{"id":676595,"date":"2021-06-16T17:00:49","date_gmt":"2021-06-16T15:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=676595"},"modified":"2021-06-29T11:00:56","modified_gmt":"2021-06-29T09:00:56","slug":"karriereplanung-mit-gudrun-happich-3-man-muss-die-machtspiele-im-management-der-konzerne-erkennen-und-durchschauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/06\/16\/karriereplanung-mit-gudrun-happich-3-man-muss-die-machtspiele-im-management-der-konzerne-erkennen-und-durchschauen\/","title":{"rendered":"Karriereplanung mit Gudrun Happich (3): Man muss die Machtspiele im Management der Konzerne erkennen und durchschauen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Machtspiele im Management (3)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gudrun Happich ist F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach f\u00fcr Unternehmen wie Henkel oder Lufthansa Systems und Autorin. Hier in Folge drei ihrer Gastbeitrags-Serie geht es um die Machtspiele unter den Topmanagern in Konzernvorst\u00e4nden &#8211; \u00fcber die nur selten gesprochen wird und die nur selten nach aussen dringen. Grade deshalb muss man sie zumindestens erkennen und durchschauen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_675845\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-675845\" class=\"size-full wp-image-675845\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-675845\" class=\"wp-caption-text\">Gudrun Happich (Foto: PR\/Birgitta Petershagen Fotografie)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Taktieren und manipulieren, Intrige und Machtspiele sind an der Tagesordnung\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wer in die obere F\u00fchrungsetage eines Konzerns aufsteigt, muss wissen: Hier gelten andere Regeln als im Middle Management. Es wird taktiert, austariert, manipuliert. Um hier zu bestehen, m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte vor allem Eines beherrschen: Die Spielchen zu durchschauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es kommt nicht nur in Filmen vor: Intrigen und Machtspiele im Management sind in der oberen F\u00fchrungsetage gro\u00dfer Unternehmen an der Tagesordnung. Da gibt es jene Topmanager, die nach au\u00dfen charmant und zugewandt auftreten und ganz gezielt die tiefen Bed\u00fcrfnisse und Sehns\u00fcchte und somit auch das Vertrauen ihres Gegen\u00fcbers wecken, um es gleich drauf zu missbrauchen. Oder solche, die nach und nach (emotionale) Abh\u00e4ngigkeiten schaffen und mit freundlicher Miene Druck aus\u00fcben, um beim Kollegen oder der Kollegin Selbstzweifel zu s\u00e4en. Manipulative S\u00e4tze wie: \u201eWenn Sie sich dazu nicht in der Lage f\u00fchlen, dann muss ich das Projekt wohl an jemand F\u00e4higeren \u00fcbergeben\u201c, sind in der oberen Chefetage keine Seltenheit. Es ist wie ein Spiel: Es geht um Gewinnen und um Macht. Und dies alles auf hochpolitischer Ebene.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Machtspiele in Konzernvorst\u00e4nden werden selten beschrieben und dringen kaum nach aussen<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte annehmen, dass eine F\u00fchrungskraft, die seit vielen Jahren im Unternehmen gut verdrahtet ist und in die obere F\u00fchrungsriege aufsteigt, \u00fcber diese \u201eSpielregeln\u201c beziehungsweise Spielchen im Vorstand informiert sei. Dem ist jedoch nicht so. Die Regeln, die in der oberen F\u00fchrungsetage herrschen, werden selten thematisiert. Was F\u00fchrungskr\u00e4fte in den Medien lesen oder auf Seminaren lernen, ist fast ausschlie\u00dflich aufs mittlere Management abgestimmt. Und dort ist die Welt anders: Es z\u00e4hlen Werte wie Berechenbarkeit, offene Kommunikation und Klarheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im Mittelstand geht es gradliniger zu<\/strong><\/p>\n<p>Meine Ausf\u00fchrungen beschr\u00e4nken sich \u00fcbrigens weitgehend auf Konzerne. Im bodenst\u00e4ndigen Mittelstand geht es viel st\u00e4rker um kurz- und mittelfristige L\u00f6sungen. Die Wege zwischen F\u00fchrungsmannschaft und Mitarbeitenden sind hier deutlich k\u00fcrzer und geradliniger; die Gesch\u00e4ftsleitung hat in der Regel den direkten Kontakt zu denjenigen, die das Produkt oder die Dienstleistung zum Leben erwecken. Das hei\u00dft auch, dass der Mensch im Topmanagement von mittelst\u00e4ndischen Unternehmen viel mehr im Mittelpunkt steht als es in Konzernen der Fall ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch in der modernen Arbeitswelt regieren an der Spitze oft noch alte Spielregeln<\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den oberen Chefetagen der Konzernwelt: Auch hier sind die Spielregeln nicht \u00fcberall gleich ausgepr\u00e4gt. Insgesamt ist der Trend zu einem moderneren \u2013 zu einem offeneren und transparenteren \u2013 Topmanagement unverkennbar. Doch selbst wenn diese Entwicklung in einem Unternehmen bereits im Gange ist, d\u00fcrfte eine F\u00fchrungskraft nur schwer absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, an welcher Stelle der Modernisierung die obere F\u00fchrungsriege oder einzelne Manager \u201evon oben\u201c stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oft gelten aber noch die alten, f\u00fcr das Topmanagement klassischen Spielregeln. Aufsteiger tun gut daran, sich mit diesen vertraut zu machen. Denn der entscheidende Punkt ist: Auch wenn eine F\u00fchrungskraft v\u00f6llig anders tickt als oben beschrieben, sollte sie Machtspiele und Manipulation an der Unternehmensspitze durchschauen k\u00f6nnen und lernen, mit ihnen umzugehen. Besonders dann, wenn sie im Unternehmen etwas bewegen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Man muss die Machtspiele durchschauen k\u00f6nnen: Passen Handeln und Reden zusammen?<\/strong><\/p>\n<p>Dies bedeutet wiederum nicht, dass der oder die Betroffene bei den Machtspielen mitmachen oder sich innerlich verbiegen muss. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Rollen in den Spielchen zu verstehen und lesen zu k\u00f6nnen, um die entsprechenden Spielertypen besser einzusch\u00e4tzen. Wichtig ist dabei, nicht nur auf die Worte, sondern auch genau auf das Verhalten des Gegen\u00fcbers zu achten. So kann eher durchschaut werden, wenn etwas im Gange ist. Passen Gesagtes und Handlung nicht zusammen, ist das ein Hinweis, dass der Manager vielleicht nicht so vertrauensw\u00fcrdig ist, wie er zun\u00e4chst versichert hat. Ein gesundes Bauchgef\u00fchl hilft, Entscheidungen \u00fcber Zweifel hinweg zu treffen, sich selbst treu zu bleiben und seine Ziele zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wichtig im Spiel der Macht: sich selbst und die eigene Position gut zu kennen<\/strong><\/p>\n<p>Das Bewusstsein f\u00fcr die verschiedenen Rollen im Spiel der Macht betrifft im \u00dcbrigen auch die eigene: Wer sich seiner Position klar bewusst ist, ist weniger empf\u00e4nglich f\u00fcr\u00a0Machtspiele. Je besser man sich also selbst kennt und je ehrlicher man sich, sein Handeln und seine Worte wahrnimmt, desto einfacher kann man Entscheidungen treffen und vertreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ohne belastbare Netzwerke geht es an der Spitze nicht<\/strong><\/p>\n<p>Selbstkenntnis sowie eine hohe Aufmerksamkeit f\u00fcr das, was um sie herum geschieht, erh\u00f6hen wiederum die M\u00f6glichkeit f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte, Menschen im Topmanagement auszumachen, die so ticken wie sie selbst, die \u00e4hnliche Werte haben. Letztlich ist dies f\u00fcr sie die Chance schlechthin in der Welt der oberen Chefs. Denn: Wer im Konzern an der Spitze bleiben will, braucht unbedingt belastbare Netzwerke. Das Verb\u00fcnden mit Gleichgesinnten ist dabei nicht nur wichtig, um \u00fcberhaupt bestehen zu k\u00f6nnen. Es ist insbesondere auch wertvoll, um gemeinsam Schritte in Richtung einer neuen F\u00fchrungskultur zu gehen und den Machtspielen langsam aber sicher Einhalt zu gebieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-676731\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/06\/bloggerinnen.2021.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. Alle Rechte vorbehalten. Kontakt f\u00fcr Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machtspiele im Management (3) Gudrun Happich ist F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach f\u00fcr Unternehmen wie Henkel oder Lufthansa Systems und Autorin. 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