{"id":674356,"date":"2020-08-17T06:00:45","date_gmt":"2020-08-17T04:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=674356"},"modified":"2020-08-17T01:41:17","modified_gmt":"2020-08-16T23:41:17","slug":"buchauszug-tijen-onaran-nur-wer-sichtbar-ist-findet-auch-statt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/08\/17\/buchauszug-tijen-onaran-nur-wer-sichtbar-ist-findet-auch-statt\/","title":{"rendered":"Buchauszug Tijen Onaran: \u201eNur wer sichtbar ist, findet auch statt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-family: Calibri\">Buchauszug Tijen Onaran: \u201eNur wer sichtbar ist, findet auch statt\u201c.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-671273\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1-449x300.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>PERSONAL BRANDING IM DIGITALEN ZEITALTER<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dein Social Me in der kollaborativen Arbeitswelt<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens im digitalen Zeitalter m\u00fcssen sich alle Menschen<br \/>\nmit dem Thema Personal Branding auseinandersetzen. Allein<br \/>\nangesichts der unfassbaren F\u00fclle an Informationen ist<br \/>\neine Personenmarke ein hilfreiches und effektives Tool, um<br \/>\ndeine Geschichte, deine F\u00e4higkeiten und Ziele zu kommunizieren.<br \/>\nZudem m\u00fcssen wir ein Bewusstsein daf\u00fcr entwickeln,<br \/>\nwas es bedeutet, heute ein Social Me zu haben beziehungsweise<br \/>\nzu sein. Man kann fast t\u00e4glich beobachten, welche Folgen<br \/>\nein unreflektierter Umgang mit der eigenen Marke nach sich<br \/>\nzieht. Die Konsequenzen k\u00f6nnen durchaus drastisch sein und<br \/>\nfallen nicht selten in die Kategorie Kleine Ursache, gro\u00dfe Wirkung.<br \/>\nNehmen wir beispielsweise einen Like. Es ist ein Klick,<br \/>\nnichts weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde \u2013 doch<br \/>\ndieser kann eine Karriere beenden, wie ein Fall aus dem Jahr<br \/>\n2016 zeigt: Damals hat ein CDU-Politiker einen Post und die<br \/>\nFacebook-Seite der AfD mit einem Like gew\u00fcrdigt. Auch wenn<br \/>\ner die beiden Likes sp\u00e4ter wieder zur\u00fccknahm, war die Nominierung<br \/>\nf\u00fcr einen Ministerposten weg. Ist das nun \u00fcbertrieben<br \/>\noder gerechtfertigt? Ich finde, dass eindeutig Letzteres der Fall<br \/>\nist. Viel zu oft nehmen wir die Aktivit\u00e4ten, die in den Social<br \/>\nMedia stattfinden, auf die leichte Schulter. Aussagen wie \u00bbIst<br \/>\ndoch eigentlich gar nicht so gemeint\u00ab oder \u00bbWird man ja wohl<br \/>\ngut finden d\u00fcrfen\u00ab d\u00fcrfen im Ernstfall nicht als Ausreden gelten.<br \/>\nJeder Like und jeder Kommentar sind eine Aktion, die mit<br \/>\nuns und unserem Markenkern in Verbindung stehen. Das muss<br \/>\nallen bewusst sein, und darum ist es so wichtig, sich auch in der<br \/>\nInteraktion klar dar\u00fcber zu sein, wem ich ein Like oder einen<br \/>\nKommentar hinterlasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daher muss man eine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr sein Verhalten in sozialen<br \/>\nund beruflichen Netzwerken entwickeln. Jede Positionierung<br \/>\nkann drastische Folgen haben. Negative ebenso wie positive.<br \/>\nEin Social Me muss also mit einer gewissen Verantwortung gepflegt<br \/>\nund verwendet werden. Ich mache mir vor jedem Like<br \/>\nGedanken, ob ich es wirklich setze und was es bedeutet. Likes<br \/>\nlassen sich durchaus auch strategisch einsetzen: Sie k\u00f6nnen<br \/>\nein Mittel sein, um Aufmerksamkeit zu signalisieren, sich<br \/>\ninhaltlich zu positionieren und einen Kontakt anzubahnen.<br \/>\nIch habe das Gef\u00fchl, dass Likes und Kommentare viel zu beliebig<br \/>\neingesetzt werden. Dadurch verlieren sie an Bedeutung,<br \/>\nk\u00f6nnen Personenmarken verw\u00e4ssern und ziehen im schlimmsten<br \/>\nFall ungewollte Folgen nach sich.<\/p>\n<p>Wie bereits ausgef\u00fchrt: Jede*r hat von vornherein schon eine<br \/>\nMarke. Die Frage ist nur, ob wir sie selbst pflegen und gestalten.<br \/>\nInsbesondere die Entwicklungen in der Arbeitswelt sind<br \/>\nein wichtiger Grund, warum wir uns mit unserem Social Me<br \/>\nauseinandersetzen sollten. Eine gute Personenmarke ist die Basis<br \/>\nf\u00fcr Zusammenarbeit in der neuen Arbeitswelt. Klar ist, dass<br \/>\ndie Digitalisierung unsere Arbeitskultur bereits nachhaltig neu<br \/>\npr\u00e4gt. Es gibt also eine gewisse Notwendigkeit, neue Arbeitsweisen<br \/>\nund Methoden anzuwenden. Zwar sprechen alle \u00fcber<br \/>\ndie M\u00f6glichkeiten von New Work wie Innovationsf\u00e4higkeit<br \/>\nund Work-Life-Balance. Meist geht es dabei jedoch um Software-<br \/>\nTools und um Technik. Sehr viel seltener spielt das Thema<br \/>\nPersonal Branding eine Rolle. Meiner Ansicht nach muss aber<br \/>\nder Fokus sehr viel st\u00e4rker auf diesen Aspekt der Unternehmens-<br \/>\nund Arbeitswelt gesetzt werden.<\/p>\n<p>Denn zu Recht wird oft gesagt, dass Zusammenarbeit ein<br \/>\nwesentlicher Teil dieser neuen Arbeitskultur ist. Es wird sehr<br \/>\nviel st\u00e4rker abteilungs\u00fcbergreifend gearbeitet, und die neue<br \/>\nFlexibilit\u00e4t f\u00fchrt beispielsweise dank Remote Working oder<br \/>\nHomeoffice zu \u00bbhybriden Teams\u00ab, bei denen ein Teil der Mitarbeiter<br \/>\nlokal und andere mobil arbeiten. Die Zusammenarbeit in<br \/>\nhybriden Teams ist viel einfacher, wenn man wei\u00df, in welchen<br \/>\nBereichen die anderen Kolleg*innen oder auch die Mitarbeiter*<br \/>\ninnen anderer Unternehmen Expert*innen sind.<br \/>\nInsbesondere die doppelte Rolle als Mitarbeiter*in in einem<br \/>\nUnternehmen und zugleich als eigene Pers\u00f6nlichkeit stellt<br \/>\neine Herausforderung dar. Denn als Vertreter*in eines Unternehmens<br \/>\nspricht man nicht nur f\u00fcr sich selbst, sondern immer<br \/>\nauch f\u00fcr jemanden anderen: f\u00fcr die beziehungsweise den CEO,<br \/>\nf\u00fcr interne und externe Influencer*innen, f\u00fcr Journalist*innen<br \/>\noder f\u00fcr Produkte. Darum muss der bewusste Umgang mit<br \/>\neiner Personenmarke in Unternehmen intern vorbereitet und<br \/>\nbegleitet werden.<\/p>\n<p>Als Personenmarke und insbesondere als Repr\u00e4sentant*in<br \/>\ndeines Unternehmens bist du immer auch zugleich ein Vorbild.<br \/>\nDeine Worte haben Gewicht, andere Menschen m\u00f6chten von<br \/>\ndir h\u00f6ren, wie bestimmte Sachverhalte kommuniziert und argumentiert<br \/>\nwerden. Kaum jemand kann so genaue Einblicke<br \/>\nin den Arbeitsalltag sowie in Dienstleistungen oder Produkte<br \/>\ngeben. Potentiell k\u00f6nnen alle Mitarbeiter*innen ein Unternehmen<br \/>\nrepr\u00e4sentieren. Jede*r kann zur Personal Brand beziehungsweise<br \/>\nzur Corporate Influencer*in werden \u2013 ob online<br \/>\noder offline. Es geht aber dabei nicht nur darum, den ohnehin<br \/>\nschon langen T\u00e4tigkeitslisten einen weiteren Punkt hinzuzuf\u00fcgen.<br \/>\nVielmehr erreichst du dein volles Potential im Rahmen der<br \/>\nneuen Arbeitswelt erst dann, wenn du dich als Personal Brand<br \/>\npositionierst.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist die heutige und zuk\u00fcnftige Arbeitskultur<br \/>\ngepr\u00e4gt von Diversit\u00e4t und Vielfalt. Mehr Diversit\u00e4t in Teams,<br \/>\nAbteilungen und Unternehmen insgesamt bedeutet zun\u00e4chst<br \/>\nmehr Reibung, mehr Diskussion und die Notwendigkeit zu<br \/>\nmehr Kommunikation. Personenmarken helfen dabei, die eigenen<br \/>\nBed\u00fcrfnisse und Herausforderungen im Arbeitsumfeld<br \/>\nzu artikulieren. \u00c4nderungsprozesse k\u00f6nnen dadurch vermehrt<br \/>\nvon unten angesto\u00dfen werden, weil jedem Einzelnen mehr<br \/>\nMacht zukommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Beispiel, an dem sich dies veranschaulichen<br \/>\nl\u00e4sst, sind arbeitende M\u00fctter. Sie f\u00fchren viel zu h\u00e4ufig<br \/>\nein Schattendasein in Unternehmen. Aufgrund ihrer geringen<br \/>\nAnzahl sind sie in Netzwerken schon rein quantitativ unterrepr\u00e4sentiert.<br \/>\nDie Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind offensichtlich, und nicht<br \/>\nselten ist es ihre Doppelrolle, die dazu f\u00fchrt, dass f\u00fcr Personal<br \/>\nBranding und Netzwerken am Ende des Tages keine Zeit<br \/>\nbleibt. Dass sie und ihre Anliegen zu selten sichtbar werden,<br \/>\nist wiederum ein Problem f\u00fcr andere arbeitende M\u00fctter. Denn<br \/>\nh\u00e4ufig fehlen hier positive Vorbilder. Sichtbarkeit ist also einer<br \/>\nder Schl\u00fcssel f\u00fcr die Wahrnehmung ihrer Bed\u00fcrfnisse. Als Social<br \/>\nMe k\u00f6nnen sie mit ihren Gedanken, Herausforderungen<br \/>\nund Erfolgen wahrgenommen werden. Damit schaffen sie ein<br \/>\nBewusstsein f\u00fcr ihre Lage. Sichtbarkeit ist die beste Voraussetzung<br \/>\ndaf\u00fcr, andere zu motivieren, auf Probleme hinzuweisen<br \/>\nund L\u00f6sungswege aufzuzeigen.<br \/>\nSichtbarkeit ist der erste Schritt auf dem Weg zur<br \/>\nVer\u00e4nderung. Diversit\u00e4t in Unternehmen wird<br \/>\ndann zum Erfolg, wenn alle Mitarbeitenden<br \/>\ngleicherma\u00dfen wahrgenommen werden.<br \/>\nOft stellt Zeit gerade f\u00fcr Gruppen wie arbeitende M\u00fctter einen<br \/>\nhinderlichen Faktor dar. Dabei gen\u00fcgen am Anfang bereits kleine<br \/>\nMa\u00dfnahmen, um die eigene Sichtbarkeit zu erh\u00f6hen. Beispielsweise<br \/>\nein eigener Twitter- oder LinkedIn-Account, der<br \/>\nausschlie\u00dflich f\u00fcr berufliche Zwecke genutzt wird. Diese Plattformen<br \/>\nlassen sich sowohl dazu nutzen, das eigene Netzwerk zu<br \/>\nerweitern, als auch daf\u00fcr, sich selbst und sein Thema zu positionieren.<br \/>\nDenn die Social Media eignen sich hervorragend dazu,<br \/>\ndie eigene Botschaft nach au\u00dfen zu tragen. Und wer sich am Anfang<br \/>\nmit der \u00c4u\u00dferung seiner pers\u00f6nlichen Meinung schwertut,<br \/>\nkann Artikel oder Beitr\u00e4ge teilen und inhaltlich dar\u00fcber diskutieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/cover.tijen_.2020.Onaran_Nur-wer-sichtbar-ist_Cover-002.jpg\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-674357\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/cover.tijen_.2020.Onaran_Nur-wer-sichtbar-ist_Cover-002.jpg\" alt=\"\" width=\"444\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/cover.tijen_.2020.Onaran_Nur-wer-sichtbar-ist_Cover-002.jpg 444w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/cover.tijen_.2020.Onaran_Nur-wer-sichtbar-ist_Cover-002-205x300.jpg 205w\" sizes=\"auto, (max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Tijen Onaran \u201eNur wer sichtbar ist, findet auch statt\u201c. Goldmann Verlag. 256 Seiten, 12 Euro.\u00a0<\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.randomhouse.de\/Paperback\/Nur-wer-sichtbar-ist-findet-auch-statt\/Tijen-Onaran\/Goldmann\/e568649.rhd\">https:\/\/www.randomhouse.de\/Paperback\/Nur-wer-sichtbar-ist-findet-auch-statt\/Tijen-Onaran\/Goldmann\/e568649.rhd<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>So stellst du den Wissenstransfer in deiner Organisation sicher<\/strong><\/p>\n<p>Personal Brands erf\u00fcllen also unterschiedlichste Zwecke. Sie<br \/>\nk\u00f6nnen Minderheiten dabei helfen, auf ihre spezifischen Bed\u00fcrfnisse<br \/>\nund Schwierigkeiten hinzuweisen. Sie dienen aber<br \/>\nauch dazu, die Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter effektiv<br \/>\nzu gestalten. In jedem Fall geht es darum, zu kommunizieren<br \/>\nund sich auszutauschen. Abstrakt ausgedr\u00fcckt geht es um den<br \/>\nTransfer von Wissen und Informationen.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang sind Mentoring-Programme<br \/>\neine ideale Institution in Unternehmen, um Mitarbeitende bei<br \/>\nder fachlichen Weiterentwicklung oder dem n\u00e4chsten Karriere-<br \/>\nStep zu unterst\u00fctzen. Ich bekomme allerdings oft die R\u00fcckmeldung,<br \/>\ndass es zwar solche Programme gibt, diese aber nicht<br \/>\nfunktionieren. Insbesondere von Frauen h\u00f6re ich h\u00e4ufig, dass<br \/>\ndie Programme insgesamt nicht laufen oder dass sie sich von<br \/>\nihnen nicht abgeholt f\u00fchlen. Das kann mehrere Gr\u00fcnde haben.<br \/>\nEiner der h\u00e4ufigsten ist das Fehlen eines festen Ansprechpartners.<br \/>\nOft werden genau die Personen zu Mentor*innen berufen,<br \/>\ndie ohnehin schon tausend andere Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Das Thema Mentoring landet bei ihnen dann nicht oben auf<br \/>\nder Liste, sondern in der Regel ganz unten. Dass Mentoring-<br \/>\nProgramme in solchen F\u00e4llen nicht funktionieren und keine<br \/>\nRelevanz im Unternehmen haben, ist nicht verwunderlich.<br \/>\nDamit ein ideales und spannendes Programm entstehen kann,<br \/>\nbraucht es neben ausreichend Zeit und Ressourcen vor allem<br \/>\neine hauptverantwortliche Person, die von allen mit dem Programm<br \/>\nidentifiziert werden kann. Auch hier kann Personal<br \/>\nBranding entscheidend sein. Es sollte allen im Unternehmen<br \/>\nklar sein, wer der oder die richtige Ansprechpartner*in ist und<br \/>\nworum es inhaltlich bei einem Mentoring-Programm geht.<br \/>\nErfolgreiche Mentoring-Programme zeichnen sich dadurch<br \/>\naus, dass es feste Spielregeln gibt, die vorab definiert wurden.<br \/>\nDiese geben allen Ma\u00dfnahmen, die innerhalb des Programms<br \/>\nstattfinden, eine feste Struktur. Sowohl die Mentor*innen selbst<br \/>\nals auch die Mentees m\u00fcssen vorab gebrieft werden. Im ersten<br \/>\nGespr\u00e4ch sollte dann \u00fcber die Erwartungen gesprochen werden<br \/>\n\u2013 so werden Entt\u00e4uschungen auf beiden Seiten minimiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt es auch festzulegen, in welche Richtung das Mentoring<br \/>\ngehen soll: Geht es um einen Jobwechsel, eine st\u00e4rkere<br \/>\nEinbindung in unternehmerische Strukturen, eine fachliche<br \/>\nWeiterbildung oder um eine Problemsituation? Au\u00dferdem sollte<br \/>\nvorab definiert werden, wie oft und in welchen Abst\u00e4nden<br \/>\nTreffen stattfinden.<\/p>\n<p>Ebenfalls kritisch f\u00fcr das Funktionieren von Mentoring-<br \/>\nProgrammen ist die Frage: Wer trifft da eigentlich wen? Meiner<br \/>\nMeinung nach ist hier vor allem Diversity der Schl\u00fcssel zum<br \/>\nErfolg. Das Matching muss generations\u00fcbergreifend, hierarchie\u00fcbergreifend<br \/>\nund nicht zuletzt auch gender\u00fcbergreifend<br \/>\nansetzen. Digital Natives m\u00fcssen mit den sogenannten \u00bbDigital Immigrants<br \/>\n\u00ab gematcht werden, damit hier der Wissenstransfer in beide Richtungen stattfinden kann. Alle m\u00fcssen voneinander lernen k\u00f6nnen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist Reverse Mentoring.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um ein Format, bei dem Wissen<br \/>\ngenerations\u00fcbergreifend weitergegeben werden soll. Reverse,<br \/>\nalso umgekehrt, funktioniert in diesem Fall die Lernrichtung.<br \/>\nNicht \u00e4ltere Mitarbeiter*innen geben ihre Erfahrungen und ihr<br \/>\nWissen an j\u00fcngere weiter, sondern umgekehrt. Denn gerade die<br \/>\nDigital Natives verf\u00fcgen \u00fcber wertvolles Wissen, das im gesamten<br \/>\nUnternehmen gebraucht wird. Nun ist es aber so, dass die<br \/>\nj\u00fcngere Generation alles andere als eine homogen\u00a0 Gruppe ist,<br \/>\nwie es der Begriff Digital Natives vielleicht suggeriert. Vielmehr<br \/>\nist das digitale Know-how auch in dieser Generation \u00e4u\u00dferst<br \/>\nunterschiedlich verteilt. Darum funktionieren Mentoring-Programme<br \/>\nauch im Fall von Reverse Mentoring nur dann wirklich<br \/>\ngut, wenn jede*r Einzelne sich als Personal Brand f\u00fcr das<br \/>\neigene Fachgebiet positioniert.<\/p>\n<p>Gerade wenn es um komplexe Themen wie die Digitalisierung<br \/>\ngeht, braucht es Gesichter und Pers\u00f6nlichkeiten, die<br \/>\ndiese Themen vermitteln. Wenn sich Unternehmen mit Fragen<br \/>\nrund um die Digitalisierung besch\u00e4ftigen, sollte zuerst gefragt<br \/>\nwerden: Wer kann f\u00fcr diese Inhalte stehen? Dann kann es Themenbotschafter*<br \/>\ninnen geben, die konkret verdeutlichen und<br \/>\nvorleben, welche Auswirkungen beispielsweise die K\u00fcnstliche<br \/>\nIntelligenz f\u00fcr den Arbeitsalltag haben wird oder welche Relevanz<br \/>\nDaten in Organisationen haben. Solche Themen m\u00fcssen<br \/>\neinerseits inhaltlich verst\u00e4ndlich pr\u00e4sentiert werden. Andererseits<br \/>\ngeht es aber auch darum, die dahinterstehenden Werte<br \/>\nzum Ausdruck zu bringen, sich eine Meinung dazu zu bilden<br \/>\nund f\u00fcr diese dann einzustehen.<\/p>\n<p>Employer Branding im Zeitalter des Social Me<br \/>\nPersonal Brands beziehungsweise Corporate Influencer*innen<br \/>\nspielen beim Wissenstransfer in Unternehmen eine wichtige<br \/>\nRolle im Wettbewerb um junge Talente. Sp\u00e4testens seitdem nahezu<br \/>\njede Branche mit Fachkr\u00e4ftemangel zu k\u00e4mpfen hat, steht<br \/>\nRecruiting ganz oben auf der Agenda. Gerade wenn es um die<br \/>\nj\u00fcngeren Generationen geht, kommt ein Mentalit\u00e4tswandel<br \/>\nzur allgemeinen Gemengelage hinzu, auf den Unternehmen<br \/>\nzwingend reagieren m\u00fcssen. Noch vor wenigen Jahren war es<br \/>\nf\u00fcr viele junge Menschen Ansporn genug, zu einem gro\u00dfen<br \/>\nKonzern oder einem Unternehmen mit einer gewissen Reputation<br \/>\nzu gehen. Das ist heute anders. Jungen Talenten stehen<br \/>\nheute vom innovativen Start-up, \u00fcber die Selbst\u00e4ndigkeit bis<br \/>\nhin zum mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und gro\u00dfen Konzern<br \/>\nalle Wege offen \u2013 und zwar im In- und im Ausland. Ihre<br \/>\nEntscheidung basiert ganz wesentlich auch darauf, wie ihnen<br \/>\nUnternehmen dort begegnen, wo sie einen gro\u00dfen Teil ihres<br \/>\nLebens verbringen: in den Social Media.<\/p>\n<p>Heute gen\u00fcgt es nicht mehr, wenn Unternehmen eine starke<br \/>\nBrand haben. Und auch Branchen, die fr\u00fcher per se eine<br \/>\nstarke Anziehungskraft hatten, m\u00fcssen heute umdenken. Sie<br \/>\nm\u00fcssen sich die Frage stellen, wie sie von au\u00dfen wahrgenommen<br \/>\nwerden und wer sie nach au\u00dfen repr\u00e4sentiert. Hinter all<br \/>\ndiesen Fragen stehen einzelne Menschen und deren Social Mes.<\/p>\n<p>Challenge:<br \/>\nDenk an deine Zielgruppen<br \/>\nVisualisiere, welche Themen deines Arbeitgebers oder deines Unternehmens<br \/>\ndu auch selbst repr\u00e4sentieren kannst und willst. Welche Themen gibt es, die<br \/>\nwiederum dich pers\u00f6nlich interessieren, aber bei denen es keine Schnittmengen<br \/>\nmit deinem Beruf gibt? \u00dcberlege dir, ob du die unterschiedlichen Themen<br \/>\nauch auf unterschiedlichen Kan\u00e4len kommunizieren willst. Ein Beispiel: Du<br \/>\narbeitest als IT-Expert*in und interessierst dich pers\u00f6nlich f\u00fcr Themen rund<br \/>\num Coaching \u2013 eventuell haben diese Themen eher Platz auf deinem pers\u00f6nlichen<br \/>\nInstagram-Profil als auf LinkedIn? Auf deinem LinkedIn Profil kannst<br \/>\ndu hingegen Themen rund um IT und Digitalisierung teilen.<br \/>\nSei dir dessen bewusst, dass es in Ordnung ist, unterschiedliche Interessen<br \/>\nzu haben, frag dich aber immer: Ist jedes meiner Interessensgebiete f\u00fcr jede<br \/>\nmeiner Zielgruppen spannend?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>IN ALLER K\u00dcRZE:<\/strong><\/p>\n<p>Personal Branding spielt selbstverst\u00e4ndlich auch in Unternehmen eine wesentliche<br \/>\nRolle. Jede*r Mitarbeiter*in hat eine Personal Brand und ben\u00f6tigt<br \/>\ndiese im digitalen Zeitalter immer h\u00e4ufiger. Denn die Arbeitswelt wird durch<br \/>\ndie Digitalisierung vollst\u00e4ndig umstrukturiert. Abteilungsgrenzen verschwimmen,<br \/>\nund Menschen arbeiten verst\u00e4rkt mobil. Personenmarken helfen dabei,<br \/>\nWissen und Informationen effektiv zu kommunizieren. Auch die Zusammenarbeit<br \/>\nmit anderen Unternehmen wird einfacher, wenn eine starke Personal<br \/>\nBrand klarmacht, welche Expertise hinter ihr steht.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus erf\u00fcllen Personal Brands noch weitere Funktionen in der neuen<br \/>\nArbeitswelt. Wenn es ums Recruiting geht, helfen Personal Brands dabei,<br \/>\nUnternehmen f\u00fcr junge Talente attraktiv zu machen. Und innerhalb von Unternehmen<br \/>\nerleichtern sie die Kommunikation und den Transfer von Wissen.<br \/>\nNicht zuletzt sind sie der Garant daf\u00fcr, dass neben neuen Technologien vor<br \/>\nallem die Menschen zum Vorschein kommen. Sie sind es schlie\u00dflich, deren<br \/>\nArbeitsumfeld von der digitalen Transformation betroffen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-673624\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Tijen Onaran: \u201eNur wer sichtbar ist, findet auch statt\u201c. &nbsp; &nbsp; PERSONAL BRANDING IM DIGITALEN ZEITALTER Dein Social Me in der kollaborativen Arbeitswelt Sp\u00e4testens im digitalen Zeitalter m\u00fcssen sich alle Menschen mit dem Thema Personal Branding auseinandersetzen. 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