{"id":674354,"date":"2020-08-14T12:42:10","date_gmt":"2020-08-14T10:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=674354"},"modified":"2020-08-14T12:42:10","modified_gmt":"2020-08-14T10:42:10","slug":"vor-gericht-gibt-es-wenig-freunde-so-us-strafverteidiger-nick-oberheiden-im-interview-und-warum-er-manchmal-seinen-mandanten-im-gericht-das-mikrofon-wegreisst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/08\/14\/vor-gericht-gibt-es-wenig-freunde-so-us-strafverteidiger-nick-oberheiden-im-interview-und-warum-er-manchmal-seinen-mandanten-im-gericht-das-mikrofon-wegreisst\/","title":{"rendered":"&#8222;Vor Gericht gibt es wenig Freunde&#8220;, so US-Strafverteidiger Nick Oberheiden im Interview. Und warum er manchmal seinen Mandanten im Gericht das Mikrofon wegrei\u00dft."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/amerikarechtsanwalt.de\">Nick Oberheiden<\/a>, Strafverteidiger aus den USA, \u00fcber Strafprozesse gegen Manager vor amerikanischen Gerichten und die Unterschiede zu Deutschland.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_674362\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/Oberheiden.Nick-Oberheiden.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-674362\" class=\"size-full wp-image-674362\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/Oberheiden.Nick-Oberheiden.jpeg\" alt=\"\" width=\"433\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/Oberheiden.Nick-Oberheiden.jpeg 433w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/08\/Oberheiden.Nick-Oberheiden-200x300.jpeg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-674362\" class=\"wp-caption-text\">Nick Oberheiden (Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herr Oberheiden, was k\u00f6nnen Manager in den USA vor Gericht bei ihrem Auftreten falsch machen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ein Fall wie der von Josef Ackermann mit seinem Victory-Zeichen im Gerichtssaal ist mir auf Top-Managerebene in den USA nicht bekannt. Das liegt daran, dass der vorsitzende Bundesrichter alle im Gerichtssaal Anwesenden noch vor dem Eintreten der Geschworenen unter Androhung von Sanktionen scharf verwarnt, ihr Benehmen und Verhalten dem Ansehen des Gerichts anzupassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230; das bedeutet was genau?<\/strong><\/p>\n<p>Das beinhaltet beispielsweise einen Hinweis, dass im Falle eines nicht ausgeschalteten Telefons, die US- Marshalls als pers\u00f6nliche Schutzorganisation der Bundesrichter, das Telefon unverz\u00fcglich beschlagnahmen werden. Die meisten Richter weisen auch ausdr\u00fccklich darauf hin, dass Angeklagte sich in keiner Weise &#8211; also auch nicht durch Gesten oder Worte &#8211; die Zeugenaussagen kommentieren d\u00fcrfen. Auch wird allen Beteiligten verboten, in irgendeiner Weise mit den Geschworenen zu kommunizieren. Das hei\u00dft in der Praxis: w\u00e4hrend einer Pause darf ein Verteidiger beziehungsweise ein Mandant nicht zur gleichen Zeit wie ein Geschworener zur Toiletten gehen darf. Diese Auflagen gelten auch au\u00dfergerichtlich. Gerade in Verfahren mit gro\u00dfem Medieninteresse sind amerikanische Anw\u00e4lte angehalten, laufende Prozesse nicht mit den Medien zu besprechen. Das gilt, wie die Sanktionen gegen US-Politikberater Roger Stone k\u00fcrzlich zeigten, auch f\u00fcr die Angeklagten. Sollten Prozessbeteiligte versuchen, ein laufendes Verfahren \u00f6ffentlich &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roger_Stone\">bei Roger Stone \u00fcber die sozialen Medien<\/a> &#8211; zu kommentieren, verh\u00e4ngen amerikanische Richter sogenannte Gag orders, also eine Art verbalen Maulkorb.<\/p>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\">\n<div class=\"x_WordSection1\">\n<div>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<blockquote>\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was raten sie ihren Mandanten noch vor dem ersten Gerichtstermin?<\/strong><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Prozessstrategie sollte der Mandant m\u00f6glichst nicht als abgehoben, arrogant oder vermeintlich bessergestellt daher kommen. Teure Uhren und andere Luxus-Accessoires, provokante Gesten und jegliche Form von \u00dcberheblichkeit geh\u00f6ren nicht in einen Gerichtssaal. Letztlich ist es eine Frage der jeweiligen Prozesssituation, wie sich ein Mandant vor Gericht verh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist, wenn der Mandant gestanden hat?<\/strong><\/p>\n<p>Dann ist es Aufgabe des Verteidigers, dem Gericht den Nutzen des Gest\u00e4ndnisses bis ins letzte Detail zu erl\u00e4utern. Dabei muss ich betonen, dass der Mandant fr\u00fch &#8211; ideal: fr\u00fcher als alle anderen &#8211; ein freiwilliges Gest\u00e4ndnis abgelegt hat. Und dass diese Entscheidung der Staatsanwaltschaft und letztlich dem Gericht enorm viel Zeit und Ressourcen erspart hat. Abgesehen von Gest\u00e4ndnissen sind Aussagen des Angeklagten selten. Gerade in Wirtschaftsverfahren mit erfahrenen und akademisch gebildeten Mandanten kann dies vereinzelt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Anwalt und Mandant f\u00fchren. Doch gerade in den gro\u00dfen Verfahren gilt: Schweigen ist Gold.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wann raten Sie als US-Strafverteidiger Mandanten zum Gest\u00e4ndnis?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Aufgabe als Strafverteidigers, das beste Ergebnis unter den gegebenen Umst\u00e4nden f\u00fcr meinen Mandanten herauszuholen. Diese Maxime gilt auch dann, wenn der Sachverhalt und die Beweislage nur eine zwingende Empfehlung zulassen: das Gest\u00e4ndnis. Gerade in den gro\u00dfen Wirtschaftsstrafverfahren &#8211; im Gegensatz etwa zu Ermittlungen wegen organisierter Kriminalit\u00e4t &#8211; ist das Gest\u00e4ndnis eine bekannte Strategie, den eigenen Mandanten in ein m\u00f6glichst gutes, n\u00e4mlich kooperatives Licht zu r\u00fccken, und damit teils erheblich Einfluss auf das Strafma\u00df zu nehmen. Wenn ein erfahrener Anwalt im Lichte aller zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen und nach einem intensiven und wiederholten Gespr\u00e4ch mit seinem Mandanten zu der Schlussfolgerung kommt, dass dieser Fall vor Gericht nicht zu gewinnen ist, muss ein Gest\u00e4ndnis in Erw\u00e4gung gezogen werden. Diese Empfehlung setzt aber voraus, dass der Mandant tats\u00e4chlich in der Lage ist, seine Schuld ehrlich und umfassend zuzugeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Raten Sie \u00f6fter dazu, andere zu verpfeifen?<\/strong><\/p>\n<p>Wer gesteht, kooperiert regelm\u00e4\u00dfig umfassend mit den Strafverfolgungsorganen. Das beinhaltet eine v\u00f6llige Offenlegung der strafbaren Handlungen und der Komplizen. Wer sind die Hinterm\u00e4nner? Wie wurde der strafbare Plan erstellt? Wer war wie und in welchem Umfang beteiligt? Wo ist das Geld? Diese Praxis der Zusammenarbeit kann gerade dann, wenn die Informationen glaubhaft und hilfreich sind\u2014 mithin andere Beteiligte \u00fcberf\u00fchrt\u2014 zu einem enormen Strafnachlass f\u00fchren. Nicht umsonst gilt in den USA der etwas makabre Spruch: warum zehn Jahre Haft akzeptieren, wenn man f\u00fcnf Jahre davon einem \u201eFreund\u201c schenken kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn sich ein reuiger Manager auf einmal ganz klein macht: wie spielen sich ehemalige Komplizen vielleicht auch gegenseitig aus, wenn es mehrere Angeklagte gibt?<\/strong><\/p>\n<p>Vor Gericht gibt es wenig Freunde. Partner, die jahrelang an einem Strang zogen, selbst Familienmitglieder und engste Bekannte, im Rahmen eines Strafverfahrens denkt jeder erst einmal an sich selbst. Manchmal ist es von Vorteil, mit anderen Angeklagten ein Zweckb\u00fcndnis aus strafprozessualen Erw\u00e4gungen einzugehen. Doch letztlich kann ein Angeklagter den anderen Angeklagten nie sicher trauen. Gerade wenn die Beweislage eine Dimension erreicht, die eine Verurteilung nahezu vorhersehbar macht, kommt es immer wieder zu einer Verantwortungsdelegation: pl\u00f6tzlich beschuldigen sich die verschiedenen Angeklagten mittels ihrer Anw\u00e4lte gegenseitig. In Antizipation dieser Strategie muss sich die Staatsanwaltschaft daher schon vor Prozessbeginn festlegen, welche Vorw\u00fcrfe auf welchen Angeklagten im Einzelnen zutreffen, um so der bezweckten Verantwortungskonfusion vorzubeugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im Unterschied zu deutschen Gerichten werden US-Manager aber regelrecht gecoacht vor ihren Auftritten im Gericht. Richtig?<\/strong><\/p>\n<p>Absolut. Was in den meisten L\u00e4ndern der Welt als verp\u00f6nt gilt, wenn nicht gar ausdr\u00fccklich verboten ist &#8211; n\u00e4mlich das Coachen eines Zeugen -, ist in den USA verpflichtende Praxis. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger interviewen ihre Zeugen im Rahmen der Prozessvorbereitung, um zun\u00e4chst ihre Prozesstauglichkeit, Relevanz und Effektivit\u00e4t zu testen.<\/p>\n<p>Im stark ausgepr\u00e4gten Parteienprozess in USA obliegt es jeder Anwaltsseite, ihre Beweise und Zeugen zu produzieren, um sie einem objektiven, aber verfahrenstechnisch weitgehend unbeteiligten Schiedsrichter, dem Richter, als ausschlaggebend zu pr\u00e4sentieren. Vor gro\u00dfen Geschworenenprozessen werden die Zeugen &#8211; manchmal, wenn auch selten, der eigene Mandant &#8211; teils tagelang auf ihre Aussage vor Gericht vorbereitet. Je nach Prozessdimension werden auch professionelle Berater wie Geschworenenberater oder Psychologen konsultiert, um den Geschworenen ein m\u00f6glichst perfektes Bild zu liefern. Auch Experten wie Finanzgutachter oder Ermittler der Verteidigung, werden diesen Ritualen unterzogen. Im Falle der Aussage des Angeklagten selbst steht viel auf dem Spiel. Trotz aller Businessraffinesse und trotz allem Intellekt, ein stundenlanges Kreuzverh\u00f6r bringt selbst den erfahrensten Wirtschaftsboss an seine Grenze. Wer kann schon von sich behaupten, ein tadelloses Leben gef\u00fchrt zu haben, insbesondere im Kontext eines Prozesses, der in einer Freiheitsstrafe von zehn oder zwanzig Jahren m\u00fcnden k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pflegen US-Strafverteidiger unter einander mehr Teamwork? Nur am Anfang<\/strong><\/p>\n<p>In den USA sind Verteidigungsabsprachen zwischen mehreren Angeklagten \u00fcblich und heissen Joint defense agreement. Die Idee der Verteidiger ist, m\u00f6glichst lange an einem Strang zu ziehen und den Geschworenen die Angeklagten als ein Team und als eine -unschuldige &#8211; Einheit zu pr\u00e4sentieren. Die Realit\u00e4t des \u201eEiner f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen\u201c sieht jedoch meist anders aus. Nach und nach l\u00f6st sich die Gruppe der Angeklagten im Laufe eines Prozesses in ihre Atome auf. Um den Juroren plausible Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe der Staatsanwaltschaft anzubieten, kommt es immer wieder zu kuriosen Szenen, wenn Mitglieder des vermeintlichen Verteidigungsbundes unerwartet ausscheren und urpl\u00f6tzlich, unter Eid, die Schuld auf ihre fassungslos dasitzenden Kollegen und Freunde schieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00e4uft das, gibt\u00b4s weitere Unterschiede zwischen deutschen und US-Strafverfahren? Je h\u00f6her der Schaden, umso l\u00e4nger die Haftstrafe?<\/strong><\/p>\n<p>In den USA steht f\u00fcr den Angeklagten wesentlich mehr auf dem Spiel. Viele Betrugsverfahren tangieren im Falle der Anklage die Lebenserwartung des Angeklagten substanziell. Verliert der Anwalt, ist eine Gef\u00e4ngnisstrafe von zehn bis zwanzig Jahren jedenfalls in US-Bundesverfahren gang und g\u00e4be. Das Strafma\u00df bestimmt sich nach der H\u00f6he des Schadens. Eine Verurteilung bei einer Millionen Schadensh\u00f6he zieht nahezu unweigerlich viele Jahre Haft nach sich. Bei einer exorbitanten Schadensh\u00f6he\u00a0 &#8211; wie im Wirecard Fall &#8211; erblassen verurteilte Manager sp\u00e4testens dann, wenn die Strafempfehlung ans Gericht \u201elebenslange Haft\u201c lautet.<\/p>\n<p>Die eigentliche Prozessvorbereitung kann dabei in den USA wie in Deutschland bei gro\u00dfen Wirtschaftsf\u00e4llen mehrere Jahre dauern. Was sich in diesem Zeitpunkt jedoch in der Vorbereitung unterscheidet ist, inwieweit sich die Anw\u00e4lte selbst in Deutschland beziehungsweise in den USA um die Prozessgestaltung k\u00fcmmern. Bekanntlich obliegt das Herzst\u00fcck des Prozesses, die Zeugenvernehmung und das Kreuzverh\u00f6r, den Parteien. Nur selten mischt sich ein Vorsitzender Richter in die Fragestellung der Anw\u00e4lte ein und nur vereinzelt machen &#8211; besonders engagierte &#8211; Geschworene von ihrem Recht Gebrauch, den Richter zu bitten, ihre schriftlich mitgeteilten Fragen an die Anw\u00e4lte vorzulesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erinnern Sie sich an einen US-Proze\u00df, bei dem sich ein Manager auff\u00e4llig, dreist oder respektlos verhalten hat, \u00e4hnlich wie Ex-Arcandor Chef Thomas Middelhoff?<\/strong><\/p>\n<p>Absolut. Ein Gerichtssaal ist keine B\u00fchne, kein Raum f\u00fcr Eitelkeiten, sondern der Ort f\u00fcr Sachargumente. Wenn sich ein Angeklagter dreist oder unangemessen verh\u00e4lt, ist das dem betreuenden Anwalt als Fehler anzurechnen. Es ist die Aufgabe des Anwalts, seinen Mandanten zu kontrollieren und mit der Erwartungshaltung des Gerichts vertraut zu machen. Von der Kleidung \u00fcber das allgemeine Verhalten wie kein Grinsen, keine Gesten muss alles der bezweckten Ernsthaftigkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit untergeordnet werden.<\/p>\n<p>Je prominenter der Mandant, umso verlockender scheint das Bed\u00fcrfnis, sich prim\u00e4r Sorgen um die Reputation in den Medien zu machen. Da \u00f6ffentliche Stellungnahmen zu einem laufenden Verfahren jedoch mit einer konzentrierten Verteidigung unvereinbar sind, kommt es durchaus manchmal vor, dass man dem Mandanten das angebotene Mikrofon praktisch vor der Nase wegnehmen muss.<\/p>\n<p>Ein Auftritt wie von Michael Jackson in seinem kalifornischen Prozess w\u00e4re der absolute Albtraum jeden besonnenen Anwalts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Noch ein Unterschied zu deutschen Gerichten: Manager, die in den USA strafrechtlich verfolgt werden, werden f\u00fcr ihre Gerichtsauftritte gecoacht? <\/strong><\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zu den Kardinalaufgaben eines US-Anwalts, seine Zeugen ausf\u00fchrlich vor ihrer Vernehmung zu testen und zu \u00fcberpr\u00fcfen. Diese Verpflichtung bezieht sich sowohl auf den eigenen Mandanten &#8211; sollte er denn aussagen &#8211; , als auch auf Gutachter, Sachverst\u00e4ndige und einfache Tatsachen- oder Charakterzeugen. Das gilt f\u00fcr Strafverteidiger und Staatsanw\u00e4lte.<\/p>\n<p>So arbeitet gerade beispielsweise ein Mandant von mir gerade als Kronzeuge &#8211; und Mitangeklagter &#8211; mit dem FBI und dem Justice Department zusammen. Schon Wochen vor der Aussage meines Mandanten vor Gericht haben die Bundesstaatsanw\u00e4lte ihn in stundenlangen Proben im lokalen FBI-Geb\u00e4ude in meiner Gegenwart auf die Gerichtsaussage vorbereitet. Am Ende kennt er die Fragen, die ihn von der Regierung erwarten &#8211; und die vermeintlichen Fragen des anschlie\u00dfenden Kreuzverh\u00f6rs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roger_Stone\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roger_Stone<\/a><\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9IndwLWVtYmVkZGVkLWNvbnRlbnQiIGRhdGEtc2VjcmV0PSJnMjdtZmhOTkNnIj48YSBocmVmPSJodHRwczovL2FtZXJpa2FyZWNodHNhbndhbHQuZGUvIj5OaWNrIE9iZXJoZWlkZW4gQmlvZ3JhZmllPC9hPjwvYmxvY2txdW90ZT48aWZyYW1lIGNsYXNzPSJ3cC1lbWJlZGRlZC1jb250ZW50IiBzYW5kYm94PSJhbGxvdy1zY3JpcHRzIiBzZWN1cml0eT0icmVzdHJpY3RlZCIgc3R5bGU9InBvc2l0aW9uOiBhYnNvbHV0ZTsgY2xpcDogcmVjdCgxcHgsIDFweCwgMXB4LCAxcHgpOyIgdGl0bGU9IiYjODIyMDtOaWNrIE9iZXJoZWlkZW4gQmlvZ3JhZmllJiM4MjIxOyAmIzgyMTI7IEFtZXJpa2FSZWNodHNhbndhbHQiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9hbWVyaWthcmVjaHRzYW53YWx0LmRlL2VtYmVkLyM\/c2VjcmV0PVdDc05aQ1Y1MDUjP3NlY3JldD1nMjdtZmhOTkNnIiBkYXRhLXNlY3JldD0iZzI3bWZoTk5DZyIgd2lkdGg9IjU4NCIgaGVpZ2h0PSIzMjkiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBtYXJnaW53aWR0aD0iMCIgbWFyZ2luaGVpZ2h0PSIwIiBzY3JvbGxpbmc9Im5vIj48L2lmcmFtZT4=\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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Nach dem Skandal ist vor dem Prozess: Wenn Manager, wie jetzt bei Wirecard, in den Fokus von Staatsanw\u00e4lten geraten, entscheidet die Taktik ihrer Strafverteidiger \u00fcber Verurteilung oder Freispruch, Haftstrafe oder Geldbu\u00dfe. Auf drei strategische Z\u00fcge kommt es an.<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/my\/erfolg\/management\/strafverteidiger-demut-ist-die-beste-verteidigung\/26070070.html\">https:\/\/www.wiwo.de\/my\/erfolg\/management\/strafverteidiger-demut-ist-die-beste-verteidigung\/26070070.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-673624\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Nick Oberheiden, Strafverteidiger aus den USA, \u00fcber Strafprozesse gegen Manager vor amerikanischen Gerichten und die Unterschiede zu Deutschland. &nbsp; &nbsp; Herr Oberheiden, was k\u00f6nnen Manager in den USA vor Gericht bei ihrem Auftreten falsch machen?\u00a0 Ein Fall wie der &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/08\/14\/vor-gericht-gibt-es-wenig-freunde-so-us-strafverteidiger-nick-oberheiden-im-interview-und-warum-er-manchmal-seinen-mandanten-im-gericht-das-mikrofon-wegreisst\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[442,731,9398,9399,9400],"class_list":["post-674354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-gericht","tag-manager","tag-nick-oberheiden","tag-us-strafverteidiger","tag-zeugen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=674354"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":674376,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674354\/revisions\/674376"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=674354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=674354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=674354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}