{"id":678320,"date":"2021-11-18T06:00:09","date_gmt":"2021-11-18T05:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=678320"},"modified":"2021-11-18T18:32:30","modified_gmt":"2021-11-18T17:32:30","slug":"weisse-elefanten-aasgeier-und-bienenkoeniginnen-im-job-wissenschaftlerin-barbara-stoettinger-die-business-welt-von-ihrer-animalischen-seite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/11\/18\/weisse-elefanten-aasgeier-und-bienenkoeniginnen-im-job-wissenschaftlerin-barbara-stoettinger-die-business-welt-von-ihrer-animalischen-seite\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfe Elefanten, Aasgeier und Bienenk\u00f6niginnen im Job. Wissenschaftlerin Barbara St\u00f6ttinger \u00fcber die Business-Welt von ihrer animalischen Seite"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Business-Welt von ihrer animalischen Seite<\/strong><\/p>\n<p>Im dichten Unternehmensdschungel unserer Wirtschaftswelt, wo intensiver Wettbewerb herrscht und das \u00dcberleben des St\u00e4rkeren regiert, tummeln sich bisweilen ganz sonderbare, aber zugleich auch sehr interessante Kreaturen, sagt\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wu.ac.at\/imm\/about-imm\/faculty\/bs-lowercased\">Barbara St\u00f6ttinger. <\/a>Die Dekanin der WU Executive Academy, hat ihre prominentesten Vertreter genauer unter die Lupe genommen. (Gastbeitrag)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-678321\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/WU.Barbara-Stoettinger1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das sind die schillerndsten Spezies im Dschungel der Business-Tiere, kompakt und \u00fcbersichtlich anhand ihres Gewichts geordnet:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Die wei\u00dfen Elefanten (bis zu 6.000 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Wei\u00dfe Elefanten stehen symbolhaft f\u00fcr riesige Projekte ohne tieferen \u00f6konomischen Sinn, beispielsweise f\u00fcr Bauprojekte im Zuge von Gro\u00dfveranstaltungen wie Sportevents. In vielen L\u00e4ndern stehen Stadien, die kaum genutzt werden und verfallen.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Elefanten sind aber auch ein Begriff f\u00fcr Mitarbeiter in Unternehmen, die keine wirkliche Funktion haben \u2013 auch in der Politik und in staatsnahen Unternehmen trifft man immer wieder auf diese Tierart. Im unternehmerische Kontext empfehlen sich zwei Strategien, um mit wei\u00dfen Elefanten zielf\u00fchrend umzugehen:<\/p>\n<p>I. Wie im Sport hilft auch in der Business-Welt konsequentes Training, um unerw\u00fcnschte Kilos zu verlieren: So k\u00f6nnen aus wei\u00dfen Elefanten, wenn sie in einem neuen Bet\u00e4tigungsfeld richtig eingesetzt werden, flei\u00dfige Arbeitsbienen werden.<\/p>\n<p>II. So schwierig es vielleicht gerade bei einer \u201ebedrohten\u201c Tierart sein mag, sie loszuwerden, zahlt sich die Extra Meile in der Regel aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Die Narwale (bis 1.500 Kilo) und die Einh\u00f6rner (Gewicht unbekannt)<\/strong><\/p>\n<p>Einh\u00f6rner (oder Narwale, wenn es sich um kanadische Unternehmen handelt) heissen\u00a0 jene Start-ups, die einen Marktwert von mehr als einer Milliarde US-Dollar erreicht haben und nach 1999 gegr\u00fcndet wurden. Bekannte Beispiele wie AirBnB oder Uber zeigen, weshalb sie sich in einer umk\u00e4mpften Umwelt durchsetzen konnten: Sie schaffen mit innovativen Neukombinationen M\u00e4rkte, die die etablierten Player \u00fcbersehen haben. Einh\u00f6rner erkennen fr\u00fch neu entstandene M\u00e4rkte mit wenig Konkurrenz und zeichnen sich durch intelligente Innovationen (Technologie, Produkt und\/oder Gesch\u00e4ftsmodell) mit einem zumindest zeitweiligen Alleinstellungsmerkmal aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_677809\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-677809\" class=\"size-full wp-image-677809\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/09\/go.academy.banner.2021-500x168.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-677809\" class=\"wp-caption-text\">Hier geht\u00b4s zur Beratung www.goacademy.de\u00a0 \u00a0&#8211; Anzeige &#8211;<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Die Haie (bis 1.100 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>In den Meeren, die an den Dschungel angrenzen, tummeln sich zahlreiche Haifische, die ihre Runden drehen und Ausschau nach Beute halten. Sie spielen vor allem im Finanzjargon eine gro\u00dfe Rolle und gelten als Symbol f\u00fcr angriffslustige, hungrige Konkurrenten, die keine Gelegenheit auslassen, um rasch zuzuschlagen, oder ein Unternehmen feindlich zu \u00fcbernehmen. Als Abwehrma\u00dfnahme gegen eine derartige \u00dcbernahme hilft bisweilen ein sogenannter \u201eshark repellent\u201c (\u00fcbers. Haiabwehrmittel), Bestimmungen in einer Unternehmenssatzung, die es schwieriger machen, die Akzeptanz eines feindlichen \u00dcbernahmeangebots erfolgreich zu gestalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Die Bullen (bis 1.000 Kilo) und die B\u00e4ren (bis 750 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Bullen und B\u00e4ren geh\u00f6ren in der Business-Welt einfach zusammen. W\u00e4hrend die Bullen ein Symbol f\u00fcr steigende Aktienkurse sind, stehen die B\u00e4ren f\u00fcr sinkende Kurse. Der geschichtliche Hintergrund: einst wurden in Kalifornien diese beiden Tiere bei K\u00e4mpfen aufeinander losgelassen. Der Bulle konnte gewinnen, wenn er den B\u00e4ren mit den H\u00f6rnern in die H\u00f6he schleuderte, daher steht er f\u00fcr steigende Kurse. Der B\u00e4r hingegen blieb siegreich, wenn er mit seinen gewaltigen Pranken von oben nach unten schlagen konnte \u2013 dementsprechend steht er f\u00fcr sinkende Kurse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678338\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678338\" class=\"size-full wp-image-678338\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/baer-e1637192178886.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"255\" \/><p id=\"caption-attachment-678338\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5. Die Cash Cow (bis 750 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Die Cash Cow h\u00e4tte nat\u00fcrlich jeder von uns gerne, denn die Cash Cow \u2013 auf Deutsch nur unzureichend mit Cash-Kuh zu \u00fcbersetzen \u2013 sorgt f\u00fcr stete Einnahmen bei \u00fcberschaubaren Kosten. Auf diese Spezies gilt es, besonders gut aufzupassen, denn bekanntlich geben gl\u00fcckliche K\u00fche mehr Milch, was wiederum f\u00fcr den Bauern gut ist. Aber Vorsicht: Gerade auf gro\u00dfen Bauernh\u00f6fen kann diese spezielle F\u00fcrsorge mitunter dazu f\u00fchren, dass andere Tiere im Stall (=weniger profitable Bereiche) lange vernachl\u00e4ssigt werden, was langfristig negative Auswirkungen haben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-678331\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/kuehe.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/kuehe.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/kuehe-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/kuehe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>6. Die Goldesel (bis 500 kg)<\/strong><\/p>\n<p>Eine sehr rare Spezies, die so selten in der Business-Welt vorkommt, dass sie noch niemand wirklich zu Gesicht bekommen hat. Trotzdem sind die Beliebtheitswerte der Goldesel nicht zu \u00fcbertreffen \u2013 jedes Unternehmen h\u00e4tte n\u00e4mlich gerne einen solchen im Keller \u2013 dann w\u00fcrde so manches leichter fallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>7. Die Zebras (bis 450 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Zebras sind in der Business-Fauna eng verwandt mit den Einh\u00f6rnern, allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Zebras sind Start-Ups, denen es nicht um Gewinne und exponentielles Wachstum um jeden Preis geht, sondern die auch auf nachhaltige Werte wie soziale Vertr\u00e4glichkeit achten. Sie sind nicht darauf ausgelegt, alles kahl zu fressen, sondern sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. Sie sind zugleich profitabel und gesellschaftlich vertr\u00e4glich. Nie w\u00fcrden sie das eine um das andere opfern. Wachstum ist zwar f\u00fcr Zebras, die oft unter der Kategorie der Social Entrepreneurs gef\u00fchrt werden, auch von Bedeutung &#8211; aber stets unter der Pr\u00e4misse eines positiven Wandels von Wirtschaft und Gesellschaft. Die 2005 gegr\u00fcndete E-Commerce-Website Etsy, die sich auf den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten, Vintage und K\u00fcnstlerbedarf spezialisiert hat, oder Basecamp, ein Unternehmen, das Start-ups umfassend dabei unterst\u00fctzt, im Silicon Valley Fu\u00df zu fassen, sind nur zwei Beispiele erfolgreicher Zebras.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678332\" style=\"width: 486px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678332\" class=\"size-full wp-image-678332\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/zebra-e1637191553816.jpg\" alt=\"\" width=\"476\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/zebra-e1637191553816.jpg 476w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/zebra-e1637191553816-274x300.jpg 274w\" sizes=\"auto, (max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><p id=\"caption-attachment-678332\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>8. Die Gorillas (bis 300 kg)<\/strong><\/p>\n<p>Der Gorilla ist ein Respekt einfl\u00f6\u00dfendes Tier &#8211; nicht nur in der freien Wildbahn, sondern auch im Business-Kontext ist er stark und beeindruckend. Mit diesem Begriff werden in die dominierenden Unternehmen einer Branche bezeichnet, die allerdings keine Monopolisten sind. Dank ihrer Vorherrschaft am Markt k\u00f6nnen sie jedoch viel riskieren. Keiner wagt es, sie zu attackieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>9. Der Vogel-Strau\u00df- Effekt (bis 150 Kilo)\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Vom Vogel Strau\u00df-Effekt (Gegenteil: siehe \u201eErdm\u00e4nnchen-Effekt\u201c) spricht man, wenn in der Finanzwelt Anleger versuchen, ung\u00fcnstige B\u00f6rsenentwicklungen und \u2013kurse zu ignorieren, und stattdessen lieber ihre K\u00f6pfe in den sprichw\u00f6rtlichen Sand stecken (\u00fcbrigens eine Eigenschaft, die Str\u00e4u\u00dfen f\u00e4lschlicherweise zugeschrieben wird). Auf den Unternehmenskontext umgelegt bedeutet eine Vogel-Strau\u00df-Politik, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte, sobald (gr\u00f6\u00dfere) Probleme auftauchen, diese kleinereden, ignorieren oder \u2013 im schlimmsten Fall \u2013 verheimlichen. Ein Verhalten, das im \u201eBest-of-F\u00fchrungsfehler-Handbuch\u201c definitiv zu einen der vorderen Pl\u00e4tze einnimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-678334\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/vogelstraussauftuer-e1637191652736.jpg\" alt=\"\" width=\"482\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/vogelstraussauftuer-e1637191652736.jpg 482w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/vogelstraussauftuer-e1637191652736-248x300.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10. Die schwarzen Schw\u00e4ne (bis 15 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Vor rund 15 Jahren hat der B\u00f6rsenexperte und Philosoph Nassim Nicholas Taleb in seinem gleichnamigen Buch die schwarzen Schw\u00e4ne beschrieben. Dabei sind sie als Symbole f\u00fcr unerwartete Ereignisse schon mehr als 2000 Jahre bekannt, als solche Tiere noch als g\u00e4nzlich undenkbar galten. Doch es gibt sie tats\u00e4chlich, sowohl in der Natur, als auch in der Wirtschaft und der Weltgeschichte. Mit Black-Swan-Events werden unvorhersehbare Geschehnisse mit dramatischen Auswirkungen bezeichnet. Nassim Taleb meint, dass die Vorhersage solcher Ereignisse so gut wie unm\u00f6glich ist und angebliche Propheten wie B\u00f6rsengurus &#8211; wenn \u00fcberhaupt, dann nur durch Zufall &#8211; mit ihren Zukunftsvorhersagen ins Schwarze treffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>11. Die Aasgeier (bis 12 kg)<\/strong><\/p>\n<p>Aasgeier sind so wie eine deutlich kleinere Gattung, die Heuschrecken (siehe weiter unten), Symbole f\u00fcr Investoren wie beispielsweise bestimmte Hedgefonds, die geschw\u00e4chte Unternehmen nur wegen kurzfristiger Gewinne \u00fcbernehmen und an einer langfristigen Entwicklung gar nicht interessiert sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>12. Die fetten Katzen (bis sieben Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Bei den in der Fachsprache oft als \u201efat cats\u201d bekannten Tieren handelt es sich um in der Regel sehr reiche und gierige Menschen, die ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen besitzen und sich der Arbeit anderer bedienen, um durch sie noch reicher zu werden. Als \u201efat cats\u201c werden aber auch Top-Manager und Konzern-Bosse bezeichnet, die in wenigen Tagen so viel verdienen, wie ein Arbeitnehmer in einem ganzen Jahr. Der weltweit ermittelte &#8222;Fat Cat Day&#8220; ist jener Tag, an dem das j\u00e4hrliche Einkommen von Besch\u00e4ftigten durch Vorstandsmitglieder bzw. Vorstandsvorsitzende bereits verdient wurde. In \u00d6sterreich ist dieser Tag der 9. J\u00e4nner, in Deutschland der 5. J\u00e4nner. Spitzenreiter bei der Lohnungleichheit sind die USA: Dort m\u00fcsste der Chef nicht einmal zwei Tage arbeiten, um das Jahresgehalt eines durchschnittlichen Mitarbeiters zu verdienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678335\" style=\"width: 497px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678335\" class=\"size-full wp-image-678335\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/katzenebenwiwo.mousepad-e1637191726955.jpg\" alt=\"\" width=\"487\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/katzenebenwiwo.mousepad-e1637191726955.jpg 487w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/katzenebenwiwo.mousepad-e1637191726955-300x256.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/katzenebenwiwo.mousepad-e1637191726955-351x300.jpg 351w\" sizes=\"auto, (max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><p id=\"caption-attachment-678335\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>13. Die lahme Ente (bis f\u00fcnf Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff \u201elahme Ente\u201c stammt aus der B\u00f6rsenwelt und umschreibt einen Investor, der die Verluste nicht mehr ausgleichen kann. Unter lahmen Enten versteht man aber heute in der Wirtschaft auch jene Unternehmen, die wenig Offensivkraft entwickeln k\u00f6nnen; in der Politik bezeichnen sie handlungsunf\u00e4hige Politiker, wie etwa den amerikanischen Pr\u00e4sidenten, der noch bis mit Januar im Amt war, obwohl im November des Vorjahres bereits ein neuer Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678336\" style=\"width: 656px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678336\" class=\"size-full wp-image-678336\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/enten.plastik-e1637191805652.jpg\" alt=\"\" width=\"646\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/enten.plastik-e1637191805652.jpg 646w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/enten.plastik-e1637191805652-300x195.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/enten.plastik-e1637191805652-463x300.jpg 463w\" sizes=\"auto, (max-width: 646px) 100vw, 646px\" \/><p id=\"caption-attachment-678336\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>14. Der Erdm\u00e4nnchen-Effekt (bis 0,8 Kilo)<\/strong><\/p>\n<p>Erdm\u00e4nnchen sind proaktive Anleger, die ihre Finanzportfolios st\u00e4ndig auf Anzeichen f\u00fcr positive oder negative Nachrichten \u00fcberpr\u00fcfen. Im Gegensatz zum Vogel-Strau\u00df-Effekt stecken Investoren bei schlechten Vorzeichen nicht den Kopf in den Sand, sondern verhalten sich wie hyper-wachsame Erdm\u00e4nnchen, die immer auf der Hut sind &#8211; vor allem dann, wenn sich ung\u00fcnstige Marktentwicklungen abzeichnen, oder M\u00e4rkte zusammenzubrechen drohen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>15. Die Heuschrecken (bis vier Gramm)<\/strong><\/p>\n<p>Siehe \u201cAasgeier\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>16. Die Bienenk\u00f6niginnen (bis drei Gramm)<\/strong><\/p>\n<p>Bienenk\u00f6niginnen hei\u00dfen weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte in einem von M\u00e4nnern dominierten Umfeld, die Mitglieder aus ihrem Team (absichtlich) nicht bei ihrer Entwicklung f\u00f6rdern, insbesondere dann, wenn es sich um Frauen handelt. Aktuelle Forschungsergebnisse st\u00fctzen die Hypothese, dass Frauen an der Macht (die sich wie Bienenk\u00f6niginnen verhalten nach dem Motto \u201eim Bienenstock kann es nur eine wie mich geben\u201c) haupts\u00e4chlich auf ihresgleichen herumzuhacken scheinen. Ein bekanntes Beispiel f\u00fcr den Bienenk\u00f6niginnen-Effekt ist der Hollywood-Klassiker \u201eDer Teufel tr\u00e4gt Prada&#8220;: Neben der narzisstischen Chefredakteurin Miranda Priestly (gespielt von Meryl Streep) gibt es f\u00fcr andere Frauen in ihrem Team keine M\u00f6glichkeit, sich zu entfalten \u2013 vor allem nicht f\u00fcr die zweite Protagonistin, Mirandas Assistentin Andy (gespielt von Anne Hathaway).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>17. Die Killer-Bienen (bis 2,5 Gramm)<\/strong><\/p>\n<p>Killer-Bienen sind externe Unternehmen oder Einzelpersonen wie Investmentbanker, Wirtschaftspr\u00fcfer, Anw\u00e4lte oder Steuerexperten, die von einem von einer \u00dcbernahme bedrohten Unternehmen besch\u00e4ftigt werden, um ein \u00dcbernahmeangebot abzuwehren. Ziel ist es, verschiedene Anti-\u00dcbernahme-Strategien zu identifizieren und anwenden, um das Zielunternehmen wirtschaftlich unattraktiv und die \u00dcbernahme kostspieliger zu machen (siehe \u201edie Haifische\u201c und \u201eshark repellents\u201c).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten. Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Business-Welt von ihrer animalischen Seite Im dichten Unternehmensdschungel unserer Wirtschaftswelt, wo intensiver Wettbewerb herrscht und das \u00dcberleben des St\u00e4rkeren regiert, tummeln sich bisweilen ganz sonderbare, aber zugleich auch sehr interessante Kreaturen, sagt\u00a0Barbara St\u00f6ttinger. Die Dekanin der WU Executive Academy, &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/11\/18\/weisse-elefanten-aasgeier-und-bienenkoeniginnen-im-job-wissenschaftlerin-barbara-stoettinger-die-business-welt-von-ihrer-animalischen-seite\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[10455,428,10456,9439,9919],"class_list":["post-678320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-barbara-stoettinger","tag-gastbeitrag","tag-tiere-im-business","tag-wu","tag-wu-executive-academy"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=678320"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":678352,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678320\/revisions\/678352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=678320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=678320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=678320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}