{"id":673874,"date":"2020-06-01T06:00:20","date_gmt":"2020-06-01T04:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=673874"},"modified":"2020-06-01T02:32:14","modified_gmt":"2020-06-01T00:32:14","slug":"hans-hoff-sagt-ade-und-verraet-zum-abschied-allerhand-interessantes-und-emotionales","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/06\/01\/hans-hoff-sagt-ade-und-verraet-zum-abschied-allerhand-interessantes-und-emotionales\/","title":{"rendered":"Hans Hoff sagt Ade &#8211; und verr\u00e4t zum Abschied allerhand Interessantes und Emotionales"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein gro\u00dfartiger Journalist &#8211; Hans Hoff &#8211; verabschiedet sich so, wie ich es mir von so manchem w\u00fcnsche, der etwas zu sagen hat. Journalistenpapst Wolf Schneider wunderte sich immer, warum Journalisten bei ihrem Abschied nicht alle m\u00f6glichen Geheimnisse preisgeben. Wenn sie nichts mehr zu bef\u00fcrchten haben. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hans Hoff jedenfalls hat die Gelegenheit genutzt: Hier seine allerletzte Kolumne bei &#8222;DWDL&#8220;, die ich f\u00fcr den Management-Blog \u00fcbernehmen durfte. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"container\">\n<article class=\"row story serie hoffzumsonntag\">\n<div class=\"col-xs-12 col-md-12\">\n<header class=\"mood fixContent\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-xs-4 col-sm-4 col-md-3 col-lg-2\"><a href=\"https:\/\/m.dwdl.de\/hoffzumsonntag\/\"><img decoding=\"async\" class=\"responsive\" src=\"https:\/\/m.dwdl.de\/assets\/img\/hoffzumsonntag-logo.png\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"col-xs-5 col-xs-offset-3 col-sm-5 col-sm-offset-3 col-md-6 col-md-offset-3 col-lg-6 col-lg-offset-4\"><\/div>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/div>\n<\/header>\n<\/div>\n<div class=\"col-xs-12 col-sm-12 topImage\"><img decoding=\"async\" class=\"responsive\" src=\"https:\/\/www.dwdl.de\/images\/1590860561_das-hoff-zum-sonntag.jpg\" \/><cite class=\"source\">\u00a9 DWDL<\/cite><\/div>\n<div class=\"col-xs-12 col-sm-12\">\n<header><span class=\"roofline\">Auf Wiedersehen, Hans!<\/span><\/p>\n<h1>Das letzte &#8222;Hoff zum Sonntag&#8220;: The Last Time &#8211; Der Abgesang<\/h1>\n<p class=\"teaser\"><em>Sieben Jahre lang war Hans Hoff unser Mann am Sonntag: Woche f\u00fcr Woche setzte er meinungsstark die Themen. Nun erscheint das &#8222;Hoff zum Sonntag&#8220; zum letzten Mal &#8211; und unser Kolumnist blickt zur\u00fcck auf seine Karriere, die schon startete, als an DWDL noch nicht zu denken war.<\/em><\/p>\n<\/header>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"col-xs-12 col-md-8 articleBody\">\n<p>Eigentlich sollte am kommenden Samstag der Deutsche Fernsehpreis gefeiert werden. Endlich wieder fernseh\u00f6ffentlich, endlich wieder mit dem verdienten Glimmer und Glammer. Daraus wird nichts, was sehr schade ist. Dem einen oder anderen wird da etwas fehlen. Man wird verzichten m\u00fcssen auf ausf\u00fchrliche Danksagungen an Mama, Papa, die Liebste und die Kinder und, und, und&#8230;<\/p>\n<p>Nun, das soll kein Problem bleiben. Ich kann aushelfen.\u00a0Allerdings\u00a0dauert das etwas l\u00e4nger und wird pers\u00f6nlich, pathetisch, unertr\u00e4glich selbstreferentiell und ein bisschen sentimental. Vor allem aber wird es lang, weshalb ich alle mentalen Stubenfliegen bitte, ihre extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne nunmehr auf ein anderes Objekt zu richten.<\/p>\n<p>Mit diesem Text geht \u201eDas Hoff zum Sonntag\u201c in Rente. Nach sieben Jahren als Teil dieser wunderbaren DWDL-Redaktion ist Schluss, weshalb mein inniger Dank Thomas L\u00fcckerath und seinen fabelhaften Jungs gilt, die mich immer ausgehalten haben, auch wenn sie sicherlich bei so manchem Text mit den Z\u00e4hnen geknirscht haben m\u00f6gen. Das m\u00fcssen sie nun nicht mehr, denn ich steige aus und kehre dem Medienzirkus den R\u00fccken. Bis zum 1. August schreibe ich noch ein bisschen was f\u00fcr die S\u00fcddeutsche Zeitung, dann gehen f\u00fcr mich auch dort die Lichter aus. Warum? Nun ja, lasst es mich ganz einfach sagen: Es reicht.<\/p>\n<p>Am 4. August feiere ich gemeinsam mit Barack Obama Geburtstag. Er wird dann 59 Jahre alt, ich 65. Er hat noch viel zu sagen, ich nicht. Ich bin, wie man beim Fernsehen so sch\u00f6n sagt, auserz\u00e4hlt. Nach knapp 41 Jahren im medialen Bewertungsmodus werde ich das Gef\u00fchl nicht los, dass ich alles gesagt habe, was zu sagen\u00a0war. 41 Jahre!<\/p>\n<p>Ich habe im August 1979 meinen ersten Text geschrieben und den gleich f\u00fcr \u201eSounds\u201c, meine damalige Musikbibel. Ich, der ich auf den meisten Zeugnissen meiner Gymnasialzeit stets ein\u00a0Mangelhaft in der Rubrik Deutsch anf\u00fchren konnte und auch wegen Deutsch sitzengeblieben bin, war pl\u00f6tzlich Autor f\u00fcr Deutschlands damals f\u00fchrendes Musikmagazin.<\/p>\n<p>Zu verdanken hatte ich das meinem Freund Thomas Buttler, der damals Redakteur bei \u201eSounds\u201c war und mich, der ich freiwillig noch nie mehr als eine Postkarte betextet hatte, beinahe zwang, eine Plattenkritik zu verfassen. \u201eSilent Letter\u201c hie\u00df die Platte und America die zugeh\u00f6rige Gruppe. Vier Tage und vier N\u00e4chte lang habe ich in meiner D\u00fcsseldorfer Studentenbude nur diese Platte geh\u00f6rt, bin mit einem Block und einem Stift neben dem Kopf ins Bett gegangen und wieder aufgestanden.<\/p>\n<p>Dann habe ich meine Gedanken dazu in meine Schreibmaschine getippt und per Brief nach Hamburg geschickt. Ende des Monats kam dann das September-Heft von \u201eSounds\u201c heraus. Vorne drauf l\u00e4chelte der noch junge Bob Geldof, und auf Seite\u00a063\u00a0stand meine Kritik. \u201eVon Hansi Hoff\u201c stand dr\u00fcber, und ich war unfassbar stolz. Ich kaufte zehn Hefte und schenkte jedem eins, der sich nicht schnell genug davon machen konnte. Ich in der \u201eSounds\u201c, das war f\u00fcr mich Champions League von der ersten Minute an.<\/p>\n<p>Weil \u201eSounds\u201c in der Branche hoch angesehen war, wurde mir automatisch viel zugetraut, auf jeden Fall mehr als ich mir selbst zutraute.\u00a0So\u00a0bot mir der wunderbare RP-Redakteur Uwe Witsch (der viele meiner anf\u00e4nglichen Krickeleien erst zu lesbaren Texten gemacht hat) an, Konzertrezensionen f\u00fcr die Rheinische Post zu schreiben. Nat\u00fcrlich sagte ich ja, denn es lockten Karten f\u00fcr jedes Konzert, das ich mir aussuchte.<\/p>\n<p>Man schickte mir zuerst Tickets f\u00fcr die D\u00fcsseldorf-Shows der Shadows und\u00a0des\u00a0Elektro-Pioniers Gary Numan. Leider war ich nicht in der Lage, beide Auftr\u00e4ge selbst ausf\u00fchren, weil ich \u00fcberraschend auch noch ein Volontariat beim Musikexpress in Hamburg angeboten bekam. Nat\u00fcrlich sagte ich zu, wollte\u00a0aber\u00a0bei der RP auch nicht absagen, weshalb ich ein paar Freunde in der Heimat mobilisierte. Die besuchten die Konzerte, schrieben in der Nacht eine Kritik, und am n\u00e4chsten Morgen segnete ich via Telefon die Texte ab, unter denen nat\u00fcrlich mein Name stand.<\/p>\n<p>Aufgeflogen ist diese fr\u00fche Relotius-Rochade\u00a0nie, ich bekam sogar viel Lob f\u00fcr meine Erstlingswerke, die gar nicht von mir stammten. Als ich mein Volontariat beim Musikexpress nach drei Monaten wegen \u00fcbergro\u00dfen Heimwehs schmiss, konnte ich nahtlos weitermachen bei der RP. Mein Lohn waren 80 Mark pro Konzert und ein\u00a0\u00fcber die Jahre\u00a0eingefangener H\u00f6rschaden, der mich heute im Alter oft ein bisschen begriffsstutzig wirken l\u00e4sst. Aber das war es wert.<\/p>\n<p>Es begann eine wunderbare Zeit, in der ich alles vollschrieb, was sich mir anbot. Ich war Missionar in Sachen besserer Musik und vernichtete verbal all jene, die es wagten, schlechte Musik abzuliefern. Ich war jung, naiv und voller Sendungsbewusstsein.<\/p>\n<p>Meine Karriere als Musikschreiber\u00a0war\u00a0vor allem auch eine Aneinanderreihung gro\u00dfer Irrt\u00fcmer, \u00fcber die ich mich heute noch regelm\u00e4\u00dfig be\u00f6mmeln kann. Aber es gab auch gro\u00dfe Erlebnisse, von denen ich meinen Enkeln dereinst berichten werde, wenn sie gro\u00df genug sind, zu begreifen, was mir da widerfahren ist.<\/p>\n<p>So stand ich am 26. Juli 1980 an einem Pinkelbecken im Backstagebereich des englischen Milton-Keynes- Konzertgel\u00e4ndes. Ich sollte UB 40 interviewen, aber weil die noch dringend kiffen mussten,\u00a0verdr\u00fcckte ich mich in Richtung Keramik. Pl\u00f6tzlich trat dort ein Typ neben mich, um auch seinen Gesch\u00e4ften nachzugehen. Ich erkannte ihn aus den Augenwinkeln sofort. Ja, er geh\u00f6rte zu Police, der Headlinerband an diesem Tag. Ich blickte an ihm herab, und ja, ich sah den Sting von Sting. Ich wei\u00df, dass das ein zweifelhafter Erfolg f\u00fcr eine journalistische Karriere ist, aber man recherchiert doch immer wieder mal auch in zweifelhaften\u00a0Gegenden.<\/p>\n<p>Einen Tag nach diesem Ereignis war ich schon wieder auf einem Police-Konzert. Auf Einladung einer Plattenfirma sollte ich eine der Vorbands begutachten und traf nach dem respektablen Auftritt auf vier nette junge Herren. Wir a\u00dfen Irish Stew, tranken viel Alkohol, und am Ende mochten wir uns\u00a0irgendwie, weshalb ich den Jungs zum Abschied mein Urteil entgegen lallte. \u201eIch mag eure Musik ja gerne\u201c, sagte ich: \u201eAber ich glaube nicht, dass das was wird mit euch.\u201c<\/p>\n<p>Die Jungs schauten ein bisschen bedr\u00f6ppelt drein, aber dann nahmen sie mich nochmal in den Arm und sagten irgendwas, das in meinen beschwipsten Ohren klang wie \u201eEgal, Hauptsache, wir haben dich duften Typen kennengelernt.\u201c Schauplatz des Geschehens war \u00fcbrigens Dublin, und die Band hie\u00df U2. So viel zu meinen prophetischen F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Die bew\u00e4hrten sich ein paar Jahre sp\u00e4ter noch einmal, als ich in der Redaktion eines D\u00fcsseldorfer Stadtmagazins\u00a0entschied, diese eine Platte von diesem schwarzen S\u00e4nger, die m\u00fcssten wir nicht rezensieren, die sei zu unbedeutend. Was f\u00fcr ein Klugschei\u00dfer ich doch war. Die Platte war \u00fcbrigens von Michael Jackson, hie\u00df \u201eThriller\u201c und avancierte flugs zum weltweit meistverkauften Tonprodukt.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter war ich nicht frei von Falschbeurteilungen. Ich erinnere mich, dass ich eine Doppelprogrammierung von Sat.1 sehr eigenwillig gewichtete. \u201eDer letzte Bulle\u201c war in meinen Augen eine formidable Serie, was in meinen Augen f\u00fcr die huckepack startende Serie \u201eDanni Lowinski\u201c so gar nicht galt. \u201eDie Gags sind platt und erreichen manchmal nicht einmal \u201aSchillerstra\u00dfe\u2018-Niveau. Das rechte Ma\u00df findet Frau Lowinski selten\u201c, schrieb ich der Hauptdarstellerin Annette Frier via S\u00fcddeutsche Zeitung ins Poesiealbum. Komischerweise erwischte ich mich in der Folgezeit bei einem Fernsehverhalten, das meinen eigenen Empfehlungen\u00a0widersprach. Nie mehr sah ich beim \u201eBullen\u201c rein, daf\u00fcr verfolgte ich aber jede Folge von \u201eDanni Lowinski\u201c. Sorry, Frau Frier.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_673876\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/05\/IMG-20200531-WA0011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-673876\" class=\"size-full wp-image-673876\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/05\/IMG-20200531-WA0011.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/05\/IMG-20200531-WA0011.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/05\/IMG-20200531-WA0011-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/05\/IMG-20200531-WA0011-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-673876\" class=\"wp-caption-text\">Hans Hoff (Foto: PR)<\/p><\/div>\n<div class=\"col-xs-12 col-md-8 articleBody\">\n<p>Das aber war viel sp\u00e4ter. Erst einmal\u00a0verbannte\u00a0ich 1985 das i aus meinem Namen, weil mir jemand geraten hatte, endlich mal ein bisschen erwachsen zu werden. Pl\u00f6tzlich war ich Hans Hoff. Als solcher begann ich 1988 ein Volontariat bei der Rheinischen Post, und als das fertig war, kam 1990 der Chefredakteur auf mich zu und sagte: \u201eSie schauen doch gerne fern, Herr Hoff, oder?\u201c Ich sagte halblaut \u201eJa\u201c, und fortan war ich als Redakteur f\u00fcr die Fernsehseite und alles Mediale zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Es begann eine weitere wunderbare Zeit, denn das Privatfernsehen explodierte in jenen Jahren gerade in seiner Bedeutung, und es gab jeden Tag etwas Neues, Gro\u00dfartiges aus den Senderzentralen zu berichten. Senderchefs waren kleine Popstars, die\u00a0jeder\u00a0kannte.\u00a0Mit deren Zitaten konnte man ganze Seiten voller Druckerschw\u00e4rze\u00a0zur Unterhaltsamkeit adeln konnte. Heute stehe ich wie Ochs vorm Berg, wenn ich mir die aktuelle Management-Struktur bei RTL anschaue. Ich verstehe da nichts mehr, f\u00fcrchte allerdings, dass es manchem, der da einen aufgesch\u00e4umten Titel tr\u00e4gt, \u00e4hnlich geht.<\/p>\n<p>Wo wir gerade bei der Schaumschl\u00e4gerei sind. Ende der 90er \u00fcbernahm Ulrich Reitz als Chefredakteur die Rheinische Post, und es kristallisierte sich sehr bald heraus, dass dieses Blatt nur einen aufgeblasenen Wichtigtuer verkraften w\u00fcrde. Ihn oder mich. Ich verstieg mich dann Anfang 1999 zu der gewagten Ansage \u201eEntweder das \u00e4ndert sich, oder ich gehe.\u201c Nat\u00fcrlich \u00e4nderte sich nichts, weshalb ich im Fr\u00fchjahr k\u00fcndigte. Ich wei\u00df noch, wie ich am letzten Tag meiner RP-T\u00e4tigkeit aus dem Haus geschlichen bin, um mein Leben fortan Reitz-arm zu gestalten. In meinem alten Polo habe ich dann befreit Robbie Williams auf zehn gedreht und \u201eOld Before I Die\u201c\u00a0bollern lassen.<\/p>\n<p>Mein Dank geht in dem Zusammenhang nicht nur an Ulrich Reitz, ohne den ich niemals den Hintern von meinem Redakteursstuhl hochbekommen h\u00e4tte, sondern vor allem an Frank Plasberg, der mir damals in frustrierten Stunden tr\u00f6stend zur Seite gestanden hat. Ich k\u00f6nne ohne Probleme bei ihm als freier Mitarbeiter anheuern und w\u00fcrde mindestens genau so viel verdienen wie bei der RP, versprach er, der damals Chef des WDR-Regionalmagazins \u201eAktuelle Stunde\u201c war.<\/p>\n<p>Mit solchem R\u00fcckhalt versehen klinkte ich mich erst einmal aus und verschwand f\u00fcr zweieinhalb Monate in die Alpen, wo ich mich als Wanderf\u00fchrer und Lagerfeuerunterhalter durchschlug. Danach kehrte ich zur\u00fcck und wollte eigentlich Frank anrufen wegen der genauen Konditionen meiner Mitarbeit.<\/p>\n<p>Bevor ich dazu kam, klingelte mein Telefon aber Sturm. Die \u201eWelt am Sonntag\u201c\u00a0meldete sich, die dpa bot mir einen Pauschalistenjob an, ein Online-Portal bestellte Filmkritiken, und Alexander Gorkow meinte, ich solle mich doch mal auf der Medienseite der S\u00fcddeutschen Zeitung austoben. Ich nahm alles an und verdiente eine Weile eine Menge Geld. Schon wieder hatte eine wunderbare Zeit begonnen.<\/p>\n<p>Vor allem\u00a0war ich\u00a0auf einmal\u00a0wieder der kompromisslose Missionar, diesmal allerdings in Sachen besseres Fernsehen. B\u00f6se Zungen haben ja mal behauptet, ich w\u00fcrde mit Stacheldraht gurgeln, bevor ich eine Kritik verfasse. Ich kann nun sagen: Das stimmt nicht. Ich wollte immer nur ein besseres Fernsehen und f\u00fchlte mich von schlechten Sendungen regelm\u00e4\u00dfig pers\u00f6nlich beleidigt.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich an dieser Stelle \u00fcbrigens ausdr\u00fccklich bei allen Redakteuren, die mir jahrzehntelang\u00a0allzu heftige\u00a0Beleidigungen von Fernsehmachern aus den Texten redigiert haben.\u00a0Ich wei\u00df, es war nicht immer leicht mit mir. Allerdings f\u00e4llt meine offizielle Fehlerbilanz einigerma\u00dfen passabel aus. Ich bin einmal im Bildblog erw\u00e4hnt worden, weil ich in Sachen einer ESC-S\u00e4ngerin Zahlen falsch eingeordnet habe, und einmal flatterte der SZ eine Unterlassungsverf\u00fcgung eines minderbegabten Komikers ins Haus. Dem hatte ich \u00f6ffentlich unterstellt, er sei bei seinem bisherigen Sender gefeuert worden. Ich wusste das aus sicherer Quelle, konnte es aber doofer Weise nicht mit irgendeinem Schriftst\u00fcck belegen. Ich danke heute noch Caspar Busse, der als Redakteur daf\u00fcr gesorgt hat, dass die SZ die Anwaltskosten \u00fcbernahm. Dem Komiker wollte ich \u00fcbrigens\u00a0sp\u00e4ter\u00a0noch mal einen reinw\u00fcrgen, habe es aber \u00fcber die Jahre vergessen. Altersmilde?<\/p>\n<p>Erfreulich selten musste ich\u00a0b\u00fc\u00dfen\u00a0f\u00fcr das, was ich schrieb, und ich danke ausdr\u00fccklich all jenen, deren Arbeit ich \u00fcber die Jahre in die Tonne schrieb, die mich dann aber weder anwaltlich oder k\u00f6rperlich bedroht haben. Allerdings gab es Momente, da mein Tun nicht folgenlos blieb.<\/p>\n<p>So geschah es Anfang der 2000er, dass die SZ von mir einen Text \u00fcber die Zeitungslandschaft in NRW wollte. Ich beschrieb detailliert das Presseunwesen meines Heimatlandes und verwendete auch die Formulierung vom Neven-DuMont-Langeweile-Monopol, das pressetechnisch in K\u00f6ln herrsche. Ich hatte dabei vergessen, dass ich auch Fernsehkritiken f\u00fcr den K\u00f6lner Stadt-Anzeiger schrieb. Das wurde mir in Erinnerung gerufen, als nachmittags mein zust\u00e4ndiger Redakteur anrief. Man wolle mir nicht l\u00e4nger zumuten, f\u00fcr ein Langweile-Monopol zu schreiben, umschrieb er meinen Rauswurf sanft. Ich h\u00e4tte es mir vorher denken k\u00f6nnen, aber manchmal ist der Schreibtrieb halt st\u00e4rker.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches passierte mir dann noch einmal, als ich \u00fcber den Umgang der Toten Hosen mit einem in D\u00fcsseldorf hoch bekannten Kritiker schrieb. In einem Gespr\u00e4ch hatte mir der Hosen-Manager gesagt, dass man entgegen orts\u00fcblicher Praxis diesem Kritiker keine Konzertkarten zusende, weil der die Band sowieso immer schlecht\u00a0rezensiere. Ich schrieb das auf und merkte an, dass es nur noch eine andere Band in Deutschland gebe, die \u00e4hnlich verfahre: Die B\u00f6hsen Onkelz. Das brachte mich, um es vornehm zu sagen, nicht unbedingt auf die Freundesliste der Hosen.<\/p>\n<p>Zu der Zeit war ich auch als Gastro-Kritiker f\u00fcr eine D\u00fcsseldorfer\u00a0Testmagazin t\u00e4tig, und es standen noch ein paar\u00a0Restaurantbesuche aus. Die erledigten sich aber prompt, weil direkt nach meinem Hosen-Artikel die zust\u00e4ndige Redakteurin anrief und mir sagte, man wolle k\u00fcnftig auf meine Dienste verzichten. Was ich\u00a0\u00fcbersehen\u00a0hatte: Der Hosen-Manager war auch Herausgeber des Testmagazins.<\/p>\n<p>Als Lebensziel habe ich in\u00a0jungen\u00a0Jahren oft formuliert, dass ich auch mal auftauchen m\u00f6chte in der \u201eTitanic\u201c-Rubrik \u201eBriefe an die Leser\u201c. Im Februar 2009 war es dann so weit. Leider bekam ich den erhofften Brief ausgerechnet f\u00fcr eine strunzbl\u00f6de Formulierung, die mir ein wichtig tuender Redakteur\u00a0reinredigiert hatte. Egal, muss ja keiner erfahren. Ich hatte auf jeden Fall eine Erw\u00e4hnung in \u201eBriefe an die Leser\u201c. Troph\u00e4e!<\/p>\n<p>Danken m\u00f6chte ich in diesem Zusammenhang auch all jenen, die mir \u00fcber die Jahre ihre Verbundenheit in Form von Leserbriefen ausgedr\u00fcckt haben. Das startete schon bei \u201eSounds\u201c, wo man angesichts einer Plattenkritik riet, man solle mich ob meiner Ahnungslosigkeit \u201edurch die S\u00fcmpfe von Georgia jagen, bis die Alligatoren ihr Futter gefunden haben.\u201c Andere Briefe enthielten oft nur einen knappen Imperativ: \u201eSchmei\u00dfen Sie den Hoff raus!\u201c Allen, die in halbwegs zivilisierter Form geschrieben haben, durften mit Antwort rechnen, alle anderen mit meiner Verachtung.<\/p>\n<p>Sehr gefreut habe ich mich \u00fcber ein Interview,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wz.de\/nrw\/krefeld\/jan-boehmermann-lukas-ist-kein-fan-von-mir_aid-31395487\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">das 2008 in der WZ erschien<\/a>. Dort nannte mich Jan B\u00f6hmermann einen \u201everh\u00e4rmten, schrumpeligen Alphajournalisten-Darsteller\u201c, was seine Reaktion auf eine fr\u00fche Kritik seiner ersten TV-Gehversuche war. Er hat dann, findiger Kopf, der er ist, auch noch eine Seite mit dem Titel \u201eIchmaghanshoff.de\u201c ins Netz gestellt, die leider nicht mehr erreichbar ist, wohl weil seine damaligen Br\u00f6tchengeber beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk wie \u00fcblich Konflikte scheuten. Auf der Seite zerpfl\u00fcckte er einen Gef\u00e4lligkeitstext, den ich mal f\u00fcr einen befreundeten Musiker verfasst hat, auf sehr einfallsreiche Art. Chapeau, Herr B\u00f6hmermann. Ich habe mich dann revanchiert, indem ich als langj\u00e4hriges Mitglied in der zust\u00e4ndigen Grimme-Jury daran mitwirkte, ihm fast jedes Jahr einen Preis zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df\u00a0macht man sich als Kritiker\u00a0selten\u00a0Freunde unter den Kritisierten. \u201eWie soll jemand nach Rosen duften, der t\u00e4glich in Jauche baden muss\u201c, schrieb mal ein treuer Leser zur Verteidigung meiner Fernsehkritiken. Mehr Wohlwollen kann man als Kritiker wohl nicht einheimsen. Andere reagierten weniger verst\u00e4ndnisvoll. Bei G\u00f6tz George und Hape Kerkeling\u00a0hie\u00df es fr\u00fch:\u00a0Keine Interviews mehr mit Hoff.<\/p>\n<p>Andere waren da geschickter. Rudi Carrell zum Beispiel. Dem\u00a0hatte ich zum 60. Geburtstag richtig einen mitgegeben. \u201eRudis Resterampe\u201c stand \u00fcber einem Generalverriss seines Schaffens. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter stand dann der 65. Geburtstag an, und der Meister bat\u00a0zum\u00a0Interview. In seiner Suite im K\u00f6lner Maritim empfing er mich mit den Worten \u201eSo sieht also ein schreibendes Arschloch aus.\u201c Bumm, das sa\u00df. Erst sp\u00e4ter erfuhr ich, dass der Begriff Arschloch bei Carrell auch die Funktion eines Adelstitels haben konnte. Er hatte sich halt gefreut, weil ich ein paar Tage vorher Marius M\u00fcller-Westernhagen als Inge Meysel des Rock\u2018n\u2018Roll beschrieben hatte.<\/p>\n<p>Wir redeten und redeten, es war sehr nett, und ich schrieb sp\u00e4ter, dass es sehr nett war. Kurz danach rief mich Carrells Redakteur an und fragte, was der Meister mir denn wohl geben h\u00e4tte, damit\u00a0ich solch eine Lobeshymne verfassen w\u00fcrde. Ich las noch einmal meinen Text und stellte fest: Ja, Carrell hatte mich bestochen. Mit purer Zuneigungsvort\u00e4uschung. Ich hatte mich einwickeln lassen und muss ihm im Nachhinein noch die Ehre erweisen f\u00fcr diesen Dreh. Chapeau, Herr Carrell!<\/p>\n<p>Nie konnte man mich bestechen. Da n\u00fctzten keine Pressereisen rund um die Welt. Aber wenn man ausnahmsweise mal freundlich zu mir war, ging ich leicht auf den Leim. Der harte Hoff &#8211; so liebebed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Ich habe mich deshalb jedes Mal ehrlich gefreut, wenn ich ausnahmsweise auch mal positive Post bekam. Die gro\u00dfe Senta Berger hat mir k\u00fcrzlich geschrieben und sich f\u00fcr eine Kritik bedankt. Das hat mein\u00a0Herz gew\u00e4rmt, weil ich als Junge mal schwer verliebt in sie war. Und auch von Thomas Gottschalk habe ich eine Mail, in der er verspricht, mich von der Arschlochliste zu nehmen, weil ich mit der einen oder anderen Anmerkung m\u00f6glicherweise doch Recht gehabt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Als\u00a0gr\u00f6\u00dften Moment meiner Journalistenkarriere datiere ich allerdings den 22. Dezember 2000. Da klingelte in meinem D\u00fcsseldorfer B\u00fcro das Telefon, und als ich abhob, sagte eine Stimme, \u201eHi, this is George Harrison.\u201c Auf deutsch schob er dann noch \u201eGuten Tag\u201c und \u201eWie geht\u2018s\u201c nach, ein paar Floskeln, die er noch aus seiner Hamburger Zeit kannte. Ich rang um Fassung und f\u00fchrte das wahrscheinlich \u00f6deste Interview meines Lebens, weil ich immer nur \u201eDanke\u201c stammelte und Unsinn fragte, den selbst eine \u201eBunte\u201c-Reporterin nicht \u00fcber die Lippen gebracht h\u00e4tte. Aber was sollte ich machen? Ich war zu ergriffen von der Situation. Ich als weltgr\u00f6\u00dfter Beatles-Fan, ich als immer noch kleiner Hansi, dem die Beatles eine graue Jugend in den Sechzigern erhellt hatten, telefonierte mit George Harrison, der so freundlich war und so h\u00f6flich und verst\u00e4ndnisvoll, dass ich es gar nicht fassen konnte. Irgendwann legte ich auf und dachte: Was soll jetzt noch kommen in meinem Leben?<\/p>\n<p>Ich hatte ja schon einiges erlebt. David Bowie sang mal einen Meter vor mir, Ringo Starr hat mich am Arm ber\u00fchrt, und Norah Jones durfte ich bei einem Konzert vor 30 Leuten erleben. Alles nichts gegen mein Telefonat mit\u00a0George Harrison.<\/p>\n<p>Kurz danach fing ich dann auch selbst das Singen an. Ein Freund wollte eine Band auf seinem Geburtstag haben, und deshalb\u00a0\u00fcbten\u00a0wir im Keller ein paar Gassenhauer\u00a0aus der Rockgeschichte. Das machte Spa\u00df, oft mehr Spa\u00df als die Schreiberei. Je mehr ich sang, je besser ich wurde, desto deutlicher wurde mir, was meine eigentliche Leidenschaft ist: Das Singen.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ae7EaDvUft8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hold On I\u2018m Comin\u2018<\/a>.<\/p>\n<p>In einer Zwischenphase meiner musikalischen Schaffensperiode wurde \u00fcbrigens J\u00fcrgen von der Lippe verdonnert, einer meiner gar nicht mal so guten, aber sehr lauten Bands zu lauschen. Ich traf ihn nachher vor dem Lokal, und er seufzte schwer. \u201eFr\u00fcher haben ich von Hoffs Kritiken Magengeschw\u00fcre bekommen\u201c, sagte er: \u201eHeute kriege ich von seiner Musik Tinnitus.\u201c Chapeau f\u00fcr den Spruch!<\/p>\n<p>Je besser das mit dem Singen klappte, desto deutlicher wurde mir, dass die Schreiberei ganz gut den Lebensunterhalt sichert, dass es aber nichts mehr ist, was mein Herz nachhaltig w\u00e4rmt. Zumal ich ja stets dachte, dass irgendwann mal jemand kommen w\u00fcrde und sich mit dem Aufschrei \u201eDer Hoff kann ja gar nicht schreiben\u201c Geh\u00f6r verschaffen w\u00fcrde. Erst im Herbst 2019, also nach 40-j\u00e4hrigem Schaffen an der Kritzelfront, h\u00f6rte ich mich erstmals den Satz sagen \u201eIch kann ja schreiben.\u201c<\/p>\n<p>Auf meine alten Tage habe ich mir dann trotzdem noch Vorbilder zugelegt. Ich bewundere Samira El Ouassil f\u00fcr ihre analytische Tiefe, Mely Kiyak f\u00fcr ihre Kraft, Margarete Stokowski f\u00fcr ihre Konsequenz, Stefan Niggemeier f\u00fcr sein k\u00fchles Blut und Imre Grimm f\u00fcr seine schier unersch\u00f6pfliche Wortgewalt. Ich wollte schreiben wie sie, wenigstens ein bisschen, aber es gelang mir nicht einmal ansatzweise. Kann es ein deutlicheres Zeichen geben, dass die Zeit abgelaufen ist?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RuC8IW8LqcY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eThe Thrill Is Gone\u201c<\/a>\u00a0singe ich gerne mit meiner formidablen Band Blue Again, und der Titel passt ganz gut zu meiner aktuellen Befindlichkeit. Irgendwo in mir brennt noch was, aber ich komme dem nicht mehr nahe genug, um es in gro\u00dfe Worte zu fassen. Ich werde deshalb auch keinen Podcast produzieren und kein Buch schreiben. Nicht \u00fcber die Verkommenheit der Branche, nicht \u00fcber Verschw\u00f6rungstheorien, denen alte M\u00e4nner gerne anheim fallen. Vielleicht verfasse ich hier und da noch mal eine kleine Fernsehkritik, mehr aber nicht.<\/p>\n<p>Ich betreibe stattdessen aktuell einen Zoom-Comedykanal, in dem meine Enkelinnen die einzigen Zuschauer sind. Ich mache den typischen Opa-Quatsch und freue mich, wenn die Kleinen mich danach als H\u00f6ffchen-Po-P\u00f6ffchen verspotten und einen Riesenspa\u00df dabei haben. Das ist jetzt mein Erfolg. Das ist meine Quote.<\/p>\n<p>Ich scheide deshalb mit keinem weinenden Auge aus dem Medienzirkus. Ich danke f\u00fcr die jahrzehntelange Aufmerksamkeit und gehe l\u00e4chelnd ins Abendrot. Ich hatte fast durchweg gro\u00dfartige Zeiten, und ich danke allen, die mir auf dem Weg freundlich gesonnen waren, f\u00fcr ihre W\u00e4rme, f\u00fcr ihre Zuwendungen. Ich habe das alles sehr genossen und hoffe, dass ich hier und da auch etwas zur\u00fcckgeben konnte.<\/p>\n<p>Ansonsten gilt die Devise, dass jeder, der am Niederrhein mal an einer Kneipe oder einem Konzertsaal vorbeikommt,\u00a0<a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/SoulBlueAgain\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wo drau\u00dfen \u201eBlue Again feat. Hans Hoff\u201c\u00a0steht<\/a>, gerne reinkommen darf. Sie oder er kann dann erleben, dass da einer singt, der das nicht wirklich perfekt beherrscht, der aber immer noch viel Spa\u00df am Leben hat. M\u00f6glicherweise mehr denn je.<\/p>\n<p>Und als alter Gelegenheitsmelacnholiker schlie\u00dfe ich meinen Vortrag mit einem Link zu einer Aufnahme, die im Dezember in einer zugigen Garageneinfahrt vor ganz kleinem Publikum mit einem iPhone gemacht wurde. Ich huldige da meinem gro\u00dfen Helden Johnny Cash und versuche mich an \u201eHurt\u201c, jenem Song, der vom Ende erz\u00e4hlt und der so oft so wunderbar stimmungsvoll die Heiligabendmoderationen von Mike Litt im WDR-Radio abgeschlossen hat. Klingt sehr traurig, ist es aber nicht. Es beginnt eine weitere wunderbare Zeit f\u00fcr mich.<\/p>\n<div class=\"inline\">\n<h2>Mehr zum Thema<\/h2>\n<aside>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/m.dwdl.de\/?storyid=77857\">\u00a0&#8222;R\u00fcckzug aus dem Minenfeld&#8220;: Buhrow verabschiedet Hoff<\/a> \u00a0<a href=\"https:\/\/www.dwdl.de\/magazin\/77857\/rueckzug_aus_dem_minenfeld_buhrow_verabschiedet_hoff\/\">https:\/\/www.dwdl.de\/magazin\/77857\/rueckzug_aus_dem_minenfeld_buhrow_verabschiedet_hoff\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/aside>\n<\/div>\n<div>\n<h2>\u00dcber den Autor<\/h2>\n<div>\n<div>\n<div>Hans Hoff war Sozialp\u00e4dagoge, rutschte aber ab 1979 durch Plattenkritiken und Konzertrezensionen in den Journalismus ab. Seit 1990 agiert er als staatlich anerkannter Glotzenbegutachter und mediale Meinungsschleuder vom Dienst.<\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/www.dwdl.de\/features\/mailer\/index.php?storyid=77860\">\u00a0E-Mail an Hans Hoff<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/29ffa481cc5545d3a703058baf658aa3\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"col-xs-12 col-md-3 col-md-offset-1 storyMeta \">\n<aside>\n<section>Hans Hoff\u00a0<span class=\"hidden-md hidden-lg\">|<\/span>\u00a031.05.2020 &#8211; 08:12<\/section>\n<\/aside>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-673624\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/04\/Bloggerinnen2020_DRAFT_01-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfartiger Journalist &#8211; Hans Hoff &#8211; verabschiedet sich so, wie ich es mir von so manchem w\u00fcnsche, der etwas zu sagen hat. Journalistenpapst Wolf Schneider wunderte sich immer, warum Journalisten bei ihrem Abschied nicht alle m\u00f6glichen Geheimnisse preisgeben. 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