{"id":671220,"date":"2019-08-29T06:00:12","date_gmt":"2019-08-29T04:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=671220"},"modified":"2019-08-29T12:30:55","modified_gmt":"2019-08-29T10:30:55","slug":"fuehrungskraefte-ohne-digitalstrategie-7-chefs-sind-nur-noch-voruebergehende-erscheinungen-und-das-hierarchiefrei-und-im-austausch-von-ulrich-goldschmidt-vom-dfk-verband-fuer-fuehrungsk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/08\/29\/fuehrungskraefte-ohne-digitalstrategie-7-chefs-sind-nur-noch-voruebergehende-erscheinungen-und-das-hierarchiefrei-und-im-austausch-von-ulrich-goldschmidt-vom-dfk-verband-fuer-fuehrungsk\/","title":{"rendered":"F\u00fchrungskr\u00e4fte ohne Digitalstrategie (7) \u2013 Chefs sind nur noch vor\u00fcbergehende Erscheinungen &#8211; und das hierarchiefrei und im Austausch. Von Ulrich Goldschmidt vom DFK-Verband f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<h1 class=\"entry-title\"><strong>F\u00fchrungskr\u00e4fte ohne Digitalstrategie: Gastbeitrag von Ulrich Goldschmidt (7).<\/strong><\/h1>\n<\/blockquote>\n<h1 class=\"entry-title\"><strong>Manager reden zwar von Digitalisierung \u2013 lassen ihren Worten aber keine Taten folgen. L<\/strong><strong>aut der Studie \u201eF\u00fchrung und Digitalisierung\u201c des<a href=\"https:\/\/www.die-fuehrungskraefte.de\/dfk\/\">\u00a0DFK-Verbands f\u00fcr Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/a> gibt es Vorgesetzte bald nur noch f\u00fcr kurze Zeitspannnen. Hierarchien sind perdu, es geht um Austausch.<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_665877\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-665877\" class=\"size-full wp-image-665877\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/goldschmidt.neu_.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" \/><p id=\"caption-attachment-665877\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Goldschmidt (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Immerhin glauben 44 Prozent der Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte in Deutschland, dass Managementaufgaben in den Unternehmen k\u00fcnftig nur noch auf Zeit vergeben werden &#8211; und dass die Digitalisierung diesen Trend noch verst\u00e4rken wird.<\/p>\n<p>Das ist eins der Ergebnisse der Studie \u201eF\u00fchrung und Digitalisierung\u201c, f\u00fcr die der Berufsverband DFK \u2013 Verband f\u00fcr Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcber 1.500 Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte zu Trends in der Arbeitswelt 4.0 befragt hat.<\/p>\n<p>Die wenigsten dagegen glauben an eine Demokratisierung der Betriebe und eine Wahl der F\u00fchrungskr\u00e4fte durch die Mitarbeiter. \u00dcberraschend ist, dass schon heute 31 Prozent der Befragten glauben, der Arbeitgeber werde k\u00fcnftig nur noch Arbeitsangebote unterbreiten aus denen die Mitarbeiter ausw\u00e4hlen. Gro\u00dfe Zustimmung gibt es daf\u00fcr, dass die Digitalisierung den Trend zur Selbstf\u00fchrung der Mitarbeiter verst\u00e4rken wird und Netzwerk-Strukturen die traditionellen Hierarchien ersetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nur f\u00fcr ein paar Monate Chef &#8211; Top-Manager rechnen nicht damit\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Verschieden Unternehmen experimentieren bereits seit einiger Zeit damit, F\u00fchrungsaufgaben nur noch befristet zu \u00fcbertragen. Verst\u00e4rkt wurde dieser Trend durch die zunehmende Verbreitung von Projektarbeiten. Dass auch die Digitalisierung dazu beitragen wird, glauben 40 Prozent der m\u00e4nnlichen und 56 Prozent der weiblichen Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte. Etwas \u00fcberraschend: Nur 33 Prozent der befragten Vorst\u00e4nde und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sehen das so.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter w\u00e4hlen F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n<p>Die wenigsten F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00f6nnen sich vorstellen, dass die Digitalisierung die Demokratisierung der Unternehmen vorantreiben k\u00f6nnte. Nur 14 Prozent meinen, dass die F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00fcnftig von den Mitarbeitern gew\u00e4hlt werden. Was heute noch wie eine Science-Fiction-Erz\u00e4hlung aus ferner Zukunft klingt, ist gar nicht so weit entfernt, wenn man genauer hinschaut. Auch wenn es noch kein fl\u00e4chendeckendes Ph\u00e4nomen ist, finden sich erste Beispiele f\u00fcr solche F\u00fchrungskr\u00e4fte-Wahlen. Dabei handelt es sich auch nicht etwa nur um obskure Start-ups mit eng begrenzter Lebenszeit aus Berlin-Kreuzberg sondern um Beteiligungsgesellschaften gr\u00f6\u00dferer Konzerne. Ob daraus einmal eine gr\u00f6\u00dfere Bewegung \u201edemokratischer Unternehmen\u201c wird? Wom\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter suchen sich ihre Aufgaben selbst &#8211; oder tauschen sie weg<\/strong><\/p>\n<p>Auch diese Idee klingt f\u00fcr jeden fremd, der in den klassischen Strukturen deutscher Unternehmen arbeitet: Der Arbeitgeber wird k\u00fcnftig nur noch einen Katalog mit Arbeitsaufgaben unterbreiten, aus dem die Mitarbeiter ausw\u00e4hlen und sich selbst den anstehenden Aufgaben zuordnen. Nach heutigen Standards klingt das nach Anarchie und Aufl\u00f6sung aller Strukturen.<\/p>\n<p>Aber auch solche Modelle gibt es schon zumindest in Ans\u00e4tzen. Es existieren sogenannte \u201eJob-Basare\u201c auf denen Mitarbeiter ihnen zugewiesene Aufgaben gegen andere Aufgaben tauschen k\u00f6nnen, die ihnen mehr liegen. F\u00fchrung bedeutet hier, das vermeintliche Chaos zu dirigieren und daf\u00fcr zu sorgen, dass trotzdem alle anstehenden Arbeiten erledigt werden.<\/p>\n<p>Zwar sagen die Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte noch \u00fcberwiegend, dass so ein Trend trotz Digitalisierung eher unwahrscheinlich ist. Aber immerhin 31 Prozent sehen die realistische Chance auf Umsetzung dieser Entwicklung. Und bei weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ften liegt die Zustimmungsquote sogar bei 48 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr Selbstf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Selbstf\u00fchrung ist kein Trend mehr, sondern die Entwicklung ist in den Betrieben deutlich erkennbar: Selbstf\u00fchrung im Sinne von selbstbestimmter und eigenverantwortlicher Arbeitsorganisation der Mitarbeiter. Dass sich diese Entwicklung durch die Digitalisierung sogar noch verst\u00e4rkt, glauben bereits 75 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte in der DFK-Studie.<\/p>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen alle Prozesse daraufhin \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie den Anforderungen an Selbstf\u00fchrung gen\u00fcgen und ob sie genug Spielr\u00e4ume einr\u00e4umen. F\u00fchrung wird sich dahin ver\u00e4ndern, dass es mehr und mehr zu einem dienenden Ansatz kommen muss. Und bei dem F\u00fchrungskr\u00e4fte daf\u00fcr sorgen, die Rahmenbedingungen f\u00fcr Selbstf\u00fchrung und Aufgabenerledigung zu schaffen und zu sichern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Netzwerke statt Hierarchien<\/strong><\/p>\n<p>Deutlich werden die Befragten, wenn es um die Zukunft althergebrachter hierarchischer Strukturen geht: Deren Ende ist eingel\u00e4utet und die Digitalisierung beschleunigt diesen Prozess noch, denken 64 Prozent. Ersetzt werden sie durch formelle und informelle Netzwerkstrukturen. Bei den befragten Frauen sind es sogar 70 Prozent, die diesen Weg klar vorgezeichnet sehen. Die Top-Manager der Unternehmen sind bei dieser Frage noch etwas zur\u00fcckhaltend: Von den teilen nur 50 Prozent diese Einsch\u00e4tzung schon heute.<\/p>\n<p>Das Fazit: Austausch und Kollaboration sind die Zukunft, Hierarchien st\u00f6ren und behindern da nur. Verz\u00f6gerungen, die der Einhaltung von Hierarchien und Berichtswegen alter Pr\u00e4gung geschuldet sind, werden k\u00fcnftig nicht mehr akzeptiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fchrungskr\u00e4fte ohne Digitalstrategie: Gastbeitrag von Ulrich Goldschmidt (7). 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