{"id":677117,"date":"2021-08-18T06:00:23","date_gmt":"2021-08-18T04:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=677117"},"modified":"2021-08-17T23:44:41","modified_gmt":"2021-08-17T21:44:41","slug":"buchauszug-petra-nabinger-die-quotenfrau-expertinnen-beziehen-position-zur-frauenquote-und-der-geschlechtergerechtigkeit-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/08\/18\/buchauszug-petra-nabinger-die-quotenfrau-expertinnen-beziehen-position-zur-frauenquote-und-der-geschlechtergerechtigkeit-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Buchauszug Petra Nabinger: &#8222;Die Quotenfrau. Expert*innen beziehen Position zur Frauenquote und der Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland.&#8220;"},"content":{"rendered":"<div><strong>Buchauszug Petra Nabinger: &#8222;Die Quotenfrau. Expert*innen beziehen Position zur Frauenquote und der Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland.&#8220;<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div>\n<div>Hier das Kapitel von Ulrich Goldschmidt, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbandes DFK \u2013 Verband f\u00fcr Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div id=\"Signature\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_665877\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-665877\" class=\"size-full wp-image-665877\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/goldschmidt.neu_-e1626813336785.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/goldschmidt.neu_-e1626813336785.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/goldschmidt.neu_-e1626813336785-300x181.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/goldschmidt.neu_-e1626813336785-496x300.jpg 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-665877\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Goldschmidt (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p><strong>Bei der Frauenquote geht es nicht um Gender-Romantik, sondern um Gerechtigkeit<\/strong><\/p>\n<div><\/div>\n<div>Die Kritik an wie auch immer gestalteten Frauenquoten reisst nicht ab. Daran \u00e4ndert auch das neue \u201eF\u00fchrungspositionengesetz\u201c nichts. Was bei den Kritikern immer mitschwingt, ist der Verdacht einer sachlich nicht begr\u00fcndeten Gender-Romantik zu Lasten der M\u00e4nner und zu Lasten der wenigen Frauen, die es auch ohne Quote ganz nach oben schaffen. Jede Art von Frauenquote w\u00e4re danach der Inbegriff der Unfairness. Ein Zombie-Irrglaube, der sich leider beharrlich h\u00e4lt.<\/div>\n<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Reden wir \u00fcber Fairness<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wenn wir in diesem Zusammenhang ernsthaft von Fairness reden wollen, haben tats\u00e4chlich die Frauen allen Grund, sich vehement zu beklagen. Bis heute haben wir nicht zu wenig M\u00e4nner sondern viel zu wenig Frauen in F\u00fchrungspositionen. Und diesen Gender Career Gap sehen wir nicht nur in Aufsichtsr\u00e4ten oder Vorst\u00e4nden. Auch im mittleren Management bewegt sich der Frauenanteil nur m\u00fchsam nach oben und liegt im niedrigen 20-Prozent-Segment, in manchen Branchen noch deutlich darunter. Ein Wert, der weder dem Anteil der Frauen an der Bev\u00f6lkerung noch ihrer Qualifikation f\u00fcr F\u00fchrungsaufgaben entspricht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wie fair ist es aber, wenn man Frauen \u00fcber Generationen hinweg von F\u00fchrungspositionen fernh\u00e4lt? M\u00e4nner haben daf\u00fcr ein System geschaffen, dass ihnen eine nahezu 100 %-M\u00e4nnerquote bescherte. Sie haben dieses System durch infame gesetzliche Regelungen abgesichert, mit denen Frauen von Ausbildung und Berufsaus\u00fcbung lange abgehalten wurden. Und als das nicht mehr m\u00f6glich war, weil gesellschaftspolitisch derartige Diskriminierungen nicht mehr akzeptiert wurden, nutzte man immer wieder die gegebenen Machtstrukturen, um den Aufstieg von Frauen zu verhindern.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Gewiss kann man hier die Unternehmen nicht f\u00fcr alles verantwortlich machen. Aber bis heute werden Frauen beim Aufstieg in F\u00fchrungspositionen diskriminiert. Nicht immer vors\u00e4tzlich, sondern auch fahrl\u00e4ssig, leichtfertig und systembedingt. Dennoch: Gleich ob planvoll gesteuert oder einfach aus Nachl\u00e4ssigkeit steht am Ende eine Benachteiligung, mit der qualifizierten Frauen der Aufstieg verbaut wurde und wird.<\/div>\n<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-677118\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/07\/cover.quotenfrau.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/07\/cover.quotenfrau.jpg 455w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/07\/cover.quotenfrau-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/www.littera-verlag.de\/bestellung_59.html\">Petra Nabinger: &#8222;Die Quotenfrau &#8211; Expert*innen beziehen Position zur frauenquote und der\u00a0 Geschlechtergelchheit in Deutschland&#8220;. Littera Verlag, 24,90 Euro, 300 Seiten<\/a><\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div><strong>\u201eAber die Leistung \u2026.\u201c<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Und reden wir auch \u00fcber Leistung oder vielleicht auch noch gleich \u00fcber Kompetenz. Frauen k\u00f6nnen in vielen Bereichen die besseren Schul- und Hochschulabschl\u00fcsse vorweisen. Auf mangelnder Kompetenz beruht der Gender Career Gap also nicht. Und die Leistung? Nun, wenn wir tats\u00e4chlich die Besten f\u00fcr die F\u00fchrungspositionen in Unternehmen, Politik, Medien und Wissenschaft wollen, k\u00f6nnen wir es uns auf Dauer nicht erlauben, auf die Qualit\u00e4t weiblicher F\u00fchrungskr\u00e4fte zu verzichten. Dies ist durch Studien hinreichend belegt. Vorst\u00e4nde, Aufsichtsr\u00e4te und sonstige Teams in Unternehmen und Organisationen arbeiten erfolgreicher, wenn sie divers aufgestellt sind. Auf Frauen und damit auf gut die H\u00e4lfte des intellektuellen Potentials einer Gesellschaft bei der Besetzung von Spitzenpositionen zu verzichten, ist daher schlicht t\u00f6richt und hat mit Leistungsorientierung nun tats\u00e4chlich \u00fcberhaupt nichts zu tun.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Bei einer Frauenquote geht es also nicht um eine Bevorzugung der Frauen. Es geht vielmehr um Gerechtigkeit und darum, die Benachteiligung qualifizierter Frauen endlich einzustellen. Vor diesem Hintergrund ist jede Frauenquote, die das erm\u00f6glicht im Vergleich zur fr\u00fcheren 100-prozentige M\u00e4nnerquote ein Akt von Fairness und Gerechtigkeit.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Diversity ist F\u00fchrungsverantwortung<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Ob mit oder ohne Quote geh\u00f6rt es zur unternehmerischen F\u00fchrungsverantwortung, qualifizierte Frauen konsequent in F\u00fchrungspositionen zu berufen. Das ist kein Kampf Frauen gegen M\u00e4nner sondern ein Kampf f\u00fcr unternehmerischen Erfolg. Vorst\u00e4nden oder Aufsichtsr\u00e4ten, die sich diesem Thema verschlie\u00dfen, ist krasses F\u00fchrungsversagen vorzuwerfen. Mehr noch, sie besch\u00e4digen damit die Reputation des Unternehmens bei Kunden und Investoren, aber auch das Employer-Branding bei heutigen und k\u00fcnftigen Arbeitnehmer:innen.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div id=\"Signature\">\n<div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten. Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle inhaltlichen Rechte des Management Blogs von Claudia T\u00f6dtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bed\u00fcrfen der ausdr\u00fccklichen Genehmigung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div id=\"Signature\">\n<div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Petra Nabinger: &#8222;Die Quotenfrau. Expert*innen beziehen Position zur Frauenquote und der Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland.&#8220; Hier das Kapitel von Ulrich Goldschmidt, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbandes DFK \u2013 Verband f\u00fcr Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte. . . . 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