{"id":676511,"date":"2021-05-28T06:00:51","date_gmt":"2021-05-28T04:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=676511"},"modified":"2021-05-31T21:37:36","modified_gmt":"2021-05-31T19:37:36","slug":"buchauszug-august-wilhelm-scheer-timing-zum-effektiven-umgang-mit-der-zeit-erfahrungen-und-empfehlungen-von-august-wilhelm-scheer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/05\/28\/buchauszug-august-wilhelm-scheer-timing-zum-effektiven-umgang-mit-der-zeit-erfahrungen-und-empfehlungen-von-august-wilhelm-scheer\/","title":{"rendered":"Buchauszug August-Wilhelm Scheer: &#8222;Timing \u2013 zum effektiven Umgang mit der Zeit: Erfahrungen und Empfehlungen von August-Wilhelm Scheer&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug August-Wilhelm Scheer: &#8222;Timing \u2013 zum effektiven Umgang mit der Zeit: Erfahrungen und Empfehlungen von August-Wilhelm Scheer&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_669858\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-669858\" class=\"size-full wp-image-669858\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Scheer_Wahlster-59-web.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Scheer_Wahlster-59-web.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Scheer_Wahlster-59-web-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Scheer_Wahlster-59-web-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-669858\" class=\"wp-caption-text\">August-Wilhelm Scheer (Foto: PR)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie nutzt man herausragende Zeitpunkte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Primacy- und Recency-Effekt: Der erste Eindruck z\u00e4hlt, und das Beste kommt zum Schluss<\/strong><\/p>\n<p>In einer Reihe psychologischer Experimente wurde herausgefunden, dass bei Informationsaufnahmen Anfang und Ende eine besondere Aufmerksamkeit besitzen. Bei einem Vortrag bleibt z. B. der Anfang besonders im Ged\u00e4chtnis. Am Anfang ist der Zuh\u00f6rer neugierig und erwartungsvoll gespannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann dann eine emotionale Beziehung zum Publikum herstellen, sich sympathisch machen und damit eine h\u00f6here Aufmerksamkeit f\u00fcr das Folgende erreichen. Eine h\u00e4ufige, aber lahme Redewendung, die aus den USA \u00fcbernommen wurde, ist die Frage am Mikrophon \u201eCan you hear me?\u201c, die dann eine Antwort erwartet, und es erschallt auch tats\u00e4chlich ein zustimmendes Gebrummel aus dem Publikum. Durch dieses Frage- und\u00a0 Antwort-Spiel bekommt man einen Kontakt zum Publikum, und es wird ein Gemeinschaftsgef\u00fchl hergestellt. Beliebt sind auch kleine Anfangsgeschichten nach dem Motto: \u201eAls ich heute fr\u00fch aus dem Haus ging, um zum Flughafen zu fahren, sagte mein kleiner Sohn zu mir: Ich bin traurig, Daddy, dass Du fort musst, aber bringst Du mir von Deiner Veranstaltung etwas mit?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Derartige durchsichtige Starts wirken aufgesetzt. Ich lasse aber am Anfang immer die<br \/>\n\u00dcberschriftsfolie etwa 3 Minuten auf der Leinwand stehen und erz\u00e4hle dazu frei etwas zum Thema. Damit gebe ich den Zuh\u00f6rern Gelegenheit, mich kennenzulernen, und sie werden nicht vom st\u00e4ndigen Verfolgen neuer Slides abgelenkt. Man sollte \u00fcberhaupt nur wenige und den m\u00fcndlichen Vortrag lediglich illustrierende Slides verwenden. Keinesfalls sollten dicht beschriebene Texte eingesetzt werden, die die Zuh\u00f6rer in der kurzen Zeit ohnehin nicht lesen k\u00f6nnen und sie frustrieren. Diese dienen h\u00f6chstens als Manuskript f\u00fcr den Vortragenden und sind damit selbstentlarvend f\u00fcr seine Unsicherheit. Souver\u00e4nit\u00e4t wird gezeigt, wenn der Gedankengang verinnerlicht ist und man keine Vorlagen braucht. Ich muss diese Selbstverst\u00e4ndlichkeiten h\u00e4ufig selbst gestandenen Mitarbeitern verdeutlichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann auch zum Start eines Vortrags den Gedanken des Vorg\u00e4ngers aufnehmen \u201eWie Herr oder Frau X gerade gesagt hat, \u2026\u201c Damit verschafft man sich zwar Aufmerksamkeit, aber man hebt den Vorg\u00e4nger virtuell zur\u00fcck auf die B\u00fchne. Wenn er eine sehr bekannte Pers\u00f6nlichkeit ist, dann schmei\u00dft man sich an ihn ran und erhebt sich mit ihm. Ist es eine Person niedrigeren Renommees, profitiert diese davon. Das kann sympathisch machen, es ist aber zu \u00fcberlegen, ob es einem fachlich nutzt. Bei offiziellen Veranstaltungen gibt es ein Begr\u00fc\u00dfungszeremoniell der VIPs. Hier zeigt sich dann auch ein Jahrmarkt der Eitelkeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei meinen vielen Teilnahmen an Neujahrsempf\u00e4ngen und politischen Feiern haben mich diese Begr\u00fc\u00dfungsorgien gelangweilt. Auf jeden Fall verschenkt man Wirkungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr inhaltliche Aussagen am Anfang einer Rede. Man merkt es daran, dass bei Stehveranstaltungen w\u00e4hrend des Begr\u00fc\u00dfungsrituals die privaten Unterhaltungen der G\u00e4ste zunehmen und diese dann hinterher die eigentliche Rede nicht mehr verfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende eines Vortrags kann der Recency-Effekt genutzt werden. Hier kann man zusammenfassen, was der H\u00f6rer auf jeden Fall behalten sollte. Man kann auch gezielt eine besonders markante Formulierung mit einem \u00dcberraschungseffekt anpeilen.<br \/>\nMan beobachte einmal Politiker, wie sie in ihren Reden gezielte Schlussformulierungen verwenden. Ein treffendes Beispiel ist der ber\u00fchmte Satz von J. F. Kennedy \u201eIch bin ein Berliner\u201c. Dabei schadet es nicht einmal, dass der Kontext dieses Satzes meistens verschluckt wird, in dem er sagte, dass er \u201eim Sinne eines freien Menschen\u201c ein Berliner sei.\u00a0Auch Arnold Schwarzenegger nutzte den Effekt mit seinem Spruch: \u201eI\u2019ll be back baby!\u201c in seiner bereits zitierten Rede bei der Er\u00f6ffnungsveranstaltung einer CeBIT.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf derartige Effekte kommt man nicht spontan, sondern sie m\u00fcssen vorgedacht, f\u00fcr das Timing inszeniert und in Betonung und Gestik einge\u00fcbt werden.<br \/>\nAuch in Verhandlungen oder Konferenzen sind Primacy- und Recency-Effekte wichtig. Wer in einem Meeting am Anfang die zu behandelnden Themen festlegt, f\u00fchrt die Sitzung. Derjenige, der zum Schluss die Ergebnisse f\u00fcr das Protokoll zusammenfasst und die \u201eTo-dos\u201c verteilt, bestimmt die Umsetzung der Ergebnisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei Presseartikeln bestimmt der Anfang, ob der Artikel den Leser fesselt und er ihn zu Ende liest. Bei Fernsehserien schlie\u00dft eine Folge immer mit einer spannenden Szene (Cliffhanger), damit der Zuschauer es nicht abwarten kann, die n\u00e4chste Folge zu sehen. Lernt man eine Person neu kennen, bleibt der erste Eindruck besonders stark im Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer in einer Verhandlungssituation als erster zuckt, also ein Zeichen f\u00fcr seine Kompromissbereitschaft setzt, wird seine urspr\u00fcngliche Forderung nicht mehr durchsetzen. Wer dagegen bei einer Preisverhandlung die erste Zahl nennt, setzt einen Anker, an dem sich die anderen orientieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was macht man zwischen Anfang und Schluss?<\/strong><\/p>\n<p>Von geschriebenen Manuskripten abgelesene Reden sind langweiliger als frei gesprochene. Geschriebene Reden sind redundanzarm, folgen perfekt der Grammatik und sind pr\u00e4zise. Dazu werden eingeschobene Satzteile verwendet, die eine Aussage detaillieren oder einschr\u00e4nken sollen. Aber so redet im t\u00e4glichen Umgang kein Mensch; deshalb gibt es f\u00fcr die t\u00e4gliche Kommunikation den Begriff der Umgangssprache. Wer schon einmal eine frei gesprochene Rede abgeschrieben hat, ist schockiert, wie viele S\u00e4tze nicht zu Ende gesprochen werden und wie viele Bez\u00fcge oder Satzendungen grammatisch falsch sind. Trotzdem verstehen die Zuh\u00f6rer die Rede oft besser als eine abgelesene geschliffene Rede.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die abgelesenen Neujahrsansprachen der Politiker im Fernsehen sind von Jahr zu Jahr weitgehend auswechselbar; kein Wunder, dass einmal bei Helmut Kohl eine Rede des Vorjahres eingespielt wurde; es hat von den Zuschauern sicher kaum jemand gemerkt. Vielleicht erinnern sich dagegen noch Leser an die Zeiten, wo im Bundestag von Abgeordneten wie Herbert Wehner, Franz Josef Strauss oder Helmut Schmidt feurige Redeschlachten ausgefochten wurden. Da haben eben nicht die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Abgeordneten die blutleeren Reden geschrieben, sondern die Akteure haben gesprochen, wie ihnen der Schnabel gewachsen war; typisch deshalb der Spitzname von Helmut Schmidt als \u201eSchmidt Schnauze\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute ist die lebendige Umgangssprache von Politikern h\u00f6chstens noch in Talkshows zu h\u00f6ren. Aber auch da sind sie vorsichtig, relativierend, wenig zupackend, und man erkennt den Einfluss von Rhetorikkursen.\u00a0 Mein Rat ist deshalb, ruhig den Mut zur freien Rede und zur Umgangssprache zu haben. Die Zuh\u00f6rer sind viel fehlertoleranter, als man glaubt. Die Rede wird bei freier Form von lebendigen Gesten begleitet, der Zuh\u00f6rer bekommt Augenkontakt und sp\u00fcrt die Leidenschaft des Redners.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles das macht auch die Faszination eines Jazzsolos aus. Deshalb habe ich viel von meinen Jazzauftritten f\u00fcr meine Vortragst\u00e4tigkeit gelernt. Wie ein Jazzer sich zurechtfinden muss, wenn er kurzfristig den Faden verloren hat, so gilt das auch f\u00fcr einen Vortragenden. Man muss eben sicher sein, dass man \u00fcber gen\u00fcgend Kenntnisse und Routine verf\u00fcgt, um sich aus kritischen Situationen wieder herauswinden zu k\u00f6nnen. Aber Achtung, das bedeutet, dass man gerade, weil man locker und souver\u00e4n wirken will, sehr viel in die Vorbereitung investieren muss. Ein lockerer freier Vortrag gelingt nur mit sorgf\u00e4ltiger Vorbereitung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei sehr wichtigen neuen Vortr\u00e4gen habe ich folgende f\u00fcr mich bew\u00e4hrte Vorgehensweise. Zun\u00e4chst sammele ich Stoff wie in der Schule bei einem Deutschaufsatz. Dabei notiere ich einige Kerns\u00e4tze und Anekdoten. Dann frage ich mich, welche Hauptbotschaft(en) ich vermitteln will. Dazu \u00fcberlege ich, welche \u00dcberschrift eines Presseberichts ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde. Zu einem Vortrag \u00fcber \u201eDigitalisierung in Deutschland\u201c w\u00e4ren z. B. Alternativen: \u201eScheer fordert mehr Investitionen in die Zukunft der Digitalisierung\u201c oder \u201eScheer ermutigt den Mittelstand, Digitalisierung als Chance zu nutzen\u201c oder \u201eScheer fragt, warum es nicht mehr SAPs in Deutschland gibt\u201c. Dann entscheide ich mich f\u00fcr eine der Richtungen \u2013 nat\u00fcrlich f\u00fcr eine positive Ausrichtung, in die ich zur Relativierung auch einige kritische Anmerkungen einflechten kann. Anschlie\u00dfend erstelle ich eine Gliederung und ordne die Gedanken der Stoffsammlung ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann schreibe ich das Manuskript. Nicht, um es vorzutragen, sondern um mich zu pr\u00fcfen, ob meine Aussagen stringent sind und einer kritischen Diskussion standhalten. Dazu ist die Schriftsprache gut geeignet. Dieses Manuskript kann ich nach dem Vortrag f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung nutzen. Aus dem Manuskript von z. B. 15 Seiten erstelle ich f\u00fcr den Vortrag ein drei- bis f\u00fcnfseitiges Stichwortmanuskript. Dieses verwende ich, um die freie Rede zu \u00fcben. Wie bei einem Spickzettel in der Schule ist bereits das Anfertigen des Zettels von Nutzen: Man muss entscheiden, welche Aussagen wichtig sind und welche Begriffe oder Namen man unbedingt behalten muss. W\u00e4hrend meines morgendlichen Joggings erz\u00e4hle ich mir dann lautlos den Vortrag, bis ich meine, dass ich ihn gut draufhabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Tag vor dem Vortrag dampfe ich den Spickzettel auf eine Seite ein, die ich dann<br \/>\nf\u00fcr alle F\u00e4lle in meine Jackentasche stecke. Bisher habe ich aber dieses Blatt selbst bei komplizierten Inhalten mit vielen Untergliederungen noch nicht aus der Tasche ziehen m\u00fcssen. Aber es gibt Sicherheit. Meine handschriftlichen Spickzettel bewahre ich auf, um sie bei anderen Gelegenheiten nutzen zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sind sie eine gute Erinnerung. Dieses ist der Idealfall meines Vorgehens. In den meisten F\u00e4llen k\u00fcrze ich es nat\u00fcrlich ab. Aber das Grundprinzip der fortgesetzten Verdichtung bleibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe noch nie einen Vortrag exakt so gehalten, wie ich ihn mir vorgenommen hatte. Entweder hat mich der Moderator falsch vorgestellt, sodass ich darauf spontan reagieren musste oder ich nahm eine Aussage des Vorredners auf, die mir nicht gefallen hat, oder ich habe schlicht innerhalb des Vortrags einen Punkt vergessen und musste eine spontane \u00dcberleitung zum n\u00e4chsten Gedanken finden. Aber es ist besser, 90 Prozent des geplanten Inhalts lebendig vorzutragen als 100 Prozent langweilig vorzulesen. Schlie\u00dflich wei\u00df der Zuh\u00f6rer ja auch nicht, was man ausgelassen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-676520\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/05\/cover.scheer.timing.jpg\" alt=\"\" width=\"153\" height=\"219\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Buchauszug August-Wilhelm Scheer: &#8222;Timing \u2013 zum effektiven Umgang mit der Zeit: Erfahrungen und Empfehlungen von August-Wilhelm Scheer&#8220;, Springer Verlag, 266 Seiten, 32,99 Euro<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copyright: @Claudia T\u00f6dtmann. 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