{"id":673374,"date":"2020-03-29T10:00:45","date_gmt":"2020-03-29T08:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=673374"},"modified":"2020-03-29T03:26:25","modified_gmt":"2020-03-29T01:26:25","slug":"philosophie-magazin-uebernahme-die-macht-der-gewohnheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/03\/29\/philosophie-magazin-uebernahme-die-macht-der-gewohnheit\/","title":{"rendered":"&#8222;Philosophie Magazin&#8220; &#8211; \u00dcbernahme: &#8222;Die Macht der Gewohnheit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Macht der Gewohnheit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie entkommen wir der Routine, dieser Abfolge von mechanischen Akten, die unmerklich zu einer Abstumpfung unserer Existenz f\u00fchrt? Indem wir sie durch etwas ganz \u00c4hnliches ersetzen, das jedoch viel bereichernder ist: die \u00dcbung.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbernahme aus dem &#8222;Philosophie Magazin&#8220; 2\/2020<\/p>\n<p>Von Michel Eltchaninoff \/ Aus dem Franz\u00f6sischen von Felix Kurz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine unwiderstehliche Kraft wirkt in uns. Sie beherrscht unser Leben, und dabei nehmen wir sie zumeist nicht einmal wahr. Sie versteht es, stumm und beinahe unsichtbar zu bleiben. Sie dringt in die Poren der Zeit ein, durchzieht unser Tun, spricht und entscheidet an unserer Stelle. Das macht es so schwer, sie zu bek\u00e4mpfen. Schlimmer noch: Je mehr Zeit vergeht, umso mehr setzt sie sich fest. Als Dostojewski in seinem Roman \u201eDie D\u00e4monen\u201c die Figur des Stepan Trofimowitsch Werchowenskij schildert, eines alternden Intellektuellen, der in seiner schlechten Neigung zu Faulenzerei, Kartenspiel und Wein versinkt, bringt er es auf eine grausame Formel: \u201eEs scheint wohl wahr zu sein, dass die zweite H\u00e4lfte des menschlichen Lebens sich gew\u00f6hnlich nur aus Gewohnheiten zusammensetzt, die man in der ersten H\u00e4lfte erworben hat.\u201c Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man sie nicht mehr ablegen.<\/p>\n<p>Woher r\u00fchrt die Macht der Gewohnheit? Zun\u00e4chst wendet sie sich nicht an unseren Geist, sondern schreibt sich in unseren K\u00f6rper ein. Diese oder jene Idee zu widerlegen, ist vergleichsweise leicht; viel schwerer f\u00e4llt es, sich von einem Teil seiner selbst zu trennen. Wie Henri Bergson schreibt, ist die Gewohnheit \u201eder versteinerte \u00dcberrest einer ehemals geistigen Aktivit\u00e4t\u201c. Auch wenn sie manchmal ausgehend von einem Gedanken oder einer Entscheidung entsteht, verankert sie sich unausweichlich in der Materie unseres K\u00f6rpers. Sehr oft steckt sie in unserer Hand, die sich zum Gru\u00df hebt, in der Wange, die wir jemandem zum K\u00fcsschen hinhalten, den Lippen, die sich von ganz allein bewegen, um eine H\u00f6flichkeitsfloskel zu artikulieren, ohne dass sie von Herzen k\u00e4me.<\/p>\n<p>Wenn wir einen bestimmten Weg zum ersten Mal gehen, finden wir alles entz\u00fcckend. Schon nach wenigen Wochen aber trotten wir mit mechanischen Schritten dahin, unsere Augen nehmen von nichts mehr Notiz. Was sinnlich greifbar war, ist verblasst: Wir sind unempf\u00e4nglich geworden f\u00fcr die Sch\u00f6nheit der Dinge. Gewohnheit bedeutet sterile Wiederholung. Nach Bergson ist \u201edie einmal angenommene Gewohnheit (\u2026) ein Mechanismus, eine Reihe von<\/p>\n<p>Bewegungen, die sich untereinander bedingen\u201c. Sie rastet ein und setzt sich fort, ohne dass wir bewusst Anteil daran h\u00e4tten, und zieht sich schlie\u00dflich wie eine lange Kette durch unseren Alltag: \u201eNun zeigt uns unsere innere Erfahrung in der Gewohnheit eine Aktivit\u00e4t, die in unmerkbaren Graden vom Bewusstsein zur Unbewusstheit und vom Willen zum Automatismus \u00fcbergegangen ist.\u201c Diese enorme Kraft der Verfestigung dr\u00fcckt sich in einem eigent\u00fcmlichen Ph\u00e4nomen aus: Selbst die extremsten Handlungen oder Ereignisse k\u00f6nnen sehr schnell zu so banalen Gewohnheiten wie dem Kaffee nach dem Essen werden. Wie die Geschichte zeigt, kann man sich \u2013 leider \u2013 an alles gew\u00f6hnen, auch daran, ein Kind zu schlagen oder Unschuldige zu erschie\u00dfen. In der Literatur \u00fcber die Konzentrationslager finden sich unz\u00e4hlige Berichte von Menschen, die unter grausamsten Bedingungen lebten, sich aber auf eine nahezu unfassbare Weise schlie\u00dflich daran gew\u00f6hnten \u2013 an Hunger, Schlafentzug und h\u00e4rteste Arbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/03\/PhiloMag_2020_02-Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-673375\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/03\/PhiloMag_2020_02-Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/03\/PhiloMag_2020_02-Cover.jpg 499w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/03\/PhiloMag_2020_02-Cover-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine Bet\u00e4ubung des Willens?<\/strong><\/p>\n<p>Wie man sieht, hat die Gewohnheit erhebliche moralische Folgen \u2013 oder amoralische, um genau zu sein. Sie bet\u00e4ubt unseren Willen. Die Einschreibung unserer Handlungen in die Materie und ihre mechanische Wiederholung geben der Gewohnheit ein solches Gewicht, dass sie unverr\u00fcckbar wird. Wenn das Bewusstsein abdankt, wenn wir schulterzuckend bekennen: \u201eIch kann nichts dagegen tun!\u201c, dann erweist sich die Gewohnheit als ein bew\u00e4hrtes Alibi.<\/p>\n<p>Die Routine zersetzt unsere Verantwortung. Wenn wir jeden Morgen demselben Bettler begegnen und es uns angew\u00f6hnt haben, ihm nichts zu geben, dann wird auch diese Einstellung von uns ein Teil der \u00e4u\u00dferen Umgebung. Die Wiederholung einer Handlung ist das beste Mittel, um sie festzuschreiben, also keine Fragen mehr zu ihrer ethischen Dimension zu stellen. Nehmen wir zum Beispiel einen Alkoholiker, der bei der Arbeit einen schweren Fehler begeht. Man kann ihn von der Verantwortung daf\u00fcr freisprechen, weil er von morgens bis abends unter dem Einfluss von Alkohol steht. Vielleicht hat er nicht einmal gemerkt, was er da gerade tut. Aristoteles, der sich in der \u201eNikomachischen Ethik\u201c eingehend mit der Gewohnheit befasst, beharrt indessen darauf, der Mann h\u00e4tte mit dem Trinken gar nicht erst anfangen oder zumindest keine Gewohnheit daraus machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Deshalb ist er f\u00fcr die Folgen seiner schlechten Neigung, auch f\u00fcr die entferntesten, sehr wohl verantwortlich. Die schlimmste Wirkung der Gewohnheit besteht darin, dass sie uns glauben l\u00e4sst, wir seien f\u00fcr ihre Wirkungen nicht l\u00e4nger haftbar \u2013 obwohl wir es in Wirklichkeit sind. Und der keineswegs unwichtigste Aspekt schlie\u00dflich besteht darin, dass die Gewohnheit abgesehen von automatischen Handlungen offenbar nichts hervorbringt. Sie ist das beste Mittel, um uns gegen das Neue abzuschirmen und an Erfindungen zu hindern. Eben deshalb hatte Bergson, der Philosoph des \u00e9lan vital und der Sch\u00f6pfung, wenig f\u00fcr sie \u00fcbrig. Die Gewohnheit f\u00fchrt zu Gleichg\u00fcltigkeit, Erm\u00fcdung und Langeweile, was Hegel in der \u201eEnzyklop\u00e4die der philosophischen Wissenschaften\u201c (1817) zu der schonungslosen Bemerkung veranlasste: \u201ees ist die Gewohnheit des Lebens, welche den Tod herbeif\u00fchrt oder, wenn ganz abstrakt, der Tod selbst ist\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Ketten zerschlagen<\/strong><\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich die Macht der Gewohnheit bezwingen? Spontan w\u00fcrde man diese Ketten, die uns zu Sklaven unserer kleinen Marotten machen, gerne mit einem einzigen Akt in St\u00fccke schlagen. Der Gedanke ist verlockend, schlie\u00dflich geht es ja gerade darum, mit der allgemeinen Mittelm\u00e4\u00dfigkeit des Allt\u00e4glichen zu brechen. Doch ein solcher Heroismus bleibt ungen\u00fcgend. Die tausendfach wiederholte Handlung wird immer st\u00e4rker sein als die Gro\u00dftat eines einzelnen Tages. Das Geheimnis des Sieges \u00fcber die Gewohnheit besteht in etwas anderem. Um sich von ihr zu befreien, muss man sie durch etwas ersetzen, das ganz \u00e4hnlich und mindestens genauso machtvoll ist: durch die \u00dcbung und die Disziplin.<\/p>\n<p>Diese These vertritt der Philosoph Peter Sloterdijk in seinem Buch \u201eDu mu\u00dft dein Leben \u00e4ndern\u201c (siehe den Originaltext-Auszug auf Seite 56). Ihm zufolge l\u00e4sst sich das eigene Leben seit jeher allein durch die \u00dcbung ver\u00e4ndern: Sei es wie bereits bei den alten Griechen durch Sport, sei es durch k\u00fcnstlerische Bet\u00e4tigung, religi\u00f6se Askese oder auch die wiederholte Introspektion in einer Psychoanalyse. Zur \u00dcberwindung der schlechten Angewohnheiten, die uns nach und nach zerst\u00f6ren, muss man laut Sloterdijk den Weg einer \u201eguten Wiederholung\u201c beschreiten, die allein \u201edie schlechte\u201c ersetzen kann. Um eine \u201epsychische Deautomatisierung und mentale Dekontamination\u201c herbeizuf\u00fchren, kann eine ganze Reihe von Techniken aufgeboten werden. Wie Sloterdijk unterstreicht, ist das Schweigen, das unseren Geist von allen vorgefertigten Ideen \u201eleeren\u201c soll, eine bereits in der Antike von den Sch\u00fclern des weisen Pythagoras praktizierte Methode.<\/p>\n<p>Auch heute ist der Verzicht auf das Sprechen eine Voraussetzung der \u00dcbung, ganz gleich, ob diese der Meditation, der Musik oder der Malerei gilt. Am wichtigsten aber ist es, den \u201emethodischen Aufbau einer neuen spirituellen Struktur\u201c zu vollziehen: Ein bescheidenes, schrittweise durchgef\u00fchrtes Handlungsprogramm, das aber mit strengster Regelm\u00e4\u00dfigkeit praktiziert wird. Alles, was Bergson an der Gewohnheit kritisierte, stellt sich nun in viel positiverem Licht dar. Um ein neues Leben anzustreben, muss man erneut vom K\u00f6rper, der Materie und der Wiederholung ausgehen. Nur unter dieser Voraussetzung kann man hoffen, zum sch\u00f6nen Spiel, dem sch\u00f6nen Werk, der Gelassenheit des Geistes zu gelangen. So stellen sich auch die moralischen Tugenden wieder ein: Durch die Disziplin entstehen von Neuem Willenskraft, Hartn\u00e4ckigkeit, Strenge und Verantwortungsbewusstsein. Dieses \u201eethische Leben\u201c, gegr\u00fcndet auf den Umstand, dass man dieselbe \u00dcbung \u2013 und sei sie noch so gering \u2013 jeden Tag praktiziert, ist letztendlich zutiefst \u201ereformatorisch\u201c, wie Sloterdijk schreibt.<\/p>\n<p>Revolutionen nehmen in der Regel kein gutes Ende. Ob nun ein Einzelner, eine Gruppe oder ein ganzes Volk sie durchf\u00fchrt: Stets droht nach der befreienden Erhebung die Gefahr unvorhergesehener und mitunter monstr\u00f6ser Folgen. Die \u00dcbung ist demgegen\u00fcber bescheiden. Doch auch sie kann einen Neubeginn herbeif\u00fchren. Und vermeidet dabei das Risiko zerst\u00f6rerischer Effekte. Grund genug, diesen anstrengenden Weg zu beschreiten. Worauf warten Sie?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_p1\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_671683\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-671683\" class=\"size-thumbnail wp-image-671683\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-671683\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019: Blogs von Frauen<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Macht der Gewohnheit Wie entkommen wir der Routine, dieser Abfolge von mechanischen Akten, die unmerklich zu einer Abstumpfung unserer Existenz f\u00fchrt? 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