{"id":677898,"date":"2021-12-20T06:00:41","date_gmt":"2021-12-20T05:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=677898"},"modified":"2024-02-06T22:53:04","modified_gmt":"2024-02-06T21:53:04","slug":"ein-teller-kaese-lauch-suppe-mit-foris-ceo-hanns-ferdinand-mueller-den-keiner-mehr-weg-kriegt-aus-dem-rheinland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/12\/20\/ein-teller-kaese-lauch-suppe-mit-foris-ceo-hanns-ferdinand-mueller-den-keiner-mehr-weg-kriegt-aus-dem-rheinland\/","title":{"rendered":"Ein Teller K\u00e4se-Lauch-Suppe mit Foris-CEO Hanns-Ferdinand M\u00fcller, den &#8222;keiner mehr weg kriegt aus dem Rheinland&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Ich schenke Ihnen meine Meinung&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678445\" style=\"width: 478px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678445\" class=\"size-full wp-image-678445\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/Foris.Mueller.2021._IMG_20211005_1326314-e1638311568658.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/Foris.Mueller.2021._IMG_20211005_1326314-e1638311568658.jpg 468w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/Foris.Mueller.2021._IMG_20211005_1326314-e1638311568658-300x281.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/11\/Foris.Mueller.2021._IMG_20211005_1326314-e1638311568658-321x300.jpg 321w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><p id=\"caption-attachment-678445\" class=\"wp-caption-text\">Hanns-Ferdinand M\u00fcller (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hanns-Ferdinand M\u00fcller hat eine sehr charmante Angewohnheit: nach pers\u00f6nlichen Treffen schickt er dem anderen immer einen Brief, mit F\u00fcllfederhalter geschrieben. Das ist quasi sein Markenzeichen, ungew\u00f6hnlich genug. Oder eher: eins seiner Markenzeichen. Der bekennende K\u00f6lner &#8211; man sieht\u00b4s auf seinen Facebook-Posts und an seiner Handy-H\u00fclle aus Filz mit einerm K\u00f6lner Dom darauf. Sein O-Ton: &#8222;Mich kriegt keiner weg aus dem Rheinland.&#8220; M\u00fcller ist der Vorstandsvorsitzende von Foris, dem Marktf\u00fchrer und Pionier in Deutschland f\u00fcr Prozessfinanzierung. Die Bonner Gesellschaft bezahlt Privatleuten, aber auch Unternehmen, die Kosten von Rechtsstreitigkeiten f\u00fcr Sachverst\u00e4ndigengutachten, Anwalts- und Gerichtskosten. Gewinnt der Foris-Kunde irgendwann der Prozess, bekommt der Prozessfinanzierer rund 30 Prozent von der erstrittenen Summe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Akzeptieren oder tolerieren &#8211; ein entscheidender Unterschied<\/strong><\/p>\n<p>Als wir uns im &#8222;Beethoven&#8220; trafen, der einstigen Kultkneipe im D\u00fcsseldorfer Szene-Viertel Flingern, bestellte sich M\u00fcller eine K\u00e4se-Lauch-Suppe. Schnell wurde er fast philosophisch: Er erkl\u00e4rte mir den Unterschied zwischen &#8222;akzeptieren&#8220; und &#8222;tolerieren&#8220;. Im ersten Fall nimmt jemand eine Meinung an. Im zweiten Fall ertr\u00e4gt, erleidet, erduldet man sie. Darin k\u00e4me Demut und Respekt zum Ausdruck, sagt M\u00fcller. Zum Beispiel: Man habe ja auch Freunde, die eine andere Meinung haben als man selbst &#8211; und die ertr\u00e4gt man dann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-678655\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.brief_-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.brief_-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.brief_.jpg 488w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nicht mehr zu streiten, bedeutet Wertsch\u00e4tzung entziehen<\/strong><\/p>\n<p>Und so philosophisch geht es weiter: Wenn man mit jemand streite, m\u00fcsse man es sportlich sehen, findet der K\u00f6lner. Denn: Erst wenn man nicht mehr mit jemandem streitet, entziehe man ihm die Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Das ist ungef\u00e4hr so mit den Mitarbeitern, die ihren Vorgesetzten irgendwann aufh\u00f6ren zu widerspechen. Die nur noch gehorchen, um Ruhe zu haben oder weil es sowieso zwecklos ist wg. beratungsresistenten Hierarchen. Denjenigen F\u00fchrungskr\u00e4ften, die irgendwann die falsche Abbiegung genommen haben und seitdem davon \u00fcberzeugt sind, immer recht zu haben &#8211; alleine weil sie Vorgesetzte sind. Die jegliche Entgegnung f\u00fcr eine Art unzul\u00e4ssigen Frevel halten. Die allj\u00e4hrliche <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/02\/06\/gallup-studie-die-meisten-fuehlen-sich-von-ihren-arbeitgebern-belogen\/\">Gallup-Umfrage<\/a> mit ihren niederschmetternden Ergebnissen l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Man schenkt einem anderen seine Meinung<\/strong><\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu Foris-Chef M\u00fcller, der mir &#8211; dazu passend &#8211; erkl\u00e4rt: Man &#8222;schenkt jemand anderem seine Meinung&#8220; &#8211; und das ist eben nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Er selbst streite sich gerne &#8211; im Sinne von Diskutieren. Dumm nur, dass es schon als aggressiv verstanden wird, wenn man eine andere Position bezieht, bedauert er, der in seiner Laufbahn nicht nur Manager, sondern auch etliche Jahre Unternehmensberater bei renommierten Adressen wie Kienbaum oder Goetzpartners war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_678653\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-678653\" class=\"size-full wp-image-678653\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.suppe_.2-e1639880180888.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.suppe_.2-e1639880180888.jpg 550w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.suppe_.2-e1639880180888-300x257.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/12\/foris.mueller.suppe_.2-e1639880180888-350x300.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-678653\" class=\"wp-caption-text\">K\u00e4se-Lauch-Suppe im &#8222;Beethoven&#8220; (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Enth\u00fcllungsbuch der besonderen Art: \u00dcber die wahren Bremskl\u00f6tze der Gleichstellung von Frauen<\/strong><\/p>\n<p>In diesen Jahren hat er die Erfahrungen gesammelt, die er nun in ein Buch einflie\u00dfen lassen will. \u00dcber nichts Geringeres als die wahren Bremskl\u00f6tze und Verhinderer der Gleichstellung von Frauen. Ein Enth\u00fcllungsbuch der besonderen Art, f\u00fcr das auch ich mich brennend interessieren werde, wenn\u00b4s soweit ist.<\/p>\n<p>Ganz sicher soll darin diese Anekdote vorkommen, die mir M\u00fcller berichtet: Als er vor zehn Jahren noch beim RWE-Konzern als Vorstand einer Tochtergesellschaft arbeitete, machte ihm ein Kollege nach den ersten drei Glas Wein &#8211; etwas beschwipst &#8211; eine erstaunliche Offenbarung: &#8222;Mensch, Du bist ja ein cooler Typ. Du hast echt Eier in der Hose, dass Du hier seit Jahr und Tag zum j\u00e4hrlichen Treffen Deine Freundin mit bringst.&#8220;<\/p>\n<p>M\u00fcller stand auf dem Schlauch, erz\u00e4hlt er. Und dass er ein wenig Zeit brauchte, bis er kapierte, was der Kollege mit Mitte 50 irrt\u00fcmlicherweise glaubte: Dass die Frau, die M\u00fcller begleitete und am Damenprogramm teilnahm, aber nicht M\u00fcller hie\u00df, seine Geliebte sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Dabei: Es handelte sich durchaus um seine angetraute Ehefrau, doch die hatte ihren M\u00e4dchennamen auch nach der Heirat behalten. Und genau das lag au\u00dferhalb der Vorstellungskraft des Kollegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich schenke Ihnen meine Meinung&#8220; &nbsp; &nbsp; Hanns-Ferdinand M\u00fcller hat eine sehr charmante Angewohnheit: nach pers\u00f6nlichen Treffen schickt er dem anderen immer einen Brief, mit F\u00fcllfederhalter geschrieben. Das ist quasi sein Markenzeichen, ungew\u00f6hnlich genug. Oder eher: eins seiner Markenzeichen. 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