{"id":676365,"date":"2021-05-21T12:45:54","date_gmt":"2021-05-21T10:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=676365"},"modified":"2021-05-22T10:30:15","modified_gmt":"2021-05-22T08:30:15","slug":"karriereplanung-mit-fuehrungskraefte-coach-gudrun-happich-wer-keinen-alptraum-erleben-will-sollte-zuerst-seinen-traum-abpruefen-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/05\/21\/karriereplanung-mit-fuehrungskraefte-coach-gudrun-happich-wer-keinen-alptraum-erleben-will-sollte-zuerst-seinen-traum-abpruefen-1\/","title":{"rendered":"Karriereplanung mit F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach Gudrun Happich: Wer nicht im Alptraum enden will, sollte zuerst seinen Traum abpr\u00fcfen (1)"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Gudrun Happich ist F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach f\u00fcr Unternehmen wie Henkel oder Lufthansa Systems und Autorin. Hier in Folge 1 Ihrer Gastbeitrags-Serie geht es um die Frage: Was bedeutet es, Topmanager zu sein?\u00a0 Wer keinen Alptraum erleben will, sollte sich n\u00e4mlich erst einmal seinen Traum klarmachen und mit der Realit\u00e4t abgleichen &#8211; ob sein Traum wirklich so aussieht.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<div id=\"attachment_675845\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-675845\" class=\"size-full wp-image-675845\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/02\/Happich.Gudrun-Happich_01_klein-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-675845\" class=\"wp-caption-text\">Gudrun Happich (Foto: PR\/Haufe)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><strong>Obere F\u00fchrungsetage: Traum oder Albtraum?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Karriereplanung f\u00fcrs Topmanagement<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wer Karriere machen will, braucht einen Plan. Das wichtigste dabei: Zu \u00fcberlegen, wohin man eigentlich will. Soll es Sie in die obere Chefetage f\u00fchren, gibt es zwar keinen Standardweg, aber zumindest ein paar Dinge, die Sie mit im Gep\u00e4ck haben sollten.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zutaten f\u00fcr einen erfolgreichen Aufstieg ins Topmanagement sind vielf\u00e4ltig \u2013 strategische Planung, Beziehungen, F\u00f6rderer, langer Atem oder einfach nur Gl\u00fcck. Ein Rezept f\u00fcr die Karriereplanung gibt es nicht. Doch es gibt Instrumente, mithilfe derer Sie Ihre Karriere im Auge behalten und steuern k\u00f6nnen. Die Voraussetzung hierf\u00fcr: ein Karriereverst\u00e4ndnis, das auf pers\u00f6nliche Zufriedenheit und die Entfaltung der eigenen St\u00e4rken setzt. Ich rate immer dazu, sich zun\u00e4chst klar zu machen, warum man eigentlich ins Topmanagement will. F\u00fcr viele sind es die \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse, die sie leiten \u2013 das hohe Gehalt, das Renommee, die Strahlkraft der Position. Doch was nutzt dies alles, wenn die Position nicht zu einem passt? Der Preis f\u00fcr die \u201eTraumkarriere\u201c ist im Endeffekt Unzufriedenheit bis hin zu regelrechtem Ungl\u00fccklichsein, was sich oftmals auch negativ auf die Gesundheit auswirkt. Scheinbar attraktive Angebote einer h\u00f6heren Position mit gutem Gehalt sind nach meiner Erfahrung daher die gef\u00e4hrlichsten Karrierefallen. Denn h\u00e4ufig f\u00fchlt sich der oder die Betroffene von einem solch verlockenden Angebot so geschmeichelt, dass er gar nicht auf die Idee kommt, genau zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Stelle tats\u00e4chlich passt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reflektieren Sie Ihre pers\u00f6nlichen Werte, F\u00e4higkeiten und Ziele, bevor Sie verlockenden Angeboten erliegen<\/strong><\/p>\n<p>Meine Empfehlung ist, sich von dem \u201eklassischen Karrieregedanken\u201c zu verabschieden. Denken Sie Karriere anders, indem Sie versuchen, die f\u00fcr Sie bestm\u00f6gliche Rolle zu finden. Diese kann im Topmanagement sein, muss es aber nicht. Die eigene Position zu finden gelingt, wenn die berufliche Entwick\u00adlung mit pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten und Talenten sowie mit den Werten, Zielen und Moti\u00adven der Pers\u00f6nlichkeit im Einklang stehen. Ohne inne zu halten und zu reflektieren, geht es dabei nicht! \u00dcberlegen Sie sich in Ruhe, ob die obere Chefetage wirklich etwas f\u00fcr Sie ist. Hierzu ist zu wissen: Beim Aufstieg nach oben durchleben Sie als F\u00fchrungskraft eine Metamor\u00adphose: Es erwartet Sie eine ganz andere Welt mit eigenen Spielre\u00adgeln, mit denen Sie sich erst noch vertraut machen m\u00fcssen \u2013 und f\u00fcr die Sie zudem ein politisches H\u00e4ndchen brauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Informieren Sie sich, wie es sein wird &#8211; und checken, ob Sie es echt wollen<\/strong><\/p>\n<p>Um Ihre Entscheidung f\u00fcr oder gegen das Topmanagement treffen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen Sie Informationen: Verschaffen Sie sich ein klares Bild von der Welt des Topmanagements. Sprechen Sie hierzu auch mit Leuten, die den Schritt in die oberste Chefetage bereits getan haben. Spielen Sie dann am besten schon im Vorfeld durch, was auf Sie zukommen kann. Nicht zu untersch\u00e4tzen sind zum Beispiel repr\u00e4sentative Aufgaben und Meetings, denn im C-Management werden Sie viel mehr im Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit stehen. \u00dcberlegen Sie angesichts dessen und weiterer Besonderheiten, ob Ihr Platz tats\u00e4chlich im Topmanagement ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sentieren Sie sich in der Firma, werden Sie visibel\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie sich aber f\u00fcr eine Karriere ganz oben entscheiden, dann kommt es auf ihr Engagement an: Kommunizieren Sie zum Beispiel in Ihrem Unternehmen, was Sie sich als N\u00e4chstes in Ihrer Karriere vorstellen, und nutzen Sie Gelegenheiten, um Ihre St\u00e4rken hervorzuheben und sich optimal zu pr\u00e4sentieren. Wenn Sie gute Ergebnisse und spannende Themen sichtbar machen, punkten Sie mit aller Wahrscheinlichkeit mit positiven Statements an verschiedenen Kontaktpunkten. Je h\u00f6her Sie aufsteigen, desto wichtiger ist die positive Selbstpr\u00e4sentation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schaffen Sie gute Beziehungen zu Entscheidungstr\u00e4gern<\/strong><\/p>\n<p>Vorteilhaft bei der Karriere sind F\u00f6rderer, zumindest f\u00fcr einen Aufstieg innerhalb eines Konzerns. So ist ein Vorgesetzter etwa, der an Sie glaubt und Sie f\u00f6rdert, von unsch\u00e4tzbarem Wert. Ebenso wichtig ist ein strategisches Netzwerk, das weit \u00fcber die eigene Abteilung hin\u00adausreichen sollte. Kontakte und Netzwerke sind Multiplikatoren Ihres K\u00f6nnens und Ihrer Leistung. Ein breiter Kreis vielf\u00e4ltiger Kontakte innerhalb und au\u00dferhalb Ihrer Organisation erh\u00f6ht die Reichweite und sorgt daf\u00fcr, dass Sie von Entscheidungstr\u00e4gern wahrgenommen werden. Tappen Sie daher bitte nicht in die Networking-Falle \u201ekeine Zeit\u201c. Die Faustregel, die im Topmanage\u00adment gilt, lautet schlie\u00dflich: Es kommt zu 10 Prozent auf das Fachwissen, zu 30 Prozent auf das Auftreten und zu 60 Prozent auf Beziehungen an. Je h\u00f6her Sie im Unternehmen kommen, desto mehr sollten Sie sich diesem Verh\u00e4ltnis zwischen Fachwissen, Auftreten und Bezie\u00adhungen ann\u00e4hern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hinterfragen Sie angebotene Jobs gr\u00fcndlich<\/strong><\/p>\n<p>Wird Ihnen eine neue Position angeboten, sollten Sie sich abermals eingehend informieren: Wo ist diese Stelle innerhalb des Unternehmens angesiedelt und welche Spielregeln gelten dort? Welches Image hatte der Vorg\u00e4nger? Und welche Werte pr\u00e4gen das neue Umfeld? All dies ist wichtig zu wissen, um den Job einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen und zudem schnell in die neue Position hineinfinden zu k\u00f6nnen. Ein ausf\u00fchrliches Gespr\u00e4ch mit dem k\u00fcnftigen Vorgesetzten erm\u00f6glicht ferner, ein klares Bild \u00fcber Ziele und Aufgaben zu erhalten. Sinnvoll ist dar\u00fcber hinaus, in Abstimmung mit dem Vorgesetzten eine Art Businessplan aufzustellen, der unter anderem das Vorhaben der strategischen Entwicklung der Organisationseinheit aus Sicht der F\u00fchrungskraft konkretisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie sollen Probleml\u00f6ser sein, Ihre W\u00fcnsche sind egal<\/strong><\/p>\n<p>Untersch\u00e4tzen Sie in diesem Zusammenhang nie das strategische Ziel des Unternehmens: Eine wichtige Position zu besetzen, liegt immer im massiven Interesse der Firma, deren verantwortliche Entscheider alles versuchen werden, den aus ihrer Sicht geeignetsten Mitarbeitenden f\u00fcr die Position zu besetzen. Hei\u00dft: Es geht in der Regel weniger um Ihre pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche. Vielmehr wird Ihnen am ehesten zugetraut, dass Sie ein bestimmtes \u201eProblem\u201c l\u00f6sen; man hat sozusagen die Kompetenzerwartung, dass Sie die Kuh vom Eis bekommen. Hier sollten Sie nochmals hinterfragen, ob Sie auch wirklich mit den Vorhaben des Unternehmens \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fragen Sie nach einem begleitenden Einzelcoaching\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wechselt man in eine h\u00f6here Position \u2013 ab Middle Management \u2013, ist im \u00dcbrigen ein begleitendes Einzel\u00adcoaching immer sinnvoll. In vielen Unternehmen werden hierf\u00fcr Mittel bereitgestellt, dennoch gilt das ungeschriebene Gesetz, dass die Initiative f\u00fcr die Ma\u00dfnahme von der F\u00fchrungskraft selbst ausgehen soll. Ich kann nur empfehlen, hier die Initiative zu ergreifen. Vorsichtig w\u00e4re ich indes mit Karriereratgebern. Es gibt zahllose davon, manchmal sind sie auch durchaus brauchbar. Viele Tipps gehen jedoch ins Leere oder k\u00f6nnen sogar gef\u00e4hrlich sein, wenn eine F\u00fchrungskraft ihnen unkritisch folgt und dadurch vom eigenen Karriereweg abkommt. Denn wie eingangs erw\u00e4hnt: Karriere ist immer individuell, es gibt keine allgemeinen Standards.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Buchauszug Gudrun Happich im Management-Blog: <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/02\/18\/buchauszug-gudrun-happich-herausforderungen-im-fuehrungsalltag-24-fuehrungsthemen-fuer-den-weg-ins-topmanagement\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/02\/18\/buchauszug-gudrun-happich-herausforderungen-im-fuehrungsalltag-24-fuehrungsthemen-fuer-den-weg-ins-topmanagement\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-676352\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/Bloggerrelanvzlogo.2021-FAK_21-01_Siegel_Blogger-Relevanzindex_Top-20-Blogs.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gudrun Happich ist F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach f\u00fcr Unternehmen wie Henkel oder Lufthansa Systems und Autorin. 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