{"id":671202,"date":"2019-07-16T11:11:10","date_gmt":"2019-07-16T09:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=671202"},"modified":"2019-07-16T11:13:17","modified_gmt":"2019-07-16T09:13:17","slug":"social-media-kanaele-als-karrierebeschleuniger-und-wo-sind-sie-visibel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/07\/16\/social-media-kanaele-als-karrierebeschleuniger-und-wo-sind-sie-visibel\/","title":{"rendered":"Social-Media-Kan\u00e4le als Karrierebeschleuniger: Und wo sind Sie visibel?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\">Manager, die nun bei Social Media visibel werden sollen, haben\u00b4s schon schwer. Denn jedes Medium hat einen anderen Zweck. &#8222;<\/span><span style=\"color: #000000\">Instagram ist die klassische Einbahnstra\u00dfe &#8211; mit etwas Gegenrichtung quasi durch Radfahrer&#8220;, meint mein Kollege R\u00fcdiger Kiani-Kress. &#8222;<\/span><span style=\"color: #000000\">Twitter dagegen ist was f\u00fcr Infos und kurze Dialoge \/ Dialogreihen. Darum nutzen es auch Unternehmen als Feedbackkanal.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Und weiter: &#8222;<\/span><span style=\"color: #000000\">LinkedIn ist vor allem f\u00fcr diskrete oder zumindest Ansprachen.&#8220; Auf jeden Fall f\u00fcr die Karriere &#8211; nicht umsonst \u00e4ndern Amerikaner schon am Tag ihrer Verk\u00fcndung eines neuen Jobs ihr LinkedIn-Profil. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>LinkedIn als Seriosit\u00e4tsausweis<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Deutsche haben\u00b4s mit diesem Karrieretool irgendwie immer noch nicht drauf &#8211; sie \u00e4ndern gerne mal Monate sp\u00e4ter erst ihre &#8211; inzwischen dann auch nicht mehr taufrischen &#8211; Koordinaten. Erstaunlich, wie viele Professionals es sich immer noch leisten, hier nicht auffindbar zu sein. Auch als eine Art Seriosit\u00e4tsausweis. Oder ohne Bild oder ohne Vita. Dasselbe gibt f\u00fcr das &#8211; eher deutsche &#8211; Netzwerk Xing.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Und nochmal f\u00fcr den raschen \u00dcberblick: <\/span><span style=\"color: #000000\">Blogs sind f\u00fcr l\u00e4ngere Infos \/ Meinungsbeitr\u00e4ge. <\/span><span style=\"color: #000000\">YouTube f\u00fcr lange und kurze Videos.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wie sich die Nutzerzahlen verteilen, hat Die Kommunikationsagentur Faktenkontor analysiert, siehe unten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf mehreren Hochzeiten<\/strong><\/p>\n<p>Und deshalb sind Profis auch auf mehreren Kan\u00e4len unterwegs &#8211; manchmal mit verschiedenen Darstellungen des gleichen oder \u00e4hnlichen Inhalts. Jeder m\u00fcsse sich ansehen, welcher Kanal am besten zu ihm passt, r\u00e4t Netzwerkexpertin Tijen Onaran.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-671273\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/07\/tijenonaran-1-449x300.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kan\u00e4le sind keine Communitys<\/strong><\/p>\n<p>Dass Kan\u00e4le \u00fcbrigens keine Communitys sind, sondern nur Kan\u00e4le ist Bundesinnenminister Horst Seehofer noch heute nicht klar. Er &#8222;will nicht Teil von so einer Community sein&#8220;, wo so platte Kommentare st\u00fcnden, ist bei &#8222;Spiegel online&#8220; nachzulesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Logik folgend wird er vermutlich auch sein Telefon abmelden, denn da k\u00f6nnen ja auch schlechte Nachrichten \u00fcbermittelt werden. Oder Plattit\u00fcden, Beleidigungen, alles was so denkbar und unsch\u00f6n ist. Man darf gespannt sein auf weitere Einsch\u00e4tzungen und Urteile von Seehofer in dieser Hinsicht.\u00a0Viel verlieren tut er beim Twitter-Ausstieg nicht, gemessen an seiner Bekanntheit und an seinem Amt war die Zahl seiner Follower klein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Youtube auf Rang eins, WhatsApp und Facebook folgen<\/strong><\/p>\n<p>Ansonsten \u00fcberrascht die neuer Auswertung der Social-Media-Kan\u00e4le aus dem Hause Faktenkontor, der Hamburger Kommunikationsgagentur, und von dem Marktforscher Tuluna in Kooperation mit dem IMWF &#8211; Institut f\u00fcr Management- und<br \/>\nWirtschaftsforschung nur ein kleines bisschen: Laut ihrem Social-Media-Atlas ist Youtube der beliebteste Social-Media-Dienst bei 74 Prozent der Deutschen online ab 16 Jahren. Facebook ist auf Platz drei (69 Prozent) heruntergerutscht. Befragt wurden daf\u00fcr 3.500 Internetnutzer ab 16, die Umfrage ist repr\u00e4sentativ.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Irrglaube: Ein Manager sei in den Sozialen Medien, wenn er WhatsApp nutzt<\/strong><\/p>\n<p>Dass der beliebte Messenger-Dienst Whatsapp auf Platz zwei steht mit 71 Prozent ist nicht verwunderlich. Verwunderlich ist eher, dass er zu den Kan\u00e4len gerechnet wird als modifizierte SMS, deren Nachrichten der Nutzer untereinander ja gerade nicht \u00f6ffentlich sichtbar sind. Aber diese merkw\u00fcrdige Klassifizierung f\u00fchhrt denn auch dazu, dass sich F\u00fchrungskr\u00e4fte schon f\u00fcr digital halten, nur weil sie Whatsapp nutzen. Von SMS-ern hat man das eher noch nicht vernommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Instagram ist bisher nur gef\u00fchlt am wichtigsten<\/strong><\/p>\n<p>Der angeblich so hippe Kanal Instagram hat jedenfalls deutlichen Abstand zu Facebook und d\u00fcmpelt bei 37 Prozent &#8211; interessant w\u00e4re, ob sich das \u00e4ndern w\u00fcrde, wenn man dort auch Links posten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Auswertung weiter: 28 Prozent sind Blog-Leser, also auch eher konsumierend als interaktiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Twitter &#8211; der untersch\u00e4tzte Kanal<\/strong><\/p>\n<p>Twitter kriegt aus irgendeinem &#8211; mir schleierhaften &#8211; Grunde immer noch nicht die Popularit\u00e4ts-Kurve und h\u00e4ngt bei 25 Prozent. Ob es mit Vorurteilen wie von Minister Seehofer zusammenh\u00e4ngt? Gut vorstellbar ist es, ich h\u00f6re immer wieder drollige Vergleiche von sehr intelligenten, gebildeten Leuten von Twitter mit Whatsapp. Die sagen dann \u00e4hnliches wie Seehofer. Ihr Tenor: Also wenn der US-Pr\u00e4sident hier postet, wollen sie da nicht mitlesen oder aktiv sein.<\/p>\n<p>Mich wundert dann immer nur, mit welcher Selbstsicherheit die Betreffenden das von sich geben. Wo sie doch gleichzeitig offenbaren, dass sie nicht wissen, wor\u00fcber sie reden. Oder ist das nur authentisch und tats\u00e4chlich gro\u00dfartig? Vielleicht.<\/p>\n<p>Vielleicht liegt es aber auch an der Tatsache, dass so wenig Leute<a href=\"https:\/\/tweetdeck.twitter.com\/\"> Tweetdeck<\/a> kennen. Ohne das Twitter tats\u00e4chlich deutlich nutzerunfreundlicher ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gef\u00fchlt h\u00e4tte ich LinkedIn mit 17 Prozent und Xing mit 24 Prozent alle beide h\u00f6her angesiedelt. Aber die k\u00f6nnten wom\u00f6glich noch mehr Nutzer gewinnen, wenn sie \u00fcbersichtlicher und nutzerfreundlicher w\u00e4ren. Tijen Onaran jedenfalls spricht mir aus der Seele, wenn sie sich \u00fcber diejenigen LinkedIn-Kandidaten \u00e4rgert, die es als Vertriebskanal ansehen und gleich irgendwas direkt zusenden, was so plump ist wie Werbeverkaufsversanstaltungen \u00e1 la Butterfahrt mit Matratzenkaufgelegenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nicht Reichweite z\u00e4hlt, sondern Zielgenauigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Recht hat nat\u00fcrlich Faktenkontor-Chef Roland Heintze, wenn er staatstragend postuliert: &#8222;Eine geringere Reichweite bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig, dass ein<br \/>\nSocial-Media-Dienst f\u00fcr die Unternehmenskommunikation keine Rolle<br \/>\nspielt. Denn \u00fcber diese Kan\u00e4le lassen sich h\u00e4ufig bestimmte Zielgruppen besonders fokussiert erreichen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das gilt besonders f\u00fcr Twitter, wo viele Journalisten und Medienleute pr\u00e4sent sind, schreiben &#8211; und manche lesen sogar und nehmen auch andere zur Kenntnis. News lassen sich hier am schnellsten finden und ausbreiten. Und die Tweets f\u00fchren zu vielen vielen interessanten Ver\u00f6ffentlichungen, die man sonst an nie gefunden h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie werden \u00fcbersehen? Selbst schuld<\/strong><\/p>\n<p>Ganz abgesehen davon, dass auch die Visibilit\u00e4t hier daf\u00fcr sorgt, dass die Researcher der Headhunter einen \u00fcberhaupt finden. Wenn sie nach Kandidaten suchen f\u00fcr interessante Jobs. Und das gilt \u00fcbrigens f\u00fcr Frauen ganz besonders &#8211; denn die sind ja immer so verfixt schwer zu finden, behaupten die Aufsichtsr\u00e4te und andere Entscheider.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lesetipp: Interview mit Kienbaum-Personalberater Gerhard Wiesler \u00fcber Manager, die nur vorgeben, Digitalkenntnisse zu haben<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-admin\/post.php?action=edit&amp;post=669859\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-admin\/post.php?action=edit&amp;post=669859<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf welchen Kan\u00e4len sich die meisten Online-Nutzer tummeln<\/strong><\/p>\n<table width=\"403\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"88\"><strong>Dienst<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>Nutzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>Nicht-Nutzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">YouTube<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>74%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>26%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">WhatsApp<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>71%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>29%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Facebook<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>69%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>31%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Instagram<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>37%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>63%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Foren<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>33%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>67%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Pinterest<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>30%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>70%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Blogs<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>28%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>72%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Twitter<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>25%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>75%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Xing<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>24%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>76%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Snapchat<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>18%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>82%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">LinkedIn<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>17%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>83%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">StayFriends<\/td>\n<td width=\"113\"><strong>17%<\/strong><\/td>\n<td width=\"113\"><strong>83%<\/strong><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\">Quelle: Faktenkontor\/Tuluna\/IMWF 7\/2019<\/td>\n<td width=\"113\"><\/td>\n<td width=\"113\"><\/td>\n<td width=\"88\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manager, die nun bei Social Media visibel werden sollen, haben\u00b4s schon schwer. 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