{"id":672981,"date":"2020-02-04T17:48:48","date_gmt":"2020-02-04T16:48:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=672981"},"modified":"2020-02-04T18:01:15","modified_gmt":"2020-02-04T17:01:15","slug":"buchauszug-ryan-holiday-in-der-stille-liegt-dein-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/02\/04\/buchauszug-ryan-holiday-in-der-stille-liegt-dein-weg\/","title":{"rendered":"Buchauszug Ryan Holiday: &#8222;In der Stille liegt Dein Weg&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug Ryan Holiday: &#8222;In der Stille liegt Dein Weg&#8220;.\u00a0 Holiday zeichnet\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>die Denkweise gro\u00dfer Anf\u00fchrer, Denker und Vision\u00e4re nach &#8211; und zeigt, <\/strong><br \/>\n<strong>wie man durch Besonnenheit zu mehr Selbstbeherrschung, Disziplin und <\/strong><br \/>\n<strong>Konzentration gelangen kann.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_672982\" style=\"width: 428px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672982\" class=\"size-full wp-image-672982\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/Ryan.holiday.c-Taghrid-Chaabant-002.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/Ryan.holiday.c-Taghrid-Chaabant-002.jpg 418w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/Ryan.holiday.c-Taghrid-Chaabant-002-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/><p id=\"caption-attachment-672982\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: FinanzBuch Verlag\/Taghrid Chaabant)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GEW\u00d6HN DIR EINE ROUTINE AN<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wenn ein Mensch auch nur ein Mindestma\u00df <\/strong><strong>an Anstrengung in die Einhaltung eines Rituals <\/strong><strong>und der Grunds\u00e4tze der Rechtschaffenheit investiert, <\/strong><strong>erh\u00e4lt er doppelt so viel zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Xunzi<\/strong><\/p>\n<p>Jeden Morgen wachte Fred Rogers um 5 Uhr morgens auf und verbrachte eine Stunde damit, in Ruhe nachzudenken und zu beten. Dann ging er in den Pittsburgh Athletic Club, wo er seine morgendlichen Runden schwimmen wollte. Auf dem Weg zum Pool stellte er sich jedes Mal auf die Waage \u2013 es war wichtig, dass sein Gewicht stets 65 Kilo betrug \u2013 und wenn er ins Wasser sprang, sang er \u00bbJubilate Deo\u00ab vor sich hin. Er stieg jeden Tag aus dem Pool, als w\u00e4re er gerade getauft worden, erfrischt und bestens vorbereitet auf den vor ihm liegenden Arbeitstag.<\/p>\n<p>Sobald er zum Set seiner Fernsehsendung kam, begann der n\u00e4chste Teil des Rituals, das Jahr f\u00fcr Jahr in Hunderten von Episoden in gleicher Manier f\u00fcr die Nachwelt aufgezeichnet wurde. Der Titelsong ert\u00f6nt. Das gelbe Ampellicht blinkt. Die Kamera schwenkt auf die Eingangst\u00fcr. Mr. Rogers tritt ein und kommt singend die Treppe herunter. Er zieht seine Anzugjacke aus und h\u00e4ngt sie ordentlich in den Garderobenschrank. Er streift sich eine Strickjacke \u00fcber \u2013 die seine Mutter f\u00fcr ihn gemacht hat \u2013 und zieht den Rei\u00dfverschluss hoch. Dann zieht er seine Schuhe aus und schl\u00fcpft in ein Paar bequeme Puschen. Jetzt, und erst jetzt, f\u00e4ngt er an zu reden und seinen Lieblingsmenschen in dieser Welt \u2013 den Kindern, die seine Sendung Mr. Rogers\u2019 Neighborhood schauen \u2013 etwas beizubringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einigen mag das monoton erscheinen. Tag f\u00fcr Tag die gleiche Routine, die weit \u00fcber das \u00bbCut!\u00ab am Ende jeder Sendung hinausging, bis hin zum Mittagschlaf, dem gemeinsamen Abendessen mit der Familie und einer ewig gleichen Bettzeit um 21:30 Uhr. Ein konstantes K\u00f6rpergewicht. Das gleiche Essen. Der gleiche Beginn jeden Tags. Und das gleiche Ende. Klingt das langweilig? Die Wahrheit ist, dass eine gute Routine nicht nur eine Quelle f\u00fcr gro\u00dfe Zufriedenheit und Stabilit\u00e4t ist, sondern auch die Plattform, von der aus eine anregende und erf\u00fcllende Arbeit m\u00f6glich ist. Eine Routine, die lange genug und mit Ernsthaftigkeit praktiziert wird, ist mehr als nur Routine. Sie wird zum Ritual \u2013 zu etwas Heiligem.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Immer derselbe Parkplatz, immer dasselbe Sandwich<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht interessiert Mr Rogers dich nicht. Vielleicht schaust du dir lieber den langj\u00e4hrigen All-Star-Basketballer und Aufbauspieler Russell Westbrook an, der seine Routine exakt drei Stunden vor dem Anwurf eines Spiels beginnt. Zuerst w\u00e4rmt er sich auf. Dann, eine Stunde vor dem Spiel, geht er in die Kapelle des Stadions. Danach isst er ein Sandwich mit Erdnussbutter und Marmelade (immer ein gebuttertes Wei\u00dfbrottoast, Erdbeermarmelade, Skinny Erdnussbutter, in Dreiecke geschnitten). Genau sechs Minuten und 17 Sekunden vor dem Spiel beginnt er das letzte Aufw\u00e4rmtraining mit der Mannschaft. Er hat besondere Schuhe f\u00fcr die Spiele, f\u00fcr das Training und f\u00fcr das Spielen auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit der Highschool macht er immer genau dasselbe, wenn er einen Freiwurf bekommt: Er tritt ein paar Schritte von der Drei-Punkte-Linie zur\u00fcck und geht dann f\u00fcr den n\u00e4chsten Wurf wieder ein paar Schritte nach vorn. Auf dem Trainingsgel\u00e4nde hat er einen speziellen Parkplatz, und er zieht es vor, stets auf Trainingsplatz 3 zu \u00fcben. Er ruft seine Eltern jeden Tag zur selben Zeit an. Und so weiter und so fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-672988\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cover.holiday.2.jpg\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cover.holiday.2.jpg 411w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cover.holiday.2-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/p>\n<p><strong>Ryan Holiday: &#8222;In der Stille liegt Dein Weg&#8220;. 19,99 Euro, 256 Seiten, FinanzBuch Verlag &#8211; <a href=\"https:\/\/www.m-vg.de\/finanzbuchverlag\/shop\/article\/16900-in-der-stille-liegt-dein-weg\/\">https:\/\/www.m-vg.de\/finanzbuchverlag\/shop\/article\/16900-in-der-stille-liegt-dein-weg\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Sinn von Gr\u00f6\u00dfe: Befreit sein von trivialen Regeln<\/strong><\/p>\n<p>Die Sportwelt ist voll von Geschichten wie die von Westbrook. H\u00e4ufig sind Torh\u00fcter beim Hockey, Werfer beim Baseball, Quarterbacks und Kicker beim Football darunter \u2013 meistens Spieler in Schl\u00fcsselpositionen in den jeweiligen Sportarten. Spieler, die diese Art von Verhalten entwickeln, werden als schrullig bezeichnet und ihre Routinen als Aberglauben. Es erscheint uns seltsam, dass solche erfolgreichen Menschen, die mehr oder weniger ihr eigener Chef sind und zweifellos sehr talentiert, in der Reglementierung ihrer Routinen gefangen zu sein scheinen. Ist es nicht der Sinn von Gr\u00f6\u00dfe, dass man von trivialen Regeln und Vorschriften befreit ist? Dass man tun kann, was man will?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sache ist aber so: Gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeiten wissen, dass komplette Freiheit ein Albtraum ist. Sie wissen, dass Ordnung eine Voraussetzung f\u00fcr hervorragende Leistungen ist und dass in einer unberechenbaren Welt gute Gewohnheiten ein sicherer Hafen sind, um zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eisenhower definierte Freiheit als die M\u00f6glichkeit zur Selbstdisziplin. Tats\u00e4chlich erfordern Freiheit, Macht und Erfolg Selbstdisziplin. Denn ohne sie ziehen Chaos und Selbstgef\u00e4lligkeit ein. Disziplin ist also ein Mittel, um diese Freiheit zu bewahren. Es geht auch darum, in die richtige geistige Verfassung zu kommen, um unsere Arbeit zu erledigen. Der Schriftsteller und L\u00e4ufer Haruki Murakami erkl\u00e4rt, warum er jeden Tag derselben Routine folgt: \u00bbDie Wiederholung als solche ist das Wichtige\u00ab, sagt er, \u00bbes ist eine Form der Hypnose. Ich hypnotisiere mich selbst, um ein tieferes Bewusstsein zu erreichen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der K\u00f6rper funktioniert wie von selbst, dann machen wir die Arbeit am besten<\/strong><\/p>\n<p>Wenn unsere Gedanken sich gel\u00f6st haben und unser K\u00f6rper wie von selbst funktioniert, machen wir unsere Arbeit am besten. Eine Routine kann auf Zeit basieren. Jack Dorsey, der Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Twitter, steht um 5 Uhr morgens auf, ohne Ausnahme. Der ehemalige Navy Seal Jocko Willink steht um 4.30 Uhr auf und postet jeden Morgen ein Bild von seiner Uhr, um es zu beweisen. K\u00f6nigin Victoria wachte um 8 Uhr auf, fr\u00fchst\u00fcckte um 10 und traf sich zwischen 11 Uhr und 11.30 Uhr mit ihren Ministern. Der Dichter John Milton stand um 4 Uhr morgens zum Lesen und Nachdenken auf, so dass er um 7 Uhr morgens bereit war, sich seinem Schreiben hinzugeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Routine kann sich auch auf Ordnung oder eine bestimmte Anordnung konzentrieren. Konfuzius bestand darauf, dass seine Matte gerade lag, sonst setzte er sich nicht. Jim Schlossnagle, der Baseballtrainer, der das Team der Texas Christian University \u00fcbernahm, nachdem es eine ganze Reihe mittelm\u00e4\u00dfiger Spiele absolviert hatte, brachte seinen Spielern bei, ihre Spinde sowie den Unterstand jederzeit makellos sauber und ordentlich zu halten (seitdem hat das Team keine schlechte Saison mehr gehabt und es viermal in Folge in die College World Series geschafft). Die richtige Anordnung spielt auch f\u00fcr Tennischampion Rafael Nadal eine Rolle, der w\u00e4hrend eines Spiels Wasser und einen Fitnessdrink immer in derselben Reihenfolge trinkt und die Flaschen dann wieder genauso hinstellt wie vorher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Routine kann um ein Arbeitsger\u00e4t, einen Klang oder einen Duft herum aufgebaut werden. Rilke hatte zwei Schreibstifte und zwei Sorten Papier auf seinem Schreibtisch; eine wurde zum Schreiben verwendet, w\u00e4hrend die andere f\u00fcr Rechnungen, Briefe und weniger wichtige Dokumente geeignet war. M\u00f6nche werden durch das L\u00e4uten einer Klosterglocke zur Meditation gerufen; andere M\u00f6nche reiben sich vor Zeremonien und Meditationen das Duftpulver Zukoh auf die H\u00e4nde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Routine kann auch religi\u00f6ser Natur sein oder auf dem Glauben basieren. Konfuzius brachte vor jedem Essen eine Opfergabe dar, egal wie unbedeutend die Mahlzeit war. Die Griechen konsultierten vor jeder wichtigen Entscheidung das Delphische Orakel und brachten ihm vor dem Kampf Opfer dar. Die Juden haben sich seit Tausenden von Jahren an den Sabbat gehalten, sagte Ahad Ha\u2019am einmal, so wie der Sabbat an sich die Juden erhalten hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aus Routine wird ein Ritual &#8211; was den Geist entspannt<\/strong><\/p>\n<p>Wenn eine Routine oft genug durchgef\u00fchrt wird, mit Ernsthaftigkeit und Hingabe, wird sie zum Ritual. Die Regelm\u00e4\u00dfigkeit \u2013 der t\u00e4gliche Rhythmus \u2013 erzeugt tiefgehende und sinnvolle Erfahrungen. F\u00fcr manche Menschen ist die Pflege eines Pferds eine l\u00e4stige Pflicht. F\u00fcr Sim\u00f3n Bol\u00edvar war sie ein heiliger, wesentlicher Bestandteil seines Lebens. Wenn der K\u00f6rper mit dem Vertrauten besch\u00e4ftigt ist, kann sich der Geist entspannen. Die Monotonie pr\u00e4gt sich ein und f\u00fchrt zum Muscle-Memory-Effekt. Von der Routine abzuweichen, erscheint einem als gef\u00e4hrlich und falsch. Als ob man das Scheitern geradezu heraufbeschw\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manche m\u00f6gen sich \u00fcber diese \u00bbabergl\u00e4ubischen\u00ab Verhaltensweisen lustig machen, aber es so zu betrachten, ist falsch. So erkl\u00e4rte etwa Rafael Nadal: \u00bbWenn es Aberglaube w\u00e4re, warum w\u00fcrde ich dann immer wieder Dasselbe tun, egal, ob ich gewinne oder verliere? Es ist eine Art, mich in ein Spiel hineinzuversetzen und meine Umgebung so anzuordnen, dass sie der Ordnung entspricht, die ich in meinem Kopf suche.\u00ab Glaubten die Griechen wirklich, dass das Orakel von Delphi ihnen sagen k\u00f6nnte, was sie tun sollten? Oder ging es in Wirklichkeit um den Befragungsprozess, die Reise zum Berg Parnassus?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Soziologen haben herausgefunden, dass Inselst\u00e4mme eher dazu neigen, Rituale f\u00fcr Aktivit\u00e4ten zu schaffen, bei denen Gl\u00fcck ein wichtiger Faktor ist, als bei anderen Aktivit\u00e4ten, wie etwa das Fischen auf offenem Meer im Vergleich zum Fischen in einer Lagune. Die Wahrheit ist, dass f\u00fcr uns immer Gl\u00fcck im Spiel ist. Gl\u00fcck ist immer ein Faktor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Zweck eines Rituals ist nicht, die G\u00f6tter f\u00fcr uns zu gewinnen (obwohl das nicht schaden kann!). Es geht darum, unseren K\u00f6rper (und unseren Geist) zu beruhigen, wenn uns auf der anderen Seite des Spielfelds das Schicksal gegen\u00fcbersteht. Die meisten Menschen wachen auf und betrachten den Tag als eine endlose Flut von verwirrenden und \u00fcberw\u00e4ltigenden Entscheidungen, eine direkt nach der anderen. Was soll ich anziehen? Was soll ich essen? Was soll ich zuerst tun? Was soll ich danach tun? Welcher Arbeit soll ich mich widmen? Soll ich erst dieses Problem l\u00f6sen oder erst jenen Brand l\u00f6schen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bollwerk gegen das Chaos der Welt<\/strong><\/p>\n<p>Unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass das enorm anstrengend ist. Es ist ein Wirbelwind aus widerspr\u00fcchlichen Impulsen, Anreizen, Neigungen und Ablenkungen von au\u00dfen. Es ist garantiert kein Weg, um zur Ruhe zu kommen, und nicht der Weg, das Beste aus sich herauszuholen. Der Psychologe William James empfahl, Gewohnheiten zu unserem Verb\u00fcndeten und nicht zu unserem Feind zu machen. Dass wir unsere Tage und unser Leben so gestalten, dass es moralisch, geordnet und ruhig ist \u2013 so k\u00f6nnten wir eine Art Bollwerk gegen das Chaos der Welt schaffen und f\u00fcr die anstehenden Aufgaben das Beste aus uns herausholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Je mehr Automatismen umso mehr geistige H\u00f6chstleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Dazu m\u00fcssen wir so fr\u00fch wie m\u00f6glich so viele n\u00fctzliche Verhaltensweisen wie m\u00f6glich automatisieren und einstudieren und uns davor h\u00fcten, uns auf eine Weise zu entwickeln, die f\u00fcr uns von Nachteil sein k\u00f6nnte. Je mehr Dinge unseres t\u00e4glichen Lebens wir m\u00fchelos dem Automatismus \u00fcberlassen k\u00f6nnen, desto eher sind wir zu geistigen H\u00f6chstleistungen f\u00e4hig. Es gibt kaum einen armseligeren Menschen als den, bei dem nur Unentschlossenheit die Gewohnheit ist, und bei dem das Anz\u00fcnden jeder Zigarette, das Trinken jedes Kaffees oder Tees, die t\u00e4gliche Zeit des Aufstehens und Zubettgehens und der Beginn jeder Arbeit zum Gegenstand einer ausdr\u00fccklichen Willensbekundung wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir nicht nur die banalen Dinge des Lebens automatisieren und zur Routine machen, sondern auch automatisch gute und vorbildliche Entscheidungen treffen, setzen wir Ressourcen frei, um wichtige und sinnvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Wir schaffen Raum f\u00fcr Frieden und innere Ruhe und ebnen so unweigerlich den Weg zu guter Arbeit und guten Gedanken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um dies zu erm\u00f6glichen, musst du zuerst dein Haus (oder deine Wohnung) aufr\u00e4umen. Mach dir f\u00fcr diesen Tag einen genauen Zeitplan. Lass dich m\u00f6glichst nicht unterbrechen, und begrenze die Zahl der Entscheidungen, die du treffen musst. Wenn du das hinbekommst, werden dir Lust und Unruhe weniger \u00c4rger bereiten. Denn die hast du gut abgeblockt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorbild: Japanische Floristen<\/strong><\/p>\n<p>Als Inspiration solltest du dir japanische Floristen zum Vorbild nehmen: Ordentlich. Ruhig. Fokussiert. Sauber. Frisch. Bewusst. Du wirst sie kaum in einem lauten Caf\u00e9 antreffen, denn dort k\u00f6nnen sie ihr Handwerk nicht verrichten, und auch nicht mit ger\u00f6teten Augen um 3 Uhr morgens, weil sie ihre Zeit schlecht geplant haben. Niemals w\u00fcrden sie die Gartenschere aus Jux und Tollerei an eine Pflanze anlegen und ebenso wenig w\u00fcrdest du sie jemals in Unterw\u00e4sche antreffen, wie sie mit einem alten Freund telefonieren. Dass hie\u00dfe, zu viele Dinge dem Zufall zu \u00fcberlassen, und das w\u00e4re f\u00fcr einen wahren Meister zu chaotisch. Ein Meister hat alles unter Kontrolle. Ein Meister hat ein System. Ein Meister verwandelt das Gew\u00f6hnliche in etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches, etwas Heiliges. Das sollten auch wir anstreben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_672985\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672985\" class=\"size-full wp-image-672985\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cAnn-Johansson.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cAnn-Johansson.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cAnn-Johansson-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/02\/cAnn-Johansson-449x300.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-672985\" class=\"wp-caption-text\">Author Ryan Holiday photographed at the Los Angeles Athletic Club, October 29, 2015. (Foto: \/FianzbuchVerlag\/Ann Johansson)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Autor:<\/strong> Ryan Holiday schmiss mit 19 Jahren das College und wurde Werbestratege und Bestsellerautor. Er war viele Jahre Marketingleiter bei dem Textilunternehmen American Apparel und ber\u00e4t Weltklasseunternehmen wie Twitter, Youtube oder Google. Die Lebensweisheiten seiner Bestseller sind unter internationalen Sportikonen, Fernsehstars und Politikern l\u00e4ngst Kult. Im FinanzBuch Verlag sind von ihm \u00bbDer t\u00e4gliche Stoiker\u00ab, \u00bbDein Ego ist dein Feind\u00ab und \u00bbDer t\u00e4gliche Stoiker \u2013 Das Tagebuch\u00ab erschienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_671683\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-671683\" class=\"size-thumbnail wp-image-671683\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-671683\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019: Blogs von Frauen<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_672760\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672760\" class=\"size-thumbnail wp-image-672760\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/BloggerRelevanzIndex2019.news-aktuell-Infografik-Relevanteste-Blogs-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-672760\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019<\/p><\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-672912\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2020\/01\/Top20-Blogneu-002-1-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Ryan Holiday: &#8222;In der Stille liegt Dein Weg&#8220;.\u00a0 Holiday zeichnet\u00a0 die Denkweise gro\u00dfer Anf\u00fchrer, Denker und Vision\u00e4re nach &#8211; und zeigt, wie man durch Besonnenheit zu mehr Selbstbeherrschung, Disziplin und Konzentration gelangen kann. &nbsp; &nbsp; GEW\u00d6HN DIR EINE ROUTINE &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2020\/02\/04\/buchauszug-ryan-holiday-in-der-stille-liegt-dein-weg\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[8965,1890,4931,8964],"class_list":["post-672981","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-in-der-stille-liegt-dein-weg","tag-buchauszug","tag-finanzbuch-verlag","tag-ryan-holiday"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=672981"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672990,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672981\/revisions\/672990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=672981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=672981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=672981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}