{"id":674146,"date":"2020-07-12T15:00:17","date_gmt":"2020-07-12T13:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=674146"},"modified":"2020-07-13T00:21:54","modified_gmt":"2020-07-12T22:21:54","slug":"uebernahme-aus-dem-philosophie-magazin-risikoforscher-gerd-gigerenzer-ueber-richtige-entscheidungen-in-unsicherer-gegenwart-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/07\/12\/uebernahme-aus-dem-philosophie-magazin-risikoforscher-gerd-gigerenzer-ueber-richtige-entscheidungen-in-unsicherer-gegenwart-interview\/","title":{"rendered":"Risikoforscher Gerd Gigerenzer \u00fcber richtige Entscheidungen in unsicherer Gegenwart: H\u00e4tten wir auf Berater geh\u00f6rt und Klinikbetten wegrationiert, h\u00e4tten wir die Pandemie nicht so gut \u00fcberstanden (\u00dcbernahme eines Interviews aus dem &#8222;Philosophie Magazin&#8220;)"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eWir sollten die Illusion der Gewissheit verlernen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen wir uns in einer unsicheren Gegenwart richtig entscheiden? Der Psychologe und Risikoforscher Gerd Gigerenzer \u00fcber gelingende Kontingenzbew\u00e4ltigung und die Kraft der Intuition<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus: Philosophie Magazin Nr. 05\/2020 \u201eIns Offene. Wie lebe ich mit der Ungewissheit?\u201c, S. 52-55, Philomagazin Verlag GmbH, Berlin. Die Ausgabe ist bis 9. September 2020 am Kiosk erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/07\/PhilosophieMagazin_2020-05_Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-674147\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/07\/PhilosophieMagazin_2020-05_Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/07\/PhilosophieMagazin_2020-05_Cover.jpg 499w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/07\/PhilosophieMagazin_2020-05_Cover-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Dominik Erhard<\/p>\n<p><strong>Gerd Gigerenzer ist Direktor des Harding-Zentrums f\u00fcr Risikokompetenz am Max-Planck-Institut f\u00fcr Bildungsforschung in Berlin. Er trainiert Manager, amerikanische Bundesrichter und deutsche \u00c4rzte im Umgang mit Risiken. Sein Buch \u201eBauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition\u201c (Goldmann, 2007) machte ihn international bekannt. Zuletzt erschien von ihm \u201eRisiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft\u201c (C. Bertelsmann, 2013).<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Philosophie Magazin: Herr Gigerenzer, seit Jahrzehnten forschen Sie zu der Frage, wie Menschen mit Ungewissheit umgehen. Wie erleben Sie vor diesem Hintergrund die aktuelle Situation?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gerd Gigerenzer:<\/strong> Die Pandemie hat gezeigt, wie schwer es ist, Risiken einzusch\u00e4tzen. Der britische Premierminister sch\u00fcttelte so lange H\u00e4nde, bis er mit Covid-19 auf der Intensivstation lag, der Pr\u00e4sident von Wei\u00dfrussland empfahl, das Virus mit Wodka zu ertr\u00e4nken, und der amerikanische Pr\u00e4sident &#8230; Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die vor Angst nicht schlafen k\u00f6nnen und den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, um Corona-Meldungen zu verfolgen, mit der Hand auf dem Telefon bei gedr\u00fcckter 112. Statt Risikokompetenz herrschen vielerorts Leichtfertigkeit, Angst und Verunsicherung.<\/p>\n<p>Aber sind das angesichts einer Pandemie nicht nachvollziehbare und sogar wichtige Reaktionen? Angst ist \u00fcberlebenswichtig. Doch ist es n\u00f6tig, den Gegenstand seiner Angst zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren. Denn oft f\u00fcrchten wir uns vor etwas, das eine relativ kleine Gefahr darstellt, wobei wir gleichzeitig in Situationen leichtsinnig verfahren, die tats\u00e4chlich gr\u00f6\u00dferer Vorsicht bed\u00fcrften. Ein aktuelles Beispiel daf\u00fcr sind Herzkranke, die aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 trotz akuter Beschwerden nicht oder zu sp\u00e4t ins Krankenhaus gehen. Sie riskieren es, aus Angst vor dem Virus zu sterben. Seit dem Beginn der Coronakrise in Deutschland hat sich die Anzahl der Patienten, die mit schweren Herzproblemen ins Krankenhaus kommen, deutlich reduziert, zum Teil fast halbiert. Fehlende Risikokompetenz kann t\u00f6dlich sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was k\u00f6nnen wir dagegen tun?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollten bei der Bildung ansetzen und Kinder bereits in jungen Jahren nicht nur die Mathematik der Gewissheit lehren, also Geometrie und Algebra, sondern ihnen auch die Mathematik der Ungewissheit, also statistisches Denken beibringen. Lassen Sie mich das an einem Beispiel verdeutlichen, dem Unterschied zwischen dem relativen und dem absoluten Risiko. Im Jahr 1995 wurden Frauen in England durch Pressemitteilungen aufgeschreckt, in denen zu lesen war, dass laut dem britischen Komitee f\u00fcr Arzneimittelsicherheit Antibabypillen der dritten Generation das Risiko einer lebensbedrohlichen Thrombose verdoppeln w\u00fcrden \u2013 also um 100 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das klingt erschreckend.<\/strong><\/p>\n<p>Nicht wahr? Aufgrund dieser Meldung setzten viele Frauen die Pille ab, was zu ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen f\u00fchrte. Wie viel ist 100 Prozent? Die tats\u00e4chliche\u00a0Studie besagte, dass von je 7000 Frauen, die die Pille der \u00e4lteren, also zweiten Generation nahmen, eine Frau an Thrombose erkrankte. Unter den Frauen, welche die Pille der neuen Generation nahmen, waren es zwei. Der absolute Risikoanstieg war also 1 bei 7000 Frauen, der relative aber 100 Prozent. Absolute Risiken sind leicht verst\u00e4ndlich, mit relativen Risiken kann man Angst und Aufmerksamkeit erzeugen. Das Ergebnis waren gesch\u00e4tzte 13 000 Abtreibungen mehr als normal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu Beginn des Corona-Ausbruchs verglichen Sie die Krankheit mehrfach mit dem H1N1-Virus, besser bekannt als \u201eSchweinegrippe\u201c. Stehen Sie heute noch zu diesem Vergleich?<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte anfangs gehofft, dass es uns nicht schlimmer ergehen wird als bei der Schweinegrippe-Pandemie. In Deutschland z\u00e4hlte man etwa 250 Tote durch die Schweinegrippe, weltweit, sch\u00e4tzt man, einige Hunderttausende. Doch Covid-19 hat in Deutschland wesentlich mehr Menschenleben gekostet als die Schweinegrippe und auch als SARS. Und sie trifft \u00e4ltere Menschen. Bei einer Pandemie wei\u00df man erst im Nachhinein, ob man \u00fcberreagiert oder unterreagiert hat. Der Grund ist, dass man es mit einer Situation von Ungewissheit zu tun hat, nicht mit einer Situation von berechenbaren Risiken. Auch Zahlen wie die Reproduktionszahl R, die uns abwechselnd Angst und Hoffnung machen, sind nicht sicher, sondern grobe Sch\u00e4tzungen unter Ungewissheit. Und der Wert von R h\u00e4ngt nicht nur vom Virus ab, sondern auch von unserem Verhalten. Wir wissen einfach nicht, wie sich das Virus verhalten wird, wie sich die Menschen verhalten werden und wie die Interaktion ablaufen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet, dass Sie gehofft hatten, dass sich die Pandemie wie ein Risikoszenario verhalten w\u00fcrde, dann aber doch mehr Ungewissheit im Spiel war?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Pandemie ist nie ein berechenbares Risiko, doch k\u00f6nnen wir aus dem Umstand, dass wir es mit Ungewissheit zu tun haben, eine wesentliche Einsicht ableiten. \u00dcber Jahre wurden deutsche Krankenh\u00e4user kritisiert, dass sie nicht \u201eoptimieren\u201c und zu viele Intensivbetten h\u00e4tten. Wir haben um die 34 Betten pro 100 000 Einwohnern, im Vergleich zu Italien, Spanien und Gro\u00dfbritannien mit nur zehn oder weniger. Jetzt wissen wir, dass diese Reserve uns in Zeiten der Krise sch\u00fctzt. Eine Beratungsfirma h\u00e4tte wahrscheinlich Betten und Personal wegoptimiert. Unter Ungewissheit ist jedoch Optimierung eine Illusion. Aus fr\u00fcheren Pandemien kann man auch lernen, dass die Angst vor dem Virus f\u00fcr politische Zwecke missbraucht werden kann. \u00c4gypten beispielsweise hatte angeordnet, alle Schweine zu t\u00f6ten, bevor es dort auch nur eine einzige an Schweinegrippe infizierte Person gab. Und wer besitzt Schweine in \u00c4gypten? Die christliche Minderheit. Und schauen Sie aktuell nach Ungarn, wo Victor Orba\u0301n im Schatten des Notstands und ohne parlamentarische Pr\u00fcfung Verordnungen erlassen hat, von denen wenige mit dem Virus und mehrere mit dem Ausbau der eigenen Macht zu tun hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Waren und sind die in Deutschland ergriffenen Ma\u00dfnahmen Ihrer Meinung nach denn gerechtfertigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass die Ma\u00dfnahmen in Deutschland weltweit zu den besten geh\u00f6ren. Unsere Regierung hat schnell gehandelt und die Bev\u00f6lkerung gut kooperiert. Viele haben sich auch mehr mit Wissenschaft besch\u00e4ftigt als vorher, um sich zu informieren. Marie Curie, die einzige Frau, die zwei Nobelpreise erhielt, hat einmal gesagt: \u201eMan braucht nichts im Leben zu f\u00fcrchten, man muss nur alles verstehen.\u201c Ich w\u00fcrde sagen, jetzt ist die Zeit, zu verstehen und sich weniger zu f\u00fcrchten. Dazu braucht man den Mut, den eigenen Verstand zu benutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eHabe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!\u201c Sie spielen auf Immanuel Kant an.<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Wahlspruch der Aufkl\u00e4rung, den Kant in seinem 1784 erschienenen Text \u201eZur Beantwortung der Frage: Was ist Aufkl\u00e4rung?\u201c festgehalten hat, ist heute noch immer g\u00fcltig. Ich kann diesen Text nur jedem empfehlen. Wir brauchen besonders in Zeiten der Krise den Mut, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen, statt auf die Verschw\u00f6rungstheorien anderer hereinzufallen. Denn genau das bieten diese Theorien: Scheingewissheiten. Diese Krise ist somit auch eine Chance, mehr selbst zu denken statt uns anderen anzuschlie\u00dfen und einzusehen, dass wir manche Dinge eben nicht im Voraus wissen und kontrollieren k\u00f6nnen. Kurz gesagt: Wir sollten die Illusion der Gewissheit verlernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch wenn sich Ungewissheiten durch Corona verst\u00e4rkt haben, war unser Leben auch davor alles andere als gewiss. In Ihren B\u00fcchern machen Sie die Intuition als M\u00f6glichkeit stark, Orientierung in einer Welt voller Unw\u00e4gbarkeiten zu finden. Wie kann man sich das vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig ist, dass Intuition nicht Willk\u00fcr bedeutet. Sie ist kein sechster Sinn. Ich verstehe unter Intuition eine Form von unbewusster Intelligenz, die auf sehr vielen Jahren Erfahrung beruht. Man sp\u00fcrt sofort, was man tun oder nicht tun soll. Das Entscheidende dabei ist, dass man nicht sagen kann, warum. Doch ohne Intuition g\u00e4be es kaum Innovation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was w\u00e4re ein Beispiel f\u00fcr intuitives Wissen?<\/strong><\/p>\n<p>Denken Sie an einen Schachmeister, der im Park an der Partie zweier Fremder vorbeigeht und innerhalb von Sekunden wei\u00df: Schwarz gewinnt. Seine Intuition basiert auf Jahren der \u00dcbung, er w\u00fcsste sofort, wie er handeln w\u00fcrde, und wei\u00df dennoch nicht, woher er es wei\u00df, weil er nat\u00fcrlich nicht rational alle m\u00f6glichen Z\u00fcge durchgerechnet hat. Das Beispiel zeigt auch, dass Kopf und Bauch keine Gegens\u00e4tze sind, weil meist beides im Spiel ist. Fortschritt in Wissenschaft und Technologie beginnt meist mit Intuition, die dann dazu f\u00fchrt, dass man ihr methodisch nachgeht und sie ausprobiert. Da Intuition auf langj\u00e4hriger Erfahrung beruht, bezieht sie sich immer auf genau diesen Bereich der Erfahrung. Der Schachmeister hat nicht notwendig auch ein gutes Gesp\u00fcr im Umgang mit Finanzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet auch, dass, wer den Unw\u00e4gbarkeiten der Welt mit Intuition beizukommen versucht, bewusst Informationen ausschlie\u00dft. Ein g\u00e4nzlich anderer Ansatz w\u00e4re der des Systemtheoretikers Niklas Luhmann. Dieser geht davon aus, dass Ungewissheit sich am besten bew\u00e4ltigen l\u00e4sst, indem wir uns ausreichend Informationen beschaffen und diese richtig einordnen. Was halten Sie davon?<\/strong><\/p>\n<p>Intuition bedeutet, dass man unbewusst sp\u00fcrt, auf welche Information man sich konzentrieren und was man ignorieren soll. Intuition ist n\u00fctzlich in Situationen der Ungewissheit, wo die Zukunft nicht wie die Vergangenheit ist, und daher eine vollst\u00e4ndige Analyse der Vergangenheit oder Big Data in die Irre f\u00fchren kann. Wenn Sie dagegen Roulette spielen, k\u00f6nnen Sie sich genau ausrechnen, was Sie auf lange Sicht hin verlieren werden. Hier brauchen Sie keine Intuition. Viele wissenschaftliche Systeme gehen jedoch davon aus, dass die Probleme, mit denen wir es zu tun haben, Roulette oder Lotterien gleichen. Neben der Systemtheorie gehen ja auch Philosophen wie Rudolf Carnap davon aus, dass man praktisch keine Information auf dem Tisch liegen lassen sollte, um eine gute Entscheidung treffen zu k\u00f6nnen. Dies ist aber nur richtig, wenn man die Risiken berechnen kann, was im Umgang mit Menschen \u2013 und Viren \u2013 meist nicht der Fall ist. Denn wir leben meist in einer Welt, in der jeden Moment Unvorhergesehenes passieren kann. Und dort gilt, dass weniger Information oft mehr sein kann und Intuition eine gute Orientierung bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dennoch versuchen wir auch in unserer Welt immer gr\u00f6\u00dfere Teile des Lebens durch Pr\u00e4ventivmedizin und Big Data verf\u00fcgbar zu machen. W\u00e4re eine Welt ohne Ungewissheiten f\u00fcr Sie ein erstrebenswertes Ziel?<\/strong><\/p>\n<p>Denken Sie mal kurz dar\u00fcber nach, was das bedeuten w\u00fcrde. Wenn wir alle w\u00fcssten, wie unsere Zukunft aussieht, w\u00fcrde uns nichts mehr erfreuen, \u00fcberraschen oder entt\u00e4uschen. Jeder w\u00fcsste, wann er oder sie sterben wird und ob die Ehe geschieden wird. In dieser Welt der Gewissheit h\u00e4tten unsere Emotionen kaum mehr eine Funktion, wir br\u00e4uchten niemandem mehr vertrauen und auch keinen Mut haben, etwas zu wagen. W\u00e4re alles gewiss, br\u00e4uchten wir wenig von dem, was uns zum Menschen macht. Das Leben w\u00e4re so langweilig, wie die Zeitung vom letzten Jahr zu lesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und wenn einem all die Ungewissheit doch einmal auf die Nerven geht, wie kann man dann ganz pers\u00f6nlich etwas Berechenbarkeit in sein Leben bringen?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich durch meine eigene Forschung eines gelernt habe, dann, Entscheidungen schneller zu treffen als fr\u00fcher. Als ich in den 1990er-Jahren einen Ruf an die University of Chicago erhalten habe, reiste ich in die \u201eWindy City\u201c, um ein Haus zu kaufen. Wie lange ich brauchte? Einen Tag. Alles war gut vorbereitet, ich hatte eine verl\u00e4ssliche Maklerin von der Universit\u00e4t \u2013 das war wichtig \u2013 und habe mir mit ihr ein Dutzend Objekte angesehen. Bei einem hatte ich ein sehr gutes Gef\u00fchl. Da habe ich meine Frau angerufen, die noch in Deutschland war und sie gefragt: \u201eVertraust du mir?\u201c Sie hat Ja gesagt und ich habe das Haus gekauft. Es war eine gute Entscheidung. \/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir sollten die Illusion der Gewissheit verlernen\u201c &nbsp; Wie k\u00f6nnen wir uns in einer unsicheren Gegenwart richtig entscheiden? 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