{"id":678428,"date":"2021-12-21T05:30:56","date_gmt":"2021-12-21T04:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=678428"},"modified":"2021-12-21T01:06:54","modified_gmt":"2021-12-21T00:06:54","slug":"je-mehr-virtuelles-arbeiten-aus-dem-homeoffice-umso-weniger-tempo-und-qualitaet-zeigt-eine-umfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/12\/21\/je-mehr-virtuelles-arbeiten-aus-dem-homeoffice-umso-weniger-tempo-und-qualitaet-zeigt-eine-umfrage\/","title":{"rendered":"Je mehr virtuelles Arbeiten aus dem Homeoffice, umso weniger Tempo und Qualit\u00e4t, zeigt eine Umfrage"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heimeliges Homeoffice? Vielleicht. Aber nicht effizient. Management Consultant Petrit Isufi von der IT-Unternehmensberatung Kobaltblau zeigt auf, wieso. (Gastbeitrag)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678671\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678671\" class=\"size-full wp-image-678671\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/Kobaltblau.Petrit-Isufi-Home-Office-e1640042932439.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/Kobaltblau.Petrit-Isufi-Home-Office-e1640042932439.jpg 643w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/Kobaltblau.Petrit-Isufi-Home-Office-e1640042932439-300x140.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/Kobaltblau.Petrit-Isufi-Home-Office-e1640042932439-500x233.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><p id=\"caption-attachment-678671\" class=\"wp-caption-text\">Petrit Isufi (Foto: Kobaltblau)<\/p><\/div>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Je pandemischer die Lage, desto heimeliger das Office. Nur: Die Qualit\u00e4t der Arbeit in den heimischen vier W\u00e4nden scheint oft nicht so doll zu sein. Dies meinen zumindest 58 Prozent der s\u00fcddeutschen Entscheider in den Top-100-Unternehmen, die f\u00fcr unsere Kobaltblau-Studie befragt wurde. Die erleben n\u00e4mlich einen signifikanten Qualit\u00e4tsverlust.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Wie genau das festzustellen ist? Zun\u00e4chst dauert es viel l\u00e4nger bis etwas \u00fcberhaupt losgeht. Entscheidungsprozesse werden verlangsamt, wenn man mehrere Leute zum Video-Call zusammenbringen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Virtuell dauert l\u00e4nger als mal eben \u00fcbern Gang zu gehen<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Der kurze Dienstweg, der schnelle Gang zum Schreibtisch oder B\u00fcro gegen\u00fcber, wird virtuell viel l\u00e4nger. Und man wartet viel l\u00e4nger auf Arbeitsergebnisse, was bei Projekten\u00a0 mit Fristsetzung zu Problemen f\u00fchrt. Oder die Qualit\u00e4t sinkt, wenn es am Ende nach langen virtuellen Abstimmungen doch ganz schnell gehen muss. Auch die Kreativit\u00e4t leidet, wenn man nicht mal eben in der Kaffeek\u00fcche in der Firma brainstormen kann, Ideen aufschnappt und sich mal eben auf dem Gang austauschen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Und auch an der Digitalisierung hapert`s nach wie vor. Ganz banale Prozesse bed\u00fcrfen\u00a0 noch viel manuellen Aufwands. Anstelle von digitalen Unterschriften m\u00fcssen zum Beispiel im \u00f6ffentlichen Dienst noch Dokumente im B\u00fcro unterschrieben und eingescannt werden. Dies frisst Zeit und Nerven der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Auch immerhin 39 Prozent der privaten Unternehmen sagen, dass sie nicht alle IT-Kernprozesse abbilden k\u00f6nnen und 36 Prozent m\u00fcssen auf Support-Leistungen, wie etwa auf einen voll-digitalen Help-Desk, verzichten. Im besten Fall folgt dann nur ein unn\u00f6tiger Arbeitsschritt, n\u00e4mlich der Griff zum Telefon. Schlimmer noch und leider gang und g\u00e4be: F\u00fcr den Urlaubsantrag oder irgendwelche Freigaben sind noch richtige Unterschriften n\u00f6tig, hinter denen sonst der Referent aus der Personalabteilung mit seiner Unterschriftenmappe unterm Arm dem Linienmanager hinterherrennt. Oder der Kollege bringt den streikenden Laptop mal eben in die IT-Abteilung. Das klappt im Home-Office nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Manager ohne Datenzugriff<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Schlimmer noch: Ein Drittel der Manager k\u00f6nnen nicht einmal uneingeschr\u00e4nkt auf die firmeneigenen Daten und Systeme zugreifen. Warum nicht? Bei 60 Prozent liegt dies vor allem an einer heterogenen, wild gewachsenen Prozess-Landschaft. Das heisst, wenn im Laufe der Jahre ohne klare IT-Strategie mal hier und da mal immer mal wieder\u00a0 ein Tool oder eine Software angebaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Hinzu kommt holprige Technik in den Unternehmen: Heute gibt es f\u00fcr jeden Bedarf\u00a0 Cloud-L\u00f6sungen, die jedem den Remote-Zugriff auf seine relevanten Daten erlauben &#8211; w\u00e4re da nicht die technische Umsetzung in den Unternehmen oft so schlecht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Kontrollwahn der Mikromanager multipliziert Dauer und Aufwand<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Immerhin 20 Prozent der Manager sehen aber auch kulturelle beziehungsweise mentale H\u00fcrden bei Ihren Mitarbeitern. Denn: F\u00fcr Mikromanager ist Remote-Arbeit eine echte Herausforderung. Nicht permanent zu wissen, was der Mitarbeiter gerade treibt, potenziert Kontrollwahn und multipliziert Dauer und Aufwand in Abstimmungs- und Arbeitsprozessen. Fehlende Regelungen tun ihr \u00dcbriges, sorgen f\u00fcr Unsicherheiten beziehungsweise f\u00fchren zum Nicht-Entscheiden. Weil man ja einen Fehler machen k\u00f6nnte oder schlicht nicht wei\u00df \u201edarf ich das jetzt entscheiden?\u201c<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Und Fehler scheinen irgendwie remote doppelt zu z\u00e4hlen, weil die, nicht immer konstruktive, Kritik via Tastatur viel leichter f\u00e4llt als face-to-face. Die Folge: Wer Angst hat abgestraft zu werden, macht bestenfalls Dienst nach Vorschrift. Nat\u00fcrlich sind nicht alle Homeoffice-Worker gleich, der eine bl\u00fcht allein am K\u00fcchentisch auf, der andere muss online viel mehr gepusht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><strong>Die h\u00e4ufigsten vier Homeoffice-Typen sind diese:<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><b>Die einsamen Single,<\/b> die kaum \u00e4u\u00dfere Struktur haben und brauchen, der Job gibt ihnen den Alltagsrahmen und der Weg zur Arbeit trennt buchst\u00e4blich Job und Privatleben. Ihnen fehlt die menschliche Interaktion als soziale Komponente im B\u00fcro extrem.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><b>Die Freiheitsliebenden,<\/b>\u00a0die von der aktuellen Situation prinzipiell begeistert sind, zuhause genauso produktiv sind wie im B\u00fcro. Die Zunahme an Selbstbestimmung steigert ihre Produktivit\u00e4t. Sie strukturieren sich ihren Tag selbst, sie muss man aber auch bei der Stange halten, denn sie k\u00f6nnen bei jedem Unternehmen funktionieren;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><b>Die frustrierten Kreativen,<\/b> mit gemischten Gef\u00fchlen-, Privat- und Berufsleben kommen in der aktuellen Situation gef\u00fchlt zu kurz. Sie kommen zwar schnell und gut mit der neuen digitalen Technik zurecht, aber ihnen fehlt der spontane, kreativit\u00e4tsf\u00f6rdernde menschliche Austausch;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><b>Die \u00dcberarbeiteten,\u00a0<\/b>die nun jeden Tag mit sich teils widersprechenden Anforderungen zurechtkommen m\u00fcssen: Meeting und Kinderbetreuung\/Homeschooling, gerade Frauen sind die Leidtragenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_677809\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-677809\" class=\"size-full wp-image-677809\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-500x168.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-677809\" class=\"wp-caption-text\">Hier geht\u00b4s zur Beratung www.goacademy.de\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211;\u00a0Anzeige &#8211;<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Auf ersten Blick sind die meisten Unternehmen zwar mittlerweile recht gut auf das Remote-Arbeiten eingestellt. Schaut man aber genauer hin, gibt es erhebliche technische und kulturelle Hindernisse in vielen Firmen.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Anscheinend besser ergeht es den 45 Prozent der Manager, die sagen, dass ihre Unternehmen darauf angewiesen seien, ihre Mitarbeiter vor Ort einzusetzen und deshalb (vorgeblich) kein\u00a0 Homeoffice anbieten k\u00f6nnen. H\u00e4ufigste Begr\u00fcndungen: Qualit\u00e4tskontrollen sind nur vor Ort m\u00f6glich, Meetings mit neuen Lieferanten oder Probearbeiten sind nun mal schwer remote durchzuf\u00fchren und \u201eder Kunde will uns pers\u00f6nlich sehen, bevor er sein Geld ausgibt\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten. Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heimeliges Homeoffice? Vielleicht. Aber nicht effizient. Management Consultant Petrit Isufi von der IT-Unternehmensberatung Kobaltblau zeigt auf, wieso. (Gastbeitrag) &nbsp; Je pandemischer die Lage, desto heimeliger das Office. 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