{"id":671535,"date":"2019-08-16T12:00:25","date_gmt":"2019-08-16T10:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=671535"},"modified":"2019-08-16T01:31:23","modified_gmt":"2019-08-15T23:31:23","slug":"gastbeitrag-von-tini-sevak-von-cnn-elf-stunden-am-tag-medienkonsum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/08\/16\/gastbeitrag-von-tini-sevak-von-cnn-elf-stunden-am-tag-medienkonsum\/","title":{"rendered":"Gastbeitrag von Tini Sevak von CNN: Elf Stunden am Tag Medienkonsum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Relevanz &#8211; Die Weiterentwicklung der Nachrichtengewohnheiten in einer ver\u00e4nderten Medienlandschaft<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gastbeitrag von Tini Sevak, Vice President, Audiences &amp; Data bei CNN International Commercial. Sie leitet die internationale Datenstrategie von CNN.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_671548\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-671548\" class=\"size-full wp-image-671548\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/08\/Sevak.Tini_.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/08\/Sevak.Tini_.jpg 640w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/08\/Sevak.Tini_-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/08\/Sevak.Tini_-500x281.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><p id=\"caption-attachment-671548\" class=\"wp-caption-text\">Tini Sevak (Foto: CNN International)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verbraucher wollen pers\u00f6nliche Erlebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Mit mehr Auswahlm\u00f6glichkeiten, Macht und Informationen denn je treffen Verbraucher heute schnellere und besser verkn\u00fcpfte Entscheidungen \u2013 und das in allen Lebenslagen: von ihren Eink\u00e4ufen bis hin zum Medienkonsum. Unternehmen werden dadurch nicht nur verst\u00e4rkt in die Pflicht genommen, Technologien einzusetzen, die ihre Produkte und Dienstleistungen schneller, einfacher und produktiver gestalten. Sie m\u00fcssen gleichzeitig sicherstellen, dass sich das Publikum noch als Teil von etwas Bedeutendem f\u00fchlt. Insbesondere f\u00fcr Markenunternehmen ist es heute unerl\u00e4sslich, dem Publikum \u201epers\u00f6nliche\u201c Erlebnisse zu vermitteln und die Zielgruppen in jenen Momenten zu erreichen, in denen solche Erlebnisse am meisten Beachtung finden werden. Was bedeutet das f\u00fcr uns als Nachrichtenanbieter?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Elf Stunden am Tag: Medienkonsum nimmt zu<\/strong><\/p>\n<p>Wann und wo Verbraucher f\u00fcr gewisse Inhalte zug\u00e4nglich sind ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig. Umfragen geben hier Aufschluss &#8211; eine zentrale Erkenntnis aus den vergangenen f\u00fcnf Jahren: Menschen verbringen durchschnittlich mehr als elf Stunden am Tag damit, Medien in irgendeiner Form plattform\u00fcbergreifend zu konsumieren. Das entspricht einem Anstieg um zehn Prozent gegen\u00fcber 2012.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Fernsehen als Medium bleibt weiterhin wichtig &#8212; wenn auch der durchschnittliche TV-Konsum von zwei Stunden und 15 Minuten am Tag im Jahr 2012 auf eine Stunde 55 Minuten im Jahr 2018 zur\u00fcckgegangen ist. Es \u00fcberrascht dabei nicht, dass Menschen im Laufe der Jahre auch mehr Zeit online verbringen \u2013 vor allem in nicht-englischsprachigen L\u00e4ndern. W\u00e4hrend vor f\u00fcnf Jahren noch der durchschnittliche Handy-Konsum bei etwa einer Stunde 15 Minuten pro Tag lag, sind es heute bereits drei Stunden 15 Minuten. In den Schwellenl\u00e4ndern beschleunigt sich dieser Trend noch weiter &#8211; in Thailand, den Philippinen, Brasilien und Indonesien betr\u00e4gt die Verweildauer auf dem Handy gar viereinhalb Stunden pro Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachrichtenkonsum auf dem Smartphone nimmt zu, Vertrauen in Nachrichten auf Facebook sinkt<\/strong><\/p>\n<p>Das ver\u00e4nderte Nutzerverhalten hat auch Auswirkungen darauf, wo Menschen ihre Nachrichten suchen. Global betrachtet sind Smartphones zum bevorzugten Ger\u00e4t f\u00fcr den Nachrichtenkonsum geworden. Mit Blick auf das internationale Publikum ist die erste Anlaufstelle grunds\u00e4tzlich die Website beziehungsweise App (67 Prozent finden Nachrichten auf diese Weise), gefolgt von den sozialen Netzwerken (58 Prozent) und Suchmaschinen (42 Prozent). Das nationale Fernsehen (61 Prozent) und TV-Nachrichtensender (55 Prozent) spielen jedoch nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung des Nachrichtengeschehens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angetrieben von der Sorge rund um Fake News sehen wir allm\u00e4hlich im aktuellen Jahr, dass Menschen \u2013 allen voran j\u00fcngere Zielgruppen &#8211; weniger Nachrichten auf den sozialen Netzwerken (insbesondere Facebook) konsumieren. Dies wird durch Ergebnisse unserer eigenen Umfrage gest\u00fctzt. Daraus geht hervor, dass zwar 68 Prozent des internationalen Nachrichtenpublikums Facebook als Nachrichtenquelle genutzt haben, aber weniger als ein Viertel der Verbraucher den Nachrichten auf dieser Plattform vertraut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Relevanz als Grundpfeiler<\/strong><\/p>\n<p>Das Publikum hat heutzutage h\u00f6here Erwartungen und geringere Aufmerksamkeitsspannen was die von ihnen konsumierten Inhalte betrifft. Im \u201eAmazon-Zeitalter&#8220; des vereinfachten Zugangs und der schnellen Lieferung wird von Medien- und Nachrichtenmarken verlangt, dass sie die Erwartungshaltung der Verbraucher erf\u00fcllen. Sie wissen in Bezug auf Nachrichten genau was sie wollen, wann sie es wollen und wo sie es brauchen. Die verschiedenen zugrunde liegenden Studien und unsere eigene Untersuchung zeigen, dass in dieser Verbindung drei Aspekte im Umgang mit den Verbrauchern entscheidend sind:<\/p>\n<p>1. Aufbau von Glaubw\u00fcrdigkeit durch Genauigkeit und Vertrauen: Dies fu\u00dft nicht nur auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Userdaten, sondern auch auf Qualit\u00e4t der ihnen \u00fcbermittelten Inhalte.<\/p>\n<p>2. Ein tiefergehendes Wissen \u00fcber das Publikum: Verbraucher sollten als echte Menschen verstanden und behandelt werden &#8211; mit realen Interessen und Verhaltensweisen und nicht als Proxies, die durch allgemeine demographische Daten definiert sind.<\/p>\n<p>3. Bereitstellung relevanter und aussagekr\u00e4ftiger Inhalte f\u00fcr das Publikum: Identifizierung der wichtigsten Momente, in denen die Inhalte am st\u00e4rksten ankommen werden.<\/p>\n<p>Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Relevanz stellen die drei Grundpfeiler, die jedem der oben genannten Punkte zugrunde liegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Zusammenhang von Vertrauen und Loyalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Ein genauer Blick auf eine Markenwahrnehmungsstudie, die wir Anfang des Jahres in zw\u00f6lf M\u00e4rkten* durchgef\u00fchrt haben, zeigt, dass 55 Prozent der Befragten CNN als vertrauensw\u00fcrdig und zuverl\u00e4ssig einstuften \u2013 der 4.6-fache Wert im Vergleich zum Durchschnitt. Dieser Wert erh\u00f6ht sich f\u00fcr jene Verbraucher, die CNN w\u00f6chentlich verfolgen. Das zeigt: Vertrauen geht in Loyalit\u00e4t \u00fcber und umgekehrt.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Reuters Institute Digital News Report verdeutlicht, dass sich die Verbraucher zunehmend auf \u201eseri\u00f6se Marken&#8220; verlassen, w\u00e4hrend das Vertrauen in Nachrichten im Allgemeinen weiter sinkt. Die Besorgnis \u00fcber Negativit\u00e4t, Fake News und Informationsflut nimmt zu. In der globalen Studie gab fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) an, dass sie auf die Verwendung von Quellen mit einem &#8222;weniger akkuraten Ruf&#8220; verzichten w\u00fcrden. 41 Prozent gaben an, die Genauigkeit durch Vergleich mehrerer Quellen zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Einhergehend mit einem Bed\u00fcrfnis nach Vertrauen verzeichnen auch wir einen Bedarf nach unternehmerischem und informiertem Journalismus. Das Publikum sch\u00e4tzt unserer Umfrage zufolge jene Journalisten am meisten, die eine &#8222;Wissenstiefe und die Leidenschaft&#8220; an den Tag legen. Das Publikum besucht uns aus den folgenden Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>&#8211; 79 Prozent wollen besser verstehen, was heute in der Welt vor sich geht.<br \/>\n&#8211; 84 Prozent wollen etwas, das einzigartig ist und sie nirgendwo sonst bekommen k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; 83 Prozent wollen Inhalte, die f\u00fcr sie relevant sind<br \/>\n&#8211; 72 Prozent wollen Nachrichten, die sie pers\u00f6nlich als wichtig erachten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine wechselseitige Beziehung zwischen Verbrauchern und Marken<\/strong><\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr CNN und andere Nachrichtenanbieter von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, solche Erwartungen zu erf\u00fcllen, wenn wir das Publikum halten und ausbauen wollen. Aber auch Unternehmen und Verbraucher k\u00f6nnen von der Schaffung tieferer gehender Erfahrungserlebnisse profitieren, da die Verbraucher eine wechselseitige Beziehung zu Marken verlangen und dar\u00fcber hinaus erwarten, dass die Erfahrungen \u00fcber alle Ber\u00fchrungspunkte hinweg konsistent sind. Den Verbrauchern zuzuh\u00f6ren, ihr Verhalten zu verstehen, mit ihnen zu interagieren und auf ihre W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse einzugehen (nat\u00fcrlich alles in einer datenverantwortlichen und sicheren Umgebung) muss hierbei der Anspruch sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>1 Global Web Index, Q1 2019 \u2013 Link: <a href=\"https:\/\/www.globalwebindex.com\/reports\/trends-19\">https:\/\/www.globalwebindex.com\/reports\/trends-19<\/a><br \/>\n2 CNN Bespoke Brand Perception Study across 12 markets, Feb 2019 , M\u00e4rkte: Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Singapur, Brazilien, Mexiko, S\u00fcdafrika, Nigeria, Vereinigte Arabische Emirate, Japan, USA<br \/>\n3 Reuters Institute Digital News Report 2019 \u2013 Link: <a href=\"http:\/\/www.digitalnewsreport.org\/survey\/2019\/overview-key-findings-2019\/\">http:\/\/www.digitalnewsreport.org\/survey\/2019\/overview-key-findings-2019\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Relevanz &#8211; Die Weiterentwicklung der Nachrichtengewohnheiten in einer ver\u00e4nderten Medienlandschaft Gastbeitrag von Tini Sevak, Vice President, Audiences &amp; Data bei CNN International Commercial. 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