{"id":674637,"date":"2020-09-28T06:00:39","date_gmt":"2020-09-28T04:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=674637"},"modified":"2020-09-27T23:47:20","modified_gmt":"2020-09-27T21:47:20","slug":"buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-der-aufstieg-der-topmanagerinnen-weibliche-rollenvorbilder-aus-fuenf-wirtschaftsnationen-beschreiben-ihre-erfolgswege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/09\/28\/buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-der-aufstieg-der-topmanagerinnen-weibliche-rollenvorbilder-aus-fuenf-wirtschaftsnationen-beschreiben-ihre-erfolgswege\/","title":{"rendered":"Buchauszug Bettina Al-Sadik-Lowinski: &#8222;Der Aufstieg der Topmanagerinnen. Weibliche Rollenvorbilder aus f\u00fcnf Wirtschaftsnationen beschreiben ihre Erfolgswege.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug Bettina Al-Sadik-Lowinski: \u201eDer Aufstieg der Topmanagerinnen &#8211; Weibliche Rollenvorbilder aus f\u00fcnf Wirtschaftsnationen beschreiben ihre Erfolgswege.<\/strong><strong>\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_674640\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/al-sadik.2020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-674640\" class=\"size-full wp-image-674640\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/al-sadik.2020.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/al-sadik.2020.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/al-sadik.2020-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/al-sadik.2020-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-674640\" class=\"wp-caption-text\">Bettina Al-Sadik (Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Franz\u00f6sinnen- Intellektuelle K\u00e4mpferinnen gegen Rollenkonflikte<\/strong><\/p>\n<p>Die franz\u00f6sischen Topmanagerinnen geben Einblicke in ihre starke Karriereorientierung, die sie vor dem Hintergrund erk\u00e4mpfter Rechte und weiterhin bestehender Widerst\u00e4nde leben. Die Beherrschung ganz eigener landesspezifischer Codes, die Suche nach einer weiblichen, franz\u00f6sischen Identit\u00e4t als Managerinnen und das Thema Frauensolidarit\u00e4t begleitet sie bei ihren erfolgreichen Werdeg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einsch\u00e4tzung der Gendersituation in Frankreich <\/strong><\/p>\n<p>Die Franz\u00f6sinnen dieser Untersuchung vergeben subjektive Werte zwischen vier und sieben, in einzelnen F\u00e4llen acht, auf einer Skala von null bis zehn Punkten, wenn es um Gleichberechtigung f\u00fcr Frauen in Managementpositionen in Frankreich geht. Zehn Punkte w\u00fcrden bedeuten, dass Frauen und M\u00e4nner im Hinblick auf Karrieren im Management v\u00f6llig gleichgestellt sind. Im Durchschnitt bewertet die Gruppe ihr Umfeld in Frankreich mit sechs Punkten im guten Mittelfeld und liegt damit einen Punktwert \u00fcber der Bewertung der deutschen Gruppe und zwei Punkte unter den Chinesinnen, die ihr Umfeld im Durchschnitt mit einem Wert acht auf der Skala bewerten. Die Einsch\u00e4tzung der Frauen zur Frage der Gleichstellung von Frauen in Frankreich wird sehr ambivalent beurteilt. Die Franz\u00f6sinnen lassen sich in den Antworten nicht nur auf das Management festlegen, sondern bewerten verschiedene Aspekte der allgemeinen Gleichstellung von Frauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr positiv, und durchaus mit Stolz in den Formulierungen, werden dabei die Fortschritte der franz\u00f6sischen Gesetzgebungen zur Gleichstellung von Frauen, die franz\u00f6sische Familienpolitik und die Angebote zur Kinderbetreuung gewertet. Die Frauen betonen, dass im Vergleich zu den 1960er bis 1980er-Jahren, in denen auch in Frankreich Frauen eher zu Hause t\u00e4tig waren, enorme Fortschritte f\u00fcr ein chancengleicheres Umfeld gemacht wurden. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auf die 40 Prozent Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4tinnen und das Cop\u00e9 Zimmermann Gesetz verwiesen.<\/p>\n<p>Die damit erzielten Erfolge machen die Franz\u00f6sinnen sehr stolz. Sie beschreiben, dass die Gleichberechtigung von Frauen in Frankreich \u00fcber die Gesetzgebung vorbildlich abgesichert sei und ihr Land Vorbildfunktion gegen\u00fcber vielen anderen L\u00e4ndern habe, in denen diese Gesetzesgrundlagen bisher f\u00fcr Frauen aus ihrer Sicht nicht erreicht sind. Immer wieder benennen sie die Quotenerfolge und gelungenen Ma\u00dfnahmen der Politik. Es ist gesellschaftlich heute die Norm, dass Frauen in Frankreich berufst\u00e4tig sind. Fremdbetreuung von Kleinkindern ist breit in der Gesellschaft akzeptiert und das Betreuungsangebot macht es Frauen mit Kindern m\u00f6glich, ihrer Berufst\u00e4tigkeit nachzugehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/cover.al-sadik.gross_.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-674641\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/cover.al-sadik.gross_.jpeg\" alt=\"\" width=\"458\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/cover.al-sadik.gross_.jpeg 458w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/09\/cover.al-sadik.gross_-211x300.jpeg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Bettina Al-Sadik-Lowinski \u201eDer Aufstieg der Topmanagerinnen \u2013 Weibliche Rollenvorbilder aus f\u00fcnf Wirtschaftsnationen \u00fcber Erfolgswege zu Spitzenpositionen.\u201c 283 Seiten, 24,95 Euro, De Gruyter Oldenbourg,<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/view\/title\/584841\">https:\/\/www.degruyter.com\/view\/title\/584841<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedoch kommen die Befragten auch schnell zu den Problemfeldern der Situation von Frauen im Hinblick auf Chancengleichheit im franz\u00f6sischen Management. Die Gleichberechtigung sei im gesetzlichen Regelwerk und auch auf intellektueller Ebene umgesetzt, jedoch nicht im konkreten. Es f\u00e4llt auf, dass \u00fcber 50-j\u00e4hrige Frauen und j\u00fcnger Frauen unterschiedliche Argumente zu den noch fehlenden Schritten anf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die unter 50-j\u00e4hrigen Frauen argumentieren vor allem rund um das Thema Mutterschaft, die allgemeine Benachteiligung von M\u00fcttern und fehlende Gehaltsgleichheit. Hier wird weiterhin gro\u00dfer Verbesserungsbedarf beschrieben. M\u00fctter sind aus ihrer Sicht benachteiligt im Hinblick auf die Geh\u00e4ltergerechtigkeit. Sie haben rund um die Phasen von Schwangerschaft und Kleinkindbetreuung Gehaltsl\u00fccken zu verzeichnen und werden von Erh\u00f6hungen systematisch ausgeschlossen. Die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Karriere ist prinzipiell f\u00fcr die gehobene Mittelschicht gegeben, die die hohen Kosten einer Rund-um-die Uhr- Betreuung zahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Teure Kinderbetreuung in den Abendstunden durch Anwesenheitspflicht im B\u00fcro<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Frauen im Topmanagement in Frankreich gilt wie f\u00fcr M\u00e4nner eine abendliche Anwesenheitspflicht im B\u00fcro, ohne die ein Aufstieg schier unm\u00f6glich ist. Diese macht es f\u00fcr Frauen in F\u00fchrungspositionen notwendig, ihre Kinder regelm\u00e4\u00dfig bis in sp\u00e4tere Abendstunden von Kinderfrauen zu Hause betreuen zu lassen. F\u00fcr untere Gehaltsklassen ist eine Vereinbarkeit von Kind und Vollzeitberuf schwierig, da die Betreuungsangebote mit Kosten verbunden seien, die sich in vielen Gehaltsgruppen nicht rentieren.<\/p>\n<p>Sehr ausf\u00fchrlich sind die Beschreibungen von Problemen im Geschlechterverh\u00e4ltnis. M\u00e4nnerb\u00fcnde, die systematisch Frauen ausschlie\u00dfen, sind demnach weiterhin Realit\u00e4t.\u00a0 Diskriminierung von Frauen und Stereotype in den K\u00f6pfen von m\u00e4nnlichen Entscheidungstr\u00e4gern werden von Forschungsteilnehmerinnen als gro\u00dfes Problem f\u00fcr Frauen benannt, die in der Hierarchie aufsteigen wollen. Das Thema wird in Paris aktuell immer wieder auf zahlreichen Konferenzen, unter anderem zum Weltfrauentag, breit diskutiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4ltere Frauen werfen J\u00fcngeren mangelndes Netzwerk und Selbstvertrauen vor<\/strong><\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass ein Teil der \u00e4lteren Studienteilnehmerinnen, das Umfeld schon als eher gleichwertig einstufen und ein Versagen der Frauen beschreiben, sich auf die h\u00f6heren R\u00e4nge zu katapultieren. Mangelndes Selbstvertrauen, zu wenig Netzwerk und zu wenig Planung der eigenen Karriere werden als Hauptdefizite angef\u00fchrt. Das Thema der Vereinbarung von Karriere und Kindern, welches j\u00fcngeren Frauen verbalisieren, wird von den \u00e4lteren Frauen negiert. Eine Wertver\u00e4nderung zwischen den Generationen, der heute 50 bis 63-j\u00e4hrigen Franz\u00f6sinnen und den Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren entbrannt am Thema Arbeitszeiten. Frauen, die noch Kinder erziehen, k\u00e4mpfen f\u00fcr Arbeitszeiten, die sich von den traditionellen langen Abenden am Arbeitsplatz verabschieden. Sie w\u00fcnschen sich Unternehmen, die die Belange von M\u00fcttern mit F\u00fchrungsverantwortung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die \u00e4lteren Frauen, die sich auf ein gehobenes Management nach m\u00e4nnlichen Regeln eingestellt hatten, scheinen entt\u00e4uscht zu sein, dass die j\u00fcngeren Frauen ihren Kampf nicht in derselben Art und Weise fortf\u00fchren. Sie gehen davon aus, dass eine Frau in Frankreich, die in die oberen R\u00e4nge aufsteigen will, sich den von M\u00e4nnern vorgegebenen Normen anpassen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>D<\/em><em>.<\/em><em>: Ich gebe Frankreich<\/em><em> auf der Skala von zehn<\/em> <em>sechs Punkte<\/em><em>. Ich h\u00e4tte fast <\/em><em>f\u00fcnf<\/em><em> gesagt<\/em><em>.<\/em> <em>Es gibt <\/em><em>Dinge, die sich in Frankreich ver\u00e4nder<\/em><em>n<\/em><em> und die zur Gleichstellung der Geschlechter f\u00fchren. Aber wir haben das Problem der Gewalt gegen Frauen nicht gel\u00f6st. Wir haben das Problem der Lohngleichheit und des geschlechtsspezifischen Lohngef\u00e4lles nicht gel\u00f6st. Wir haben nur 17<\/em><em> Prozent<\/em><em> Frauen in Exekutivkomitees. Wir haben <\/em><em>auch <\/em><em>alle Stereotypen, die wir<\/em><em> auch<\/em><em> in <\/em><em>anderen<\/em><em> L\u00e4ndern haben. Wir haben das alles nicht geregelt. Trotzdem leben wir in einer Gesellschaft, in der Frauen einen Platz haben, sie k\u00f6nnen auf die Stra\u00dfe gehen, sie m\u00fcssen sich nicht verstecken, sie k\u00f6nnen zur Arbeit gehen. Aber ich denke, dass wir <\/em><em>als das<\/em> <em>f\u00fchrende <\/em><em>Land der Menschenrechte f\u00fcr die Frauen wirklich <\/em><em>h\u00e4tten <\/em><em>mehr erreichen k\u00f6nnten.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>M.: Sieben bis acht f\u00fcr die Arbeitsebene, f\u00fcr die gesellschaftliche eher f\u00fcnf. Ich denke, dass wir Frauen auf der Ebene der Gesellschaft als intellektuell gleichwertig betrachten, nicht aber im Konkreten. Wenn wir das wirkliche Leben der Menschen in der Familie betrachten, ist dies nicht der Fall. Alle haben immer noch Klischees, ich meine Frau und Mann, M\u00e4nner sind immer noch M\u00e4nner, die stark und verantwortlich sein m\u00fcssen, und Frauen sind immer noch diejenigen, die sich um das Haus k\u00fcmmern. Wir entwickeln uns weiter, aber wir haben unsere Art zu denken nicht vollst\u00e4ndig ge\u00e4ndert.<\/em><em>Ich denke, Frankreich ist nicht schlecht. Weil wir in Frankreich alles tun, damit die Frau arbeiten kann. Das, was in Frankreich immer noch ein Problem ist, ist eine bestimmte Position des Mannes, von denen viele nicht wollen, dass sich das \u00e4ndert. Dass sich die Gesellschaft ver\u00e4ndert. Aber einige M\u00e4nner f\u00fcrchten, dass Frauen ihren Platz einnehmen. Wenn wir in der Politik sehen, was passiert, wenn eine Frau in die Nationalversammlung kommt und was sie in einem Land wie dem unseren erz\u00e4hlt, es ist unheimlich. Ich denke, in Frankreich gibt es einen kulturellen Punkt, der wichtig ist, n\u00e4mlich die Beziehung zwischen Mann und Frau. Auf der intimen Ebene. Und das l\u00e4sst den Mann die Frau als Beute betrachten. Der Mann jagt die Frau wie eine Beute.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>E.: Frankreich sieben, Amerika acht. Ich denke, wenn Frauen hart arbeiten und gute Ideen haben und sich gut behaupten und kommunizieren, kommunizieren Frauen im Allgemeinen besser als M\u00e4nner. Wenn Frauen alle Ihre kompetitiven Vorteile entsprechend einsetzen, denke ich, dass sie so ziemlich das bekommen, was sie wollen. Es ist nicht zehn, weil es mehr M\u00e4nner in der Belegschaft gibt, weil es M\u00e4nner gibt, die voreingenommen sind. Andererseits denke ich auch, dass viele Frauen sich daf\u00fcr entscheiden, nicht zu arbeiten. Dann sagen sie, dass sie diskriminiert werden. Ich habe viele Frauen, darunter Harvard-Frauen, die wirklich nicht arbeiten wollen, und sie haben erfolgreiche Ehem\u00e4nner, und sie sagen manchmal, dass es aus diesem oder jenem Grund ist, aber es ist so, weil sie es nicht wirklich wollen oder sich n\u00fctzlicher f\u00fchlen, wenn sie sich um die Kinder k\u00fcmmern. <\/em><em>Ich kenne Deutschland ein bisschen und denke, dass sie viel Druck auf Frauen aus\u00fcben, bestimmte Dinge wie das Stillen zu tun. Im Grunde ist es \u00e4hnlich wie in Japan, es ist eine sehr chauvinistische Gesellschaft, die deutsche. Sie diskriminiert Frauen, es ist ganz grundlegend. In Japan ist es genauso. <\/em><em>Ich denke, Japan und Deutschland sind ziemlich \u00e4hnlich. Sie sind sehr diskriminierend. Frankreich feiere ich ein wenig, obwohl das auch nicht ganz richtig ist. Aber wir waren zumindest gegen\u00fcber Frauen nicht so diskriminierend. Es gibt nicht diesen Druck der Kollegen, zu stillen, nicht zu arbeiten. Frankreich war es immer weniger Macho als in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>S.: Aus beruflicher Sicht wei\u00df ich, dass es durchschnittlich 25 Prozent Gehaltsl\u00fccke bei Frauen f\u00fcr die gleichen Berufe gibt, und ich konnte es auch in meinen verschiedenen Berufen sp\u00fcren. Ich h\u00f6re immer wieder Kommentare von Leuten wie: &#8222;Nun, sie ist eine Frau, sie wird Kinder haben.&#8220; Also Nachteile gegen\u00fcber M\u00e4nnern, die sich f\u00fcr denselben Job beworben haben. Ich war sehr geschockt und habe dagegen gek\u00e4mpft. Es ist nicht gleichwertig, denn es geht immer um famili\u00e4re Zw\u00e4nge f\u00fcr eine Frau, und sie stellen niemals eine Frage an M\u00e4nner, deshalb finde ich es wirklich ungerecht. <\/em><em>Frankreich ist nicht so schlimm, weil es viele politische Ma\u00dfnahmen gibt, um die Dinge zu \u00e4ndern. Es gab auch einige Quoten, vor allem in \u00f6ffentlichen Unternehmen, um die Unternehmen zu zwingen, Frauen in die Vorst\u00e4nde zu bekommen, und f\u00fcr das Image der Unternehmen den Aktion\u00e4ren gegen\u00fcber ist es besser, wenn einige Frauen in hohen Positionen sind. Es ist Teil der nachhaltigen Entwicklung, Vielfalt zu zeigen. Sie sind ein bisschen dazu gezwungen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>L.: Frankreich sechs von zehn. Ich denke, dass sich die Situation ver\u00e4ndert hat. Sie macht Fortschritte. In den sechziger, Achtzigerjahren hatten wie eine Vision der Gesellschaft, in der Frauen wirklich nicht arbeiteten. Ihr Platz war zu Hause. Und ich denke, die Dinge \u00e4ndern sich mit den neuen Generationen. Die meisten jungen V\u00e4ter, die Vierzigj\u00e4hrigen, und die vierzigj\u00e4hrigen M\u00fctter arbeiten heute alle. V\u00e4ter k\u00fcmmern sich um ihre Kinder. Ich sehe es bei allen meinen Freunden. Ich spreche \u00fcber meine sozio-professionelle Klasse. Danach wei\u00df ich auch, dass dies in anderen Umfeldern nicht unbedingt der Fall ist. Da spreche ich \u00fcber die Mittelschicht oder dar\u00fcber. In den benachteiligten Schichten gibt es, denke ich, immer noch eine Menge Frauen, die nicht arbeiten k\u00f6nnen mit Kindern. Die k\u00f6nnen sich nicht leisten eine Kinderfrau bis 20 Uhr zu bezahlen. <\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>C.: Sieben von zehn. Weil ich glaube, dass wir in Frankreich zum Gl\u00fcck ein sehr starkes gesetzliches Arsenal f\u00fcr Gleichstellung haben. Also wir haben Gesetze, die eigentliche Frage ist, sie anzuwenden. Aber wir haben bereits das Gesetz, zum Beispiel das Equal Pay Act. Dort hat beispielsweise der Arbeitsminister Muriel P\u00e9nicaud vor Kurzem ein Barometer mit Sanktionen eingerichtet, um die Frage des gleichen Entgelts zu l\u00f6sen. Gleiches Entgelt wird nicht angewandt. Es gibt also immer noch Gesetze, es gibt Sanktionsverfahren. Zweitens waren wir eines der ersten L\u00e4nder, dass das Gesetz von 40 Prozent im Verwaltungsrat, das Cop\u00e9-Zimmermann-Gesetz, umsetzte. Wir sind also auch hier noch ziemlich weit vorne. Und dann sind wir immer noch das f\u00fchrende Land, in dem die Rechte der Frau, durch harte K\u00e4mpfe gewonnen wurde, sei es in Bezug auf die reproduktiven Rechte oder die Abtreibung. Trotzdem habe ich nicht mehr als sieben gegeben, was bereits gut ist, denn ich denke, dass noch viel zu tun bleibt. Und wir sind nicht besser als andere. Trotz all dieser Bem\u00fchungen kommen wir also sehr langsam voran. Wir haben Bereiche, insbesondere die wissenschaftlichen und biologischen Sektoren, in denen wir hinsichtlich der Frauenbeteiligung sehr gro\u00dfe Unterschiede aufweisen. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich sehe zum Beispiel in China viel mehr Frauen im wissenschaftlichen und biologischen Bereich. Was also bedeutet, dass es in Frankreich immer noch ein Problem der Mentalit\u00e4t gibt, ein Problem der Bildung an der Basis, was dazu f\u00fchrt, dass wir die M\u00e4dchen nicht genug in die Berufe der Zukunft, die in Wissenschaft und Technologie sind, heranf\u00fchren. Ich glaube, dass wir in diesem Bereich sogar weniger als sieben sind. Wir sind noch nicht vorne und wir nehmen die Dinge nicht ganz wichtig. Ja, die Zahlen bleiben so wie sie sind, weil wir langsam vorankommen, weil Frauen manchmal nicht k\u00e4mpfen wollen und die Umgebungen manchmal sehr grob m\u00e4nnlich, dominant sind. Es stimmt oft, dass sie es nicht wollen. Ich denke also, das Problem des Selbstvertrauens. Die meisten wurden nicht dazu erzogen, diese Macht, diese F\u00fchrung, zu beherrschen oder zumindest zu \u00fcbernehmen. Deshalb f\u00fchren wir viel F\u00fchrungstraining f\u00fcr Frauen durch, um Selbstvertrauen aufzubauen. Und dann kommt doch die Zeit, in der Frauen fragen, was das Wichtigste ist. Es ist das Wichtigste, Kinder zu haben, und es wird immer die Frau bleiben, die Kinder machen wird, auch wenn wir alle m\u00f6glichen Elternurlaube machen k\u00f6nnen. Aber es gibt immer noch die Zeit, in der eine Frau es vielleicht vorziehen wird, ihre Karriere zur\u00fcckzustellen. Und pl\u00f6tzlich verliert sie Zeit. Einige Jahre sind wir nicht sehr einsatzbereit. Wir m\u00f6chten nicht, dass wir ein zu kompliziertes Leben haben. Diejenigen, die Erfolg haben, sind diejenigen, die es schaffen, alles zu kombinieren, und die auch gut unterst\u00fctzt werden. Oft hilft die Paarbeziehung dabei.<\/em><\/p>\n<p><em>L.: Ich w\u00fcrde Frankreich wahrscheinlich auf f\u00fcnf setzen. Um ehrlich zu sein, ich denke, es gibt Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und bis zum mittleren Management, also denke ich, dass das mittlere Management wahrscheinlich acht ist. Das Top-Management f\u00e4llt auf drei oder jetzt k\u00f6nnte man zwei sagen. Ich denke, der Durchschnitt liegt bei f\u00fcnf. Ich denke, die USA sind ein bisschen besser. Bis zu einem gewissen Grad sind sie besser, denn sie sprechen zumindest das Problem an, wobei es den Franzosen wirklich egal ist, und das ist ein gro\u00dfer Unterschied. Als ich in den USA war und dort Frauen in sehr hohen Positionen sah, das ist jetzt fast 20 Jahre her, aber ich erinnere mich, sie haben sich wie M\u00e4nner verhalten, wie M\u00e4nner. <\/em><em>Ich denke, Frauen werden nur an dem Tag aufsteigen, an dem sie sie selbst sein k\u00f6nnen. Ich meine, wenn wir \u00fcber Vielfalt sprechen, ist es nicht das Gleiche. Wir sollten uns erg\u00e4nzen. Was wir eindeutig nicht erreicht haben, weil wir nicht sehen, dass wir uns gut erg\u00e4nzen und weil wir uns nicht sch\u00e4tzen. Frauen sind in vielerlei Hinsicht erfolgreich, es wird erwartet, dass wir mehr wie M\u00e4nner sind. Das Problem ist, dass wir niemals M\u00e4nner sein werden. Irgendwann ist es wie eine verlorene Schlacht.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>M.C.: Ich sage sechs von zehn. Es gibt die Kultur, die Vergangenheit, die macht, dass die Machtkreise nur von M\u00e4nnern besetzt waren. In Frankreich ist die Bewertung schwierig, weil es wirklich viele Themen gibt. Aber im Vergleich zu Deutschland ist es sicher, dass es in Frankreich besser ist bei dem Thema Gleichstellung. In Deutschland gibt es keine Krippen. Es gibt viele Bedingungen, unter denen Frauen weniger arbeitsf\u00e4hig sind oder zumindest weniger in bestimmten Funktionen arbeiten k\u00f6nnen als in Frankreich. F\u00fcr all das in Frankreich schaue ich faktisch auf die Zahlen. Wenn ich Unternehmerinnen nehme, sind es 30 Prozent Frauenanteil. Sobald Sie anfangen, Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern zu betrachten, dann sind es nur 10 Prozent. Sie haben also immer diese beiden Zahlen. Das sind also zwei wichtige Zahlen. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir nicht bei 50 Prozent sind. Andererseits gibt es auch eine Zahl von der OECD aus dem Jahr 2016. Da ist Frankreich im Weltlandranking das erste Land in Sachen Gleichberechtigung im Bereich Zugang zu Gesundheit und Bildung. Auf der anderen Seite ist es das 64. Land im wirtschaftlichen Beitrag. Nummer 64!<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>D.: Es ist sieben oder acht. Sieben- Warum, weil ich denke, dass die positive Seite eine echte Gleichheit des Rechts ist. Zweitens gibt es eine Infrastruktur, die Frauenerwerbst\u00e4tigkeit m\u00f6glich macht, die Kinderbetreuung, Strukturen. Ich denke auch, dass dies kulturell sehr akzeptiert ist. Dann das dritte Element sind einige Frauen, die echte Vorbilder sind, wie Simone Weil, in der Politik. Heute k\u00f6nnen Frauen in Frankreich wichtige Positionen einnehmen, aber sie m\u00fcssen verdammt gut sein, um dorthin zu gelangen. Okay, ich habe nur noch ein kleines Element, die Vertretung bei runden Tischen, bei der 90 Prozent der M\u00e4nner auf der B\u00fchne stehen, mit Krawatten.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Al.<\/em><em>: Ich w\u00fcrde <\/em><em>sieben<\/em><em> geben, das hei\u00dft, ich denke, wir sind in Frankreich \u00fcberdurchschnittlich, weil, als ich in Deutschland Treffen hatte, um <\/em><em>XY<\/em><em> in Deutschland zu gr\u00fcnden, <\/em><em>haben <\/em><em>mir Frauen folgendes erz\u00e4hlt &#8222;Wissen Sie, ich musste mich entscheiden, entweder eine Karriere haben oder Kinder haben. Ich konnte nicht beides haben. Ich habe mich f\u00fcr eine Karriere entschieden und bin sehr gl\u00fccklich.\u201c Und ich fand es sehr traurig, zu h\u00f6ren, dass die M\u00e4nner das Recht haben, beides zu haben, Frauen aber nicht. In Frankreich sind wir \u00fcberhaupt nicht an diesem Punkt. Sie k\u00f6nnen eine Karriere machen und Kinder haben. Bei uns sind es aber die Klischees, die l\u00e4stig sind. Du kannst Karriere machen, aber du wirst nicht so viel Geld verdienen als Mutter. Wenn wir feststellen, dass wir immer noch nicht so gut wie M\u00e4nner bezahlt werden, ist das schlimm. Bei gleichen F\u00e4higkeiten und gleicher Arbeit weniger Gehalt. Als ich zum Beispiel aus dem Mutterschutz zur\u00fcckkehrte, hatte ich in diesem Jahr 200<\/em><em> Prozent<\/em><em> meiner Ziele erreicht. Ich war Juli, August, September und Oktober abwesend. Und ich habe <\/em><em>trotzdem <\/em><em>meine Ziele <\/em><em>doppelt <\/em><em>erreicht. Und so erkl\u00e4rte ich meinen Chefs, dass ich, wenn ich dort gewesen w\u00e4re, in den 4 Monaten vielleicht 250<\/em><em> Prozent<\/em><em> h\u00e4tte <\/em><em>erreichen k\u00f6nnen<\/em><em>. So bestraften mich 200<\/em><em> Prozent<\/em><em> bereits. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>I.: Ich neige fast zu der Meinung, dass die Gleichstellung der Geschlechter in Frankreich gr\u00f6\u00dfer ist als in den Vereinigten Staaten. Ich k\u00f6nnte sagen, dass die Gleichstellung von M\u00e4nnern und Frauen in Frankreich sieben von zehn Punkten betr\u00e4gt. In Frankreich hat die Familienpolitik die Kindertagesst\u00e4tten geschaffen und die Erwerbsanteile von Frauen genauso gro\u00df gemacht wie die der M\u00e4nner. Die Vereinigten Staaten haben Gleichheitsgesetze entwickelt, die Frankreich nicht hatte. Aber Frankreich ist der Frauenanteil bei der Arbeit sehr gro\u00df. Ich wei\u00df nicht, ob der Frauenanteil in den Vereinigten Staaten gr\u00f6\u00dfer oder kleiner ist als in Frankreich. Ich habe den Eindruck, dass in Frankreich die meisten Frauen tats\u00e4chlich arbeiten. Nicht zehn von zehn Punkten aber, weil es keine gleichwertige Entlohnung f\u00fcr gleichwertige Arbeit gibt, weil es von 40 Unternehmen nur eine CAC40-Frau gibt, weil wir immer noch nicht Parit\u00e4t haben in den Unternehmen, mit Stereotypen k\u00e4mpfen. Also sind wir da noch nicht angekommen \u2013 bei Gleichstellung.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Karrierebarrieren der Franz\u00f6sinnen<\/strong><\/p>\n<p>Die Barrieren f\u00fcr Frauen sind auch in Frankreich gegeben. Die franz\u00f6sischen Topmanagerinnen berichten von der Glasdecke, Rivalit\u00e4ten unter Frauen und den Diskriminierungen durch M\u00e4nner, die ihre Vormachtstellung bedroht sehen. Und dar\u00fcber, wie sie bei ihrem eigenen Aufstieg mit diesen Barrieren umgegangen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Glasdecke in Frankreich existiert<\/strong><\/p>\n<p>Die Glasdecke in Frankreich existiert. Da sind sich alle befragten Frauen einig. Auf die Frage, wo die Glasdecke in Frankreich ansetzt, wird aus drei Perspektiven argumentiert. Erstens besteht die Glasdecke im Bezug auf die Mutterschaft \u2013 die reine Antizipation von m\u00f6glicher Mutterschaft sowie die reale Situation f\u00fchren zu erlebten Nachteilen. Es werden Situationen beschrieben, wo aufgrund von Mutterschaft Gehaltserh\u00f6hungen nicht realisiert wurden bzw. Frauen nicht f\u00fcr eine Bef\u00f6rderung in Betracht gezogen wurden.<\/p>\n<p>Zweitens wird die Glasdecke \u00fcber dem mittleren Management lokalisiert, ist also in Frankreich genau unterhalb des Top Managements lokalisiert.<\/p>\n<p>Der dritte Bereich, den eine kleinere Gruppe von \u00e4lteren Frauen benennt, ist eine frauengemachte Glasdecke. Es mangelt ihrer Meinung nach an Frauen, die wirklich weiter aufsteigen wollen. Die Anzahl von Frauen, die sich f\u00fcr das Topmanagement anbietet, nehmen sie im Vergleich zur Anzahl von m\u00e4nnlichen Kandidaten als wesentlich geringer wahr. Diese Glasdecke betrachten sie als von den Frauen selber gemacht, die nicht wirklich in h\u00f6here Positionen aufsteigen wollen, weil es schwieriger f\u00fcr sie ist oder es ihnen an Selbstvertrauen fehle. Die Glasdecke ergibt sich dieser Argumentation folgend aus den zahlenm\u00e4\u00dfig immer noch wenigen Frauen, die in Frankreich wirklich ganz hochstreben. Die Pipeline von Frauen, die sich qualifizieren, sei auch dadurch begrenzt, dass Frauen von vorneherein nicht in technische oder IT-Berufe gehen, die aber gr\u00f6\u00dfere Chancen f\u00fcr einen Aufstieg mit sich bringen.<\/p>\n<p><em>E.:<\/em> <em>Wenn Frauen hier in Frankreich \u00fcber die Glasdecke sprechen, dann beachten sie nicht, wie viele Frauen freiwillig nicht arbeiten. Der Pool von M\u00e4nnern ist halt viel gr\u00f6\u00dfer. Wenn ich sage, dass es eine gl\u00e4serne Decke gibt, dann ist dies offensichtlich eine Diskriminierung, aber deshalb habe ich Frankreich sieben und nicht zehn gegeben<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Ag.: Ich denke, es gibt noch viel zu tun, und zwar an der Glasdecke. Bei der F\u00f6rderung von Frauen in F\u00fchrungsgremien wurden Fortschritte erzielt, auch durch Quoten. Aber das reicht nicht aus. Ich denke, es gibt noch viel, viel zu tun, um die Gleichheit von Mann und Frau zu gew\u00e4hrleisten. Es gibt auch eine Ungleichheit, die ein wenig von Frauen kommt, die sich selbst zensieren. Das ist also nicht ganz die Schuld der M\u00e4nner, es ist auch ein bisschen die Schuld der Frauen, die sich nicht trauen.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>L.: Bis zum mittleren Management ist es gleich- also f\u00fcr meine Mitarbeiterinnen. Kein Thema. Vor allem in unserer Industrie, wo es mehr Frauen gibt als M\u00e4nner. Die Glasdecke startet im Top Management, CEO, exekutive Komitees. Ich meine 70 Prozent der Angestellten sind hier Frauen, 80 Prozent der Kundinnen in unserer Branche Frauen, aber keine Frau im Executive Team. Wir haben also tonnenweise qualifizierte Frauen und keine kommt oben an. Es gibt den Glauben, dass ein Mann managen kann und eine Frau nicht. Und f\u00fcr die M\u00e4nner ist es einfach leichter unter sich zu bleiben. M\u00e4nnerb\u00fcnde. <\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>D.: Ich denke, sie ist direkt unter dem Top Management. Selbst in Unternehmen mit gro\u00dfen Frauenanteilen, ich denke an eines f\u00fcr Kinderbekleidung, habe ich von zehn Direktoren nur eine Frau gesehen. Langsam wird das besser.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Is.: F\u00fcr meine Generation gibt es sie. Meine Tochter wird sehr viel weniger davon betroffen sein, aber wir sind noch sehr von Stereotypen beeinflusst. Wir sind noch immer in der m\u00e4nnlichen Welt. Zum Beispiel die gro\u00dfen Professoren f\u00fcr Medizin sind alles M\u00e4nner.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Al.: Welche Hierarchieebene? Ich denke ganz oben. Ich werde dir ein Beispiel geben. Ich kenne eine Frau, die von einem Anteilseigner einer gro\u00dfen Gruppe kontaktiert wurde. Er bat sie, ein ganzes Projekt umzusetzen, um eine neue Einheit aufzubauen. Sie machte das und arbeite sich tief ein. Nach neun Monaten sagte der Aktion\u00e4r zu ihr: &#8222;Wei\u00dft du, ich dachte. Vielleicht stellen wir jemanden ein, der der General Manager der Struktur wird. Ich gebe dir seinen Lebenslauf. Sag mir, was du denkst\u201c. Sie sagte dann zu mir: &#8222;Das kannst du dir nicht vorstellen. Ich erhalte den Lebenslauf. Es ist der gleiche Werdegang wie meiner. Er hat nicht gesagt, dass ich das GM \u00fcbernehmen k\u00f6nnte. Er will einen Mann, obwohl der denselben Lebenslauf hat wie ich.\u201c Und dann sagte sie: &#8222;Nun, ich habe ihn angerufen und ich habe ihm gesagt, h\u00f6ren Sie zu, wir m\u00fcssen uns sehen, damit Sie mir das erkl\u00e4ren. Ich verstehe nicht, warum Sie nicht an mich denken und Sie nicht mir den Job geben.\u201c Er sagte daraufhin zu ihr &#8222;Ah, aber ich wusste nicht, dass es dich interessieren k\u00f6nnte. Ich dachte, Du h\u00e4ttest gerne Zeit, um Dir ein Familienleben aufzubauen. Ich habe nicht gedacht, dass Du so viel Zeit widmen m\u00f6chtest, weil dies viel Arbeit erfordert. \u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Ag.: Sie existiert immer noch. Und ich wei\u00df nicht, was man tun soll, damit sie explodiert, denn wir haben jahrzehntelang dar\u00fcber gesprochen. Es gibt immer eine Glasdecke. Es gibt immer einen Moment, in dem junge Frauen Kinder haben, also einen anderen Rhythmus annehmen. Die Erkl\u00e4rung der M\u00e4nner f\u00fcr die Glasdecke ist, dass Frauen sich dann ihren Kindern widmen. Aber andererseits kenne ich Frauen, die Top-Manager sind und 4 Kinder hatten, und das hat sie nicht aufgehalten. Also funktioniert die Entschuldigung mit den Kindern f\u00fcr mich nicht. Es ist der Wille. Also, ich denke, dass M\u00e4nner nicht danach streben Frauen zu f\u00f6rdern, das ist klar. Und andererseits schaffen Frauen es auch nicht, sie zu durchbrechen, sie geben sich selber nicht die M\u00f6glichkeit hindurch zu brechen. <\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>M<\/em><em>.C.<\/em><em>: Ich denke ja, ich denke <\/em><em>sie<\/em><em> ist<\/em><em> da,<\/em><em> die ber\u00fchmte Glasdecke. Sie ist nicht zu leugnen. Und es geht vor allem darum, den Kulturwandels voranzutreiben. Es gibt jetzt die Versuchung zu denken, dass die jungen Generationen das Problem nicht haben werden. Ich denke nicht, wir m\u00fcssen weiterhin sehr wachsam sein, wir m\u00fcssen weiterhin alle diese Botschaften stark verbreiten, und zwar die Netzwerke, alle Strukturen, die es erm\u00f6glichen, diese Botschaften zu verbreiten<\/em><em>.<\/em><em> Ich spreche von Chancengleichheit. Es geht darum, wirklich die gleichen Ambitionen zu haben. Und wenn Sie die gleichen Ambitionen haben, sollten Sie die gleichen Chancen haben, diese zu erreichen. Und das setzt voraus, dass die Netzwerke funktionieren m\u00fcssen, die Managementteams, die sich durchsetzen m\u00fcssen. Dies ist das, was wir tun<\/em><em> m\u00fcssen, <\/em><em>wenn auf bestimmten Ebenen eine Position zu besetzen ist<\/em><em>. <\/em><em>Gleichheit. Das hei\u00dft, wir k\u00f6nnen nicht akzeptieren, dass gesagt wird: <\/em><em>\u201eA<\/em><em>h bah nein, es gibt nur M\u00e4nner, wir k\u00f6nnen nichts anderes tun.<\/em><em>\u201c<\/em><em> Nein, es muss einen <\/em><em>anderen <\/em><em>Weg geben<\/em><em>. <\/em><em>Also<\/em><em> los<\/em><em>. Gleichzeitig m\u00fcssen wir Frauen unterst\u00fctzen<\/em><em>, <\/em><em>damit sie ihre eigenen Bremsen \u00fcberwinden und in der Lage sind, mehr <\/em><em>sie selber <\/em><em>zu sein, <\/em><em>in Richtung von<\/em><em> &#8222;Ich will das tun \u201c,\u201e Ich habe die F\u00e4higkeiten \u201c,\u201e Ich habe die<\/em><em> Kompetenzen<\/em><em>\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Ph\u00e4nomen der Rivalit\u00e4t unter Frauen<\/strong><strong> in Frankreich<\/strong><\/p>\n<p>Ein wichtiger Aspekt in den Schilderungen der Franz\u00f6sinnen, der in keinem der anderen L\u00e4nder zur Sprache kommt, ist die Frage der Solidarit\u00e4t unter Frauen. Sie reflektieren \u00fcber die Sororit\u00e9, Schwesternschaft, einerseits und der Rivalit\u00e4t und Konkurrenz von Frauen untereinander andererseits. Das dieses Thema relevant ist, dar\u00fcber sind sich j\u00fcngere und \u00e4ltere Frauen einig. J\u00fcngere Frauen um die 40 Jahre alt beschreiben, wie sehr sie sich Solidarit\u00e4t von \u00e4lteren Frauen erhoffen, die ihnen aber verwehrt wird. Die Generation 55 plus hat sich in Frankreich ihre Positionen schwer erk\u00e4mpft und fordert von den nachziehenden Frauen denselben harten Kampf und dieselbe Anpassung an viele m\u00e4nnliche Normen. Die um die 40-j\u00e4hrigen Frauen m\u00f6chten jedoch Karriere machen, ohne sich m\u00e4nnlichen Normen im Unternehmen bedingungslos zu beugen. Dazu geh\u00f6ren vor allem die familienunfreundlichen Arbeitszeiten mit Schwerpunkt in den Abendstunden, die in Frankreich, aus Sicht der Frauen im gehobenen Management, sehr ausgepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Queen-Bee-Syndrom<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4ltere Frauen k\u00f6nnen nicht akzeptieren, dass die folgende Managerinnengeneration von diesen Normen abweicht, und verweigern ihre Solidarit\u00e4t. Als \u201eBienenk\u00f6nigin\u201c, aus dem englischen Queen-Bee-Syndrom, werden in der Literatur Frauen bezeichnet, die im m\u00e4nnerdominierten Arbeitsumfeld nach individuellem Erfolg streben, sich selbst von Frauen distanzieren und den Aufstieg weiblicher Nachwuchskr\u00e4ften verhindern. Es ist eine Kombination von mehreren Aspekten, die das Syndrom ausmachen, beispielsweise das Hervorheben m\u00e4nnlicher Charakteristika, die Distanzierung von anderen Frauen und die Leugnung der Existenz einer Glasdecke oder von Ungleichheiten, die sich nur f\u00fcr Frauen, in diesem Fall bezogen auf das gehobene Management, ergeben.<\/p>\n<p>Wissenschaftler erkl\u00e4ren dieses Syndrom wie folgt. Wenn die Frau zu einer Gruppe geh\u00f6rt, die benachteiligt ist oder einer Minderheit angeh\u00f6rt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Frau die Eigenschaften der Gruppe als nicht wichtig oder wertvoll betrachtet. Abwertung oder stereotypische Diskriminierung von Frauen empfindet die Bienenk\u00f6nigin als Bedrohung ihrer sozialen Identit\u00e4t. Im Zuge dessen ist eine der m\u00f6glichen Bew\u00e4ltigungsstrategien die eigene Distanzierung von der benachteiligten Gruppe, um Akzeptanz innerhalb der h\u00f6hergestellten Gruppe zu suchen. In einem m\u00e4nnerdominierten Arbeitsumfeld geschieht dies durch die \u00dcbernahme m\u00e4nnlicher Eigenschaften oder Wertemuster.<\/p>\n<p>Auf dem World Women Forum in Paris 2019 wurde dieses Thema vor den \u00fcber 2.000 Teilnehmerinnen artikuliert und diskutiert. Dabei wurde um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die \u00e4ltere Frauengeneration in Frankreich geworben, die sehr hart gek\u00e4mpft hat, um in die M\u00e4nnerb\u00fcndnisse im Management aufgenommen zu werden. Das Thema Rivalit\u00e4t unter Frauen in Frankreich verdeutlicht einerseits den harten Kampf der Franz\u00f6sinnen im Management und andererseits das belastete Verh\u00e4ltnis der Geschlechter untereinander.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>M.C.: Ich denke, es liegt hinter uns. Vielleicht t\u00e4usche ich mich. Es gibt die gegenseitige Hilfe zwischen Frauen. Ich denke, dass es heute Realit\u00e4t geworden ist. Au\u00dferdem sprechen wir \u00fcber \u201eSororit\u00e9\u201c, Schwesternschaft, ein neues Wort, das extra daf\u00fcr erfunden wurde. Ich denke, heute ist dieses Kliff \u00fcberwunden. Aber es gab und gibt noch Welten, in denen Frauen sich nicht helfen, sich aber immer noch als Konkurrenten sehen. Nun, vielleicht ist das ein Punkt. Ich wurde immer als eine Frau betrachtet, die vielen anderen Frauen geholfen hat. Ich war auch immer von vielen Frauen umgeben. Die Frage ist, wie wir die Ankunft einer neuen Frau z. B. im exekutiven Team sehen, als &#8222;es ist gro\u00dfartig, da ist eine neue Frau mehr&#8220;, oder &#8222;ah ja, okay, wird sie mich vielleicht in den Schatten stellen? \u201c. Voila. Es ist die Frage, wie man das sieht.<\/em><\/p>\n<p><em>Al<\/em><em>.<\/em><em>: <\/em><em>E<\/em><em>s <\/em><em>gibt ein Syndrom von <\/em><em>Frauen<\/em> <em>in sehr hohen Position<\/em><em>en, und von denen habe ich hier in Frankreich einige getroffen, die sagen<\/em><em>: &#8222;<\/em><em>I<\/em><em>ch bin dort angekommen<\/em><em>, weil ich <\/em><em>gek\u00e4mpft <\/em><em>habe <\/em><em>und mich verhalten<\/em><em> habe<\/em><em>, als w\u00e4re ich ein Mann und jetzt werde ich doch wohl nicht anderen Frauen helfen, <\/em><em>i<\/em><em>hr Leben zu verbessern. Denn ich bin dort oben angekommen, ohne dass mir jemand geholfen hat\u201c.<\/em> <em>Ein Beispiel.<\/em> <em>Situationen, in denen es einige Frauen gibt, die anderen Frauen nicht helfen wollen. In einer gro\u00dfen franz\u00f6sischen Zeitung gibt es eine bekannte Journalistin, die mir folgendes erz\u00e4hlte: &#8222;Wissen Sie <\/em><em>in der Redaktion kommen alle gegen elf Uhr und gehen gegen 21 Uhr.<\/em><em> Ich aber starte um <\/em><em>acht<\/em><em> Uhr an und gehe um <\/em><em>18.30<\/em><em> Uhr. <\/em><em>Als <\/em><em>es <\/em><em>die<\/em><em> Galette des Rois (de<\/em><em>n<\/em><em> Neujahreskuchen)<\/em><em> gab, wurde die Feier verschoben<\/em><em>. <\/em><em>I<\/em><em>ch wartete darauf, dass die Feier nun endlich starten w\u00fcrde<\/em><em>.<\/em><em> Es war unertr\u00e4glich. Endlich fing das Galette<\/em><em>&#8211;<\/em><em>Essen<\/em><em> an<\/em><em>, aber alle M\u00fctter waren bestraft. Um 19 Uhr. <\/em><\/p>\n<p><em>Und ich d<\/em><em>achte, ich komme zu sp\u00e4t nach Hause und sehe die Kinder nicht. <\/em><em>Es gab also ein bisschen Spannung in dieser Situation<\/em><em>. Es<\/em><em> waren ein Dutzend Leute. Und irgendwann explodierte eine der \u00e4lteren <\/em><em>Journalistinnen<\/em><em> und sagte: <\/em><em>\u201e<\/em><em>Nein, warte, glaubst du, dass ich irgendwann um 18:30 Uhr gehen konnte?<\/em><em>\u201c<\/em><em> Und meine Freundin antwortete: <\/em><em>\u201e<\/em><em>Na und? Es ist nicht so, dass weil <\/em><em>D<\/em><em>u nicht um Deine Position gek\u00e4mpft hast, dass Du andere davon abhalten m\u00fcsst, f\u00fcr ein Familiengleichgewicht zu k\u00e4mpfen! Es ist schrecklich, was du tust.<\/em><em>\u201c<\/em><em> Die \u00e4ltere Journalistin auf der anderen Stra\u00dfenseite fing an zu weinen und sagte: <\/em><em>\u201e<\/em><em>Du hast Recht. Mir tut es leid, dass ich diese Kraft nicht hatte<\/em><em>,<\/em><em> f\u00fcr die Zeit mit meinen Kindern zu k\u00e4mpfen. F\u00fcr diese wichtigen Momente. Und in gewisser Weise kann ich dich nicht akzeptieren, denn du hast den Mut, es zu tun, und <\/em><em>D<\/em><em>u wirst daf\u00fcr nicht bestraft. \u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Unsolidarische Frauen<\/strong><\/p>\n<p><em>L.: Ich denke, Frauen sind nicht solidarisch hier. Ich bin vor Kurzem zu dem Schluss gekommen, dass der Hauptgrund, warum Frauen es nicht schaffen werden, darin besteht, dass es immer noch diesen biologischen Instinkt gibt, gegen die andere Frau zu k\u00e4mpfen, den die M\u00e4nner nicht haben. M\u00e4nner, sie k\u00e4mpfen vielleicht, wenn sie um etwas k\u00e4mpfen, und das ist normal, aber wenn nicht, kooperieren sie gegenseitig und helfen einander. Frauen, wenn sie in verschiedenen Unternehmen oder in einer anderen Branche t\u00e4tig sind, tun wir das nat\u00fcrlich auch. Wenn es um dieselbe Branche geht, denke ich, Frauen sind die schlimmsten Feinde. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin wirklich traurig, das sagen zu m\u00fcssen. Ich habe es vor einem Jahr erlebt, als mein fr\u00fcherer CEO mir eine andere Stelle angeboten hat und er wollte, dass ich eine Frau ersetzte, die sich entschieden hatte zugehen. Sie war eine Frau, die seit 18 Jahren im Unternehmen war. Sie beschloss, das Unternehmen zu verlassen, niemand hatte sie heraus gedr\u00e4ngt. Jetzt ging sie und war frustriert, weil ihr niemand etwas H\u00f6heres intern angeboten hatte, also war sie sehr bitter. Er bot mir diese Position an. Sie fand heraus, dass mir die Stelle angeboten wurde, ging zu unserem Aktion\u00e4r und sie sagte ihm, dass ich den Job nicht bekommen sollte. Ich bin mit ihr immer gut ausgekommen. Jetzt konnte sie nicht verwinden, dass ich den Job bekommen sollte. Und das, obwohl sie gehen wollte. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Eifersucht unter Frauen, weil es so schwer ist, nach oben zu kommen<\/strong><\/p>\n<p><em>An diesem Tag wurde mir klar, dass, wenn wir im Wettbewerb um den Job standen, ist das nat\u00fcrlich ein Teil des Lebens und M\u00e4nner w\u00fcrden dasselbe tun, aber diese Situation &#8222;Wow&#8220;. Ich denke, es ist so tief verwurzelt in uns Frauen, der Gedanke, dass wir nicht h\u00f6her kommen, keinen Erfolg weiter oben haben werden. Wenn dann eine es schafft, l\u00f6st es solche Reaktionen aus. Sie wollte nicht, dass eine andere Frau sie \u00fcberragt. Ich denke, das war das Problem. Es gibt Eifersucht unter Frauen, weil es so schwierig ist, nach oben zu kommen. Ich glaube fest daran, dass, wenn wir Frauen das nicht alle \u00e4ndern, werden wir es niemals schaffen, niemals.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Is.: <\/em><em>Die drei <\/em><em>Unternehmen <\/em><em>waren m\u00e4nnliche Welten. Absolut, und deshalb wollte ich etwas tun. D<\/em><em>ie<\/em><em> erste war die Schiffsindustrie und die <\/em><em>19<\/em><em>80er<\/em><em>&#8211;<\/em><em>Jahre und es gab nur M\u00e4nner. Und in der Kanzlei, in der ich war, gab es nur eine Frau und sie heiratete einen der \u00e4lteren Partner. Also trat sie zur\u00fcck und ich war alleine. Dann kam ich in ein<\/em><em>e<\/em><em> sehr m\u00e4nnliche Ka<\/em><em>nzlei<\/em><em> und blieb <\/em><em>zw\u00f6lf<\/em><em> Jahre. Und nach <\/em><em>XY<\/em><em> sieht es so aus, als w\u00e4re es mein Schicksal. Mein Schicksal brachte mich in eine M\u00e4nnergesellschaft, um vielleicht die Reaktion zu provozieren, mich f\u00fcr die Sache einzusetzen. Und es hatte <\/em><em>wohl etwas<\/em> <em>meiner Erziehung zu tun<\/em><em>, denn mein Vater sagte zu mir: &#8222;Du wirst es genauso gut <\/em><em>machen, <\/em><em>wie dein Bruder.&#8220; Ich war sehr M\u00e4dchen. Ich liebe den Geschmack, ich liebe Mode<\/em><em>.<\/em><em> Gleichzeitig bin ich meiner Karriere sehr verpflichtet. Und ich habe nie gezweifelt. <\/em><\/p>\n<p><em>Und ich bin auf schwierige Situationen gesto\u00dfen. In der Tat. Es gab <\/em><em>einige schwierige<\/em><em> Momente. Wenn Sie alleine als Franz\u00f6sin in den <\/em><em>19<\/em><em>80er an der Wall Street <\/em><em>sind und <\/em><em>nicht so gut Englisch s<\/em><em>prechen<\/em><em> und <\/em><em>alle<\/em><em> andere Frau<\/em><em>en<\/em><em> von einem der M\u00e4nner, d<\/em><em>er<\/em><em> sie heiratet, besch\u00fctzt w<\/em><em>e<\/em><em>rd<\/em><em>en<\/em><em>, befinden wir uns nicht im selben Garten. Und <\/em><em>als ich dann<\/em> <em>in die<\/em> <em>Kanzlei<\/em><em> k<\/em><em>am<\/em><em>, <\/em><em>wo es nur eine Frau gab<\/em><em>, <\/em><em>die<\/em><em> nach einem Jahr<\/em><em> weggeheiratet wurde<\/em><em>, und ich <\/em><em>war dann wieder die einzige Frau. I<\/em><em>ch habe Wege <\/em><em>f\u00fcr Frauen <\/em><em>ge\u00f6ffnet. In der Tat mache ich immer den Weg frei f\u00fcr <\/em><em>eine Frau<\/em><em>, d<\/em><em>ie<\/em><em> meinen Platz hinter mir einnimmt und d<\/em><em>ie<\/em><em> alles hinter mir hat, mit allem, was ich <\/em><em>er<\/em><em>\u00f6ffnet habe. Ich <\/em><em>bin<\/em><em> also ein<\/em><em>e<\/em><em> Vorl\u00e4ufer<\/em><em>in<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>E<\/em><em>.<\/em><em>: Das ist eine interessante Frage. Ich hatte fr\u00fcher eine Mentorin. Mentoren sind sehr wichtig. Frauen sind keine guten Mentoren f\u00fcr Frauen, <\/em><em>generalisiert<\/em><em>. Ich denke, da gibt es ein echtes Problem<\/em><em>.<\/em><em> Frauen, die Frauen beraten, es gibt Wettbewerb und dies und das. Wenn die Frau \u00e4lter ist als die Mentee ist<\/em><em>,<\/em><em> dann gibt es Eifersucht, das keine gro\u00dfartige Sache.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Testimonials zum Buch:<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<em>Ein Fundus von Erfahrungsberichten weiblicher Rollenvorbilder aus aller Welt &#8211; nicht nur wertvoll f\u00fcr Frauen, die im Beruf weiterkommen\u00a0wollen, sondern auch f\u00fcr Unternehmen, die sich durch Vielfalt mehr Wettbewerbsvorteile erhoffen.\u201c\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Hong Chow, China-Chefin Roche,\u00a0Aufsichtsr\u00e4tin\u00a0Beiersdorf AG<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eInternationale authentische Erfahrungsberichte von Topmanagerinnen aus\u00a0verschiedenen L\u00e4ndern verkn\u00fcpft mit fundierter wissenschaftlicher\u00a0Analyse der Aufstiegsfaktoren f\u00fcr Frauen im Management. Ein Blick \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen.\u00a0Empfehlenswert!\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Professor Dr. Jutta Rump, Managing Director, Institut f\u00fcr Besch\u00e4ftigung\u00a0und Employability (IBE) der Hochschule f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft\u00a0Ludwigshafen<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Topmanagerinnen aus f\u00fcnf Nationen geben Einblicke, wie sie ihre Karrieren strategisch planen und Barrieren abbauen.\u00a0 <\/em><em>Der Autorin <\/em><em>Dr. Bettina AL-Sadik-Lowinski ist es gelungen, die kulturellen Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten dieser Frauen herauszuarbeiten. Sehr lehrreich, lesenswert und wissenschaftlich fundiert.<\/em><em>\u201c <\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Manuela Rousseau, <\/strong><strong>Stellvertretende <\/strong><strong>Aufsichtsratsvorsitzende<\/strong><strong> und Autorin<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Endlich. Internationale Rollenvorbilder berichten dar\u00fcber, was Frauen brauchen, um weiter aufzusteigen. In den Zitaten steckt ein globaler Fundus, der Frauen hilft Barrieren erfolgreich zu meistern.<\/em><em>\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Christine Rittner, ehem. Global CHRO, Vorstand, Lidl\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Eine Reise durch die Karrierewelten von Frauen aus verschiedenen Kulturen. Solidarit\u00e4t von Frauen f\u00fcr Frauen. Sehr empfehlenswert.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Marion Welp, Attorney at Law, Chief Human Resources &amp; Legal Affaires Officer, Member Executive Management Team, Aufsichtsrat, Esprit<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eInternationale Karrierewelten von Frauen. Frauen in F\u00fchrungspositionen reden Klartext. <\/em><em>Eine tolle Initiative. \u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Sonja Mechling, Head of Global Marketing, UX &amp; Digital Innovation, Schindler Group<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-673624\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Bettina Al-Sadik-Lowinski: \u201eDer Aufstieg der Topmanagerinnen &#8211; Weibliche Rollenvorbilder aus f\u00fcnf Wirtschaftsnationen beschreiben ihre Erfolgswege.\u201c &nbsp; \u00a0 Die Franz\u00f6sinnen- Intellektuelle K\u00e4mpferinnen gegen Rollenkonflikte Die franz\u00f6sischen Topmanagerinnen geben Einblicke in ihre starke Karriereorientierung, die sie vor dem Hintergrund erk\u00e4mpfter Rechte &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/09\/28\/buchauszug-bettina-al-sadik-lowinski-der-aufstieg-der-topmanagerinnen-weibliche-rollenvorbilder-aus-fuenf-wirtschaftsnationen-beschreiben-ihre-erfolgswege\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[9488,7503,1890,9459],"class_list":["post-674637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-der-aufstieg-der-topmanagerinnen-weibliche-rollenvorbilder-aus-fuenf-wirtschaftsnationen-beschreiben-ihre-erfolgswege","tag-bettina-al-sadik-lowinski","tag-buchauszug","tag-de-gruyter-oldenbourg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=674637"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":674736,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674637\/revisions\/674736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=674637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=674637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=674637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}