustellen, dass die Moralprediger jetzt in der Chefetage sitzen. Die Welt rettet sich schlie\u00dflich nicht von selbst. Da muss man schon ein paar Sonderschichten in Talkshows und auf Social Media einlegen. Wenn es ganz hart kommt f\u00fcr den Planeten, ist sogar noch ein mahnender Meinungsbeitrag f\u00fcr LinkedIn oder besser ganz edel f\u00fcr die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung <\/em>notwendig. Den kann der unterbezahlte PR-Assistent formulieren, es geht ja schlie\u00dflich um seine Zukunft. Jedenfalls darf man das nicht mehr alles Margot K\u00e4\u00dfmann \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der CEO ist schon f\u00fcr sein Studium zwischen Princeton, Oxford und M\u00fcnchen hin- und hergejettet und hat danach auf drei Kontinenten gelebt, kennt die Klimaproblematik also am besten, da aus eigener Anschauung. Auf sein Urteil darf man als Mitarbeiter daher vertrauen. Zwar wei\u00df man von seiner Sekret\u00e4rin, dass er f\u00fcr den Familienurlaub diesmal Dubai und die Malediven kombiniert, denn die Gattin mag nicht mehr in Hongkong shoppen. Aber man muss ja schlie\u00dflich einmal aus dem 300-Quadratmeter-Penthouse oder der Villa mit Seeblick rauskommen, und zwar nicht immer nur zum Charity-Golfen f\u00fcr die Presse!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer erz\u00e4hlt gleichzeitig sehr ber\u00fchrend von <em>Nachhaltigkeit<\/em>, die selbstverst\u00e4ndlich aber nicht greift, wenn es um ausreichend viele Mitarbeiter oder Budgets f\u00fcr all die Projekte und Einzelaufgaben geht. Von <em>Vielfalt<\/em>, au\u00dfer bei \u00e4lteren Bewerbern, die zu teuer und bekannterma\u00dfen auch noch widerspenstig sind. Von <em>Inklusion<\/em>, au\u00dfer f\u00fcr diejenigen, die man nicht mehr gut findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur die ganz Naiven stellen noch logische Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eIhr kriegt kein stabiles WLAN auf unserer Etage hin, seid aber sicher, dass Ihr das Weltklima im Jahr 2100 aufs Grad genau regeln k\u00f6nnt?\u201d<\/li>\n<li>\u201eTarifl\u00f6hne sind nicht drin. Ein bisschen kostenloses Wasser und \u00c4pfel sollen der Ausgleich sein. Aber an der globalen Gerechtigkeit seid Ihr dran?\u201d<\/li>\n<li>\u201eEs ist nicht m\u00f6glich, die Firmencomputer auf MS Office aus diesem Jahrhundert zu aktualisieren, aber die Gesellschaft umzubauen soll klappen?\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ob daran \u00fcberhaupt jemand glauben w\u00fcrde! Der Chef ist doch nicht der barmherzige Samariter aus der Bibel, der still hilft und anfallende Rechnungen selbst bezahlt. Wenn da nicht mindestens ein TED-Talk, ein Gastbeitrag f\u00fcr eine Branchenkonferenz oder wenigstens ein Imagevideo rauskommen, kann man es gleich ganz lassen. Die Weltverbesserung beginnt schlie\u00dflich mit der Absichtserkl\u00e4rung auf gro\u00dfer B\u00fchne, mit ausgreifenden Forderungen an alle anderen. Die Kosten werden sp\u00e4ter dezent durchgereicht. Solche Details interessieren nur noch die Kleingeister.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer mit seinem Einkommen nicht mehr klarkommt, kann ja <em>bewusst weniger ausgeben<\/em>, zum Beispiel mit 35 noch immer in einer WG wohnen und behaupten, dass er sich aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden kein Auto leisten m\u00f6chte. Oder vom <em>bedingungslosen Grundeinkommen<\/em> reden, dem m\u00e4rchenhaften Schlaraffenland f\u00fcr moderne Akademiker, die von leistungsgerechten Einkommen nicht mal mehr tr\u00e4umen. Das Wort Arbeitnehmer hat eine neue Bedeutung bekommen: Man braucht Nehmer-Qualit\u00e4ten, muss also einstecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-678793\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/01\/cover.attila.albert.redline.job_machen_cover.jpg\" alt=\"\" width=\"441\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/01\/cover.attila.albert.redline.job_machen_cover.jpg 441w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2022\/01\/cover.attila.albert.redline.job_machen_cover-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/p>\n<h1><a href=\"https:\/\/www.attilaalbert.com\/buecher\/ich-will-doch-nur-meinen-job-machen\/\">&#8222;Ich will doch nur meinen Job machen&#8220; &#8211; Attila Albert<\/a>. Redline Verlag. 224 Seiten, 15 Euro\u00a0<a href=\"https:\/\/www.attilaalbert.com\/ich-will-doch-nur-meinen-job-machen\"><em>chttps:\/\/www.attilaalbert.com\/ich-will-doch-nur-meinen-job-machen<\/em><\/a><em>\/<\/em><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h1>Keine Ehrfurcht vor Schlagworten<\/h1>\n<p>Was ist Ihr <em>Purpose<\/em>, sind Sie auch f\u00fcr <em>Diversity<\/em>, stimmt Ihre <em>Performance<\/em>? Auf Englisch klingen selbst die gr\u00f6\u00dften Banalit\u00e4ten schmissig und bedeutungsvoll. Lassen Sie sich davon nicht mehr blenden. \u00dcbersetzen Sie grunds\u00e4tzlich ins Deutsche. In den genannten Beispielen: <em>Zweck, Vielfalt und Leistung.<\/em> Fast immer wird damit klar, wie beliebig und vage derartige Schlagworte sind, wenn sie nicht n\u00e4her definiert, ihnen beispielsweise Kriterien und Zielwerte zugeordnet werden. Ohne diese sind sie fast bedeutungsfreie Phrasen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine gewisse Ern\u00fcchterung hat jeder nach einigen Berufsjahren hinter sich. Das ist normal und gar nicht schlecht. Mit pragmatischem Realismus arbeitet es sich noch immer engagiert, aber mit realistischeren Erwartungen. Doch nun sind es die Arbeitgeber, die vielfach jeden Realit\u00e4tssinn abgelegt haben \u2013 bei ihren unternehmerischen Zielen, aber auch bei ihren sonstigen Visionen. Als Arbeitnehmer ist man pl\u00f6tzlich ungefragt mittendrin und soll mitmachen, obwohl man das so gar nicht wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie konnte es zu all dem \u00fcberhaupt kommen? Daf\u00fcr haben sich die Experten unter den Chefs sieben raffinierte Methoden einfallen lassen: psychologische Tricks und moralische Erpressung, um Sie f\u00fcr den eigenen Vorteil geschickt zu manipulieren und Ihnen das mit einem L\u00e4cheln noch als in Ihrem besten Interesse zu verkaufen. Wer das durchschaut, entzieht sich ihrer Macht schon ein wenig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_677809\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-677809\" class=\"size-full wp-image-677809\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-500x168.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-677809\" class=\"wp-caption-text\">Hier geht\u00b4s zur Beratung www.goacademy.de <a href=\"http:\/\/@goacademy_sprachschule\">@goacademy_sprachschule<\/a><br \/>&#8211; Anzeige &#8211;<\/p><\/div>\n<h2><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ihren guten Willen ausnutzen<\/h2>\n<p>\u201eUnsere Firma geht seit L\u00e4ngerem durch einen Strukturwandel\u201d, berichtete mir der Ingenieur eines Industriekonzerns. \u201eWir haben alle schon mehrmals Kurzarbeit akzeptiert, trotzdem praktisch mehr gearbeitet. Die meisten Extras sind verschwunden. Wer neu dazukommt, verdient sowieso 30 bis 50 Prozent weniger. Aber dann lese ich in der Zeitung, dass unser Vorstandschef weiterhin sein zweistelliges Millionengehalt kassiert und sich gerade die dritte Villa kauft. Er braucht mehr Platz f\u00fcr seine Kunstsammlung!\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der einfachste Trick von klugen Chefs ist, an Ihren guten Willen zu appellieren: \u201eWir sitzen doch alle im selben Boot\u201d, \u201eWir m\u00fcssen jetzt zusammenhalten\u201d. Die meisten Menschen wollen helfen, wenn sie von einer Notlage erfahren oder glauben, dass ihr Verzicht einer guten Sache dient. Umso gr\u00f6\u00dfer die Entt\u00e4uschung, wenn sie anschlie\u00dfend feststellen m\u00fcssen, dass die einen haupts\u00e4chlich gefordert und sie selbst weitgehend allein geleistet haben. Gutgl\u00e4ubige zahlen immer drauf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer ein gewinnorientiertes, gar ein b\u00f6rsennotiertes Unternehmen f\u00fcr eine Solidargemeinschaft h\u00e4lt, wird feststellen, dass diese r\u00fchrend naive Sicht nur f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Teile der Belegschaft gilt, oft sogar nur f\u00fcr einzelne Mitarbeiter. Es gibt nun einmal widerspr\u00fcchliche Interessen zwischen Eigent\u00fcmern, F\u00fchrung und Angestellten. Lassen Sie sich also nicht von idealistischem Ges\u00e4usel einlullen. Im Job m\u00fcssen Geben und Nehmen ausgewogen sein, und die Balance ist Ihre Verantwortung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>H\u00f6here Mission vorschieben<\/h2>\n<p>Ein innovatives Gastronomie-Start-up in Z\u00fcrich stellte sich k\u00fcrzlich mit der Mission vor, durch vegane K\u00fcche mal wieder \u201eunseren Planeten zu retten\u201d. Per Stellenanzeige suchte es einen Webentwickler sowie einen K\u00fcchenmitarbeiter in Schichtdienst, der auch das Lebensmittellager verwalten und putzen sollte. Die Bezahlung daf\u00fcr? \u201eDas ist eine unbezahlte Position. Bitte bewerben Sie sich nicht, wenn das f\u00fcr Sie nicht funktioniert.\u201d Ein Mittagessen g\u00e4be es, und Fahrtkosten w\u00fcrden erstattet. Wer mehr will, passt nicht ins Team.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei diesem Trick argumentieren Chefs mit einer h\u00f6heren Mission. Wer hochfliegende, am besten gleich weltver\u00e4ndernde Ambitionen verk\u00fcndet, sieht sich dadurch berechtigt, sich nicht mehr von den banalen Alltagsw\u00fcnschen anderer aufhalten zu lassen. Ein Mitarbeiter, der angesichts dieser Vorhaben noch ein angemessenes Gehalt, geregelte Arbeitszeiten und vern\u00fcnftige Bedingungen fordert, kann nur ein unverantwortlicher, ignoranter Egoist sein!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch Sie nehmen nur Ihre berechtigten Eigeninteressen wahr, wenn Sie auf die Gegenleistung achten. Wer sollte f\u00fcr Sie einstehen, wenn nicht Sie? Tats\u00e4chlich gibt es Arbeitgeber, die sich f\u00fcr ihre Mitarbeiter einsetzen. Verlassen k\u00f6nnen Sie sich darauf nicht. Ansonsten gilt: Der beste Plan f\u00fcr die angebliche Weltverbesserung ist undurchdacht und unglaubw\u00fcrdig, wenn er bereits bei den zuerst Betroffenen scheitert \u2013 n\u00e4mlich bei denen, die ihn praktisch umsetzen sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Verantwortung auf Sie abw\u00e4lzen<\/h2>\n<p>\u201eIch war so stolz, als ich die Leitung der Marketingabteilung bekam\u201d, sagte mir eine Klientin, die in einem Medienunternehmen arbeitete. \u201eDoch schon am zweiten Tag merkte ich, dass man mich total get\u00e4uscht hatte. Die Kollegen, auf die ich angeblich zugreifen konnte, waren schon durch andere Teams v\u00f6llig ausgelastet. Mehr Budget wurde abgelehnt. Als ich dar\u00fcber mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung diskutieren wollte, hie\u00df es nur: Sie haben doch alle Freiheiten. Nutzen Sie sie!\u201d Der Trick hier: Die Verantwortung an Sie delegieren, aber ohne die daf\u00fcr notwendigen Kompetenzen und Ressourcen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerade aufstrebende Frauen finden sich oft in zu niedrig bezahlten Positionen in undankbaren, teilweise unl\u00f6sbaren Umst\u00e4nden wieder, die ihnen auch noch als \u201eChance\u201d untergejubelt wurden. Die M\u00e4nner, wenn sie nicht sowieso f\u00fcr die interne Quote \u00fcbergangen werden, melden sich da inzwischen lieber gleich in den Vaterschaftsurlaub ab. Wer sich unter solchen Umst\u00e4nden nicht schnell aufreiben will, muss z\u00fcgig handeln. Schnell noch versuchen, nachzuverhandeln \u2013 oder sich verabschieden. Manche Vorst\u00e4nde kennen die Probleme ihrer Bereiche und Abteilungen seit 15 Jahren genau, wollen sie aber partout nicht l\u00f6sen und schicken lieber immer noch einen engagierten Neuling in die Schlacht, die lange verloren ist. Mit diesen K\u00e4mpfen gewinnen die Chefs Zeit, alle anderen bluten aus. Achten Sie also darauf, ob sich Ihr lobenswerter Einsatz \u00fcberhaupt lohnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Nachteile zu Vorteilen erkl\u00e4ren<\/h2>\n<p>Bei den Stellenanzeigen hat es sich unterdessen eingeschlichen, unter \u201eWir bieten\u201d noch einmal das Gleiche aufzuf\u00fchren wie bei den Anforderungen, nur anders formuliert: viel Arbeit (\u201eanspruchsvolles Umfeld, gro\u00dfer Handlungsspielraum\u201d), unterbesetztes Team (\u201eflache Hierarchien, kurze Entscheidungswege\u201d), endlose Meetings (\u201einspirierender Austausch mit gro\u00dfartigen Kollegen\u201d) und ein Jahresvertrag mit sechs Monaten Probezeit (\u201elangfristige Perspektiven\u201d).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese T\u00e4uschungslyrik ist klar von den Immobilienanzeigen inspiriert, in denen auch jede verschnittene H\u00fctte zum \u201echarmanten Bijou mit originellem Grundriss\u201d wird. Der Trick hier: Alle Nachteile zu Vorteilen erkl\u00e4ren und damit austesten, wie weit Sie sich f\u00fcr dumm verkaufen lassen. Ob Sie beispielsweise nicht rechnen k\u00f6nnen und ernsthaft glauben, dass \u201efreie Getr\u00e4nke und Obst\u201d das fehlende Tarifgehalt aufwiegen. Vielleicht klappt\u2019s ja mit Besch\u00f6nigen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Arbeitsvertrag ist das Ergebnis einer Verhandlung. Es ist logisch, dass beide Parteien ihre besten Seiten herausstellen und die weniger g\u00fcnstigen verschweigen wollen. Das d\u00fcrfen Sie ruhig auch machen, etwa eine l\u00e4ngere Arbeitslosigkeit zum \u201einspirierenden Sabbatical\u201d erkl\u00e4ren oder einen langen Urlaub zur \u201epers\u00f6nlichen Weiterbildung\u201d umdeuten. Sie sollten nur nicht auf die blumigen Fantasiegeschichten anderer reinfallen. Im Berufsleben z\u00e4hlen harte Realit\u00e4ten: Einkommen, Aufgaben, Arbeitsbedingungen, Urlaub, Extras.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Mit Unterstellungen einsch\u00fcchtern<\/h2>\n<p>Inzwischen h\u00e4ngt sich praktisch jedes Unternehmen an s\u00e4mtliche Aktivistenbewegungen an, um nicht selbst noch ins Visier zu geraten und dem eigenen Image zu helfen. Das Firmenlogo in Regenbogenfarben? Sehr wichtig \u2013 au\u00dfer in den heiklen M\u00e4rkten im Nahen Osten, in Afrika und Asien. F\u00fcr <em>Black Lives Matter <\/em>eintreten? Macht sich auf Instagram sehr gut, sollte aber nicht so weit gehen, dass es am Ende vielleicht noch ein schwarzes Management-Mitglied gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer derartige Heucheleien oder Zweifel mit manchen Positionen anspricht, erlebt den n\u00e4chsten Trick: Einsch\u00fcchterung durch Unterstellungen. \u201eSie sind also nicht f\u00fcr universelle Menschenrechte?\u201d Oder wenn Sie sich nicht ganz uneigenn\u00fctzig freuen k\u00f6nnen, wenn Ihnen eine 25-j\u00e4hrige Berufsanf\u00e4ngerin als Chefin vorgesetzt wird, damit die Firma endlich die interne Quote hochkriegt: \u201eKann es daran liegen, dass Sie Frauen keinen Erfolg g\u00f6nnen, Sie alter Sexist?\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einerseits ist es verst\u00e4ndlich, dass Unternehmen so reagieren. Die engagierte \u00d6ffentlichkeit ist gnadenlos, und Vorst\u00e4nde sind auch nur \u00e4ngstliche Angestellte, die keine Fehler machen wollen. Andererseits zeigt Ihnen das auch: Wenn das Top-Management derartig schnell einknickt und im Zweifel jedem minderj\u00e4hrigen Twitter-Nutzer nachgibt, der sich aufgeregt hat, brauchen Sie auch nicht mehr glauben, dass Sie da knallharte Kerle ohne jede Skrupel vor sich h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Mit Schuldgef\u00fchlen manipulieren<\/h2>\n<p>\u00c4hnlich funktioniert der Trick, Sie mit \u00fcberzogenen Schuldgef\u00fchlen zu manipulieren. Sie sind in Ihrem Leben m\u00f6glicherweise noch keine zehn Mal geflogen (wie 93 Prozent der Deutschen laut Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft)? Irgendwie sind Sie damit aber trotzdem am Klimawandel mitschuldig. Immerhin schalten Sie doch auch t\u00e4glich das Licht an und heizen im Winter! Wenn das kein skrupelloser Egoismus ist, kann Ihnen wirklich keiner mehr helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00fctter setzen diese Methode seit Generationen erfolgreich ein, um den widerspenstigen Nachwuchs zu erziehen. Wenn beim Essen gem\u00e4kelt wird, sagen sie: \u201eWoanders hungern die Menschen! In Afrika w\u00fcrden sich die Kinder dar\u00fcber freuen.\u201d Wenn beim Z\u00e4hneputzen das Wasser weiterl\u00e4uft: \u201eIn Afrika ist das Trinkwasser knapp und du verschwendest es!\u201d Als ob nicht gegessene Mahlzeiten und ungenutztes Leitungswasser ansonsten direkt weiterverschickt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei diesem Trick werden absichtlich die Relationen verwischt, um Sie einzusch\u00fcchtern: Was Ihr Anteil ist, aber auch, wie relevant Ihr m\u00f6glicher Beitrag \u00fcberhaupt w\u00e4re. Wenn 83 Prozent des Plastikm\u00fclls in den Ozeanen aus 20 L\u00e4ndern (die meisten in Asien) kommen, sollten Sie zwar trotzdem Ihren eigenen M\u00fcll ordentlich entsorgen. Sich deswegen aber weder verr\u00fcckt machen noch als Weltretter f\u00fchlen. Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die objektiv etwas bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Urteilsf\u00e4higkeit absprechen<\/h2>\n<p>Wer unentschuldbar naiv ist, glaubt noch immer, seine eigene Erfahrung w\u00fcrde ihm ein gewisses Urteil in eigener Sache erlauben. Das ist vorbei, seit zu allem \u201edie Wissenschaft\u201d angef\u00fchrt wird. Ob der Bedarf an Frauenquoten, aber nur f\u00fcr die guten Jobs, die Vorteile eines Gro\u00dfraumb\u00fcros f\u00fcr das Team, nicht jedoch f\u00fcr die Chefs, oder die Vorz\u00fcge von \u201eDesign Thinking\u201d gegen\u00fcber der bew\u00e4hrten, eigentlich gleichen Kundenbefragung \u2013 Experten werden es best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier setzt der n\u00e4chste Trick an: Ihnen die Urteilsf\u00e4higkeit absprechen, weil jetzt h\u00f6here Autorit\u00e4ten gesprochen haben, sogar h\u00f6her noch als der Vorstand und die Gesch\u00e4ftsleitung. Und da wollen Sie mit Ihren Praxiserfahrungen kommen? Vielleicht handelt es sich bei den angeblich unumst\u00f6\u00dflichen Erkenntnissen zwar nur um eine Umfrage, die eine Soziologie-Studentin in Australien unter zw\u00f6lf Kommilitonen gemacht hat. Aber eben wissenschaftlich, nicht so wie Sie!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Echte Profis in der Wirtschaft wissen l\u00e4ngst, dass sich in ihrem Bereich vor allem diejenigen am besten auskennen, die ihr berufliches Leben durchweg nur an Universit\u00e4ten, im \u00f6ffentlichen oder gemeinn\u00fctzigen Dienst verbracht haben. Wer nie auch nur einen Kiosk selbst gef\u00fchrt hat, geht viel unverkrampfter direkt ans Mikromanagement der Weltwirtschaft. F\u00fcr Sie hei\u00dft das, im Ernst, nat\u00fcrlich: Theorien anderer bedenken, aber immer mit Ihrer Praxis abgleichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sie k\u00f6nnen auch weitermachen wie bisher<\/h2>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ist es immer auch erlaubt, einfach so weiterzumachen wie bisher. Sich \u00fcber den Chef, das Unternehmen oder die Branche aufzuregen. Zu behaupten, dass man es selbst besser k\u00f6nnte, wenn man nur d\u00fcrfte. Gelegentlich ein gedankenschweres Zitat auf Facebook zu teilen, am besten von Steve Jobs: \u201eIch habe jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mich gefragt: Wenn heute der letzte Tag meines Lebens w\u00e4re, w\u00fcrde ich dann tun wollen, was ich heute vorhabe?\u201d Aber danach keine Konsequenzen zu ziehen, so lange sich nicht der Traumjob direkt in der Nachbarschaft auftut. Denn schon ein Umzug ist eigentlich unzumutbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine angenehme Erleichterung ist auch, das <em>System<\/em>, die <em>Gesellschaft<\/em> oder die <em>Strukturen<\/em> verantwortlich zu machen. Die fachkundigste Kapitalismuskritik kommt zuverl\u00e4ssig von Gro\u00dfstadt-Akademikern mit internationaler Studien- und Berufserfahrung in attraktiven Universit\u00e4ts- oder Konzernjobs. Als besonders Benachteiligte unter uns wissen sie am besten, was sich \u00e4ndern muss. Wer ihrer H\u00f6lle einmal ausgesetzt war, der wei\u00df, wie der Himmel aussehen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vielgescholtene Patriarchat sitzt zwar m\u00f6glicherweise direkt neben einem auf der Coach, hei\u00dft Florian, J\u00fcrgen oder Marek und ist nur zu m\u00fcde f\u00fcr die Hausarbeit. Aber anstatt sich weiter mit ihm herumzustreiten, kann man erst einmal Twitter mit Forderungen nach einem Systemumsturz vollschreiben. Krieg den Pal\u00e4sten! Der Trost der Gleichgesinnten ist ehrlicherweise nur so viel wert wie das, was die beste Freundin oder Mama bei Liebeskummer sagen: \u201eDu bist so toll, er hat dich nicht verdient!\u201d Trotzdem tut es gut zu wissen, dass man nicht allein ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann auch weiter davon reden, dass es \u201ein Frankreich\u201d f\u00fcr berufst\u00e4tige Eltern viel besser sei (minus dem Atomstrom und den Vorort-Unruhen). \u201eIn Skandinavien\u201d sowieso generell alles (au\u00dfer den Steuern, dem Wetter und der Dunkelheit). Wer aber weder ins innere noch ins \u00e4u\u00dfere Exil gehen will, tut gut daran, einen anderen Weg auszuprobieren. Der erste Schritt dazu lautet, all den Einfl\u00fcsterungen um sich herum entgegenzutreten, den gutgemeinten wie den nervigen, und seinen eigenen, selbstbestimmten Weg zu suchen. Das bedeutet vor allem, sehr viel h\u00e4ufiger Nein zu sagen, wo Sie sonst halt eben mitgemacht haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Kapiteln finden Sie ausf\u00fchrliche Fallbeispiele daf\u00fcr, wie die psychologischen Manipulationen und moralischen Erpressungen in der beruflichen Praxis aussehen und wie Sie sich davon abgrenzen k\u00f6nnen. Einige werden Sie mehr betreffen als andere. Sie k\u00f6nnen jedoch aus allen Hinweise f\u00fcr Ihre Situation entnehmen. Sie erfahren, wie Sie sich gegen subtile und offene \u00dcbergriffigkeiten Ihres Arbeitgebers wehren und wieder ohne Angst und selbstbestimmt entscheiden. Selbstverst\u00e4ndlich sind Sie frei darin und dazu ermutigt, positive Anliegen zu unterst\u00fctzen. Dann aber freiwillig und zu Ihren Bedingungen, nicht vom Chef gezwungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Versuchen Sie dabei, sich gedanklich aus Ihrer aktuellen Situation zu l\u00f6sen. Durchzuatmen und zur\u00fcckzudenken, wie alles eigentlich einmal bei Ihnen begonnen hat, wo Sie derzeit stehen und wie es zuk\u00fcnftig am besten weitergehen soll. Vielleicht f\u00fchlen Sie sich gerade gefangen und Ihrem Chef ausgeliefert, weil Sie die Stelle wegen des Einkommens wirklich brauchen und keine Alternative sehen. Aber vertrauen Sie darauf, dass es eine f\u00fcr Sie gibt, sobald Sie mehr Klarheit haben und Ihre einstige Kraft wieder in sich sp\u00fcren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>Eine Chance, eigene \u00dcberzeugungen und Werte st\u00e4rker zu leben<\/strong><\/h1>\n<p>Wenn Ihnen bestimmte Ansichten und Entwicklungen widersprechen, ist die Versuchung gro\u00df, sich vor allem mit Abwehr und Kritik zu besch\u00e4ftigen. Mancher bewegt sich dabei selbst in extremen Positionen und entwickelt eine gewisse Obsession \u2013 in der Annahme, nur so noch ausreichend Kontra bieten zu k\u00f6nnen. Besser ist es in dieser Situation, eigene \u00dcberzeugungen und Werte zu kl\u00e4ren und anschlie\u00dfend bewusster zu leben. Als positives Vorbild erhalten Sie sich immer eine gewisse Leichtigkeit und die Flexibilit\u00e4t, Ihre Ansichten auch zu korrigieren sowie andere anzuerkennen, die gleichberechtigt neben Ihren stehen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Attila Albert: \u201e<a href=\"https:\/\/www.attilaalbert.com\/ich-will-doch-nur-meinen-job-machen\/\"><em>Ich will doch nur meinen Job machen\u201d<\/em><\/a><em>.\u00a0 224 Seiten, 15 Euro, Redline.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Attila Albert: \u201eIch will doch nur meinen Job machen\u201d &nbsp; Zu viel Arbeit, zu wenig Geld, und dann h\u00e4lt der Chef auch noch Moralpredigten! 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