{"id":676040,"date":"2021-04-06T06:00:23","date_gmt":"2021-04-06T04:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=676040"},"modified":"2021-04-06T19:37:12","modified_gmt":"2021-04-06T17:37:12","slug":"transformation-in-unternehmen-fuenf-punkte-wie-rebellen-erfolg-haben-koennen-obwohl-sich-ihnen-vieles-in-den-weg-stellt-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2021\/04\/06\/transformation-in-unternehmen-fuenf-punkte-wie-rebellen-erfolg-haben-koennen-obwohl-sich-ihnen-vieles-in-den-weg-stellt-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Transformation in Unternehmen: F\u00fcnf Punkte, wie Rebellen Erfolg haben k\u00f6nnen, obwohl sich ihnen vieles in den Weg stellt (Gastbeitrag)"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Wenn sich Unternehmen in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden neu erfinden m\u00fcssen, brauchen sie Mut, Offenheit und vor allem radikale Ideen. Wer kann die liefern? Rebellen, die sich \u00fcber Konventionen und Normen hinwegsetzen. Um echte Innovationen zu erm\u00f6glichen. Die Transformationsexperten von der WU Executive Academy in Wien, der \u00d6konom Fred Luks und der F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach Markus Platzer haben ein <span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Kurzprogramm entwickelt, um Managern und F\u00fchrungskr\u00e4ften dabei zu helfen, den Rebellen in ihnen und ihren Mitarbeitern zu erwecken. (Gastbeitrag)<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_676044\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-676044\" class=\"size-full wp-image-676044\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/03\/wien.uni_.FredLuks_klein2020\u00a9Christina_Haeusler.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/03\/wien.uni_.FredLuks_klein2020\u00a9Christina_Haeusler.jpg 464w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/03\/wien.uni_.FredLuks_klein2020\u00a9Christina_Haeusler-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><p id=\"caption-attachment-676044\" class=\"wp-caption-text\">Fred Luks (Foto: PR\/Christina H\u00e4usler)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Warum Unternehmen Rebellen brauchen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Die gro\u00dfen Meilensteine der Gesellschaft g\u00e4be es ohne Rebellen nicht: Das Frauenwahlrecht oder das Ende der Apartheid zum Beispiel. Allerorts gingen Menschen als treibende Kr\u00e4fte voran, setzten sich leidenschaftlich und mit vollem Einsatz \u00fcber Konventionen und Normen hinweg \u2013 und riskierten dabei sogar ihr Leben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Auch Unternehmen m\u00fcssen angesichts des steigenden Ver\u00e4nderungs- und Digitalisierungsdrucks ihre Prozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle von Grund auf infrage\u00a0 stellen \u2013 adaptieren und reagieren reicht nicht.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_676228\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-676228\" class=\"size-full wp-image-676228\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/WU.markus-platzer_83fafcb911.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-676228\" class=\"wp-caption-text\">Markus Platzer (Foto: WU Wien\/PR)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Nett austauschen reicht nicht: Mutige, die sich mehr trauen als andere, sind n\u00f6tig<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Rebellen sind per Definition Menschen, die Regeln und Autorit\u00e4ten hinterfragen, herausfordern und bewusst umgehen. Dringend notwendige Ver\u00e4nderung ist in Unternehmen selten positiv besetzt und wird oft mit diversen Mitteln verhindert. Dabei: Man braucht Personen, die bewusst f\u00fcr Irritation, \u00c4rger und Verwunderung sorgen \u2013 Dinge zu tun, die sich andere nicht trauen und dadurch auch tats\u00e4chlich grundlegende Ver\u00e4nderung in Gang bringen \u2013 sich \u00fcber Ideen nett austauschen, ist in der Regel zu wenig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Allerdings ist es mit Offenheit in Unternehmen nicht getan. Eine offene Unternehmenskultur ist die Voraussetzung f\u00fcr Innovation, sie alleine reicht aber nicht. N\u00f6tig sind Leute, die mutig sind, vorangehen und Dinge ausprobieren, die andere nicht tun w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Umgekehrt w\u00fcrden Rebellen in einem sehr starren System ohne Offenheit keine Chance haben. In solchen Kulturen bei\u00dfen sie sich die Z\u00e4hne aus.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Regeln sind da, um gebrochen zu werden &#8211; vor allem die ungeschriebenen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Zum Rebellentum geh\u00f6rt der gepflegte Regelbruch \u2013 im legalen Rahmen. Ohne Rebellen, die nicht Regeln gebrochen h\u00e4tten, w\u00fcrden wir noch auf B\u00e4umen sitzen. Man muss aber nicht unbedingt die formellen Regeln im Unternehmen brechen, um ein Rebell zu sein: Es gibt gen\u00fcgend ungeschriebene Regeln, die Ver\u00e4nderung verhindern. Rebellen br\u00e4uchten f\u00fcr ihr aufr\u00fchrerisches Tagwerk allerdings Durchhalteverm\u00f6gen, ein hohes Energielevel und eine starke <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Motivation\">intrinsische Motivation<\/a>.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Unfassbar viel unproduktive Zeitvergeudung f\u00fcr politische Spielchen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Strategischer Regelbruch ist legitim. Gerade in gro\u00dfen Organisationen muss man innerhalb der Regeln spielen und Allianzen schmieden, nur: Unfassbar viel Zeit wird f\u00fcr politische Spielchen unproduktiv vergeudet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Mit Fragen wie diesen: Bei wem positioniere ich welche Themen in geeigneter Form? Wer spricht diese Themen an, welches Sicherheitsnetz m\u00fcssen wir vorab bauen und wen d\u00fcrfen wir keinesfalls ver\u00e4rgern? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Man stelle sich vor all diese Zeit w\u00fcrde tats\u00e4chlich produktiv eingesetzt werden \u2013 welchen Wettbewerbsvorteil k\u00f6nnten Unternehmen gegen\u00fcber ihren Mitbewerbern generieren? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Es ist Zeit f\u00fcr radikale Offenheit, um nicht immer mit gro\u00dfen Augen gen Silicon Valley schauen zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Kuschel-Diskussionskultur statt Konfrontation: Rebellentum erm\u00f6glichen reicht<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Zu scheitern, ist in \u00d6sterreich, Deutschland und vielen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ein Stigma. In \u00d6sterreich herrscht zudem eine Kuschel-Diskussionskultur, die Konfrontation vermeidet und Harmonie sucht. Dabei w\u00e4re eine offene Diskussionskultur, ja Freude am Diskurs, entscheidend, damit echte Innovation \u00fcberhaupt gelingen kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Von den Kollegen und Mitarbeitern Rebellentum zu erwarten, wenn sie dabei gleichzeitige ihre Jobs gef\u00e4hrden, ist allerdings der falsche Weg. Es ist auch Aufgabe der F\u00fchrungskr\u00e4fte, Rebellentum zu erm\u00f6glichen. Sie m\u00fcssen nicht unbedingt selbst rebellisch sein. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Wichtig sei hier Diversit\u00e4t im Unternehmen: Also ein guter Mix von unterschiedlichen Meinungen und F\u00e4higkeiten \u2013 auch etwa im Hinblick auf Alter, Herkunft, Geschlecht und bunten Lebensl\u00e4ufen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">An einer rebellen- und damit innovationsfreundlichen Unternehmenskultur sollte jedenfalls \u00fcber Employer Branding hinaus gearbeitet werden: Verspricht das Jobinserat mehr, als die Unternehmenskultur h\u00e4lt, zieht man junge Talente an, die sich drei Tage nach Jobbeginn fragen, ob sie im falschen Film gelandet sind? Auf einmal ist von der angepriesenen agilen Unternehmenskultur, dem wertsch\u00e4tzenden Miteinander und den flachen Hierarchien wenig \u00fcbrig. Diese Talente verlassen das Unternehmen &#8211; wenig \u00fcberraschenderweise &#8211; bald wieder.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Rebellen-Guide: Wie Rebellen erfolgreich \u00fcberzeugen k\u00f6nnen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Rebellen, die sich leidenschaftlich f\u00fcr ihre unkonventionellen Ideen und \u00dcberzeugungen einsetzen, k\u00f6nnen f\u00fcr die Ver\u00e4nderungs- und Innovationsf\u00e4higkeit von Unternehmen von unsch\u00e4tzbarem Wert sein. Jedoch mit dem Kopf um jeden Preis durch die Wand zu wollen, <\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">ist sicher nicht die beste Strategie. Dieser kleine Rebellen-Guide soll ihnen helfen, mit ihren Ideen auch bei ihren F\u00fchrungskr\u00e4ften und Kollegen Geh\u00f6r zu finden:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\"> Langer Atem<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Pr\u00fcfen Sie sich selbst auf Ihren eigenen Antrieb. Wie wichtig ist Ihnen Ihre Idee? Welche Vision haben Sie dazu? Seien Sie sich bewusst, dass Sie einen langen Atem f\u00fcr diverse Diskussionen ben\u00f6tigen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\"> Strategische Vorgehensweise<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Sie wollen eine andersartige Idee durchsetzen? Dann unterlegen Sie diese faktenbasiert und mit Kennzahlen. \u00dcberzeugen Sie in einer \u00e4u\u00dferen Form, die den Entscheidungstr\u00e4gern bekannt ist.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\">Allianzen schmieden<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Suchen Sie sich Sparringpartner und schmieden Sie Allianzen mit Mitstreitern f\u00fcr Ihre Idee.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\">Starten und zur Not sp\u00e4ter entschuldigen<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Fragen Sie nicht lange um Erlaubnis, sondern starten Sie einfach im Kleinen los: in Ihrem Team, im Rahmen Ihrer M\u00f6glichkeiten. Experimentieren Sie, probieren Sie aus, adaptieren Sie bei Bedarf. Ist die Umsetzung Ihrer Idee von Erfolg gekr\u00f6nt, berichten Sie davon und \u00fcberzeugen andere F\u00fchrungskr\u00e4fte, es Ihnen gleichzutun. Seien Sie da ruhig etwas naiv, was Regeln betrifft \u2013 oder tun Sie zumindest so. Entschuldigen Sie sich im Nachhinein.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><strong>Wenn Sie sie nicht \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, verwirren Sie sie.<\/strong> <\/span><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Sorgen Sie f\u00fcr Irritation, wo es n\u00f6tig ist<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\"> Die K\u00f6nigs-Idee<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Wenn es die einzige M\u00f6glichkeit ist, um Ihr Ziel zu erreichen: H\u00e4ngen Sie den Erfolg am Ende Ihrem Vorgesetzten um. Das ist zwar old school, aber besser als keine Ver\u00e4nderung.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-676223\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2021\/04\/top20.201.jpg\" alt=\"\" width=\"66\" height=\"80\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn sich Unternehmen in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden neu erfinden m\u00fcssen, brauchen sie Mut, Offenheit und vor allem radikale Ideen. Wer kann die liefern? Rebellen, die sich \u00fcber Konventionen und Normen hinwegsetzen. Um echte Innovationen zu erm\u00f6glichen. 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