{"id":670736,"date":"2019-05-24T16:45:23","date_gmt":"2019-05-24T14:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=670736"},"modified":"2019-05-24T16:45:23","modified_gmt":"2019-05-24T14:45:23","slug":"buchauszug-jon-christoph-berndt-aufmerksamkeit-warum-wir-sie-so-oft-vermissen-und-wie-wir-kriegen-was-wir-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/05\/24\/buchauszug-jon-christoph-berndt-aufmerksamkeit-warum-wir-sie-so-oft-vermissen-und-wie-wir-kriegen-was-wir-wollen\/","title":{"rendered":"Buchauszug Jon Christoph Berndt: \u201eAufmerksamkeit \u2013 Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug: Jon Christoph Berndt: \u201eAufmerksamkeit \u2013 Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_670758\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-670758\" class=\"size-full wp-image-670758\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Berndt.JonChristoph.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Berndt.JonChristoph.jpg 640w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Berndt.JonChristoph-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Berndt.JonChristoph-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><p id=\"caption-attachment-670758\" class=\"wp-caption-text\">Jon Christoph Berndt (Foto: Brandamazing)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eImmer nur senden, senden, senden\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Rede ist das \u00e4lteste und m\u00e4chtigste Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie erh\u00f6ht die Sichtbarkeit. \u201eMit der Sprache hat sich die Evolution unserer Spezies von der biologischen Emergenz auf die Ebene der bewussten Sch\u00f6pfung von Neuem verlagert\u201c, sagt der Volkswirtschaftler und Stadtplaner Georg Franck in seinem Werk \u201e\u00d6konomie der Aufmerksamkeit\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neues wurde also nicht mehr nur durch blo\u00dfes Sein und Miteinander geschaffen, sondern auch durch den Austausch von Empfindungen und Meinungen. Viel sp\u00e4ter schufen die Erfindungen der Schrift, des Buchdrucks und des Internets wiederum ganz neue Dimensionen f\u00fcr diese Form der zwischenmenschlichen Kollaboration. Lange Zeit war die Rede neben dem Kampf die st\u00e4rkste Ausdrucksform, und dabei viel st\u00e4rker als nonverbale \u00c4u\u00dferungen durch Mimik und Gestik. Wer auf eine B\u00fchne stieg, hatte sich und seine Meinung zuvor kritisch gepr\u00fcft und hinterfragt. Er war entschlossen dazu, sie zu \u00e4u\u00dfern, zu verbreiten und zu verteidigen. Die B\u00fchne war nur f\u00fcr diejenigen, die von ihrem Anliegen \u00fcberzeugt waren und es solide zu argumentieren wussten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hat sich radikal gewandelt. Reden, Werben und Argumentieren sorgen gepaart mit Plappern, Quasseln und Schwafeln (Chatten sowieso) f\u00fcr die ultimative Kakophonie des Unwichtigen. Es wird immer weniger ernsthaft und verantwortungsvoll zugeh\u00f6rt und lieber jedes Thema x-fach durchgekaut, neu beleuchtet und neu versendet, ohne es zu durchdringen oder auch nur etwas hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das geschieht in wachsendem Umfang auf eine bisher ungekannt niveaulose, oftmals niedertr\u00e4chtige Weise unter dem Deckmantel der Anonymit\u00e4t. Es ist beinahe erstaunlich, wie das gemeinschaftliche Alltagsleben, dessen wichtige St\u00fctze nun einmal Rede und Meinungsaustausch sind, augenscheinlich weiterhin so gut funktioniert. Augenscheinlich. Bei genauerem Hinsehen nehmen Missverst\u00e4ndnisse und Dissonanzen n\u00e4mlich durchaus zu, genauso wie der gesellschaftliche Druck. Die Menschen werden d\u00fcnnh\u00e4utiger und \u00e4ngstlicher, und dabei gleichzeitig aggressiver und polemischer. Das liegt vor allem an der Menge an Daten und Informationen, die tagt\u00e4glich auf jeden einzelnen einprasseln. Unter ihnen sind allein, sagt die Werbewirkungsforschung, etwa 14.000 \u201eBeachte mich!\u201c- und \u201eKauf mich!-Botschaften\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-670757\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Cover.Berndt.170418-Cover-2D_LoRes.jpg\" alt=\"\" width=\"428\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Cover.Berndt.170418-Cover-2D_LoRes.jpg 428w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/05\/Cover.Berndt.170418-Cover-2D_LoRes-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><\/p>\n<p><strong>Jon Christoph Berndt: \u201eAufmerksamkeit \u2013 Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen\u201c. Econ Verlag. 16,99 Euro, 224 Seiten. <a href=\"https:\/\/www.ullstein-buchverlage.de\/nc\/buch\/details\/aufmerksamkeit-9783430202237.html\">https:\/\/www.ullstein-buchverlage.de\/nc\/buch\/details\/aufmerksamkeit-9783430202237.html<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aufmerksamkeit: Ein knappes Gut<\/strong><\/p>\n<p>Den Unternehmen geht es um die Verkaufe, den Medien um die Quote. Sie beziffert eine gemessene Aufmerksamkeit, und die ist die W\u00e4hrung schlechthin im Gesch\u00e4ft um die Botschaften. Sie ist noch wichtiger als das Geld, das dort in Werbung flie\u00dft, wo man sich besondere Aufmerksamkeit verspricht. Das liegt an einer Eigenschaft der Aufmerksamkeit: Sie ist als Ressource knapp und begrenzt und kann nicht gr\u00f6\u00dfer werden.<\/p>\n<p>Auch wenn jedes Jahr neue Sender und Kan\u00e4le, Webseiten und Druckschriften, Unternehmen und Produkte, auch Menschen dazu kommen: Der Tag hat nur 24 Stunden oder 1.440 Minuten oder 86.400 Sekunden. Sie gilt es, abz\u00fcglich der Zeit f\u00fcr den Schlaf von etwa einem Drittel, immer wieder neu in Form von Aufmerksamkeit zu verteilen. Denn auch das ist Aufmerksamkeit: Eine Zeitfrage. Wen wir dabei ber\u00fccksichtigen, der erh\u00e4lt ein Geschenk, das kostbarer ist als Gold und Geld. Das liegt daran, dass es zumindest Geld im Prinzip unbegrenzt gibt, auch wenn viele nicht genug davon haben. Die W\u00e4hrung Aufmerksamkeit aber vermittelt Wertsch\u00e4tzung, die sich mit Geld nicht bezahlen l\u00e4sst. Sie steigert die Verk\u00e4ufe. Und sie verbessert die Quote, die auf der limitierten Menge an Aufmerksamkeit pro Person basiert und deshalb eben nicht unbegrenzt vermehrt werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So viele Angebote zum Hinh\u00f6ren, -sehen, -schauen zur selben Zeit. Es wird immer schwieriger zu entscheiden, was man zuerst beachten soll, was im Anschluss und was \u00fcberhaupt nicht. Die Aufmerksamkeitsspanne beschreibt die Zeit, in der sich die Aufmerksamkeit einer Person voll auf eine Sache konzentriert. Sie ist von zw\u00f6lf Sekunden im Jahr 2000 auf nur noch acht Sekunden im Jahr 2013 gesunken. Damit ist der Mensch, was dieses wesentliche Detail angeht, unter dem Niveau des Goldfischs angekommen. Der, davon geht die Forschung aus, kann durchschnittlich neun Sekunden bei einer Sache bleiben. Daran hat auch die Digitalisierung nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sicherlich bedarf es weiterer Spezifizierungen hinsichtlich Untersuchungsgegenstand und -design, um aus dieser Information wirklich valide Schl\u00fcsse zu ziehen. Interessant (und alles andere als verwunderlich) ist allerdings, dass die Aufmerksamkeitsspanne abnimmt. Dazu tr\u00e4gt auch bei, dass der Mensch durchschnittlich etwa 250 Mal am Tag auf sein Smartphone oder Tablet schaut und mehr als jeder zweite zum Smartphone greift, wenn er nichts anderes zu tun hat. Von diesem Handicap ist der Goldfisch schlie\u00dflich frei. Das sind so erstaunliche wie erschreckende Erkenntnisse, gerade vor dem Hintergrund, dass es nach jeder Unterbrechung bis zu 15 Minuten und l\u00e4nger dauert, bis man sich wieder auf die unterbrochene aktuelle T\u00e4tigkeit konzentrieren kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie da noch auffallen, als Firma mit einem Produkt wie als Mensch mit seiner selbst? Wie den \u201eShare of Voice\u201c bekommen, seinen Anteil an den Kontakten mit der begehrten Zielgruppe, die man mit allen anderen Anbietern teilen muss, und an ihren Reaktionen? Die einfachen Antworten auf diese Frage sind zwangsl\u00e4ufig ganz schnell bunt, laut und billig: Die Ware muss raus, morgen kommt neue! Der inzwischen auch in Europa angekommene \u201eBlack Friday\u201c \u2013 der Freitag nach Thanksgiving, der in den USA mit irrsinnigen Rabatten das Weihnachtsgesch\u00e4ft einl\u00e4utet \u2013 wird beim Elektroh\u00e4ndler Saturn gleich zur \u201eBlack Week mit exklusiven Angeboten, t\u00e4glich neuen Hightech-Highlights und st\u00fcndlich wechselnden Schn\u00e4ppchen\u201c. Dazu gibt es den passenden Werbedonner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter demselben Druck, noch wahrgenommen zu werden, sind etwa auch Verkaufstrainer in ihrer Eigenwerbung durchweg \u201eEuropas f\u00fchrender\u201c, ach was, \u201eweltweit f\u00fchrender Verkaufstrainer\u201c! Wer befindet eigentlich dar\u00fcber? Berufsbezeichnungen auf sozialen Netzwerken oszillieren zwischen \u201eExpert Influencer for Market Leading Game Changing SaaS Technology &#8211; Unified Communication as a Service Consultant\u201c und, erheblich k\u00fcrzer, \u201eUltrapreneur\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch gibt es den \u201eInfluencer\u201c, das ist jemand, den Pr\u00e4senz und Ansehen in den sozialen Medien f\u00fcr diesen Titel qualifizieren. Buchautoren preisen ihr neues Werk als \u201eDer neue Bestseller von \u2026\u201c, bevor es \u00fcberhaupt auf dem Markt ist. Es gab eine Zeit, da haben die Rezensenten und die Verkaufszahlen entschieden, was ein Bestseller ist und was nicht. Was fr\u00fcher ein G\u00fctesiegel war, hat heute ungef\u00e4hr die Differenzierungskraft eines Preisschilds im Ein-Euro-Laden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kann das auf Dauer funktionieren? Nat\u00fcrlich nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Wer auf seine Kunden h\u00f6rt und wirklich wei\u00df, was sie sich w\u00fcnschen, braucht da nicht mitmachen. Wer aber unsicher ist und vergessen hat, mit der Zeit zu gehen, ger\u00e4t aus der Spur und braucht den Mehr-Sein-als-Schein-Hebel. Wenn sogar ein ehemals so edles wie klar positioniertes Medium wie der \u201eSpiegel\u201c auf einmal anf\u00e4ngt, sich zu verhalten wie der \u201eAale-Dieter\u201c auf dem Hamburger Fischmarkt, ist Eindeutigkeits- und Klarheitsgefahr in Verzug. Es geht so weit, dass sich das Magazin, etliche Jahrzehnte mit dem Nimbus der gedruckten Wahrheit erschienen, in der \u201eGMX Vorteilswelt\u201c als Zugabe verramschen l\u00e4sst. So schickt der Mailprovider seinen Usern ungebeten etwas von der Sorte \u201eIhr Online-Kredit mit bis zu 100 Euro Cashback! +++ DER SPIEGEL + Mini-Digicam gratis!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eCashback\u201c ist \u00fcberhaupt etwas Seltsames, ebenfalls aus Amerika: Man kriegt Geld daf\u00fcr zur\u00fcck, dass man Geld ausgibt. in den USA bekommen K\u00e4ufer eines Chevrolet Silverado, ob bar bezahlt oder auf Kredit finanziert, bei Vertragsunterzeichnung sofort 2.000 Dollar. Und in Deutschland gibt es 100 Euro f\u00fcr einen Onlinekredit: \u201eWenn das Geld grade mal nicht reicht und Sie einen Kredit ben\u00f6tigen, empfehlen wir den Kreditvergleich mit Check24: Sparen Sie so bis zu 2.000 Euro und kassieren Sie dazu bis zu 100 Euro Cashback! \u00dcberzeugen Sie sich au\u00dferdem 7 Wochen lang von DER SPIEGEL zum Sparpreis, und Sie bekommen eine Mini-Digitalkamera geschenkt!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Kontext dieses Informations-Overflows eher fragw\u00fcrdiger Angebote droht der gedruckte Spiegel als wertvollste Marke unterzugeben. Mehr noch, sein \u00fcber Jahrzehnte so konsequent aufgebautes Image wird substanziell und unwiederbringlich besch\u00e4digt. Das alles f\u00fcr ein paar neue Abonnenten, von denen niemand wei\u00df, wie lange sie bei der Stange bleiben. Ihnen gegen\u00fcber stehen zahlreiche langj\u00e4hrige Fans, die derart vergrault ihr Abonnement k\u00fcndigen und nicht wieder zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Unterhaltungselektronik-Hersteller Panasonic macht es auch. Da gibt es zuweilen f\u00fcr den Kauf einer Waschmaschine sofort bis zu 400 Euro bar zur\u00fcck. Abgesehen davon, dass die meisten Menschen diesen Anbieter bei Waschmaschinen nicht auf dem Radar haben: Allesamt sind Unternehmen, die die beiden wichtigsten Tugenden wertsch\u00e4tzender Kundenkommunikation nicht beherrschen oder sie verlernt haben: aktiv zuh\u00f6ren und beredt schweigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu tausenden solcher Werbebotschaften kommen abertausende im privaten und zwischenmenschlichen Bereich. Sie prasseln pers\u00f6nlich und am Telefon auf uns ein, und wieder: im Netz. Besonders was online geschieht, erf\u00e4hrt durch die rasant fortschreitende Digitalisierung immer neue, ungeahnte Dimensionen. Buch, Brief und Fax wirken inzwischen so verstaubt wie vor 50 Jahren Federkiel und Postkutsche. Und es mag noch 20 Jahre dauern, bis wir \u00fcber etwas dann so Altmodisches lachen werden wie \u201edas Internet\u201c, so wie wir es heute kennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Soziologe Hartmut Rosa spricht von einer \u201edreifachen Beschleunigung\u201c unseres Lebens: dem technischen Fortschritt, dem sozialen Wandel und dem Lebenstempo. Er vergleicht den t\u00e4glichen (\u00dcber-)Lebenskampf mit dem Dauerlauf auf einer nach unten f\u00fchrenden Rolltreppe, und f\u00fcr jede zu beantwortende Mail m\u00fcssen wir wieder eine Stufe zur\u00fcck \u2026 Wie bei Sisyphos, dem griechischen Sagenhelden mit dem Felsblock: immer wieder den Berg rauf. Sisyphos hatte Frevelschuld auf sich geladen, bei uns sind enorme Vielfalt, Komplexit\u00e4t und Beschleunigung die Treiber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rosa widmet sich dem Ph\u00e4nomen der Resonanz und sagt, das Dilemma der modernen kapitalistischen Gesellschaft liege darin, dass sie immerzu \u201ewachsen und innovieren, Produktion und Konsumption steigern, Optionen und Anschlusschancen vermehren\u201c m\u00fcsse; \u201ekurz: dass sie sich beschleunigen und dynamisieren muss, um sich selbst kulturell und strukturell zu reproduzieren, um ihren formativen Status Quo zu erhalten\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese \u201eEskalationstendenz\u201c, so der Soziologe, ver\u00e4ndere unser Weltverst\u00e4ndnis. Es betreffe die Beziehung zu Raum und Zeit und zu den Menschen und den Dingen, die uns umgeben, schlie\u00dflich die zu uns selbst. Er attestiert, dass eine \u00f6kologische Krise, zudem die Krise der Demokratie ebenso wie eine Psychokrise fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die Folgen seien. Glaubt man diesen Weissagungen, kommt f\u00fcr die Zukunft erschwerend hinzu: Demjenigen, der sich seine Stellung in der Gesellschaft und seine Zukunftschancen, seinen Status und seinen Lebensstandard erhalten will, bleibt nur Mitmachen, Sitzenbleiben auf dem Karussell. Es sei denn, er geh\u00f6rt zu den wenigen, die ganz bewusst absteigen, sich abklemmen vom Mainstream und vom Datenstrom und sich dazu entschlie\u00dfen, ein ganz anderes Leben zu leben. Es gibt sie, diese Aussteiger. Von allen anderen, den \u201eAngepassten\u201c, werden sie mit Attributen belegt, die sich von absch\u00e4tzig \u00fcber anerkennend bis neidisch vielf\u00e4ltig interpretieren lassen: entschleunigt, alternativ und einfach anders. Sich der Eskalation zu entziehen, gilt als alternativer Lebensentwurf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>H\u00f6ren allein reicht nicht<\/strong><\/p>\n<p>Unsere F\u00e4higkeit, den Menschen und den Dingen um uns herum unsere Aufmerksamkeit zu schenken, ist dieselbe wie vor tausend Jahren. Nur die Umst\u00e4nde, mit denen wir konfrontiert sind, haben sich ver\u00e4ndert. Diese Entwicklung h\u00e4lt an, und sie geht immer schneller vonstatten: Mehr und mehr Themen, Ereignisse und Produkte buhlen um uns. Das wirkt sich auf unser Auswahlverhalten und die Art und Weise aus, wie tiefgr\u00fcndig und wie lange wir uns mit einem Sachverhalt besch\u00e4ftigen und wem wir wie lange zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jeder Mensch ist ein selektiver Wahrnehmer. Er h\u00f6rt oder liest ein Reizwort, f\u00fcr das er empf\u00e4nglich ist, und geht ohne Umschweife darauf ein. Was vorher und hinterher gesagt wurde, also den Gesamtzusammenhang blendet er dabei oft aus. Solches Verhalten verlangt den Gespr\u00e4chsteilnehmern viel Geduld ab. Mit dem entsprechenden Wissen aus der Neurowissenschaft ertr\u00e4gt es sich besser. Wo liegt der Unterschied zwischen dem Nur-H\u00f6ren und dem Zuh\u00f6ren? Das einfache H\u00f6ren gilt als Ur-Alarmsystem des Menschen \u2013 Wo lauert Gefahr? Ist ein gef\u00e4hrliches Tier in der N\u00e4he? Das komplexe Zuh\u00f6ren dr\u00fcckt sich in einer fundierten Besch\u00e4ftigung mit dem Gesagten aus. Sie wird immer schwerer, weil die \u00dcberforderung immer mehr zunimmt und es immer mehr Gelegenheit zur Ablenkung gibt. Zuh\u00f6ren ist H\u00f6ren in Verbindung mit Konzentration, Denken und F\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDu h\u00f6rst nie zu!\u201c ist nicht mehr nur der verbreitete Vorwurf in Beziehungen, sondern l\u00e4ngst auch im Miteinander von Freunden, Kollegen und Kunden. \u00dcberall gilt: Bequemlichkeit und Tempo schlagen Inhalt und Substanz. Am einfachsten ist es, nur zu reden, ohne lange dar\u00fcber nachzudenken und auf das zuvor Gesagte n\u00e4her einzugehen. Dabei liegt die wahre Bereicherung nicht in der Schlagzahl und der Lautst\u00e4rke, sondern in dem Grad, in dem die kommunizierten Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche erkannt und wechselseitig befriedigt werden. Kommunikation ist ja nicht die F\u00e4higkeit zur Beschallung, sondern ein Mittel zum Zweck. Und unser wichtigstes dazu. Das macht die wirkungsvoll \u2013 und auch so anspruchsvoll, wenn wir sie gezielt einsetzen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie viel einfacher und entspannender ist es doch, einfach drauflos zu labern, alles rauszulassen, was anliegt und einem jetzt gerade einf\u00e4llt! Labern gibt Menschen das gute, allerdings kurzlebige Gef\u00fchl dazuzugeh\u00f6ren, ein Teil der Gruppe zu sein und vor allen Dingen gesehen zu werden. Labern ist Stressabbau: sich einfach erleichtern, das \u00fcbervolle Hirn ausleeren. Was f\u00fcr eine Wohltat! Indem Menschen sich aufplustern, inszenieren, profilieren glauben viele zu einem gelungen Anlass beizutragen. Ob die anderen wirklich interessiert sind und Anteil nehmen? Nebensache. Bei Google gibt es zum Suchwort \u201ereden\u201c etwa 70 Millionen Treffer, zum Suchwort \u201ezuh\u00f6ren\u201c nur etwa 5 Millionen. Gef\u00fchlt kommt das dem Verh\u00e4ltnis von Labern zu sinnhafter Kommunikation im Alltag ziemlich nahe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Chef einer Hamburger PR-Agentur stellte einmal ein Ultraschallbild mit dem Hinweis \u201eFreu mich\u201c auf seine Facebook-Seite, und sofort hagelte es Gl\u00fcckw\u00fcnsche: \u201eGanz der Vater!\u201c; \u201eGl\u00fcckwunsch! Drillinge?\u201c; \u201eCongrats! Das Beste auf der Welt\u201c; \u201eWOW das ist noch besser als jeder PR Preis!\u201c Und der Vater des Postings? Er postete \u201eMensch, Leute! Das ist mein Herz. Mein Doc sagte heute beim j\u00e4hrlichen Check, ich h\u00e4tte \u2018ne Pumpe wie\u2018n junger Gott.\u201c Darauf fingen die ersten \u201eFreunde\u201c das Malheur mit \u201eBrusth\u00f6hlenschwangerschaft\u201c und \u00e4hnlichem Verlegenheitsrauschen ab, w\u00e4hrend andere selbst jetzt noch ungehemmt weiter gratulierten: \u201eW\u00fcnsche dir Zwillinge! Gratulation &#8211; auch deiner Frau!\u201c Darauf wieder der Verursacher: \u201eFreunde, ich freu\u2018 mich ja \u00fcber so viel Zuspruch. ABER: Es ist mein Herz!!! Nicht, dass bei meiner Frau schon das Telefon Sturm klingelt\u2026\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt schlug die Stunde der Erkl\u00e4rer: \u201eVisuelle Kommunikation \u2026 Ultraschallbild = schwanger \u2026 v\u00f6llig egal, was darauf abgebildet ist \uf04a\u201c Sp\u00e4ter trudelte dann noch einer ein mit der Frage ein, ob es schon einen Namen g\u00e4be. Noch sp\u00e4ter kl\u00e4rte ein anderer dann alles auf: \u201eLaut einer Facebook-Studie gilt die 90\/9\/1-Regel auch f\u00fcr Kommentare: Von 100 Personen haben 90 den Ursprungsbeitrag nicht gelesen, 9 ist es egal und nur einer \u2013 in der Regel der Verfasser \u2013 versucht verzweifelt die Diskussion wieder zum eigentlichen Thema zur\u00fcck zu lenken.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geschichten solcher Art gibt es unz\u00e4hlige. Sie sind umso lustiger, je weniger sie einen selbst betreffen. Sie t\u00e4uschen allerdings nicht dar\u00fcber hinweg, dass unsere Kommunikation schlicht eines ist: krank. Die M\u00f6glichkeit, zu allem und jedem seinen Senf dazu zu geben, wird von den sozialen Medien extrem befeuert. Dadurch f\u00fchlt sich der User, dieser moderne Gro\u00dfstadtnomade, nicht selten allein gelassen vom Leben im Eineinhalb-Zimmer-Apartment mit K\u00fcchenzeile, Rauchglas-Ecktisch und Bestellzettel von Pizzadienst, mit der Community verbunden. Facebook fordert ihn mit der verf\u00fchrerischen Einladung zum Liken und Kommentieren immer wieder aufs Neue heraus. Es geht schneller und einfacher und macht mehr Spa\u00df als die wirkliche Besch\u00e4ftigung mit einem Buch, der Zeitung oder gleich mit sich selbst. Niemand schickt sich gern selbst Smileys.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die 90\/9\/1-Regel l\u00e4sst sich auch auf die Offline-Welt anwenden, und auf Telefonkonferenzen sowieso: Kaum ein \u201eCall\u201c, bei dem nicht h\u00f6rbar getankt, eingekauft, eingeparkt, gegoogelt, zur Toilette gegangen oder alles auf einmal erledigt wird. Die meisten h\u00f6ren hin, mancher nicht einmal das, und nur jeder Zehnte h\u00f6rt wirklich zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fc\u00dfer Brei f\u00fcrs Hirn<\/strong><\/p>\n<p>Das menschliche Gehirn ist so angelegt, dass es auf Neues sofort reagiert. Das erkl\u00e4rt die Unrast, sobald es um Unbekanntes geht: Auf einen neuen Impuls hin wird Dopamin ausgesch\u00fcttet, allgemein als Gl\u00fcckshormon bekannt. Dieser Botenstoff h\u00e4lt den Menschen in einer Art Suchtkreislauf gefangen. Gierig auf Neues, ist er leicht abzulenken und anf\u00e4llig f\u00fcr die unterschiedlichsten Informationen und Reize. Er wei\u00df dabei sofort zu selektieren nach unterhaltsamen, leicht verdaulichen Neuigkeiten und solchen, die eher schwere Kost sind, und die er deshalb zun\u00e4chst meidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Problem dabei ist: Unser Gehirn, so wie es heute noch beschaffen ist, formte sich bereits in der Steinzeit. Damals gab es keine St\u00e4dte und keine Technik, geschweige denn die Digitalisierung. Man lebte im Einklang mit der Natur und verteidigte sich, um die Art zu erhalten, gegen den S\u00e4belzahntiger, ging auf Mammutjagd und brachte wildgewordene Artgenossen zur R\u00e4son, nicht zwingend mit kommunikativen Mitteln. Den sp\u00e4rlichen Rest der Zeit sa\u00df die Sippe ums Feuer versammelt und tat, was manche hippe Gro\u00dfst\u00e4dter mit Ausstiegsbed\u00fcrfnissen auch heute wieder bei teuer bezahlten Outdoor-Trips tun, wenn sie mal nicht mehr empfangen wollen: schweigen. Kommunikation fand eher rudiment\u00e4r, auf Lautbasis statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hierauf, und damit auf viel weniger zu verarbeitende Informationen als heute n\u00f6tig, ist unser Gehirn immer noch ausgelegt. Zwar ist der Mensch, das belegt auch die Hirnforschung, in gewissem Umfang wandelbar und adaptionsf\u00e4hig. Doch seine Kapazit\u00e4t f\u00fcr Aufmerksamkeit ist und bleibt begrenzt und h\u00e4lt nicht Schritt mit der st\u00e4ndig steigenden Anzahl und Vielfalt von, so der amerikanische Neurowissenschaftler Daniel Levitin, \u201eFakten, Pseudofakten, Geplapper und Ger\u00fcchten, die sich alle als Informationen ausgeben\u201c und uns immerzu \u00fcberfallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es drei Fernsehkan\u00e4le und ein paar Kaffeesorten. Es gab einige Urlaubsziele in Deutschland und Italien, aus denen man auszuw\u00e4hlen den Luxus hatte, und drei unterschiedliche Motorisierungen beim Auto. Heute dr\u00e4ngen unendlich viele Anbieter mit ihren Werbebotschaften f\u00fcr unendlich viele Angebote in unendlich vielen Ausf\u00fchrungen auf die B\u00fchne und buhlen um unsere Gunst. Sie funken auf allen Kan\u00e4len, in Anzeigen und Online-Communities, auf Plakaten und Bannern, mit Gewinnspielen und Newslettern. \u201eNimm\u2018 mich wahr!\u201c, \u201eSieh\u2018 mich an!\u201c, \u201eKauf mich!\u201c, rufen sie und fordern uns nicht nur kognitiv, sondern vor allem in unserer Selbstdefinition immer wieder neu heraus. Dies zum einen vor dem Hintergrund des Dazugeh\u00f6ren-Wollens, zum anderen angesichts der schieren Vielfalt und der so erm\u00fcdenden wie anspornenden Situation, dass man sich nie sicher sein kann, wirklich das allerbeste und gleichzeitig allerg\u00fcnstigste Angebot erwischt zu haben. Lieber noch eine Runde recherchieren &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wollen die Mitmenschen in der Familie und all die Freunde, Kollegen und Gesch\u00e4ftspartner beachtet werden; von den sogenannten Prominenten ganz zu schweigen. Bei dem Get\u00f6se gilt es vor allem, nicht unterzugehen im Ozean der Reize. Das ist der t\u00e4gliche Spagat, immer wieder neu die Zerrei\u00dfprobe, auch weil wir der \u00dcberzeugung sind, bei allen m\u00f6glichen Themen mitreden zu m\u00fcssen, um relevant zu sein. Diesen Irrweg befeuern gerade solche Gespr\u00e4chsrunden, die die Kunst, stundenlang wortreich aneinander vorbei zu reden, zu einem Format erhoben haben: die TV-Talkshows.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im unendlich weitl\u00e4ufigen Dschungel der Verbalit\u00e4ten immer wieder neu herauszufinden, was man wissen muss und was getrost wegbleiben kann, ist ein schwieriges Unterfangen. Daf\u00fcr braucht es die immer neue Entscheidung: Was ist mir wichtig? Au\u00dferdem braucht es die abgewogene Meinungsbildung: Was kann ich glauben, was sollte ich hinterfragen? All das verlangt in einer Zeit, in der die Zeit das knappste Gut ist, noch vor \u00d6l und Silizium, weitere Schleifen zu drehen, genauer hinzuh\u00f6ren, nachzudenken und nachzufragen, zu vergleichen und zu beurteilen. Da ist das Gehirn irgendwann gef\u00fchlt so abgef\u00fcllt, dass nichts mehr hinein passt. Wie bei einer randvollen Tasse Tee, die ein einziger Tropfen mehr zum \u00dcberlaufen bringt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und die Sender, die professionellen und kommerziellen und immer mehr eben auch die privaten Egobooster, wissen das. Dieses Wissen f\u00fchrt zu einem Konkurrenzkampf um die Aufmerksamkeitsreserven. Die leidgepr\u00fcften Entscheider in diesem Kampf sind immer noch unsere archaischen Nervenzellen. Sie pr\u00fcfen, welche Informationen wichtig sind und welche nicht. Sie leisten Gro\u00dfes \u2013 wenn der Mensch sich gefordert, aber nicht \u00fcberfordert f\u00fchlt und in guter nervlicher Verfassung ist. Also so ungef\u00e4hr auf dem Dr\u00f6hnungsniveau des Steinzeit-Alltags. Aber wer kann den noch f\u00fcr sich reklamieren?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um die geballte Menge an Informationen zu verarbeiten, ben\u00f6tigten sie schon immer Sauerstoff und Glukose. Heute so viel davon und immer mehr, dass sie schnell erm\u00fcden, wenn der Nachschub ausbleibt. Wenn mehr verbraucht wird als nachkommt, f\u00fchlt der Mensch sich ausgepowert. Er ist dann unaufmerksam, bringt im Gespr\u00e4ch keine Empathie auf und h\u00f6rt bestenfalls hin, aber nicht zu. Das f\u00fchrt zur eher passiven Teilnahme an der Kommunikation und eben auch zum ungepr\u00fcften Liken und Sharen von Beitr\u00e4gen anderer. Jedes Status-Update und jedes Lesen einer Mail l\u00f6st aufs Neue die Frage aus: Soll ich antworten? Sofort oder sp\u00e4ter? Was soll ich schreiben? Solche Entscheidungen genauso wie die, was aus dem gigantischen Warenangebot ich kaufe, kostet wiederum Energie. Die Energie, die eigentlich f\u00fcr die wirklich wichtigen Angelegenheiten vorr\u00e4tig sein muss. S\u00e4belzahntiger und die Schwiegermutter, zum Beispiel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Informationsflut ist wie s\u00fc\u00dfer Brei f\u00fcr unser Gehirn: Wir bekommen mehr, viel mehr, als wir gebrauchen k\u00f6nnen. Und unser System, ausgelegt f\u00fcr die Kapazit\u00e4t einer notwendigen Mahlzeit, kommt damit nicht klar, wenn wir der Versuchung nicht widerstehen und den L\u00f6ffel weglegen, wenn wir genug haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug: Jon Christoph Berndt: \u201eAufmerksamkeit \u2013 Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen was wir wollen.\u201c &nbsp; &nbsp; \u201eImmer nur senden, senden, senden\u201c Die Rede ist das \u00e4lteste und m\u00e4chtigste Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/05\/24\/buchauszug-jon-christoph-berndt-aufmerksamkeit-warum-wir-sie-so-oft-vermissen-und-wie-wir-kriegen-was-wir-wollen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1890,4140,8302,8301],"class_list":["post-670736","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-buchauszug","tag-econ-verlag","tag-jon-christoph-berndt","tag-aufmerksamkeit-warum-wir-sie-so-oft-vermissen-und-wie-wir-kriegen-was-wir-wollen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=670736"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670736\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":670759,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670736\/revisions\/670759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=670736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=670736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=670736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}