{"id":672005,"date":"2019-11-01T06:00:44","date_gmt":"2019-11-01T05:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=672005"},"modified":"2019-11-01T16:21:09","modified_gmt":"2019-11-01T15:21:09","slug":"buchauszug-mike-fischer-erfolg-hat-wer-mit-liebe-fuehrt-vom-egoismus-zum-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/11\/01\/buchauszug-mike-fischer-erfolg-hat-wer-mit-liebe-fuehrt-vom-egoismus-zum-wir\/","title":{"rendered":"Buchauszug Mike Fischer: &#8222;Erfolg hat, wer mit Liebe f\u00fchrt. Vom Egoismus zum wir.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Buchauszug Mike Fischer: &#8222;Erfolg hat, wer mit Liebe f\u00fchrt. Vom Egoismus zum wir.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_672006\" style=\"width: 426px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-672006\" class=\"size-full wp-image-672006\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/Fischer_Mike.jpg.FotoMoments-Art.jpg\" alt=\"\" width=\"416\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/Fischer_Mike.jpg.FotoMoments-Art.jpg 416w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/Fischer_Mike.jpg.FotoMoments-Art-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/><p id=\"caption-attachment-672006\" class=\"wp-caption-text\">Mike Fischer (Foto: Campus Verlag\/FotoMoments)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: inherit\">Die Sackgasse<\/span><span style=\"font-style: inherit\">:\u00a0<\/span><span style=\"font-style: inherit\">Wie Einzelkampf Sinnlosigkeit produziert<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><strong>D<\/strong><\/span><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">oo<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">f<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">hei<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">t\u00a0oder\u00a0Klarheit?\u00a0\u2013\u00a0Warum\u00a0Liebe\u00a0und\u00a0F\u00fcrsorge\u00a0wichtiger\u00a0sind\u00a0als\u00a0Geld<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">V<\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">o<\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">r einigen Jahren habe ich zus\u00e4tzlich noch ein Bombengesch\u00e4ft mit gigantischen Ums\u00e4tzen und einer enormen Nachfrage betrieben. Die Nachfrage konnte nicht mal im Ansatz bedient werden. Was war nun dieses hochlukrative Gesch\u00e4ft? Das wollen Sie bestimmt wissen, so etwas w\u00fcnscht sich jeder Unternehmer, oder? Nun, ich habe Lkw-Fahrer eingestellt, besch\u00e4ftigt und an Speditionen verliehen. Zeitarbeit mit einem Riesenumsatz. Besonders aus finanzieller Sicht waren die Argumente f\u00fcr den weiteren Ausbau dieses Business, das sich \u00bbArbeitnehmer\u00fcberlassung\u00ab nennt, mehr als \u00fcberw\u00e4ltigend. Mir war von Anfang an klar, dass Kraftfahrer \u00fcberall gebraucht werden. Wir wollten also diese Kraftfahrer ausbilden, verleihen und sie dann bei den Speditionen in feste Arbeitsvertr\u00e4ge bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">N<\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">u<\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">n<\/span><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">, was auf den ersten Blick wie ein neuer Hauptgewinn f\u00fcr unsere Firma aussah, entwickelte sich auf den zweiten Blick anders als gedacht. Es stellte sich n\u00e4mlich Folgendes heraus: In einigen Speditionen wurden unsere Fahrer miserabel behandelt. Wirklich: hundsmiserabel!. Und ich musste zusehen, ohne etwas tun zu k\u00f6nnen. Mir waren die H\u00e4nde durch die gesetzlich vorgeschriebenen Vertr\u00e4ge gebunden. Ich konnte weder auf Lenk-, Ruhe- und Pausenzeiten noch auf Regelungen zur Wochenendarbeit oder \u00c4hnliches Einfluss nehmen. Wir wollen unsere Kraftfahrer mit Liebe behandeln. Wir nennen sie \u00bbFahrexperten\u00ab, nicht Lkw-Fahrer. Doch in den Speditionen waren sie einfache Leiharbeiter, die nach Strich und Faden ausgebeutet wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Einer der Lkw-Fahrexperten hatte einen Unfall. Die Schuld lag bei ihm, und daf\u00fcr sollte er teuer bezahlen. Wie viel? 7 000 Euro. Eine ziemliche Stange Geld f\u00fcr einen Fahrer, der nicht gerade in Geld schwimmt. Ich rief bei der Spedition an und fragte nach: \u00bbHaben Sie denn f\u00fcr solche F\u00e4lle keine Versicherung? Es kann doch \u00f6fter vorkommen, dass ein Fahrer einen Unfall verschuldet?\u00ab Wissen Sie, was ich als Antwort h\u00f6rte, sodass mir vor Entsetzen und \u00c4rger fast das Telefon aus der Hand fiel: \u00bbWir versuchen es immer erst mal beim Kraftfahrer.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber diese Haltung habe ich mich so sehr ge\u00e4rgert, dass wir an diesen Betrieb nur dieses eine Mal Kraftfahrer \u00fcberlassen haben, dann nie wieder. Leider war das kein Einzelfall. Werte wie Mitgef\u00fchl, Liebe und F\u00fcrsorge f\u00fcr die eigenen Mitarbeiter waren in vielen dieser Speditionen Fremdworte. So war f\u00fcr mich schnell klar: Ich entscheide mich gegen das sch\u00f6ne Geld, das ich damit weiter h\u00e4tte\u00a0 verdienen k\u00f6nnen und das da f\u00fcr uns fast nicht nur sprichw\u00f6rtlich auf der Stra\u00dfe lag. Es war Geld, aber f\u00fcr mich war es dreckiges Geld geworden, und ich wollte es nicht mehr. Alle unsere Fahrexperten haben wir dann in die H\u00e4nde wenigstens einigerma\u00dfen werteorientierter Speditionsbetriebe vermittelt und anschlie\u00dfend das Business\u00a0 &#8222;Arbeitnehmer\u00fcberlassung\u00ab ein f\u00fcr alle Mal begraben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit anzusehen, wie Mitarbeiter ausgebeutet werden, ist keine Freude und kollidiert komplett mit meinen und unseren Werten. Ich h\u00e4tte nicht mehr ruhig schlafen k\u00f6nnen. Meine Arbeitstage w\u00e4ren vermiest gewesen: Hier die Festangestellten, die unsere Werte wie Liebe, Mitgef\u00fchl, gegenseitiges Helfen und verantwortungsvolles Handeln jeden Tag leben und darin gef\u00f6rdert werden. Dort ausgebeutete Leiharbeiter, die fast am Steuer einschlafen und dann auch noch allein gelassen werden, wenn etwas schief l\u00e4uft. Zwei Blickwinkel sind also entscheidend: der auf den Menschen (\u00bbWird er gut behandelt?\u00ab) und der auf das gro\u00dfe Geld, das lockt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letztere Idee vom gro\u00dfen Geld will ich hier relativieren. Sie ist einer der zentralen Gr\u00fcnde f\u00fcr Egoismus, weil sie die Wahrnehmung tr\u00fcbt \u2013 und sie f\u00fchrt in eine Sackgasse. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Hauptgewinn und die Gier nach immer mehr Geld wecken kann, ist eben auf den zweiten Blick bei einer Absage auch eine interessante M\u00f6glichkeit\u00a0 f\u00fcr ganz neue Entwicklungen. Ich habe ein Beispiel daf\u00fcr, wie viel eine Absage ans Geld bewirken und sogar der Anlass f\u00fcr grundlegend neue, bessere Bedingungen sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor einem Jahr bin ich von einem Bildungstr\u00e4ger angerufen wurden. Die Idee war, eine Kooperation in Gera als gemeinsame Bildungsma\u00dfnahme zu organisieren mit dem Ziel Lkw- und Busfahrer auszubilden. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen wir die ausgebildeten Teilnehmer in Arbeit bringen. Lkw und Bus ist eben eine unserer gro\u00dfen St\u00e4rken, wir sind genau die Richtigen daf\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Vorbereitung hat sich am Anfang gut angef\u00fchlt. Absprachen, Zuarbeiten und Austausch von Informationen waren hervorragend. Die Bildungsma\u00dfnahme \u00bbAusbildung zum Berufskraftfahrer\u00ab durch den Bildungstr\u00e4ger wurde bald zertifiziert, vorerst genehmigt bis 2021, und sollte im April beginnen. Sie war bundesweit g\u00fcltig, und Lkw-Fahrer werden zu Tausenden bundesweit gesucht. Die Vermittlung in Arbeit und der erfolgreiche Abschluss der Ma\u00dfnahme f\u00fcr alle Teilnehmer standen mit allem, was dazugeh\u00f6rt, unter einem guten Stern. Aber dann habe ich im Lauf der weiteren Kooperation immer klarer erkannt: Der Qualit\u00e4tsanspruch zwischen beiden Partnern war meilenweit auseinandergedriftet. In dem Moment, als mir das klar wurde, habe ich die Kooperation aufgek\u00fcndigt. Ich habe einen m\u00f6glichen Umsatz in Millionenh\u00f6he abgelehnt. Ich habe mich gegen das viele Geld entschieden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ist das nun Doofheit oder Klarheit? Was meinen Sie? Ist es richtig, Auftr\u00e4ge, wenn diese viel Geld einbringen, auch mal abzulehnen? Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, l\u00e4sst mich jeder Umsatz kalt. Kurz gesagt: Ein schlechtes Business beende ich ohne Bedauern und sehr schnell. Es gibt dazu nichts weiter zu sagen. Schlechte Behandlung von Menschen, fehlende Qualit\u00e4t in der Ausbildung, fehlende Liebe und F\u00fcrsorge sind f\u00fcr mich No-Gos. Punkt. Ende. Aus. Zugleich bringen wir mit einem klaren Nein unsere Werte nach vorn. Ein Nein kann zu einem guten Ja f\u00fchren, wo vorher ein halbherziges Ja zu einem schlechten Kompromiss gef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im zweiten Beispiel habe ich mit dem Nein viel bewirken k\u00f6nnen. Dadurch, dass ich beim ersten Mal rechtzeitig die Rei\u00dfleine gezogen habe, habe ich meine Werte bez\u00fcglich F\u00fcrsorge und Ausbildungsqualit\u00e4t bewahrt. Gerechnet hat es sich bald darauf, als ich gemeinsam mit \u00a0einem anderen Tr\u00e4ger eine gro\u00df angelegte Bildungsma\u00dfnahme entworfen habe, die diesen Werten genau entsprach.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Was\u00a0sind\u00a0Ihre\u00a0Werte,\u00a0die\u00a0f\u00fcr\u00a0Sie\u00a0und\u00a0f\u00fcr\u00a0Ihr\u00a0Unternehmen\u00a0unumst\u00f6\u00dflich\u00a0gelten?<\/li>\n<li>Wie halten Sie es mit den Verlockungen, die aus einem lukrativen Business entstehen, wenn es einen Konflikt mit Ihren Werten gibt?<\/li>\n<li>Wie\u00a0klar\u00a0haben\u00a0Sie\u00a0das\u00a0Fundament\u00a0Ihrer\u00a0Werte\u00a0gebaut?<\/li>\n<li>Wie\u00a0klar\u00a0k\u00f6nnen\u00a0Sie\u00a0Nein\u00a0sagen,\u00a0wenn\u00a0etwas\u00a0nicht\u00a0stimmt?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">Hin<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">t<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">en<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">r<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">u<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">m\u00a0\u2013\u00a0Was\u00a0passiert,\u00a0wenn\u00a0jemand\u00a0mit\u00a0seinem\u00a0Frust\u00a0hinterm\u00a0Berg\u00a0h\u00e4lt<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Vor ein paar Tagen habe ich eine E-Mail von dem Bewertungsportal kununu\u00a0 bekommen.\u00a0Bei\u00a0kununu\u00a0k\u00f6nnen Mitarbeiter ihren Arbeitgeber anonym bewerten. Wenn eine neue Bewertung eingeht, bekomme ich dazu eine Meldung. Ich \u00f6ffne die E-Mail. In diesem Fall lautetet die \u00dcberschrift: \u00bbIllusion und Trickserei\u00ab. Da wird die Fischer Academy von 5 Punkten mit 1,6 bewertet. Was wurde geschrieben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00bbMan muss echt aufpassen, wer gerade im B\u00fcro ist. Reines Motivationsunternehmen. Blo\u00df nicht nach einer Gehaltserh\u00f6hung fragen. Wenn die Menschen aus den Fanclubs dieser Firma w\u00fcssten, wie es hinter den geschlossenen T\u00fcren zugeht, w\u00e4re da blankes Entsetzen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Puh,\u00a0das\u00a0ist\u00a0harter\u00a0Tobak\u00a0f\u00fcr\u00a0mich.\u00a0F\u00fcr\u00a0uns\u00a0als\u00a0Firma\u00a0mit\u00a022\u00a0Mitarbeitern\u00a0ist\u00a0kununu\u00a0 zwar nicht so relevant wie f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen, aber auch nicht v\u00f6llig unerheblich. Wie reagiere ich auf diese Bewertung? Jemand macht alles schlecht, was wir hier haben.\u00a0 Soll ich das so stehen lassen? Was sagen die Mitarbeiter dazu? Ich habe mich dann entschieden, das im Team offen anzusprechen. Ich habe zu meinem Team im Dienst-Chat gesagt: \u00bbLeute, es gibt hier eine Bewertung auf kununu\u00ab , und ich habe den Link in die Nachricht kopiert. \u00bbWenn ihr Lust habt, reden wir morgen um sieben Uhr beim Kaffee dar\u00fcber, ist aber keine Pflicht.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><strong>Frustl\u00fcgner auf kununu?<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Viele\u00a0meiner\u00a0Fahrlehrer\u00a0wussten\u00a0vorher\u00a0gar\u00a0nicht,\u00a0dass\u00a0es\u00a0kununu\u00a0gibt. Einige sprachen mich gleich darauf an und waren ganz aufgebracht:\u00a0 \u00bbWer\u00a0 das geschrieben hat, wenn wir den in die Finger bekommen &#8230;.\u00abAm Morgen haben wir uns dann getroffen und die Bewertung im Internet am Bildschirm angeschaut. Jeder konnte sich \u00e4u\u00dfern. Alle waren sich einig: \u00bbFrustl\u00fcgner!\u00ab, \u00bbDer arbeitet hier nicht.\u00ab und so weiter. Denn bei kununu\u00a0kann jeder Bewertungen abgeben. Niemand muss nachweisen, dass er tats\u00e4chlich in dem Unternehmen arbeitet. Nun, Frustl\u00fcgner hin der her: Wie gehen wir damit um?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem\u00a0wir\u00a0unserem\u00a0\u00c4rger\u00a0Luft\u00a0gemacht\u00a0hatten,\u00a0zog\u00a0ich\u00a0ein\u00a0Fazit:\u00a0\u00bbIch lege meine\u00a0 Hand daf\u00fcr ins Feuer, dass niemand, der zurzeit hier arbeitet, so etwas schreiben w\u00fcrde.\u00ab Und wir waren uns einig: Das Einzige, was wir machen k\u00f6nnen, ist, mit Authentizit\u00e4t zu antworten. Also nicht, Fake-Bewertungen mit f\u00fcnf Sternen abgeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reden hilft immer, hier ist meine Nummer: <span style=\"font-style: inherit\"> 01 71 625 00 14<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ich\u00a0selbst\u00a0habe\u00a0dann\u00a0einen\u00a0Kommentar\u00a0zu\u00a0der\u00a0anonymen\u00a0Bewertung\u00a0geschrieben: \u00a0\u00bbHallo\u203a Mitarbeiter\/in\u2039 oder sollte ich lieber sagen, \u203aHallo Anonymer Bewerter\u2039? Der Verdacht liegt leider nahe und dr\u00e4ngt sich bei Ihrer Bewertung auf, dass Sie nicht zu dem tollen Team von unseren 22 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Fischer Academy geh\u00f6ren k\u00f6nnen. Wenn Sie mich als Verantwortlichen des Unternehmens kennen w\u00fcrden, w\u00fcssten Sie, dass ich als leidenschaftlicher Unternehmer in den vergangenen 30 Jahren immer offen war f\u00fcr die Belange, Bed\u00fcrfnisse und Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch wenn Sie, warum auch immer, etwas in Ihrem Herzen tragen, dass Ihnen an unserer Arbeit, an unserem Auftritt NICHT gefallen hat, rufen Sie mich einfach an und lassen Sie uns dar\u00fcber sprechen. Reden hilft immer \ud83d\ude09 Hier ist meine Nummer: 01 71 625 00 14. Herzliche Gr\u00fc\u00dfe, Ihr Mike Fischer.\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-672007\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/cover.fischer.mike_.campus.jpg\" alt=\"\" width=\"408\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/cover.fischer.mike_.campus.jpg 408w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/10\/cover.fischer.mike_.campus-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"media-heading\"><a class=\"bookProductTitle\" href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/business\/personalmanagement\/erfolg_hat_wer_mit_liebe_fuehrt-15581.html\">Mike Fischer: &#8222;Erfolg hat, wer mit Liebe f\u00fchrt. <strong>Vom Egoismus zum wir<\/strong>&#8222;, <\/a><strong>Campus Verlag, 235 Seiten,\u00a0<\/strong><strong>27,95 Euro<\/strong><\/h1>\n<h1 class=\"media-heading\"><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als wir weiter im Team dar\u00fcber sprachen, haben meine Mitarbeiter dann mit Namen und teilweise mit einem eigenen Bild eine Bewertung abgegeben und ihre Meinung erz\u00e4hlt, wie sie diese schlechte Bewertung selber finden. Die waren n\u00e4mlich alle stinksauer. Interessant war f\u00fcr uns, dass diese Bewertungen bei kununu\u00a0 nie aufgetaucht sind. Das hat uns nat\u00fcrlich gewundert. Nach drei Tagen haben sie dann aber eine E-Mail bekommen, in der kununu\u00a0 erkl\u00e4rte, dass sie gro\u00dfen Wert auf Anonymit\u00e4t legt und Bewertungen nur ohne Namensnennung akzeptiert. Kununu\u00a0 will\u00a0nur\u00a0anonyme\u00a0Bewertungen,\u00a0um\u00a0eine\u00a0anonyme\u00a0Plattform\u00a0zu\u00a0bleiben.\u00a0So\u00a0weit,\u00a0so\u00a0gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch jetzt kommt der Hammer: Die negative Bewertung ist inzwischen gel\u00f6scht. Nun\u00a0 k\u00f6nnte man spekulieren: Hat vielleicht der Mitarbeiter, wenn es doch einer aus unserem Team war, sich \u00fcberlegt: \u00bbDas zu posten war doch eine dumme Idee. Ich l\u00f6sche es.\u00ab Oder hat\u00a0kununu\u00a0die Bewertung gel\u00f6scht, weil sie nicht fair war? Auf jeden Fall ist die\u00a0\u00a0Bewertung\u00a0weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber gehen wir mal lieber \u00fcber diesen unangenehmen Einzelfall hinaus. F\u00fcr mich ist das Interessante an dieser Begebenheit, zu beobachten, wie sich meine Reaktionen und die meines Teams entwickelt haben: Erst haben wir uns dar\u00fcber aufgeregt. Wir waren sauer, stinksauer. Nat\u00fcrlich habe ich mir das zu Herzen genommen. Es ging ja um meine Firma, und ich habe von dem Frust, den der Bewerter dort ausgedr\u00fcckt hatte, nie etwas direkt zu h\u00f6ren bekommen oder bewusst wahrgenommen. Nat\u00fcrlich habe ich auch dar\u00fcber nachgedacht, ob an dieser Kritik was dran ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Nachhinein, mit mehr Abstand und dadurch, dass die Sache ja ohnehin erledigt ist, finde ich es auch aus folgendem Grund nicht mehr so schlimm: Es hat mich \u2013 und uns alle \u2013 doch sehr zum Nachdenken angeregt. Sich dar\u00fcber aufzuregen ist eigentlich ein Ph\u00e4nomen des Egoismus, denke ich jetzt. Erst wenn ich das Gef\u00fchl, pers\u00f6nlich gekr\u00e4nkt zu sein, hinter mir lasse, kann ich auf einer h\u00f6heren Ebene dar\u00fcber nachdenken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Die Bitte ans Team: &#8222;Seid offen!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mein Fazit f\u00fcr mein Team ist nun auch: Wenn es wirklich einer aus unserem Team war, dann bitte ich euch f\u00fcr die Zukunft: \u00bbSeid offen! Wenn jemand von euch frustriert ist, bitte teilt das mit!\u00ab Denn wenn jemand keine andere M\u00f6glichkeit sieht, als seinen Frust in einem anonymen Bewertungsportal runter zu schreiben, dann fehlt etwas f\u00fcr eine Teamzusammenarbeit, die am \u00bbWir\u00ab orientiert ist. \u00bbBitte haltet mit eurer Kritik oder eurem Frust nicht hinterm Berg. Sagt es laut, rennt meinetwegen mit einem Plakat herum.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist die eine Seite, die an die Mitarbeiter direkt gerichtet ist. Aber nat\u00fcrlich\u00a0 gibt es auch noch eine andere Facette: Vielleicht hat jemand schon mal etwas angesprochen, und es wurde nicht geh\u00f6rt? Es geh\u00f6ren immer zwei dazu, und es kann nicht die alleinige Aufgabe des Chefs \u00a0sein, alle Zwischent\u00f6ne, alle Andeutungen zu h\u00f6ren und aufzunehmen. Genauso wenig kann es die alleinige Aufgabe von Mitarbeitern sein, ihre Kritik anzubringen. Es muss eine Stimmung herrschen, die zu Kritik einl\u00e4dt und in der ein offenes Ansprechen m\u00f6glich ist. Bei beidem k\u00f6nnen alle Beteiligten sich an die eigene Nase fassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und\u00a0wenn\u00a0ich\u00a0jetzt\u00a0noch\u00a0gr\u00f6\u00dfer\u00a0denke,\u00a0dann\u00a0denke\u00a0ich\u00a0an\u00a0den\u00a0Durchschnitt\u00a0aller\u00a0Bewertungen\u00a0bei\u00a0kununu.\u00a0Er\u00a0liegt\u00a0bei\u00a03,3\u00a0von\u00a0f\u00fcnf\u00a0Sternen.\u00a0Die\u00a0H\u00e4lfte\u00a0der\u00a0Mitarbeiter,\u00a0die\u00a0dort\u00a0ihre\u00a0Arbeitgeber\u00a0bewerten,\u00a0ist\u00a0also\u00a0nicht\u00a0wirklich\u00a0begeistert.\u00a0Bei\u00a0kununu\u00a0werden \u00fcber 76 000 Unternehmen bewertet. Der Bewertungsdurchschnitt von 3,3 bietet also eine gewisse Orientierung f\u00fcr die Stimmung und f\u00fcr die Zufriedenheit in Unternehmen in Deutschland. Wenn das die Welt ist, in der wir arbeiten, dann kann ich sagen: Gute Nacht, Maria.<\/p>\n<p>Mich best\u00e4tigt diese deprimierende Zahl umso mehr darin, dass wir den Standpunkt des Egoismus verlassen m\u00fcssen. Wenn wir uns nicht hin zu einer Wir-Kultur\u00a0 entwickeln, wird die Zahl an unzufriedenen Besch\u00e4ftigten sich auch in den n\u00e4chsten Jahren nicht ver\u00e4ndern. Wir bleiben stehen. Oder es wird sogar schlimmer, weil alle merken, dass es in ihrem Unternehmen eigentlich anders sein m\u00fcsste. Das Ziel f\u00fcr die gesamte Arbeitswelt muss sein, auf f\u00fcnf Sterne bei der Mitarbeiterzufriedenheit zu kommen, also auf die Bestwertung. Jede und jeder irgendwie Besch\u00e4ftigte kann sich fragen: Was m\u00fcsste bei mir, in meinem Unternehmen passieren, dass ich bereit w\u00e4re, eine Bestnote zu vergeben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo Wir-Kultur herrscht, wird Kritik nicht zur\u00fcck gehalten<\/strong><\/p>\n<p>In einem Unternehmen, das in einer Wir-Kultur angekommen ist, h\u00e4lt niemand mit Kritik hinterm Berg, weder auf einem Bewertungsportal noch bei Kollegen noch beim Chef. Auch der Chef sagt, wie er sich gerade f\u00fchlt, was ihn gerade dr\u00fcckt oder \u00e4rgert. Damit sind wir bei dem Punkt, dass es nicht nur Sache des Chefs ist, sondern auch des Mitarbeiters. Und auch wenn unser kununu-Bewerter kein Mitarbeiter war, best\u00e4tigt es mich doch in dem Grundsatz: Jeder muss sagen, was ihn st\u00f6rt. Wenn man etwas vor sich herschleppt, wird daraus keine Wir-Kultur. Das k\u00f6nnen wir aus dieser anonymen Bewertung lernen. Wir brauchen eine Kultur, in der niemand auf die Idee kommen kann, er m\u00fcsste seinen Frust oder \u00c4rger \u00fcber irgendwas hintenrum \u00e4u\u00dfern. Sonst tritt eine schleichende Vergiftung ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf\u00a0Bewertungsportalen\u00a0f\u00fcr\u00a0Arbeitgeber\u00a0wie\u00a0kununu\u00a0steht\u00a0also\u00a0ungesch\u00f6nt,\u00a0was\u00a0Arbeitnehmer\u00a0von\u00a0ihrem\u00a0Job\u00a0halten.\u00a0Wer\u00a0sich\u00a0hier\u00a0als\u00a0Unternehmer\u00a0findet,\u00a0bekommt\u00a0entweder\u00a0schlechte\u00a0Laune\u00a0oder\u00a0f\u00fchlt\u00a0sich\u00a0gebauchpinselt.<\/p>\n<p>Die Alternative dazu, demn\u00e4chst von einer niederschmetternden Bewertung auf einem Portal \u00fcberrascht zu werden, ist einfach: Wie w\u00e4re es, selbst einmal einfache Fragen in Ihrem Team. zu stellen? Das ist immer besser, als irgendwo Antworten lesen zu m\u00fcssen, deren Fragen Sie nie gestellt haben. Wer\u00a0\u00a0fragt, der f\u00fchrt. Sie k\u00f6nnten Ihre Mitarbeiter im Schulnotensystem mit Eins bis Sechs bewerten lassen und dann mit der Auswertung und dem Team in die Diskussion gehen. Ich habe ein paar Beispielaussagen f\u00fcr Sie:<\/p>\n<ul>\n<li>Unser\u00a0Unternehmen\u00a0betreibt\u00a0aktive\u00a0\u00d6ffentlichkeitsarbeit\u00a0f\u00fcr\u00a0eine\u00a0gute\u00a0Reputation.<\/li>\n<li>Unser\u00a0Unternehmen\u00a0hat\u00a0einen\u00a0guten\u00a0Ruf\u00a0in\u00a0der\u00a0\u00d6ffentlichkeit.<\/li>\n<li>Ich\u00a0spreche\u00a0in\u00a0der\u00a0\u00d6ffentlichkeit\u00a0gut\u00a0\u00fcber\u00a0unser\u00a0Unternehmen.<\/li>\n<li>Ich\u00a0w\u00fcrde\u00a0meinen\u00a0Arbeitgeber\u00a0einem\u00a0Freund\u00a0weiterempfehlen.<\/li>\n<li>Ich\u00a0beurteile\u00a0die\u00a0derzeitige\u00a0Stimmung\u00a0im\u00a0Unternehmen\u00a0mit\u00a0der\u00a0Note\u00a0&#8230;<\/li>\n<li>Lob\u00a0oder\u00a0Kritik\u00a0sind\u00a0konstruktiv\u00a0und\u00a0kommen\u00a0zeitnah.<\/li>\n<li>Mein\u00a0Unternehmen\u00a0und\u00a0die\u00a0Mitarbeiter\u00a0\u00fcberzeugen\u00a0durch\u00a0soziale\u00a0Kompetenz.<\/li>\n<li>Ich\u00a0werde\u00a0zum\u00a0eigenverantwortlichen\u00a0und\u00a0selbstst\u00e4ndigen\u00a0Arbeiten ermutigt.<\/li>\n<li>Ich\u00a0werde\u00a0an\u00a0Entscheidungsprozessen\u00a0beteiligt.<\/li>\n<li><\/li>\n<li><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: inherit\">Und\u00a0hier\u00a0sind\u00a0noch\u00a0ein\u00a0paar\u00a0Fragen:<\/span><\/strong><\/li>\n<li><\/li>\n<li>Sagen\u00a0Sie\u00a0Ihren\u00a0Mitarbeitern,\u00a0Kollegen,\u00a0Vorgesetzten\u00a0\u2013\u00a0ja,\u00a0auch\u00a0Kunden\u00a0\u2013\u00a0gegen\u00fcber,\u00a0wenn\u00a0Sie\u00a0etwas\u00a0dauerhaft\u00a0st\u00f6rt?<\/li>\n<li>Stauen\u00a0Sie\u00a0Ihren\u00a0Frust\u00a0auf?<\/li>\n<li>Stauen\u00a0Ihre\u00a0Mitarbeiter\u00a0Ihren\u00a0Frust\u00a0auf?<\/li>\n<li>Woran\u00a0k\u00f6nnte\u00a0das\u00a0liegen?<\/li>\n<li>Wie\u00a0offen\u00a0ist\u00a0die\u00a0Kultur\u00a0in\u00a0Ihrem\u00a0Unternehmen\u00a0daf\u00fcr,\u00a0Dinge\u00a0auszusprechen,\u00a0die\u00a0jemandem\u00a0auf\u00a0dem\u00a0Herzen\u00a0liegen?<\/li>\n<li>Was m\u00fcsste in Ihrem Unternehmen passieren, damit Sie auf die f\u00fcnf Bewertungssterne kommen?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong><span style=\"font-style: inherit\">Me<\/span><span style=\"font-style: inherit\">i<\/span><span style=\"font-style: inherit\">n<\/span><span style=\"font-style: inherit\">e\u00a0Website-\u00a0und\u00a0Leseempfehlungen:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>https:\/\/<a href=\"http:\/\/www.kununu.com\/\">www.kununu.com<\/a><\/p>\n<p>Faktor\u00a0A\u00a0\u2013\u00a0Das\u00a0Arbeitgebermagazin:\u00a0\u00bbKununo\u00a0und\u00a0Co:\u00a0Arbeitgeber-Bewertung\u00a0online: die\u00a0nackte\u00a0Wahrheit\u00ab<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/mitarbeiter-finden\/arbeitgeber-bewertung-online-die-\u00a0nackte-wahrheit\/?gclid=EAIaIQobChMIiKa9yNHD3wIV77ftCh23WgCqEAAYBCAAEgLfZvD_BwE\">https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/mitarbeiter-finden\/arbeitgeber-bewertung-online-die-\u00a0nackte-wahrheit\/?gclid=EAIaIQobChMIiKa9yNHD3wIV77ftCh23WgCqEAAYBCAAEgLfZvD_BwE<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">T<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">r<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">ennun<\/span><\/strong><strong><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">g\u00a0ohne\u00a0Happy\u00a0End\u00a0\u2013\u00a0Wenn\u00a0dem\u00a0Fu\u00dfbodenleger\u00a0im\u00a0Winter\u00a0gek\u00fcndigt\u00a0wird<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ein Jahr lang haben wir an unserem neuen Fahrschulzentrum gebaut, dem Fischer Dorf. Im Zentrum von Gera haben wir einen Ort zum (Fahren-) Lernen, Austauschen und Ideen-Entwickeln geschaffen. Das Jahr des Baus war bewegt, und ich habe wieder viel gelernt. Zum Bei- spiel \u00fcber den Umgang mit Mitarbeitern. In diesem Fall, von dem ich Ihnen erz\u00e4hlen m\u00f6chte, ging es nicht um meine eigenen Mitarbeiter. Zum Gl\u00fcck. Ich habe mit einigen Handwerkern, die den Fu\u00dfboden legen, auch \u00fcber andere Themen als den Baufortschritt gesprochen. Da h\u00e4tten wir einen Fu\u00dfbodenleger, einen Handwerksmeister, der mir eine interessante Story erz\u00e4hlt. Wir sitzen in seiner Pause auf einer Bank vor dem Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>\u00bbHerr Fischer\u00ab, sagt er und dreht sich eine Zigarette. \u00bbGestern Nachmittag habe ich zwei ehemalige Mitarbeiter zum Gespr\u00e4ch eingeladen. Ich wollte sie wieder einstellen,\u00a0 aber sie wollten nicht mehr.\u00ab Ich sehe zu, wie die Rauchschwaden \u00fcber den Platz vor dem neuen Schulungsgeb\u00e4ude ziehen.<\/p>\n<p>\u00bbDie waren also fr\u00fcher schon mal eingestellt\u00ab, sage ich. \u00bbWarum waren sie denn zwischendurch nicht bei Ihnen?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbNaja,\u00a0ich\u00a0hatte\u00a0sie\u00a0zum\u00a0Winteranfang\u00a0entlassen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWieso\u00a0das\u00a0denn?\u00ab\u00a0Jetzt\u00a0bin\u00a0ich\u00a0ganz\u00a0wach.<\/p>\n<p>\u00bbDie Auftragslage in den Wintermonaten ist bei uns einfach nicht gut. Was soll ich machen? Ich habe mich mit meinem Team zusammengesetzt\u00a0 und gesagt: \u203aLeute, es m\u00fcssen zwei von euch gehen. Ich kann bei der schlechten Auftragslage nicht alle von euch finanzieren.\u2039\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbUnd\u00a0dann?\u00ab\u00a0Ich\u00a0bin\u00a0alarmiert,\u00a0denn\u00a0was\u00a0ich\u00a0da\u00a0h\u00f6re,\u00a0gef\u00e4llt\u00a0mir\u00a0ganz\u00a0und\u00a0gar\u00a0nicht.<\/p>\n<p>\u00bbEiner\u00a0hat\u00a0ziemlich\u00a0schnell\u00a0gesagt,\u00a0dass\u00a0er\u00a0gehen\u00a0kann,\u00a0weil\u00a0vor\u00a0Kurzem\u00a0sein\u00a0Vater\u00a0gestorben\u00a0sei.\u00a0Der\u00a0andere\u00a0hatte\u00a0auch\u00a0eine\u00a0schwierige\u00a0famili\u00e4re\u00a0Situation\u00a0mit\u00a0einer\u00a0kranken\u00a0Schwiegermutter\u00a0und\u00a0einem\u00a0Pflegefall.\u00a0Da\u00a0traf\u00a0es\u00a0sich\u00a0gut,\u00a0dass\u00a0die\u00a0beiden\u00a0eine\u00a0Auszeit\u00a0nehmen\u00a0konnten.\u00a0Ich\u00a0habe\u00a0ihnen\u00a0angeboten,\u00a0dass\u00a0sie\u00a0f\u00fcr\u00a0den\u00a0Winter\u00a0aussteigen\u00a0und\u00a0im\u00a0Fr\u00fchjahr\u00a0wieder\u00a0anfangen\u00a0k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p>Ich\u00a0werde\u00a0immer\u00a0unruhiger.\u00a0Der\u00a0Mann\u00a0neben\u00a0mir\u00a0redet,\u00a0als\u00a0h\u00e4tte\u00a0er\u00a0es\u00a0gut\u00a0gemeint\u00a0mit\u00a0den\u00a0beiden.\u00a0Er\u00a0scheint\u00a0tats\u00e4chlich\u00a0zu\u00a0denken,\u00a0dass beide\u00a0aufgrund\u00a0der\u00a0famili\u00e4ren\u00a0Situation\u00a0eine\u00a0Auszeit\u00a0br\u00e4uchten\u00a0und\u00a0sogar\u00a0froh\u00a0w\u00e4ren,\u00a0nicht\u00a0arbeiten\u00a0zu\u00a0m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00bbNaja,\u00a0und\u00a0jetzt,\u00a0im\u00a0Fr\u00fchjahr,\u00a0habe\u00a0ich\u00a0mich\u00a0bei\u00a0den\u00a0beiden\u00a0gemeldet,\u00a0um\u00a0sie\u00a0wieder\u00a0einzustellen.\u00a0Jetzt\u00a0haben\u00a0aber\u00a0beide\u00a0gesagt,\u00a0sie\u00a0kommen\u00a0nicht\u00a0wieder.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbKein Wunder\u00ab, platzt es aus mir heraus. \u00bbDas war eine komplette Fehleinsch\u00e4tzung\u00a0 von Ihnen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWieso das denn?\u00ab fragt er und dr\u00fcckt seine Zigarette aus. Er guckt mich mit gro\u00dfen Augen an. Ich aber denke mir nur: \u00bbVersteht er es wirklich nicht? Will er es nicht sehen?\u00ab Also erkl\u00e4re ich ihm, warum das aus meiner Sicht eine komplette Fehleinsch\u00e4tzung war: In seinem Fall w\u00fcrde ich auch zu meinem Team sagen: \u00bbLeute, wir haben im Winter eine schwierige Auftragslage.\u00ab Meinetwegen kann er auch sagen: \u00bbEs m\u00fcssen zwei gehen.\u00ab Wenn es um keinen Preis zu verhindern ist. Aber dann zu sagen: \u00bbWer da gehen muss, k\u00f6nnt ihr entscheiden.\u00ab Das f\u00fchrt zum Chaos und zu ganz schwierigen Situationen f\u00fcr die Mitarbeiter. Und das hat er offensichtlich gar nicht \u00fcberblickt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stellen\u00a0wir\u00a0uns\u00a0die\u00a0Situation\u00a0des\u00a0Mitarbeiters\u00a0mit\u00a0dem\u00a0Todesfall\u00a0genau\u00a0vor:\u00a0Sein\u00a0Vater\u00a0ist\u00a0gerade\u00a0gestorben.\u00a0Das\u00a0ist\u00a0ein\u00a0gro\u00dfer\u00a0Einschnitt\u00a0f\u00fcr\u00a0jeden\u00a0Menschen.\u00a0Den\u00a0Tod\u00a0des\u00a0eigenen\u00a0Vaters\u00a0steckt\u00a0niemand\u00a0so\u00a0leicht\u00a0weg.\u00a0Ich\u00a0formuliere\u00a0es\u00a0einmal\u00a0so:\u00a0Damit\u00a0ist\u00a0ein\u00a0Teil\u00a0der ersten\u00a0Familie\u00a0gestorben.\u00a0Und\u00a0nun\u00a0kommt\u00a0auch\u00a0noch\u00a0der\u00a0Chef\u00a0und komplimentiert\u00a0ihn\u00a0hinaus.\u00a0Damit\u00a0ist\u00a0eigentlich\u00a0seine\u00a0zweite\u00a0Familie\u00a0gestorben,\u00a0denn\u00a0die\u00a0Firma,\u00a0in\u00a0der\u00a0man\u00a0arbeitet,\u00a0ist\u00a0immer\u00a0so\u00a0etwas\u00a0wie eine Familie. Man verbringt dort einen Gro\u00dfteil seiner Zeit. Dort verdient man das Geld, das einen selbst und vielleicht sogar die ganze Familie versorgt. Diese ist nun auch noch weg. Zwei dramatische Trennungen. Der Mitarbeiter mit dem verstorbenen Vater ist zweimal verlassen worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass er in diese Firma nicht mehr zur\u00fcck will, ist f\u00fcr mich klar. Der Chef hat die falsche Entscheidung getroffen, denn er wollte seine Mitarbeiter eigentlich nicht verlieren. Er wollte nur \u00fcber den Winter Personalkosten sparen und hat es den Mitarbeitern \u00fcberlassen, zur\u00fcckzutreten. Das war falsch. Er h\u00e4tte sein Team nicht fragen sollen: \u00bbWer von euch w\u00fcrde gehen?\u00ab Er h\u00e4tte fragen sollen: \u00bbLeute, was m\u00fcssen wir gemeinsam tun, um die schwere Zeit mit wenigen Auftr\u00e4gen zu \u00fcber- br\u00fccken?\u00ab Aber dieser Chef lebt in einer Ich-Kultur, und da denken Chefs nur an sich, an ihre Firma, und au\u00dferdem nur kurzfristig. Klar, aus dieser Sicht gedacht spart er einfach den Lohn f\u00fcr die Wintermonate. In einer Wir-Kultur dagegen hat er vollkommen gegen den Wert der Verbundenheit versto\u00dfen: Der Vater seines Mitarbeiters ist gestorben, und er l\u00e4sst es zu, dass dem Mitarbeiter auch die Verbundenheit zur Firma verloren geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum\u00a0Schluss\u00a0unseres\u00a0Pausengespr\u00e4chs\u00a0auf\u00a0der\u00a0Bank\u00a0frage\u00a0ich\u00a0den Handwerksmeister\u00a0noch\u00a0etwas:\u00a0\u00bbWissen\u00a0Sie\u00a0denn,\u00a0ob\u00a0und\u00a0seit\u00a0wann\u00a0dieser\u00a0ehemalige\u00a0Mitarbeiter\u00a0wieder\u00a0arbeitet?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbNaja,\u00a0er\u00a0hat\u00a0eigentlich\u00a0eine\u00a0Woche\u00a0sp\u00e4ter\u00a0schon\u00a0woanders\u00a0gearbeitet.\u00ab<\/p>\n<p>Ich\u00a0halte\u00a0mich\u00a0zur\u00fcck,\u00a0aber\u00a0ein\u00a0paar\u00a0Gedanken\u00a0m\u00fcssen\u00a0doch\u00a0noch\u00a0raus:<\/p>\n<p>\u00bbWissen Sie was: Sie haben mit dieser Aktion wohl Ihren besten Mitarbeiter verloren. Der hatte so viel Engagement, dass er gesagt hat, ich gehe f\u00fcr den Winter. Im Unterbewusstsein wusste der Mitarbeiter, dass er schon was anderes findet. Haben Sie das mal bedacht?\u00ab<\/p>\n<p>Er sagt nichts dazu. Er kann nichts sagen. Er ist in seiner Ich-Kultur gefangen. Er kommt gar nicht auf ein anderes Denken. Ich denke sp\u00e4ter noch weiter \u00fcber die Sache nach: Jeder Unternehmer in solch einer Situation sollte die Frage an sein Team stellen: \u00bbLiebe Freunde, es sieht schlecht aus: Wie schaffen wir es? Was ist eure Meinung?\u00ab In einer Wir-Kultur w\u00fcrde man das fragen, in einer Ich-Kultur gibt es das nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Dieser Fu\u00dfbodenleger bereut bis heute, dass er den Mitarbeiter damals hat gehen lassen. Er hat immer wieder erz\u00e4hlt, dass er einen Fehler gemacht hat. Er war sein bester Mann. Naja, vielleicht hat er es noch mehr bereut, nachdem er mit mir geredet hatte. Das ist okay. Ich habe ihm den Rat f\u00fcr die Zukunft gegeben, er m\u00f6ge doch mit seinen Mitarbeitern, im Team \u00fcber so etwas reden. Es gibt so viele Mitarbeiter, die haben tolle Ideen dazu, wie man schwierige Zeiten \u00fcberbr\u00fccken kann.<\/p>\n<p>Wir hatten auch Zeiten mit zu wenigen Anmeldungen f\u00fcr unsere Fahrschule. Ich habe\u00a0 dann entschieden: Nein, wir entlassen nicht. Ich habe die Mitarbeiter gefragt, was wir tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dann kamen Ideen, wir k\u00f6nnten zum Beispiel mit Absolventen weiterarbeiten, ihnen ein weiteres Angebot machen. Oder wir machen eine Marketingaktion, die was Neues hervorbringt. Ein Dritter hat gesagt, wenn mal nicht genug Geld da ist, fahre ich eben Pizza aus. In meiner Pizzafirma hat es zu der Zeit gerade ordentlich gebrummt, aber auf die Idee, dadurch eine Durststrecke der Fahrschule aufzufangen, w\u00e4re ich nie gekommen.\u00a0 Das war zwar etwas teurer f\u00fcr mich, weil ein Fahrlehrer nat\u00fcrlich mehr kostet als ein Pizzabote. Aber wir haben das so gemacht, und ich habe mit Siggi einen tollen Mitarbeiter behalten. Die Idee dahinter ist: Wir stehen in schweren Zeiten zusammen. Ich beteilige euch an dem Problem, ich beteilige euch an den L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun\u00a0k\u00f6nnte\u00a0man\u00a0noch\u00a0fragen:\u00a0Wollen\u00a0das\u00a0die\u00a0Mitarbeiter?\u00a0Wollen sie\u00a0nicht\u00a0lieber\u00a0einen\u00a0Chef,\u00a0der\u00a0allein\u00a0entscheidet,\u00a0und\u00a0danach\u00a0richten sie\u00a0sich?\u00a0Darauf\u00a0m\u00f6chte\u00a0ich\u00a0antworten:\u00a0In\u00a0dem\u00a0Fall\u00a0geht\u00a0es\u00a0nicht\u00a0um\u00a0Wollen.\u00a0Das\u00a0geh\u00f6rt\u00a0einfach\u00a0dazu.\u00a0Das\u00a0ist\u00a0normal.\u00a0So\u00a0ist\u00a0es\u00a0im\u00a0Leben.\u00a0Jeder\u00a0denkt\u00a0mit,\u00a0jeder\u00a0\u00fcbernimmt\u00a0Verantwortung.\u00a0Wie\u00a0sich\u00a0ein\u00a0Unternehmen\u00a0dahin\u00a0entwickeln\u00a0kann,\u00a0werden\u00a0wir\u00a0uns\u00a0in\u00a0den\u00a0n\u00e4chsten\u00a0Teilen\u00a0des\u00a0Buches\u00a0n\u00e4her\u00a0ansehen.\u00a0Wir\u00a0k\u00f6nnen\u00a0aber\u00a0hier\u00a0schon\u00a0mal\u00a0beginnen,\u00a0uns\u00a0zu\u00a0fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie\u00a0sehr\u00a0stehen\u00a0wir\u00a0als\u00a0Team,\u00a0als\u00a0Mitarbeiter,\u00a0als\u00a0gesamte\u00a0Belegschaft\u00a0zusammen?\u00a0In\u00a0guten\u00a0Zeiten?\u00a0In\u00a0schlechten\u00a0Zeiten?<\/li>\n<li>Wie\u00a0sehr\u00a0f\u00fchlen\u00a0wir\u00a0uns\u00a0miteinander\u00a0verbunden\u00a0und\u00a0wollen\u00a0gemeinsam\u00a0die\u00a0Herausforderungen\u00a0stemmen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong><em><span style=\"font-style: inherit\">Haup<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">t<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">s<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">ach<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">e\u00a0\u00a0Aufmerksamkeit\u00a0\u00a0\u2013 <\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">W<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">e<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">n<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">n\u00a0Klickzahlen\u00a0wichtiger\u00a0werden\u00a0als\u00a0Werte<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gerade unter den jungen Leuten ist inzwischen \u00fcberall bekannt, dass der eine oder andere YouTube-Star bei uns im Fahrschulinternat zu Gast war: Shirin David, Simon Desue und wie sie alle hei\u00dfen. Fragen Sie Ihre Kinder, denen sagen die Namen etwas. Diese neuen Stars haben in sieben Tagen in unserer Fischer Academy ihren F\u00fchrerschein geschafft, wie alle anderen Kunden auch. Nur berichten die Influencer auf ihren Kan\u00e4len \u00fcber ihre Zeit bei uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch Katja Krasavice war bei uns. Mit immerhin 1,2 Millionen Followern auf YouTube,\u00a0 700 000 auf Instagram und 460 000 auf Facebook gilt sie als ein echter Social-Media-Star (Stand: Dezember 2018). Ich habe mir sp\u00e4ter mal in Ruhe auf Wikipedia angeschaut, wie sie dort beschrieben wird: Sie befasse sich in ihren Videos mit den Themen Life-style und Sex. Ihre Markenzeichen \u2013 und nun formuliere ich sehr vor- sichtig, was der Artikel recht explizit ausdr\u00fcckt \u2013 sei ihre Ann\u00e4herung an vermeintliche Sch\u00f6nheitsideale durch chirurgische Hilfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Katja spielt ihre Rolle \u2013 unabh\u00e4ngig davon, was ich von ihrer Selbstvermarktung als Sexsymbol halt \u2013 sehr gut. Da sie ein Star ist, haben wir einen Vertrag abgeschlossen. Vertraglich war vereinbart, dass sie erst nach der F\u00fchrerscheinausbildung sieben Tage lang einen Videoblog auf ihren beiden Kan\u00e4len postet und darin von ihrer Ausbildung bei uns erz\u00e4hlt. Jetzt f\u00e4llt eine Ber\u00fchmtheit wie Katja nat\u00fcrlich in Gera in unserem Fahrschulauto sofort auf. Au\u00dferdem muss Katja wie jeder normale Mensch mal in die Stadt gehen, um einzukaufen. Schnell hat sich in ihrer Zielgruppe herumgesprochen, dass Katja bei uns ist. Von da an belagerten uns die Kids im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, um Katja hoffentlich zu Gesicht zu bekommen. Der Fahrschulunterricht wurde irgendwann massiv durch die vielen Fans gest\u00f6rt. Es lenkt nat\u00fcrlich ab, wenn Hunderte von Kids vor dem Unterrichtsraum stehen und auf einen Blick auf Katja hoffen. Ich habe deshalb angeregt, ein Fantreffen am n\u00e4chsten Tag zu veranstalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Fantreffen inklusive Autogrammstunde und Fototermin war f\u00fcr 18 Uhr angesetzt. Wir haben es nur einmal \u00fcber unseren Instagram-Kanal\u00a0 bekannt gegeben. Bereits gegen 16 Uhr waren ungef\u00e4hr 300 Kids eingetroffen. Um 18 Uhr war dann die H\u00f6lle los. Ich bin einiges durch die bisherigen YouTube-Stars bei uns gewohnt, aber das sprengte auch meine Vorstellung. Und ich war \u00fcberrascht: Mir ist aufgefallen, dass die Fans teilweise nicht \u00e4lter als 12 Jahre sein konnten. Ich muss zugeben, ich war auch mitgerissen von dem Aufruhr. Ich bin in der Euphorie gar nicht auf die Idee gekommen, zu hinterfragen, was genau ich hier veranstalte und in meinem Namen organisiere, welchen Hype ich in die \u00d6ffentlichkeit trage. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, mal zu hinterfragen, welche Rolle ich als Vorbild, als Familienvater, als Unternehmer f\u00fcr diesen Moment f\u00fcr die Kids zu spielen habe. Mir war die Verantwortung nicht bewusst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz im Gegenteil. \u00dcberw\u00e4ltigt von der Masse der Kids habe ich mich mitrei\u00dfen lassen, habe das Fantreffen sogar noch angeheizt. Katja kam, ihr damals aktueller Song \u00bbDicke Lippen\u00ab wurde angespielt, und rund 500 Kids im Alter von 10 bis 16 Jahren sind ausgeflippt. Alle haben mitgesungen. Die Handys wurden gez\u00fcckt und jede Minute aufgenommen. Auch wir als Fahrschule haben auf den Social-Media-Kan\u00e4len wie wild nach Likes hechelnd gepostet, was das Zeug h\u00e4lt. Am Abend kamen dann die ersten Feedbacks besorgter Eltern: \u00bbMarketing: eins. Moral, Anstand und Denken: sechs\u00ab. Ich habe von einigen besorgten Eltern richtig was abbekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch ein guter Freund von mir, der Arzt ist, bekam die mediale Aufmerksamkeit \u00fcber die Social-Media-Kan\u00e4le mit und rief mich an: \u00bbMike, ist das dein Ernst? Hast du mal dar\u00fcber nachgedacht, dass Zw\u00f6lfj\u00e4hrige bereits in der chirurgischen Praxis sitzen und unbedingt so aussehen wollen wie Katja? Gr\u00f6\u00dfere Br\u00fcste, aufgespritzte Lippen?\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und er hat recht. Ich bin in mich gegangen und habe \u00fcberlegt, was genau da schief gelaufen war. Auf der einen Seite ist es mir wichtig, bedeutsam zu arbeiten, Werte zu vermitteln und im Arbeitsprozess Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Auf der anderen Seite st\u00fcrze ich mich wie ein von den \u00bbGef\u00e4llt mir\u00ab-Klicks Getriebener in die Welt. Ich habe mich gefragt: \u00bbMike, wie passen Fahrschule, operierte Br\u00fcste und zehn- bis zw\u00f6lfj\u00e4hrige Kids zusammen?\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was ist meine Haltung zu den sozialen Netzwerken und dem, was sie bewirken k\u00f6nnen? Muss ich die neuen Medien noch viel mehr hinterfragen, wenn sie unser Leben so massiv beeinflussen? Wenn sie ethische Probleme aufwerfen, auf die ich nun durch die Erfahrung mit einer Menge Kids vor unserer Fahrschule gesto\u00dfen bin? Wir machen st\u00e4ndig neue Erfahrungen mit den neuen Technologien. Zuerst probiert man alles aus, was machbar ist. Sp\u00e4ter, wenn mehr Erfahrungen auch mit den Kehrseiten\u00a0 der sch\u00f6nen M\u00f6glichkeiten hinzukommen, stellt sich dann die Frage, ob tats\u00e4chlich auch alles gemacht werden darf, was m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich erinnere mich noch, wie die Mitarbeiter w\u00e4hrend der Aktion am Rand standen \u2013 sie waren verwundert und \u00fcberw\u00e4ltigt, das hatte ich deutlich an ihren Blicken gesehen, aber ich hatte nicht darauf reagiert. Sie \u2013 wir alle \u2013 sind f\u00fcr einen kurzen Moment in eine Welt abgetaucht, die uns bis dahin fremd war und teilweise noch immer fremd ist. Die Kids haben ja sozusagen unseren Laden gest\u00fcrmt. Alle Mitarbeiter waren vermutlich genauso \u00fcberfordert wie ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben im Nachgang zu diesem Ereignis, das uns alle sehr auf- gew\u00fchlt hat, nat\u00fcrlich dar\u00fcber diskutiert. Wir haben unsere Meetings zwar verk\u00fcrzt, aber genau f\u00fcr solche Themen muss Platz sein. Ich habe mich erst einmal vor meine Leute hingestellt und die Reaktionen der Eltern und die klare Ansprache meines Freundes wiedergegeben. Dann haben wir eine erste Idee davon entwickelt, was wir aus den Ereignissen f\u00fcr die Zukunft lernen m\u00fcssen. Gleich darauf haben wir den ersten YouTubern abgesagt, unter denen es sich l\u00e4ngst herumgesprochen hatte, dass man bei uns ab einer bestimmten Reichweite den F\u00fchrerschein kostenlos machen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute nutzen wir diese Kooperationen nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen. Wir benutzen die YouTuber nicht mehr, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nat\u00fcrlich kann sich weiterhin jeder ganz regul\u00e4r zur Fahrausbildung anmelden, nur Verg\u00fcnstigungen gibt es nur noch, wenn das Gesamtbild passt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben daraus gelernt, dass wir k\u00fcnftig nicht mehr um jeden Preis und koste es, was\u00a0 es wolle, f\u00fcr ein paar Kunden und eine gr\u00f6\u00dfere Bekanntheit mit allen kooperieren, die bekannt und ber\u00fchmt sind. Es passt nicht zum Thema \u00bbFahrerlaubnis\u00ab, und es passt nicht zum FischerDorf, dass bei uns eine YouTube-Promi-Stimmung entsteht und wir quasi mit YouTubern Werbung machen, die fragw\u00fcrdige Werte und Inhalte transportieren. Jetzt ahmen zwar sicherlich einige Konkurrenten unser Modell nach, aber das ist mir egal. Wir haben uns entschieden, darauf zu achten, was wir hypen, und unserer Verantwortung gerecht zu werden. Das haben wir aus der Katja-Geschichte gelernt. Wir haben\u00a0 einen Fehler gemacht, den machen wir nicht noch mal. Unsere Rolle in der Gesellschaft ist uns bewusster geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das betrifft nat\u00fcrlich nicht nur uns als Unternehmen. Jeder User, jede Userin, die im Internet unterwegs ist und die Neuen Medien nutzt, muss Verantwortung \u00fcbernehmen. Wir alle sollten uns st\u00e4ndig fragen, wie es sich auswirkt, wenn wir uns im Netz bewegen und \u00bbGef\u00e4llt mir\u00ab klicken oder etwas posten. Erst recht mit Bildern oder Videos. Bilder sind machtvoll in ihrer Wirkung auf andere. In dem Moment, in dem wir ein Bild, einen Text, ein Video online posten, ist es in der Welt, und wir verlieren die Kontrolle dar\u00fcber. Umso wichtiger ist es, sich selbst zu kontrollieren und zum Beispiel an Etiketten zu halten, die im echten Leben ganz normal sind, im virtuellen Raum dagegen so leicht vergessen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Fazit aus der Erfahrung: Es war eine Lehre f\u00fcr mich. Ich muss auch als Unternehmer Verantwortung \u00fcbernehmen und genauer hingucken und an die Konsequenzen denken, anstatt unkritisch mit zu gr\u00f6len.<\/p>\n<p>Lieber\u00a0Leser:<\/p>\n<ul>\n<li>Was\u00a0sind\u00a0Sie\u00a0bereit,\u00a0f\u00fcr\u00a0Ihren\u00a0Umsatz\u00a0zu\u00a0tun?\u00a0Was\u00a0nicht\u00a0mehr?<\/li>\n<li>Wo\u00a0gehen\u00a0Sie\u00a0mit\u00a0den\u00a0Trends\u00a0der\u00a0Masse\u00a0mit,\u00a0ohne\u00a0ihre\u00a0Impulse\u00a0zu\u00a0hinterfragen?<\/li>\n<li>An welchen Stellen lassen Sie sich von einem Marketing-Hype verf\u00fchren?<\/li>\n<li>Wie ist Ihre Rolle in dieser Gesellschaft? Was ist Ihre Verantwortung, f\u00fcr die Sie\u00a0 nichts opfern?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><strong><em>Die\u00a0Zeit\u00a0der\u00a0Einzelk\u00e4mpfer\u00a0ist\u00a0l\u00e4ngst\u00a0vorbei\u00a0\u2013\u00a0Wem\u00a0der\u00a0Schwarm\u00a0folgt<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich\u00a0hatte\u00a0eine\u00a0Anfrage\u00a0zum\u00a0Thema\u00a0\u00bbKraftfahrerausbildung\u00ab\u00a0von\u00a0einem\u00a0gro\u00dfen\u00a0Konzern.\u00a0Ich\u00a0wurde\u00a0angerufen,\u00a0wir\u00a0haben\u00a0uns\u00a0in\u00a0der\u00a0Systemzentrale getroffen, und es gab ein gutes Gespr\u00e4ch mit dem Personalchef. \u00bbJa, sage ich, wir k\u00f6nnen die Kraftfahrer f\u00fcr Sie ausbilden.\u00ab Der Personalchef war begeistert. Dann ist lange nichts passiert und ich habe die ersten E-Mails geschrieben: \u00bbWir brauchen Ihre Zuarbeit, wenn wir jetzt in die Rekrutierung gehen sollen.\u00ab Ich hatte schon einen Mitarbeiter darauf angesetzt, der deutschlandweit Kraftfahrer rekrutieren sollte und schon erste Interessenten gefunden hat. Dann gingen Mails ohne Ergebnis hin und her. Irgendwann, fast schon ein Dreiviertaljahr sp\u00e4ter, trafen wir uns mit dem Mitarbeiter des Personalchefs. Wir sagten zu ihm: \u00bbWir brauchen Ihre Unterst\u00fctzung, um voranzukommen.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00bbJa\u00ab, sagt dieser Mann. \u00bbDas hat mir der Chef auch geschrieben.\u00ab Dann aber sagte er \u2013 und ich dachte, ich spinne:<\/p>\n<p>\u00bbHerr Fischer, den Vertrag k\u00f6nnen wir vergessen. Der hatte doch keine Ahnung. Das geht so nicht, wir m\u00fcssen es anders machen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch\u00a0werde\u00a0einen\u00a0Teufel\u00a0tun,\u00a0den\u00a0Vertrag,\u00a0den\u00a0ich\u00a0mit\u00a0Ihrem\u00a0Chef\u00a0ausgearbeitet\u00a0habe,\u00a0zu\u00a0ver\u00e4ndern\u00ab,\u00a0habe\u00a0ich\u00a0ihm\u00a0geantwortet.\u00a0Denn\u00a0ich\u00a0war\u00a0davon\u00a0\u00fcberzeugt,\u00a0dass\u00a0die\u00a0Aktion\u00a0mit\u00a0seinem\u00a0Vorgesetzten\u00a0abgesprochen\u00a0war.\u00a0Es\u00a0gab\u00a0noch\u00a0weitere\u00a0Interessen\u00a0von\u00a0anderen\u00a0Beteiligten,\u00a0die\u00a0in\u00a0gegens\u00e4tzliche\u00a0Richtungen\u00a0gingen.\u00a0Alles\u00a0an\u00a0der\u00a0Situation\u00a0roch nach\u00a0Intrigen\u00a0und\u00a0Mauschelei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was auch immer da nun genau los war: Der Konzern hat bis heute noch keine L\u00f6sung f\u00fcr seinen Fahrermangel, und f\u00fcr mich steht fest: Mit denStrukturen, die in diesem Unternehmen herrschen, werden sie das Problem auch in Zukunft nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen. Grund daf\u00fcr und daf\u00fcr, hier \u00fcberhaupt davon zu berichten, ist: Es fehlt ihnen die Weisheit der vielen. Sie arbeiten dort nicht zusammen, sondern gegeneinander. Es geht nicht darum, dass sie nicht mit mir zusammenarbeiten. Es geht um die Zusammenarbeit in dem Konzern. Dazu hat Professor Jens Krause bei seiner Forschung zur Schwarmintelligenz eine wichtige Entdeckung gemacht, die sich teilweise auf Gruppen von Menschen \u00fcbertragen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Professor Krause hat Schw\u00e4rme untersucht. Fischschw\u00e4rme. Er hat die Bewegung von Fischschw\u00e4rmen verfolgt: Warum k\u00f6nnen diese Schw\u00e4rme ohne Kommando unisono in eine Richtung schwimmen?<\/p>\n<p>Sie weichen als Masse dem Hai aus. Sie \u00e4ndern die Richtung ohne Vorank\u00fcndigung. Krause hat versucht, dem Schwarm einen Roboterfisch als Leittier unterzujubeln. Er\u00a0 wollte wissen, ob die Fische dem Roboterfisch\u00a0hinterher\u00a0schwimmen.\u00a0Das\u00a0ist\u00a0nie\u00a0gelungen.\u00a0Kein\u00a0einziger\u00a0Fisch\u00a0ist dem \u00a0Roboterfisch \u00a0gefolgt. Daraufhin\u00a0hat\u00a0Professor\u00a0Krause\u00a0mehrere\u00a0Roboterfische\u00a0eingeschleust,\u00a010\u00a0bis\u00a020 Prozent \u00a0der gesamten Fischanzahl. Und sofort \u00a0war\u00a0alles\u00a0anders. Als \u00a0diese \u00a020\u00a0Prozent\u00a0den Takt\u00a0vorgaben,\u00a0folgte\u00a0der\u00a0Schwarm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herr\u00a0Krause\u00a0hat\u00a0danach\u00a0in\u00a0K\u00f6ln\u00a0das\u00a0Experiment\u00a0mit\u00a0Menschen\u00a0wiederholt,\u00a0in\u00a0einer\u00a0gro\u00dfen\u00a0Halle\u00a0und\u00a0mit\u00a0folgender\u00a0Anweisung:\u00a0\u00bbIhr\u00a0d\u00fcrft\u00a0euch\u00a0nicht\u00a0ber\u00fchren,\u00a0und\u00a0ihr\u00a0d\u00fcrft\u00a0nicht\u00a0miteinander\u00a0sprechen.\u00ab\u00a0Zuerst\u00a0bestimmte\u00a0er\u00a0wieder\u00a0nur\u00a0ein\u00a0\u00bbLeittier\u00ab,\u00a0und\u00a0Sie\u00a0k\u00f6nnen\u00a0sich\u00a0schon\u00a0denken,\u00a0was\u00a0passiert\u00a0ist:\u00a0Niemand\u00a0ist\u00a0der\u00a0Einzelperson\u00a0gefolgt.\u00a0Es\u00a0ist\u00a0dem\u00a0Einzelnen\u00a0nicht\u00a0gelungen,\u00a0den\u00a0gesamten\u00a0Schwarm\u00a0zu\u00a0f\u00fchren.\u00a0Im\u00a0n\u00e4chsten\u00a0Schritt\u00a0hat\u00a0Professor\u00a0Krause\u00a015\u00a0Prozent\u00a0der\u00a0Probanden\u00a0zu\u00a0\u00bbLeittieren\u00ab\u00a0gemacht,\u00a0und\u00a0siehe\u00a0da:\u00a0Sie\u00a0haben\u00a0es\u00a0geschafft,\u00a0den\u00a0Schwarm\u00a0zu\u00a0steuern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Fazit aus dem Experiment f\u00fcr die Arbeitswelt: Wir brauchen immer mehrere Leute, die f\u00fchren, wenn wir wirklich f\u00fchren wollen. Wenn in der F\u00fchrung mehrere an einem Strang ziehen und das Gleiche wollen \u2013 dann erst wird sich etwas ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Chef aus dem Eingangsbeispiel war der Roboterfisch. Ein Einzelk\u00e4mpfer, dem der Schwarm nicht folgt. Er hat mit mir einen Vertrag ausgehandelt und zur Umsetzung an seine Mitarbeiter \u00fcbergeben. Die allerdings hatten von vornherein Zweifel an der Umsetzbarkeit und opponierten hinter dem R\u00fccken ihres Vorgesetzten gegen die Vereinbarung. Das w\u00e4re h\u00f6chstwahrscheinlich nicht passiert, wenn sie schon fr\u00fcher miteinbezogen worden w\u00e4ren. Sie h\u00e4tten um ihren Input gebeten werden m\u00fcssen, sodass sie auf m\u00f6gliche Probleme direkt h\u00e4tten hinweisen k\u00f6nnen. Dann h\u00e4tten sie auch nicht im Nachhinein versuchen m\u00fcssen, ihrem Chef mit fragw\u00fcrdigen Methoden das Wasser abzugraben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn\u00a0Sie\u00a0als\u00a0Chef\u00a0sagen:\u00a0\u00bbWir\u00a0machen\u00a0das\u00a0jetzt\u00a0so\u00ab,\u00a0aber\u00a0die\u00a0Untergebenen\u00a0sind\u00a0davon\u00a0nicht\u00a0\u00fcberzeugt,\u00a0dann\u00a0wird\u00a0es\u00a0nichts,\u00a0das\u00a0verspreche\u00a0ich\u00a0Ihnen.\u00a0Das\u00a0mag\u00a0fr\u00fcher\u00a0funktioniert\u00a0haben.\u00a0Oft\u00a0habe\u00a0ich\u00a0diesen\u00a0vermeintlichen\u00a0Standard\u00a0auch\u00a0in\u00a0Fachb\u00fcchern\u00a0gelesen:\u00a0\u00bbMan\u00a0muss\u00a0sich\u00a0auch\u00a0allein\u00a0durchsetzen\u00a0k\u00f6nnen,\u00a0das\u00a0geht\u00a0nur\u00a0mit\u00a0Zuckerbrot\u00a0und\u00a0Peitsche.\u00ab\u00a0Heute\u00a0geht\u00a0das\u00a0nicht\u00a0mehr.\u00a0Wer\u00a0heute\u00a0nur\u00a0Anweisungen\u00a0gibt,\u00a0ohne\u00a0f\u00fcr\u00a0Verbundenheit\u00a0zu\u00a0sorgen,\u00a0geht\u00a0baden.\u00a0Erst\u00a0wenn\u00a0alle\u00a0Beteiligten\u00a0\u00fcberzeugt\u00a0wird,\u00a0dass\u00a0eine\u00a0Unternehmung\u00a0gut\u00a0wird,\u00a0wird\u00a0sie letztlich auch gut!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In\u00a0meiner\u00a0Firma\u00a0ist\u00a0das\u00a0inzwischen\u00a0so:\u00a0Bevor\u00a0ich\u00a0etwas\u00a0festlege,\u00a0hole\u00a0ich\u00a0mir\u00a0im\u00a0Vorfeld\u00a0die\u00a0restlichen\u00a014\u00a0Prozent,\u00a0damit\u00a0der\u00a0Schwarm\u00a0folgt.\u00a0Ich\u00a0stimme\u00a0mich\u00a0immer\u00a0zumindest\u00a0mit\u00a0einigen\u00a0ab:\u00a0\u00bbWas\u00a0glaubt\u00a0ihr:\u00a0Ist\u00a0das\u00a0der\u00a0richtige\u00a0Weg?\u00ab\u00a0Dann\u00a0klappt\u00a0das.<\/p>\n<p>Ich habe fr\u00fcher auch Dinge einfach festgelegt und selbst die Abteilungsleiter nicht gefragt. Ich war mit mir selber besch\u00e4ftigt und habe mich nicht genug mit anderen abgestimmt. Ich h\u00e4tte viel mehr mit anderen diskutieren m\u00fcssen, bis wir gemeinsam auf einem Level sind. Dann h\u00e4tten sie als Botschafter agieren und andere mit der eigenen Begeisterung anstecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gibt ein paar einfache Signale f\u00fcr \u00bbMachtspielchen\u00ab im Unternehmen, auf die Sie\u00a0 bei Bedarf achten k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorgesetzte\u00a0kritisieren\u00a0andere\u00a0im\u00a0Beisein\u00a0Dritter.<\/li>\n<li>Arbeitsschritte\u00a0werden\u00a0st\u00e4ndig\u00a0\u00fcberwacht.<\/li>\n<li>Mitarbeitern wird gedroht, z.B. mit Abmahnung, K\u00fcrzung von xyz, Entlassung.<\/li>\n<li>Mitarbeiter\u00a0werde\u00a0gemobbt,\u00a0schikaniert,\u00a0benutzt,\u00a0benachteiligt.<\/li>\n<li>Meetings\u00a0werden\u00a0f\u00fcr\u00a0Machtspielchen\u00a0missbraucht.<\/li>\n<li>Es\u00a0wird\u00a0gel\u00e4stert\u00a0und\u00a0getratscht,\u00a0was\u00a0das\u00a0Zeug\u00a0h\u00e4lt.<\/li>\n<li>Der\u00a0Konkurrenzdruck\u00a0wird\u00a0gef\u00f6rdert\u00a0und\u00a0ist\u00a0zu\u00a0gro\u00df.\u00a0Die\u00a0Ellen-\u00a0bogen\u00a0werden\u00a0ausgefahren\u00a0\u2013\u00a0es\u00a0herrscht\u00a0eine\u00a0Ich-Kultur.<\/li>\n<li>Verschiedene\u00a0Gruppierungen\u00a0im\u00a0Unternehmen\u00a0bilden\u00a0sich\u00a0heraus.<\/li>\n<li>Statussymbole\u00a0\u2013\u00a0B\u00fcro,\u00a0Firmenparkplatz,\u00a0Gr\u00f6\u00dfe\u00a0des\u00a0Firmenwagens\u00a0etc.\u00a0\u2013\u00a0haben\u00a0im\u00a0Unternehmen\u00a0einen\u00a0hohen\u00a0Stellenwert.<\/li>\n<li>Dem\u00a0Management\u00a0ist\u00a0die\u00a0Stimmung\u00a0im\u00a0Unternehmen\u00a0vollkommen\u00a0egal.\u00a0Und\u00a0auch\u00a0hier\u00a0habe\u00a0ich\u00a0wieder\u00a0ein\u00a0paar\u00a0Fragen\u00a0f\u00fcr\u00a0Sie:<\/li>\n<li>Wo\u00a0gibt\u00a0es\u00a0Graben\u00a0und\u00a0Mauern\u00a0in\u00a0Ihrem\u00a0Unternehmen,\u00a0zwischen\u00a0Mitarbeitern?<\/li>\n<li>Welche\u00a0Br\u00fccken\u00a0k\u00f6nnen\u00a0Sie\u00a0in\u00a0Ihrem\u00a0Unternehmen\u00a0bauen?<\/li>\n<li>Wie\u00a0k\u00f6nnen\u00a0Sie\u00a0die\u00a014\u00a0Prozent\u00a0mit\u00a0ins\u00a0Boot\u00a0holen,\u00a0damit\u00a0Ihre\u00a0Mitarbeiter\u00a0Ihnen\u00a0folgen?<\/li>\n<li>Was\u00a0machen\u00a0Sie,\u00a0wenn\u00a0der\u00a0eine\u00a0\u00bbH\u00fc\u00ab\u00a0und\u00a0der\u00a0andere\u00a0\u00bbHott\u00ab\u00a0sagt?<\/li>\n<li>Wie\u00a0sehr\u00a0sind\u00a0Sie\u00a0bereit,\u00a0F\u00fchrung\u00a0zu\u00a0teilen\u00a0und\u00a0andere mit ins Boot zu holen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong><em><span style=\"font-style: inherit\">Mach<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">t<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">s<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">piel<\/span><\/em><em><span style=\"font-style: inherit\">e oder Br\u00fccken bauen \u2013 Was uns trennt oder zusammenf\u00fchrt<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor Kurzem habe ich in einem Gespr\u00e4ch mit einem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer aus der\u00a0 Autohausbranche erfahren, wie Machtspiele in Unternehmen funktionieren. Wie so etwas laufen kann \u2013 darauf w\u00e4re ich nie gekommen. Ich m\u00f6chte es hier erz\u00e4hlen, obwohl es auf den ersten Blick so \u00e4hnlich klingt wie im vorangegangenen Kapitel. Es geht mir jedoch hier um einen anderen Aspekt: das Br\u00fcckenbauen, womit ich den \u00dcbergang in den dritten Teil dieses Buches einleiten m\u00f6chte, in dem es dann schon nicht mehr um Egoismus, sondern um pers\u00f6nliche Klarheit geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer erz\u00e4hlt mir also von seiner Gesch\u00e4ftsleitung und wie ein\u00a0 Revisor seines Unternehmens pl\u00f6tzlich Ausk\u00fcnfte \u00fcber das Privatleben von ihm, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, haben wollte. Der Revisor hat den Firmenhandelsregisterauszug der Frau des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers gepr\u00fcft, die einen Bioladen betreibt. Sie st\u00f6berten in dem Privatleben des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers rum. Im Nachhinein zeigte sich, dass der Revisor von der oberen Gesch\u00e4ftsleitung beauftragt war zu pr\u00fcfen, ob Verbindungen zwischen der T\u00e4tigkeit des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers und dem Unternehmen seiner Frau bestehen. Autos und Bio\u00e4pfel? Der Revisor meinte selbst unter vier Augen, dass er die Pr\u00fcfung als sinnlos ansehe, seine Anweisungen aber aus der Chefetage erhalten habe und sich daher nicht dar\u00fcber hinwegsetzen h\u00e4tte k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur dass das klar ist: Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer macht tolle Arbeit, ich kenne ihn pers\u00f6nlich gut, und ich kenne auch das Autohaus, f\u00fcr das er verantwortlich ist. Ich frage ihn:<\/p>\n<p>\u00bbWarum\u00a0denn\u00a0dann\u00a0diese\u00a0Pr\u00fcfung?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbTja, ich habe vor einigen Wochen in einer Vorstandssitzung die Entscheidungen meines Vorgesetzten offen hinterfragt, weil ich darin einen Sinn gesehen habe. Die Retourkutsche kam prompt mit dem Revisor und der sinnlosen Pr\u00fcfung.\u00ab<\/p>\n<p>Der oberste Chef des Autohauses ist also ein Patriarch, der aus Angst, seine Autorit\u00e4t k\u00f6nnte infrage gestellt werden, zu fiesen Methoden greift. Er hat kein Vertrauen zu seinem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, und anstatt mit ihm zu reden, setzt er ihm einen Revisor vor. Wer so etwas macht, kann dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer auch gleich k\u00fcndigen. So jemand arbeitet doch nicht mehr mit voller Kraft und Liebe f\u00fcr sein Unternehmen. Die Guten gehen dann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Derartige Methoden entstammen Denkmustern des vorigen Jahrhunderts. Patriarchen wie aus dem Beispiel m\u00fcssten sich fragen: Wie schaffen wir die Transformation in die neue Zeit? Wie k\u00f6nnen wir uns anpassen? Stattdessen verweigern sie sich neuen Ideen.Wenn das Unternehmen dann nicht mehr l\u00e4uft, attackieren sie ihre Leute. Die sagen dann:<\/p>\n<p>\u00bbJa,\u00a0Herr\u00a0Patriarch\u00ab,\u00a0gehen\u00a0wieder\u00a0und\u00a0denken\u00a0sich\u00a0danach\u00a0ihren\u00a0Teil.<\/p>\n<p>Mich graust es, als ich diesem Mann zuh\u00f6re, und es l\u00e4uft mir eiskalt den R\u00fccken hinunter. Machtspiele, B\u00fcrokratie, Grabenk\u00e4mpfe sind die traurigen Geschichten, von denen wir viele kennen. Diese Machtspiele sind derma\u00dfen destruktiv, wir m\u00fcssen davon wegkommen! Folgende Geschichte kann dabei helfen, ein Gef\u00fchl f\u00fcr Verbundenheit und Klarheit zu entwickeln. Die Geschichte habe ich in \u00e4hnlicher Form k\u00fcrzlich beim Surfen im Netz bei \u00a0<a href=\"http:\/\/www.unendlichgeliebt.de\/\">www.unendlichgeliebt.de<\/a>\u00a0gelesen. Sie ist der Gegenentwurf zum vorangehenden Bericht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Vater und sein Sohn lebten friedlich und in v\u00f6lliger Eintracht und ern\u00e4hrten sich vom Ertrag ihrer Felder und Herden. Sie arbeiteten miteinander und teilten untereinander,\u00a0 was sie ernteten. Die Entzweiung fing dann durch eine kleine Meinungsverschiedenheit an, und irgendwann kam es zu einem heftigen Streit. Der Vater beschimpfte seinen Sohn, und auch der Sohn nahm kein Blatt vor den Mund. Beide f\u00fchlten sich gekr\u00e4nkt und waren w\u00fctend aufeinander. Fortan mieden sie jeglichen Kontakt, und keiner sprach mehr ein Wort mit dem anderen.<\/p>\n<p>Eines\u00a0Tages\u00a0klopfte\u00a0jemand\u00a0an\u00a0die\u00a0Haust\u00fcr\u00a0des\u00a0Sohnes.\u00a0Es\u00a0war\u00a0ein\u00a0Mann,\u00a0der\u00a0Arbeit suchte.\u00a0\u00bbKann\u00a0ich\u00a0vielleicht\u00a0einige\u00a0Reparaturen\u00a0bei\u00a0Ihnen\u00a0durchf\u00fchren?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch h\u00e4tte schon Arbeit f\u00fcr Sie\u00ab, antwortete der Sohn. \u00bbDort, auf der anderen Seite des Baches, steht das Haus meines Vaters. Vor einiger Zeit hat er mich schwer beleidigt. Ich will ihm beweisen, dass ich auch ohne ihn leben kann. Hinter meinem Grundst\u00fcck steht eine alte Ruine, und davor finden Sie einen gro\u00dfen Haufen Steine. Damit sollen Sie eine zwei Meter hohe Mauer vor meinem Haus errichten. So bin ich sicher, dass ich meinen Vater nicht mehr sehen werde.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch habe verstanden\u00ab, antwortete der Mann. Dann ging der Sohn f\u00fcr eine Woche auf Reise. Als er wieder nach Hause kam, war der Mann mit seiner Arbeit fertig. Doch er hatte keine Mauer gebaut. Der Mann hatte eine sch\u00f6ne Br\u00fccke gebaut. In diesem Moment kam der Vater aus seinem Haus, lief \u00fcber die Br\u00fccke und nahm seinen Sohn in die Arme.<\/p>\n<p>\u00bbWas du da getan hast, ist so wunderbar! Eine Br\u00fccke bauen lassen, wo ich dich doch schwer beleidigt hatte! Ich bin stolz auf dich und bitte dich um Verzeihung.\u00ab<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Vater und Sohn Vers\u00f6hnung feierten, r\u00e4umte der Mann sein Werkzeug ein\u00a0 und wollte weiterziehen. \u00bbBleiben Sie doch bei uns, denn hier gibt es Arbeit genug\u00ab, sagten sie zu ihm. Der Mann aber antwortete: \u00bbGerne w\u00fcrde ich bei euch bleiben, aber ich habe noch anderswo viele Br\u00fccken zu bauen.\u00ab<\/p>\n<p>Diese kleine Geschichte hat mich sehr ger\u00fchrt, denn sie dr\u00fcckt einen Teil meiner Vision aus. Ich will das Br\u00fcckenbauen zu einer Bewegung machen. Ich tue es mit meinen Mitteln, mit den Mitteln eines Unternehmers. Und auch Sie k\u00f6nnen das, wenn Sie Unternehmer sind, vielleicht Firmeninhaber, wenn Sie Mitarbeiter und Kunden haben. Oder wenn Sie in einer Firma arbeiten, in der Sie etwas ver\u00e4ndern wollen. Oder auch, wenn Sie Unternehmen kennen, in denen das Br\u00fcckenbauen ein Teil der Firmenphilosophie ist oder werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Wo\u00a0gibt\u00a0es\u00a0Gr\u00e4ben\u00a0und\u00a0Mauern\u00a0in\u00a0Ihrem\u00a0Unternehmen,\u00a0zwischen\u00a0Mitarbeitern?<\/li>\n<li>Welche\u00a0Br\u00fccken\u00a0k\u00f6nnen\u00a0Sie\u00a0in\u00a0Ihrem\u00a0Unternehmen\u00a0bauen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_671683\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-671683\" class=\"size-thumbnail wp-image-671683\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-671683\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019: Blogs von Frauen<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_664324\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-664324\" class=\"size-thumbnail wp-image-664324\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-664324\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Index 2017<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Buchauszug Mike Fischer: &#8222;Erfolg hat, wer mit Liebe f\u00fchrt. Vom Egoismus zum wir.&#8220; &nbsp; &nbsp; Die Sackgasse:\u00a0Wie Einzelkampf Sinnlosigkeit produziert Doofheit\u00a0oder\u00a0Klarheit?\u00a0\u2013\u00a0Warum\u00a0Liebe\u00a0und\u00a0F\u00fcrsorge\u00a0wichtiger\u00a0sind\u00a0als\u00a0Geld \u00a0 Vor einigen Jahren habe ich zus\u00e4tzlich noch ein Bombengesch\u00e4ft mit gigantischen Ums\u00e4tzen und einer enormen Nachfrage betrieben. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/11\/01\/buchauszug-mike-fischer-erfolg-hat-wer-mit-liebe-fuehrt-vom-egoismus-zum-wir\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[8749,1890,2441],"class_list":["post-672005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-erfolg-hat-wer-mit-liebe-fuehrt-vom-egoismus-zum-wir","tag-buchauszug","tag-campus-verlag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=672005"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672231,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672005\/revisions\/672231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=672005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=672005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=672005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}