{"id":671681,"date":"2019-09-12T11:00:49","date_gmt":"2019-09-12T09:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=671681"},"modified":"2019-09-12T12:56:56","modified_gmt":"2019-09-12T10:56:56","slug":"gallup-studie-2019-rund-sechs-millionen-beschaeftigte-glauben-nicht-an-ihr-unternehmen-mit-122-milliarden-euro-folgeschaeden-schuld-sind-die-fuehrungskraefte-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/09\/12\/gallup-studie-2019-rund-sechs-millionen-beschaeftigte-glauben-nicht-an-ihr-unternehmen-mit-122-milliarden-euro-folgeschaeden-schuld-sind-die-fuehrungskraefte-selbst\/","title":{"rendered":"Gallup-Studie 2019:  Rund sechs Millionen Besch\u00e4ftigte glauben nicht an ihr Unternehmen &#8211; mit 122 Milliarden Euro Folgesch\u00e4den, schuld sind die F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Unternehmenslenker denken, sie h\u00e4tten nur die falschen Mitarbeiter an Bord &#8211; n\u00e4mlich zu alte -, um ihren Betrieb sicher in die digitale Zukunft zu bringen, irren sie sich gewaltig. Der g\u00e4ngige Trugschluss: Man muss die Alten nur austauschen gegen J\u00fcngere, dann l\u00e4uft der Laden schon. Doch so einfach ist die Sache nicht &#8211; und die Umsetzung w\u00e4re es schon gar nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn Unternehmenslenker Mitarbeiter bei der Digitalwerdung im Stich lassen<\/strong><\/p>\n<p>Digitale Weiterbildung f\u00fcr alle sollte stattdessen die Devise sein &#8211; doch mit der hapert es. Jeder dritte Mitarbeiter (34 Prozent) f\u00fchlt sich dabei von seinem Arbeitgeber schlicht im Stich gelassen &#8211; egal wie alt er ist. Nur ein F\u00fcnftel der Befragten (21 Prozent) f\u00fchlen sich von ihrem Unternehmen dabei unterst\u00fctzt, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten auszubauen, um neue digitale Technologien effektiv zu nutzen, so Nink.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">Denn: \u201eUnternehmen vergessen bei der Digitalisierung h\u00e4ufig die Menschen. Es geht bei der <\/span><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">digitalen Transformation nicht allein um Tools und neue Technologien, sondern um die <\/span><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">Ver\u00e4nderung der Arbeitskultur. Das f\u00e4ngt bei den Mitarbeitern an\u201c, kritisiert Marco Nink vom Beratungsunternehmen Gallup.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quer durch die Generationen w\u00fcnschen sich f\u00fcnf von zehn Befragten von ihrem Unternehmen im Umgang mit digitalen Technologien mehr Unterst\u00fctzung. Dieser <span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">Wunsch ist keine Frage des Alters, ermittelte jetzt der Gallup Engagement Index 2019 &#8211; eine Langzeitstudie seit 18 Jahren. Egal ob Generation Y, Generation X oder Baby Boomer: ihnen allen schwant gleicherma\u00dfen und alters\u00fcbergreifend, dass &#8222;sie ihre derzeitigen digitalen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten ausbauen m\u00fcssen, um im aktuellen Aufgabenbereich effektiver zu arbeiten&#8220;, sagt der Studienverantwortliche Nink.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_664589\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-664589\" class=\"size-medium wp-image-664589\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/03\/Marco_Nink.2017-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/03\/Marco_Nink.2017-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/03\/Marco_Nink.2017-449x300.jpg 449w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/03\/Marco_Nink.2017.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-664589\" class=\"wp-caption-text\">Marco Nink vom Beratungsunternehmen Gallup<\/p><\/div>\n<p><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">Heute, in Zeiten der digitalen Transformation des Arbeitsmarkts, komme es <\/span><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">in den Unternehmen auf neue Qualifikationen von Mitarbeitern an. Doch leider nutzen die <\/span><span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">Betriebe in Deutschland nicht die Potenziale, die in diesen Weiterbildungsaktivit\u00e4ten<\/span><br \/>\n<span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #333333;cursor: text;font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,'Nimbus Sans L',sans-serif;font-size: 15px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 300;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none\">stecken, so das Ergebnis des Gallup Engagement Index 2019. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hinzukommt Unt\u00e4tigkeit der Chefetage: G\u00e4ben die Manager, Personalchefs und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sowie Vorst\u00e4nde ihrer Belegschaft mehr Weiterbildungsimpulse, w\u00fcrde das laut Gallup-Studie auf die emotionale Mitarbeiterbindung durchschlagen und sie deutlich erh\u00f6hen. Eine verpasste Chance zur Mitarbeiterbindung, bedauert Nink. \u201eMitarbeiter wollen das Gef\u00fchl haben, dass sie von Ihrem Chef wahrgenommen und individuell gef\u00f6rdert werden. In der sich deutlich ver\u00e4ndernden Arbeitswelt hat der direkte Vorgesetzte eine gro\u00dfe Chance, Mitarbeiter emotional ans Unternehmen zu binden, indem er sie bei diesem Wandel unterst\u00fctzt und begleitet. Mitarbeiter wollen dazulernen und sich weiterentwickeln\u201c, wei\u00df Nink aus vielen Beratungsprojekten. Unternehmen, wo die Spitze sich um die Digitalisierung der Belegschaft k\u00fcmmert, haben die Mitarbeiter eine dreimal so hohe Bindung an ihren Betrieb, laut Gallup.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Volles Engagement nur von 15 Prozent der Angestellten<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiteres Resultat der Gallup-Untersuchung ist n\u00e4mlich &#8211; wie in den fr\u00fcheren Jahren und immer noch unver\u00e4ndert: Fast sechs Millionen Arbeitnehmer in Deutschland (16 Prozent) haben innerlich gek\u00fcndigt, von denen sind 650.000 wechselbereit und aktiv auf Suche nach einem anderen Job. Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer haben eine hohe emotionale Bindung an ihre Company und sind mit Hand und Herz dabei.<\/p>\n<p>Der volkswirtschaftlicher Schaden betr\u00e4gt bis zu 122 Milliarden Euro j\u00e4hrlich, rechnet Gallup vor. Die meisten Arbeitnehmer (69 Prozent) verrichteten nur Dienst nach Vorschrift (25,59 Millionen), 16 Prozent der Arbeitnehmer sind emotional nicht mehr gebunden an ihre Unternehmen und haben innerlich gek\u00fcndigt (5,93 Millionen). 2,4 Millionen innerlich Gek\u00fcndigte seien offen f\u00fcr einen neuen Job.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Innerlich Gek\u00fcndigte sind noch lange nicht verzichtbar<\/strong><\/p>\n<p>Wer nun glaubt, um die innerlich Gek\u00fcndigten sei es nicht schade, sie k\u00f6nnten ruhig weiter ziehen, der irrt.\u00a0Nink: \u201eOft sind unter diesen Mitarbeitern viele f\u00e4hige Personen, die man nicht verlieren m\u00f6chte \u2013 zum Beispiel Talente, Leistungstr\u00e4ger oder Fachexperten. Innere K\u00fcndigung ist immer das Ergebnis schlechter F\u00fchrung und im Unternehmen ein hausgemachtes Problem.\u201c Jeder tritt zu Beginn zun\u00e4chst mal motiviert in seinem Unternehmen seine Stelle an &#8211; und verliert dann seinen Glauben wegen der F\u00fchrung, die er im Unternehmensalltag erlebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Verantwortlichen der Misere: Die inkompetenten F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n<p>Wie sich innere K\u00fcndigungen manifestieren? Die betreffenden Mitarbeiter haben eine distanzierte, ablehnende Haltung gegen\u00fcber ihrem Unternehmen. Das Geschehen im Betrieb und dessen Zukunft seien f\u00fcr diese Besch\u00e4ftigten weitestgehend bedeutungslos Ihren Arbeitgeber, dessen Produkte und Dienstleistungen weiterzuempfehlen, kommt ihnen nicht mehr in den Sinn. Sie zeigten zu wenig Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft, Kundenorientierung und neuen Ideen.<\/p>\n<p>Nink: \u201eF\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich bewusst sein, dass sie diejenigen sind, die durch<br \/>\nihr Verhalten einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmenskultur haben. Denn emotionale Bindung wird im unmittelbaren Arbeitsumfeld erzeugt. Und weiter: Leider w\u00fcrden bei 85 Prozent der Arbeitnehmer die Bed\u00fcrfnisse am Arbeitsplatz nicht oder nur teilweise erf\u00fcllt \u2013 kein gutes Zeugnis f\u00fcr die Kompetenz der F\u00fchrungskr\u00e4fte, so Nink. \u201eF\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen bef\u00e4higt werden, die Bed\u00fcrfnisse ihrer Mitarbeiter zu adressieren. Chefs m\u00fcssen wissen, auf was es ankommt\u201c, appelliert er.<\/p>\n<p>Eigentlich m\u00fcsste das Thema auch die Kostenknechte und das Controlling m\u00e4chtig interessieren: Denn schlechte F\u00fchrung wirkt sich laut Nink direkt als Kostenfaktor aus: Gute F\u00fchrung steigere dagegen nachweislich die Leistungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Unternehmen &#8211; und zwar deutlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/fachkraeftemangel-man-muss-die-leute-besser-machen-die-man-hat\/25003244.html?utm_source=www.humanresourcesmanager.de_newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=20190912-ps-hrm-25883&amp;utm_content=876725\">Lesetipp Jan Guldner auf Wiwo.de: &#8222;Man muss die Leute besser machen, die man hat&#8220;<\/a> <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/fachkraeftemangel-man-muss-die-leute-besser-machen-die-man-hat\/25003244.html?utm_source=www.humanresourcesmanager.de_newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=20190912-ps-hrm-25883&amp;utm_content=876725\">https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/fachkraeftemangel-man-muss-die-leute-besser-machen-die-man-hat\/25003244.html?utm_source=www.humanresourcesmanager.de_newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=20190912-ps-hrm-25883&amp;utm_content=876725<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/30\/gallup-interview-nink-fuehrung-erledigt-sich-nicht-nebenbei-sie-kostet-zeit\/\">Lesetipp: Interview mit Marco Nink von Gallup zu F\u00fchrung https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/30\/gallup-interview-nink-fuehrung-erledigt-sich-nicht-nebenbei-sie-kostet-zeit\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_671683\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-671683\" class=\"size-medium wp-image-671683\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/09\/IMG-20190906-WA0016.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-671683\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2019: Blogs,von Frauen<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Unternehmenslenker denken, sie h\u00e4tten nur die falschen Mitarbeiter an Bord &#8211; n\u00e4mlich zu alte -, um ihren Betrieb sicher in die digitale Zukunft zu bringen, irren sie sich gewaltig. 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